La Pivellina

La Pivellina (2009), AT/IT Laufzeit 105 Minuten, FSK 0, Drama, Kinostart 27.05.2010

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7.5
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von Tizza Covi und Rainer Frimmel, mit Tairo Caroli und Asia Crippa

Im Winter steht Patrizias und Walters Wanderzirkus still und ihr Wohnmobil fix am Stadtrand von Rom. Auf einem kurzen Rundgang entdeckt Patrizia ein zweijähriges Mädchen allein gelassen am Kinderspielplatz und nimmt sich ihrer an. Gemeinsam mit ihrem Mann und dem 14-jährigen Nachbarjungen Tairo schafft sie der kleinen Asia ein zu Hause auf Zeit, einen winzigen, fragilen Raum der Geborgenheit. Bald hoffen alle insgeheim, dass Asia für immer bei ihnen bleiben kann.

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Kritiken (2) — Film: La Pivellina

Raimund Gerz: epd Film Raimund Gerz: epd Film

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7.0Sehenswert

Dieser weitgehende Verzicht auf ein narratives Gerüst ist mutig. Covi und Frimmel setzen damit einen Kontrapunkt zu den pseudodokumentarischen Prekariats-Soaps privater Fernsehsender und verlassen sich ausschließlich auf die unaufdringliche Faszination des Alltäglichen. Der Film spielt in einem römischen Vorort in einer tristen Winterwoche. Auf dem Areal, wo sich Patti und Walter niedergelassen haben, leben Menschen, die kaum Verbindung zur bürgerlichen Welt außerhalb haben. Sie bilden ein Soziotop, in dem Solidarität und spontane Hilfsbereitschaft überlebensnotwendig sind. Und so nimmt man dem Film auch die dramaturgische Prämisse ab, dass »la Pivellina«, das Grünschnäbelchen, nicht gleich bei der Polizei abgeliefert, sondern in die Kleinfamilie aufgenommen wird. Verstärkt wird der authentische Grundzug des Films dadurch, dass die Darsteller sich selbst spielen und in ihrem gewohnten Umfeld agieren. Sie tun dies mit einer für dieses Genre ungewöhnlichen Natürlichkeit und Unverstelltheit. (...)

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José Garcia: Textezumfilm

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8.0Ausgezeichnet

Zur Authentizität von „La Pivellina“ trägt insbesondere bei, dass alle Rollen mit Laiendarstellern besetzt wurden. Das italienisch-österreichische Filmemacher-Duo Tizza Covi und Rainer Frimmel verzichtet außerdem auf jegliche Filmmusik und Handlungsdramaturgie. Der konsequente Einsatz einer an den Figuren immer sehr nahen Handkamera verleiht dem Film darüber hinaus eine dokumentarische Wirkung im Stil der belgischen Regisseur-Brüder Jean-Pierre und Luc Dardenne. Mit deren Filmen teilt „La Pivellina“ ebenso den Blick auf die Ränder der Gesellschaft. Dennoch: Tizza Covi und Rainer Frimmel zeigen eine größere Empathie für ihre Figuren als die Dardenne-Brüder. Ihr Film zeugt von Wärme und Zuneigung zwischen den Protagonisten, so dass selbst unter den einfachsten Verhältnissen, in denen diese leben, ein Hauch Hoffnung entsteht. Trotz der kargen Inszenierung entfaltet der ganze Film eine besondere Wahrhaftigkeit, nicht nur wegen der sich selbst spielenden Laiendarsteller, sondern auch wegen des allen Klischees trotzenden verregneten römischen Winters.

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Kommentare (2) — Film: La Pivellina


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Jomo

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Bewertung7.5Sehenswert

Im ersten Moment fühlt man sich in eine der vielen unsäglichen Doku-Soaps versetzt die so im TV laufen. Aber dieser Film hat trotz seiner dokumentarischen Kargheit so viel mehr. Der Star des Films ist die kleine Asia. Man glaubt ja, dass man bei Kinderdarstellern, gerade in so jungem Alter von zwei Jahren, Abstriche machen muss was die schauspielerischen Fähigkeiten angeht. Ist aber nicht so. Offensichtlich reichen gutes "Casting" und Geduld. Umso peinlicher wirken die Gehversuche vieler Kinderdarsteller in so manchem "großen" Film.

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AugusteB

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Einfach großartig wie so ein kleiner Film mal eben die Utopie aufstellt, dass eine Familie nicht aus Verwandten bestehen muss. (Ich will jetzt auch ein Kind finden!)

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