Kriegerin

Kriegerin (2011), DE Laufzeit 106 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 19.01.2012

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7.0
Kritiker
13 Bewertungen
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6.6
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87 Kommentare
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von David Wnendt, mit Alina Levshin und Jella Haase

Im deutschen Drama Kriegerin beginnt ein junges Neonazi-Mädchen ihr von Hass geprägtes Weltbild infrage zu stellen.

Die Kriegerin Marisa ist Anfang 20, Neonazi und rast durch ihre Welt wie ein offenes Rasiermesser. Sie ist aggressiv und schlägt zu, wenn ihr jemand dumm kommt. Sie hasst Ausländer, Politiker, den Kapitalismus, die Polizei und alle anderen, denen sie die Schuld daran gibt, dass ihr Freund Sandro im Knast sitzt und dass alles um sie herum den Bach runter geht: Ihr Leben, ihre Stadt, das Land und die ganze Welt. Dieser Sommer hält noch mehr Ärger für Marisa parat: Die bürgerliche Svenja (15) drängt in Marisas Clique und der afghanische Flüchtling, Rasul (14) sucht sich ausgerechnet ihren Badesee zum Schwimmen aus. Als die Welten der Drei aufeinander prallen, setzt sich eine Kette von Ereignissen in Gang, die ihr Leben auf den Kopf stellt.

Hintergrund & Infos zu Kriegerin

Kriegerin wurde sechsmal für den Förderpreis Deutscher Film in den Kategorien Regie (David Wnendt), Drehbuch (David Wnendt), Schauspiel Weiblich (Jella Haase und Alina Levshin) und Schauspiel Männlich (Sayed Ahmad Wasil Mrowat und Gerdy Zint) nominiert. 2012 gewann Kriegerin eine Lola als drittbester Film und auch Alina Levshin wurde geehrt: Sie erhielt im gleichen Jahr den Bambi und den deutschen Filmpreis für ihre Darstellung der Marisa in Kriegerin. (JP)

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Kritiken (9) — Film: Kriegerin

SoulReaver: CinemaForever

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6.0Ganz gut

[...] „Kriegerin“ beinhaltet die altbekannten Phrasen wie „Ausländer raus!“ und „Krieg ist überall“ natürlich ebenfalls, doch der sozialkritische Kontext, setzt sich hier zuweilen gekonnt aus der frustrierten Orientierungslosigkeit zusammen, die sich aus den familiären Problemen und verankerten Traumata heraufbeschworen hat. Die falsche Zeit, der falsche Umgang, die unausweichliche Bekehrung, bis hin zum gewalttätigen Hass, der einen gewissen Halt für jeden Beteiligten darstellt und die gescheiterte Erziehung kompensieren möchte. Hätte Wnendt sich mehr Zeit gelassen und diese durchaus interessanten Aspekte mit mehr Ruhe und Charaktertiefe ausarbeitet, dann hätte „Kriegerin“ ohne Probleme seinen Stand als strahlender Lichtblick in der jungen deutschen Filmgeschichte genießen dürfen. So muss man jedoch sagen, dass die Entwicklungen der Figuren (Woher kommt die eigentliche Faszination/Wieso die plötzliche Einsicht?) viel zu hastig und unscharf ausgeleuchtet wurde und der Verlauf der Geschichte immer weiter in den vorhersehbaren Bereich rutscht. [...]

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A. Khoschnam: Schnitt A. Khoschnam: Schnitt

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8.5Ausgezeichnet

Kriegerin ist mutig, unmittelbar, authentisch und aufwühlend. Die Bedrohung, die von den Figuren ausgeht, sitzt dem Zuschauer noch lange über den Abspann des Films hinaus im Nacken und will nicht verschwinden.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Thomas Winkler: fluter Thomas Winkler: fluter

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7.5Sehenswert

Dank seiner überragenden Hauptdarstellerinnen Alina Levshin als Marisa und Jella Haase als Svenja ist Regisseur Wnendt mit Kriegerin eine stimmige Milieustudie gelungen, da stören auch die manchmal etwas hölzern aufgesagten Dialoge nicht.

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Anke Leweke: taz, Deutschland Radio Anke Leweke: taz, Deutschland Radio

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5.5Geht so

Vor der eigentlichen Herausforderung des Themas drückt sich Wnendt: Die Übergänge zwischen geschichtlicher und familiärer Linearität und eigener Verantwortung auszuloten.

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Walli Müller: br-online, NDR Walli Müller: br-online, NDR

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8.5Ausgezeichnet

Kriegerin ist ein unangenehmer, aber ein großartiger und wichtiger Film! Die Parolen der Rechten, die aggressive Musik, [...] nicht zuletzt das vorsintflutliche Frauenbild – alles schwer auszuhalten. Und doch nutzt es nichts wegzuschauen!

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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

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8.0Ausgezeichnet

Bei Kriegerin drängt sich der Verdacht auf, dass der Regisseur oder die Fernsehredaktion der eigenen Courage nicht traute, eine dauerhaft nicht sympathisch agierende Protagonistin ins Zentrum zu stellen. Von solchen Kurzschlüssen und Mängeln abgesehen, ist Wnendt ein technisch sehr guter, interessanter Film geglückt – eine ungewöhnliche Fallstudie, bis zum Schluss spannend erzählt.

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José Garcia: Textezumfilm

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8.0Ausgezeichnet

Drehbuchautor und Regisseur David Wnendt interviewte mehrere junge Frauen aus der rechtsextremen Szene, besuchte Demos und Cliquen, um Material zu sammeln. Diese „Geschichten und Beobachtungen“ seien zu einer „packenden und zugespitzten Handlung verdichtet“ worden, führt er dazu aus. Trotz dieser umfangreichen Recherchen wirken einige Figuren klischeehaft und insbesondere die dramaturgische Wendung etwas konstruiert. Die Stärke von „Kriegerin“ besteht indes in der authentischen Schilderung des alkoholgetränkten, gewalttätigen Rechtsradikalen-Milieus, das eine immer nah am Geschehen agierende (Hand-)Kamera halbdokumentarisch beobachtet. Ohne einfache Antworten zu geben, verdeutlicht „Kriegerin“ einige Ursachen für den Rechtsradikalismus und Rassismus. „Kriegerin“ wurde mit dem Förderpreis des deutschen Films in den Kategorien „Drehbuch“ und „Schauspiel weiblich“ ausgezeichnet.

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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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7.0Sehenswert

Mit dokumentarischer Schärfe zeigt seine erschütternde, profund recherchierte Milieustudie die Normalität von Rechtsextremismus in vielen Teilen Ostdeutschlands, verrohende Jugendliche ohne Perspektive. Die Kamera ist dabei stets ganz nah dran am Geschehen, an schonungslosen Szenen von schockierender Brutalität, stimmungsvoll aufgeheizt mit aggressiven Neonazi-Liedern.
Zusammen mit ihrem Freund Sandro (Gerdy Zint) gehört sie einer rechtsextremen Clique an. Getragen wird der Film von einem trefflichen Ensemble junger, weitgehend noch unbekannter Schauspieler, allen voran von der Ukrainerin Alina Levshin in der ambivalenten Titelrolle. Sie verkörpert diese Figur mit schockierender Härte, gibt ihr aber auch Züge von Verletzbarkeit, die subtil durch ihren rauen Panzer hindurchschimmern. Nur die plötzliche Läuterung von der knallharten Rassistin zur mitfühlenden Helferin nimmt man ihr nicht ganz ab. Das aber ist dem Drehbuch geschuldet, das die abrupte Wandlung nur behauptet, aber nicht entwickelt.

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Anperls

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Gibt es außer journalistischer Verschleifung noch andere Gründe, aus dem Geburtsort Odessa eine Nationalität zu basteln? Die "Ukrainerin Alina Levshin" bezeichnet sich selber als Deutsche: http://www.schauspielervideos.de/profilecard/schauspielerin-alina-levshin.html


H.J. Rippert: filmszene.de H.J. Rippert: filmszene.de

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9.0Herausragend

Billige Effekte gibt es in Kriegerin nicht, ebensowenig Klischees. Die Milieuzeichnung ist realistisch, die Hintergründe gut recherchiert. Der Zuschauer erhält Einblicke, die er so schnell nicht vergißt, er versteht einiges mehr und weiß, daß es für vieles keine Entschuldigung geben kann.

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Dorpmaniac

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Keine Klischees? Gut recherchiert? Ich verstehe mehr?
Aha...



Kommentare (77) — Film: Kriegerin


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Zak

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Bewertung6.5Ganz gut

Nazis sind halt Arschlöcher.

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dmtjdc

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Ich habe den nicht gesehen, aber ist die Botschaft nicht irgendwie eher: "Junge Menschen aus schwierigen Verhältnissen können unter widrigen Umständen und in der falschen Umgebung leicht rechten Fliegenfängern auf den Leim gehen, und es ist für sie mitunter ein schwerer und schmerzhafter Prozess, sich aus der rechten Szene wieder herauszulösen?" Oder ist das jetzt zu komplex gedacht? Ich gebe aber gerne zu: So lange Sätze eignen sich einfach schlecht zum Skandieren. Lass die Steine fliegen! ^^


fuerchtegott

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Du hast das Prädikat "grosse" vergessen;-)


Snurp

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein sehr intensiver Film, der von Anfang bis Ende schmerzt. Und wahnsinnig gut inszeniert und besetzt ist.
Die Atmosphäre ist dicht, die Figuren glaubhaft.
Zu einem perfekten Film hat es nicht gereicht, da mir die Beziehung zu Svenjas Mutter zu wenig beleuchtet wurde (ihre Passivität wird zwar am Esstisch deutlich und wird repräsentativ sein, aber dennoch) und auch ihr sonstiges soziales Umfeld zu stark ausgespart wurde.
Auch das schlechte Gewissen der Protagonistin erklärt nicht zur Gänze das erste Treffen mit dem ausländischen Jungen in dessen Unterschlupf.
Auch das Ende war mir dann etwas zu vorhersehbar und polemisch.

Von diesen Kritikpunkten abgesehen hat mich der Film emotional voll angesprochen und entspricht den Kontakten, die ich mit der rechten Szene gemacht habe. So (oder so ähnlich) sieht es bei manchen Treffen und Veranstaltungen aus, die Charaktere könnte man in manchen Berliner Bezirken genau so antreffen.
Auch die Identifikation als pubertierendes, nicht angenommenes, Mädchen mit der rechten Szene kann ebenso schnell von statten gehen wie gezeigt.

Der beste deutsche Film seit langem (in diesem Genre), da er ohne übertriebene Tragik und Zeigefinger auskommt und nur die Bilder wirken lässt.

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Amadis

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der Streifen hat mich beeindruckt durch seine einfache Erzählweise, die auf den ersten Blick oberflächlich und klischeehaft wirkt, auf den zweiten Blick aber durchaus in die Tiefe geht.
Vor allem auch wie die Gewalt unter den Neonazis selbst dargestellt wird, ist wirklich gut beobachtet und wiedergegeben. Die Orientierungslosigkeit der Hauptfigur, die eigentlich nicht wirklich eine Entwicklung durchmacht sondern mehr durch ihre innere Zerrissenheit sich selbst demontiert, fand ich beeindruckend umgesetzt.

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Markbln

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Bewertung3.0Schwach

Das war ja mal ein Riesenkäse. Auch die vielgelobte Alina Levshin fand ich nur mäßig. Wenn überhaupt, dann hat mich Jella Haases Svenja überzeugt. Die stärkste Szene des Films gehört ihr, wenn sie sich mit dem Vater beim Zigarettenstrafrauchen "misst". Eine der leider viel zu wenigen Szenen, die sich überhaupt und ansatzweise damit beschäftigt, warum das Mädchen sich den Neonazis zuwendet. Danach ist leider holterdiepolter angesagt und Svenja schon nach dem ersten Treffen mit den Neonazis so heiß, dass sie sich eine 88 stechen lässt, die Typen haben ja auch meterhohe Hakenkreuze an Hand und Hals tätowiert. Nicht, dass ein Zuschauer verpassen könnte, um was es hier geht. Aua, klare Unterschätzung des Publikums! Der Film ist plakativ und dumpf, das Drehbuch ist eine Gurke, die Handlungen unglaubwürdig. Der Ton ist katastrophal, das Genuschel der Darsteller teilweise kaum zu entziffern.
Sehr schade, die männlichen Darsteller sind prima ausgesucht, werden aber ebenso wie die Hauptdarstellerinnen nur in 08/15 Szenen und holzigen Dialogen verbraten. Das wird von Minute zu Minute ärgerlicher, denn so einfach ist das Klischee vom rechten Ossiproll eben nicht, wie es einem hier vorgeführt wird.

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Hartigan85

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Ok, kann sie jetzt schlecht miteinander vergleichen, weil ich "Kriegerin" noch nicht gesehen habe. Musste nur bei dem Titel sofort an den anderen Film denken, den ich so toll finde :)


Markbln

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Den kenne ich Hartigan, soo unbekannt ist der glaube ich nicht. Fand ihn ok, aber ein bisschen zu folkloristisch. Inhaltlich aber schon was anderes.


katzltatzl

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Vielleicht ja ein schlechter Vergleich, aber dieser Film ist noch deutlicher und überzeugender als Romper Stomper. Ich sehe keine Klischees und die Gewalt ist real.

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Begbie

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Bewertung4.0Uninteressant

Sehr viele Klischees und die Meinungsänderungen gehen auch zu schnell und sind unglaubwürdig

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VisitorQ

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Bewertung6.0Ganz gut

Kriegerin ist nicht ganz einfach zu bewerten. Kriegerin funktioniert als Film recht gut. Es entsteht so gut wie keine Langeweile und auch ich kann mich dem Lob für Alina Levshin als Hauptdarstellerin nur anschließen, sie spielt fantastisch. Aber der Film fühlt sich einfach nicht echt an. Und das liegt nicht nur an dem wohl eher mäßigen Blick in die rechte Szene. Auch war das Handeln der (teilweise überflüssigen) Charaktere war mir oft ein Rätsel und Preisverdächtig waren die teilweise arg aufgesetzen Dialoge auch nicht. Und so bleibt ein fader Beigeschmack wenn ich an den Film zurückdenke... Und das tut mir vor allem für Alina Levshin sehr, sehr leid.

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Mr. Pink

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Ich finde, der hat sich (trotz unübersehbarer Schwächen) sogar sehr echt angefühlt.


Zak

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guck mal Führer EX


Thomas479

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Bewertung7.0Sehenswert

"Kriegerin" schafft auf jeden Falle eines: er schockiert und regt zum Nachdenken an. Es ist die Geschichte einer jungen Frau, die in die Neonaziszene abgerutscht ist und eines Tages durch eine Aneinanderreihung zufälliger Ereignisse an ihrer Weltanschauung zu zweifeln beginnnt.

Es werden natürlich jede Menge Klischees bedient. Das beginnt bei der Auswahl der Drehorte und endet bei der Darstellung der Szene-Mitglieder. Und doch schafft es der Film immer wieder durch kleine Schlenker den Betrachter auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen. Gerade wenn man denkt, man hätte alles gesehen, hält "Kriegerin" noch eine böse Überraschung parat.

Die beiden Hauptdarstellerinnen spielen sehr eindringlich, während manche Nebenfiguren zu sehr vom Reißbrett kommen. Anfang und Ende des Films sind perfekt aufeinander abgestimmt, das ist schon wirklich großes Kino und lässt manche Schwäche des Films vergessen.

Die größte Überraschung ist aber die FSK-Freigabe ab 12 Jahre. Da kann ich wiedereinmal nur den Kopf schütteln. Der Inhalt an sich ist schon nicht ohne, die "Versammlungen" und die Musik, aber es gibt zusätzlich auch einige Gewaltszenen, wo die Kamera nicht wegschaut. Da fragt man sich schon, welche Fassung die verantwortlichen Damen und Herren da zu sehen bekommen haben.

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Mr. Pink

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Bewertung7.5Sehenswert

Die Beziehung zwischen Marisa und Svenja hätte zum Ende hin noch etwas mehr vertieft werden können (die Ansätze waren schon sehr gut, aber ein bisschen hat mir noch gefehlt) und der Aufbau des Drehbuchs ist zu strikt, zu üblich, fast schon nahe dem Klischee. Über etwaige Schwächeleien kann man hier aber getrost hinwegsehen, weil das schonungslose Ende versöhnt, die Geschichte fesselnd erzählt wird und die Neonazi-Szene sehr authentisch dargestellt ist. Alina Levshin und Jella Haase spielen absolut mitreißend und mir gefällt, wie das rabiate Setting durch schöne Aufnahmen der Umgebung und ruhige Musik kontrapunktiert wird. Ein mutiger, wichtiger Film, die intensive Recherche ist deutlich spürbar, der vor allem durch ansehnliche Regie und glaubwürdiges Schauspiel überzeugt.

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VisitorQ

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Jetzt weiß ich, welchen Film ich auf meine ausleihliste packen wollte. danke


HamZta

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Bewertung7.0Sehenswert

Empfehlenswert. Der Film baut eine ziemlich gute Dichte auf und behält ein recht gutes Tempo bei. Über die Glaubwürdigkeit kann ich nicht viel sagen, da ich nicht in solchen Kreisen verkehre und ich nicht glaube das man sich einfach nur vorstellen kann wie es in solchen zugeht.

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herrmann.jemine

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Bewertung7.5Sehenswert

Ich gestehe: Hab ihn mir nur geholt, um Alina Leshvin zu sehen... natürlich beeinflusst dieses mMn ultrahübsche und ausdrucksstarke Mädchen auch mein Empfinden des gesamten Films.
Gefallen hat mir besonders die Darstellung der familiären bzw. Umfeld-Situation. Dass man nicht alle Hinergründe kennenlernt und die Charakterstudien nicht allzu sehr in die Tiefe gehen, erhöht den Eindruck einer Dokumentation für mich. Was mich bei solchen Themen nämlich zumeist sehr stört, sind übertriebener Pathos und krampfhaft gestrickte Motivation.
Jedenfalls habe ich mich bei diesem Film keine Sekunde gelangweilt und fand ihn stellenweise sogar packend und kraftvoll. Trotzdem kein Film, der einem aufgrund seiner Story oder wegen sonstwas lange im Hirn bleibt.

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TinaCocaine

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Bewertung5.0Geht so

Ich bin hin und her gerissen, was diesen Film angeht. Teilweise fand ich Szenen echt "schockierend" und mich nachdenklich stimmend, andererseits war mir die Handlung etwas zu laff. Seltsam, wie schnell sich eine eingefleischte Neonazi-Braut mit einem Ausländer "anfreundet" und auch sonst fand ich Teile des Films etwas aus dem Zusammenhang gerissen. Allerdings wird die Neonazi-Szene schon größtenteils so dargestellt wie sie mir bekannt ist und die Gefahren, wie schnell man in den braunen Sumpf rutscht, kommen einigermaßen gut zur Geltung. Als "Vorzeige-Film" diesen Genres würde ich "Kriegerin" aber nun wirklich nicht wählen, da gibt es wesentlich bessere/realistischere/aufklärende...

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Mil82

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Zum Film:
Ein grandioser und mutiger deutscher Film, der ein heikles Thema anpackt. Fantastische Darsteller, wie ich sie so in diesem Land, in dieser anspruchslosen Filmbranche nicht erwartet hätte.

Zum Thema Klischees:
Ich habe die rechte Szene wie im Film kennengelernt: Proletische Versager, die nicht nur durch ihre unglaubliche Dummheit auffallen. Sie saufen, sie pöbeln, sie prügeln sich durch ihr Leben, verschwenden es an Ideologien, die sie selbst nicht mal verstehen, dessen Hintergründe sie nicht kennen. So und nicht anders ist das Gross der rechten Szene. Und genau DIE möchte der Film zeigen. Neonazis bestätigen immer wieder genau diese Klischees. Jeden Tag aufs Neue.
Natürlich gibt es auch gebildete, intelligente Rechte. Doch diese bewegen sich nicht innerhalb der rechten Szene, sondern regieren und leiten sie von "oben", so unauffälig wie gefährlich.

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Schlegel

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Klischees vermeidet man durch Genauigkeit, und genau das ist der Film nicht: genau. Die Handlung bleibt eine grobe Schablone.


mattxl

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Bewertung7.5Sehenswert

Immer wieder ist hier zu lesen, der Film sei zu klischeebeladen. Ich muss gestehen, dass ich diese Kritik nicht wirklich nachvollziehen kann. Sicher: Es wird auch den nur Fruchtsaft und Tee trinkenden Neonazi mit Dauerwelle geben, der sich abends daheim in seine Ernst-Jünger-Lektüre vertieft und sich ehrenamtlich bei der Caritas engagiert, wenn er sich nicht gerade einmal wieder durch die Gegend prügelt. Bestimmt könnte man aus einer solchen Figur einen tollen Film machen. Allein: KRIEGERIN hat ein anderes Thema und bewegt sich in einer anderen Subkultur. Und diese Subkultur hat meiner Kenntnis nach bisher noch nicht den Beweis angetreten, dass sie in Wirklichkeit "ganz anders" sei. Im Gegenteil: Auf das grauenhafteste bestätigt sie jeden Tag aufs Neue das "Klischee".

Das Drehbuch mag nicht der Gipfelpunkt an Raffinesse sein, sehenswert ist die KRIEGERIN aber allemal.

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syrbal

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Bewertung5.5Geht so

auch mich ließ 'kriegerin' eher enttäuscht zurück. alina levshin spielt hier wirklich grandios, doch mehr positives kann ich dem film leider nicht abgewinnen. die geschichte, die figuren, das sammelsurium der klischees (von denen es vielleicht doch einfach etwas zu viele sind) - das alles wirkt auf mich einfach überhaupt nicht glaubwürdig.

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Rukus

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Bewertung4.5Uninteressant

Der Film konnte mich nicht wirklich überzeugen. Im Gegenteil, ich war sogar eher enttäuscht. Vieles an der Handlung und den Figuren wirkte auf mich unausgereift und unfertig, teilweise einfach schwach. Ein offenbar hochintelligentes Mädchen lässt sich wegen Stress mit dem Stiefvater von plumpen Parolen und obskurem Propagandamaterial zur Nazibraut umdrehen? Die Beleuchtung ihres übrigen sozialen Umfeldes fehlt gänzlich. Oder hat Svenja keine Freundinnen? Und die Nazis? Ein Haufen gröhlender Proleten. In meinen Augen kann der Film mit seinen Ansprüchen schlicht nicht mithalten.

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Ruste

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Bewertung7.0Sehenswert

Meiner Ansicht nach, einer der besten deutschen Filme seit langer Zeit. Einige Klischees werden sicherlich bedient, aber wie soll man das gänzlich vermeiden, bei so einer Thematik?! Ich habe mich nicht eine Sekunde gelangweilt, war tief beindruckt von den tollen Schauspielern, und hatte hinterher nicht das Gefühl meine Zeit verschwendet zu haben. Was will man mehr?

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Antiheld

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Bewertung6.5Ganz gut

Auch wenn die Kritikerstimmen das Gegenteil sagen ist der Film weder richtig fesselnd noch authentisch.
Die Story ist sehr vorhersehbar, wie die meisten Filme in dem Genre. Die Charaktere sind äußerst klischeehaft und somit ganz und gar nicht authentisch, auch wenn sie viele richtige Sachverhalte darstellen.
Trotzdem eine mehr als solide Leistung der Schauspieler; falls man Filme zu dem Thema mag kann man sich den Film ruhigen Gewissens anschauen.

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Schlegel

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Bewertung6.0Ganz gut

Gut gemeint und wirklich toll gespielt, aber die Handlung ist mal wieder platt ohne Ende. Brav wird ausgepinselt, was jeder kommen sieht. Schade ums Sujet und die Darsteller.

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Jade

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Deutsche solide Filmkunst, überzeugend und bestialisch gut gespielt. Ansehen !

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