Kombat Sechzehn
Kombat Sechzehn (2005), DE Laufzeit 96 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 09.06.2005
6 Bewertungen
Skala 0 bis 10
129 Bewertungen
7 Kommentare
Keine ?
von Mirko Borscht, mit Dirk Borchardt und Sven Lubeck
Der sechzehnjährige Georg muss von Frankfurt/Main nach Frankfurt/Oder umziehen, weil seinallein erziehender Vater Andreas die Chance erhält, dort als Architekt ein Einkaufscenter zu bauen. Georg hatte einen funktionierenden Freundeskreis, war in seine beste Freundin Jasmin verliebt und sein großer Traum vom hessischen Landesmeistertitel in Taekwondo war zum Greifen nahe. Nun muss er in einem fremden Umfeld ganz von vorn beginnen. Georg, der “Neue”, weckt schnell das Interesse von Thomas, dem Anführer einer rechtsradikalen Clique aus Georgs neuer Klasse. Da Georg keinen neuen Taekwondo-Club findet, lässt er sich von Thomas ködern und richtet sich bei ihm einen provisorischen Trainingsraum ein. Trotz anfänglicher Abwehr gerät Georg nach und nach immer mehr in die Clique. Bis es zum großen Kampf kommt. Angetrieben von Angst, Hoffnungslosigkeit und Neid, offenbart sich schon wenig später für Georg und Thomas, daß der Unterschied zwischen beiden gar nicht so groß ist.
Cast & Crew
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Mirko Borscht
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Dirk Borchardt
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Sven Lubeck
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Max Mauff
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Falk Rockstroh
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Errol Shaker
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Adrian Topol
Regie
Schauspieler
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Ludwig Trepte
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Alice Dwyer
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Florian Bartholomäi
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Matthias Schweighöfer
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Jana Erdmann
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Mirko Borscht
- Genre
- Drama
Drehbuch
Filmdetails Kombat Sechzehn
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Kritiken (1) — Film: Kombat Sechzehn
Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenNatürlich ist “Kombat Sechzehn†ist nicht perfekt, es gibt Szenen die besser funktionieren als andere, einige Figuren und Handlungsstränge kommen etwas zu kurz, einige Entwicklungen gehen arg schnell. Das ist zum Teil im Konzept begründet, das den Film konsequent auf Georgs Wahrnehmung eingrenzt, was der Sicht eines typischen Teenagers durchaus entsprechen dürfte, aber auch dazu führt, das manches etwas sprunghaft wirkt.
Nichtsdestotrotz ist er ein überraschender, optisch beeindruckender und schauspielerisch überdurchschnittlicher deutscher Film, der sich hinter vergleichbaren US-Produktionen und auch wesentlich teureren deutschen Filmen nicht verstecken braucht.
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Kommentare (6) — Film: Kombat Sechzehn
Kommentar schreibenZak 2011/10/18 00:17:32
Kommentar löschenFrechheit bei den Mist der hier verzapft wird von Taekwon do zu sprechen. Doch ich denke das der Film einige pädagogisch wertvolle Ansätze hat. Das einzigste was etwas sauer aufstössen lässt ist, ist das hier die Naziärsche dann doch als ganz nette Jungs dargestellt werden...was sollen die arme Kinder den auch anderes machen als sich die Haare abschneiden und andere zusammenschlagen??? Irgendwann kriegt der Film aber die Kurve und man versteht dann, das es darum geht das ganze mal ohne Abwehrhaltung zu betrachten was schon ne ordentliche Leistung von den Machern ist.
Ganz schöner Spagat der hier gemacht wird.
Nichts destrotrotz sind die TK Techniken die hier gezeigt werden total unsauber und schlecht.
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CowVirus 2011/01/20 12:55:49
Kommentar löschenStereotypen über Stereotypen, lesbische Schwestern, schwarze Freundinnen und wie immer auch überforderte, verständnislose Eltern. Ein cooler Kumpeltyp von Kampfsportlehrer, 2 dumme Nazis und ein schlauer Nazi, der zum Schluss gut wird. Klischees über Klischess, jegliche Tendenz zum Rassismus und Faschismus kommt durch das unaufmerksame und nachlässige Umfeld zustande, der Schlüssel zu der Frage, warum auch schlaue Leute Nazis sein können, ist, Trommelwirbel, die Kindheit!
Und Zigaretten Rauchen ist das letzte Symptom des sozialen Abstiegs.
Und dabei wirkt der Film am Anfang noch interessant. Die indirekte Auseinandersetzung zweier Jungen über "rechtes Gedankengut" macht Hoffnung, das sich hier mal eine tiefgründigere und vor allem anders geartete Auseinandersetzung mit diesem Thema entwickelt, die nicht nur prügelnde Nazischweine und heftigste Gewaltdarstellung "für den guten Zweck", nämlich die "Aufklärung" des Zuschauers, enthält.
Und dann passiert doch genau das. Und natürlich fragt auch niemand mehr nach Argumenten oder Blickwinkeln, wenn ein auf dem Boden liegender Junge von Nazis angepisst wird und mit der "Bordsteinkantenmethode" getötet werden soll. Wenn die ganze Beliebigkeit, die ganze Zufälligkeit rechter Gewalt im Zusammenschlagen eines Unbeteiligten dem Zuschauer demonstriert wird.
Wenn das wirklich schon alles ist, was Nazis ausmacht...und es gibt ja viele, die der festen Überzeugung sind, das genau das der Fall ist - dann hab ich's jetzt verstanden...und werde gut auf meine Freunde und Verwandten Acht geben, damit die nich auch zu Nazis werden, wenn es ihnen mal nicht so gut geht und sie Probleme haben. Aber ich möchte in Zunkunft von solchen effektheischenden, brutalen und dabei so eindimensionalen und engstirnigen Filmen verschont bleiben. Übles Machwerk.
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Avengeric 2010/06/03 22:18:25
Kommentar löschenGerade diesen deutschen Film, aus dem Jahr 2005, mit meiner Mutter und meinem kleinem Bruder geguckt.
Es geht um einen sechzehnjährigen, Taekwondo-Überkämpfer, der von Frank-Main nach Frankfurt-Oder zieht. Dort gerät er schnell in die rechte Szene, wehrt sich erst gegen die faschistischen Ideologien, gibt ihnen letztendlich aber bei.
Der Film wurde von Mirko Borscht gedreht, welcher für den bekannten Film "Wut" und den geradezu berühmten Film "Berlin Calling" Regieassistent war. Kombat Sechzehn liegt zeitlich vor diesen Werken.
Der Film zerschneidet mein filmisches Empfinden etwas, was mir das bewerten erschwert. Viel Negatives: annähernd durchschnittliches/schlechtes Acting (in der ersten Hälfte echt durchgehend, in der Mitte gewinnt der Film deutlich an Fahrt), schlechte/absolut unglaubwürdige Dialoge. Positives: Der Protagonist hört schönen alten Hardcorepunk und am wichtigsten: Der Film hat eine Existenzberichtung, die nicht auf den Namen Unterhaltung hört. Er zeigt einfach wie abgefuckt Faschos sind, das man einfach die Finger von politischer Extreme halten sollte und wie schnell die Präsenz in solchen Szenen ins Auge gehen kann. Der Film ist nicht politisch, jediglich antinationalsozialistisch. Und was mir noch sehr gefiel: Das Outro des Films ist der Song "Wenn du wirklich willst", kostenlos von den Onkelz beigesteuert, ein Lied über die Möglichkeit neu anzufangen und seine Fehler hinter sich zu lassen.
Dennoch, wie soll ich den Film bewerten.. Eine relativ unterdurchschnittliche technische Seite, in Kontrast mit einer erstklassigen erzählerischen Seite.(die auch durch die harten Gewaltdarstellungen an Fahrt gewinnt, eine Szene wird verwendet die jedem, der "American History X geguckt hat, im Kopf geblieben ist .)
Ein guter Film soll Menschen unterhalten, rühren, zum Lachen oder zum Weinen bringen, zum Nachdenken anregen oder schlichtweg bewegen, genau das tut "Kombat Sechzehn", daher:
Fazit: 8/10
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HauntedSaint 2010/03/11 00:02:45
Kommentar löschenSehr überzeugende Darbietungen der Schauspieler.
Leider verstrickt sich der Film storytechnisch immer wieder in Widersprüche.
Trotzdem war ich positiv überrascht.
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Antiheld 2009/08/12 18:53:50
Kommentar löschenFür einen deutschen Film überdurchschnittlich gut.
Trozdem wirkt er sehr real und bringt glaubhaft rüber wie Georg der Protagonist schnell an den Abgrung gerät und sich dem Sog des Rechtsradikalismus nicht mehr entziehen kann, bis einschlägige Erlebnisse seine Ansichten rasch wieder ändern.
Dieses einmal hin und zurück wirkt aber auch sehr hastig.
Leute die diesen Film mögen sollten sich "Knallhart" von Detlev Buck anschauen.
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maggie 2008/08/23 19:03:29
Kommentar löschenerschütternd und sehr real. die jungen darsteller sind beeindruckend. dieser film zeigt im gegensatz zu den meisten, die dieses thema behandeln, einen nachvollziehbaren weg, den ein junge dieses alters als den einzig möglichen ansehen kann. manche szenen sind durch ihre härte, tragik oder auch brutalität schwer anzuschauen, aber gerade deshalb ließ mich dieser film alles andere als kalt! manchmal sieht man im nachtprogramm durch zufall wirklich tolle filme! und solche sind so wichtig, weil es frankfurt und andere nährböden rechtsradikalen gedankengutes ganz real gibt.
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