Klass

Klass (2007), EE
Laufzeit 102 Minuten, FSK 16, Dokumentarfilm, Drama, Kinostart 15.10.2009

6.2 Kritiker
2 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.8 Community
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22 Kommentare
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von Ilmar Raag und Ilmar Raag, mit Vallo Kirs und Pärt Uusberg

Joosep ist der Prügelknabe der Klasse. Auch für Kaspar. Als der ihm jedoch eines Tages zu Hilfe kommt, fühlt sich Anders, der Anführer der Klasse, in seinem Status bedroht. Auf einer Party droht er Kaspar: “In dieser Klasse beschützt niemand Joosep.” Doch die Verteidigung von Joosep wird für Kaspar zu einer Frage der Ehre. Aber das macht alles nur noch schlimmer. Die Misshandlungen gegen Joosep nehmen zu und machen bald auch vor Kaspar keinen Halt mehr. Als Joosep Kaspar bittet, ihm nicht mehr zu helfen, ist es bereits zu spät. Das System immer neuer Bestrafungen, das der um seinen Machtstatus besorgte Anders vorantreibt, nimmt immer drastischere Formen an. Bis die physischen und psychischen Qualen so groß werden, dass die beiden Jungen nur noch einen Ausweg sehen.

KLASS erzählt in dokumentarisch anmutenden Bildern die ebenso beunruhigende, wie erschütternde Vorgeschichte eines Amoklaufs, bei der die Grenzen zwischen Opfern und Tätern fließend sind.

Handlung

Joosep ist der Prügelknabe der Klasse. Auch für Kaspar. Als der ihm jedoch eines Tages zu Hilfe kommt, fühlt sich Anders, der Anführer der Klasse, in seinem Status bedroht. Auf einer Party droht er Kaspar: „In dieser Klasse beschützt niemand Joosep.“ Doch die Verteidigung von Joosep wird für Kaspar zu einer Frage der Ehre. Aber das macht alles nur noch schlimmer. Die Misshandlungen gegen Joosep nehmen zu und machen bald auch vor Kaspar keinen Halt mehr. Als Joosep Kaspar bittet, ihm nicht mehr zu helfen, ist es bereits zu spät. Das System immer neuer Bestrafungen, das der um seinen Machtstatus besorgte Anders vorantreibt, nimmt immer drastischere Formen an. Bis die physischen und psychischen Qualen so groß werden, dass die beiden Jungen nur noch einen Ausweg sehen …

(Quelle: MFA+)

Weiterführende Informationen
Klass auf moviepilot.de
Klass – Pressespiegel auf film-zeit.de

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Kritiken (2) — Film: Klass

Ciprian David: NEGATIV

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7.5Sehenswert

In einen empfindlichen Bereich der politischen Korrektheit begibt sich Ilmar Raag mit seinem Film, eine sich über sieben Tage erstreckende und in ebenso viele Kapitel geteilte Geschichte über zwei Amokläufer. Der gewagte Schritt besteht darin, Amokläufer und Opfer als eins darzustellen. Anders wie Gus van Sants Elephant vermeidet dieser Film den Arthouse-Look und entscheidet sich für einem dem Thema naheliegenden, dokumentarischen Kamerablick....

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Sascha Keilholz: critic.de

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Wie im traditionellen Rache-Genrebeitrag werden die Handlungen von Kasper und Joosep motiviert, sogar als logische Folge präsentiert. Der Film zeigt keine Alternative auf, im Gegenteil: Der Vergeltungsschlag scheint nicht nur die einzige, sondern auch die richtige Option. Keine Wahl lassen die durchweg eindimensional, undifferenziert gezeichneten Antagonisten um Anders, kleine Sadisten ohne Hirn und Herz.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Shorty06

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Man sollte dabei bedenken, aus welcher Sicht der Film dargestellt wird. Denn aus Kaspers und Jooseps Sicht sind die anderen Klassenkameraden nämlich genau das: kleine Sadisten ohne Hirn und Herz.



Kommentare (20) — Film: Klass

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I_have_seen

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Bewertung9.0Herausragend

Nach langer Zeit und nach langer Suche habe ich endlich mal wieder etwas gewagtes (und für den Kopf und das für sittliche Gemüt) "herausvorderndes Kino" gesehen.

Es ist schön über einen Film mal sagen zu können:
"Ich finde es lohnt sich, sich die Zeit zu nehmen diesen Film zu sehen auch oder gerade weil dieser Film keine leichte Kost ist."

Tatsächlich würde ich meinen, dass man um ein "(dumpfes) Beklemmendes Gefühl" nicht herumkommt. Die Konstellation ist eben eindruckvoll "in Szene gesetzt" ... eine Gruppe wird aus sich selbst heraus eine Herarchie bilden, es wird eine Ordnung und eine "Marsch"Richtung erzwungen und es zeigt sich das es dabei menschlich betrachtet ziemlich hässlich werden kann. Dieser Film zeigt "Junge Menschen" als Täter, Komplizten oder als Mitwisser die allsamt unheilvoll miteinander gegen zunächst ein dann zwei "Opfer" verstrickt haben. Sowas sieht man selten in Form eines Films. Die Geschichte wie sie im Film "Das weiße Band" erzählt wird ins hier und heute versetzt. Dafür gibt es verdienter maßen Preise und Auszeichnungen: für Authentizität, für die Aktualtität der Sozialen Frage, für Mut und bedacht. Und Ja, mit der Luppe betrachtet finde ich auch jeweil den einen oder anderen Film gibt der dies und das schon mal besser "Inzeniert" hat, konkret meine ich die eine oder andere Interaktion oder die Dramaturgie des Films.

Alles in allem bleibt es dabei ... ein mutiger und beklemmend eindrucksvoller Film.

Beste Szene:
Kurz vor dem "Showdown" in der Tür zur Kantine sagt Joosep fragend: "Hast du Angst?" und die Antwort ist treffend und eindeutig.

Schlechte Szene:
die Szene kurz vor meiner Besten... :-C ...schön doof

Kleiner Filmtipp:
Amok (mit Christian Slater)
Das weiße Band (allerdings sehr viel geheimnisvoller erzählt und sehr retrospektiv)
Moon (was das menschliche Frage angeht ...ein grandioser Wurf und mit einer grandiosen Atmospähre)

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HxC_Moe

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Bewertung7.0Sehenswert

Zwar etwas unrealistisch und klischeehaft, aber verdammt gut gespielt und eindrucksvoll ist dieser Schul-Mobbing mit Anschließendem Amoklauf-Film. Die Kamerarbeit ist ab und an etwas hektisch und billig, aber sonst ist so alles ganz gut gemacht. Die Schauspielerischen Leistungen sind zwar nach dem Klischeemuster entsprechend, aber dafür ziemlich gut, und das ist auch wichtig, denn davon lebt der Film schließlich. Dass es auf einen Amoklauf rausläuft ist schnell klar und dieser wird auch recht schockierend und realistisch dargestellt. Hätte man sich etwas weniger auf Klischees spezialisiert und hätte man alles ein bisschen professioneller produziert, hätte es noch besser sein können, so ist es aber auch okay.

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baser

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein verstörender, bösartiger Film.

Problematisch ist, dass sich der Film teilweise nicht bloß rückwärts als Studie über die Entstehung von Gewalt lesen lässt sondern auch als Rechtfertigung von Rache und Gegengewalt als scheinbar einziger Ausweg. Die Identifikation des Zuschauers mit dem Protagonisten Kaspar trägt dazu nicht gerade wenig bei...

Zum Glück wird dieser Gefahr zum Schluss entgegengewirkt, indem der Amoklauf sehr drastisch und ungeschönt dargestellt wird. Die Identifikation mit Kaspar wird bis kurz vor Ende (Zeitlupenszene) auf die Spitze getrieben, dann aber mit den ersten Schuss jäh zerstört.

Der Film ist in seiner Logik konsequent, keine Frage. Ob hier nicht doch eine gewisse Grenze überschritten wird, muss jeder selbst beurteilen...

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THE_JUDGE

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Bewertung10.0Herausragend

Hätte ich "Klass" vor ein paar Tagen nicht endlich selbst gesehen, ich würde die ganzen positiven Kommentare mit einem verschmähenden "Ja sicher!" immer noch ein wenig links liegen lassen. Aber es war mal wieder soweit und es kam anders, zum Glück muss ich sagen. Das war so ein filmisches Erlebnis auf das man immer wartet, die es aber nur sehr selten gibt, oder es gibt sie öfter, man kann aber nicht annähernd erahnen in was für Deckmänteln oder hinter welchen Filmtiteln sie sich verbergen.

"Klass" fängt recht normal an könnte man sagen, der stille Joosep ist der Buhmann der gesamten Klasse und wird an jedem erdenklichen Zeitpunkt, meist auch beim betreten der Klassenzimmers abgefangen und malträtiert. Soweit nichts neues, das kennt man entweder aus anderen Filmen oder man hat es zu irgendeinem Zeitpunkt selbst mal erlebt, es sei denn man ist oder war selbst so ein Alpha-Clown wie ihn hier Anders darstellt. Im weiteren Verlauf der Geschichte und langsam aber sicher stellt sich Kaspar, ein Junge der eigentlich sonst auch immer beim mobben mit dabei war, auf Joosep`s Seite. Was zuerst noch ein wenig unfreiwillig erscheint und eher aus Liebe zu Thea geschieht, wird für Kaspar immer mehr zu einer Frage der Ehre. (Evtl. SPOILER voraus) Kaspar und Joosep stehen nun zusammen auf der Abschussliste der gegen sie verschworenen Klassengemeinschaft und die Situation spitzt sich zu. Es bleibt nicht nur mehr bei Worten und dem gewohnten Psychoterror es kommt im weiteren Verlauf auch zu physischen Übergriffen bis hin zu sexuellen Misshandlungen.

Was darauf folgt habe ich selten in so einer Intensität gesehen. Vielleicht hab ich auch einfach nur genau den richtigen Tag für diesen Film erwischt, aber ich glaube wem das nicht nahe geht, der muss aus Stahlbeton sein. Alle aufgestauten Emotionen, Gefühle und vor allem der unterdrückte Hass und das nicht fähig sein sich mit Worten und ohne Gewalt der Übermacht der Klasse entgegenzustellen zwingen oder treiben Kaspar und Joosep zu einer extremen Reaktion. Die herbeigesehnte Erlösung für die beiden, aber auch für den Zuschauer, der all die Qualen bis zu diesem Zeitpunkt mit ertragen hat. Natürlich ist der von beiden eingeschlagene Weg keine Lösung auf so sein Problem. Man weiß nicht so recht ob man jetzt wegen der Hilflosigkeit der beiden heulen soll, oder deswegen weil „all den Arschlöchern“ endlich das widerfährt was sie verdient haben. Ich glaube das ist auch die Stärke des Films, er zeigt das was jeder schon mal gedacht oder auch erlebt hat. Selbstjustiz ist natürlich ziemlich grenzwertig aber das wird wohl so angedacht gewesen sein, den Zuschauer damit zu konfrontieren. Harter Film und mit diesem vernichtenden Ende schlichtweg genial. Bin immer noch begeistert, positiv wie negativ, aber bis zur nächsten Sichtung lass ich lieber ein wenig Zeit verstreichen.

Es gibt allerdings auch noch einige Dinge anzumerken die jetzt nicht so toll waren, aber angesichts der Intensität des Films kann ich über die teilweise komische Synchro und die Kunstlichtfarben, die ich eigentlich so gar nicht mag , hinwegsehen. Es ist natürlich auch fragwürdig, warum Joosep und Kaspar sich Anders nicht mal in einer ruhigen Minute zur Seite nehmen und Gleiches mit Gleichem vergelten oder ihn ein wenig auf den Boden der Tatsachen zurückholen um es mal so zu formulieren. Das Verhalten der Klasse ist auch ein wenig fragwürdig, vor allem das niemand sonst mal das Wort gegen Anders erhebt, der meistens eigentlich wirkt wie ein Milchbubi, aber egal. Definitiv Pflichtstoff für jeden der mal wieder wirkliches „Erlebniskino“ sehen oder erfahren möchte.

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Tachitalili

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein wirklich guter Film, der das Thema Mobbing in der Schule mit sehr gut schauspielernder Besetzung einen nahebringt.

Vorsicht Spoiler:
Negativpunkt: Der Film setzt sich auch mit dem sensiblen Thema
School Shootings auseinander und hier wird es sehr einseitig:
Nur die "Bösewichter" wurden bestraft, was ich als realitätsfern beurteilen würde.

Fazit: ein intensiver, wenn auch kein realistischer Film.

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kahaujiko

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das stimmt nicht ganz (spoiler) schließlich erschießt kaspar im "eifer des gefechts" auch eine unbetiligte schülerin


BenLinus

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Bewertung9.0Herausragend

Hoffnung. Was bist du? Wo bist du? Ein Ende. Ein Ausgang. Von Anfang an ersichtlich. Eine Tür, sperrangelweit offen.

Erbarmungslos.
Ein Lichtblick. Eine Hilfe? Gar die Rettung? Nein. Weiteres Verderben. Noch mehr Hass. Eine Spirale in den Abgrund. Verachtung. Arroganz. Wie lange noch?

Gedanken die einem selbst als Zuschauer, als Zeuge, durch den Kopf gehen. Unerträglich zerstört "Klass" das Leben von Joosep. Unerträglich brennt sich "Klass" in den Kopf des Betrachters. Es gibt wenige Fälle in denen sich der Menschenhass so ausbreitend und ekelhaft im eigenen Hirn manifestiert wie hier. Man wünscht ihnen fast schon selbst den Tod. Und hier funktioniert "Klass" auch manipulativ. Wie weit wären wir bereit zu gehen? Heißen wir die Tat wirklich gut? Sind wir wirklich selbst so verkommen? Fragen über Fragen, Selbstreflektion zwingt sich einem auf. Man möchte ausbrechen, diesen verabscheulichen Gestalten selbst den Gar ausmachen. Man möchte erbrechen, der schier unendlichen Verdorbenheit dieser Wesen, zugleich der Gesellschaft, wegen. Zu was sind wir verkommen? Wieso tut sich kein anderer Aufweg auf? Konsequent geht es dem Ende, dem einen Ende entgegen. Dem unverzeihlichen, dem unerbittlichen. Verzweiflung macht sich breit, der Wunsch nach Erlösung ebenso.
"Klass" macht keine Gefangenen, "Klass" reißt kilometertiefe Abgründe in den Seelen der "Protagonisten". "Klass" ist weit entfernt von Unterhaltung. Ein Schuss in den Kopf, ein letzter Blick. 1, 2, 3.

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Sie&Er

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Also dieser Film schockiert und zeigt wie es dazu kommt, dass Jugendliche Amok laufen! Er zeigt es auf eine sehr realistische und brutale Art, da wird keinem was vorgemacht! Muss man gesehen haben, TOP!

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Minority

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Meine Kritik möchte ich mit einem meiner Lieblingszitate beginnen.
.
Weil die Wut kein Kind mehr ist, fickt sie die Vernunft tot...
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Der Mensch erträgt Pein und Unterdrückung bis zu einem gewissen Pukt, wenn dieser Punt überschritten wird gerät rationales Denken und Handeln in Vergessenheit. Moralvorstellungen und anerzogene Verhaltensmuster verschwinden. 7 Tage sind von Nöten um die beiden Protagonisten an diesen Punkt zu bringen. Der Film zeigt ohne übertriebene Darstellung von Gewalt auf erschrekende Art und Weise wie eine Gemeinschaft zwei Opfer herraussucht und diese beiden Tag für Tag immer heftiger peinigt. Am Ende hat man vollstes Verständniss für die zwei und würde selbst auch so handeln. Es sind nunmal nicht immer Rammstein, Counter-Strike und Co schuld an Amokläufen, aber es nunmal einfacher den Computermedien und Musikern die Schuld zu geben anstatt einen wichtigen Diskurs zu führen und gewohnte Muster zu überdenken.

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Minority

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Die Tastatur ist leider im Arsch, jeden Tag streikt eine andere Taste, deswegen bitte in diesem Fall überall mal n und k's dazu denken xD


kahaujiko

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

wirklich schockierend, aber so sieht nun einmal die wirklichkeit aus, ich hab es selbst erlebt. starke darsteller, starkes drehbuch, starke filmmusik. die esten habens drauf. zum schluss fand ich am gruseligsten, dass mir anders und seine clique nicht im geringsten leid getan haben...

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Maddy87

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Was für ein Film! Innerlich koche ich immer noch…

Diese hirntoten Rowdys mit ihren „fancy“ Marken-Klamotten und den „krassen“ Sprüchen, die sich mit 15 für die allergrößten Frauenflüsterer halten, treiben mich zur Weißglut.
Und noch schlimmer sind die Leute (Pädagogen!), die tatenlos zusehen…das macht einen total aggressiv…diese pubertierenden Kamele haben doch tatsächlich nichts Besseres zu tun, als den Mitschüler bzw. den Außenseiter körperlich und geistig zu einem Wrack mutieren zu lassen, indem sie ihn Tag für Tag pervers Misshandeln. Mobbing kenn ich zwar auch aus der Schulzeit, aber nicht in solch einem Ausmaße… Filme wie „Klass“ oder „Ben X“ bzw. die Charakteren, welche die sadistischen Mitschüler darstellen, regen mich einfach nur auf, leider ist es traurige Realität.

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momopipi

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Vor kurzem habe ich mir den Film Ben X angeschaut. Beide Filme sind thematisch sehr nah angesiedelt, Klass ist aber der bessere Streifen. Hier wird auf Ästhetik keine Rücksicht genommen, hier wird einfach nur die harte Realität dargestellt. Beklemmend und leider auch real! Mehr ist wohl nicht aus dieser Thematik rauszuholen...

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Mr. White

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Bewertung9.0Herausragend

Joosep wird in der Schule von der ganzen Klasse gemobbt und er kann sich dagegen nicht wehren. Als ihm Klassenkamerad Kaspar aber einmal zur Hilfe kommt, fällt dieser auch ins Visier der Klasse und erleidet von nun an das gleiche Schicksal wie Joosep. Täglich werden beide Gedemütigt und auf dem Höhepunkt der Schikane beschließen beide, sich nun endlich mit einem Schlag zu rächen.

Nicht oft kommt es bei einem Film vor, dass ich während dem Abspann noch so geschockt vor dem Fernseher sitze. Solch einen Film muss man erstmal verdauen. Bei "Klass" ist genau dies der Fall. Der Film zeigt den Verlauf des Mobbings bishin zum Amoklauf. Doch stehen die Beweggründe und Auslöser solcher Tat weit mehr im Vordergrund. Der Amoklauf selbst nimmt nur einen sehr kleinen Teil des Filmes ein.

Den Realismus, den der Film mit sich bringt, spürt der Zuschauer am eigenen Leib. Die Unverständiss, wie solch eine Ungerechtigkeit in der Klasse herschen kann, begleitet den ganzen Film. Den Drang ihnen zur Hilfe zu kommen, um sie aus der Tyrannei ihrer Mitschüler zu befreien, wird von Szene zu Szene größer. Die Mitschüler greifen zu rabiaten Methoden des Mobbings und werden nie verpfiffen, denn die Klasse hält zusammen wie Pech und Schwefel. Besonders Klassenanführer Anders treibt seine Mitschüler immer zu neuen Aktionen und diese werden ohne Wiederworte durchgeführt. Denn wer dem "Streber" hilft, der wird selber so behandelt.

Kaspar ist derjenige, dem genau dies passiert und somit ins Visier seiner Klassenkameraden fällt. Bei einem Streich, wo Joosep nackt in die Mädchenumkleide eingesperrt wird, lässt er ihn raus, auch auf Anweis seiner Freundin. Von da an fängt Anders sich gegen ihn zu stellen und Kaspar gerät, wie Joosep, in den Mittelpunkt der Tyrannei. Doch sieht er fortan mit klaren Augen und erkennt, dass man Joosep nicht einfach in der Klasse im Stich lassen kann. Seine eigene Situation wird dadurch nicht besser, doch sieht er in seinen Taten das einzig richtige. Auch wenn Kaspar sich trotzdem noch gegen die freundschaftliche Annäherung an Joosep wehrt, schweißt sie ihr gleiches Schicksal zusammen.

Kaspar verliert langsam seine Freunde und seine Freundin, die er nicht überzeugen kann, dass der Terror in der Klasse moralisch falsch ist. Seine Tante, bei der er lebt, möchte er in die Probleme nicht einweihen, damit sie sich nicht noch mehr Sorgen um ihn machen muss. Joosep hat ebenso Probleme zuhause. Er verkriecht sicht schnell in seinem Zimmer, um das Gespräch mit den Eltern zu vermeiden. Beide wissen von den Geschehnissen in der Schule, doch dem Vater fällt nur die Gegengewalt ein und so drängt der Joosep dazu, zurückzuhauen, um seinen Mann zu stehen. Keine Außenstehende Person fängt die beiden ab und so laufen sie geradeaus in den Abgrund, bis sie keinen anderen Ausweg mehr sehen und zur Tat schreiten.

Das ganze Szenario liegt einer tristen und trostlosen Atmosphäre zu Grunde, die besonders durch die Kameraeinstellungen und das Bild zum Ausdruck gebracht wird. Kalte Farben bestimmen das Gezeigte und harmonieren mit der unkontrollierten Lage in der Klasse. Zusammen ensteht eine Stimmung, die hoffnungsloser kaum sein kann.

Fazit:
"Klass" ist ein dramatischer Film über die Entstehung eines Amoklaufs. Kompromislos wird hier detailliert die Misshandlung der beiden Mitschüler gezeigt, die alles irgendwann nicht mehr aushalten und zu einem drastischen Mittel greifen. Absolut ergreifender Film, ansehen!
9/10

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Kodiac

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Das Thema Mobbing in der Schule mag ja eigentlich nix neues sein. Das so ein Film aus dem kleinen Estland kommt und doch recht gute Kritiken bekam, hat mich auf ihn aufmerksam gemacht - und ich war doch ziemlich positiv überrascht. Dabei war ich voralledem vom Ende überrascht, wie es der Film schafft, den Zuschauer so zu beeinflussen, das Ende nachvollziehbar erscheinen zu lassen. Mitleid kam bei mir nur für die Protagonisten auf, man wünscht sich regelrecht Bestrafung und Vergeltung - Gefühle, welche ich sonst von mir nicht kenne!
Ein Film, welcher zum Nachdenken anregt und die Grenzen von Gut und Böse verwischen lässt.

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HorrorClown

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Bewertung7.0Sehenswert

wirklich, wirklich hochklassiger film mit echt überzeugenden schauspielern und vielen gänsehaut und schäm momenten und vorallem ohne hollywood splatter scheiß... leider transportiert er die falsche botschaft, denn schon nach ca. 30 min ist man der meinung das die amokläufer recht haben... wobei ich denke das das nicht das ziel des films seien sollte, daher anstatt der für den film verdiente 10 pkt gibts von mir nur 7.0

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stalker

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Bewertung10.0Herausragend

Einen solchen Film gab es bisher noch nicht, nicht in solcher Wucht, in solchen Schmerz, der uns selbst fast zum Amok treiben könnte, Mobbing in der Schule, gab es das nicht auch bei uns, und selbst wenn da keine Gewalt, so doch Ausgrenzung, Demütigung, Erniedrigung, warum erst 2010 ein solcher Film?

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stalker

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2009 bzw. 2007 natürlich, bevor noch jemand meckert.


Shorty06

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Bewertung10.0Herausragend

Klass von Ilmar Raag. Wow. Ich bin gerade etwas durchgewühlt. Der Film aus Estland zeigt wie heftig es mit dem Mobbing werden kann, und wie es letztendlich auf einen Amoklauf hinausläuft, wenn die Umstände stimmen (bzw. nicht stimmen). Ich kann eigentlich noch nicht wirklich etwas dazu schreiben...
Der Film sollte Pflicht für jede Schulklasse sein, obwohl es eigentlich wirklich um Erwachsene geht.

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kenschin

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der Film reisst mit und lässt einen auch nachhaltig über ihn nach denken nur zu empfehlen

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G-Hot

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ncoh nie hat ein Film mich derart veranlasst so rapide vor Menschen zu ekeln. Über die Synchro lässt sich streiten aber sie tut ihr übriges. Ich muss leider anmerken, dass ich den Schluss in gewisser Weise genossen habe. In den Medien solche Vorfälle zu pauschalisieren und als unmenschlich hinzustellen, was sie ja eigentlich auch sind, ist in der Allgemeinheit doch immer recht einfach zu akzeptieren, aber wenn man dann doch mal die Hintergründe erfährt sieht man solche Geschehnisse doch aus einem anderen Licht.

Alles in allem hat mich der Film von Anfang bis Ende mitgenommen, absolut empfehlenswert.

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manitu17

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Das lob ich mir:D


Kodiac

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G-Hot vor 6 Monaten:

ich weiß nicht es tat gut zusehen wie diese assis ihre gerechte strafe bekommen haben.

So krass würde ichs nicht ausdrücken. Da stellt sich natürlich die Frage, inwieweit Selbstjustiz verantwortbar ist. Aus meiner Sicht ist eine solche Tat absolut inakzeptabel; egal was dem vorrausgegangen ist.
Das ich allerdings auch keinerlei Mitleid am Ende des Filmes verspürt habe, ist eine andere Geschichte.


HauntedSaint

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Bewertung6.0Ganz gut

Ja Menschen sind eben doch noch immer die grausamsten Tiere.
Besonders die letzten Minuten sind sehr fesselnd.
Bewegend, auch wenn die Story Schwächen zeigt.
Leider sehr schlechte Synchro.

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Anavrin

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Bewertung7.0Sehenswert

Dokumentarisch wie "Elephant" doch bei weitem drastischer.

Man möchte meinen trotz der reelen Hintergründe, dass hier eine Art Paradbeispiel für Amokläufe konstruiert wird, plakativ in der Heranführung und jedem sozialen Klischee verplichtend, beschreibt der estländische Regissuer und Autor Ilmar Raag, die Spirale der körperlichen und geistigen Gewalt unter Jugendlichen. Der Vater als Waffenliebhaber, die Lehrer als "nichtsehende" oder gar ignorante Pädagogen und die der Gruppenhierarchie unterwürfigen mobbenden Klassenkameraden. Anderseits nicht unberechtigt so geschildert, wie uns die Realität in der Vergangenheit zu oft in tragischer Weise aufgezeigt hat.

Doch der Film beschreibt vielmehr als nur die bloße Heranführung an das Unausweichliche. Grundsätzliche Werte wie Ehre, Loyalität und Aufopferung werden sehr großgeschrieben, und geben den Figuren die dringend notwendige Menschlichkeit, die den Publikum ein emotionales Fundament bietet um über jene Klischees und teilweise sehr konstruiert wirkenden Mobbingszenen hinwegzusehen. Doch trotz des andauernden Mitgefühls und auch Mitleids mit den Figuren bleibt ein Unverständnis für die sehr rasche Entwicklung und grenzüberschreitende Verzweiflung der beiden Hauptfiguren. Im speziellen die des "Kaspers".
Eine Wandlung in nur 7 Tagen vom vernünftigen und normalen Schüler zum grundauf zerstörten Kind, welches nur einen Ausweg sieht, scheint trotz aller jugendlichen Schnelllebigkeit zu weit hergeholt. Es bleibt dem Zusschauer überlassen wie sehr er sich diesem Fakt unterwirft. Die Situationen addieren sich zwar, doch die Entscheidungen der Figuren als Aussenstehender wirklich nachzufühlen, wird meiner Meinung nach nur mit Hilfe einer einzigen abscheulichen Mobbingszene erreicht.
Die schauspielerische Leistung der Laiendarsteller reicht von mäßig bis hervorragend und ist in jedem Falle sehr ambitioniert. Toll!

Fazit:
Was in Elephant noch hypnotisch skizziert wurde ist in "Klass" Aufhänger und einziger Halt für den Spannungsbogen der Erzählung. Aber trotzallem ist ein sehr einfühlsamer und kritischer Beitrag zum tragischerweise immer noch aktuellen Thema Amoklauf an Schulen gelungen, der sich in seiner Machart und seinem Anspruch eher am jugendlichen Publikum orientiert und gerade bei Ihnen seine erschütternde und dratische Wirkung nicht verfehlen wird. Sehenswert!

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