Last Stop 174

Última Parada 174 (2008), BR
Laufzeit 110 Minuten, FSK 16, Drama

- Kritiker
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6 Kommentare
Last Stop 174 - Bild 3884675
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von Bruno Barreto, mit Michel Gomes und Chris Vianna

Brasilien. Als die drogenabhängige Marisa ihre Schulden nicht begleichen kann, wird sie von ihrem Dealer gezwungen, ihm ihr Baby, Alessandro, zu überlassen. Mutter und Sohn werden getrennt. Am Stadtrand von Rio findet währenddessen der kleine Sandro seine Mutter in deren Laden erstochen auf. Der Waisenjunge will den Traum, seiner toten Mutter, ein neues Leben an der Copacabana zu beginnen, wahr werden lassen. Ohne Papiere und Geld erreicht er sein Ziel und schlägt sich fortan als obdachloser Straßenjunge durchs Leben. Jahre später treffen die Welten von Alessandro und Sandro in den Slums von Rio aufeinander. Beide hören auf den Spitznamen Ale und es kommt zu Verwirrungen, Schießereien und Machtkämpfen – bis Marisa glaubt, ihren verlorenen Sohn wieder gefunden zu haben und das Schicksal seinen alles entscheidenden Lauf nimmt – in der Buslinie 174.

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Kommentare (6) — Film: Last Stop 174

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dbeutner

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Bewertung7.0Sehenswert

Die Erzählstruktur von Last Stop ist etwas sprunghaft, was ja nett sein kann, hier aber nicht so recht harmonieren will. Die dramatische Verwechselungsgeschichte ist etwas arg überkonstruiert, und das Ende lässt einen etwas ratlos zurück.

Verstehe die City-of-God-Vergleiche nur sehr bedingt. Ich persönlich finde "City of Men" da näher an CoG als der vorliegende LS174.

Ja, alles tragisch, aber nur mäßig inszeniert. Mein leicht mulmiges Gefühl liegt vielleicht auch daran, dass einem wenig Identifikationspotential geboten wird, was bei den "City of"-Filmen doch insofern anders ist, als dass dort jeweils rel. klare Sympathieträger bzw. Opfer existieren, so dass eine Solidarisierung leichter fiel.

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Kenny Bwoy

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Bewertung7.5Sehenswert

Nicht ganz so grandios wie "City of God", trotzdem knüpf Last Stop 174 nahtlos an dessen bedrückende Welt der brasilianischen Favelas an. Der Film ist großartig besetzt mit jungen, größtenteils unbekannten Schauspielern (ua. gibts ein Wiedersehen mit City of God's Lil Dice Douglas Silva), welche die Story fast schon unangenehm realistisch tragen und somit einen sehr tiefen Einblick in die Armut und Hoffnungslosigkeit der Armenbezirke brasilianischer Großstädte gewährt. Das die Handlung letztendlich auch noch auf einem wahren Hintergrund basiert, verstärkt die Dramatik nochmals. Pflichtfilm für alle die schon City of God mochten.

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Nayuma

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Bewertung4.0Uninteressant

Es passiert genau das was in der Beschreibung steht und eben auch genau das was man von dem Film erwartet. Leider passiert aber nix ungewöhnliches darüber hinaus. Trotzdem ein interessanter Einblick in das Leben auf der Straße. Der Film ist von den Machern von "City Of God" und war auch eigentlich gar nicht so viel anders.

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annaberlin

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Bewertung9.0Herausragend

Großartig inszenierter, knallharter, sozialkritischer, fesselnder brasilianischer Film über das Schicksal von drei Favelabewohnern, deren Leben in der Buslinie 174 aufeinandertreffen und eskalieren. Ein Glück, dass Last Stop 174 hierzulande auf DVD erschienen ist. Seit City of God wurde kein Film mehr gedreht, der derart treffsicher zeigt, wie Armut und Gewalt den Menschen zugrunderichten und in welcher perversen Gesellschaft wir leben. Wer City of God mochte, wird auch Last Stop 174 grandios finden.

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Kill_Diether

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wohl vom gleichen Autor, der uns bereits mit "City of God"
das Leben im Armenhaus Rios näher brachte.
Auch wieder eine Geschichte mit wahrem Hintergrund
und ähnlich ergreifend, veranschaulichend wie "City of God".
Großartig insziniert, mit tollen, begabten Schauspielern.

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Cejay17

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Bewertung7.0Sehenswert

Sehr gute Story mit realitätsnahen Szenen aus Brasilien. Von Anfang bis zum Ende Dramatisch und Spannend.

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