Kurt Cobain About a Son

Kurt Cobain About a Son (2006), US
Laufzeit 96 Minuten, Musikfilm, Dokumentarfilm, Drama

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- Kritiker
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von AJ Schnack, mit Kurt Cobain und Michael Azerrad

Der Musikjournalist Michael Azerrad interviewte Kurt Cobain in den Jahren 1992 und 1993. Aus diesen über 25 Stunden langen Aufnahmen entstand die Biografie “Come as you are: The Story of Nirvana”. Bis kurz vor seinem Tod gewährte er Azerrad zutiefst ehrliche Einblicke in sein Leben. AJ Schnack nutzt dieses bisher unveröffentlichte Material, Kurt Cobains mit seinen eigenen Worten zu porträtieren. Entstanden ist eine sehr persönliche, stimmungsvolle und sensible Dokumentation über einen Künstler, der viel diskutiert war, jedoch wohl nie richtig verstanden wurde.


Cast & Crew


Kommentare (5) — Film: Kurt Cobain About a Son

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Klopper

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Bewertung7.0Sehenswert

Niemals wäre ich auf die Idee gekommen, mir eine Doku über Kurt Cobain anzuschauen. Zwar mag ich die Musik von Nirvana, aber das Individuum Cobain und besonders dessen (von ihm ungewollte) Götzenverehrung durch seine Fans gingen mir immer auf den Sack. Aber dann kam Moviepilot Jannis daher und schickte mir diese DVD im Rahmen seines seltsamen Experimentes. Und nun habe ich About A Son tatsächlich gesehen. Und fand ihn sogar gar nicht schlecht.

Der Film basiert auf Interview-Tonaufnahmen aus den Jahren 1992 und 93, die für die Nirvana-Biografie "Come as you are" verwendet wurden. Der Zuschauer erfährt hier also nichts, was nicht schon bekannt wäre. Auch wer auf bislang unveröffentlichtes Video-Material von Cobain hofft, wird enttäuscht. Cobain oder Nirvana werden erst gar nicht gezeigt. Erst am Ende gibt es eine Fotocollage der Rocklegende zu sehen.
Stattdessen untermalt Produzent AJ Schnack den Film mit ruhigen und schön anzusehenden Bildern von den Wirkungstätten Cobains von frühester Jugend bis zum Ende. Eines ist sicher: Den MTV-Award für "Schöner Wohnen" konnte sich Cobain abschminken, denn der Star zog von Dreckloch zu Dreckloch.

Cobain erzählt aus seinem Leben in chronologisch richtiger Reihenfolge. Von einer schönen Kindheit, die mit der Scheidung seiner Eltern plötzlich vorbei war, woraufhin eine Jugend folgte, die mehr und mehr Richtung Straße, Depression, Drogen, aber auch Musik führte. Es folgen erste Bandgründungen, die Entstehung von Nirvana, viel über Krist Novoselić und Courtney Love, wenig über Dave Grohl, einiges über Drogen, Plattenlabel und besonders Cobains Schwierigkeiten, in der Öffentlichkeit zu stehen.

Das klingt eher unspektakulär und irgendwie hat man das auch alles schon gehört, wenn man - wie ich - einigermaßen in der Rockszene rumkam. Aber dennoch hat dieser Film ein kleines Wunder vollbracht: Ich begann Cobain zu verstehen. Seine Jugend war scheiße, er war manisch-depressiv, lebte in seinem Auto und plötzlich kommen da ein paar Leute an, drücken ihm ein paar Millionen Dollar in die Hand, spielen seine Songs zehn Mal am Tag auf MTV und machen jeden Tag drei Interviews klar. Das soll man erst einmal verkraften. Cobains Meinung über die Presse sind drastisch, aber nachvollziehbar. Selbst die gelegentlichen Ausraster einer Curtney Love machen auf einmal mehr Sinn.
Mit seiner ruhigen Erzählweise und seinen eigenen Worten wurde mir der einstige Unsympath auf einmal doch recht sympathisch. Respekt.

Dazu gibt es einen hervorragenden Soundtrack mit Songs und Bands die Cobain beeinflussten oder aus seinem Umfeld stammen. Ich muss gleich mal wieder die alten Mudhoney und Butthole Surfers-Scheiben rauskramen...

About A Son ist also durchaus empfehlenswert für alle, die sich ein wenig mit Grunge beschäftigen, in dieser wirren Zeit aufgewachsen sind oder einfach nur gerne traurigen Menschen zuhören. Für Nirvana-Fans ist der Film eh ein Muss. Wer hingegen keine Ahnung hat, wer Cobain eigentlich ist, sollte einen weiten Bogen um den Film machen. Denn ohne Vorwissen läuft hier nichts.

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RolyK

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Bewertung2.0Ärgerlich

Eigentlich hat mein Vorgänger alles geschrieben, was auch ich zu diesem Film sagen muss - es gibt nette Landschafts- und Städte-Bilder. Aber ist das alles, was einen Film ausmacht?
Die gelangweilte Erzähl-Stimme in Telefon-Qualität machte den Film kaum erträglich. Aufgelockert wurde der Brei lediglich durch ein paar (oben bereits erwähnte) stimmungsvolle Aufnahmen und den einen oder anderen Country-Titel, der untergemischt war.

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Chris1981

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Bewertung2.0Ärgerlich

Nur um das gleich klarzumachen: Das sind zwei 'Gnadenpunkte'. Und diese konnte sich der Film auch nur aufgrund der Bilder von typisch amerikanischen (Vor-)Städten sichern, welche mir gut gefallen haben. Sonst hätte es vermutlich gar keine Punkte gegeben.
Nirvana haben ja wirklich gute Musik gemacht, aber nichtsdestotrotz hielt ich die Band schon immer für überschätzt. Hätte Cobain sich nicht umgebracht (und Nirvana dadurch zur Legende gemacht) würde heute kein Mensch mehr über sie reden.

Der Film hat mich wahnsinnig genervt und eigentlich habe ich ihn auch nur deshalb zu Ende gesehen, weil ich mich im Rahmen des Moviepilot-Experiments dazu verpflichtet gefühlt habe.
Der Unsinn den Cobain von sich gibt ist kaum zu ertragen und wie unfassbar oft er sich in seinen Statements selbst wiederspricht, zieht das Ganze schon fast ein wenig ins lächerliche. Der Typ hatte echt schwer einen an der Klatsche!
Und dann ist der Film ja noch nichtmal mir der Musik von Nirvana unterlegt! Da hätte ich ihm ja wenigstens noch etwas abgewinnen können.

Als totaler Nirvana oder Cobain-Fan mag einem der Film vielleicht gefallen, ansonsten kann ich nur sagen: Finger weg!!!

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BaalRok

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Bewertung7.0Sehenswert

Der Film basiert auf Interviews des Musikjournalisten Michael Azerrad, der Cobain in den Jahren 1992 und 1993 interviewte. Zusammen mit stimmungsvollen Bilder (etwa aus Cobains Heimatstadt) schafft der Fílm den Künstler mit Hilfe seiner eigenen Worte überzeugend zu porträtieren.

Es sei gesagt, dass ich kein wirklicher Fan von Kurt Cobain bin. Aus diesem Grund ging ich erst mit eher geringen Erwartungen an diesen Film heran. (Ich bekam den Film im Rahmen des Moviepilot-Experiments)

Letztendlich konnte mich dieser aber doch noch in seinen Bann ziehen. Teils durch die wunderbaren Bilder, teils durch die interessanten und faszinierenden Aussagen Cobains, die dem Zuschauer den sensiblen Mensch hinter dem Künstler zeigen. Wären einige recht langatmige Phasen nicht gewesen, wäre die Überraschung wahrlich perfekt.

Für Fans Kurt Cobains ist dieser Film aber sicherlich großartig.

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Keltoras

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

R.I.P. Kurt Cobain...

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