In liebevoll gestalteter Kulisse zeigt Olivier Dahan die elende Kindheit der Edith Gassion auf der Straße, beim Zirkus und im Bordell, erste Erfolge in Pariser Spelunken, den Aufstieg zum Weltstar, den Absturz. Ständige Zeitsprünge und eine nervöse Kamera - die Perspektive der getriebenen Protagonistin? - führen vor allem dazu, dass der Film anstrengt, dass er zersplittert wirkt und unruhig.
Wäre "La vie en rose" ein amerikanisches Movie, Marion Cotillard hätte den Champagner für ihre Fête des "Oscars" wohl schon nach Drehschluss kaltstellen können. So aber bewirbt sich die Produktion aus Frankreich wohl nur für eine "Meilleure actrice" beim "César", dem nationalen Filmpreis. Dass es für mehr auch in der Theorie nicht reicht, liegt vor allem an ihrem Regisseur und Autor Olivier Dahan, welcher mit der Chanteuse durchweg, aber immer weniger nachvollziehbar durch die Zeit reist.
Edith Piaf ist eine wahre Künstlerin,die ihre Leidenschaft lebte.
Sie litt doch sie liebte es zu singen.
Der Film zeigt ihr Leben recht überschaubar (wenn man aufpasste ^^' )
..ich konnte doch erst beim 2. Schauen richtig folgen
Und wenn man sich nicht mit ihrem Leben beschäftigt hat,dann versteht man wohl gar nichts xD
Musik war natürlich wundervoll <3
Marion Cotillard hat Edith Piaf meiner Meinung nach großartig verkörpert! Ich wusste erst gar nicht,dass sie es ist!
Davor kannt ich sie nur von "Big Fish". Sie hat sich seitdem sehr gesteigert.
"La vie en rose" weckte meine Begeisterung für den Spatz von Paris *schmacht*
Ein Film über eines der größten Diven der Musikgeschichte.
Von dieser Frau hatte ich weder was gehört oder gesehen, aber ihre lieder habe ich schon öfters irgendwo aufgeschnappt.
Mit einer Laufzeit von 140 Minuten ist es ein echter Schinken.
Edith Piafs Leben wird hier in jeder einzelheit erzählt, von ihrer Kindheit bis zu ihrem tode. Ich fand Marion Cotillard in der Rolle sehr unsympatisch, ob es wohl daran lag das die echte Edith so war...
Es ist ein Künstlerisch wertvolles Epos, aber irgendwie nicht so mein Ding.
Mademoiselle Cotillard verliert sich wahrlich in die anlegte Inszenierung der Édith Piaf und haucht der verstorbenen Chanteuse wieder Leben ein. Dennoch stellt sich beim erblicken des Films eine seltsame Unverträglichkeit ein. Woran mag das Wohl gelegen haben?
Ist doch die Detailverliebtheit in jeder Szene zu erkennen und auch die Akteure um Mademoiselle Cotillard herum laufen auf Hochtouren, trotzdem will der Funke nicht recht rüberspringen. Sicherlich wird auch die fehlinterpretierte Simone Berteaut (hier als ihre Halbschwester bzw treuste Freundin) ihren Teil dazu beigetragen haben, sowie die willkürlichen Zeitsprüngen. Doch auch das will mir die Frage auf meine Unstimmigkeit nicht beantworten. Ich lies den Film vor mir zu Ende gehen, eingehüllt von Mademoiselle Cotillards zauberhaften Spiels, bis sich die Wahrheit vor meinen Augen darbot. Der Film ist auf die Zuschauerschaft dahingehend angelegt, das Dieser sich lobpreisen darf,weil er (alle) Chansons (3 an der Zahl) von der Piaf kennt. Unverschämtheit! Jede noch so ergreifende Szene verliert wegen dieser Dreistigkeit an Gewicht. Ungeachtet dessen möchte ich Mademoiselle Cotillard meine Gunst erweisen und werde diesen Film als sehenswert erachten. Das Drehbuch und möglicherweise der Regisseur haben gänzlich versagt, trotz allem ist es Marion Cotillards ganz großer Film!
4.5 Punkte an die perfekte Verkörperung der Edith Piaf und an das Lied "Non, je ne regrette rien". Nun ja ansonsten: Zäh, lang, französisch (das gibt von Anfang bei mir einen Punkt Abzug) und ich kann mich beim besten Willen nicht mit Edith Piaf anfreunden. Sie ist nervig, hässlich und dumm. Aber was solls. Ich habe ihn gesehen und ja sie hat schon eine komische Lebensgeschichte.
5 Punkte für Marion Cottilard. Bissl viel Make Up - aber eine sehr solide Leistung und ne tolle Stimme! Das wars dann aber auch schon. Mehr hat "la vie en rose" nicht zu bieten. Nette Optik aber stinklangweilig.
Es gibt in diesem Film genau drei gute Szenen: Die kleine Edith, die auf der Straße die Marseillaise singt, der kurze Auftritt von Marlene Dietrich, die ihrer Bewunderung Ausdruck verleiht, und die Rückblende auf den Moment, als ihr Vater Edith die Geisha-Puppe schenkt.
Alles andere plätschert so dahin und verschenkt eine Möglichkeit nach der anderen. Für die Idee, in der Zeit hin- und herzuspringen, könnte Autor und Regisseur Olivier Dahan bestimmt eine schöne künstlerische Begründung nennen, aber Tatsache ist, dass er sich dabei höchstgradig selbst überfordert hat. Es gelingt durch diese Kostruktion schon kaum mehr, eine der Nebenfiguren ordentlich einzuführen, aber das Schlimmste ist, dass auch bei Edith Piaf keinerlei Motivation mehr erkennbar ist - obwohl Rückblenden üblicherweise ja gerade dazu da sind, um so etwas zu verdeutlichen. Nein, nach allem, was der Zuschauer weiß, war die Piaf irgendwann ein süßes, armes Mädchen, und ein paar Jahre später dann eine unsympathische, allürenbehaftete Alkoholikerin. Wie das gekommen ist, bleibt aber im Dunkeln. Wundern muss es einen nicht, denn symptomatischerweise schafft es Dahan nicht einmal, Marcel Cerdans Boxkampf so zu inszenieren, dass einigermaßen klar ist, wer auf der Siegerstraße ist.
Ich habe außerdem den Verdacht, dass Dahan auch für Marion Cotillards unerträgliches Overacting verantwortlich ist, denn normalerweise ist sie eine bessere Schauspielerin. Aber gut, für den Oscar hat's ja gereicht...
Ah, Edith! Man muss disch lieben, um diesen Film auch... zu lieben! Tres bien, ein schöne voyage dans le temps, avec la chipie, la mom piaf! Ich 'abe die Film deux fois gese'en et isch muss sagen, non, schreiben, diese Film ist tres bon und Marion Cotillard spielt disch, liebe Edith, so glaubwürdisch, wie würdisch, so wie isch disch 'abe kennen lernen dürfen in die wenigen eschten Filmdokumentationen. Dein Musique, dein Leben, ein schöne voyage, padam, padam, padam! Chapeau! Bravo! Grünz!
Edith Piaf war eine der größten Sängerinnen des letzten Jahrhunderts, dennoch war ihr Lebensweg ein trauriger. Genau die Geschichte wird in großartigen Bildern in diesem Film erzählt, auch die musikalische Untermalung versetzt einen in die richtige Stimmung. Aber die großartigen Schauspieler tun ihr übriges, dass man mit dieser vom Schicksal gebeutelten Frau so richtig mitleidet. Was mich nur etwas stört ist dieser sentimentale Schluss.
Alles in allem eine packende Biografie über eine Sängerin, die in ihrem Leben einiges durchmachen mußte und nur selten glücklich war. Genau diese Melancholie findet man in all ihren Songs wieder.
Der ganze Lorbeer für diesen Film gebührt allein der Hauptdarstellerin Marion Cottillard. Es gelingt ihr die innere Zerrissenheit der Piaff deutlich zu machen. Ihre permanente Suche nach Glück und Geborgenheit, ihre grosse Klappe, mit der sie viele verprellt hat und die Flucht in Drogen zeigen eine Persönlichkeit, die verunsichert ist, aber auch halsstarrig und spröde. Leider zerreißen die recht willkürlich gewählten Schnitte die Handlungsebenen und verhindern das Eintauchen in die Lebenssituation der Hauptfigur. Der Zuschauer bleibt emotional außen vor, obwohl er schon gefühlsmäßig angesprochen werden soll. Nur die klassischen Evergreens der Piaff erwärmen sein Herz. Der körperliche Verfall kommt ziemlich plötzlich und scheibchenweise etwas konfus daher. Trotzdem nicht nur für Fans des französischen Chansons.
Für ein Mainstreamprodukt geht der Film einige Risiken ein, dafür mag ich ihn. So wie sich Erinnern nicht chronologisch gestaltet, erzählt auch "La vie en rose" durcheinander. Unwichtiges und Einschneidendes vermischen sich; einem Puzzle gleich setzt sich das Portrait zusammen und bringt damit auch die Rastlosigkeit der Piaf auf den Punkt. Dass Olivier Dahan kein Malen nach Zahlen betreibt, sondern auf emotionale Querverweise setzt, die er munter durch die Zeit legt, macht dieses Biopic durchaus zu etwas Besonderem. Das Grundproblem der brüchigen Spannungsbögen wird dabei durch die fantastische Marion Cotillard (fast) hinweggefegt. Einige Längen bleiben, und vor allem gegen Ende hätte man nochmal die Schere ansetzen sollen. Trotzdem ein Erlebnis.
"La Vie en Rose" ist sicherlich nicht das beste Biopic, das die Kinowelt je gesehen hat. Zumindest die erste Stunde konnte mich nicht wirklich packen. Viel zu herkömmlich und routiniert gedreht...
Aber ab einer Schlüsselszene ist der Film grandios. Diese Szene dauerte einige Minuten, wurde an einem Stück gedreht und im Film nicht geschnitten. Dabei handelt es sich um ein einschneidendes Erlebnis im Leben von Edith Piaf. Und irgendwie veränderte sich danach für mich auch der Film. Endlich kann man mit ihr fühlen. Dies gipfelt dann im ergreifenden, emotionalen Ende.
Marion Cotillard war wirklich toll in der Darstellung der Piaf. Natürlich wird der Oscar gerne an solche Rollen vergeben, bei denen der Darsteller sich stark verwandeln muss. Insofern war dieser Film geradezu prädestiniert dafür. Nichtsdestotrotz überzeugte Cotillard mich absolut.
Fazit: Guter Film mit guten Darstellern, der schwach beginnt aber stark endet.
Der Film erzählt das sehr bewegte Leben der Chanson Sängerin Edith Piaf, gespielt von Marion Cotillard („Ein Gutes Jahr“), die ihre Rolle mit einer atemberaubenden Sicherheit spielt, nein lebt! Der Gesang kommt allerdings von Edith Piaf selber. Gerard Depardieu ist auch kurz zu sehen.
Marion Cotillard bekam berechtigt den Oscar, Golden Globe, Cesar und BAFTA-Award jeweils als beste Hauptdarstellerin.
Langatmiges Bio-Pic, das mit malerischen Bildern und guten Schauspielern (inklusive Emmanuelle Seigner) aufwarten kann. An der Spitze steht natürlich Marion Cottilard, der es spürbar um alles geht, die hier wirklich spielt und womöglich nichts mit der versoffenen und lauten Piaf gemein hat.
Bis auf der extremen Hauptperson überrascht der Film eher selten. Die eigentlich geradlinige Handlung (ein menschliches Leben verläuft chronologisch, nur so zur Info) wird inflationär in Stücke gerissen und wirkt teilweise recht zusammenhangslos aneinander gereiht, wodurch sich auch die zahlreichen Längen erklären lassen.
Einen Blick sollte man trotzdem mal riskieren, wenn man die Piaf mal singen und fühlen will.
War sehr offen für den Stoff, aber dieser Film hat mir nicht richtig gefallen. Die Zeitsprünge wirken willkürlich, mehr chronologisches Erzählen hätte der Dramaturgie gut getan. Der Film setzt ganz darauf, dass die Person Piaf schon ausreicht, um einen interessanten Film herauszubekommen, aber vielleicht hätte es dem Film (und dem Zuschauer) gut getan, sich auf bestimmte Motive mehr zu konzentrieren und andere Aspekte zu vernächlässigen. Z.B. irgendwann muss ja irgendwas mal Ursache für das pöbelhafte Verhalten und die innere Unsicher- und Zerrissenheit gewesen sein. Das mehr in den Mittelpunkt zu stellen und wie die Piaf als junge und dann erwachsene Frau damit umgegangen ist, wäre ein roter Faden gewesen. Nur zu zeigen, guckt mal hier, was sie für eine belastende Kindheit gehabt hat und dann Exzess an Exzess aneinander zu reihen, scheint mir zu dünn zu sein, und wird der Person Piafs und dem berechtigen Anspruch des Zuschauers nicht gerecht.
Marion Cotillard spielt hervorragend, alleine deshalb ist der Film schon sehenswert. Biopics sind ohnehin meist spannend, zumal Edith Piaf ein außergewöhnliches Leben führte, geprägt von Exzentrik und Verlust. Ein Film, den man gesehen haben sollte - und das Taschentuch bereithalten für die kitschig-theatralische letzte Szene.
Ein interessante Geschichte und eine interessante Frau. Von Marion Cotillard wunderbar gespielt und den Oscar verdient gewonnen, aber insgesamt ist der Film dann doch enttäuschend.
In den letzten Jahren wird man mit Musikerbiographien nahezu überhäuft, alles erzählenswerte Geschichten, aber bei dieser kommt kein wirkliches Feeling auf, was ich sehr schade finde, denn ich glaube dieses Leben kann man auch spannender erzählen.
mhmm.... kannte von edith piaf nur ihre musik und nicht die person. war etwas schockiert, dass sie doch so aus der gosse kam und ihren(laut dem film) strassenjargon leider nie verloren hat. umso mehr hat mich die nun nachvollziehbare leistung von Marion Cotillard beeindruckt, die bei der oscar-verleihung doch eher zart wirkte und in dieser rolle echt überzeugte. viele dinge (körperhaltung, mimik, gestik)haben mich im film anfangs irretiert, aber ich denke, so war die piaf halt. ..... und wer in meinem augen noch mehr einen oscar verdient hätte ist die maske... marion cotillard hat man jedes alter ohne probleme abgenommen, wow... hatte ich selten!
La Vie en rose - Kritik
FR 2007 Laufzeit 140 Minuten, FSK 12, Drama, Musikfilm, Kinostart 22.02.2007
Kritiken (2) — Film: La Vie en rose
Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten
Kommentar löschenIn liebevoll gestalteter Kulisse zeigt Olivier Dahan die elende Kindheit der Edith Gassion auf der Straße, beim Zirkus und im Bordell, erste Erfolge in Pariser Spelunken, den Aufstieg zum Weltstar, den Absturz. Ständige Zeitsprünge und eine nervöse Kamera - die Perspektive der getriebenen Protagonistin? - führen vor allem dazu, dass der Film anstrengt, dass er zersplittert wirkt und unruhig.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...
Kommentar löschenWäre "La vie en rose" ein amerikanisches Movie, Marion Cotillard hätte den Champagner für ihre Fête des "Oscars" wohl schon nach Drehschluss kaltstellen können. So aber bewirbt sich die Produktion aus Frankreich wohl nur für eine "Meilleure actrice" beim "César", dem nationalen Filmpreis. Dass es für mehr auch in der Theorie nicht reicht, liegt vor allem an ihrem Regisseur und Autor Olivier Dahan, welcher mit der Chanteuse durchweg, aber immer weniger nachvollziehbar durch die Zeit reist.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir 1 Antworten
BibbelDiBubb 2010/05/30 10:27:12
Antwort löschenTja, bei der Sache mit dem Oscar hast du dich wohl ein bisschen geirrt, was? ;)
Kommentare (22) — Film: La Vie en rose
Kommentar schreiben→ Irina (♥)! 2011/08/23 22:02:01
Kommentar löschenmich haben ein paar stellen verwirrt
aber sonst sehr schö;)
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Renunciation 2011/06/20 16:54:59
Kommentar löschenEdith Piaf ist eine wahre Künstlerin,die ihre Leidenschaft lebte.
Sie litt doch sie liebte es zu singen.
Der Film zeigt ihr Leben recht überschaubar (wenn man aufpasste ^^' )
..ich konnte doch erst beim 2. Schauen richtig folgen
Und wenn man sich nicht mit ihrem Leben beschäftigt hat,dann versteht man wohl gar nichts xD
Musik war natürlich wundervoll <3
Marion Cotillard hat Edith Piaf meiner Meinung nach großartig verkörpert! Ich wusste erst gar nicht,dass sie es ist!
Davor kannt ich sie nur von "Big Fish". Sie hat sich seitdem sehr gesteigert.
"La vie en rose" weckte meine Begeisterung für den Spatz von Paris *schmacht*
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minifuzzi 2011/05/31 19:42:27
Kommentar löschenFür mich im Großen und Ganzen eine Glanzleistung vor allem von M. Cotillard!
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King Conan 2011/03/29 22:10:12
Kommentar löschenEin Film über eines der größten Diven der Musikgeschichte.
Von dieser Frau hatte ich weder was gehört oder gesehen, aber ihre lieder habe ich schon öfters irgendwo aufgeschnappt.
Mit einer Laufzeit von 140 Minuten ist es ein echter Schinken.
Edith Piafs Leben wird hier in jeder einzelheit erzählt, von ihrer Kindheit bis zu ihrem tode. Ich fand Marion Cotillard in der Rolle sehr unsympatisch, ob es wohl daran lag das die echte Edith so war...
Es ist ein Künstlerisch wertvolles Epos, aber irgendwie nicht so mein Ding.
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Frollein B 2011/02/22 01:28:07
Kommentar löschenMademoiselle Cotillard verliert sich wahrlich in die anlegte Inszenierung der Édith Piaf und haucht der verstorbenen Chanteuse wieder Leben ein. Dennoch stellt sich beim erblicken des Films eine seltsame Unverträglichkeit ein. Woran mag das Wohl gelegen haben?
Ist doch die Detailverliebtheit in jeder Szene zu erkennen und auch die Akteure um Mademoiselle Cotillard herum laufen auf Hochtouren, trotzdem will der Funke nicht recht rüberspringen. Sicherlich wird auch die fehlinterpretierte Simone Berteaut (hier als ihre Halbschwester bzw treuste Freundin) ihren Teil dazu beigetragen haben, sowie die willkürlichen Zeitsprüngen. Doch auch das will mir die Frage auf meine Unstimmigkeit nicht beantworten. Ich lies den Film vor mir zu Ende gehen, eingehüllt von Mademoiselle Cotillards zauberhaften Spiels, bis sich die Wahrheit vor meinen Augen darbot. Der Film ist auf die Zuschauerschaft dahingehend angelegt, das Dieser sich lobpreisen darf,weil er (alle) Chansons (3 an der Zahl) von der Piaf kennt. Unverschämtheit! Jede noch so ergreifende Szene verliert wegen dieser Dreistigkeit an Gewicht. Ungeachtet dessen möchte ich Mademoiselle Cotillard meine Gunst erweisen und werde diesen Film als sehenswert erachten. Das Drehbuch und möglicherweise der Regisseur haben gänzlich versagt, trotz allem ist es Marion Cotillards ganz großer Film!
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Brascon 2010/12/30 00:38:16
Kommentar löschen4.5 Punkte an die perfekte Verkörperung der Edith Piaf und an das Lied "Non, je ne regrette rien". Nun ja ansonsten: Zäh, lang, französisch (das gibt von Anfang bei mir einen Punkt Abzug) und ich kann mich beim besten Willen nicht mit Edith Piaf anfreunden. Sie ist nervig, hässlich und dumm. Aber was solls. Ich habe ihn gesehen und ja sie hat schon eine komische Lebensgeschichte.
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ihre-herrlichkeit 2010/12/21 12:50:33
Kommentar löschenSehr schön. Authentisch gespielt und Kitsch vermieden. Der Film hat es trotzdem geschafft, mir ein paar Tränen rauszudrücken.
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Knutrobert 2010/06/25 10:36:23
Kommentar löschen5 Punkte für Marion Cottilard. Bissl viel Make Up - aber eine sehr solide Leistung und ne tolle Stimme! Das wars dann aber auch schon. Mehr hat "la vie en rose" nicht zu bieten. Nette Optik aber stinklangweilig.
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strangelet 2010/05/15 14:18:47
Kommentar löschenEs gibt in diesem Film genau drei gute Szenen: Die kleine Edith, die auf der Straße die Marseillaise singt, der kurze Auftritt von Marlene Dietrich, die ihrer Bewunderung Ausdruck verleiht, und die Rückblende auf den Moment, als ihr Vater Edith die Geisha-Puppe schenkt.
Alles andere plätschert so dahin und verschenkt eine Möglichkeit nach der anderen. Für die Idee, in der Zeit hin- und herzuspringen, könnte Autor und Regisseur Olivier Dahan bestimmt eine schöne künstlerische Begründung nennen, aber Tatsache ist, dass er sich dabei höchstgradig selbst überfordert hat. Es gelingt durch diese Kostruktion schon kaum mehr, eine der Nebenfiguren ordentlich einzuführen, aber das Schlimmste ist, dass auch bei Edith Piaf keinerlei Motivation mehr erkennbar ist - obwohl Rückblenden üblicherweise ja gerade dazu da sind, um so etwas zu verdeutlichen. Nein, nach allem, was der Zuschauer weiß, war die Piaf irgendwann ein süßes, armes Mädchen, und ein paar Jahre später dann eine unsympathische, allürenbehaftete Alkoholikerin. Wie das gekommen ist, bleibt aber im Dunkeln. Wundern muss es einen nicht, denn symptomatischerweise schafft es Dahan nicht einmal, Marcel Cerdans Boxkampf so zu inszenieren, dass einigermaßen klar ist, wer auf der Siegerstraße ist.
Ich habe außerdem den Verdacht, dass Dahan auch für Marion Cotillards unerträgliches Overacting verantwortlich ist, denn normalerweise ist sie eine bessere Schauspielerin. Aber gut, für den Oscar hat's ja gereicht...
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pellekraut007 2010/04/27 18:04:17
Kommentar löschenAh, Edith! Man muss disch lieben, um diesen Film auch... zu lieben! Tres bien, ein schöne voyage dans le temps, avec la chipie, la mom piaf! Ich 'abe die Film deux fois gese'en et isch muss sagen, non, schreiben, diese Film ist tres bon und Marion Cotillard spielt disch, liebe Edith, so glaubwürdisch, wie würdisch, so wie isch disch 'abe kennen lernen dürfen in die wenigen eschten Filmdokumentationen. Dein Musique, dein Leben, ein schöne voyage, padam, padam, padam! Chapeau! Bravo! Grünz!
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Blonder 2010/04/18 17:31:08
Kommentar löschenEdith Piaf war eine der größten Sängerinnen des letzten Jahrhunderts, dennoch war ihr Lebensweg ein trauriger. Genau die Geschichte wird in großartigen Bildern in diesem Film erzählt, auch die musikalische Untermalung versetzt einen in die richtige Stimmung. Aber die großartigen Schauspieler tun ihr übriges, dass man mit dieser vom Schicksal gebeutelten Frau so richtig mitleidet. Was mich nur etwas stört ist dieser sentimentale Schluss.
Alles in allem eine packende Biografie über eine Sängerin, die in ihrem Leben einiges durchmachen mußte und nur selten glücklich war. Genau diese Melancholie findet man in all ihren Songs wieder.
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8martin 2009/12/26 16:21:27
Kommentar löschenDer ganze Lorbeer für diesen Film gebührt allein der Hauptdarstellerin Marion Cottillard. Es gelingt ihr die innere Zerrissenheit der Piaff deutlich zu machen. Ihre permanente Suche nach Glück und Geborgenheit, ihre grosse Klappe, mit der sie viele verprellt hat und die Flucht in Drogen zeigen eine Persönlichkeit, die verunsichert ist, aber auch halsstarrig und spröde. Leider zerreißen die recht willkürlich gewählten Schnitte die Handlungsebenen und verhindern das Eintauchen in die Lebenssituation der Hauptfigur. Der Zuschauer bleibt emotional außen vor, obwohl er schon gefühlsmäßig angesprochen werden soll. Nur die klassischen Evergreens der Piaff erwärmen sein Herz. Der körperliche Verfall kommt ziemlich plötzlich und scheibchenweise etwas konfus daher. Trotzdem nicht nur für Fans des französischen Chansons.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Schlegel 2009/12/24 02:28:30
Kommentar löschenFür ein Mainstreamprodukt geht der Film einige Risiken ein, dafür mag ich ihn. So wie sich Erinnern nicht chronologisch gestaltet, erzählt auch "La vie en rose" durcheinander. Unwichtiges und Einschneidendes vermischen sich; einem Puzzle gleich setzt sich das Portrait zusammen und bringt damit auch die Rastlosigkeit der Piaf auf den Punkt. Dass Olivier Dahan kein Malen nach Zahlen betreibt, sondern auf emotionale Querverweise setzt, die er munter durch die Zeit legt, macht dieses Biopic durchaus zu etwas Besonderem. Das Grundproblem der brüchigen Spannungsbögen wird dabei durch die fantastische Marion Cotillard (fast) hinweggefegt. Einige Längen bleiben, und vor allem gegen Ende hätte man nochmal die Schere ansetzen sollen. Trotzdem ein Erlebnis.
5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Stefan Ishii 2009/10/06 10:09:56
Kommentar löschen"La Vie en Rose" ist sicherlich nicht das beste Biopic, das die Kinowelt je gesehen hat. Zumindest die erste Stunde konnte mich nicht wirklich packen. Viel zu herkömmlich und routiniert gedreht...
Aber ab einer Schlüsselszene ist der Film grandios. Diese Szene dauerte einige Minuten, wurde an einem Stück gedreht und im Film nicht geschnitten. Dabei handelt es sich um ein einschneidendes Erlebnis im Leben von Edith Piaf. Und irgendwie veränderte sich danach für mich auch der Film. Endlich kann man mit ihr fühlen. Dies gipfelt dann im ergreifenden, emotionalen Ende.
Marion Cotillard war wirklich toll in der Darstellung der Piaf. Natürlich wird der Oscar gerne an solche Rollen vergeben, bei denen der Darsteller sich stark verwandeln muss. Insofern war dieser Film geradezu prädestiniert dafür. Nichtsdestotrotz überzeugte Cotillard mich absolut.
Fazit: Guter Film mit guten Darstellern, der schwach beginnt aber stark endet.
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Weltensegler 2009/09/04 17:12:05
Kommentar löschenDer Film erzählt das sehr bewegte Leben der Chanson Sängerin Edith Piaf, gespielt von Marion Cotillard („Ein Gutes Jahr“), die ihre Rolle mit einer atemberaubenden Sicherheit spielt, nein lebt! Der Gesang kommt allerdings von Edith Piaf selber. Gerard Depardieu ist auch kurz zu sehen.
Marion Cotillard bekam berechtigt den Oscar, Golden Globe, Cesar und BAFTA-Award jeweils als beste Hauptdarstellerin.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
Oceanic6 2010/12/14 14:55:56
Antwort löschenToller Film, kann ich dir nur Großonkel ist auch in dem Film dabei, kein Scherz! :-)
Kubrick_obscura 2009/05/28 22:29:55
Kommentar löschenLangatmiges Bio-Pic, das mit malerischen Bildern und guten Schauspielern (inklusive Emmanuelle Seigner) aufwarten kann. An der Spitze steht natürlich Marion Cottilard, der es spürbar um alles geht, die hier wirklich spielt und womöglich nichts mit der versoffenen und lauten Piaf gemein hat.
Bis auf der extremen Hauptperson überrascht der Film eher selten. Die eigentlich geradlinige Handlung (ein menschliches Leben verläuft chronologisch, nur so zur Info) wird inflationär in Stücke gerissen und wirkt teilweise recht zusammenhangslos aneinander gereiht, wodurch sich auch die zahlreichen Längen erklären lassen.
Einen Blick sollte man trotzdem mal riskieren, wenn man die Piaf mal singen und fühlen will.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
maslobojew 2008/07/17 17:47:35
Kommentar löschenWar sehr offen für den Stoff, aber dieser Film hat mir nicht richtig gefallen. Die Zeitsprünge wirken willkürlich, mehr chronologisches Erzählen hätte der Dramaturgie gut getan. Der Film setzt ganz darauf, dass die Person Piaf schon ausreicht, um einen interessanten Film herauszubekommen, aber vielleicht hätte es dem Film (und dem Zuschauer) gut getan, sich auf bestimmte Motive mehr zu konzentrieren und andere Aspekte zu vernächlässigen. Z.B. irgendwann muss ja irgendwas mal Ursache für das pöbelhafte Verhalten und die innere Unsicher- und Zerrissenheit gewesen sein. Das mehr in den Mittelpunkt zu stellen und wie die Piaf als junge und dann erwachsene Frau damit umgegangen ist, wäre ein roter Faden gewesen. Nur zu zeigen, guckt mal hier, was sie für eine belastende Kindheit gehabt hat und dann Exzess an Exzess aneinander zu reihen, scheint mir zu dünn zu sein, und wird der Person Piafs und dem berechtigen Anspruch des Zuschauers nicht gerecht.
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annaberlin 2008/04/29 11:08:05
Kommentar löschenMarion Cotillard spielt hervorragend, alleine deshalb ist der Film schon sehenswert. Biopics sind ohnehin meist spannend, zumal Edith Piaf ein außergewöhnliches Leben führte, geprägt von Exzentrik und Verlust. Ein Film, den man gesehen haben sollte - und das Taschentuch bereithalten für die kitschig-theatralische letzte Szene.
Kommentar gefällt mir Antworten
Kraizee 2008/04/24 02:03:52
Kommentar löschenEin interessante Geschichte und eine interessante Frau. Von Marion Cotillard wunderbar gespielt und den Oscar verdient gewonnen, aber insgesamt ist der Film dann doch enttäuschend.
In den letzten Jahren wird man mit Musikerbiographien nahezu überhäuft, alles erzählenswerte Geschichten, aber bei dieser kommt kein wirkliches Feeling auf, was ich sehr schade finde, denn ich glaube dieses Leben kann man auch spannender erzählen.
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lana74 2008/02/29 02:19:03
Kommentar löschenmhmm.... kannte von edith piaf nur ihre musik und nicht die person. war etwas schockiert, dass sie doch so aus der gosse kam und ihren(laut dem film) strassenjargon leider nie verloren hat. umso mehr hat mich die nun nachvollziehbare leistung von Marion Cotillard beeindruckt, die bei der oscar-verleihung doch eher zart wirkte und in dieser rolle echt überzeugte. viele dinge (körperhaltung, mimik, gestik)haben mich im film anfangs irretiert, aber ich denke, so war die piaf halt. ..... und wer in meinem augen noch mehr einen oscar verdient hätte ist die maske... marion cotillard hat man jedes alter ohne probleme abgenommen, wow... hatte ich selten!
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