Kubo - Der tapfere Samurai - Kritik

Kubo and the Two Strings

US · 2016 · Laufzeit 102 Minuten · FSK 6 · Animationsfilm, Abenteuerfilm, Fantasyfilm · Kinostart
Du
  • 8

    Ein mit technisch toll umgesetzter Stop-Motion-Film mit sehr trauriger, melancholischer Story und schöner Atmosphäre. Es gibt zwar auch witzige Momente, aber man darf sich von diesem sehr reifen Film kein Gagfeuerwerk erhoffen. Hier zählt einzig und allein die schöne Geschichte.
    Ein kleines Highlight in diesem Genre.

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    • 7 .5

      Ich liebe Stop-Motion und was man hier zu sehen bekommt, ist einfach grandios. Für Kinder sei aber die Warnung ausgesprochen, dass der Film sehr düster ist und auch eher an Erwachsene oder Jugendliche gerichtet ist. Die Geschichte ist dabei nicht sonderlich neu oder spannend, aber dafür sehr atmosphärisch. Eine kleine Perle, die wohl auch etwas untergegangen ist.

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      • 8 .5

        Wunderschön - sowohl in seiner Geschichte und natürlich besonders in der Gestaltung. Dabei gleichzeitig unglaublich traurig und witzig. Zwar war der eine Twist doch etwas vorhersehbar, allerdings hab ich selten ein Ende gesehen, das SO mit seinen Gegnern verfährt. Und ein paar Tränchen hatte ich dann auch noch in den Augen. Sehr zu empfehlen!

        • 10

          Wirklich ein wunderschöner Animationsfilm mit einer tollen Geschichte. Hat mir sehr gut gefallen. Top!

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          • 7

            Die Laika-Studios steigern sich mit jeder Veröffentlichung. "Kubo" ist vom optischen her bestimmt erst mal gewöhnungsbedürftig, aber die Storyline und die Charaktere sind fantastisch. Schöner Film für einen Familienabend, wenn auch etwas sehr traurig und düster gehalten, ein wenig mehr Humor hätte der Sache vielleicht noch eine größere Zielgruppe eröffnet. Am Anfang ist man eventuell auch etwas verwirrt, aber das legt sich mit fortschreitender Laufzeit.

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            • 6 .5
              Underdog123 04.07.2017, 14:46 Geändert 04.07.2017, 14:47

              Der Film ist wirklich farblich und visuell sehr schön, daher noch eine gute Bewertung. Die Machart gefällt mir auch. Coraline ist mein absoluter Lieblings-Animationsfilm, daher noch mal ein Riesen Lob an Laika.

              Die Geschichte an sich finde ich aber nicht so schön, die Story schleicht doch etwas kränkelnd daher, per se mag ich mystische Filme nicht so gerne sehen. Es ist etwas verwirrend, wer ist nun Tod? Dann ist man doch nur verhext...?

              • 7 .5

                In ihren Filmen nimmt sich das Animationsstudio Laika häufig den Geschichten von Außenseitern am Rande der Gesellschaft an. Während in 'Die Boxtrolls' (2014) von einer Gemeinde erzählt wird, die sich ihren Platz unter den Grundfesten einer Stadt gegraben hat, entführt uns der vielleicht prominenteste Vertreter 'Coraline' (2009) in die Erlebniswelt eines Mädchens, welches aus ihrer gewohnten Umgebung herausgerissen wird und sich in unbekannten Gefilden neu zurecht finden muss.
                Und so verwundert es nicht, dass in Laikas neustem Ableger Hauptcharakter Kubo und seine Mutter sprichwörtlich an den Rand eines Dorfes gespült werden, wo sie sich die meiste Zeit über abgesondert vom Dorfleben verstecken müssen. Nur tagsüber darf der junge Kubo die Höhle der beiden verlassen und mischt sich als Geschichten-Erzähler unters Volk, wo er mithilfe seines Instruments Papier-Figuren auf magische Weise zum Leben erweckt und sie für die schaulustige Menge in einem Theaterspiel inszeniert. Grund für das Verbot der nächtlichen Ausflüge ist ein Familiendrama, vor dem seine Mutter ihn schützen möchte. Der niederträchtige Mondkönig, ausgerechnet Kubos eigener Großvater, möchte ihm das Augenlicht rauben und hat bereits ein Auge von ihm stehlen können, ehe sich die Mutter rettend dazwischen werfen konnte. Als sie ihn jedoch nicht länger schützen kann, macht sich Kubo mit zwei ihm zur Seite gestellten kauzigen Begleitern, einem sprechenden Affen und einem Käfer-Krieger, auf die Suche nach einer in der Welt verstreuten Samurai-Rüstung, um in die Fußstapfen seines verstorbenen Vaters treten und sich damit dem gefährlichen Mondkönig stellen zu können.

                Worin sich die Machart von Laikas Filmen im Vergleich zu den meisten anderen Animationsschmieden unterscheidet, springt einem sofort ins Auge: Laika bedient sich der mittlerweile fast toten Handwerkskunst der Stop Motion-Animation, in der ähnlich wie bei einem Daumenkino abertausende Fotos von nur minimal von Hand veränderten Sets und Puppen geschossen und anschließend hintereinander abgespielt werden, um auf diese Weise die Illusion von Bewegung zu erzeugen. In Zeiten von Computer-Animationen, die mittlerweile üblicherweise als Produktionsmittel für diese Art von Filmen herhalten, mutet dieser schier überwältigende Aufwand ähnlich anachronistisch an, wie in etwa einen Roman auf Steintafeln zu verfassen. Das Ergebnis beeindruckt dafür umso mehr: die hier erschaffenen Welten sind opulent, die in viele Animationsphasen aufgespaltene Gesichtsmimik zeugt von einem Auge fürs Detail und die in mehrmonatiger Präzisionsarbeit kreierten Action-Sequenzen stehen in ihrer Dynamik der virtuellen Kamera eines Computer-Animationsfilms in nichts nach. Laika scheint die Rezeptur ihrer Animationstechnik perfektioniert zu haben – möglicherweise sogar etwas zu sehr. Ihre vorherigen Filme mögen zwar in den Bewegungsmustern etwas kantiger und roher gewirkt haben, doch waren sie stets Zeugnis der Handwerkskunst dahinter ; eine Art zutiefst menschlicher Schleier, der über allem lag und der die Fingerabdrücke der Animateure auf den künstlichen Kulissen und Puppen beinahe sichtbar werden ließ. 'Kubo' hingegen ist in seinen Bewegungsabläufen und in der Beschaffenheit seiner Textur so glatt, dass er von einem Computer-Film kaum mehr zu unterscheiden ist. Und auch der frequentierte Einsatz von Spezial-Effekten, die offensichtlich aus dem Computer stammten, lässt einen mit der Frage zurück, in welchen Sequenzen nicht vielleicht auch noch zusätzlich „gedopt“ wurde. Fast fühlt es sich so an, als würde Laika eines ihrer wichtigsten Alleinstellungsmerkmale freiwillig aus der Hand geben und der Perfektion wegen opfern, sodass sich nach dem allgemeinen Gefühl der Bewunderung ein fader Beigeschmack dazu mischt. Man mag sich fragen: warum dann nicht gleich einen Computer-Animationsfilm produzieren?

                Dennoch bleibt ‚Kubo‘ ein bildgewaltiges Spektakel, welches uns erfolgreich in eine andere, uns fremde Welt entführen kann. Mit seinem Setting des mittelalterlichen Asiens und seiner liebevollen und in den Bildern glänzenden Aufbereitung wirkt dieses Abenteuer fast wie eine westliche Verbeugung vor der fernöstlichen Kultur. Auf dieser Basis traut sich die Geschichte sogar an die großen Fragen nach dem Leben und dem Tod, deren Beantwortung er vor allem der Mythologie überlässt, weshalb ein jedes Elternteil sich selbst überlegen muss, ob er sein Kind damit konfrontiert sehen möchte.
                Überhaupt herrscht in der Welt von 'Kubo' nicht bloß eitler Sonnenschein. Die duale Natur des Films, welche sich vor allem im Originaltitel - 'Kubo and the Two Strings' - andeutet, lässt sich nämlich nicht nur in den einfachen Symbolen des Films, wie 'Sonne' und 'Mond', finden, sondern auch in seinen Bildern. Zwar wirkt der Film die meiste Zeit über leichtfüßig und familienfreundlich, spielt aber gerade in schaurig gehaltenen Nacht-Sequenzen einen gewissen Grusel aus. Und auch der thematische Platzhalter typischer Kinderfilme - „es ist wichtig, dass die Familie zusammenhält“ - kriegt hier eine düstere Note, wenn ein Elternteil krank wird oder Übergriffe gar aus der eigenen Familie stammen, wie es in diesem Film der Fall ist. Für das nötige Maß an Erleichterung sorgen da glücklicherweise Kubos tierische Begleiter, die hauptsächlich als komödiantische Figuren eingesetzt werden. Doppeldeutige Sticheleien und typischer Slapstick geben sich hierbei die Hand und sprechen in ihrem Humor dabei das jüngere und ältere Publikum gleichermaßen an.

                Was den Kindern zudem hilft, sich in die Welt von ‚Kubo‘ mühelos einzufinden, ist die überaus simple Erzählstruktur des Films, welche sich in ihrer Geradlinigkeit eher an jüngere Medien zu orientieren scheint. Insgesamt fügt sich das Abenteuer einer gewissen Videospiel-Logik: magische Gegenstände wollen gefunden und Endbosse erlegt werden. Und obwohl diese Art von Narrative sicherlich konventioneller Natur ist, so ist doch paradoxerweise gerade der Aspekt des Geschichten-Erzählens eines der interessantesten Elemente am Film.

                Immer wieder wird Kubo mit der Wichtigkeit von Geschichten konfrontiert, welche beispielsweise dazu dienen, Erinnerungen an einen geliebten aber verstorbenen Menschen aufrecht zu erhalten. In der Auflösung des Films – dort wo in anderen Kinderfilmen häufig bloße Magie zum Einsatz kommt – wird der Kunst des Geschichten-Erzählens sogar eine heilsame und läuternde Wirkung angedichtet. Und schließlich tritt Kubo selbst als Geschichten-Erzähler auf und die Szene, in welcher er die Zuschauer-Menge mit seinen magischen Papier-Figuren unterhält, könnte als Laikas selbstreferenzielle Ode an das Kino selbst verstanden werden.
                Möglicherweise beantwortet das auch die Frage, warum sich Laika nicht mit einem bloßen Computer-Animationsfilm zufrieden geben wollte und sich stattdessen dem Aufwand und der Mühe eines Stop Motion-Abenteuers verschrieben hat: aus Respekt vor dem Kino und vor der Kraft von Geschichten.

                • 10

                  Wurde in meinen Augen klar um den Oscar betrogen... Sehr schade, von dieser Art Filme sollte es definitiv mehr geben.

                  • 4

                    Fängt noch relativ gut an, mitten drin in der Handlung und mit einem Jungen, der qua Geburt zum Helden bestimmt ist. Dann wird es während des Films leider immer vorhersehbarer und infantiler. Bsp: Warum mag wohl der Käfer den Affen? Fazit: Nur was für die Kleinsten, 4 Punkte

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                    • 7
                      hallidalli 29.04.2017, 18:37 Geändert 29.04.2017, 18:38

                      Kubo, etwas zu fernöstlich für mich. Die Stop-Motion Technick verschmolzen mit der heutigen Animationstechnik verdient hier den meißten Lob. TOLL.

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                      • 7 .5

                        Stop-Motion Filme besitzen ebenso viele Möglichkeiten wie computergenerierte Welten die oft genug generisch und seelenlos geraten. Dabei ist der Look der per Hand bewegten und fotografierten Modelle einzigartig. Er wirkt qualitativ keinesfalls abfallend, sondern verleiht eher eine persönliche, wertige Note. Gerade das Studio Laika oder auch der Regisseur Wes Anderson haben die Technik für sich entdeckt und verschiedenste Schönheiten auf die Leinwand gebracht....
                        ---------------------------------------mehr auf The Blog Cinematic-------------------------
                        https://theblogcinematic.wordpress.com/2017/03/14/stop-motion-unterschaetzte-schoenheit/?frame-nonce=7c978a2d0a

                        • 9 .5

                          Wie nicht anders erwartet zaubert Laika mal wieder ein fantastisches Stop -Motion Abenteuer auf die Leinwand!!!

                          Fernab der ganzen digitalen Animationsfilme schafft es auch der 4. Film mühelos mich mit seiner ganzen Vielfalt an detailtreue und liebevollen handgemachte Stop - Motion zu begeistern :D

                          Ich will nicht sagen das die ganzen modernen Filme von Dreamworks,Pixar und co schlecht sind aber Laika ist in meinen Augen nochmal etwas gaaanz besonderes wenn es um handgemachte Stop-Motion Animationsfilme geht :)

                          Dazu eine tolle Geschichte und das japanische Setting machen Kubo zu einem großartigen Film mit viel Liebe zum Detail..

                          Wer Coraline oder Paranorman zu schätzen weiß wird um Kubo nicht drum herum kommen!!

                          Großes Kino gepart mit klassischer Stop-Motion Animation von Laika Studios, machen Kubo zu einem fantastischen Film mit ganz viel Herzblut

                          • 6

                            Die Reise von Kubo bietet mit Sicherheit ein paar hübsche Bilder und die Sprecher sind allesamt ziemlich hochwertig, doch bleibt die Plotline insgesamt ziemlich uninspirierend, die Twists wirkungslos und die Emotionen fad. Vielleicht ging es ja nur mir so, aber Story und Figuren konnte nicht mit den teils netten Ideen und halbwegs kreativen Momenten mithalten. So bleibt es bei einem okayen Animationsfilm mit düsteren Sequenzen und tanzenden Papieren, aber sonst nicht mehr. Manchmal reichen tanzende Papiere und zwei fiese Zwillingsschwestern aber auch schon fast...

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                            • 9 .5

                              Exceptional.

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                              • 9

                                Trotz Kitsch-Faktor (weshalb ich auch überlegt habe nur 8 Punkte zu geben) ist der Film Spitze. Nachdem ich nun auch die Extras gesehen habe, bin ich überweltigt, wie detailliert die Macher an diesem Werk gearbeitet haben. Oscar Nominierung verdient!

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                                • 8

                                  Obwohl fernab der Trickfilm-Ästhetik, die ich mir aus Kindertagen von vor allem französischen Comics gewohnt bin, hat mich "Kubo and the Two Strings" begeistert. Die Geschichte ist vergleichsweise simpel, schafft aber den Spagat zwischen dem schwierigen Thema Tod und kinderfreundlicher, lustiger Inszenierung über weite Strecken gut, obwohl die der Film ein paar mal ein bisschen gar brutal für FSK6-Verhältnisse anmutet. Die Animationen lassen sich am besten mit dem Begriff "liebevoll" beschreiben. Die Liebe, die in dieses Projekt und seine Figuren gesteckt wurde, berstet förmlich durch den Bildschirm. Was für ein toller Film!

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                                  • 9

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                                    Als Fan von mythologischen Geschichten aus aller Welt, musste ich mir auch "Kubo - Der tapfere Samurai" (OT: Kubo and the Two Strings / dt: Kubo und die Zwei Saiten) besorgen.
                                    Er erinnert mich zudem an einen ganz alten Anime namens Magic Boy - Der magische Junge, den ich in meiner Kindheit gesehen habe.
                                    Genau wie die anderen mir bekannten Filme des Animationsstudios Laika - nämlich Tim Burton's Corpse Bride - Hochzeit mit einer Leiche (eine Coproduktion), Coraline und ParaNorman - war auch "Kubo" für den Oscar als bester Animationsfilm nominiert. Und das zu Recht.
                                    Die Geschichten von Laika besitzen meiner Meinung nach viel erzählerische Tiefe/Substanz, sowie eine Menge traditionell handwerklichem Können (statt seichter Unterhaltung in schönen CGI-Bildern). Leider gewinnen die Oscars letztlich aber Filme mit höherem Bekanntheitsgrad renomierter Animationsstudios wie Disney und Pixar (mit ganz wenigen Ausnahmen).

                                    "Kubo" ist eine animierte Quest (Heldenreise), welche im alten Japan spielt. Es ist ein Action-Abenteuer voller Magie und Monster. Ernsthaftigkeit und Humor wechseln sich hier ab. Die Story mag zwar bekannten traditionellen Erzählmustern einer typischen Heldenreise folgen, dennoch wartet der Film mit einigen überraschenden Wendungen auf.
                                    Der Film hat wirklich gute Charaktere zu bieten, wie z.B. den Protagonisten Kubo, einen zehnjährigen, einäugigen Dorfjungen, der sich liebevoll um seine kränkelnde Mutter kümmert, sowie mystische Geschichten und seine Shamisen (eine dreisaitige Laute) liebt. Oder seine strenge Schutzpatronin, die sprechende kämpferische Äffin "Monkey". Oder den vergesslichen verwunschenen Samurai/Riesenkäfer-Mutant "Beetle". Auch die Schurken (wie der Mondkönig) mit ihren seltsamen Motiven sind interessant. Oder die ungewöhnlichen Monster.
                                    Regelrecht philosophisch kommt außerdem die Tatsache daher, daß die stärksten Waffen im Film nicht Schwerter (obwohl eines vorkommt) sind, sondern die Magie der Musik (hier wortwörtlich zu nehmen) mit deren Hilfe Kubo "zauber"hafte Origami (jap. Papierfaltkunst) herstellt, sowie die Kraft der Liebe und des Zusammenhalts sind. Eine richtig gute Botschaft für die kindlichen Zuschauer, finde ich! ^^
                                    "Kubo" mag zwar ein amerikanischer Film sein, doch wie ein japanisch-stämmiger Mitarbeiter den Zuschauern im Bonus-Material mitteilt, fängt er sehr gut die Seele japanischer Geschichten auf. Nicht zu vergessen japanischer Traditionen ( wie z.B. dem O-bon Sommerfest -> ein buddhistischer Feiertag zu Ehren der Geister der Toten) und anderer landestypischer Spezialitäten, welche man - dank kompetenter Berater und Eigenstudium der Filmemacher - im Film wiederfindet. Im Bonus-Teil sieht der Zuschauer auch wieviel Arbeit in einem solchen Projekt steckt.
                                    "Kubo" ist kein CGI-Film, sondern ein 3D - Stop Motion - Puppenanimationsfilm (genau wie "Corpse Bride"). Die Hintergründe wurden allerdings im PC nachbearbeitet. Die Ausstattung wurde mit sehr viel Liebe zum Detail gemacht. Man hat sogar alte Stoffe aus Japan eingeführt, um sehr authentische Kostüme für die Puppen herzustellen. Dieselbe Authentizität hat man bei den Miniatur-Kulissen verwendet und auch bei der Landschaft. Ich bin beeindruckt über die liebevolle Mühe, welche in dieses Projekt gesteckt wurde.

                                    Ein tolles exotisches Abenteuer für die ganze Familie. Für die ganz kleinen Zuschauer könnte der Film allerdings etwas zu unheimlich sein. Die Eltern müssen in dem Fall entscheiden, was sie ihren Kindern zumuten möchten. Kein Kind ist wie ein anderes. Meine Tochter (9) und mein Sohn (6) hatten überhaupt kein Problem mit der Geschichte und fanden sie supertoll.
                                    Ich möchte allerdings auch bemerken, daß viele Disney-Filme mit FSK 0 nicht weniger gruselig oder viel zu actionreich rüberkommen um für Kleinkinder geeignet zu sein (von Verständis will ich gar nicht erst reden).

                                    PS:
                                    Ich freue mich auf die zukünftigen Filme des Animationsstudios. Colin Meloys Jugendfantasyroman "Wildwood" und Philip Reeves "Goblins" wurden von Laika optioniert. ^^

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                                    • 10

                                      Sehr gut, Studio LAIKA. Da habt ihr bei Hayao Miyazaki richtig hingeschaut und euch selbst übertroffen. Mit Ratatouille mein neuer Lieblings-Animationsfilm!

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                                      • 8

                                        Einen Korb voller japanischer Kirschblüten drappiere ich hier
                                        für Travis Knight und die Stop-Motion-Schmiede Laika, eine sakura
                                        symbolisiert Schönheit, Aufbruch und Vergänglichkeit, das dürfte
                                        passen und wird bestimmt gerne angenommen. Der Kinderbarde
                                        mit seiner Laute der magischen Kräfte entführt mich derart in
                                        mystisches Abenteuer, was Pixar schon lange nicht mehr gebacken
                                        kriegt und wo Walt Disney mit seinen Schablonen aus Gußeisen bei
                                        mir seit Jahrzehnten auf Granit beißt. Auch ihr Zusammenschluß hat
                                        noch keinen Dschinn geboren, der mich davon abhält Tomm Moore
                                        oder Hayao Miyazaki im Geschichtenwettstreit mit bezaubernden Ausschmückungen zu bewundern und der mir dieses eine funkelnde
                                        Goldstück in den Schoß wirft: Kinomagie.

                                        Die Liebe schlummert in sich gekehrt hinter einem Spiegel der alles
                                        ablenkt, während die zarten Tränen aus den Klängen der Samurai
                                        Gitarre des kleinen Kubo tropfen. Schnief. Ein herrliches Liedchen.
                                        A Bard`s Tale.
                                        Landschaften, reduzierte sowie rasende Musik und emotions-
                                        geschwängerte Gesichter statt viel Geplapper, an der Bushaltestelle ist
                                        es doch am schönsten, wenn man unverzüglich abgeholt wird. Die
                                        unleugbare Endlichkeit die nicht gleichzeitig vergessen bedeutet, die
                                        Kraft in der unsichtbaren Bindung zwischen den Menschen, ach das
                                        ist schon fast gemein wie Kubo zielsicher seine schmerzfreien
                                        Akupunkturnadeln setzt und mich einlullert, gezupfte shamisen
                                        Tönchen hüpfen auf meiner Gefühlsmatte, der kleine und auf sich
                                        selbst gestellte Samurai mit seinem feschen Nippon-Pony erschleicht
                                        sich meine Gunst in seiner geknickten Körperhaltung, seine ulkig
                                        drolligen Freunde kitzeln mich an den Füßen. Die unendlich aufwändige
                                        Stoptricktechnik entzieht sich dem Rennen der großen Effekte mit
                                        seinem eigenwilligen Charme, Laika steht prächtigst für sich selbst, sie
                                        kleckern kunstvoll und behutsam statt sinnfrei zu klotzen. Ein Fels in
                                        der Brandung an dem sich die Hektik bricht, das muss auf der großen
                                        Leinwand wunderbar gewesen sein. Travis Knight adaptiert und klaut
                                        sich was von der Magie japanischer Erzählkunst und lässt sich zwischen
                                        Tokio und Hollywood irgendwo auf der Insel Midway nieder. Einerseits
                                        nutzt er dies für seinen Film aus, andererseits präsentiert sich Kubo als
                                        nützlicher Brückenfilm, der meines Erachtens noch gefehlt hat. Die
                                        Studio Ghibli Security darf gerne die Augen zusammenkneifen und Kubo
                                        eine Abfuhr erteilen, denn wer sich von dem Zaubergitarristen einwickeln
                                        lässt, hat jetzt keine sonderliche Hürde mehr zu überwinden, um sich in
                                        japanischen Filmgewässern ein paar Goldmakrelen zu angeln. Eine
                                        willkommene Fusion die große Fähren nach Japan mit neuen Besuchern
                                        möglich macht und bestens ganz alleine besteht. Die sprühende
                                        Kreativität leidet an der Einfallslosigkeit des actionreichen Endes, och
                                        nö, wie könnte ich das dem traurigen kleinen Kubo und seinen
                                        merkwürdigen Gefährten übel nehmen? Da hocke ich mich doch bei
                                        Gelegenheit lieber nochmal zwischen die Großen und Kleinen und
                                        lausche Kubo dem Erzähler wie er auszog, mit der Bogensehne
                                        seines Vaters und einem Haar seiner Mutter dem Geist der
                                        Vergangenheit gegenüber zu treten. Der Tod gehört zum Leben...
                                        wer dies verinnerlicht, hat es deutlich leichter die Schönheiten im Blick
                                        zu behalten und die Liebe dominieren zu lassen.

                                        Für die Kleinen verteile ich das Prädikat "besonders wertvoll", ach so,
                                        hat die deutsche Film- und Medienbewertung schon gemacht, das hat
                                        sich Kubo redlich verdient. Zwar wird es kein Film mehr schaffen, dass
                                        ich mich nach dem Abspann in einer Embryohaltung zusammenrolle
                                        und am Daumen nuckle, aber die großartig detailreiche, bezaubernd
                                        liebevolle Gestaltung hätte ein Herz verdient. Ich will dieses Feature
                                        auf Moviepilot endlich haben. Dann könnte ich mir diesen Kniefall
                                        schenken, es würde die Lesezeit verkürzen, eine Zahl kann das
                                        ohnehin nicht ausdrücken, Zeit würde es auch sparen und überhaupt.

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                                        • 9 .5

                                          Und zum vierten Mal denke ich mir einfach nur:
                                          Mehr Liebe geht nicht.
                                          Laika Studios ist die beste Firma der Welt!

                                          • 9 .5
                                            MarcelN44 05.02.2017, 21:25 Geändert 05.02.2017, 21:27

                                            Mit diesem Stop-Motion-Abenteuer beweist die Produktionsfirma Laika ("Coraline"), dass Bild für Bild fotografierte Animationen (hier waren es 145.000) jenen aus dem Computer in beinahe nichts nachstehen. Nur ein einziges Mal meinte ich ein 'Holpern' zu erkennen. Nicht umsonst sind neben dem Film auch seine Effekte dieses Jahr für Oscars nominiert.

                                            Es ist schon schade - und da schließe ich mich selbst mit ein - dass 'kleinere' Produktionen wie diese (60 Mio. $ sind natürlich keine Kleinigkeit) hinter denen von Disney oder Pixar anstehen müssen und im immer dichter werden Dschungel des Kinoprogramms untergehen.

                                            Die Reise des jungen Kubo erinnert bisweilen tatsächlich an Disneys "Vaiana" (Budget: 150 Mio. $), ist mit seiner Tiefgründigkeit und Ernsthaftigkeit (ohne den Humor des Beetle zu vergessen ;) aber für FSK 6 meiner Meinung nach zu anspruchsvoll.

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                                            • 7 .5

                                              Kubo, ein Film, auf welchen ich durch die Trailer richtig Lust bekommen hatte, ist dann am Ende doch zu vorhersehbar gewesen. Hatte mir ein bisschen mehr von so einem Film erwartet, der nicht in einer 08/15 Schmiede entstanden ist.

                                              Jedoch wird das was erzählt wird, echt gut erzählt und das was gezeigt wird, ist nicht von schlechten Eltern und oftmals sehr beeindruckend, gar wunderschön. Wären jetzt die "Überraschungen" überraschender gewesen und die Erzählung nicht ganz so stark an gängige, ausgelutschten Erzählstrukturen angelegt, dann wären locker mehr Punkte drin gewesen

                                              • 5 .5
                                                Centipede 29.01.2017, 22:06 Geändert 30.01.2017, 22:48

                                                Den Film Kubo - Der tapfere Samurai zu bewerten, ist für mich eine sehr schwierige Angelegenheit. Denn obwohl die Macher sehr viel richtig gemacht haben, wollte mich der Gedanke nicht verlassen, dass mir zum Schluss irgendwas gefehlt hat.

                                                Was hat mir denn gefehlt? An den Animationen kann es nicht gelegen haben, denn die waren wie bei jedem Laika Film sensationell. Von den Kulissen bis hin zu den Figuren. Hier wurde wieder mit sehr viel Liebe zum Detail ein Film erschaffen, in dessen Bildern man sich verlieren kann. Lag es vielleicht an den Charakteren? Hm...ich würde auch hier mit einem nein antworten, denn die wurden auch gut ins Szene gesetzt und kamen doch alle sehr charmant rüber. Ich denke, dass mich das Drehbuch nicht sonderlich überzeugen konnte. Irgendwie kam mir die Reise mit dem Jungen Kubo, Monkey und Beetle und dem Origami Soldat zu kurz vor und ich fand das Ende zu sehr aufgesetzt. Den Bösewicht, hätte man meiner Meinung nach auch mehr in den Vordergrund stellen sollen, denn als der Moon King zum Schluss durchs Bild gehuscht ist, da war er mir völligst egal. Ein paar Szenen zu vor hätten mir ausgereicht, um zu zeigen, was für ein Charakter der Mond König ist. Einfach nur zu sagen, dass er böse ist und scheußliche Sachen gemacht hat, reicht da für mich nicht aus. Irgendwie fand ich die Stationen die abgeklappert wurden, zu unspektakulär. Das soll nicht heißen, dass ich das was gezeigt wurde nicht kreativ fand. Nein, das Gegenteil war der Fall. Mir hat irgendwie der der Aufbau der Stimmung nicht gefallen. Ich konnte nicht so recht in die Welt eintauchen, wie ich es gern gehabt hätte. Dabei hat mir der Anfang sehr gut gefallen, aber irgendwo in der Mitte hat mich die Story verloren und ich habe meine ganze Aufmerksamkeit auf die Stop Motion gelegt. Ich fand es auch gut, dass der Film nicht zu albern war und er auch hier und dort, ein paar düstere Töne gespielt hat. Kann aber jeden verstehen, der den Film Super findet und ich bin froh, dass es solche Filme gibt und das hoffentlich noch weitere gemacht werden.

                                                Nachdem Film habe ich auch wieder Lust bekommen, mir Boxtrolls und Coraline nochmal anzusehen, denn da fand fand ich in das Universum doch ein Ticken stimmiger und die Geschichten besser erzählt aber um ein genauen Vergleich hinzubekommen, muss ich mir die Filme wie gesagt nochmal zu Gemüte führen.

                                                Ja alles in allem, ist Kubo - Der tapfere Samurai ein schöner Film für Jung und Alt, der wunderbare Ideen beinhaltet aber mich nicht vollends überzeugen konnte.
                                                Und wiedereinmal Hut ab was das Laika Studio hier geschaffen und erschaffen hat.

                                                Den Oscar hätte er aber auf jeden Fall verdient.

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                                                • 7 .5

                                                  Ein weiteres Beispiel dafür, warum die Stop-Motion-Technik einfach unübertroffen ist. Die Liebe zum Detail ist immerwieder eine Freude für das Auge. "Kubo" spielt optisch in der obersten Liga und widmet sich nebenbei noch vielen Elementen der von mir sehr geschätzten japanischen Kultur. Richtig rund läuft das zwar nicht immer, das Drehbuch hat so seine Schnitzer, doch richtig schwer treffen die den Film nicht. Der Humor, der zwischen der eher düsteren, dramalastigen Story beständig aufflammt, sorgt für gute Abwechslung. Die Dynamik zwischen den Figuren stimmt ebenfalls.
                                                  Im inzwischen völlig überlaufenen Animationsfilmgenre sind solche andersartigen Vertreter viel zu selten anzutreffen.

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                                                  • 8 .5

                                                    Schade das die guten Animationsfilme oft so unbekannt sind.
                                                    Dieser hier ist mal wieder einer der es auf jeden Fall verdient hätte. Vor allem hätte er den Oscar verdient und nicht der bekackte Zoomania Disneyeinheitsbreischeiss.

                                                    Sehr schöner, andersartiger Stil, klasse Musik, schöne Geschichte und hammergeile Animationen. Wirklich empfehlenswert!