Krupp - Eine deutsche Familie
Krupp - Eine deutsche Familie (2009), DE Laufzeit 270 Minuten, FSK 12, Drama
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Skala 0 bis 10
60 Bewertungen
6 Kommentare
Keine
mit Marie Zielcke und Heino Ferch
Dreiteiliges historisches fiktionales Programm über die einstmals mächtigste deutsche Industriellenfamilie. Das historische Drama, das einen Zeitraum von 1900 bis 1967 umspannt, verbindet packende Emotionalität mit authentischer Geschichtsdarstellung. Es konzentriert sich dabei auf die beiden wichtigsten Gestalten der Krupp-Dynastie im 20. Jahrhundert, Bertha Krupp und ihren Sohn Alfried. Die dramaturgische Klammer des fiktionalen Films bildet ein heftiger Disput zwischen Bertha und Alfried im Jahre 1957, kurz vor Berthas Tod. Innerhalb dieses Rahmens werden – über Erinnerungen, Auseinandersetzungen und eine schrittweise Annäherung an die “wunden Punkte” der Familiengeschichte – die Glanzzeit und der Niedergang der Firma und der Familie Krupp in großen, chronologisch geordneten Rückblenden erzählt.
Cast & Crew
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Marie Zielcke
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Barbara Krupp
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Heino Ferch
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Gustav Krupp
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Emil Reinke
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Valerie Koch
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Bertha Krupp
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Theo Trebs
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Alfried Krupp
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Johannes Rapp
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Direktor
Schauspieler
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Johannes Allmayer
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Berthold
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Klaus Ofczarek
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Tilo von Wilmowsky
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Dorothea Förtsch
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Nele Trebs
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Irmgard Krupp
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Norbert Gisder
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Berthold
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Johanna Kroll
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Waltraud
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Nikolai Kinski
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Christian Schnalke
Drehbuch
Filmdetails Krupp - Eine deutsche Familie
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Kritiken (1) — Film: Krupp - Eine deutsche Familie
Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschenSollen das wirklich die Krupps gewesen sein? Am Mythos wird hier nur ein bisserl gekratzt. Mit Wehmut entsinnt man sich an Luchino Viscontis Parabel "Die Verdammten", die er 1968, nur ein Jahr nach dem Tod Alfrieds, gedreht hat. Die Familie hieß damals zwar Essenbeck und es wurden auch nur Motive angerissen, aber die Parallelen konnte jeder ziehen. Hier wurde das Gießen des Stahls mit dem aus Wagners "Rheingold", die Sippe damit mit einem anderen, urdeutschen Mythos, dem der Nibelungen gleichgesetzt. Und hier wurde die Verstrickung mit der Macht unverblümt in den Brennpunkt gestellt, einschließlich seines Preises: des Verlusts aller bürgerlichen Tugenden.
Im ZDF dagegen sind die Krupps doch eigentlich ganz liebe Menschen, mit einer allerdings zu strengen Mutti. Und die Eisenbahnringe aus dem Firmenemblem werden fast zu Heiligenscheinen umgegossen. Der Dreiteiler: Hart wie Kruppstahl? Zäh wie Leder.
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Kommentare (4) — Film: Krupp - Eine deutsche Familie
Kommentar schreibenTyler_D 2009/03/27 02:40:47
Kommentar löschenWiderliche Verharmlosung von Kriegsverbrechern als Opfer des abscheulichen Proleten Hitler, wie des Produzenten Mutter Iris Berben den Lieferanten für Knopp-Dokus unentwegt in ihren faden Schauspielversuchen bezeichnet. "Krupp" will keine Doku sein und tilgt die historische Vergangenheit des Verbrecher-Clans zugunsten einer fiktiven Pilcher-Soap. Dass die Allesspieler Heino Ferch & Co da auch noch mitmachen, ist bezeichnend für die Anbiederung des ZDF ans empfängliche Prekariat.
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Blonder 2009/03/26 18:29:43
Kommentar löschenAls ich vor einigen Monaten gelesen habe, dass die Geschichte der Familie Krupp verfilmt wird habe ich mich gefreut. Denn ich dachte der Film sei sehr realistisch und zeige auch die Verbrechen der Firma, aber ich wurde bitter entäuscht. Die ganze Geschichte wird hier schön geredet und wirkt streckenweise wie eine billige Schnulze. Zugegeben einige gute Ansätze sind zwar vorhanden, dabei bleibt es dann auch. Es wird nämlich nur etwas an der Oberfläche gekratzt. Der Film hat auch einige unötige Längen.
Mal wieder spielt Iris Berben eine Hauptrolle und nervt somit mal wieder den Zuschauer, denn sie leiert ihre Rolle einfach nur herunter. Dabei hat sie eigentlich einiges mehr auf dem Kasten, aber vieleicht hat man sich an ihr einfach nur satt gesehen. Der einzige Lichtblick ist Benjamin Sadler, dem es gelingt Alfred Krupp mit einer gewissen Kälte herüber zubringen. Die restlichen Darsteller sind einfach nur solide und leider auch nicht mehr.
Ich habe vor einiger Zeit viel über die Geschichte der Krupps gelesen und deshalb kenne ich auch viele ihre Greueltaten und Verbrechen, auf die in diesem Film entweder nur kurz darauf eingegangen wird oder einfach ganz weg gelassen wurde.
Wenn man nichts von der Geschichte weiß, ist er möglicherweise ja ganz unterhaltsam, aber ich fand ihn zu kitschig.
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Kubrick_obscura 2009/03/25 19:11:51
Kommentar löschenIch MUSSTE ihn sehen. 12 Mio. Euro in den Schmelzöfen Krupps verschwunden, weg. Wieder einmal wurden reichlich Fördertöpfe geleert um diesen Mumpitz zu finanzieren. Auf das kleineren deutschen Produktionen das Geld fehle! Amen Herr Berben!!!
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Darbon 2009/03/23 23:30:47
Kommentar löschenEkelhaft. Eine unerträglich gespielte und perfide erzählte Schmonzette, die durch bewusstes Weglassen und Verharmlosen offenkundige Geschichtsfälschung betreiben darf. Zudem noch öffentlich-rechtlich im gründlich misslungenen Vorhaben der Heiligsprechung einer zutiefst verdorbenen Sippe.
Die ARD lehnt ab, doch das olle ZDF sagt den Berbens nach jahrelangem Kniefall leider zu. Die Konstrukteure dieses 11,4 Millionen-Schredders rechtfertigen sich heute mit der Behauptung, es handele sich hier nur um eine austauschbar fiktionale Familienschmonzette (à la "Guldenburg" und einem "GZSZ"-Strang?).
Ein erbärmliches Zeugnis für Carlo Rola und Oliver Berben, die offensichtlich sowohl den Namen Visconti für eine Prosecco-Marke als auch dessen weniger wohlwollendes Krupp-Portrait "La caduta degli dei" (dt. "Die Verdammten") für irgendeinen Trinkspruch halten müssen. Und "La caduta degli dei" ist hoffentlich noch kein Gericht in irgendeinem der Münchener Schicki-Lokale der Berbens.
Das reaktionäre Machwerk auf dem Pilcher-Sendeplatz will neben der berüchtigten Sonntagabend-ZDF-Zielgruppe auch geköderten Werbungsanfälligen krampfhaft nur eines suggerieren: Die beiden Kriege haben die tadellosen Krupps ruiniert. Hitlers Opfer sind auch die so noblen Edelkapitalisten Krupp.
"Insgesamt 7,35 Millionen Zuschauer ab drei Jahren schalteten ein", meldet Quotenmeter nach der ersten Folge. Zur Stunde Null, als es kaum noch Männer und auch recht wenig Frauen, Juden, Schwule, Denker, Zigeuner, Andersbegabte und Kleinkinder in Deutschland gab, wäre das noch einen verzweifelten Lacher wert gewesen. Doch heute? So ganz ohne Lillifee?! Aber Oliver Berben kennt das Geheimnis des 7,35 Millionen-Erfolges bei der Zielgruppe der Dreijährigen: "Wenn ich einen Stoff hätte, den ich total gut finde, aber ziemlich sicher weiß, dass er es beim Publikum schwer hat, würde ich ihn nicht machen."
Immerhin war des Produzenten Oma ja auch eine der arglosen Kruppianerinnen. Nur als schlichte Arbeiterin, aber für ganz edle Kapitalisten, die "mit einem Verbrecher wie Lenin" nie paktieren würden. Der weniger gebildete Prolet Hitler hatte trotz der Widerstandseinwände einer Bertha stauffenbergschen Ausmaßes (Iris Berben) ohnehin was gegen die seit 1914 veraltete Mörse "Dicke Bertha" (nicht gespielt von Iris Berben) und ganz einfach bessere Tischmanieren.
Neben kalkuliert verlogenen Dialogen aus der tötungsgeilen Waffenschmiede wie "Im Hause Krupp wird nicht politisiert" ist der Dreiteiler noch dazu stinklangweilig und von sämtlichen Beteiligten unsäglich gespielt. Die handverlesene Besetzung scheint keine Drehbücher mehr lesen zu wollen oder brauchte trotz permanent einträglicher TV-Dauerpräsenz in blinder Raffgier oder aus oberstübchenfreier Eitelkeit das Geld. Allesamt sagen sie lustlos und bei dieser Garde überraschend talentverweigernd und hilflos chargierend ihre unbespielbaren Sätze auf. Nur Benjamin Sadler gelingen trotz der Vorgabe einige dem Schandwerk gegenüber destruktiv überraschend gute Leistungen. Die anscheinend schlechter bezahlten Maskenbildner zogen dem Ensemble gleich.
Vor allem die dem Projekt seit vier Jahren zugeneigte Iris Berben nervt in ihrer einschläfernd langweilig-pathetischen Monotonie im schier endlosen Leidaufsagen und als angebliche Hitler-Gegnerin bis hin zur Lächerlichkeit. Die Macher vergeigten gerade bei "Alte Bertha" nun die letzte Chance in Richtung satirischer Entlarvung: Unter der Dauerschleife einer scheußlicher Maske mit vertrauter Parodiestimme à la "alte Frau" hätte ihr gramgebeugtes Latex-Schrumpelgesicht abrupt gen Linse hochschnellen müssen. Nur, um endlich die schöne Sketchup-Zeile zu repetieren: "Als ich heute früh aus dem Fenster sah, graute der Morgen." Diether Krebs' Antwort "DEM Morgen" findet hier natürlich auch keine Verwendung.
Gut so, denn ob der profitablen Verwurstung dieses grausigen Themas bleibt mir bei all dem Unvermögen sämtlicher Beteiligter des 11,4-Millionenprojekts der Familie Berben das Lachen im Halse stecken.
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