Lambada - Heiß und gefährlich

Lambada (1990), BR/IT Laufzeit 97 Minuten, FSK 12, Drama, Musikfilm

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von Giandomenico Curi und Joel Silberg, mit J. Eddie Peck und Andy J. Forest

Tagsüber ist Kevin Laird Lehrer in Beverly Hills. Nachts lebt er jedoch den Lambada. Mit Hilfe des Tanzes verschafft er sich sogar Respekt und Akzeptanz bei seinen Schülern. Als jedoch ein neidischer Schüler auf Kevins Doppelleben aufmerksam wird, treffen beide Welten aufeinander und bedrohen seinen Job und Ruf.


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Hzi

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Bewertung4.5Uninteressant

Zugegeben, den habe ich nur "quergeguckt" - darf aber auch mal sein und genügt hier vollkommen für eine Bewertung ...
Der Anlass hierzu ist dabei fast interessanter als der Film selbst: eine auf YouTube gesehene Sonderfolge von "Dall-As" (Karl Dalls anarchische Talkshow aus den Anfängen von RTL), die direkt von der Southfork-Ranch übertragen wurde und in der auch Hauptdarsteller J. Eddie Peck, der damals in "Dallas" eine Nebenrolle hatte, einen Promotionauftritt für diesen Streifen absolvierte ...
Erstaunlich, dass das Lambada-Fieber Ende der 80er auch in den USA gross genug war, dass sogar Hollywood (konkret: Cannon..) sich bemüssigt sah, mit der heissen Nadel eiligst ein Filmchen um das heisse Tanzbeinschwingen herum zu stricken (es gab sogar ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem zeitgleich veröffentlichten "The Forbidden Dance", welcher zwar im Gegensatz zu dem hier auch den Kamoa-Hit enthielt (der in den USA nur unter ferner liefen chartete), aber dafür das Wort "Lambada" im Titel nicht benutzen durfte..), allerdings war der Erfolg von "Dirty Dancing" damals ja auch noch nicht so lange her ...
Der Plot: Ein Lehrer mit Migrationshintergrund führt ein Doppelleben. Tagsüber unterrichtet er Bonzenschüler, abends tanzt er sich im Ghetto mit den Strassenkids die Nächte um die Ohren und bringt ihnen zusätzlich in einem Hinterzimmer Mathe bei (!), wobei er auch schon mal den Erfolg eines Billardstosses anhand von WINKELzügen erläutert (!) ... klar, dass "both worlds" irgendwann kollidieren ...
Ein wenig Teen-Scharmützel im Highschool- und Strassenmilieu, ein wenig Schwärmereien (obwohl der Protagonist, eine Art US-Variante von Pierre Cosso, ein treuer Familienvater ist!), nicht wenig Bildungspädagogik, jede Menge End-80er/Früh-90er-Spirit ("This Is The 90s, man. A chick's got a right to choose.."), was natürlich für Zöglinge jener Epoche nicht ohne Reiz ist - und selbstverständlich immer wieder Tanz und Mucke der Sorte, wie sie damals wohl ziemlich hip war ...
Da bin ich filmetechnisch aber inzwischen doch viel zu "abgebrüht", um hier die ganzen Versatzstücke nicht meilenweit gegen den Wind rauszuspüren - doch immerhin wurde das einigermassen souverän und stimmig umgesetzt - wenn eben die "Handlung" nur nicht immer wieder durch mal schwülstige, mal eher lächerliche "Musical-Einlagen" unterbrochen würde ...
Wer aber mit Tanz-Schmonzetten etwas anfangen kann, darf sich gerne 1, 2 Noten dazudenken ...

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