Kon-Tiki
Kon-Tiki (2012), DK/GB/NO Laufzeit 114 Minuten, FSK 12, Abenteuerfilm, Actionfilm, Drama, Kinostart 21.03.2013
11 Bewertungen
Skala 0 bis 10
108 Bewertungen
19 Kommentare
Keine
von Espen Sandberg und Joachim Rønning, mit Pål Sverre Valheim Hagen und Anders Baasmo Christiansen
Der Abenteuerfilm Kon-Tiki zeigt die wahre Geschichte einer Gruppe Norweger, die sich auf einem primitiven Floß von Peru bis nach Polynesien treiben ließen.
Kon-Tiki erzählt die die waghalsige und wahre Geschichte des norwegischen Naturkundlers Thor Heyerdahl, der 1947 mit fünf Gefährten eines der großen Geheimnisse der Völkerwanderung lösen will: Wie haben Menschen einst die abgelegenen Archipele Polynesiens besiedelt? Ein Ingenieur, zwei Funker, ein Kunstmaler und ein Ethnologe begleiten Heyerdahl auf einem nach uralter, südamerikanischer Tradition gebautem Holzfloß auf seiner gefahrenvollen Reise ins Ungewisse: Zwischen Peru, dem Ausgangspunkt der Expedition und ihrem Ziel erstreckt sich eine 7000 Kilometer weite gefahrenvolle Wasserwelt – und keiner der Männer an Bord ist ein ausgebildeter Seefahrer. Thor setzt für diese Reise alles aufs Spiel, sogar seine Ehe. Er muss sein Ziel erreichen.
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Cast & Crew
- Genre
- Abenteuerfilm, Actionfilm, Biopic, Drama
- Ort
- Französisch-Polynesien, Pazifik, Peru
- Handlung
- Abenteuer, Abenteurer, Floß, Meer, Natur, Norweger, Pazifik, Reise, Tradition, Wasser


























Kritiken (10) — Film: Kon-Tiki
Harald Jähner: Berliner Zeitung Harald Jähner: Berliner Zeitung
Kommentar löschenDas alles ist handwerklich perfekt gemacht und so ausdrucksstark wie möglich. Das muss in diesem teuersten norwegischen Film aller Zeiten auch so bleiben, denn es galt, ein Abenteuer zu verfilmen, dessen größte Herausforderung in Wahrheit die Langeweile ist.
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Ilse Henckel: Spiegel Online Ilse Henckel: Spiegel Online
Kommentar löschenOhne einzelne Personen oder Konflikte tiefer auszuleuchten, fasziniert Kon-Tiki, nicht zuletzt dank umwerfender Kameraarbeit und makelloser Tricktechnik als packendes, emotionales Großspektakel um große Themen: um Ausgeliefertsein an Wind und Wellen, um Forschergeist, Courage, Zusammenhalt, Entschlossenheit. Und Glück.
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Heidi Reutter: Radio Köln Heidi Reutter: Radio Köln
Kommentar löschenJoachim Ronnings und Espen Sandbergs Filmadaption ist ein schön fotografiertes, actionreiches Heldenepos - nicht mehr und nicht weniger.
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Hannelore Heider: Deutschland Radio Hannelore Heider: Deutschland Radio
Kommentar löschenAuf der 8.000 Kilometer langen Fahrt durch den Pazifik haben die Helden natürlich mit der unberechenbaren Umwelt und gefährlichem Meerestier zu kämpfen. Die zwischenmenschlichen Konflikte allerdings halten sich in diesem Heldenepos sehr in Grenzen, so dass letztlich dieser bunte, die große Kinoleinwand durchaus füllende Spielfilm eher wie eine mit Spielfilmszenen aufbereitete Dokumentation wirkt als wie ein dramaturgisch durchdachtes Kunstwerk.
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Lars Tuncay: Filmtabs, Intro Lars Tuncay: Filmtabs, Intro
Kommentar löschenVon der zermürbenden Zeit des Wartens auf der windstillen See, bis hin zu Szenen voll packender Spannung ist der Ausgang nie gewiss, selbst wenn man mit der Geschichte vertraut ist.
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Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de
Kommentar löschenAuf fast dokumentarische Weise wird in Kon-Tiki der gefährliche Segelturn geschildert. Wer Interesse daran hat, dem wird nicht nur die Fahrt sondern auch die Vorbereitung anschaulich dargeboten.
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C. Horn: fluter, kino-zeit C. Horn: fluter, kino-zeit
Kommentar löschenDie opulenten Bilder und die packende Inszenierung lassen das Abenteuer-Biopic Kon-Tiki, das dieses Jahr für den Auslands-Oscar nominiert war, zu einer Geschichtsstunde in atemberaubender Kulisse avancieren.
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José Garcia: Textezumfilm
Kommentar löschenDie Regisseure Joachim Rønning und Espen Sandbergs setzen auf eine fast dokumentarische Inszenierung, in die auch nachgestellte „dokumentarische“ Schwarz-Weiß-Aufnahmen eingestreut werden, die allerdings mit den wunderschönen Bildern von Kameramann Geir Hartly Andreassen verbunden werden. So beeindrucken insbesondere vor allem die nächtlichen Luftaufnahmen, aber ebenfalls Unterwasseraufnahmen mit einem Wal sowie mit schön bunten Fischen. Das Drehbuch hält alles parat, was sich der Zuschauer unter einer solch abenteuerlichen Segeltörn vorstellt: Ein Sturm zieht auf, eine riesige Welle türmt sich auf, irgendwann einmal greifen Haie das Floß an... Diese Hochglanzästhetik, von der sich die braungebrannten Gesichter der Expeditionsteilnehmer anstecken lassen, lässt jedoch ein wirkliches Gefühl für die mitten auf dem Ozean lauernden Gefahren kaum erahnen.
Bei der Bekanntheit der Kon-Tiki-Expedition wundert es kaum, dass Drehbuchautor Petter Skavlan insbesondere auf Authentizität achtet. Die Regisseure Joachim Rønning und Espen Sandberg setzen vor allem auf eine imposante Bebilderung dieser Expedition, bei der die Figurenzeichnung freilich auf der Strecke bleibt. Abgesehen davon, dass die fünf Begleiter Thor Heyerdahls ein wenig holzschnittartig gezeichnet werden, und die durch das lange Zusammenleben auf kleinstem Raum entstandene Gruppendynamik blass bleibt, kommt der Film seinem Protagonisten kaum auf die Spur. Pål Sverre Hagens Thor Heyerdahl ist ein strahlender Held, der sich von keinem Rückschlag weder bei den Vorbereitungen noch bei der Durchführung seiner Expedition verunsichern lässt. Auf die Schattenseiten Thor Heyerdahls kam dessen Enkel Olav Heyerdahl unlängst in einem Interview zu sprechen: „Großvater machte sich einfach auf und davon, um seine Sachen zu machen. Für meine Großmutter war das sehr schwer. Die beiden trennten sich nach der Expedition, weil mein Großvater extrem egozentrisch war.“
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Michael Ranze: film-dienst Michael Ranze: film-dienst
Kommentar löschenBeim Versuch, in Kon-Tiki so etwas wie einen narrativen Spannungsbogen [...] zu etablieren, konzentriert sich die Inszenierung auf das Spektakuläre, Actionreiche, Sichtbare. Zwischenmenschliche Konflikte oder psychologische Probleme deutet der Film hingegen nur vage an.
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Markus Müller: Movie Maze Markus Müller: Movie Maze
Kommentar löschenKon-Tiki bietet nicht nur hochinteressante Einblicke in eine inzwischen vielen nicht mehr bekannte Expedition mit großem wissenschaftlichen Nutzen, sondern weiß auch als einer der besten Abenteuerfilme seit langem ausgezeichnet zu unterhalten und mit beeindruckenden Bildern zu gefallen.
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Kommentare (9) — Film: Kon-Tiki
alter.native Tue, 14 May 2013 15:30:51 -0000
Kommentar löschenDas Buch vor 40 Jahren zu lesen war spannender, da viele Ereignisse im Film garnich vorkommen. Andererseits kennt man das ja selber vom Schönwettersegeln, viel is nicht zu tun an Deck und wenn alle Gespräche gesprochen und alle Bücher gelesen sind, wird's schnell langweilig. Trotzdem ist er unterhaltsam und zeigt den Wahnwitz dieser Fahrt ins Blaue.
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Roolfer Wed, 08 May 2013 21:12:49 -0000
Kommentar löschenWow. Norwegen kann Kino!
"Kon-Tiki" hat aufgrund der Tatsache, dass der Großteil des Filmes auf dem Ozean spielt, gewisse Ähnlichkeit zu "Life of Pi". Weniger tiefgründig aber um einiges abenteuerlustiger, muss sich der kleine Norweger aber was Aufnahmen und Effekte angeht, nicht hinter seinem entfernten Verwandten aus Hollywood verstecken. Für das perfekte See-Abenteuer gibts hier neben dem nötigen Robinson-Crusoe-Flair dafür etwas mehr Fisch-Action à la "Der weiße Hai" und ein paar braun gebrannte Sixpacks blauäugiger Norweger für die weibliche Zuschauerfront. Eigentlich ja alles typisch Kino. Nur basiert diese mehr oder weniger kleine Perle ja auch noch auf einer wahren Geschichte. Eigentlich kaum zu glauben. Wird Zeit, dass ich mir demnächst mal die Original-Doku reinziehe. Die Kinoadaption hier ist auf alle Fälle mehr als sehenswert. Solide 7,5 Punkte + 0,5 außeramerikanischen Sympathiebonus.
Absolute Empfehlung an alle Abenteuer-Fans.
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Sonse Wed, 03 Apr 2013 08:52:16 -0000
Kommentar löschenEin Floß aus Wahrheit und Seemannsgarn. Die Norweger lassen ihren Ryan Gosling als Nationalhelden und (zumindest im Film) willenstarken Nicht-Schwimmer Thor Heyerdahl auf den Pazifik los mit Einem der Kühlschränke verkauft, Einem der seekrank das Floß voll kotzt und später einen beängstigenden Herr der Fliegen-Blick bekommt, einem schwedischen Koch der unbewusst Shark-Repellent statt Tomatensuppe serviert, einem blonden Joseph Gordon-Levitt-Funker mit kaputtem Funkgerät und... Navigator Prince Harry, der alleinig beruhigende Kompetenz ausstrahlt. Ihr merkt, da hätte ich 1947 wie der Film-Papagei der Kon-Tiki auch lieber versucht auf dem Rücken eines Hais Richtung Polynesien zu reiten, als bei dieser Crew anzuheuern. Na, und damit ist auch geklärt, dass diese Verfilmung die Expedition dramatisiert, da diese doch im Grunde erstaunlich glatt vonstatten ging. Da werden bestimmte Vorkomnisse hochgespielt, Handlungen anderen Personen angedichtet und wenn Haie das Recht hätten die Filmwirtschaft auf Verleumdung zu verklagen, weltweit müssten Filmproduktionsfirmen schließen - erst recht bei einer Sammelklage zu der ich insbesondere auch Schlangen raten würde.
Aber hey, wenn man sich "Kon-Tiki" vor allen Dingen als Abenteuerfilm ansieht (von denen es seit Jahren viel zu wenige im Kino gibt) und dem Gezeigten nicht vollem Glauben schenkt, dann macht der Film durchaus Spaß, und er muss sich vor allem nicht hinter dem jüngsten Floßflim "Life of Pi" und dessen (wenn auch guten) doch sehr dominanten CGI-Bildern verstecken. Das hat schon Kinoformat, ich hatte da weniger erwartet. Anschauen musste ich mir "Kon-Tiki" sowieso, da mich Heyerdahl als Kind ein wenig fasziniert hat. Als Geschenk erhielt ich von Jemandem ohne Ideen damals so ein Büchlein über das eigene Geburtsdatum, in dem neben historsichen Ereignissen auch bekannte Persönlichkeiten aufgelistet waren, mit denen man diesen zweifelhaften Tag teilt. Das Aufgebot empfand ich stets als recht ernüchternd und Heyerdahl darunter noch als den würdigsten Terminkollegen und deswegen interessant - sorry, Le Corbusier, Carole Lombard, Assad sr., Britt Ekland und Sabine Töpperwien. Hätte ich mich nur nicht so beharrlich in Muttis Gebärmutter festgekrallt und wäre zum Fälligkeitsdatum pünktlich erschienen, ich hätte mich vor Rampensäuen von Richard III. über Gandhi bis Groucho Marx nicht retten können. Mit denen wäre so eine Floßfahrt erst richtig lustig geworden, aber den Film hier, den hätte ich wohl nicht gesehen.
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sweetForgiveness Thu, 04 Apr 2013 10:17:24 -0000
Antwort löschenAha. Also denkt noch jemand der norwegische Ryan Gosling ist mit gesegelt. Gut dann war ich doch nicht die einzige :D
Sonse Thu, 04 Apr 2013 10:31:10 -0000
Antwort löschenJa, da war schon eine gewisse Ähnlichkeit, die mir auch nicht entgangen ist, nur ist Pål Sverre Valheim Hagen bestimmt 1-2 Köpfe größer als Gosling. :)
KiaA Sun, 24 Mar 2013 10:51:32 -0000
Kommentar löschenGanz ehrlich?... ich habe mir von diesem Film mehr erwartet. Vielleicht lag es daran, dass ich schon zu viel von ihm gehört habe und der Trailer auch zu viel verrät. An sich ist er aber nicht schlecht gemacht und immerhin trotzdem noch eine riesen Story! Meiner Meinung nach aber schadet dem Film das FSK 12… im Buch werden noch viel heftigere Szenen beschrieben und genau die hätte ich mir auch noch mehr gewünscht. Aber was soll man nur immer meckern? Es ist ein sehenswerter Film.
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marlene.utz Sun, 24 Mar 2013 18:27:29 -0000
Antwort löschenalso ich habe gehört... der film soll echt gut sein ;D
Martin Jurgeluks Tue, 12 Mar 2013 23:25:27 -0000
Kommentar löschenHerje, was schreibt man über einen Film, wo es um einen Mann geht der Weltbekannt ist. Laut Wiki: "Heyerdahl wurde mit zahlreichen Medaillen und Preisen ausgezeichnet. Universitäten in Europa, Nord- und Südamerika verliehen ihm insgesamt elf Ehrendoktortitel" Mir leider gänzlich unbekannt, nun weiß ich es besser. Mein Respekt an den Herrn Heydahl und für den kleinen Geschichtsunterricht, aber der Film war leider nicht gerade das gelbe vom Ei. Kann man sich mal anschauen.
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timotion Mon, 11 Mar 2013 23:47:20 -0000
Kommentar löschenKon-Tiki ist eine interessante Geschichte, die jedoch viel motivierter hätte erzählt werden müssen. Am problematischsten hierbei ist die unverbundene Episoden artige Erzählstruktur, die "auf See" erst recht hervorsticht. Kein einziges Ereigniss überlappt sich und somit gibt es leider häufig lineare Längen, die man durch geschickte Schnitte hätte verhindern können. Allerdings muss man auch fairerweise erwähnen, dass wenn die beiden Regisseure etwas spannendes zu erzählen haben (Stichwort: Haie), dies auch wirklich mitreissend in Szene setzten. Leider bleibt die Spannung aber in seiner Gesamtheit viel zu sehr auf der Strecke, lässt so die wirklich sehr gefährliche Expedition an vielen Stellen eher als netten Urlaubsausflug aussehen und verhindert dadurch, dass die Faszination Thor Heyerdahls überhaupt auf den Zuschauer überspringen mag.
--
Ein paar Sympathiepunkte gibt es für die recht authentische Darstellung des Floßes, Kleidung, etc. Die original Doku, welche hier (leider nicht auf englisch) https://www.youtube.com/watch?v=JGBHIFsn2K8 einzusehen ist, hätte wirklich während des Films gedreht worden sein können.
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Martin Jurgeluks Tue, 12 Mar 2013 10:02:23 -0000
Antwort löschenAlso mal wieder gleich gezogen, bei mir gab es diesmal aber 2 punkte weniger :)
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timotion Tue, 12 Mar 2013 10:03:59 -0000
Antwort löschenDas deine Wertung, aber unter der Original-Doku steht ist beabsichtigt? :) http://www.moviepilot.de/movies/kon-tiki
Martin Jurgeluks Tue, 12 Mar 2013 23:24:31 -0000
Antwort löschenoha, eigentlich nicht :)
Cinemen Mon, 11 Mar 2013 22:29:45 -0000
Kommentar löschenFünf Freunde auf grosser Fahrt oder so.
Heute in der Sneak gesehen.
Vielen dort scheint der Film Gefallen zu haben.
Mein Fall ist es nicht.
Die Story absolut OK beruht auch auf wahre Begebenheiten auch die Filmbilder richtig WoW.
Doch zog sich am Ende die Geschichte wie ein Kaugummi.
Einmal sehen reichte mir.
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Martin Jurgeluks Mon, 11 Mar 2013 23:16:37 -0000
Antwort löschenjup genauso sehe ich das auch!
sweetForgiveness Wed, 06 Mar 2013 12:27:43 -0000
Kommentar löschenGesneaked!
Ein Film der für den Oscar 2013 nominiert wurde und größten Teils auf dem offenen Meer statt findet. Das wäre zum einen Life of Pi und dann ein norwegischer Film, der weniger Tiger und mehr Darwin besitzt.
Thor Heyerdahl erforscht über 10 Jahre Polynesien, kommt zurück um seine Forschungen zu veröffentlich und wird bei jedem Verlag abgelehnt. Er will bewiesen haben den Polynesien, nicht wie angenommen von den Asiaten besiedelt wurde, sondern von den Südamerikanern. Das will ihm aber keiner glauben. Er schlägt ein waghalsiges Experiment vor: Mit einem Floß von Peru nach Polynesien zu fahren, so wie es vor tausenden Jahren, die Menschen, seiner Forschung nach, getan haben. Mit Vier Freunden macht sicher der Norweger, schließlich von Peru auf: 5.000 Meilen in 100 Tagen, auf einem Meer, das so einige Gefahren mit sich bringt.
KON-TIKI war natürlich prädistiniert dafür, für den Oscar nominiert zu werden, schließlich gewann der echte Dokumentationsfilm über diese Expedition, 1952, eine goldene Statue, da ist sozusagen jemand die sichere Schiene gefahren und das merkt man dem Film auch an. Manche Einstellungenen und Szenen sind so vorhersehbar und einfallslos, dass man beinah den Kopf schütteln will, weil man sie schon so oft gesehen hat.
Aber dann gibt es auch diese anderen Momente, in denen man erkennt, welch ein toller Film KON-TIKI, ist.
Die Norweger wissen halt wie man Schauspielert und, das merkt man an diesem fantastischen Cast erneut, der auch noch wirklich interessante Figuren spielen, die nicht nur eindimensional platt sind, sondern mehr zu erzählen haben.
Das Regie-Duo schafft auch wunderbar den Sprung zwischen Indie- und Spielfilm und man fühlt sich so, als würde man beides gucken. Allein das hat mir sehr gefallen. Dazu noch wunderbare Kameraaufnahmen und eine Geschichte die mich durchaus interessiert hat. Für mich war KON-TIKI ein tolles Kinoerlebniss und ich würde jedem empfehlen sich den Film anzusehen, wenn er nicht schon genug von der hohen See, für dieses Jahr hat.
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Prestigeww Tue, 15 Jan 2013 22:31:44 -0000
Kommentar löschenStatt meinem alten Kommentar hier meine als Oscareinschätzung veröffentlichte Meinung zu Kon-Tiki, da weniger polemisch ;):
Bereits 1950 konnte Kon-Tiki den Oscar gewinnen. Dabei handelte es sich jedoch nicht um jenen Spielfilm, der dieses Jahr zur Wahl steht, sondern um den Dokumentarfilm, den Thor Heyerdahl 1947 auf seiner wahnwitzigen Expedition selbst gedreht hatte. Damals wollte er beweisen, dass Polynesien nicht, wie bis dahin angenommen, aus dem Osten, sondern von Südamerika aus besiedelt wurde. Um seine Spötter Lügen zu strafen und zu zeigen, dass ein primitives Volk eine solche Distanz tatsächlich zurücklegen konnte, vollzog er die Reise kurzerhand selbst. In einem archaischen Holzfloß mit einer Handvoll kriegserprobter Haudegen ließ er sich von Peru bis nach Polynesien treiben – nur durch die Kraft der Meeresströmungen.
Was dem Dokumentarfilm damals zum Oscar verhalf, war nicht die Qualität des Films, sondern – wie der französische Kritiker André Bazin herausstellte – das, was sich ihrer Abwesenheit ausdrückte: die wackelige Kamera, die schlechte Belichtung, die immergleiche Perspektive, die Auslassung aller spannenden Ereignisse der Überfahrt. All dies bürgte für die Echtheit des Abenteuers, dafür, dass die Besatzung besseres zu tun hatte, als eindrucksvolle Aufnahmen zu drehen. Sie kämpften ums Überleben auf einer schier aussichtslosen Mission – und sie haben es geschafft. Die schlechte Qualität des Filmes lässt den Zuschauer erst die überstandene Gefahr der Elemente erahnen und erfühlen.
All dies kann der neue Kon-Tiki nicht von sich behaupten. Sicher, Hollywood liebt noch immer solche erhebenden Geschichten eines zähen Überlebenskampfes, wie zuletzt auch der Erfolg von Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger zeigte. Da die Spielfilmversion aber nicht mit echten Gefahren punkten konnte, versuchten die Regisseure das nachzuholen, was die Dokumentation nicht leisten konnte: Hier gibt es all die Schauwerte, für die Thor Heyerdahl damals keine Zeit hatte: blauer Ozean vor blauem Himmel und im gelbbraunen Floß die blonden und braungebrannten Norweger. Hinzukommen fliegende Fische, leuchtende Quallen, riesige Wale, wilde Stürme, hungrige Haie und der ganze Bohei, der in Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger noch einem tieferen narrativen Sinn diente, hier aber wirklich nur noch das Ornament einer ziemlich inspirationslos inszenierten Story abgibt, die mit “man muss nur ganz ganz doll dran glauben” bereits vollständig zusammengefasst ist.
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