Kubo - Der tapfere Samurai - Kritik

Kubo and the Two Strings

US · 2016 · Laufzeit 102 Minuten · FSK 6 · Abenteuerfilm, Fantasyfilm, Animationsfilm · Kinostart
Du
  • 9 .5

    Wie nicht anders erwartet zaubert Laika mal wieder ein fantastisches Stop -Motion Abenteuer auf die Leinwand!!!

    Fernab der ganzen digitalen Animationsfilme schafft es auch der 4. Film mühelos mich mit seiner ganzen Vielfalt an detailtreue und liebevollen handgemachte Stop - Motion zu begeistern :D

    Ich will nicht sagen das die ganzen modernen Filme von Dreamworks,Pixar und co schlecht sind aber Laika ist in meinen Augen nochmal etwas gaaanz besonderes wenn es um handgemachte Stop-Motion Animationsfilme geht :)

    Dazu eine tolle Geschichte und das japanische Setting machen Kubo zu einem großartigen Film mit viel Liebe zum Detail..

    Wer Coraline oder Paranorman zu schätzen weiß wird um Kubo nicht drum herum kommen!!

    Großes Kino gepart mit klassischer Stop-Motion Animation von Laika Studios, machen Kubo zu einem fantastischen Film mit ganz viel Herzblut

    • 6

      Die Reise von Kubo bietet mit Sicherheit ein paar hübsche Bilder und die Sprecher sind allesamt ziemlich hochwertig, doch bleibt die Plotline insgesamt ziemlich uninspirierend, die Twists wirkungslos und die Emotionen fad. Vielleicht ging es ja nur mir so, aber Story und Figuren konnte nicht mit den teils netten Ideen und halbwegs kreativen Momenten mithalten. So bleibt es bei einem okayen Animationsfilm mit düsteren Sequenzen und tanzenden Papieren, aber sonst nicht mehr. Manchmal reichen tanzende Papiere und zwei fiese Zwillingsschwestern aber auch schon fast...

      • 9 .5

        Exceptional.

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        • 9

          Trotz Kitsch-Faktor (weshalb ich auch überlegt habe nur 8 Punkte zu geben) ist der Film Spitze. Nachdem ich nun auch die Extras gesehen habe, bin ich überweltigt, wie detailliert die Macher an diesem Werk gearbeitet haben. Oscar Nominierung verdient!

          1
          • 8

            Obwohl fernab der Trickfilm-Ästhetik, die ich mir aus Kindertagen von vor allem französischen Comics gewohnt bin, hat mich "Kubo and the Two Strings" begeistert. Die Geschichte ist vergleichsweise simpel, schafft aber den Spagat zwischen dem schwierigen Thema Tod und kinderfreundlicher, lustiger Inszenierung über weite Strecken gut, obwohl die der Film ein paar mal ein bisschen gar brutal für FSK6-Verhältnisse anmutet. Die Animationen lassen sich am besten mit dem Begriff "liebevoll" beschreiben. Die Liebe, die in dieses Projekt und seine Figuren gesteckt wurde, berstet förmlich durch den Bildschirm. Was für ein toller Film!

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            • 9

              *
              Als Fan von mythologischen Geschichten aus aller Welt, musste ich mir auch "Kubo - Der tapfere Samurai" (OT: Kubo and the Two Strings / dt: Kubo und die Zwei Saiten) besorgen.
              Er erinnert mich zudem an einen ganz alten Anime namens Magic Boy - Der magische Junge, den ich in meiner Kindheit gesehen habe.
              Genau wie die anderen mir bekannten Filme des Animationsstudios Laika - nämlich Tim Burton's Corpse Bride - Hochzeit mit einer Leiche (eine Coproduktion), Coraline und ParaNorman - war auch "Kubo" für den Oscar als bester Animationsfilm nominiert. Und das zu Recht.
              Die Geschichten von Laika besitzen meiner Meinung nach viel erzählerische Tiefe/Substanz, sowie eine Menge traditionell handwerklichem Können (statt seichter Unterhaltung in schönen CGI-Bildern). Leider gewinnen die Oscars letztlich aber Filme mit höherem Bekanntheitsgrad renomierter Animationsstudios wie Disney und Pixar (mit ganz wenigen Ausnahmen).

              "Kubo" ist eine animierte Quest (Heldenreise), welche im alten Japan spielt. Es ist ein Action-Abenteuer voller Magie und Monster. Ernsthaftigkeit und Humor wechseln sich hier ab. Die Story mag zwar bekannten traditionellen Erzählmustern einer typischen Heldenreise folgen, dennoch wartet der Film mit einigen überraschenden Wendungen auf.
              Der Film hat wirklich gute Charaktere zu bieten, wie z.B. den Protagonisten Kubo, einen zehnjährigen, einäugigen Dorfjungen, der sich liebevoll um seine kränkelnde Mutter kümmert, sowie mystische Geschichten und seine Shamisen (eine dreisaitige Laute) liebt. Oder seine strenge Schutzpatronin, die sprechende kämpferische Äffin "Monkey". Oder den vergesslichen verwunschenen Samurai/Riesenkäfer-Mutant "Beetle". Auch die Schurken (wie der Mondkönig) mit ihren seltsamen Motiven sind interessant. Oder die ungewöhnlichen Monster.
              Regelrecht philosophisch kommt außerdem die Tatsache daher, daß die stärksten Waffen im Film nicht Schwerter (obwohl eines vorkommt) sind, sondern die Magie der Musik (hier wortwörtlich zu nehmen) mit deren Hilfe Kubo "zauber"hafte Origami (jap. Papierfaltkunst) herstellt, sowie die Kraft der Liebe und des Zusammenhalts sind. Eine richtig gute Botschaft für die kindlichen Zuschauer, finde ich! ^^
              "Kubo" mag zwar ein amerikanischer Film sein, doch wie ein japanisch-stämmiger Mitarbeiter den Zuschauern im Bonus-Material mitteilt, fängt er sehr gut die Seele japanischer Geschichten auf. Nicht zu vergessen japanischer Traditionen ( wie z.B. dem O-bon Sommerfest -> ein buddhistischer Feiertag zu Ehren der Geister der Toten) und anderer landestypischer Spezialitäten, welche man - dank kompetenter Berater und Eigenstudium der Filmemacher - im Film wiederfindet. Im Bonus-Teil sieht der Zuschauer auch wieviel Arbeit in einem solchen Projekt steckt.
              "Kubo" ist kein CGI-Film, sondern ein 3D - Stop Motion - Puppenanimationsfilm (genau wie "Corpse Bride"). Die Hintergründe wurden allerdings im PC nachbearbeitet. Die Ausstattung wurde mit sehr viel Liebe zum Detail gemacht. Man hat sogar alte Stoffe aus Japan eingeführt, um sehr authentische Kostüme für die Puppen herzustellen. Dieselbe Authentizität hat man bei den Miniatur-Kulissen verwendet und auch bei der Landschaft. Ich bin beeindruckt über die liebevolle Mühe, welche in dieses Projekt gesteckt wurde.

              Ein tolles exotisches Abenteuer für die ganze Familie. Für die ganz kleinen Zuschauer könnte der Film allerdings etwas zu unheimlich sein. Die Eltern müssen in dem Fall entscheiden, was sie ihren Kindern zumuten möchten. Kein Kind ist wie ein anderes. Meine Tochter (9) und mein Sohn (6) hatten überhaupt kein Problem mit der Geschichte und fanden sie supertoll.
              Ich möchte allerdings auch bemerken, daß viele Disney-Filme mit FSK 0 nicht weniger gruselig oder viel zu actionreich rüberkommen um für Kleinkinder geeignet zu sein (von Verständis will ich gar nicht erst reden).

              PS:
              Ich freue mich auf die zukünftigen Filme des Animationsstudios. Colin Meloys Jugendfantasyroman "Wildwood" und Philip Reeves "Goblins" wurden von Laika optioniert. ^^

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              • 10

                Sehr gut, Studio LAIKA. Da habt ihr bei Hayao Miyazaki richtig hingeschaut und euch selbst übertroffen. Mit Ratatouille mein neuer Lieblings-Animationsfilm!

                1
                • 8

                  Einen Korb voller japanischer Kirschblüten drappiere ich hier
                  für Travis Knight und die Stop-Motion-Schmiede Laika, eine sakura
                  symbolisiert Schönheit, Aufbruch und Vergänglichkeit, das dürfte
                  passen und wird bestimmt gerne angenommen. Der Kinderbarde
                  mit seiner Laute der magischen Kräfte entführt mich derart in
                  mystisches Abenteuer, was Pixar schon lange nicht mehr gebacken
                  kriegt und wo Walt Disney mit seinen Schablonen aus Gußeisen bei
                  mir seit Jahrzehnten auf Granit beißt. Auch ihr Zusammenschluß hat
                  noch keinen Dschinn geboren, der mich davon abhält Tomm Moore
                  oder Hayao Miyazaki im Geschichtenwettstreit mit bezaubernden Ausschmückungen zu bewundern und der mir dieses eine funkelnde
                  Goldstück in den Schoß wirft: Kinomagie.

                  Die Liebe schlummert in sich gekehrt hinter einem Spiegel der alles
                  ablenkt, während die zarten Tränen aus den Klängen der Samurai
                  Gitarre des kleinen Kubo tropfen. Schnief. Ein herrliches Liedchen.
                  A Bard`s Tale.
                  Landschaften, reduzierte sowie rasende Musik und emotions-
                  geschwängerte Gesichter statt viel Geplapper, an der Bushaltestelle ist
                  es doch am schönsten, wenn man unverzüglich abgeholt wird. Die
                  unleugbare Endlichkeit die nicht gleichzeitig vergessen bedeutet, die
                  Kraft in der unsichtbaren Bindung zwischen den Menschen, ach das
                  ist schon fast gemein wie Kubo zielsicher seine schmerzfreien
                  Akupunkturnadeln setzt und mich einlullert, gezupfte shamisen
                  Tönchen hüpfen auf meiner Gefühlsmatte, der kleine und auf sich
                  selbst gestellte Samurai mit seinem feschen Nippon-Pony erschleicht
                  sich meine Gunst in seiner geknickten Körperhaltung, seine ulkig
                  drolligen Freunde kitzeln mich an den Füßen. Die unendlich aufwändige
                  Stoptricktechnik entzieht sich dem Rennen der großen Effekte mit
                  seinem eigenwilligen Charme, Laika steht prächtigst für sich selbst, sie
                  kleckern kunstvoll und behutsam statt sinnfrei zu klotzen. Ein Fels in
                  der Brandung an dem sich die Hektik bricht, das muss auf der großen
                  Leinwand wunderbar gewesen sein. Travis Knight adaptiert und klaut
                  sich was von der Magie japanischer Erzählkunst und lässt sich zwischen
                  Tokio und Hollywood irgendwo auf der Insel Midway nieder. Einerseits
                  nutzt er dies für seinen Film aus, andererseits präsentiert sich Kubo als
                  nützlicher Brückenfilm, der meines Erachtens noch gefehlt hat. Die
                  Studio Ghibli Security darf gerne die Augen zusammenkneifen und Kubo
                  eine Abfuhr erteilen, denn wer sich von dem Zaubergitarristen einwickeln
                  lässt, hat jetzt keine sonderliche Hürde mehr zu überwinden, um sich in
                  japanischen Filmgewässern ein paar Goldmakrelen zu angeln. Eine
                  willkommene Fusion die große Fähren nach Japan mit neuen Besuchern
                  möglich macht und bestens ganz alleine besteht. Die sprühende
                  Kreativität leidet an der Einfallslosigkeit des actionreichen Endes, och
                  nö, wie könnte ich das dem traurigen kleinen Kubo und seinen
                  merkwürdigen Gefährten übel nehmen? Da hocke ich mich doch bei
                  Gelegenheit lieber nochmal zwischen die Großen und Kleinen und
                  lausche Kubo dem Erzähler wie er auszog, mit der Bogensehne
                  seines Vaters und einem Haar seiner Mutter dem Geist der
                  Vergangenheit gegenüber zu treten. Der Tod gehört zum Leben...
                  wer dies verinnerlicht, hat es deutlich leichter die Schönheiten im Blick
                  zu behalten und die Liebe dominieren zu lassen.

                  Für die Kleinen verteile ich das Prädikat "besonders wertvoll", ach so,
                  hat die deutsche Film- und Medienbewertung schon gemacht, das hat
                  sich Kubo redlich verdient. Zwar wird es kein Film mehr schaffen, dass
                  ich mich nach dem Abspann in einer Embryohaltung zusammenrolle
                  und am Daumen nuckle, aber die großartig detailreiche, bezaubernd
                  liebevolle Gestaltung hätte ein Herz verdient. Ich will dieses Feature
                  auf Moviepilot endlich haben. Dann könnte ich mir diesen Kniefall
                  schenken, es würde die Lesezeit verkürzen, eine Zahl kann das
                  ohnehin nicht ausdrücken, Zeit würde es auch sparen und überhaupt.

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                  • 9 .5

                    Und zum vierten Mal denke ich mir einfach nur:
                    Mehr Liebe geht nicht.
                    Laika Studios ist die beste Firma der Welt!

                    • 9 .5
                      MarcelN44 05.02.2017, 21:25 Geändert 05.02.2017, 21:27

                      Mit diesem Stop-Motion-Abenteuer beweist die Produktionsfirma Laika ("Coraline"), dass Bild für Bild fotografierte Animationen (hier waren es 145.000) jenen aus dem Computer in beinahe nichts nachstehen. Nur ein einziges Mal meinte ich ein 'Holpern' zu erkennen. Nicht umsonst sind neben dem Film auch seine Effekte dieses Jahr für Oscars nominiert.

                      Es ist schon schade - und da schließe ich mich selbst mit ein - dass 'kleinere' Produktionen wie diese (60 Mio. $ sind natürlich keine Kleinigkeit) hinter denen von Disney oder Pixar anstehen müssen und im immer dichter werden Dschungel des Kinoprogramms untergehen.

                      Die Reise des jungen Kubo erinnert bisweilen tatsächlich an Disneys "Vaiana" (Budget: 150 Mio. $), ist mit seiner Tiefgründigkeit und Ernsthaftigkeit (ohne den Humor des Beetle zu vergessen ;) aber für FSK 6 meiner Meinung nach zu anspruchsvoll.

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                      • 7 .5

                        Kubo, ein Film, auf welchen ich durch die Trailer richtig Lust bekommen hatte, ist dann am Ende doch zu vorhersehbar gewesen. Hatte mir ein bisschen mehr von so einem Film erwartet, der nicht in einer 08/15 Schmiede entstanden ist.

                        Jedoch wird das was erzählt wird, echt gut erzählt und das was gezeigt wird, ist nicht von schlechten Eltern und oftmals sehr beeindruckend, gar wunderschön. Wären jetzt die "Überraschungen" überraschender gewesen und die Erzählung nicht ganz so stark an gängige, ausgelutschten Erzählstrukturen angelegt, dann wären locker mehr Punkte drin gewesen

                        • 7
                          Centipede 29.01.2017, 22:06 Geändert 30.01.2017, 22:48

                          Den Film Kubo - Der tapfere Samurai zu bewerten, ist für mich eine sehr schwierige Angelegenheit. Denn obwohl die Macher sehr viel richtig gemacht haben, wollte mich der Gedanke nicht verlassen, dass mir zum Schluss irgendwas gefehlt hat.

                          Was hat mir denn gefehlt? An den Animationen kann es nicht gelegen haben, denn die waren wie bei jedem Laika Film sensationell. Von den Kulissen bis hin zu den Figuren. Hier wurde wieder mit sehr viel Liebe zum Detail ein Film erschaffen, in dessen Bildern man sich verlieren kann. Lag es vielleicht an den Charakteren? Hm...ich würde auch hier mit einem nein antworten, denn die wurden auch gut ins Szene gesetzt und kamen doch alle sehr charmant rüber. Ich denke, dass mich das Drehbuch nicht sonderlich überzeugen konnte. Irgendwie kam mir die Reise mit dem Jungen Kubo, Monkey und Beetle und dem Origami Soldat zu kurz vor und ich fand das Ende zu sehr aufgesetzt. Den Bösewicht, hätte man meiner Meinung nach auch mehr in den Vordergrund stellen sollen, denn als der Moon King zum Schluss durchs Bild gehuscht ist, da war er mir völligst egal. Ein paar Szenen zu vor hätten mir ausgereicht, um zu zeigen, was für ein Charakter der Mond König ist. Einfach nur zu sagen, dass er böse ist und scheußliche Sachen gemacht hat, reicht da für mich nicht aus. Irgendwie fand ich die Stationen die abgeklappert wurden, zu unspektakulär. Das soll nicht heißen, dass ich das was gezeigt wurde nicht kreativ fand. Nein, das Gegenteil war der Fall. Mir hat irgendwie der der Aufbau der Stimmung nicht gefallen. Ich konnte nicht so recht in die Welt eintauchen, wie ich es gern gehabt hätte. Dabei hat mir der Anfang sehr gut gefallen, aber irgendwo in der Mitte hat mich die Story verloren und ich habe meine ganze Aufmerksamkeit auf die Stop Motion gelegt. Ich fand es auch gut, dass der Film nicht zu albern war und er auch hier und dort, ein paar düstere Töne gespielt hat. Kann aber jeden verstehen, der den Film Super findet und ich bin froh, dass es solche Filme gibt und das hoffentlich noch weitere gemacht werden.

                          Nachdem Film habe ich auch wieder Lust bekommen, mir Boxtrolls und Coraline nochmal anzusehen, denn da fand fand ich in das Universum doch ein Ticken stimmiger und die Geschichten besser erzählt aber um ein genauen Vergleich hinzubekommen, muss ich mir die Filme wie gesagt nochmal zu Gemüte führen.

                          Ja alles in allem, ist Kubo - Der tapfere Samurai ein schöner Film für Jung und Alt, der wunderbare Ideen beinhaltet aber mich nicht vollends überzeugen konnte.
                          Und wiedereinmal Hut ab was das Laika Studio hier geschaffen und erschaffen hat.

                          Den Oscar hätte er aber auf jeden Fall verdient.

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                          • 7 .5

                            Ein weiteres Beispiel dafür, warum die Stop-Motion-Technik einfach unübertroffen ist. Die Liebe zum Detail ist immerwieder eine Freude für das Auge. "Kubo" spielt optisch in der obersten Liga und widmet sich nebenbei noch vielen Elementen der von mir sehr geschätzten japanischen Kultur. Richtig rund läuft das zwar nicht immer, das Drehbuch hat so seine Schnitzer, doch richtig schwer treffen die den Film nicht. Der Humor, der zwischen der eher düsteren, dramalastigen Story beständig aufflammt, sorgt für gute Abwechslung. Die Dynamik zwischen den Figuren stimmt ebenfalls.
                            Im inzwischen völlig überlaufenen Animationsfilmgenre sind solche andersartigen Vertreter viel zu selten anzutreffen.

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                            • 8 .5

                              Schade das die guten Animationsfilme oft so unbekannt sind.
                              Dieser hier ist mal wieder einer der es auf jeden Fall verdient hätte. Vor allem hätte er den Oscar verdient und nicht der bekackte Zoomania Disneyeinheitsbreischeiss.

                              Sehr schöner, andersartiger Stil, klasse Musik, schöne Geschichte und hammergeile Animationen. Wirklich empfehlenswert!

                              • 8

                                Ich glaube diesen Film muss man im Kino sehen, den was da auf die Leinwand gebracht wird ist bezaubernd und wunderschön an zu sehen. Jedoch hat er mich mich mit der Geschichte emotional nicht abholen können und auch die Spannungskurve hat risse. Die Geschichte selber hat zwar Potenzial ist mmn aber 2te klassisch umgesetzt. Auf der Habenseite steht jedoch das die Story wirklich mal was anderes ist, hier hat man Mut gezeigt und kann sich abheben vom Einheitsbrei. Ich glaube aber das am heimischen TV dieser Film viel von sein Zauber verliert, also kucken solange er noch im Kino zu sehen ist.

                                • 9 .5

                                  Das war doch mal wieder ein fantastischer Animationsfilm mit Kultpotential.....
                                  Hier ist einfach alles mit drin, was einen guten Film ausmacht. Die Story ist für das Abenteuergenre ganz toll und auch die Übersetzung ging dieses mal voll mit auf. Die sagenhafte Bildgestaltung des Films lädt zum staunen ein und deswegen ist es mir bei fast noch keinem Film so schwer gefallen meine Augen von der Leinwand abzuwenden. Die Charaktere sind mit soviel Liebe zum Detail gestaltet und da ist wie man sieht weniger doch manchmal mehr. Keine überladene Charakterzeichnung, oder das Bedrängnis noch irgendwelche witzigen Figuren mit einzuflechten um soviel Zuschauer wie möglich zu bedienen. Das damit fast jeder der Animationsfilme die heutzutage auf uns zukommen, charakterlos und unglaubwürdig daherkommen, scheint wohl leider niemanden zu interessieren.
                                  Umso schöner mal wieder so einen tollen Film der von Anfang bis Ende unterhält zu bestaunen.....
                                  Auch die Musik ist hier schön an die Stimmung angepasst und man wird nicht durch einen nervigen Popsong nach dem anderen zum verlassen des Kinosaals gezwungen:):):)
                                  Somit bleibt mein Fazit - Unbedingt ansehen, wenn man sein inneres Kind mal wieder gut unterhalten möchte.

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                                    Cheshirescalli 21.01.2017, 19:40 Geändert 21.01.2017, 19:41

                                    Kubo ist ein wundervoll kreativer Stop-Motion-Film. Die Grundidee der Geschichte ist packend, die Kulissen und Figuren sind liebevoll und detailliert gestaltet und er versprüht die typische Stop-Motion-Magie, bei der man einfach nur staunen kann.

                                    Leider ist, meiner Meinung nach, die Geschichte des kleinen Samurai an manchen Stellen noch nicht ganz ausgereift, und wieder an anderen zu vorhersehbar. So sehe ich mir gern die farbenprächtige Welt dieses Filmes an, doch werde nicht in sie hineingezogen. Das ist sehr schade, da dieser Film wirklich sehr viel Potenzial hat, welches er einfach nicht vollends ausschöpft.

                                    Trotzdem kann man sich als Animation-, und vor allem Stop-Motion-, Filmfan Kubo mit bestem Gewissen ansehen, denn fürs Auge wird eine Menge geboten.

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                                      Allegretto 21.01.2017, 01:48 Geändert 21.01.2017, 02:58

                                      Laika präsentiert uns einen Stop-Motion-Animationsfilm, in den wir uns schlicht hineinfallen lassen sollen. Das gelingt mir fast immer. Ist dieser Punkt erreicht und die Bereitschaft gewachsen, entwickelt sich bestensfalls eine bequeme Distanz, die wir zwar nicht unbedingt gewöhnt sind, welche aber notwendig ist, um einen geeigneten Blickwinkel finden zu können, um den meditativen Charme der Erzählung ernsthaft genießen zu können. Wir müssen uns in die wenig erläuternde Geschichte sozusagen versenken. Kubo lässt uns unterschwellig nachgrübeln, ohne uns an die Hand zu nehmen. Im ersten Moment fühlt sich das kühl an, dann abenteuerlich und aufregend. Wir laufen hinterher, als würde man uns Leckerchen auslegen. Unsere Neugierde wird hervorgekitzelt und doch müssen wir ruhig bleiben, obwohl eine unterschwellige Aufregung brodelt. Also ist ebenso ein klein wenig Disziplin gefragt. Kommt mir nicht spanisch vor, sondern eher ein wenig japanisch. ;) Sind wir unaufmerksam, können wir schnell vom Pfad abkommen. Mir ist das ein paar mal passiert. War ich noch ganz versunken und hier und da mal gedanklich abgedriftet, weckt mich die wankelmütige Geschichte urplötzlich mit einem Knall aus meiner sinnenden Betrachtung. Der Knall darf wörtlich genommen werden, denn es gibt überraschend kräftige und dramatische Impulse des launischen Scores. Das kommt einem Jumpscare gleich. Ruckartig bin ich wieder hellwach. Ganz schön brutal. Ist ganz erfrischend, aber ich hatte mitunter leider das Gefühl, dass man mir etwas viel abverlangt und ab und zu fühlte ich eine gewisse Anstrengung, die mich befremdete. Hielt sich aber in zumutbaren Grenzen. Die größte Stärke des Films ist gleichermaßen die wohl auffälligste Schwäche. Kubo möchte uns einfach in die Geschichte hineinsaugen, ohne uns mit schwerfällig konstruierter Geschichte zu belästigen. Aus Einfachheit und Leitthema der Vorsehung hangelt sich das Abenteuer erstaunlich unberechenbar voran. Das ist zwar nicht gänzlich neu, doch es verleiht eine ehrgeizig, individuelle Note. Ferner haben wir es mit einer deutlich asiatischen Form der Erzählkunst zu tun, die visuell und inhaltlich über eine gewisse Exotik verfügt. Man hat sich auf vielfältige Art und Weise inspirieren lassen. Im Vergleich zu Coraline geht man noch einen Schritt weiter und versucht nochmals deutlicher die Sehgewohnheiten des Publikums zu hinterfragen. Um nicht völlig fremdartig anzumuten, werden den Charakteren in seltenen, aber effektiven Momenten sympathische Wesenszüge eingehaucht. In dieser Hinsicht erscheint mir die Taktung etwas knausrig zu sein. Man möchte eine außergewöhnlich herbe und mysteriöse Atmosphäre herbeizaubern. Deswegen sind die Intervalle diesbezüglich scharf begrenzt. Die Geschichte hat zwar Herz, aber verbirgt es über weite Strecken absichtlich, um nicht zu durchschaubar zu werden. Das wirkt in seltenen Fällen minimal bemüht. Keine der Figuren biedert sich emotional sonderlich an. Man springt also gern mal umher, um möglichst alles zu erfassen, da man auf der Suche ist, und doch genau weiß, dass die Suche nicht zu einem eindeutigen Ziel führen wird. Der Weg ist das Ziel. Ein deterministisches Prinzip verbreitet eine enorme Melancholie, die mich merkwürdigerweise glücklich machte. In knüppelharte Depression gleitet es zum Glück nicht ab. Die Geschichte an sich ist eher simpel. Die Originalität entsteht vielmehr durch die visuell verblüffende Umsetzung. Rein optisch ist Kubo zweifelsohne ein herausragender Genuss. Der Abspann lässt erahnen, was für ein handwerklicher sowie künstlerischer Gewaltakt es gewesen sein muss, diese Detailschlacht auf die Leinwand zu "malen". Wenn ich schon lustigerweise bei Malerei bin, möchte ich noch darauf hinweisen, dass bei den Credits eine auschnitthafte Bildinterpretation des bedeutenden Künstlers Katsushika Hokusai präsentiert wird. Die große Welle von Kanagawa. Wenn man zurückblickt, erkennt man, dass die Welle sich thematisch bereits zu Anfang in die Geschichte gemogelt hat, als die Mutter sie nämlich effektvoll und magisch aufbrach. Die Recherche asiatischer Manierismen dürfte allgemein eine intensive gewesen sein. Das Ergebnis überzeugt in jeder Hinsicht. Die Figuren wirken ein wenig wie hölzerne Marionetten. Nur die Schnüre fehlen und hölzern wäre im übertragenen Sinn eine Beleidigung, da man Lebendigkeit überhaupt nicht absprechen kann. Die teilweise gruselige Note wird durch diese Marionettenästhetik nur noch weiter intensiviert. Es gibt erstaunlich actionreiche Kämpfe, denen sehr viel Energie innewohnt. Im Vergleich zum meistens sehr ruhigen Erzähltempo stechen diese folglich besonders intensiv hervor. Eine FSK 6 finde ich ein wenig ominös. Mit 6 Jahren hätte ich das Kino definitiv verstört verlassen. Die düsteren Schwestern hätten mir eine Höllenangst eingejagt. Aus heutiger Sicht finde ich sie ziemlich unterhaltsam. Die Sprache schwangt zwischen gewöhnlichem und poetischem Tonfall hin und her. Angenehm. Über einen Mangel an interessanten Perspektiven und einprägsamen Bildern kann man sich nicht beklagen. Davon hat es haufenweise. Musikalisch gibt es einen Mix aus unaufgeregtem Minimalismus, der die asiatische Note unterstützt und kraftvoll-energischer Härte. Der Minimalismus dominiert. Kubo ist ein meist ruhiger Film. Die Menge an Kreativität hat mich beeindruckt. Nur ein klein wenig mehr Gefühl hätte mir persönlich noch einen Hauch besser gefallen und dafür hätte es keinesfalls überzogen rührselig sein müssen. Ich spreche von einem Minihauch. :) Insgesamt gesehen ein starker Film. Laika ist eine echte Hausnummer.

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                                        MysticHeadNut 20.01.2017, 19:14 Geändert 20.01.2017, 19:15

                                        Faszinierend und bewegend!! Kaum zu glauben das es sich bei Kubo um einen Stop Motion Film handelt.

                                        In Kubo - der tapfere Samurai geht es um einen kleinen Jungen der jeden Tag in seinem Dorf Geschichten mit seinem magischen Saiteninstrument erzählt, die von einem Krieger und dem Mondkönig handelt. Bereits am Anfang sagt uns Kubo wir sollen aufmerksam die Geschichte verfolgen, denn was anfangs wie eine Märchengeschichte scheint, wird zu einer Abendteuerreise jenseits jeder Realität.

                                        Technisch sowie künstlerisch lässt Kubo - der tapfere Samurai alles was ich bisher im Animationsbreich gesehen hab weit hinter sich. Während die meisten Animationsfilme immer nach dem gleichen Grundschema ablaufen, ist dieser mit einer ganz besonderen Geschichte versehen, wenn auch etwas vorhersehbar.

                                        Packend und emotional fesselnd von der ersten Minute an - Kubo lässt die Herzen von Klein und Groß höher schlagen.

                                        Auch dem Abspann sollte man genießen.

                                        http://letterboxd.com/MysticHeadNut/films/diary/

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                                          lieber_tee 20.01.2017, 17:05 Geändert 20.01.2017, 19:53

                                          „Kubo“ will eine emotionale Geschichte mit epischen Ehrgeiz und großer Magie erzählen, aber so richtig mitgenommen wurde ich nicht von der Reise-Dramaturgie bzw. Spiellevel-Struktur (inklusive Waffen und Rüstung-Einsammeln). Die Handlung wirkte auf mich NICHT flüssig, eher wie ein Abhaken verschiedener Set-Pieces, die einzeln ein Wunderwerk der visuellen Gestaltung sind, in dem aber die Hauptfigur (für mich) ein wenig distanziert und fremd wirkte.
                                          "Kubo" erscheint, im Vergleich zu den immer gleich erscheinenden Animationsfilmen aus der US-Blockbuster-Schmiede, verhältnismäßig außergewöhnlich und komplex, allerdings im Vergleich zu den früheren Laika-Werken überraschend generisch. Den schillernden, künstlerischen Sprung nach vorn, der dieser Produktion attestiert wird, konnte ich sowohl formal als auch inhaltlich nicht erkennen. Die augenfällige Freude mit wunderschönen, origami-gefalteten Bildern in der bonbonfarbenen, fernöstlichen Folklore zu schwelgen ist sichtlich berauschend, gerade wenn sie in ihren besten Momenten an die Miyazaki / Ghibli-Phantasien erinnern (und dreist klauen). Die blendende, detailfreudige 3D-Stop-Motion-Animation wirkt so perfekt, dass ich kaum noch einen Unterschied gegenüber dem ebenso perfekten, Computer-Bilderkino des angesagten Animation-Films erkennen konnte. Da wünschte ich mir weniger „Makellosigkeit“.
                                          Mutig mischt „Kubo“ Elemente aus Buddy-Komödie, Wuxia und Horror zu einen Coming-of-Age-Abenteuerfilm, der eine Lobeshymne auf Geschichten-erzählen, Teamgeist und selbstbewusste Handeln singt. Für einen „Kinderfilm“ sind die abstrakten Themen Tod und Ewigkeit (die natürlich wieder ins Heiligenbild der unsterblichen Kernfamilie abdriften) erstaunlich. Auch das hier sogar ein Diskurs über Legenden gewagt wird, die eine Quelle des Trostes in leidenden Zeiten und des Verlustes, ein Teil des kulturellen Generationsgedächtnisses sind, ist ungewöhnlich. Am Ende kulminieren all diese Inhalte, ohne dass ich jetzt behaupten könnte, dass sie wirklich vertieft wurden.
                                          Letztlich kaschieren die atemberaubenden Bilder und das wunderschön konzipierte Fern-östliche Milieu, dass die Quest-Struktur der Geschichte McGuffin-ähnlich ist und besonders zum Schluss nicht weiß was sie emotional (und inhaltlich) eigentlich will.
                                          Sorry, das ich hier so herummäkle an einen (im Prinzip) achtenswerten und liebenswerten Film, der viele ganz tolle Ansätze hat und optisch sicherlich eine Bereicherung für die kommerzielle Kinolandschaft ist. Aber mich hat er einfach nicht so vom Hocker gehauen, wie er es scheinbar bei anderen, wohlwollenden Zuschauern getan hat.
                                          6,5 geschnitzte, lebendige Holzaffen.
                                          P.S.: der Retro-Abspann ist klasse, wie er ein Spagat von Zeichentrickfilm zu Stop-Motion macht.

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                                            optisch ne 8 aber der rst hat mir nicht zugesagt...schade eigentlich

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                                              Kubo ist ein visuell wunderschöner Animationsfilm der von der ersten bis zur letzten Minute super unterhält. Die Story wurde toll umgesetzt und hat so viele Details das man aufpassen muss nichts zu verpassen.

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                                                Wunderschöner Animationsfilm mit einer sehr starken Story und Message. Zusammen mit Zootopia das beste was 2016 an Animationsfilmen zu bieten hatte.

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                                                  Ein kleines Meisterwerk. Wunderhübsch anzusehen und gefühlvoll erzählt. Davon hätte ich gerne mehr gesehen!

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                                                    Meine Fresse. Jeder Filmfan sollte den Laika-Studios nach dem Genuss von KUBO – DER TAPFERE SAMURAI noch mal 5€ extra überweisen und darauf hoffen, dass die Macher um Travis Knight weiterhin solche mutigen Projekte stemmen können. Fast 1,5 Millionen Arbeitsstunden flossen bei über 60 Millionen Dollar Produktionskosten in dieses Herzensprojekt, von dem sich Laika endlich mal etwas mehr wie die üblichen Achtungserfolge mit CORALINE, PARANORMAN und DIE BOXTROLLS erhoffte. Bisher hat dieses traumhaft-schön animierte Fernost-Märchen gerade mal seine Produktionskosten eingespielt...

                                                    Um mal wieder für 90 Minuten völlig in einem Film zu versinken, ist KUBO genau die richtige Wahl. Im Kern eine klassische Heldengeschichte mit manchmal meditativer Atmosphäre, genauer betrachtet auch ein farbiges Lehrstück über Tod und Verlust, eingebettet in der japanischen (Origami) Kunst und Kultur. Die Vermengung von handgemachter Stop-Motion mit bahnbrechender CGI-Technolgie sorgt hier für etliche Augenöffner, manche Bilder möchte man sofort als Fototapete mit nach Hause nehmen, um sie stundenlang angaffen zu können. Auch die Action-Momente kommen nicht zu kurz. Der Kampf auf dem Origami-Schiff mit den (für die kleinen Kids) gruseligen Zwillingsschwestern oder das Duell mit dem Riesenskelett rocken die Hütte und fordern die Lautsprecher.

                                                    Zwischen der tollen Action, dem gut proportionierten Humor und den emotionalen Momenten sind es vor allem die Innovationskraft und die schier unglaublich kreativen Einfälle der Macher, die KUBO in jede gut sortierte BluRay-Sammlung wandern lassen sollten. Selbst beim Abspann kann man noch sitzen bleiben, denn da zelebriert Regina Spektor noch eine hervorragende Cover-Version des Beatles Songs 'While my guitar gently weeps'.

                                                    https://www.youtube.com/watch?v=_zagM1Memfw

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                                                    ?a=5541&i=2&e=1&c=4302938&c0=movpa krit