KussKuss

KussKuss (2005), CH/DE
Laufzeit 95 Minuten, FSK 0, Drama

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- Kritiker
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Skala 0 bis 10
7.0 Community
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von Soeren Senn, mit Carina N. Wiese und Axel Schrick

Alles könnte so schön sein zwischen der engagierten Assistenzärztin Katja und dem Geisteswissenschaftler Hendrik. Zumindest versuchen die beiden Mitdreißiger an ihrem Selbstbild vom glücklichen Paar festzuhalten – bis die junge Algerierin Saida in ihr Leben tritt und ihnen schonungslos den Spiegel vorhält. Als Katja die vom Bürgerkrieg traumatisierte illegale Immigrantin Saida bei sich aufnimmt, strapaziert sie nicht nur die Geduld ihres Partners. Mit ihrem Vorschlag, Hendrik und Saida sollten eine Scheinheirat eingehen, setzt sie Ereignisse in Gang, die sich bald nicht mehr steuern lassen. Denn bei allem Stress hat Katja erfolgreich übersehen, welch inniges Verhältnis sich zwischen ihren beiden Mitbewohnern anbahnt.


Cast & Crew


Kommentar — Film: KussKuss

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Brigittes Helm

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Bewertung3.0Schwach

Wieder einmal wollte ich wider besseres Wissen einem deutschen Nachwuchsfilmer eine Chance geben und wieder mal auf die Schnauze gefallen. Was hätte ein Franzose aus diesem Stoff gemacht? Die französisch-marokkanische Darstellerin, die sich sehr viel Mühe gab den Käse zu retten, hat mir leid getan. Der in Berlin ausgebildete Schweizer Jungregisseur, dessen Namen man sich nicht merken sollte, versemmelt Thema, Plot, Dramaturgie, Schauspielerführung, das Technische, einfach alles. Warum räumen solche Leute, wie zu lesen, auch noch Preise ab? Um billigen Nachschub für TV-Serien zu produzieren?

Ganz dumm war die Idee, ein Asylthema als Aufhänger zu wählen. Man merkte einfach beim Zuschauen dieses Krampfes, dass der Filmemacher an dem Thema gar nicht interessiert war, ihn interessierten ausschließlich die Beziehungskiste und skurrile Situationen. Gewählt wurde es, so meine böse Vermutung, um Pro Asyl mit ins Boot zu bekommen und Fördergelder zu erhaschen. Kein Wunder, dass der Film leicht besser wird, wenn er das politisch überkorrekt servierte Asyl-Thema verlässt und ins Grotesk-Menschelnde wechselt. Am besten gefallen haben mir konsequenterweise die kleinen feinen Momente mit dem großartigen Daniel Stock als verklemmt-verliebtem Krankenhaus-Pförtner John. Die anderen Mimen gingen mir sowas von auf den Senkel. Dass der Hauptdarsteller Axel Schrick wie ein Hugh Grant für Arme aussah und auch so spielte, machte den Schlamassel auch nicht besser. Und Licht aus! 3 Punkte einzig wegen Stock und ein paar netten Dialogen gegen Ende.

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