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Die Nonne

La religieuse (2013), FR Laufzeit 107 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 31.10.2013


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6.4
Kritiker
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6.2
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15 Kommentare
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von Guillaume Nicloux, mit Pauline Etienne und Isabelle Huppert

Im französischen Drama Die Nonne wird eine junge Frau in ein Kloster gesperrt und muss dafür kämpfen, sich ihre Selbstständigkeit zu bewahren.

Handlung von Die Nonne
Im 18. Jahrhundert muss Suzanne Simonin (Pauline Etienne) für die Sünden ihrer Mutter (Martina Gedeck) büßen: Weil sie unehelich geboren wurde, wird sie gegen ihren Willen ins Kloster geschickt. Dort muss die selbstbestimmte junge Frau sich gegen festgefahrene Werte und religiösen Eifer zur Wehr setzen.

Trost findet sie bei der Mutter Oberin, die aber wenig später stirbt und durch eine Frau ersetzt wird, die alles daran setzt, Suzanne zu schikanieren. Mit der Versetzung in ein anderes Kloster entkommt sie den Grausamkeiten und Erniedrigungen, doch an ihrem neuen Wohnort muss sie mit der obsessiven Zuneigung der Mutter Oberin (Isabelle Huppert) umgehen.

Hintergrund & Infos zu Die Nonne
Die Nonne basiert auf dem La Religieuse des klassischen französischen Autoren Denis Diderot. Bereits 1966 wurde sein Skandalbuch Die Nonne mit Anna Karina in der Hauptrolle verfilmt.

Gedreht wurde der Berlinalefilm Die Nonne in den Klöstern Maulbronn und Bronnbach.

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Die Nonne
Genre
Drama
Zeit
Vergangenheit
Ort
Frankreich
Handlung
Christentum, Gott, Grausamkeit, Kloster, Lesbischer Kuss, Liebe, Nonne, Religion, Roman, Strafe, Uneheliches Kind
Tag
Literaturverfilmung
Verleiher
Camino / Filmagentinnen
Produktionsfirma
Belle Epoque Films, Les Films du Worso, Versus Production

Kritiken (12) — Film: Die Nonne

José Garcia: Textezumfilm

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5.0Geht so

Auf den ersten Blick könnte „Die Nonne“ als feministischer Film bezeichnet werden, weil Suzanne gegen die ihr zugedachte Rolle beziehungsweise gegen die in ihrer Zeit zementierte gesellschaftliche Stellung der Frau aufbegehrt. Ein genauerer Blick auf Nicloux’ Film kehrt allerdings diese Einschätzung ins Gegenteil um. Denn alle Frauen, die in „Die Nonne“ Autorität besitzen – ob Suzannes Mutter oder die drei im Film vorkommenden, klischeehaft gezeichneten Oberinnen –, missbrauchen sie auf die eine oder andere Art und Weise. Es sind allesamt Männer, die diesen Missbrauch abstellen: Der mit der Untersuchung von Suzannes Verhalten beauftragte Prälat enthebt die zur neuen Oberin aufgerückte Schwester Christine ihres Amtes und verfügt Suzannes Verlegung in ein anderes Kloster, Pater Castella beschwört sie in der Beichte, den Verführungen der Oberin standzuhalten, „als kämen sie vom Satan“, und verschafft ihr letztlich die Freiheit. Anwalt Manouri sorgt schließlich dafür, dass die entflohene Nonne beim Baron de Lasson Unterschlupf findet, der sie als seine Tochter anerkennt. Damit kehrt sich ebenfalls Suzannes jahrelange Suche nach einer (Ersatz-)Mutter in die Sehnsucht nach dem unbekannten Vater um. „Die Nonne“ erweist sich als durch und durch antifeministischer Film.

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Peter Uehling: Berliner Zeitung Peter Uehling: Berliner Zeitung

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6.5Ganz gut

Die Nonne ist auch eine Geduldsprobe ohne Zuspitzungen. Der strengen Optik entspricht eine strenge Monotonie des filmischen Rhythmus.

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Lars Tuncay: Filmtabs, Intro Lars Tuncay: Filmtabs, Intro

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5.5Geht so

Für sich genommen wirken die Episoden stark und überraschend kritisch. Auf zwei Stunden Laufzeit gesehen ist Nicloux’ Interpretation des Stoffes, allerdings etwas unzusammenhängend erzählt.

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Melanie Dorda: fluter Melanie Dorda: fluter

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6.0Ganz gut

Guillaume Nicloux inszeniert Die Nonne mit Figuren am Rand der Raserei und Gothic-Novel-Elementen, nüchterner Ausstattung, kalten Farben und knappen Dialogen. Das verleiht der Geschichte einen irritierenden, aber reizvollen modernen Look.

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Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de

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5.5Geht so

Die prominent besetzten Randfiguren lassen die Geschichte öfters ins Lächerliche abgleiten. Ausgerechnet die junge Schauspielerin Pauline Etienne hält aber den moralischen Ernst ihrer Figur und des Stoffes aufrecht.

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Lida Bach: f.lm, weltexpress, kino-zei... Lida Bach: f.lm, weltexpress, kino-zei...

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8.0Ausgezeichnet

Die Nonne besticht formell dank der versierten Darstellerinnen, die Diderots zwischen den Gegenpolen von Tragik und beißendem Spott changierenden Figuren zu modernen Ebenbildern aus Fleisch und Blut machen, ebenso wie optisch.

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Stefan Benz: Echo - Online Stefan Benz: Echo - Online

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6.5Ganz gut

Pauline Etienne ist die Entdeckung dieses Films, eine Schauspielerin, die ein wenig an die junge Isabella Rossellini erinnert. [...] Das elfte Gebot der frommen Republikanerin lautet: Du sollst Dich nicht abfinden!

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Tamara Danicic: Bayern 3 Tamara Danicic: Bayern 3

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6.0Ganz gut

Die Nonne ist keineswegs altbackenes Kostümkino [...] ein bisschen nachdrücklicher hätte man auf der dramatischen Klaviatur aber schon spielen können.

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Oliver Kaever: Programmkino Oliver Kaever: Programmkino

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7.5Sehenswert

Guillaume Nicloux' bildmächtiger, beobachtender Film stellt radikal das Individuum in den Mittelpunkt – und damit die wohl wichtigste Entdeckung der europäischen Aufklärung.

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F. Kleiner: Film-Dienst.de F. Kleiner: Film-Dienst.de

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6.5Ganz gut

Der präzise inszenierte Film rechnet mit autoritären Strukturen ab, die die Entfaltung des Individuums behindern, schenkt aber auch den Kräften Raum, sich dagegen zu behaupten.

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Kai-Oliver Derks: Radio Köln Kai-Oliver Derks: Radio Köln

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7.0Sehenswert

Starke metaphorische Szenen [...], mit Aufnahmen von geradezu ungeheurer Kraft, gibt es zuhauf in diesem dennoch niemals lauten oder gar pathetischen Biopic.

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Julia Stache: Outnow.ch Julia Stache: Outnow.ch

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7.5Sehenswert

Dank der starken Präsenz der Hauptfigur sowie auch der stark besetzten Nebenrollen bleibt der Film um den unerschütterlichen Drang nach Freiheit noch eine Weile in Erinnerung.

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Kommentare (3) — Film: Die Nonne


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Laserdance

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Bewertung9.0Herausragend

Klasse Film. Mit einer tollen Story. Klasse Schauspieler. Und auch die Inszenierung und Ausstattung stimmen.

Ebenfalls das Flair der Zeit, wo der Film spielt.

Sicher kein Film für jedermann.

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VisitorQ

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Bewertung6.0Ganz gut

Ich mag Nonnenfilme. Volle Kanne. Weiß auch nicht warum. Ist einfach so. "Die Nonne" hatte es also recht leicht mir zu gefallen. Aber so richtig dufte finden wollte ich den Film nicht. Irgendwie hat es mir nicht so wirklich zugesagt, dass der Film einen Spannungsbogen aufbaut, diesen dann holterdiepolter beendet und einen neuen anfägt. Bei einer Spielzeit von mindestens 150 Minuten hätte ich damit auch kein Problem gehabt, leider geht "Die Nonne" nicht einmal 2 Stunden. Davon einmal abgesehen hat der Film eine recht gute Atmo, tolle Darstellerinnen und einen (leider viel zu selten eingesetzten) schicken Soundtrack von Max Richter.

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Moviefan85

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Bewertung7.0Sehenswert

Regisseur Guillaume Nicloux ("Holiday") verfilmte den Skandalroman "La Reigieuse" von Denis Diderot, mit Pauline Etienne ("Black Heaven") in der Hauptrolle, die in ihrer Darstellung als junge Nonne sehr überzeugend spielt und eine echte Neuentdeckung ist. Neben ihr brilliert auch Isabelle Huppert ("Dead Man Down") als Mutter Oberin, die eine überaus große Zuneigung zur jungen Frau entwickelt. Die Nebenrollen mit Martina Gedeck ("Nachtzug nach Lissabon"), Louise Bourgoin ("Das verflixte 3. Jahr"), Francoise Lebrun ("ID:A - Identität anonym") und weiteren Darstellern sind ebenfalls perfekt besetzt. Die Schauplätze des Films, die Klöster Maulbronn und Bronnbach, sind schön inszeniert und versetzen einen zurück ins 18. Jahrhundert, der Zeit in der die Handlung spielt. Wer hier Action und Spannung erwartet, sollte sich den Film nicht ansehen, denn die Geschichte wird in ruhigen Szenen und mit viel Dramatik erzählt. Sehr bewegendes Drama, das trotz einiger Längen sehenswert ist!

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