Das Biest
La bête (1975), FR Laufzeit 94 Minuten, FSK 0, Erotikfilm, Horrorfilm, Fantasyfilm, Kinostart 06.02.1981
5 Bewertungen
Skala 0 bis 10
39 Bewertungen
8 Kommentare
Keine
von Walerian Borowczyk, mit Sirpa Lane und Lisbeth Hummel
Um den finanziellen Ruin der Adelsfamilie abzuwenden, der nun nach jahrelanger Misswirtschaft droht, sieht Marquis Pierre de l’Esperance nur noch einen Ausweg: sein Sohn Mathurin und Lucy Broadhurst, amerikanische Millionenerbin eines großen Familienunternehmens, müssen unbedingt heiraten so schnell es geht. Die Weichen sind schon lange gestellt, denn die beiden Väter waren gute Freunde und so wurde die Hochzeit der Kinder schon längst beschlossen. Der Onkel des Marquis zeigt sich von der geplanten Hochzeit allerdings wenig begeistert. Ein alter Familienfluch besagt, dass eine Heirat Mathurins Tod bedeutet. Als Lucy und ihre Tante auf dem Schloss eintreffen, sind die Vorbereitungen aber bereits in vollem Gange. Bei ihrem Streifzug durch das Anwesen ist Lucy fasziniert von einem Gemälde Romildas, einer Urahnin der Familie, und findet in einem alten Buch die Zeichnung einer schrecklichen Bestie, mit der Notiz am Rand: “Ich bin ihm begegnet, und ich habe mit ihm gekämpft.”. In der darauf folgenden Nacht träumt sie von dieser Begegnung. Doch was als Albtraum beginnt verwandelt sich plötzlich in pure Lust – animalisch, exzessiv, grenzenlos… Schweißgebadet erwacht sie. War alles nur ein Traum?
Cast & Crew
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Walerian Borowczyk
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Sirpa Lane
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Romilda de l'Esperance
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Lisbeth Hummel
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Lucy Broadhurst
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Elisabeth Kaza
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Virginia Broadhurst
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Pierre Benedetti
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mathurin de l'Esperance
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Guy Tréjan
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Pierre de l'Esperance
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Roland Armontel
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Priester
Regie
Schauspieler
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Marcel Dalio
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Duc Rammendelo De Balo
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Robert Capia
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Roberto Capia
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Pascale Rivault
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Clarisse De l'Esperance
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Jean Martinelli
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Cardinal Joseph de Balo
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Walerian Borowczyk


















Kritiken (2) — Film: Das Biest
LuGr: MovieMaze / NEGATIV u.a.
Kommentar löschen"La Bête - Die Bestie" ist trotz seiner reißerischen Ingredienzien sinnlich, trotz seiner Brutalität künstlerisch. Diese außergewöhnliche Studie um den Trieb des Menschen ist zwar kein metaphysischer Geniestreich, wohl aber ein in seiner Direktheit im doppelten Wortsinn eindringliches Kunstwerk an der Grenze zur Pornografie, welches einzigartig ist.
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Björn Lahrmann: Das Manifest
Kommentar löschenReden ist Silber, Zeigen ist Gold in der Welt des Walerian Borowczyk, dessen freudianisch durchsexualisiertes Hauptwerk LA BÊTE ihm auch im libertären Kinoklima der 70er viel Knatsch mit der Zensur einbrachte. Ein Bärendienst, denn bekanntlich ist der Genuß am Amoralischen ja desto größer, je hysterischer die Moral deswegen auf die Stühle springt. In Deutschland vermottete der Film jahrzehntelang in der Notorietätenkiste des Jugendschutzes, bis der Fernsehsender Arte im Jahr 2000 ein rechtliches Schlupfloch nutzte, um die ungeschnittene Version zu senden. Jetzt also die üppige DVD-Edition von Bildstörung, die sich an der amerikanischen Referenzfassung von Cult Epics orientiert und LA BÊTE endlich auch Region-2-weit die Ehre erweist, die ihm gebührt.
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Kommentare (5) — Film: Das Biest
Kommentar schreibenVisitorQ 2011/11/24 18:20:28
Kommentar löschenSexy, bizarr und sehr komisch. Wird sicherlich nicht Jedermanns Geschmack sein, meinen hat dieser Film aber defintiv getroffen.
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horro 2010/11/12 13:13:46
Kommentar löschenDurchaus ästhetisch, mit Elementen aus Thriller, Horror und zudem recht erotisch. Besonders gefällt mir die Aufschrift auf der DVD: "Wir raten ab" - katholische Filmkritik ... und "Ein Liebhaber, viel kräftiger und behaarter, als ihn sich selbst Jessica Lange in King Kong jemals hätte träumen lassen" - New York Times ... da musste ich einfach zugreifen! Der Film ist dann entgegen den dumben Aufschriften recht anspruchsvoll und durch die eher bizarre Handlung für den Zuschauer manchmal auch eine Herausforderung.
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eXonic 2010/11/07 13:38:53
Kommentar löschenIn Träumen ist das Unmöglichste möglich, Tabus gibt es nicht und Grenzen gibt es nicht. Der Mensch verarbeitet darin nicht nur seinen Tag und seine Erlebnisse, sondern erfährt dort auch sein innerstes Verlangen und unaussprechliche, peinlich Triebe, von denen er oft selbst nichts weiß. So ging es bestimmt schon den meisten, in der Realität ist das Geträumte aber unvorstellbar und widert dich selbst an.
Ganz genau so ergeht das auch Lucy, die bald heiraten wird, in der Nacht vor ihrer Hochzeit von einem Albtraum heimgesucht wird, der schon bald keiner mehr ist. Dort wird sie in Form einer alten Vorfahrin ihres baldigen Ehemannes Mathurin von der titelgebenden Bestie gejagt - mit erigiertem Penis. Irgendwann gelangt sie in die Fänge des Monsters, das sie vergewaltigt. Doch schon nach kurzer Zeit findet sie Freude daran und scheint den besten Sex ihres Lebens zu haben.
Märchenhaft sind diese Szenen eingefangen, sind überraschenderweise erotisch, aber gleichzeitig abstoßend und ekelig. Unterlegt sind die Traumsequenzen von einem unfassbar schönem Cembalo-Soundtrack, der perfekt zum barocken Stil passt. So lässt Borowczyk diesen Teil zum atmosphärischsten und auch besten des gesamten Films werden.
Nicht ganz so stimmig sind jedoch einige Elemente aus dem realen Handlungsverlauf. Figuren wie die Schwester Mathurins und die Kinder, die diese eines Tages mit sich nach Hause schleppt scheinen völlig fehl am Platze zu sein. Sie wirken wie Fremdkörper, stören die Handlung und sind irrelevant für den Film. Borowczyk provoziert natürlich auch, in meinen Augen jedoch zu viel, indem er Geschlechtsteile immer möglichst in der Mitte des Bildes plaziert und das auch noch zu lang, was La Bête manchmal vielmehr als Porno rüberkommen lässt als einen guten Erotikfilm, was er ja zu großen Teilen ist. Ein einzigartiger und künstlerischer.
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JimiHendrix 2010/09/23 19:08:46
Kommentar löschenEin provozierendes, leicht pornographisch angehauchtes Werk von Walerian Borowczyk, was aber an manchen Stellen höchst ästhetisch und originell daher kommt.
Wenn man bedenkt, dass dieser Streifen 1975 entstanden ist, muss man unweigerlich seinen Hut ziehen vor der Courage des Regisseurs und den Schauspielern. Ich kann aber auch Leute verstehen, die dieses leicht surreale Werk als abstoßend und unnötig anprangern.
Meiner Meinung nach zählen im Kino nicht moralische Werte sonder einzig und alleine das Gefühl, welches den Zuschauer ereilt. Deswegen kann man in einem Film tabulos alles zeigen, solange es auch nur einen einzigen cineastischen Konsumenten erreicht.
Die Gefühle, welche ich beim Schauen dieses Werkes verspürte waren kein Ekel oder Abscheu, sondern Faszination und Erregung. Diese Gefühle machen mich aber noch lange nicht zu einem praktizierenden Zoophiliker, sondern einfach nur zu einem stillen Betrachter des grotesken.
Die Handlung lässt sich sehr rasch erläutern und ist auch nicht der tragende Faktor, sondern stellt nur den Rahmen. Es ist hauptsächlich die gekonnte Mischung aus Horror, Erotik, Tragik und Mut zur Provokation, wobei ich die im Fokus stehenden Szenen jetzt nicht unbedingt so heftig wahrnahm, es gehörte einfach dazu. Vor allem die erotischen Momente wurden extrem künstlerisch zelebriert und auch die Szene, in der das Biest die Frau erst vergewaltigt und dann beglückt, war irgendwie skurril aber faszinierend.
Schauspielerisch war es vor allem für die weibliche Hauptdarstellerin Lisbeth Hummel eine kleine Herausforderung so freizügig und unbeschwert in den Nacktszenen zu schwelgen, aber das machte sie wirklich fantastisch.
Ich kann diesen Film all jenen empfehlen, die auf ästhetische und ungewöhnliche Erotik stehen, welche mit einer passablen Story umwoben ist.
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derblonde 2009/09/20 18:53:22
Kommentar löschenÄußerst bizarres Erotikdrama mit Horroranleihen. Schräg, humorvoll und an der Grenze zum Sodomieporno. Sollte man mal gesehen haben. Für die psychodelischen Anleihen sind Kritiker zuständig. Das Booklet zur DVD ist erste Sahne.
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