Nicht ja, nicht nein

L'Esquive (2003), FR
Laufzeit 124 Minuten, FSK 0, Drama, Kinostart 10.03.2005

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- Kritiker
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von Abdellatif Kechiche, mit Osman Elkharraz und Sara Forestier

Krimo ist verliebt in Lydia, die leidenschaftlich Verse von Marivaux deklamiert. Beim nächsten Schulfest soll dessen Liebeskomödie “Das Spiel von Liebe und Zufall” mit ihr in der Hauptrolle aufgeführt werden. So fasziniert ist sie davon, dass sie sich für ihr letztes Geld das Bühnenkleid schneidern lässt. Wie soll der schüchterne, wortkarge Krimo, der selbst gegenüber seinen Kumpels kaum Gefühle formulieren kann, sich ihr offenbaren? Große Opfer sind nötig, also wechselt eine Reihe wertvoller Markenartikel ihren Besitzer, damit der Darsteller des Harlekin ihm die Rolle an Lydias Seite überlässt. Nur eins hat Krimo in seiner Entschlossenheit nicht bedacht: Die fürs Schauspiel geforderte Extrovertiertheit und der schwierige Text sind für ihn die Hölle…

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Kritiken (1) — Film: Nicht ja, nicht nein

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8.0Ausgezeichnet

Bis zum Ende ist L'ESQUIVE selbst ein Spiel von Liebe und Zufall. Die Kamera ist unaufdringlich, aber sorgfältig beobachtend, von beeindruckender Differenziertheit. Kechiches Kino ist weltversessen, er macht das Leben in den Banlieues zu einem alltäglichen Gefühl. L'ESQUIVE sieht klein aus, aber er ist groß. Ein bezaubernder Film über die Liebe, das Leben und die Dinge. Und über die Liebe zur Literatur.

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annaberlin

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Interessantes, ambitioniertes Sozialdrama, das sprachlich selbst für Franzosen schwer zu verstehen ist. Die deutsche Synchronfassung macht jedoch insofern keinen Sinn, als dass es im Deutschen kein äquivalentes Sprachphönomen wie die französische "Banlieue"/Jugendsprache gibt.

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