Die Offizierskammer

La chambre des officiers (2001), FR
Laufzeit 135 Minuten, Historienfilm, Drama

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von François Dupeyron, mit Denis Podalydès und Grégori Derangère

Gleich zu Beginn des Ersten Weltkrieges wird der französische Offizier Adrien von einem Schrapnell schwer im Gesicht verwundet. Er ist dazu gezwungen, fünf Jahre im Militärkrankenhaus “Val de Grâce” in Paris zu verbringen, wo es im Offizierszimmer keine Spiegel gibt und er sich daher die Schwere seiner Verwundung nicht ansehen kann. Nur an der Mimik seiner Besucher und der Ärzte und Schwestern kann er erahnen, daß er grauenhaft entstellt sein muß.


Cast & Crew


Kommentar — Film: Die Offizierskammer

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8martin

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Es ist ein Anti-Kriegsfilm der besonderen Art. Es geht um die entstellenden Verwundungen vor allem im Kopf- und Gesichtsbereich, die man vom Krieg davon trägt und wie man damit fertig wird. Sowohl der Betroffene selbst als auch sein Umfeld (Eltern, Geschwister, Geliebte). In eindrucksvollen, oft mit einem grün-gelb Filter aufgenommenen Bildern wird die langsame Annäherung an den eigenen, verstümmelten Körper dargestellt. Damit es auch für den Zuschauer erträglicher wird gibt es Anais, die Krankenschwester (Sabine Azéma), die warmherzig aber resolut, aufmunternd und mitfühlend die Verwundeten pflegt. Ein ernster Film, ein trauriger Film. Und doch gelingt dem Regisseur Francois Dupeyron am Ende eine Lösung, die sehr menschlich ist und nachdem er den Zuschauer auf eine höhere Erkenntnisstufe geführt hat, von ihm auch verständnisvoll mitgetragen wird.

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