La Zona

La Zona (2007), MX
Laufzeit 95 Minuten, FSK 12, Thriller, Drama, Kinostart 11.12.2008

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7.2 Kritiker
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von Rodrigo Plá, mit Daniel Giménez Cacho und Maribel Verdú

In einer stürmischen Nacht dringen drei Jugendliche aus einem Slumviertel von Mexiko-City in das streng bewachte Villenviertel La Zona ein. Beim Einbruch in eines der Luxushäuser werden sie überrascht und zwei von ihnen auf der Flucht kaltblütig erschossen. Nur der junge Miguel kann entkommen und versteckt sich in einem Keller des Viertels. Ein Fall für die Polizei, doch in La Zona herrschen eigene Gesetze: Hier regieren Geld und Macht – der Hass auf den “Abschaum” der Slums kennt keine Grenzen. Panisch und von Rachelust getrieben gründen die Zonen-Bewohner eine Bürgerwehr, und die gnadenlose Hetzjagd auf Miguel beginnt. Wird es ihm gelingen, seinen übermächtigen Verfolgern zu entkommen?


Cast & Crew


Kritiken (3) — Film: La Zona

E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film

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8.0Ausgezeichnet

[Der Film] mobilisiert seine Einstellungen mit der Handkamera und macht Tempo. Er reißt seine Zuschauer mit und will ihre Identifikation mit der Alejandro-Figur. Er kompliziert nichts, ganz anders als etwa der so brillant heikle Favela-Film und Berlinale-Gewinner "Tropa de Elite". (Wo bleibt der eigentlich in unseren Kinos?) Sein Handwerk, das er als das der gemäßigten Agitation begreift, versteht Debütregisseur Rodrigo Pla bereits bestens. Als gewiss sehr schematischer gesellschaftspolitischer Reißer, der aber ohne allzuviel Heuchelei auskommt, ist "La Zona" jedenfalls interessant.

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alexandra seitz: Berliner Zeitung, tip, ray ... alexandra seitz: Berliner Zeitung, tip, ray ...

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8.0Ausgezeichnet

"La Zona" ist unverkennbar ein Genre-Film; er verzichtet weder auf Klischees noch auf chargenhafte Figurenzeichnung noch auf die Standard-Mittel der Dramatisierung. Zugleich aber ist er ein ebenso dringlicher wie beunruhigender Beitrag zu den Themen Macht und öffentlicher Raum, der hauchdünnen Grenze zwischen Zivilisation und Barbarei und der Gefährdung des Gesellschaftsvertrages durch die Ungleichverteilung des Geldes. Man wünschte, "La Zona" wäre reine Science-Fiction.

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W. Hamdorf: Deutschlandradio, film-dien... W. Hamdorf: Deutschlandradio, film-dien...

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8.0Ausgezeichnet

"La Zona" entpuppt sich als professionell gemachter, sozial engagierter Genrefilm. Rodrigo Plá präsentiert zwar altvertraute Spannungselemente und Genrekonventionen, mischt sie aber mit einer Prise Wut, Pessimismus und Hoffnungslosigkeit. Die Lebensräume der Reichen und der Armen sind durch Lichtsetzung, Ausstattung und Kameraführung deutlich voneinander getrennt, doch der Regisseur bringt sie in einzelnen Einstellungen immer wieder zusammen, etwa im Panoramabild der Stadt vom Hügel der Zone aus. Es öffnet sich ein Blick auf die sozialen Gegensätze.

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Kommentare (9) — Film: La Zona

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Roka586

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Bewertung9.0Herausragend

Der Film spiegelt in hervorragender Weise die sozialen Probleme wieder, die aus den heute immer stärker hervortretenden Gegensätzen zwischen arm und reich entstehen. Auf der einen Seite stehen die Jugendlichen, die in den Elendsvierteln in einem Klima von Gewalt, Drogen und Perspektivlosigkeit aufwachsen und schnell selbst zu einem Teil der kriminellen Maschinerie werden. Auf der anderen Seite die Opfer, die wohlhabenden Bürger, die in Furcht vor Angriffen auf ihr Leben oder Eigentum ihr Dasein fristen. Da sie sich von der hoffnungslos überforderten Polizei nicht mehr ausreichend beschützt fühlen, gründen sie ihre eigenen Siedlungen, umgeben von hohen Mauern und bewacht von ihren eigenen bewaffneten Sicherheitsleuten und Unmengen an Kameras.
Was den Film nun so interessant macht ist die Beleuchtung der Folgen, die sich aus den Gründung dieser Siedlungen ergeben. In ihrer autonomen Position, die sie vermeintlich über die Werte und das Gesetz der anderen stellt, nehmen ihre Handlungen eine bedrohliche Eigendynamik an, die sich vollends entlädt als 3 Jugendliche in ihre Siedlung eindringen. Die ursprünglichen Opfer werden selbst zu Tätern.
Auch wenn die Figuren teilweise ein wenig plakativ erscheinen, so muss man dem Film jedoch eine erstaunliche Authenzität attestieren. Die Gewalt beider Seiten wird schonungslos dargestellt. Es sind zwei Tätergruppen, die in dem Film aufeinandertreffen und genau dies wird auch vermittelt. Das Ende ist drastisch und schockierend, letzten Endes aber nur konsequent. Der Film möchte auf Probleme aufmerksam machen und seine Botschaft soll nicht durch ein Hollywood-wohlfühl-Ende in Vergessenheit geraten.

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U-Turn

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Bewertung4.0Uninteressant

Sicherlich ein Film mit einer guten Botschaft. Aber auf wirkte er deprimierend. Insofern macht es nicht gerade Spass diesen Film zu gucken. Und das es Böses auf der Welt gibt, wusste ich auch vorher.

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Squidward

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Bewertung6.0Ganz gut

Durchaus gelungener Film, aber dafür, daß Maribel Verdú so groß auf dem DVD-Cover drauf ist, kam sie enttäuschend wenig vor.

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8martin

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Bewertung7.0Sehenswert

Der Film beschreibt in dramatischer Art und Weise ein inzwischen immer weiter verbreitetes Phänomen: die Reichen siedeln in gut bewachten Arealen, geschützt vom eigenen Wachdienst. Die Verfolgung von jugendlichen Einbrechern, die hier einen Beutezug durchführen, findet auf drei Ebenen statt: die offizielle (Polizei), die eigene Bürgerwehr (Wachdienst) und eine Gruppe abenteuerlustiger Teenager. Die ersten beiden werfen sich gegenseitig Korruption vor - womit sie offenbar recht haben und sind meistens damit beschäftigt so viel wie möglich unter den besagten Teppich zu kehren. Die Sicherheit kann nur auf Kosten der Freiheit garantiert werden. Die Mehrheit der Anwohner setzt mit pseudo-demokratischen Mitteln eine Menschenjagd durch. Es herrscht Misstrauen und Angst und es entsteht ein rechtsfreier Raum mit Lynchjustiz, Lieblosigkeit und individueller Katastrophen. Nur Wenige erkennen das Unrecht und die Bedrohung der Freiheit und sind zu einer inneren Wandlung fähig. An der Sache selbst ändert das nichts.
Schockierend realistisch und deshalb sehenswert.

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dbeutner

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Intelligentes Kino, welches bei einem rel. simplem Plot doch für gleichbleibende Spannung sorgt und einen unbekannten, dafür aber gleichmäßig guten Cast aufweist. Nischenfilm, engagiert, sozialkritisch und spannend zugleich.

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Der Franzose

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Der Film ist gut, aber was man zu sehen bekommt ist wirklich erbärmlich und unfassbar. Die reichere Bevölkerung hat ihre eingezäunte videoüberwachte Wohnsiedlung. Wer hier die Idylle stört ist praktisch schon unter der Erde, denn sie nehmen das Gesetz hier selber in Hand -Zahn um Zahn, Auge um Auge, um damit sie auch wirklich ganz ungestört auf ihre Menschenjagd gehen können , wird noch mal kurz die nervige Polizei geschmiert und alle sind glücklich. Das Ende war für mich nicht überraschend.

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Moviefan29

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein schöner, aber auch schockierender Film über die Kluft zwischen arm und reich. Super gespielt und tolle Handlung.
Ein wirklich gut gemachter und spannender Genrefilm ganz ohne Klischees.Ausgezeichnet!

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Padder

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Bewertung9.0Herausragend

La Zona thematisiert die sogenannten "gated communities" und ist sehr gesellschaftskritisch. Die Handlung spielt in Mexico City, ist aber ohne Weiteres auch auf andere Orte übertragbar! Was ich an La Zona mag, ist das konsequente Ende... Denn wenn der "Hammer" rausgeholt wird, denkt vielleicht auch mal jemand darüber nach...

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aggrotainment

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Bewertung7.5Sehenswert

Sehr schöner Film. Irgendwie auch mal wieder ein Film zum Nachdenken.
Sehr gut zu sehen wie hauchdünn die Grenzen unserer Gesellschaft sind und wie sie sich von Gerechtigkeit zu Ungerechtigkeit verschieben können. Das alles verpackt in einem teils spannenden und sehr interessanten Film mit tatellos gespielten Charakteren. Sehr gut.

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