La La Land - Kritik

La La Land

US · 2016 · Laufzeit 128 Minuten · FSK 0 · Musikfilm, Drama, Komödie · Kinostart
Du
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    hipsu 19.07.2017, 02:03 Geändert 19.07.2017, 02:03

    Tanzen, singen, klatschen - kann man machen, muss man aber nicht. 5/10

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      J.F.Lannister 18.07.2017, 23:39 Geändert 18.07.2017, 23:54

      Manchmal kann das Leben schon sehr ironisch sein. Erst neulich wurde mir in frenzy_punks "Fragen ohne Antwort"-Blog die Frage gestellt, welchen Film ich mir kein zweites Mal ansehen, ihn aber dennoch jedem weiterempfehlen würde. Eine Antwort darauf hatte ich nicht. Jetzt schon.

      Zwar trifft auch "La La Land" nicht zu 100% den Kern der Sache, weil er als Musicalfilm schon etwas speziell ausfällt, nichtsdestotrotz bin ich der Meinung, dass jeder einmal den Versuch wagen sollte. Ja, man wird so einige hochkitschige "Friede, Freude, Eierkuchen"-Lieder über sich ergehen lassen müssen, die zu Beginn des Weiteren etwas aufgesetzt wirken und sich nur holprig in die Handlung einfügen. Das bessert sich mit der Zeit allerdings und aus Dialog- und Liedszenen entwickelt sich ein harmonischer Fluss. Nichtsdestotrotz denke ich, dass sich diese Dramödie komplett ohne Musicaleinlagen bedeutend besser hätte enthalten können.

      Warum sollte man also den Versuch wagen? Weil uns Damien Chazelle mit "La La Land" ein äußerst reifes und weises Traumfabrikmärchen präsentiert! Gekonnt erweckt er, unterstützt durch das Traumpaar Gosling und Stone, den Glanz Hollywoods und den Traum des kleinen Mannes bzw. der kleinen Frau vom großen Showgeschäft zum Leben, verwehrt sich letztendlich jedoch gegen ein Happy End, welches dem Film ansonsten den Todesstoß verpasst hätte. Stattdessen lehrt uns Chazelle bittersüß, dass man im Leben sehr wohl träumen darf und auch soll, es aber eben nicht jeder Traum in Erfüllung gehen wird. Dies gelingt ihm auf subtile Art so gut, dass ich mich auf dem Heimweg mit Dur-Musik aufmuntern musste und ich jetzt beim Schreiben immer noch daran zu fressen habe.

      Solche Filme geben mir persönlich ziemlich viel, weil sie als Spiegel meines eigenen Lebens fungieren und mir zeigen, dass es auch im Leben anderer Menschen nicht immer rund läuft. Im Moment bin ich emotional zwar geplättet, kann auf diesem Tief jedoch aufbauen und mich leichter dazu ermuntern, mein eigenes Leben selbst zu verbessern. Und so habe ich mich vorhin nach dem Kino zum Essen nicht in mein Zimmer zurückgezogen, sondern mich in der Küche mit zwei Mitbewohnern unterhalten. Ein glückseliges Happy End hätte diesen Effekt wahrscheinlich nicht oder zumindest nicht in diesem Ausmaß erzielen können.

      7-10/10 Punkten. Je nachdem, wie gut man mit den Musicaleinlagen klarkommt.

      Und weil es gerade zufällig aus meiner Anlage ertönt, mir wohlig um die Seele streichelt und musikalisch sowie inhaltlich nicht besser passen könnte:
      Louis Armstrong - We Have All The Time In The World

      https://www.youtube.com/watch?v=RMxRDTfzgpU

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        Man muss Musicals mögen. Ich konnte ihn nicht mal zu Ende sehen

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          Toll gespielt
          Toll gesungen
          Toll getanzt
          aber mir persönlich ist er zu
          La La Langweilig

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            vorhersage 7
            bewertung 4
            ich mag keine musicals

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              Für mich eigentlich eine klare 7er-Wertung, der Barjazz und die Melancholie gegen Ende hin ringen mir dann aber noch ein Pünktchen ab. Hab mal gehört, Gosling hätte sich für diesen Film das Klavierspielen beigebracht. Kann ich mir irgendwie nicht ganz vorstellen.

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                RicoRoyal 22.06.2017, 07:12 Geändert 28.06.2017, 20:40

                Schon die Eingangssequenz macht deutlich: Hier wurde schamlos geklaut. Und zwar nicht bei der "West Side Story" oder anderen amerikanischen Musicals, denn das hätte ja jeder sofort bemerkt, sondern bei Jacques Demys einzigartigem "Les Demoiselles de Rochefort" und noch mehr bei "Les Parapluies de Cherbourg".

                Nur sind halt Demys Filme eine Liga für sich, während "La La Land" nie übers Mittelmaß hinauskommt - was nicht zuletzt an der desaströsen Fehlbesetzung Ryan Goslings liegt, den ich noch nie so farblos erlebt habe. Außerdem kann der Mann leider weder singen noch tanzen. Letzteres hat man mit zahllosen Schnitten während der Tanz-Sequenzen zu vertuschen versucht. So muss Emma Stone das FIlmchen halt ganz allein über die zwei Stunden stemmen. Immerhin gab's dafür ja einen Oscar - so gesehen hat sich der Aufwand wenigstens für sie gelohnt.

                Wenn man sich schon so offensichtlich bei Klassikern bedient, hätte Herr Chazelle wenigstens bei der Bildsprache ein wenig nacheifern können, doch leider - und das ist unverzeihlich - ist ihm wirklich gar nichts eingefallen, zéro. Domage.

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                  Canis Majoris 21.06.2017, 14:22 Geändert 21.06.2017, 14:23

                  Bei der Erstsichtung sprang kein Funke rüber, außer La-La-Lass-mich-in-Ruhe, du merkwürdiger Film!

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                    Genialer Musical-Streifen mit Ohrwurmgarantie.
                    Ryan Gosling als Jazz-Musiker und Emma Stone als Schauspielerin, versuchen ihren großen Traum in Los Angeles zu verwirklichen. Großartige Musik, tolle Schauspieler und wunderschöne Bilder.
                    Wiedereinmal beweist Damien Chazelle, was für ein unglaublich begabter Regisseur er doch ist.
                    Klare Empfehlung.

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                      Diese Wertung ist eher persönlicher Natur und von daher ziemlich subjektiv. Vielleicht gebe ich dem Streifen irgendwann noch mal eine Chance aber ich habe ihn nun knapp vor der Hälfte unterbrochen. Irgendwie hat mich La La Land überhaupt nicht gepackt und das obwohl mir hier eine 8er Bewertung vorhergesagt wurde. Tja vielleicht hab ich zu früh unterbrochen und sowas mache ich eigentlich auch nicht aber mir war es bisweilen einfach zu kitschig um es auf den Punkt zu bringen. Die 6 Punkte gibt es von mir wegen der sicherlich guten Aufmachung und der Kamera. Emma Stone spielt recht gut, Ryan Gosling ist Geschmackssache denke ich und eher nicht so mein Fall.

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                        Meine Punktebewertung hat das Prädikat "uninteressant". Dieses Prädikat ist veritabel bezüglich meines Gesamteindruckes dieses prämierten Films.
                        Natürlich sind Fotografie und Set des Films vorzüglich. Dennoch fehlt es dem Film an berührender Story und an Charme. Emma Stone hat leider in dem von mir ansonsten durchaus geschätzten Ryan Gosling keinen gleichwertigen Partner. Ein Knistern zwischen den beiden Protagonisten vermochte ich nicht auszumachen. Zudem sind beide sängerisch leider arg limitiert, so dass manche Gesangseinlage schon Anlass zum Fremdschämen gab. Bei aller Opulenz der Bilder, mit denen sich Hollywood hier selbstverliebt feiert, lautet mein Fazit: Aus den Augen, aus dem Sinn!

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                          Ich hasse Musicals aus tiefster Seele und Überzeugung, auch wenn er 46 Oscars bekommen hätte, es ist wie es ist. Eigentlich habe ich ihn mir nur wegen Emma Stone angetan, ich liebe sie und kann nichts dafür.

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                            mary.werner.5203 12.06.2017, 09:03 Geändert 12.06.2017, 11:34

                            Mich konnte "La La Land" leider nicht so wirklich begeistern, und das obwohl ich ein gutes Gefühl hatte, was den Film anging, da ich auch die Trailer sehr gut fand, und mit Emma Stone, eine meiner Lieblingsschauspielerinnen dabei war. Als heißer Oscar-Preisträger war ich also mehr als gespannt auf den Musical-Film.

                            Ich muss sagen, das "La La Land" mich sehr enttäuscht hat, die Musik ist klasse, keine Frage. Und auch bietet der Film eine tolle Optik und Bilder die sehr schön anzusehen sind. Aber so richtig in seinem Bann ziehen konnte mich "La La Land" nicht. Dazu ist die Story viel zu langweilig erzählt.

                            Was mich zudem irritiert hat, waren die Smartphones die des öfteren zum Einsatz kamen, da der Film mehr dieses 40er/50er Jahre Flair hat. Das hat für mich so absolut nicht gepasst, und irgendwie die Atmosphäre total kaputt gemacht.

                            Und dann dieses unglaublich frustrierende Ende indem Mia 5 Jahre später mit einem anderen Mann verheiratet ist und mit ihm ein Kind hat, und Sebastian immer noch allein ist und einen eigenen Jazz-Club hat.. Da fragt man sich als Zuschauer doch wirklich was das soll?! Warum eine Liebesgeschichte der beiden im ganzen Film über aufbauen wenn sie am Ende merken das sie doch nicht zusammenpassen und eigene Wege gehen. Somit war diese Love-Story meiner Meinung nach ziemlich sinnlos. Andere mögen dieses Ende vielleicht gut finden das sie die Karriere vorziehen und die Beziehung der beiden nicht funktioniert. Aber wahrscheinlich konnte ich mich da auch nicht so gut in beide Charaktere hineinversetzen, weil für mich selbst die Liebe und Familie viel mehr zählt als sich seinen Karrieretraum zu verwirklichen.

                            Emma Stone hat mich schauspielerisch zwar mehr überzeugen können als Ryan Gosling, allerdings war mir Gosling's Figur weitaus sympathischer. Was ich vorallem gegen Ende so empfand. Mia konnte und wollte kein gemeinsames Leben mit Sebastian aber mit einem anderen wohlhabenderen Kerl, das ließ sie ziemlich oberflächlich und unsympathisch auf mich wirken.

                            "La La Land" ist für mich eine der großen Enttäuschungen. Da hätte ich wirklich mehr erwartet, dafür das es ein Oscar-Film ist.

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                            • 7

                              Puh. Bin immer noch hingerissen - oder niedergeschlagen. Ich kann mich nicht entscheiden. Die Erwartungshaltung zu diesem Film war ja immens... Nun bin ich leicht ernüchtert.
                              -Achtung Spoiler-
                              Also Emma Stone ist Zucker, die Musik wunderschön, die Atmosphäre stimmt - aber was stimmt nicht mit dem Film?
                              Es geht um ...Nichts! Der Film behauptet zwei Menschen die ihren Platz im Leben suchen, sich finden...dann wieder nicht, dafür aber dann doch den (beruflichen) Platz. Das reicht mir persönlich an Handlung nicht für 2 Stunden.Die Atmosphäre fängt das nicht alles auf. Ausserdem ging mir Ryan Goslings knurrige Laune bereits nach 20 Minuten auf die Nerven, da war keine Entwicklung. Emma Stone durfte ihr komplettes Schauspiel-Repertoire zeigen, kein Wunder dass sie oscarprämiert nachhause ging. Erwähnte ich, dass sie Zucker ist? Ich gebe dem Film trotzdem wohwollende 7 Punkte: Für die Musik... für die Momente als der Film mal nicht langweilig war und ich fast Tränen in den Augen hatte... für die tolle Emma (sorry Ryan)... und für die Liebeserklärung an die Kunst und an die Träume.

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                                AliceInWonderLand 10.06.2017, 19:01 Geändert 10.06.2017, 19:02

                                Mir hat der Film nicht gefallen. Die Musicalnummern waren ganz nett ("City of Stars" hat mir gut gefallen) und auch das nächtliche LA wurde wirklich sehr schön eingefangen. Handwerklich ist der Film also gut gemacht.
                                Aber die Story war einfach nur seicht und voller Kitsch, was meinetwegen gewollt sein kann, aber dafür hat sich der Film dann doch zu ernst genommen. Es ist ja schön und gut alte Musicalfilme zu zitieren - aber ist das wirklich eine so großartige Leistung sich aus ikonischen Filmszenen anderer Werke zu bedienen? Zumal die Hauptdarsteller wirklich nicht tanzen und singen können...
                                Enttäuscht war ich übrigens über Emma Stones Leistung. Mir ging es bei der Sichtung wie damals bei "Silver Linings Playbook": ich kann weder den Hype um den Film, noch den Hype um die Leistung der Hauptdarstellerinnen verstehen. Ich kenne nicht viele Filme mit Emma Stone, hatte eine wirklich neutrale Einstellung zu ihr, aber sie hat mich nicht überzeugt. Da fand ich die Leistung von Ryan Gosling besser und den kann ich, das geb ich zu, normalerweise nicht leiden. Deshalb scheint mir der gewonnene Oscar eher mit der Person Emma Stone zusammenzuhängen, als mit der Schauspielerin Emma Stone.

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                                  RobertTerwilliger 09.06.2017, 01:57 Geändert 09.06.2017, 02:02

                                  Muss meine Wertung nach unten revidieren. Nach erneuter Sichtung, denn man hofft ja darauf, dass man etwas übersah, musste ich nach der Hälfte abbrechen. Furchtbar narzistischer Streifen, der jedem Träumenden Verachtung entgegenwirft. Chazelle weiß, und wird auch nie wissen, was Muse und Begeisterung in der Kunst sein wird.

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                                    Ich habe mir den Film nach dem Hype bei der diesjährigen Oscar-Verleihung angesehen, allerdings ging es bei mir über die schöne Optik und einen Track vom Score nicht hinaus. So bleibt mein favorisierter Musicalfilm dann doch "Sweeney Todd".

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                                      bad.taste 07.06.2017, 16:39 Geändert 07.06.2017, 16:58

                                      Schon mit seinem gefeierten Trommler - Drama "Whiplash" gelang es Regisseur Damien Chazelle auf unvergleichbare Weise , seine Begeisterung für die Musik mit einer konfliktgeladenen Geschichte zu vereinen.Direkt danach folgt der nächste Paukenschlag ! Doch anders als sein Kinodebüt ist sein neustes Werk kein ernstes Drama , sondern ein pompös -prächtiges Musical. In "La La Land" ist alles groß und gefühlvoll. L.A. wird hier als zauberhafte Stadt , als "City of Stars" inszeniert. "La La Land" ist ein quietschbunter Film voller Musik und Tanz , an dem eine künstlichkeit haftet , die Musicals nun mal besitzen.Schon an den grellen Farben und der auffälligen Ausstattung macht es sich bemerkbar , die kaum weniger bezaubernd sind als die glamourös - stillvollen Choreografien.

                                      Zwei Menschen in Los Angeles träumen von der großen Karriere. Aber nichts scheint zu klappen. Mia (Emma Stone) , die erfolglos von Schauspielcasting zu Schauspielcasting hastet , bekommt nur ein paar Sekunden Zeit , in dem jemand ins Zimmer platzt oder dem Produzenten sein Smartphone wichtiger ist als ihre Schauspielkunst.Der Gelegenheitspianist Sebastian (Ryan Gosling) , der zu gern eine elegante Jazz - Bar eröffnen würde , aber keine großen Chancen darin sieht , weil kaum noch jemand seine Jazzleidenschaft teilt. Daher muss er sich vorerst in einer 80er Jahre Coverband über Wasser halten. Nachdem sie sich öfter zufällig begegnen verlieben sie sich Hals über Kopf ineinander und unterstützen sich gegenseitig dabei , ihre Träume wahr werden zu lassen. Doch schon bald müssen Mia und Sebastian einsehen dass sie Opfer bringen müssen , was ihre Beziehung auf eine harte Probe stellt....

                                      Bereits der auf einer der zahlreichen Zufahrtsstraßen nach L.A. angesiedelte Auftakt ist eine klasse für sich. Der Film weiß prompt zu verzaubern , zumal nicht nur die Choreografie und der Song "Another Day of Sun" ungemein mitreißend gestaltet sind , sondern auch in inszenatorischer Hinsicht begeistert. Die Kamera schwebt auf eine Wagenkolonne , die sie anschließend ohne erkennbarer Schnitte für eine grandiose fünfminütige Eröffnungsszene ständig umkreist. Diese Einstimmung mündet dann in das erste zusammentreffen der Hauptcharaktere , wobei die nicht nach üblicher Manier auf Anhieb in gegenseitiger Leidenschaft füreinander verfallen , sondern sich herrlich angiften. Da Ryan Gosling und Emma Stone schon in "Crazy Stupid Love" und "Gangster Squad" vor der Kamera standen ist die Chemie als Leinwandpaar geradezu großartig. In der ersten gemeinsamen Gesangs - und Tanzszene , erahnt man bereits das Potenzial , das noch in "La La Land" steckt und wird diesbezüglich nicht enttäuscht , wenn auch die Gesangsnummern in der zweiten Hälfte etwas spärlicher werden.

                                      Einerseits ist "La La Land" eine liebevolle Hommage an die Musicals des klassischen Hollywoodkinos der 30er - 50er Jahre geworden.Andererseits hält es Damien Chazelle nicht davon ab interessante neue Wege zu finden ,seine nur im Kern simple Geschichte zu erzählen. Allein dass er der Versuchung widersteht , den gesamten Film in die goldene Ära von Hollywood zu übertragen ergibt sich eine wahnsinnig stimmige Verbindung aus nostalgischem Flair und modernen Esprit , die dem Genre neues Leben einzuhauchen vermag. So verzichtet Chazelle auf eine lineare Erzählweise und springt zwischen verschiedenen Zeitebenen hin und her. Zudem hat er den Film in Kapitel unterteilt , die den vier Jahreszeiten zugeordnet sind. Dennoch stehen die Gesangs - und Tanznummern im Mittelpunkt , deren altbewährte Strukturen durchbrochen werden - in dem Chazelle Lieder durch Klingeltöne von Smartphones unterbricht oder von Autohupen ablösen lässt.

                                      "People love what other people are passionate about." - Mia

                                      Regisseur und Drehbuchautor Damien Chazelle legt mit "La La Land" ein zeitgemäßes Musical vor , dass die Tradition der großen Klassiker filmisch und musikalisch in die moderne führt. Dabei glänzen Emma Stone und Ryan Gosling als charmantes Leinwandpaar und beeindrucken mit musikalischem und gesanglichem Talent. Der Film ist ein Rausch aus schwindelerregenden Kamerafahrten , großartigen Choreografien , Melodien mit Ohrwurmpotenzial und einem fantasievollen Setting , das von der ersten Minute mitreißt und bis zuletzt verzaubert.

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                                        Ist es nun ein Musical oder keines (nicht gänzlich)? Kann man ihn schauen, auch wenn man keine Musicals mag oder ist er tatsächlich schlichtweg überbewertet und zu sehr gehypt?
                                        Im Vorfeld wurde viel über den Film berichtet und versucht, ihn als massentauglich, aber besonders zu vermarkten. Und letzteres ist er für mich auf jeden Fall.
                                        La-La-Land beginnt tatsächlich wie ein klassisches Musical, könnte geradezu ein Nachfolger von Grease sein. Das wars für mich aber schon an klassischem Musicalelement. Denn dann gewinnen die Personen und die Story an Tiefe. Keine Massengesangseinlagen in knallbunten Kostümen mehr. Die Musik selbst rückt immer mehr in den Vordergrund, der Gesang wird Nebensache. Die Bilder unterstreichen deren Aussagekraft, wirken manchmal fast schon (als perfekt inszeniertes) Mittel zum Zweck. Den Höhepunkt findet der Film für mich schließlich in der Schlussbegegnung, als perfekter Abschluss, der nochmals alles zu bündeln scheint, was der Film aussagen will.
                                        Zwischendurch wird es für meinen Geschmack fast etwas zu schnulzig, was den Eindruck einer Disneyrealverfilmung erwecken lässt. Doch steckt in La-La-Land viel mehr. Das Musicalthema ist für mich nicht konsequent durchgezogen und so stelle ich mir die Frage: hat es diesen Anfang tatsächlich gebraucht, der sich von der Inszenierung her so später nicht wiederfindet?
                                        Trotzdem bezaubert Emma Stone wiedermal mit ihrem schauspielerischen Talent und auch Ryan Goslin macht seine Sache gut, auch wenn die Synchronstimme befremdlich wirkt. Die Tanzeinlage der Beiden bei Nacht fand ich besonders gelungen und so bleibt der Film alles in allem ein wunderbares Erlebnis für mich.

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                                          Ich glaube man muss Musicals einfach mögen

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                                            Moderner Kitsch, mehr nicht.

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                                              flug in die USA angefangen zu gucken, nach 20 min abgebrochen, schnell ins klo und ne runde gekotzt....kurzum, was für ein müll!!!

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                                                derwiep 26.05.2017, 21:11 Geändert 26.05.2017, 21:25

                                                Ich hab es wirklich versucht... Ehrlich! Aber ich habe nicht mal 20 Minten geschafft. Eigentlich mag ich Musical, aber hier ist nicht mal die Musik schön. Schade drum... Laaaangweilig! Dagegen ist Müller's Büro ein Broadway Musical!!!

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                                                  Verglichen mit WHIPLASH hat Damien Chazelle natürlich schon einiges an Intensität raus genommen aber LA LA LAND hat verglichen mit seinem ebenfalls sehr musikalischen Vorgänger ganz andere Qualitäten. Dieses farbenfrohe Technicolor Retro Design, die Konflikte eines Künstlers mit seiner eigenen Kunstform (Film/Musik) -die hier tatsächlich um einiges präsenter sind als noch in WHIPLASH wo es ja eher mehr um das "handwerkliche" ging -und die zum Ende hin alles überschattende Melancholie. Vor allem letzteres hatte ich in der Form nicht unbedingt erwartet. Hätte auch mit mehr reinen Musical-Tanzeinlagen gerechnet, hielt sich dann aber doch in überschaubaren Grenzen. Soll heißen auch für Musical-Muffel geeignet. Zumindest wenn man nicht gleich Schweißausbrüche bekommt wenn sich mehr als zwei Personen synchron zum Rhythmus bewegen.
                                                  Wer sich von Ryan Goslings weiteren Talenten als Musiker überzeugen möchte dem sei übrigens sein mittlerweile ein wenig in die Jahre gekommenes Bandprojekt DEAD MANS BONES ans Herz gelegt.

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                                                  • Ein Stau. Alle stecken in ihren Autos fest. Alle Autofahrer hören unterschiedliche Musik.
                                                    Dann passiert es. Alle tanzen und singen gemeinsam.
                                                    Nach 3 Minuten hat man keinen Nerv mehr.

                                                    Das ist keine Intoleranz, es fängt nur genauso an wie befürchtet.

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