Steve Martins “L.A. Story” von 1991, die liebevolle Hommage an seine kalifornische Wahlheimat, gehört zu meinen Lieblingskomödien. Auf eine ganz andere Art und Weise hat sich der Regisseur Paul Haggis, unlängst bekannt geworden durch das Oscarprämierte Drehbuch zu Clint Eastwoods „Million Dollar Baby“, der amerikanischen Metropole angenommen. Das Ergebnis ist ein bildgewaltiges Soziodrama., das gelegentlich an „Magnolia“ von 1999 erinnert.
Die hohe Kriminalität hat genauso wie der noch immer vorhandene Rassismus als Spiegelbild der Realität in Hollywood-Filmen eine lange Geschichte. Immer wieder waren diese Themen Gegenstand von Filmen wie z.B. „Colors - Farben der Gewalt“ mit Robert Duvall. Dort wird der Alltag und die Machtlosigkeit zweier Streifenpolizisten im Kampf gegen die Gewalt in einer amerikanischen Großstadt porträtiert. „L.A. Crash“ steht in bester Tradition solcher Filme.
„L.A. Crash“ beginnt mit dem Unfall der Polizisten Graham…
Steve Martins “L.A. Story” von 1991, die liebevolle Hommage an seine kalifornische Wahlheimat, gehört zu meinen Lieblingskomödien. Auf eine ganz andere Art und Weise hat sich der Regisseur Paul Haggis, unlängst bekannt geworden durch das Oscarprämierte Drehbuch zu Clint Eastwoods „Million Dollar Baby“, der amerikanischen Metropole angenommen. Das Ergebnis ist ein bildgewaltiges Soziodrama., das gelegentlich an „Magnolia“ von 1999 erinnert.
Die hohe Kriminalität hat genauso wie der noch immer vorhandene Rassismus als Spiegelbild der Realität in Hollywood-Filmen eine lange Geschichte. Immer wieder waren diese Themen Gegenstand von Filmen wie z.B. „Colors - Farben der Gewalt“ mit Robert Duvall. Dort wird der Alltag und die Machtlosigkeit zweier Streifenpolizisten im Kampf gegen die Gewalt in einer amerikanischen Großstadt porträtiert. „L.A. Crash“ steht in bester Tradition solcher Filme.
„L.A. Crash“ beginnt mit dem Unfall der Polizisten Graham (Don Cheadle) und Ria (Jennifer Esposito) auf einem Highway in den Vororten von Los Angeles, dem Fundort einer Leiche. Um 36 Stunden rückblickend gewährt der Film nun Einblicke in das Leben ganz normaler Leute, deren Wege sich kreuzen. Grahams Bruder Peter (Larenz Tate) überfällt mit seinem afroamerikanischen Kumpel Cameron (Terence Howard) den Bezirksstaatsanwalt Rick Cabot (Brendan Fraser) und seine Frau Jean (Sandra Bullock) und stiehlt ihnen dabei ihr Auto. Jean wiederum beleidigt rassistisch den Latino-Schlosser Daniel, der zu Hause die Türschlösser austauscht. Dieser wiederum ist trotz seines abenteuerlichen Aussehens ein liebevoller Familienvater, einzige um das Wohl seiner kleinen Tochter bemüht. Angelehnt an die sehr menschlich gezeichneten Charaktere verflicht der Film etliche Handlungsstränge, die sich während der knapp 2 Stunden immer wieder überkreuzen. Immer wieder kreist der Inhalt der Handlung dabei um die Themen Angst, Gewalt und Rassismus und schildert diese auf gleichermassen bedrückende als auch berührende Art und Weise. Bewirkt wird dieser Eindruck neben der erstklassigen Untermalung durch den Soundtrack vor allem durch die durchweg beeindruckenden schauspielerischen Leistungen. Und auch wenn eine wirkliche Identifikation mit den Figuren nur bedingt möglich ist, da die einzelnen Szenen bewusst Momentaufnahmen sind, bekommt man einen guten Eindruck davon, mit welchen Sorgen und Nöten die Bewohner einer amerikanischen Großstadt von heute konfrontiert sind. Nach dem 11. September 2001 findet sich auch ein deutlicher Anklang auf die Angst vor Terror, die sich in Gewalt und Rassismus gegen arabischstämmige Landsleute entlädt. Doch dass sich über 40 Jahre nach Aufhebung der Rassentrennung auch Menschen unterschiedlichster anderer Abstammung (auch Weiße) mit rassistischen Äußerungen konfrontiert sehen, dafür scheint Haggins hier eine filmische Lanze zu brechen. Dabei konzentriert er sich ohne große Wertung oder Aussage auf die fast dokumentarisch anmutende „Beobachtung“ dieser Vorgänge. Verschiedene Journalisten haben Haggis dafür kritisiert, sich nicht klar zu positionieren, ich stimme mit diesem Urteil jedoch nicht überein.
Für mich ist „L.A. Crash“ eine faszinierend anrührende Momentaufnahme amerikanischen Großstadtlebens mit dem Hauptaugenmerk auf den Sorgen und Nöten des Durchschnittsbürgers, die sowohl inhaltlich als auch formal wirklich großes Kino ist. Nicht umsonst dürfte der in Filmkreisen gefürchtete amerikanische Filmkritiker Roger Ebert „L.A. Crash“ zu seinem persönlichen „Film des Jahres 2005“ gekürt haben. Ein Urteil, dem ich mich nur deshalb nicht anschließen kann, weil ich diese „Ehrung“ schon für „King Kong“ verbraten habe. Aber den habe ich im Gegensatz zu „L.A. Crash“ ja auch im Kino gesehen.
Paul Haggis will uns wohl erzählen, daß man über niemand und gar nichts urteilen soll, weil es bei jedem Menschen, egal wie er aussieht und wo er herkommt, gute und böse Seiten gibt und ein jeder Schuld trägt, bewußt oder unbewußt. Und genau so pillepalle ist auch sein breitärschiger Film, pathetisch, selbstverliebt und schnulzig.
"L.A. Crash" kann man getrost als ein Muss für Liebhaber des anspruchsvolleren Kinos bezeichnen. Abseits von den ausgetretenen Mainstream Pfaden bekommt der Zuschauer hier von Paul Haggis einen Film serviert, der zum Nachdenken einlädt und gewiss nach Filmende noch einige Zeit in den Köpfen der Zuschauer nachwirkt.
[...] Denn bei aller Mühe, die sorgfältig entwickelten Stränge in einen Zusammenhang zu bringen, krankt der Film an seinen plump aufbereiteten Ansprachen, die er vor dem Zuschauer hält und ihn dabei einer aufdringlich moralinen Lehrstunde aussetzt. Auf die anfänglich abschreckenden, den automatischen Antirassismus des Publikums heraufbeschwörenden Sequenzen voller Gewalt in Wort und Tat folgen alsbald Zufälle und überkonstruierte Begegnungen der Figuren, die ausschließlich Läuterung und Selbsterkenntnis mit aussöhnender Vergebung koppeln und floskelartige Weisheiten predigen, anstatt den ungemütlichen Weg differenzierter Konfrontation zu gehen. Nicht Ohnmacht, nicht Unlösbarkeit finden hier Erwähnung, sondern vielmehr die bemüht unbemühte Erforschung der Ursachen des Rassismusproblems, die in verkalkuliertem Populismus mündet. [...]
Starker Film, der den noch stark in der Gesellschaft verwurzelten Rassenkonflikt mal von einer anderen Seiten beleuchtet und aufzeigt, wie stark Rassenfeindlichkeit auch heutzutage in den Köpfen der Menschen verankert ist, selbst wenn dieser sich für sehr aufgeschlossen und tolerant hält. Stimmt einen doch sehr nachdenklich.
Banalkitschiges episodisches Panorama über den Alltagsrassismus in L.A. im Aufeinandertreffen diverser Ethnien, das in der sicherlich gut gemeinten Behandlung seines Themas inhaltlich nicht über das Niveau einer besseren Seifenoper hinauskommt, sich allerdings durch das Casting diverser Stars Prestige zu versprechen scheint. [...]
Die Stars spielten für wenig Geld um der Sache willen, und entsprechend engagiert sind ihre Auftritte: Bei jedem spürt man, wie wichtig ihm seine Rolle war, wie er schon am eigenen Leib die Zerrissenheit und den Schmerz erlebt haben muss angesichts des Teufelskreises der Vorurteile.
Obgleich die humanistische Gutmenschen-Botschaft während der gesamten Laufzeit deutlich spürbar ist, wirken Paul Haggis Alltagsepisoden nie belehrend. Sein Kunststück besteht vor allen Dingen darin, Rassismus, Intoleranz und Vorurteile in all ihren Facetten auch dort aufzuspüren, wo sie der Zuschauer zunächst nicht vermutet. Durch eine meisterliche Inszenierung, deren Wirkung auch der stimmungsvollen Musik von Mark Isham zu verdanken ist, sowie überraschend gute Schauspielleistungen entsteht eine melancholisch-hoffnungsvolle Collage über das Miteinander der Menschen.
Aufeinander prallende Kulturen, deren Eigenarten und Vorurteile verpackt in einer vielschichtigen Story, welche den Zuschauer auch noch nach Filmende im Bann hält.
Paul Haggis hält sich an alle Spielregeln der Standardwerke wie "How To Write A Script in 10 Days" und moralisiert auf Teufel komm raus. Hollywood liebt ihn dafür.
Schon lange gehört der Film "L.A. Crash" zu der Liste meiner Vorgemerkten, aber selten hatte ich Lust ein Drama zu sehen.
Ein Drama, ja, nur diesem Genre kann man den Film zuordnen, und dennoch nicht ohne schlechtes Gewissen, denn so richtig gehört es dann doch nicht in das Dramenkarussell. Doch zunächst zurück zu der Sache mit der Lust - auch heute wollte ich kein Drama anschauen. Ich habe einfach gesucht, nicht richtig hingeschaut, gedacht es sei ein Kriminalfilm, da sowohl der Titel als auch das Cover perfekt dazu passen würden, doch nach den ersten 20 Minuten merkte ich, dass die echte Action ausblieb. Nochmal pausiert, ein Blick auf die Beschreibung - voilá, ich schaue ein Drama, spitzenklasse. Aber, 20 Minuten sind vorbei, jetzt schau ich auch die restlichen 90 an!
Und je länger ich den Film ansah, desto besser gefiel er mir. Der Film spielt, wie man schon nach Lesen des Titel erraten kann, in Los Angeles. Dabei kommen die vorgestellten Hauptfiguren, von denen es reichlich gibt - trotzdem kann man im Verlauf des Films alle gut auseinander halten -, aus allen erdenklichen Schichten, sowohl Autodiebe, als auch hohe Polizeibeamte werden vorgestellt. Doch diese Schichten trennen Welten - Welten der Rassenideologie. Denn im Prinzip geht es in dem Film um ein L.A., dass rassenfeindlicher nicht sein kann. Weiße hassen Schwarze, Schwarze wehren sich (oder eben auch nicht) gegen die Weißen mit gleicher Münze. Doch im Verlauf wandeln sich alle. Alle Beteiligten durchziehen eine derart drastische Wandlung in dem Streifen, wie sie größer kaum sein könnte. Rassistische Cops helfen Schwarzen, die unterwürfigen Farbigen wehren sich gegen die Vergehen der Weißen, die Geldhungrigen werden barmherzig. Trotzdem bleibt alles nachvollziehbar und realistisch, es wird nicht übertrieben, es wirkt nichts gezwungen. Der Weg eines jeden kreuzt mehrmals die der anderen, bewusst oder unbewusst. Und jedes dieser un/zufälligen vernetzten Treffen vollzieht eine Wandlung in den Betroffenen, die ihre Welt umdreht. Die geweckten Emotionen sind fesselnd, wenn auch der Anfang etwas schleppend wirkt. Gegen Ende entwickelt der Film dann sein ganzes eigenes Aroma, verbreitet Freudentränen und so manches Schmunzeln, auch wenn nicht alles so glatt läuft (dramentypisch halt). Prinzipiell gibt es nur eine Szene, die den Streifen zum Drama macht, und doch ist sie Anfang und Schlüsselpunkt, ab dem alles neu wird. Die Musik im Film mischt sich gut ein, verknüpft Szenen gut miteinander und sagt auch was aus. Auch die Moral als Zuschauer wird beeinflusst. Fragen wie: "Warum tut er das jetzt?" oder "Das verstehe ich im ersten Moment nicht." sind normal, werden aber letztendlich alle beantwortet. Anfangs etwas verwirrend und konfus ebnet es sich am Ende und man hat das Gefühl, fast jeder Charakter hätte das Richtige getan.
Alles in allem ein bewegender, emotionaler Film, der zwar als Drama statuiert wird, allerdings nicht vollständig in das Schmema passt. Sowohl Schauspieler als auch die gespielten Rollen sind gelungen besetzt und passen sich gut in die Geschichte ein. Allerdings darf man sich nicht auf Schießereien oder Action einstellen - es ist ein eher ruhiger, aber sehr durchdachter Streifen, der sicher immer einen - wenn schon, denn schon - ganzen Blick wert ist.
Nicht mein gelungenster Kommentar, hoffe aber dennoch, dass die Botschaft, die ich damit überbringen wollte, verständlich ist. PS: Es geht nicht nur um Weiße oder Schwarze, sondern Menschen aller Kulturen, das kam nicht ganz richtig heraus.
Gut gemeint, aber so fatal klischeeüberladen umgesetzt, dass es weh tut. Ein nerviger Mist, der sich dazu ganz großkotzig daran versucht die Episoden zu verbinden bzw. zusammen zu knobeln.
Mein liblings Episodenfilm weil der film mich fasziniert hat, die episoden werden ruhig bedrückend und Höhepunktlos erzählt, gerade Matt Dillon wie auch Ryan Phillip überzeugen matt dillon als rassistischer Cop in L.a der durch ein unbekanntes im film nicht erwähntes Ereignis zum Rassisten wurde Phillip geht da im aus dem weg und verlangt einen neuen Partner, gegen ende des films wird er selbst wegen einer Verwächslung zum Mörder eine Dunkelhäutigen der Film hat klasse Musik gerade der end Song maybe tomorrow wird genial mt der end Sequenz verbunden terence howard hat für mich auch überzeugt die überaschung war da noch ludacris der den Film abschliesst
Leider enttäuschend, dabei steh ich eigentlich auf solche verschachtelten Episodenfilme. Aber ähnlich wie Iñárritus schwächster „Babel“ haut „L.A. Crash“ nur so mit der Moralkeule um sich. Bereits die erste halbe Stunde wirft einem die Rassismus-Klischees um die Ohren, dass man sich fragt, ob nicht halb so viel gereicht hätte, um die ja nicht wirklich komplizierte Botschaft an den Mann zu bringen. Aber was allein Ludacris für einen Mist redet, reicht normalerweise für mehrere Filme. Ähnliches gilt auch für die Erzählstränge: Hier sind einige völlig unnötige Rollen dabei, die den Film in die Länge ziehen; allen voran Frau Bullock, auf die man problemlos hätte verzichten können. Zumal die, nennen wir es, Entwicklung ihres Charakters arg unglaubwürdig und konstruiert wirkt. Genauso der junge Cop, der seinen rassistischen Partner nicht verpfeifen kann, weil sein Boss schwarz ist (?), aber dann doch die Nerven verliert. Wirklich überzeugen konnte mich nur der nette Schlosser. Bisschen wenig.
Noch mehr Klischees bedienen bitte. "L.A. Crash" hätte so viel mehr sein können. Ja, können, denn hier wird einem in jedem zweiten Satz dieses verseuchte Rassengeschwafel aufgetischt. "fkfilmkritik" hat es einfach perfekt auf den Punkt gebracht. Der Regisseur versucht dieses Grundelement so geschickt wie möglich einzubauen, sodass sich der Zuschauer selber praktisch dabei erwischen soll, dass er irgendetwas ethisch unkorrektes denkt. Dass man das Thema auch weitaus realistischer und beklemmender anpacken kann, haben Filme wie "American History X" bewiesen.
"Saddam", "Spaghettifresser", "Nigger", "Amigo"... das sind so in etwa die beliebtesten Wörter dieses Werkes. Jeder Mensch mit etwas Verstand wird schnell feststellen, dass Paul Haggis lediglich mit den simpelsten Mitteln versucht hat, seinen Zuschauern dieses endlose Thema näher zu bringen. Wie ein Elefant im Porzellanladen.
1 punkt für die erste viertelstunde, solange habe ich es ausgehalten. das gibt es ja sonst sehr selten, dass ich einen film abbrechen muss, aber hier sah ich keine andere lösung. der moralische zeigefinger gekoppelt mit einer rassismus-thematik als plumpe schwarz-weiss-zeichnung geht gar nicht.
kann mich williwunda nur anschließen, kann dich aber auch in gewisser weise verstehen. die ersten 20 minuten wusste ich auch nicht so ganz, was ich davon halten soll. aber verdammt, was danach passiert zeigt ist genial.
und der moralische zeigefinger ist meiner meinung nach mit grund erhoben. menschen sind oberflächlich, zumindest im ersten moment. die frage ist nur, wie weit man sich damit zufrieden gibt. die einen belassen es dabei, die anderen forschen nach.
damit das klar ist, ich will dir hier in keinster weise was unterstellen, aber wenn man nach 15 min den film ausmacht, weil das ja eh nur klischees bedient, frage ich mich, warum du es dabei belässt, anstatt dir über das komplette werk eine meinung zu bilden. stattdessen kratzt du nur an der oberfläche und das was du gesehen hast, beurteilst du. dass vielleicht mehr dahinter steckt, ist dir dabei egal. und gehts nicht auch darum in diesem film?
ich hoffe du verstehst was ich meine und fühlst dich nicht angegriffen. nur einen film mit 1.0 zu bewerten, weil man etwas mehr als den vorspann gesehen hat, finde ich krass.
Meine Erwartungen waren einfach zu hoch. Lag wohl hauptsächlich daran, dass der Film so angepriesen wurde. Wie dem auch sei: Den Film kann man sich gerne mal zwischendurch ansehen, ist aber absolut kein Muss. Paar Szenen sind wirklich nicht schlecht gemacht. Im großen und ganzen war der Film dann doch ganz nett.
Kann mich den Lobhuldigungen hier leider nicht anschließen, der Film hat mich eher enttäuscht. Nach dem einleitenden Satz mit der Kollision dachte ich mir, hey, wird ein guter Film. Hätte man aus dieser Basis den Film weitergesponnen, wäre er es vielleicht auch geworden, an den Schauspielern wäre es nicht gescheitert, da der Film mit Schauspielern besetzt ist, die ich individuell sehr schätze.
Was das Thema Rassismus angeht, wurde der Bogen eindeutig überspannt. Kein Geheimnis, dass es in einer Stadt wie L.A., die eine sehr hohe Kriminalitätsrate und gleichzeitig eine sehr hohe Zuwanderung von Ausländern hat, zwangsläufig zu Diskriminierung kommen muss, jedoch wurde das Thema hier sehr einseitig behandelt und immer wieder in ermüdender Weise dem Zuschauer vor Augen geführt.
Als Drama hätte der Film gut funktionieren können, als Gesellschaftsdrama hat er, in meinen Augen, leider versagt.
Dass Vorurteile und Missverständnisse oft unweigerlich zu neuem Leid führen bzw. führen können, dürfte bereits vor diesem Film klar gewesen sein. Und dass Rassismus nichts Gutes ist, haben uns auch schon unsere Eltern gelehrt. Und auch dass es Arschlöcher in jeder ethnischen Gruppierung zu finden gibt, dürfte für die Meisten keine neuartige Erkenntnis darstellen. Und doch schafft es „Crash“ seine Intention mit der notwendigen Wucht zu transportieren. Die vermeintlichen Schwächen des Filmes sind hierbei jederzeit sichtbar, ja geradezu gewollt kalkuliert offengelegt. Sie sind offensichtlich, zu offensichtlich. Sie sind kein ungewolltes Nebenprodukt einer Inszenierung, der alles und jeder untergeordnet wurde, sie ist notwendig. „Crash“ erhebt zu keiner Sekunde einen Authentizitätsanspruch, bedient sich lediglich der Realität als Bezugspunkt und berichtet von da aus von alltäglichen Situationen. Führt die Schicksale verschiedenster Ethnien beinahe abstrakt zusammen und zelebriert sich selbst in seiner audiovisuellen Vollkommenheit. Seiner arroganten Zeigefinger-Attitüde kann sich der Film dabei nie wirklich entledigen, dafür entschädigt jedoch die großartige Kameraarbeit James Michael Muro's und ein durchweg überzeugender Cast. Inhaltlich lässt Haggis historische Bezüge als Grund für Rassismus außen vor und stellt diesen als Produkt menschlicher Frustration, als Resultat individueller Schicksale dar. Sei es der Polizist, der die Frau eines Farbigen sexuell belästigt, die wohlhabende Anwaltsgattin, welche ihre lateinamerikanische Haushälterin demütigt oder der Waffenhändler, welcher geprägt von Erfahrungen und besorgt über die Entfremdung seines Umfelds einen persischen Kurzwarenhändler diskriminiert. Haggis inszeniert Diskriminierung als Alltagserfahrung und protokolliert die Folgen auf das Individuum mit all seinen tiefgreifenden Veränderungen. Gibt uns ein Gefühl dafür wie es sich anfühlt als etwas Minderwertiges behandelt zu werden und zeichnet das Bild eines Teufelskreises, in der Frustration, Angst und Missverständnisse sich gegenseitig nähren. Der plötzliche Einfall von Optimismus mag zurecht mit Worten wie „pathetisch“ oder „schnulzig“ umschrieben worden sein, ist in Anbetracht der Intention des Filmes jedoch eine logische Konsequenz. Natürlich ist Rassismus kein rein individuelles Problem, Haggis porträtiert lediglich einen kleinen Aspekt eines Themas, das es verdient hat ernst genommen zu werden und was wäre passender als grenzenloser Optimismus, sei er noch so realitätsfremd.
Puh, die Wertung ist ja erst mal der Schock. Aber wenn ich's mir recht überlege, ein erstaunlich differenzierter Text (so nach dem Durchlesen). Gefällt mir sehr gut. :)
Vielen Dank, habe deine Wertung gesehen :D und kann auch die vielen kritischen Stimmen größtenteils nachvollziehen. Hab' einfach eine hohe Schmerzgrenze was Pathos und Kitsch angeht, zumindest wenn er ansprechend in Szene gesetzt ist und die Intention mich derart interessiert wie in diesem Fall. :)
Paul Haggis oscarprämiertes, episodenhaft erzähltes Drama "Crash", welches von Schicksal, Vorurteilen, Konfrontationen und Rassismus in der sonst so glamourösen Stadt der Engel erzählt, ist für mich einer der besten Filme, die ich je gesehen habe, da das Werk auch nach mehrmaliger Sichtung nichts von seiner Intensität einbüßt und weil hier einfach alles stimmt.
Das Drehbuch ist großartig geschrieben, trotz einer Vielzahl an auftretenden Figuren und den durch diese entstehenden Handlungssträngen bleibt genügend Zeit, um sich mit jeder von ihnen ausgiebig zu befassen. Die einzelnen Episoden sind clever miteinander verflochten und erzählen eine fesselnde, emotionale Geschichte, deren ganzes Ausmaß sich natürlich erst nach und nach entfaltet, wenn die Geschichten langsam alle aufeinanderprallen. Des Weiteren ist das Geschehen auch nicht immer ganz vorherzusehen, wodurch "Crash" die ganze Zeit über spannend gehalten werden kann.
Die Charakterzeichnung ist auf extrem hohen Niveau, die Figuren sind nicht nur schwarz-weiß gehalten, sondern allesamt sehr vielseitig, mit Stärken und Schwächen gesegnet, und, was noch viel wichtiger ist, sie entwickeln sich im Verlauf des Films deutlich weiter. Auch wenn diese Entwicklungen der Figuren für den relativ kurzen Zeitraum, in welchem der Film spielt möglicherweise etwas weit hergeholt sind und unrealistisch wirken können, so sind die Wandlungen an sich trotzdem herausragend durchdacht. Als bestes Beispiel hierfür lassen sich die beiden Police Officers John Ryan und Tom Hansen, dargestellt von Matt Dillon und Ryan Phillippe nennen. Während ersterer am Beginn der Story als äußerst ungemütlicher, rüder Zeitgenosse mit stark rassistischen Ansichten dargestellt wird, was sich vor allem in seinem Umgang mit der Sachbearbeiterin bei der Versicherung seines Vaters ("Shaniqua. Big fucking surprise that is!"), sowie bei der Kontrolle des von ihm im Straßenverkehr angehaltenen Paares zeigt, so wird im späteren Handlungsverlauf deutlich, dass er keineswegs so simpel ist, sondern dass es sich bei ihm auch um einen liebevollen, ruhigen Menschen handelt, der sein Verhalten einfach der Situation in der er sich gerade befindet und der Reaktionen seiner Mitmenschen anzupassen scheint.
Sein Partner hingegen, welcher anfangs noch als der unvoreingenommene, gutherzige Polizist gezeigt wird, gerät während seines Arbeitstages zunehmend in brenzlige, eskalierende Situationen, die ihn immer mehr fordern und ihn schließlich seiner Gutherzigkeit berauben, ihn sogar soweit bringen, dass er sich schlussendlich, was man zuerst nicht von ihm gedacht hätte, von Vorurteilen und Stereotypen blenden lässt.
Auch die restlichen Figuren sind großartig charakterisiert und entwickelt, Vorurteile und Klischees werden erfüllt, um danach stilvoll umgangen, aufgelöst und umgekehrt zu werden. Außerdem macht der wunderbare, durchweg überzeugende Cast seine Sache hier wirklich ausgezeichnet.
Die Inszenierung des Streifens ist ebenfalls überaus gelungen. Der grandiose Schnitt, die saubere Kameraführung und die interessanten Einstellungen erschaffen zusammen mit der hervorragenden musikalischen Untermalung eine düstere, bedrückende, traurige und dennoch sehr lebendige, fesselnde und Gänsehaut erzeugende Atmosphäre.
Was ich dem Film ankreiden würde, ist einzig und allein die Tatsache, dass hier teilweise einfach zu dick aufgetragen wird, zu viel Kitsch, zu viel Pathos, und die Botschaft zwar glaubhaft, aber einfach auch viel zu direkt und holzhammermäßig vermittelt wird. Mir wäre es lieber gewesen, wenn man die ganze Sache vielleicht etwas subtiler angegangen wäre.
Aber das ist Meckern auf höchstem Niveau, da "Crash" trotzdem ein packendes, nachdenklich stimmendes, absolut sehenswertes Meisterwerk ist.
"It's the sense of touch. In any real city, you walk, you know? You brush past people, people bump into you. In L.A., nobody touches you. We're always behind this metal and glass. I think we miss that touch so much, that we crash into each other, just so we can feel something."
Heute aus der Reihe der überbewerteten Filme: „L.A. Crash - Die fahrende Schmalzkartoffel auf vier Rädern.“ Oder auch: „Urteile über keinen Menschen, denn auch das Arschloch, das am Straßenrand in deiner Scheide spielte, will dir im Notfall nur helfen.“
Wir sind doch alle kleine Rassisten. Jeder hasst jeden, aber Paul Haggis führt zusammen. Oder wie? Ach, nein, war ja der unsichtbare Schutzumhang, denn der bewahrt vor jeden Taubenschiss und sogar vor Patronen des feindlichen Arabers. Welch himmlische Angelegenheit. Und das soll berühren? Das soll nachdenklich stimmen? Entschuldigung, für mich sind diese Szenen bizarrer Unsinn, unglaubwürdig in der Darstellung, zu plakativ in der Ausführung und nichts weiter als ein großer Drehbuchunfug. Wenn die zuvor verhasste mexikanische Haushaltshilfe zur besten Freundin mutiert, die man je hatte, weil Unfälle zusammenführen und die eigentlich besten Freunde nicht helfen wollten, dann frage ich mich, was man mir damit sagen will. Deine nahestehenden Bekanntschaften sind überbewertet, ruf lieber die Putzfrau an, oder was? Wo ist da der Sinn? Die ganzen Geschichten sind schrecklich geschrieben, wirken abgehackt und stockend im Verlauf. Nichts passt in- und aufeinander, eine Handlung ist paradoxer als die andere, viele Abläufe sind eine Verstrickung in Widersprüchlichkeiten. Ein Feuerwerk an Absurditäten, ein Fest der pathetischen Selbstverliebtheit und der lächerlichsten Zufälle. Wenn man viele Handlungen einbauen will, sollte man auch an eine längere Laufzeit denken und an - daraus resultierende - vielschichtigere und vor allem zugänglichere Charakterzeichnungen. Nach dem Abspann fragte ich mich, was die flachen Rollen von Sandra Bullock oder Brendan Fraser sollten. Nichts weiter als wirkungsloser Zeitraub. Dies gilt auch für die auf Dauer störenden Slow-Motion-Einlagen. „L.A. Crash“ ist mit seinen 105 Minuten Laufzeit viel zu überladen, schlecht ausgearbeitet und besitzt zu viele Bilder. Eine heikle und mutige Thematik, die ist hier (zugegeben) vorhanden, machen noch keinen guten Film aus. „Crash“ ist in meinen Augen ein pseudo-intelligentes Machwerk, welches nicht die Aufmerksamkeit verdient, die es genießt. Punkt.
Ich glaub der genießt gar keine soooo große Aufmerksamkeit,die meisten haben den garnicht gesehen denk ich (und das er den besten Film Oscar bekommen hat wissen sicher noch weniger).Find ihn auf jeden Fall viel besser als du,vielleicht macht er nicht alles richtig,aber die Gedanken die er sich macht sind auf jeden Fall nix alltäglich publiziertes in Amiwoodland...
@sev: Danke. Du hast es erfasst! :D Wie fandest Du den Film denn?
@fkfilmi: Vielen Dank. ;D Ja, gab aber einfach noch schlechtere Filme, die ich gesehen habe. Und wie gesagt, die Grundthematik ist doch sehr interessant, mutig und wichtig.
@TheTurk: Soll mir jetzt was sagen? Aber in jedem Fall hast Du es mir jetzt richtig gegeben. Bin echt ein Wrack der Gesellschaft.
@Andy Dufresne: Ja, aber mit der Aufmerksamkeit waren nicht nur Primär die Zuschauerzahlen gemeint, sondern auch die (in meinen Augen, betone es immer wieder gerne) zu hohen Wertungen. Sicher, die Gedanken von dem Film finde ich auch mutig, habe ich ja auch erwähnt, aber das alleine macht für mich noch keinen guten Film aus. Aber will niemanden seine Meinung vorschreiben und kann doch auch verstehen, wenn andere Leute "L.A. Crash" gut finden, ist doch kein Verbrechen. :-)
Klar,sollte ja auch kein "nnnääähhhäähh du verstehst den Film nicht" Angriff sein :). Er ist auch wirklich nicht perfekt (Bester Film Oscar ist viel zu viel,"Brokeback Mountain" hätte ihn eigentlich bekommen MÜSSEN,oder Spielbergs letzte Großtat,der bockstarke "München"),für mich macht er halt auf jeden Fall mehr richtig als falsch.Und ihn nicht zu mögen ist natürlich auch kein Verbrechen :)
@Andy: Nein, nein, so habe ich das auch gar nicht verstanden. :)
Jep, 'Brokeback Mountain' hätte den Oscar eher verdient, aber auf Preise kann man sowieso nicht vertrauen.
Ich hatte überhaupt keine Erwartungen an diesen Streifen, aber er hat mich komplett geflasht. Ein fantastisches Episodendrama! Okay, zwar kommt hier die Toleranz- und Anti-Diskriminierungs-Moralkeule ab und zu recht platt daher, dafür sind die ineinander verwobenen Geschichtchen aber allesamt darstellerisch grandios - und stellen an ihr Ende auch immer eine eigene moralische Frage. Paul Haggis hat alles sehr intensiv inszeniert, so dass es auch einige Stellen gibt, die eine große emotionale Kraft entfalten.
Großes Kino, dazu einer der besten Scores der jüngeren Filmgeschichte!
Diesen Film sollte sich jeder einmal ansehen, und einige sollten wirklich mal darüber Nachdenken wie er mit ''anderen Menschen'' umgeht. Natürlich gibt es ein haufen ''Dreck'' in unserer Gesellschaft, doch die gibt es überall und bei jeder, bei jeder Nationalität ! Man sollte nicht alle über einen Haufen schmeißen, egal welcher Nationalität man angehört oder welche Hautfarbe man hat. Einer der besten Filme die ich gesehen habe in letzter Zeit, hat völlig verdient die Oscars bekommen !!
Haggis meint wohl in jeder Szene den Zuschauer ertappt zu haben. Ja, wir alle haben doch Vorurteile gegen jeden. Der Waffenhändler verkauft nicht gerne seine Produkte an Arabers, das Frauchen traut ihrer dunkelhäutigen Putzfrau nicht und die Polizisten wollen extra Schwarze irgendwie drankriegen. Die Moralkeule die Haggis schwingt scheint dem nächsten Darsteller beinahe jeden Moment buchstäblich vor den Kopf zu schlagen. Das ganze ist zu dem noch höchst kitschig, mit unpassender Musik und viel Zeitlupe in Szene gesetzt, als wäre in dem Film in jeder zweiten Szene ein Show-Down. Die Klischees bahnen sich an und fehlen wirklich in keiner Szene. Den Zusammenhang der Geschichten scheint sich der Drehbuchschreiber hier zu erzwingen so, dass dann noch eine ganze Story über das selbe Thema entsteht bei der leider nicht sonderlich viel Wert auf Unvorhersehbarkeit, Realen und einer originellen Botschaft gelegt wird. Gut, ich muss sagen mir ist es nicht immer wichtig, dass die Botschaft niegelnagelneu daher kommt, aber berühren kann mich ein Streifen dennoch wie "Requiem for a Dream" beweist. "L.A. Crash" verliert sich dabei aber noch in einem Ensemble von overacting Darstellern, einer großen Wichtigtuerei die dazu extrem dick aufträgt und der Erkenntnis dabei, dass eigentlich viele Probleme nicht auf Rassismus sondern den zum Teil wirklich dummen Aktionen der Protagonisten basieren.
"L.A. Crash" ist der bis dato schlechteste Oscargewinner den ich kenne. Ein weichgespültes, kitschiges und oft unbeabsichtigt komisches Drama mit dem Haggis versucht auf jeden Menschen mit dem Zeigefinger deuten zu können.
L.A Crash ist einer dieser Filme die ich liebe, auch wenn sie eigentlich immer ein unzufriedenstellendes Ende haben so leider auch hier. Man sollte diesen Film nicht mit der Erwartung angucken einen spektakulären plot vorzufinden sonst wird man schnell entäuscht werden (mein kleiner Bruder ;-). Es gibt keine übergreifende Story sondern es werden lauter kleine Geschichten erzählt, die aber derart gut miteinander verwoben sind das es eine wahre Freude ist immer mitzuverfolgen wer jetzt schon was mit welcher person erlebt hat und über welche ecken die sich noch kennen müssten. Leider ist das auch die einzige "Freude" den der Film schafft es den zuschauer mit den charakteren so stark mitfühlen zu lassen, dass man richtig depressiv werden müsste wenn man sich den Film öfter anschaut und als michael pena's kleine tochter auf die straße rennt zerreißt es einem schier das herz.Im nachhinein kommt man sich ganz schön überfahren vor aber man ist um einen wirklich klasse film reicher. Hat mich sehr stark an 21 gramm erinnert auch wenn ich L.A crash um längen besser finde
Wenn ich ehrlich bin, gefiel mir dieser Film von Anfang an überhaupt nicht. Mehr Klischees aus dem Rassismushandbuch könnten wohl kaum erfüllt werden. Jeder hasst jeden und alle handeln exakt ihrer Rolle entsprechend, so als ob aus der kleinen "in-film-sitcom" ein ganzer Film in Szene gesetzt wurde. Nirgendwo war eine "normale" Person in Sicht, der ganze Film und ganz Amerika besteht nur aus Rassisten. Dermassen übertrieben, dass ich mich nur noch nervte.
Aber dann auf einmal änderte sich alles. Damit meine ich nicht die zu erwartende Wendung des Films, sondern mich selber. Irgendwie schaffte es dieser klischeeüberhäufte Film, mich zu berühren. Ich bin grundsätzlich nicht sonderlich sentimental veranlagt, aber hier überkamen mich die Gefühle schlichtweg.
Vielmehr kann und möchte ich dazu gar nicht mehr sagen. Verdiente 8 Punkte für eine aussergewöhnliche Erfahrung und meine Empfehlung für einen schönen Filmabend.
L.A. Crash - Kritik
US 2004 Laufzeit 113 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 04.08.2005
Kritiken (11) — Film: L.A. Crash
Fricki76: Asianfilmweb.de
Kommentar löschenSteve Martins “L.A. Story” von 1991, die liebevolle Hommage an seine kalifornische Wahlheimat, gehört zu meinen Lieblingskomödien. Auf eine ganz andere Art und Weise hat sich der Regisseur Paul Haggis, unlängst bekannt geworden durch das Oscarprämierte Drehbuch zu Clint Eastwoods „Million Dollar Baby“, der amerikanischen Metropole angenommen. Das Ergebnis ist ein bildgewaltiges Soziodrama., das gelegentlich an „Magnolia“ von 1999 erinnert.
Die hohe Kriminalität hat genauso wie der noch immer vorhandene Rassismus als Spiegelbild der Realität in Hollywood-Filmen eine lange Geschichte. Immer wieder waren diese Themen Gegenstand von Filmen wie z.B. „Colors - Farben der Gewalt“ mit Robert Duvall. Dort wird der Alltag und die Machtlosigkeit zweier Streifenpolizisten im Kampf gegen die Gewalt in einer amerikanischen Großstadt porträtiert. „L.A. Crash“ steht in bester Tradition solcher Filme.
„L.A. Crash“ beginnt mit dem Unfall der Polizisten Graham…
4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
Nahtigall 2009/12/16 17:41:51
Antwort löschenIch gebe dir vollkommen recht.
Julio Sacchi: Das Manifest
Kommentar löschenPaul Haggis will uns wohl erzählen, daß man über niemand und gar nichts urteilen soll, weil es bei jedem Menschen, egal wie er aussieht und wo er herkommt, gute und böse Seiten gibt und ein jeder Schuld trägt, bewußt oder unbewußt. Und genau so pillepalle ist auch sein breitärschiger Film, pathetisch, selbstverliebt und schnulzig.
19 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
christoph-m 2011/01/06 20:41:08
Antwort löschenOh, da ist aber jemand in seinen Grundfesten erschüttert - dies zu schaffen ist eine hohe Auszeichnung für einen Film.
fkfilmkritik 2011/07/11 15:16:25
Antwort löschenGanz genau so. :)
Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders
Kommentar löschen"L.A. Crash" kann man getrost als ein Muss für Liebhaber des anspruchsvolleren Kinos bezeichnen. Abseits von den ausgetretenen Mainstream Pfaden bekommt der Zuschauer hier von Paul Haggis einen Film serviert, der zum Nachdenken einlädt und gewiss nach Filmende noch einige Zeit in den Köpfen der Zuschauer nachwirkt.
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Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...
Kommentar löschen[...] Denn bei aller Mühe, die sorgfältig entwickelten Stränge in einen Zusammenhang zu bringen, krankt der Film an seinen plump aufbereiteten Ansprachen, die er vor dem Zuschauer hält und ihn dabei einer aufdringlich moralinen Lehrstunde aussetzt. Auf die anfänglich abschreckenden, den automatischen Antirassismus des Publikums heraufbeschwörenden Sequenzen voller Gewalt in Wort und Tat folgen alsbald Zufälle und überkonstruierte Begegnungen der Figuren, die ausschließlich Läuterung und Selbsterkenntnis mit aussöhnender Vergebung koppeln und floskelartige Weisheiten predigen, anstatt den ungemütlichen Weg differenzierter Konfrontation zu gehen. Nicht Ohnmacht, nicht Unlösbarkeit finden hier Erwähnung, sondern vielmehr die bemüht unbemühte Erforschung der Ursachen des Rassismusproblems, die in verkalkuliertem Populismus mündet. [...]
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Stryke: inderzange.de
Kommentar löschenStarker Film, der den noch stark in der Gesellschaft verwurzelten Rassenkonflikt mal von einer anderen Seiten beleuchtet und aufzeigt, wie stark Rassenfeindlichkeit auch heutzutage in den Köpfen der Menschen verankert ist, selbst wenn dieser sich für sehr aufgeschlossen und tolerant hält. Stimmt einen doch sehr nachdenklich.
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plomlompom: Filmblogs
Kommentar löschenBanalkitschiges episodisches Panorama über den Alltagsrassismus in L.A. im Aufeinandertreffen diverser Ethnien, das in der sicherlich gut gemeinten Behandlung seines Themas inhaltlich nicht über das Niveau einer besseren Seifenoper hinauskommt, sich allerdings durch das Casting diverser Stars Prestige zu versprechen scheint. [...]
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Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten
Kommentar löschenDie Stars spielten für wenig Geld um der Sache willen, und entsprechend engagiert sind ihre Auftritte: Bei jedem spürt man, wie wichtig ihm seine Rolle war, wie er schon am eigenen Leib die Zerrissenheit und den Schmerz erlebt haben muss angesichts des Teufelskreises der Vorurteile.
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Moviesteve: Podcast
Kommentar löschenObgleich die humanistische Gutmenschen-Botschaft während der gesamten Laufzeit deutlich spürbar ist, wirken Paul Haggis Alltagsepisoden nie belehrend. Sein Kunststück besteht vor allen Dingen darin, Rassismus, Intoleranz und Vorurteile in all ihren Facetten auch dort aufzuspüren, wo sie der Zuschauer zunächst nicht vermutet. Durch eine meisterliche Inszenierung, deren Wirkung auch der stimmungsvollen Musik von Mark Isham zu verdanken ist, sowie überraschend gute Schauspielleistungen entsteht eine melancholisch-hoffnungsvolle Collage über das Miteinander der Menschen.
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al-x: blog:x - Royal with cheese
Kommentar löschenAufeinander prallende Kulturen, deren Eigenarten und Vorurteile verpackt in einer vielschichtigen Story, welche den Zuschauer auch noch nach Filmende im Bann hält.
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alviesinger: bummelkino
Kommentar löschenPaul Haggis hält sich an alle Spielregeln der Standardwerke wie "How To Write A Script in 10 Days" und moralisiert auf Teufel komm raus. Hollywood liebt ihn dafür.
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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenGut gespielter aber berechenbarer Zeigefingerfilm, der trotz guter Absichten dem Thema Rassismus nicht wirklich viel neues hinzuzufügen hat.
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Kommentare (132) — Film: L.A. Crash
Kommentar schreibenKaskodil 2012/01/19 00:32:13
Kommentar löschenSchon lange gehört der Film "L.A. Crash" zu der Liste meiner Vorgemerkten, aber selten hatte ich Lust ein Drama zu sehen.
Ein Drama, ja, nur diesem Genre kann man den Film zuordnen, und dennoch nicht ohne schlechtes Gewissen, denn so richtig gehört es dann doch nicht in das Dramenkarussell. Doch zunächst zurück zu der Sache mit der Lust - auch heute wollte ich kein Drama anschauen. Ich habe einfach gesucht, nicht richtig hingeschaut, gedacht es sei ein Kriminalfilm, da sowohl der Titel als auch das Cover perfekt dazu passen würden, doch nach den ersten 20 Minuten merkte ich, dass die echte Action ausblieb. Nochmal pausiert, ein Blick auf die Beschreibung - voilá, ich schaue ein Drama, spitzenklasse. Aber, 20 Minuten sind vorbei, jetzt schau ich auch die restlichen 90 an!
Und je länger ich den Film ansah, desto besser gefiel er mir. Der Film spielt, wie man schon nach Lesen des Titel erraten kann, in Los Angeles. Dabei kommen die vorgestellten Hauptfiguren, von denen es reichlich gibt - trotzdem kann man im Verlauf des Films alle gut auseinander halten -, aus allen erdenklichen Schichten, sowohl Autodiebe, als auch hohe Polizeibeamte werden vorgestellt. Doch diese Schichten trennen Welten - Welten der Rassenideologie. Denn im Prinzip geht es in dem Film um ein L.A., dass rassenfeindlicher nicht sein kann. Weiße hassen Schwarze, Schwarze wehren sich (oder eben auch nicht) gegen die Weißen mit gleicher Münze. Doch im Verlauf wandeln sich alle. Alle Beteiligten durchziehen eine derart drastische Wandlung in dem Streifen, wie sie größer kaum sein könnte. Rassistische Cops helfen Schwarzen, die unterwürfigen Farbigen wehren sich gegen die Vergehen der Weißen, die Geldhungrigen werden barmherzig. Trotzdem bleibt alles nachvollziehbar und realistisch, es wird nicht übertrieben, es wirkt nichts gezwungen. Der Weg eines jeden kreuzt mehrmals die der anderen, bewusst oder unbewusst. Und jedes dieser un/zufälligen vernetzten Treffen vollzieht eine Wandlung in den Betroffenen, die ihre Welt umdreht. Die geweckten Emotionen sind fesselnd, wenn auch der Anfang etwas schleppend wirkt. Gegen Ende entwickelt der Film dann sein ganzes eigenes Aroma, verbreitet Freudentränen und so manches Schmunzeln, auch wenn nicht alles so glatt läuft (dramentypisch halt). Prinzipiell gibt es nur eine Szene, die den Streifen zum Drama macht, und doch ist sie Anfang und Schlüsselpunkt, ab dem alles neu wird. Die Musik im Film mischt sich gut ein, verknüpft Szenen gut miteinander und sagt auch was aus. Auch die Moral als Zuschauer wird beeinflusst. Fragen wie: "Warum tut er das jetzt?" oder "Das verstehe ich im ersten Moment nicht." sind normal, werden aber letztendlich alle beantwortet. Anfangs etwas verwirrend und konfus ebnet es sich am Ende und man hat das Gefühl, fast jeder Charakter hätte das Richtige getan.
Alles in allem ein bewegender, emotionaler Film, der zwar als Drama statuiert wird, allerdings nicht vollständig in das Schmema passt. Sowohl Schauspieler als auch die gespielten Rollen sind gelungen besetzt und passen sich gut in die Geschichte ein. Allerdings darf man sich nicht auf Schießereien oder Action einstellen - es ist ein eher ruhiger, aber sehr durchdachter Streifen, der sicher immer einen - wenn schon, denn schon - ganzen Blick wert ist.
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Kaskodil 2012/01/19 01:01:29
Antwort löschenNicht mein gelungenster Kommentar, hoffe aber dennoch, dass die Botschaft, die ich damit überbringen wollte, verständlich ist. PS: Es geht nicht nur um Weiße oder Schwarze, sondern Menschen aller Kulturen, das kam nicht ganz richtig heraus.
Toblerone 2012/01/14 01:26:52
Kommentar löschenGut gemeint, aber so fatal klischeeüberladen umgesetzt, dass es weh tut. Ein nerviger Mist, der sich dazu ganz großkotzig daran versucht die Episoden zu verbinden bzw. zusammen zu knobeln.
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1000Mindhunter 2012/01/11 21:44:04
Kommentar löschenMein liblings Episodenfilm weil der film mich fasziniert hat, die episoden werden ruhig bedrückend und Höhepunktlos erzählt, gerade Matt Dillon wie auch Ryan Phillip überzeugen matt dillon als rassistischer Cop in L.a der durch ein unbekanntes im film nicht erwähntes Ereignis zum Rassisten wurde Phillip geht da im aus dem weg und verlangt einen neuen Partner, gegen ende des films wird er selbst wegen einer Verwächslung zum Mörder eine Dunkelhäutigen der Film hat klasse Musik gerade der end Song maybe tomorrow wird genial mt der end Sequenz verbunden terence howard hat für mich auch überzeugt die überaschung war da noch ludacris der den Film abschliesst
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Chrisetoph 2011/12/26 19:34:52
Kommentar löschenLeider enttäuschend, dabei steh ich eigentlich auf solche verschachtelten Episodenfilme. Aber ähnlich wie Iñárritus schwächster „Babel“ haut „L.A. Crash“ nur so mit der Moralkeule um sich. Bereits die erste halbe Stunde wirft einem die Rassismus-Klischees um die Ohren, dass man sich fragt, ob nicht halb so viel gereicht hätte, um die ja nicht wirklich komplizierte Botschaft an den Mann zu bringen. Aber was allein Ludacris für einen Mist redet, reicht normalerweise für mehrere Filme. Ähnliches gilt auch für die Erzählstränge: Hier sind einige völlig unnötige Rollen dabei, die den Film in die Länge ziehen; allen voran Frau Bullock, auf die man problemlos hätte verzichten können. Zumal die, nennen wir es, Entwicklung ihres Charakters arg unglaubwürdig und konstruiert wirkt. Genauso der junge Cop, der seinen rassistischen Partner nicht verpfeifen kann, weil sein Boss schwarz ist (?), aber dann doch die Nerven verliert. Wirklich überzeugen konnte mich nur der nette Schlosser. Bisschen wenig.
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Enemenemietz 2011/12/21 00:44:20
Kommentar löschenMan trifft sich immer zweimal im Leben...
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Maaaaax 2011/12/17 12:39:26
Kommentar löschenIch find diesen Film wunderbar.
Der Film greift eine Problematik auf, die im wahren Leben auch ein großes Problem da steht.
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dustyOn3 2011/11/25 07:15:57
Kommentar löschenNoch mehr Klischees bedienen bitte. "L.A. Crash" hätte so viel mehr sein können. Ja, können, denn hier wird einem in jedem zweiten Satz dieses verseuchte Rassengeschwafel aufgetischt. "fkfilmkritik" hat es einfach perfekt auf den Punkt gebracht. Der Regisseur versucht dieses Grundelement so geschickt wie möglich einzubauen, sodass sich der Zuschauer selber praktisch dabei erwischen soll, dass er irgendetwas ethisch unkorrektes denkt. Dass man das Thema auch weitaus realistischer und beklemmender anpacken kann, haben Filme wie "American History X" bewiesen.
"Saddam", "Spaghettifresser", "Nigger", "Amigo"... das sind so in etwa die beliebtesten Wörter dieses Werkes. Jeder Mensch mit etwas Verstand wird schnell feststellen, dass Paul Haggis lediglich mit den simpelsten Mitteln versucht hat, seinen Zuschauern dieses endlose Thema näher zu bringen. Wie ein Elefant im Porzellanladen.
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fkfilmkritik 2011/11/25 14:32:08
Antwort löschenDanke für die Erwähnung. Ein ganz, ganz blöder Film
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_Garfield 2011/11/25 17:07:05
Antwort löschenSchade, dachte ich hätte Verstand, dabei hatte ich doch Pläne...
dustyOn3 2011/11/25 17:19:27
Antwort löschenAch, Garfield... du bist doch etwas anderes. Kater müssen einfach nur chillig aussehen, und das tust du doch! :-)
greenlight 2011/11/04 16:56:52
Kommentar löschen1 punkt für die erste viertelstunde, solange habe ich es ausgehalten. das gibt es ja sonst sehr selten, dass ich einen film abbrechen muss, aber hier sah ich keine andere lösung. der moralische zeigefinger gekoppelt mit einer rassismus-thematik als plumpe schwarz-weiss-zeichnung geht gar nicht.
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Williwunda 2011/11/10 16:17:56
Antwort löschenDann hättest mal den Film weiter gucken sollen, da wird schwarz und weiß von einem großen grau verdrängt ;)
Infuso Verde 2011/12/03 22:13:28
Antwort löschenkann mich williwunda nur anschließen, kann dich aber auch in gewisser weise verstehen. die ersten 20 minuten wusste ich auch nicht so ganz, was ich davon halten soll. aber verdammt, was danach passiert zeigt ist genial.
und der moralische zeigefinger ist meiner meinung nach mit grund erhoben. menschen sind oberflächlich, zumindest im ersten moment. die frage ist nur, wie weit man sich damit zufrieden gibt. die einen belassen es dabei, die anderen forschen nach.
damit das klar ist, ich will dir hier in keinster weise was unterstellen, aber wenn man nach 15 min den film ausmacht, weil das ja eh nur klischees bedient, frage ich mich, warum du es dabei belässt, anstatt dir über das komplette werk eine meinung zu bilden. stattdessen kratzt du nur an der oberfläche und das was du gesehen hast, beurteilst du. dass vielleicht mehr dahinter steckt, ist dir dabei egal. und gehts nicht auch darum in diesem film?
ich hoffe du verstehst was ich meine und fühlst dich nicht angegriffen. nur einen film mit 1.0 zu bewerten, weil man etwas mehr als den vorspann gesehen hat, finde ich krass.
DolorisLan 2011/10/03 15:41:07
Kommentar löschenMeine Erwartungen waren einfach zu hoch. Lag wohl hauptsächlich daran, dass der Film so angepriesen wurde. Wie dem auch sei: Den Film kann man sich gerne mal zwischendurch ansehen, ist aber absolut kein Muss. Paar Szenen sind wirklich nicht schlecht gemacht. Im großen und ganzen war der Film dann doch ganz nett.
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HauntedSaint 2011/10/02 15:37:45
Kommentar löschenKann mich den Lobhuldigungen hier leider nicht anschließen, der Film hat mich eher enttäuscht. Nach dem einleitenden Satz mit der Kollision dachte ich mir, hey, wird ein guter Film. Hätte man aus dieser Basis den Film weitergesponnen, wäre er es vielleicht auch geworden, an den Schauspielern wäre es nicht gescheitert, da der Film mit Schauspielern besetzt ist, die ich individuell sehr schätze.
Was das Thema Rassismus angeht, wurde der Bogen eindeutig überspannt. Kein Geheimnis, dass es in einer Stadt wie L.A., die eine sehr hohe Kriminalitätsrate und gleichzeitig eine sehr hohe Zuwanderung von Ausländern hat, zwangsläufig zu Diskriminierung kommen muss, jedoch wurde das Thema hier sehr einseitig behandelt und immer wieder in ermüdender Weise dem Zuschauer vor Augen geführt.
Als Drama hätte der Film gut funktionieren können, als Gesellschaftsdrama hat er, in meinen Augen, leider versagt.
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Punsha 2011/10/02 16:22:53
Antwort löschenSehr richtig, hätte von mir kommen können. ;D
_Garfield 2011/09/18 15:03:38
Kommentar löschenDass Vorurteile und Missverständnisse oft unweigerlich zu neuem Leid führen bzw. führen können, dürfte bereits vor diesem Film klar gewesen sein. Und dass Rassismus nichts Gutes ist, haben uns auch schon unsere Eltern gelehrt. Und auch dass es Arschlöcher in jeder ethnischen Gruppierung zu finden gibt, dürfte für die Meisten keine neuartige Erkenntnis darstellen. Und doch schafft es „Crash“ seine Intention mit der notwendigen Wucht zu transportieren. Die vermeintlichen Schwächen des Filmes sind hierbei jederzeit sichtbar, ja geradezu gewollt kalkuliert offengelegt. Sie sind offensichtlich, zu offensichtlich. Sie sind kein ungewolltes Nebenprodukt einer Inszenierung, der alles und jeder untergeordnet wurde, sie ist notwendig. „Crash“ erhebt zu keiner Sekunde einen Authentizitätsanspruch, bedient sich lediglich der Realität als Bezugspunkt und berichtet von da aus von alltäglichen Situationen. Führt die Schicksale verschiedenster Ethnien beinahe abstrakt zusammen und zelebriert sich selbst in seiner audiovisuellen Vollkommenheit. Seiner arroganten Zeigefinger-Attitüde kann sich der Film dabei nie wirklich entledigen, dafür entschädigt jedoch die großartige Kameraarbeit James Michael Muro's und ein durchweg überzeugender Cast. Inhaltlich lässt Haggis historische Bezüge als Grund für Rassismus außen vor und stellt diesen als Produkt menschlicher Frustration, als Resultat individueller Schicksale dar. Sei es der Polizist, der die Frau eines Farbigen sexuell belästigt, die wohlhabende Anwaltsgattin, welche ihre lateinamerikanische Haushälterin demütigt oder der Waffenhändler, welcher geprägt von Erfahrungen und besorgt über die Entfremdung seines Umfelds einen persischen Kurzwarenhändler diskriminiert. Haggis inszeniert Diskriminierung als Alltagserfahrung und protokolliert die Folgen auf das Individuum mit all seinen tiefgreifenden Veränderungen. Gibt uns ein Gefühl dafür wie es sich anfühlt als etwas Minderwertiges behandelt zu werden und zeichnet das Bild eines Teufelskreises, in der Frustration, Angst und Missverständnisse sich gegenseitig nähren. Der plötzliche Einfall von Optimismus mag zurecht mit Worten wie „pathetisch“ oder „schnulzig“ umschrieben worden sein, ist in Anbetracht der Intention des Filmes jedoch eine logische Konsequenz. Natürlich ist Rassismus kein rein individuelles Problem, Haggis porträtiert lediglich einen kleinen Aspekt eines Themas, das es verdient hat ernst genommen zu werden und was wäre passender als grenzenloser Optimismus, sei er noch so realitätsfremd.
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Timo K. 2011/09/18 21:48:31
Antwort löschenPuh, die Wertung ist ja erst mal der Schock. Aber wenn ich's mir recht überlege, ein erstaunlich differenzierter Text (so nach dem Durchlesen). Gefällt mir sehr gut. :)
_Garfield 2011/09/19 15:20:58
Antwort löschenVielen Dank, habe deine Wertung gesehen :D und kann auch die vielen kritischen Stimmen größtenteils nachvollziehen. Hab' einfach eine hohe Schmerzgrenze was Pathos und Kitsch angeht, zumindest wenn er ansprechend in Szene gesetzt ist und die Intention mich derart interessiert wie in diesem Fall. :)
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Timo K. 2011/09/19 16:22:45
Antwort löschenAha, dann freue ich mich auf deine Lobhudelei zu PEARL HARBOR.^^
_Garfield 2011/09/19 16:28:12
Antwort löschenFolgt demnächst. ;)
Frank Landgraf 2011/09/03 14:14:47
Kommentar löschenGroßes Kino. Mehr muss man nicht sagen.
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doctorgonzo 2011/09/03 19:06:40
Antwort löschenAber man kann....
Mr. Pink 2011/08/04 16:10:31
Kommentar löschenPaul Haggis oscarprämiertes, episodenhaft erzähltes Drama "Crash", welches von Schicksal, Vorurteilen, Konfrontationen und Rassismus in der sonst so glamourösen Stadt der Engel erzählt, ist für mich einer der besten Filme, die ich je gesehen habe, da das Werk auch nach mehrmaliger Sichtung nichts von seiner Intensität einbüßt und weil hier einfach alles stimmt.
Das Drehbuch ist großartig geschrieben, trotz einer Vielzahl an auftretenden Figuren und den durch diese entstehenden Handlungssträngen bleibt genügend Zeit, um sich mit jeder von ihnen ausgiebig zu befassen. Die einzelnen Episoden sind clever miteinander verflochten und erzählen eine fesselnde, emotionale Geschichte, deren ganzes Ausmaß sich natürlich erst nach und nach entfaltet, wenn die Geschichten langsam alle aufeinanderprallen. Des Weiteren ist das Geschehen auch nicht immer ganz vorherzusehen, wodurch "Crash" die ganze Zeit über spannend gehalten werden kann.
Die Charakterzeichnung ist auf extrem hohen Niveau, die Figuren sind nicht nur schwarz-weiß gehalten, sondern allesamt sehr vielseitig, mit Stärken und Schwächen gesegnet, und, was noch viel wichtiger ist, sie entwickeln sich im Verlauf des Films deutlich weiter. Auch wenn diese Entwicklungen der Figuren für den relativ kurzen Zeitraum, in welchem der Film spielt möglicherweise etwas weit hergeholt sind und unrealistisch wirken können, so sind die Wandlungen an sich trotzdem herausragend durchdacht. Als bestes Beispiel hierfür lassen sich die beiden Police Officers John Ryan und Tom Hansen, dargestellt von Matt Dillon und Ryan Phillippe nennen. Während ersterer am Beginn der Story als äußerst ungemütlicher, rüder Zeitgenosse mit stark rassistischen Ansichten dargestellt wird, was sich vor allem in seinem Umgang mit der Sachbearbeiterin bei der Versicherung seines Vaters ("Shaniqua. Big fucking surprise that is!"), sowie bei der Kontrolle des von ihm im Straßenverkehr angehaltenen Paares zeigt, so wird im späteren Handlungsverlauf deutlich, dass er keineswegs so simpel ist, sondern dass es sich bei ihm auch um einen liebevollen, ruhigen Menschen handelt, der sein Verhalten einfach der Situation in der er sich gerade befindet und der Reaktionen seiner Mitmenschen anzupassen scheint.
Sein Partner hingegen, welcher anfangs noch als der unvoreingenommene, gutherzige Polizist gezeigt wird, gerät während seines Arbeitstages zunehmend in brenzlige, eskalierende Situationen, die ihn immer mehr fordern und ihn schließlich seiner Gutherzigkeit berauben, ihn sogar soweit bringen, dass er sich schlussendlich, was man zuerst nicht von ihm gedacht hätte, von Vorurteilen und Stereotypen blenden lässt.
Auch die restlichen Figuren sind großartig charakterisiert und entwickelt, Vorurteile und Klischees werden erfüllt, um danach stilvoll umgangen, aufgelöst und umgekehrt zu werden. Außerdem macht der wunderbare, durchweg überzeugende Cast seine Sache hier wirklich ausgezeichnet.
Die Inszenierung des Streifens ist ebenfalls überaus gelungen. Der grandiose Schnitt, die saubere Kameraführung und die interessanten Einstellungen erschaffen zusammen mit der hervorragenden musikalischen Untermalung eine düstere, bedrückende, traurige und dennoch sehr lebendige, fesselnde und Gänsehaut erzeugende Atmosphäre.
Was ich dem Film ankreiden würde, ist einzig und allein die Tatsache, dass hier teilweise einfach zu dick aufgetragen wird, zu viel Kitsch, zu viel Pathos, und die Botschaft zwar glaubhaft, aber einfach auch viel zu direkt und holzhammermäßig vermittelt wird. Mir wäre es lieber gewesen, wenn man die ganze Sache vielleicht etwas subtiler angegangen wäre.
Aber das ist Meckern auf höchstem Niveau, da "Crash" trotzdem ein packendes, nachdenklich stimmendes, absolut sehenswertes Meisterwerk ist.
"It's the sense of touch. In any real city, you walk, you know? You brush past people, people bump into you. In L.A., nobody touches you. We're always behind this metal and glass. I think we miss that touch so much, that we crash into each other, just so we can feel something."
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Isolation 2011/08/03 20:59:18
Kommentar löschenHeute aus der Reihe der überbewerteten Filme: „L.A. Crash - Die fahrende Schmalzkartoffel auf vier Rädern.“ Oder auch: „Urteile über keinen Menschen, denn auch das Arschloch, das am Straßenrand in deiner Scheide spielte, will dir im Notfall nur helfen.“
Wir sind doch alle kleine Rassisten. Jeder hasst jeden, aber Paul Haggis führt zusammen. Oder wie? Ach, nein, war ja der unsichtbare Schutzumhang, denn der bewahrt vor jeden Taubenschiss und sogar vor Patronen des feindlichen Arabers. Welch himmlische Angelegenheit. Und das soll berühren? Das soll nachdenklich stimmen? Entschuldigung, für mich sind diese Szenen bizarrer Unsinn, unglaubwürdig in der Darstellung, zu plakativ in der Ausführung und nichts weiter als ein großer Drehbuchunfug. Wenn die zuvor verhasste mexikanische Haushaltshilfe zur besten Freundin mutiert, die man je hatte, weil Unfälle zusammenführen und die eigentlich besten Freunde nicht helfen wollten, dann frage ich mich, was man mir damit sagen will. Deine nahestehenden Bekanntschaften sind überbewertet, ruf lieber die Putzfrau an, oder was? Wo ist da der Sinn? Die ganzen Geschichten sind schrecklich geschrieben, wirken abgehackt und stockend im Verlauf. Nichts passt in- und aufeinander, eine Handlung ist paradoxer als die andere, viele Abläufe sind eine Verstrickung in Widersprüchlichkeiten. Ein Feuerwerk an Absurditäten, ein Fest der pathetischen Selbstverliebtheit und der lächerlichsten Zufälle. Wenn man viele Handlungen einbauen will, sollte man auch an eine längere Laufzeit denken und an - daraus resultierende - vielschichtigere und vor allem zugänglichere Charakterzeichnungen. Nach dem Abspann fragte ich mich, was die flachen Rollen von Sandra Bullock oder Brendan Fraser sollten. Nichts weiter als wirkungsloser Zeitraub. Dies gilt auch für die auf Dauer störenden Slow-Motion-Einlagen. „L.A. Crash“ ist mit seinen 105 Minuten Laufzeit viel zu überladen, schlecht ausgearbeitet und besitzt zu viele Bilder. Eine heikle und mutige Thematik, die ist hier (zugegeben) vorhanden, machen noch keinen guten Film aus. „Crash“ ist in meinen Augen ein pseudo-intelligentes Machwerk, welches nicht die Aufmerksamkeit verdient, die es genießt. Punkt.
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seven 2011/08/03 21:30:16
Antwort löschenKlingt eher nach max. 1 Punkt, aber wunderhübsch geschrieben. Merke: Im Zweifelsfall immer die Nummer der treuen Putze in Griffnähe haben!^^
fkfilmkritik 2011/08/03 21:46:55
Antwort löschenJa, ja und nochmals ja ! Sauber, perfekt so ist es. Die Wertung ist aber noch SEHR nett..
TheTurk 2011/08/04 01:47:10
Antwort löschenSchicker Nickname, passt irgendwie zu dir ! :)
Andy Dufresne 2011/08/04 05:37:28
Antwort löschenIch glaub der genießt gar keine soooo große Aufmerksamkeit,die meisten haben den garnicht gesehen denk ich (und das er den besten Film Oscar bekommen hat wissen sicher noch weniger).Find ihn auf jeden Fall viel besser als du,vielleicht macht er nicht alles richtig,aber die Gedanken die er sich macht sind auf jeden Fall nix alltäglich publiziertes in Amiwoodland...
Isolation 2011/08/04 08:42:24
Antwort löschen@sev: Danke. Du hast es erfasst! :D Wie fandest Du den Film denn?
@fkfilmi: Vielen Dank. ;D Ja, gab aber einfach noch schlechtere Filme, die ich gesehen habe. Und wie gesagt, die Grundthematik ist doch sehr interessant, mutig und wichtig.
@TheTurk: Soll mir jetzt was sagen? Aber in jedem Fall hast Du es mir jetzt richtig gegeben. Bin echt ein Wrack der Gesellschaft.
@Andy Dufresne: Ja, aber mit der Aufmerksamkeit waren nicht nur Primär die Zuschauerzahlen gemeint, sondern auch die (in meinen Augen, betone es immer wieder gerne) zu hohen Wertungen. Sicher, die Gedanken von dem Film finde ich auch mutig, habe ich ja auch erwähnt, aber das alleine macht für mich noch keinen guten Film aus. Aber will niemanden seine Meinung vorschreiben und kann doch auch verstehen, wenn andere Leute "L.A. Crash" gut finden, ist doch kein Verbrechen. :-)
seven 2011/08/04 09:33:52
Antwort löschen@Iso: Naja, immerhin mit 6,5 Punkten bewertet, aber im Nachhinein betrachtet erscheint mir das auch viel zu viel zu sein... :-)
Andy Dufresne 2011/08/04 12:35:07
Antwort löschenKlar,sollte ja auch kein "nnnääähhhäähh du verstehst den Film nicht" Angriff sein :). Er ist auch wirklich nicht perfekt (Bester Film Oscar ist viel zu viel,"Brokeback Mountain" hätte ihn eigentlich bekommen MÜSSEN,oder Spielbergs letzte Großtat,der bockstarke "München"),für mich macht er halt auf jeden Fall mehr richtig als falsch.Und ihn nicht zu mögen ist natürlich auch kein Verbrechen :)
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Isolation 2011/08/04 13:20:02
Antwort löschen@Andy: Nein, nein, so habe ich das auch gar nicht verstanden. :)
Jep, 'Brokeback Mountain' hätte den Oscar eher verdient, aber auf Preise kann man sowieso nicht vertrauen.
Andy Dufresne 2011/08/04 14:00:47
Antwort löschenStimmt.
cruzha 2011/07/20 13:01:29
Kommentar löschenIch hatte überhaupt keine Erwartungen an diesen Streifen, aber er hat mich komplett geflasht. Ein fantastisches Episodendrama! Okay, zwar kommt hier die Toleranz- und Anti-Diskriminierungs-Moralkeule ab und zu recht platt daher, dafür sind die ineinander verwobenen Geschichtchen aber allesamt darstellerisch grandios - und stellen an ihr Ende auch immer eine eigene moralische Frage. Paul Haggis hat alles sehr intensiv inszeniert, so dass es auch einige Stellen gibt, die eine große emotionale Kraft entfalten.
Großes Kino, dazu einer der besten Scores der jüngeren Filmgeschichte!
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TheTurk 2011/07/14 15:15:20
Kommentar löschenDiesen Film sollte sich jeder einmal ansehen, und einige sollten wirklich mal darüber Nachdenken wie er mit ''anderen Menschen'' umgeht. Natürlich gibt es ein haufen ''Dreck'' in unserer Gesellschaft, doch die gibt es überall und bei jeder, bei jeder Nationalität ! Man sollte nicht alle über einen Haufen schmeißen, egal welcher Nationalität man angehört oder welche Hautfarbe man hat. Einer der besten Filme die ich gesehen habe in letzter Zeit, hat völlig verdient die Oscars bekommen !!
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fkfilmkritik 2011/06/19 00:36:53
Kommentar löschenHaggis meint wohl in jeder Szene den Zuschauer ertappt zu haben. Ja, wir alle haben doch Vorurteile gegen jeden. Der Waffenhändler verkauft nicht gerne seine Produkte an Arabers, das Frauchen traut ihrer dunkelhäutigen Putzfrau nicht und die Polizisten wollen extra Schwarze irgendwie drankriegen. Die Moralkeule die Haggis schwingt scheint dem nächsten Darsteller beinahe jeden Moment buchstäblich vor den Kopf zu schlagen. Das ganze ist zu dem noch höchst kitschig, mit unpassender Musik und viel Zeitlupe in Szene gesetzt, als wäre in dem Film in jeder zweiten Szene ein Show-Down. Die Klischees bahnen sich an und fehlen wirklich in keiner Szene. Den Zusammenhang der Geschichten scheint sich der Drehbuchschreiber hier zu erzwingen so, dass dann noch eine ganze Story über das selbe Thema entsteht bei der leider nicht sonderlich viel Wert auf Unvorhersehbarkeit, Realen und einer originellen Botschaft gelegt wird. Gut, ich muss sagen mir ist es nicht immer wichtig, dass die Botschaft niegelnagelneu daher kommt, aber berühren kann mich ein Streifen dennoch wie "Requiem for a Dream" beweist. "L.A. Crash" verliert sich dabei aber noch in einem Ensemble von overacting Darstellern, einer großen Wichtigtuerei die dazu extrem dick aufträgt und der Erkenntnis dabei, dass eigentlich viele Probleme nicht auf Rassismus sondern den zum Teil wirklich dummen Aktionen der Protagonisten basieren.
"L.A. Crash" ist der bis dato schlechteste Oscargewinner den ich kenne. Ein weichgespültes, kitschiges und oft unbeabsichtigt komisches Drama mit dem Haggis versucht auf jeden Menschen mit dem Zeigefinger deuten zu können.
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facepalm 2011/06/19 00:39:38
Antwort löschenKlasse argumentiert, nachvollziehbar und jetzt kommt der endgültig auf uninteressant.
fkfilmkritik 2011/06/19 00:41:22
Antwort löschenDanke, sehr gut :).
Timo K. 2011/06/19 00:43:27
Antwort löschenO ja, endlich einer, der diesen minderbemittelten Crap entlarvt.
fkfilmkritik 2011/06/19 00:48:42
Antwort löschen;)
Le Samourai 2011/06/19 00:49:15
Antwort löschenEinfach nee. :)
CHICAGO ist übrigens der schlechteste Oscargewinner aller Zeiten.
Oceanic6 2011/06/19 00:50:02
Antwort löschenfand ihn nicht ganz so schlimm, gebe dir aber in allen Punkten Recht! ;)
fkfilmkritik 2011/06/19 00:56:34
Antwort löschen@Le Samourai: Kann sein, scheint auch einer dieser: "Ja, das leben ist hier ja so mies in dieser Stadt" Film zu sein :).
@Oceanic6: Danke :)
Mr Vincent Vega 2011/06/19 00:56:47
Antwort löschenWirklich ein entsetzlicher Schmonzfilm.
Punsha 2011/06/19 02:04:35
Antwort löschenJap, gut erkannt...fand den auch nicht wirklich gut.
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TheCineast 2011/08/01 13:30:03
Antwort löschenGenau diese Punkte sind jene, welche einen Paul Haggis von einem Alejandro González Iñárritu unterscheiden!
dustyOn3 2011/11/25 07:06:06
Antwort löschenWie Recht du hast.
son of the godfather 2011/06/04 15:29:01
Kommentar löschenL.A Crash ist einer dieser Filme die ich liebe, auch wenn sie eigentlich immer ein unzufriedenstellendes Ende haben so leider auch hier. Man sollte diesen Film nicht mit der Erwartung angucken einen spektakulären plot vorzufinden sonst wird man schnell entäuscht werden (mein kleiner Bruder ;-). Es gibt keine übergreifende Story sondern es werden lauter kleine Geschichten erzählt, die aber derart gut miteinander verwoben sind das es eine wahre Freude ist immer mitzuverfolgen wer jetzt schon was mit welcher person erlebt hat und über welche ecken die sich noch kennen müssten. Leider ist das auch die einzige "Freude" den der Film schafft es den zuschauer mit den charakteren so stark mitfühlen zu lassen, dass man richtig depressiv werden müsste wenn man sich den Film öfter anschaut und als michael pena's kleine tochter auf die straße rennt zerreißt es einem schier das herz.Im nachhinein kommt man sich ganz schön überfahren vor aber man ist um einen wirklich klasse film reicher. Hat mich sehr stark an 21 gramm erinnert auch wenn ich L.A crash um längen besser finde
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Mickey82 2011/05/28 20:52:29
Kommentar löschenEmotionaler Film - Spricht wichtige Themen an und überzeugt durch Kamera, Stil & Schauspieler
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Cowboy86 2011/05/25 13:36:13
Kommentar löschenWenn ich ehrlich bin, gefiel mir dieser Film von Anfang an überhaupt nicht. Mehr Klischees aus dem Rassismushandbuch könnten wohl kaum erfüllt werden. Jeder hasst jeden und alle handeln exakt ihrer Rolle entsprechend, so als ob aus der kleinen "in-film-sitcom" ein ganzer Film in Szene gesetzt wurde. Nirgendwo war eine "normale" Person in Sicht, der ganze Film und ganz Amerika besteht nur aus Rassisten. Dermassen übertrieben, dass ich mich nur noch nervte.
Aber dann auf einmal änderte sich alles. Damit meine ich nicht die zu erwartende Wendung des Films, sondern mich selber. Irgendwie schaffte es dieser klischeeüberhäufte Film, mich zu berühren. Ich bin grundsätzlich nicht sonderlich sentimental veranlagt, aber hier überkamen mich die Gefühle schlichtweg.
Vielmehr kann und möchte ich dazu gar nicht mehr sagen. Verdiente 8 Punkte für eine aussergewöhnliche Erfahrung und meine Empfehlung für einen schönen Filmabend.
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