Gute Monumentalfilme glänzen durch berühmte Schauspieler, schöne Bilder und großartige Kompositionen. Im Gedächtnis bleiben jedoch nur die, die mit differenzierten Figuren und essenziellen Themen aufwarten können, so wie Lawrence von Arabien
Ein Film den man eigentlich nur im Kino sehen darf, damit die Wüste richtig wirken kann. Ein monumentales Epos mit hochkarätigen Schauspielern und gelungenem Score von Maurice Jarre.
Dass heldenhafte Kämpfer in der Schlacht zu fallen haben, ist eine romantische Kinovorstellung. Regisseur David Lean, der dieser Tage 100 Jahre alt geworden wäre und sich für Meisterwerke wie "Oliver Twist", "Die Brücke am Kwai" und "Dr. Schiwago" verantwortlich zeichnet, bedient sie in seinem bildmächtigen Wüstenepos "Lawrence Of Arabia" nicht. Sein Einstieg ein Abstieg - mit tödlichen Folgen: Thomas Edward Lawrence stirbt am 19. Mai 1935 in Clouds Hill nach einem Motorradunfall mit seiner Brough Superior. Ein Ende, das in geradezu wüstem Gegensatz zu einem an bedrohlichen Szenarien reichen Leben steht.
„Lawrence von Arabien“, geschrieben nach wahren Begebenheiten, ist eines der größten Epen der Filmgeschichte; so breit, dass eigentlich nur eine große Kinoleinwand seiner würdig ist. Hat man diese gerade nicht zu Hand, bleiben trotzdem sehr schicke Wüstenaufnahmen durch exzellente Kameraarbeit, eine großartige Titelmelodie, beeindruckende Massenszenen, charismatische Darsteller und eine rätselhafte Charakterstudie; das alles episch präsentiert in manchmal anstrengenden dreieinhalb Stunden. Eine besondere Vorliebe für monumentale Klassiker sollte man hierfür auf jeden Fall mitbringen. Andernfalls wird die Länge zum Problem.
Der Rückzug von Lawrence aus dem arabischen Raum, seine Rückkehr nach England, erscheinen im Film wie eine Flucht vor sich selbst. Und trotzdem lässt Lean vieles von dem, was Lawrence bewegt haben mag, offen; der Mann bleibt bis zu einem gewissen Grad ein Rätsel. Die monumentalen Aufnahmen der Wüste, die Weite, Leere, Hitze – das alles hat Lawrence fasziniert, angezogen, ja geradezu überwältigt – und Lean lässt uns diese großartigen Bilder der Wüste genießen, die uns zugleich stellenweise erschrecken. In Lawrence selbst entsteht – das vermittelt der Film auf nachdrückliche Weise – das Bild einer Einheit des Lebensraums, der Landschaft, der Menschen – eine Einheit, in der niemand anderes etwas zu suchen hat. Und es sind neben diesen phantastischen Aufnahmen – die eigentlich nur auf einer großen Kinoleinwand so richtig zu genießen sind – die Schauspieler O’Toole, Guinness natürlich, und Omar Sharif, der wie O’Toole durch diesen Film zum Star wurde, Hawkins, Ferrer und die vielen anderen, die „Lawrence of Arabia”, einer der ersten Filme, die in Super Panavision 70 gedreht wurden, zu einem immerwährenden Genuss machen.
Dieses historisch nicht korrekte Schauspiel ist ein Meisterwerk, denn der zu Unrecht noch immer Oscar-lose Peter O'Toole (der schon acht Nominierungen! hat), spielt hier einfach so bravourös, dass man sich keinen anderen Schauspieler in seiner Rolle vorstellen kann.
Auch die Inszenierung des Filmes mit dem Motorradunfall, der quasi die ganze Handlung in einer bestimmten Weise einrahmt und in ein bestimmtes Licht rückt, ist dermaßen packend und stark, dass man dafür nur voll des Lobes sein kann.
Ebenso gelungen ist Maurice Jarres Soundtrack, der in seiner gekonnt für westliche Ohren inszenierten morgenländisch-epischen Tragik wohl unvergleichlich ist.
Der Film ist einfach -wie am Anfang geschrieben- ein Meisterwerk!
Peter O'Toole und Omar Sharif - grösser kann der Unterschied nicht sein, und doch werden sie beste Freunde.Ein grandioses Wüstenepos, das ich schon 4 mal gesehen habe. Wunderschöne , berührende Musik und phantastische Aufnahmen. Einer der schönsten Momente: Lawrence rettet einen Eingeborenen unter Einsatz seines Lebens und man sieht ihn und sein Kamel, geblendet von der riesigen Sonnenscheibe, wie eine Fata Morgana langsam am staubigen Horizont auftauchen. Great !
Ein imposantes, mit sieben Oscars prämiertes Monumentalwerk, das seine Höhepunkte aus der beeindruckenden Bildgewalt und einer erzählenswerten Geschichte bezieht, für die man zugegebenermaßen etwas Zeit und Ruhe aufbringen muss, um entsprechend entschädigt zu werden.
Wenngleich ich Peter O´Toole nicht sonderlich mag, so passt er jedoch perfekt in die Rolle des überheblich wirkenden und scheinbar zugleich von Selbstzweifeln zerfressenen T.E. Lawrence. Des Weiteren sind mit von der Partie: Alec Guiness, Anthony Quinn, Jack Hawkins und der für meinen Geschmack alles überragende Omar Sharif.
so müssen große filme sein,einziger kritikpunkt ist das als ich den film sah T.E.Lawrence schilderung des wüstenkrieges las und enttäuscht war,nicht aufgrund der handlung die genauso spannend wie im film war sondern aufgrund der völlig unterschiedlichen handlung,dennoch 10 punkte allein wegen den aufnahmen in der der wüste.
Der Historienfilm über Lawrence von Arabien erzählt eine interessante Geschichte auf eine wenig wissenschaftlich korrekte Weise. David Lean legt weniger Wert auf historische Korrektheit, sondern eher auf bombastische Ausstattung und gut inszenierte Schlachtszenen. Handwerklich ist dem Film nichts vorzuwerfen, leider hapert es bei der Dramaturgie, sodass im letzten Viertel des Films alles etwas diffus ist und die Motivationen der Charaktere nicht vollkommen klar werden. Insgesamt ist David Lean jedoch ein sehenswertes Historienspektakel gelungen, bei dem trotz fast vier Stunden Spielzeit keine Langeweile aufkommt.
'Lawrence von Arabien' ist wohl einer der Filme, der jedem Filmfan ein Begriff sein sollte. Ob man ihn nun gesehen hat oder nicht. Von seinen 10 Oscar Nominierungen konnte 'Lawrence von Arabien', zu Recht, 7 Trophäen gewinnen und machte den damals noch unbekannten Peter O'Toole über Nacht zum Star.
Der britische Offizier Thomas Edward Lawrence wird 1916 nach Ägypten versetzt. Er gewinnt das Vertrauen der arabischen Fürsten und zieht das Misstrauen der eigenen Soldaten auf sich. Dank der guten Verbindung, die er sich zu den Arabern aufgebaut hat, stehen sie ihm im Kampf gegen die Türken zur Seite. Doch die Araber haben andere Pläne als die Alliierten. Lawrence weiß das und plant mit ihrer Einigung die Verwirklichung vom arabischen Großreich. Das sehen die Franzosen und Engländer äußerst ungern, da sie ihre eigenen kolonialen Interessen gefährdet sehen. Lawrence steigt im Kampf gegen die Türken zur Legende auf, erfährt aber immer mehr Rückenwind aus der eigenen Reihe und muss erleben, wie es ist, wenn große Träume zu platzen drohen.
Die Oscar prämierte Kameraarbeit von Freddie Young fängt weite und fantastische Bilder der Wüstenlandschaft ein. Der Film wurde an originalen Schauplätzen gedreht, was auch noch seinen Teil zur Authentizität beiträgt. Die pompösen Paläste, Wüstenzelte und die echten Kulissen machen den Film zu einem grandiosen Epos, der für seine Ausstattung auch einen Oscar gewinnen konnte, genau wie für den Schnitt. Auch die hervorragende und ausgezeichnete Filmmusik von Maurice Jarre, macht den Film zu einem einzigartigen Meilenstein der Filmgeschichte.
Zwar sind die arabischen Charaktere ziemlich klischeehaft gezeichnet und vor allem Lawrence wird glorifiziert, doch das fällt nicht weiter ins Gewicht. Das liegt an den herausragenden Schauspielern, die locker über die Schwächen des Charakters wegspielen. Peter O'Toole, der hier seine erste große Rolle spielen durfte, bekam auch seine erste von sieben Oscar Nominierungen. O'Toole spielt T.E. Lawrence, einen Mann, der sich für die Araber einsetzt und auch für sie sterben würde. Alle Facetten, seines vielschichten Charakters spielt O'Toole grandios aus. Ob Arroganz, Überheblichkeit oder Sadismus. Er füllt seinen Charakter mit fast unglaublicher Intensität und Authentizität. Wie gesagt, seine Rolle ist zwar ein wenig zu stark glorifiziert, doch O'Toole drückt das zur Seite und liefert eine grandiose Leistung zwischen kämpfendem Helden und charismatischen Freundes. Mit Alec Guinness und dem Oscar nominierten Omar Sharif, hat Peter O'Toole zwei ebenbürtige Mitspieler an seiner Seite. Guinness verkörpert den arabischen Führer Prinz Faisal und Omar Sharif gibt den edlen, charismatischen Prinzen Sherif Ali Ibn El Kharisch. Zwar kommen sie, wie gesagt, nicht ohne klischees aus, spielen aber wie O'Toole ohne Probleme hinweg und bringen eine starke Leistung. Auch die weiteren Nebenrollen sind mit Anthony Quinn, als Nomadenfürst Auda abu Tayi, blendend besetzt.
David Lean der fünf Jahre zuvor, für seine Regiearbeit beim Klassiker 'Die Brücke am Kwai' seinen ersten Oscar gewonnen hat, konnte für seine meisterhafte Inszenierung von 'Lawrence von Arabien' den zweiten Oscar ins Regal stellen. Lean, beweist tolles Gespür für große Kampfszenen, wie zum Beispiel der Zugüberfall oder auch die Eroberung von Akabar. Aber auch in dramatischen Szenen überzeugt der Film, wenn Lawrence sich mit zwei Gehilfen durch die Wüste kämpft und einer von ihnen dem Treibsand zum Opfer fällt, oder wenn er in seiner gnadenlosen Selbstüberschätzung von türkischen Milizen misshandelt wird und als gebrochener Mann nach Kairo zurückkehrt. Lean, der uns mit 'Lawrence von Arabien' ein einzigartiges Bild der Araber während des ersten Weltkrieges zeigt, führt uns eine Epoche näher, wie sie bis jetzt noch nicht besser dargestellt wurde. Aber auch mit Humor wird nicht unbedingt gegeizt und es gibt einige Szenen zum Lachen und Schmunzeln. So wird der Geschichtsfilm nicht Qualvoll runtergerattert, sondern auch greifbar gemacht. Man wird von der Geschichte mitgerissen und die Charaktere lassen den Zuschauer mitfühlen.
Fazit: 'Lawrence von Arabien' ist ein einmaliges Epos. Ein Drama auf der einen Seite ein opulentes Wüsten-Abenteuer auf der anderen Seite. Die fantastischen Wüstenaufnahmen und der tolle Score, liefern ein wunderbares Film-Erlebnis zum immer wieder bestaunen. Da die Charakterzeichnung nicht ganz ohne Fehler auskommt, gibt es nicht die vollen 10 Pkt. Dennoch ist der Cast einer der hervorragendsten und besten überhaupt. Man sollte sich auch von der fast vierstündigen Dauer nicht abschrecken lassen. Durchhänger gibt es nicht und der Film ist durchgehend spannend und unterhaltsam. Ein Meisterwerk und einer der größten und besten Filme überhaupt.
Ich hab' ihn leider noch nicht gesehen (liegt aber im Regal); mich erschreckt immer wieder aufs Neue die Länge, sobald ich auf die Rückseite gucke ("uff, ein andermal"). :) | Tolle Kritik.
Hat mich auch lange vom Film abgehalten, versteh dich da vollkommen. Der lag bei mir auch 2 Jahre im Regal. Aber ich kann dir nur raten, ihn so schnell wie möglich zu gucken. Musst dir natürlich auch die Zeit nehmen. Du wirst nicht enttäuscht :)
@Soul: Sehr schön, kenne ich auch (noch) nicht. Aber ist einer von Obamas Top-5-Lieblingen, ob das nun eine Empfehlung ist, möchte ich hier mal offen lassen...^^
Ok, die Paten-Teile muss ich nochmal sehen, sind aber natürlich spitze und Einer flog über das Kuckucksnest ist göttlich :) Hat wohl n guten Geschmack, der Kerl!
@SoulReaver: Schöner Kommentar. Bei mir hat er übrigens die 10 bekommen.
@all: Nicht von der Laufzeit abhalten lassen. Ich fand den Film absolut faszinierend und zu keiner Zeit langweilig. Der Begriff "Epos" ist in diesem Fall nicht nur durch die Lauflänge berechtigt. :)
Es gibt Filme, die altern über die Jahre sehr gut. Dieser gehört wohl nicht dazu.
Wie man so wenig Story auf so eine Länge aufblasen kann ist mir ein Rätsel.
Auch wenn man Quark auf 70mm in die Breite quetscht wird er nicht besser.
Ein Film aus einer anderen Zeit, transportiert ne Menge Klisches. Leider kommt in dem gesamten Film keine einzige Frau vor, Lawrence kommt ziemlich homosexuell rüber. Insgesamt wird der Film überschätzt, die ganzen Oscars würde er heute wohl nicht mehr bekommen
Meiner Meinung wäre der Film auch heute noch ein Meisterwerk. Das einzige negative an dem Film ist die bisher fehlende Blu-Ray Disc Auswertung, weiß da evtl. jemand mehr?
es ist ein wüstenkriegsfilm,lawrence selber sagte das er während seines gesamten kampfeinsatzes fast keine frauen zu gesicht bekam,warum auch in der glut der wüste ?vorallem bei den arabern,die sind alle verhüllt.
Als ich Ihn das erste Mal sah, war ich 15. Kurz vorher lief im (West)fernsehen "Der Wind und der Löwe" und weckte mein Interesse für Filme über Wüstenkämpfe und stolze Beduinen...
Aber was für Welten liegen zwischen dem wirklich spannenden, aber herkömmlichen "Löwen" Raisuli und "El Orence".
Lawrence lief auch im ZDF und ich sah Ihn und war unglaublich bewegt, beunruhigt, entsetzt, entzückt und und und (weitere Synonyme klemm ich mir..)
Die Wüste, O'Toole in seiner unglaublichen Rolle, Lawrence merkwürdiger Sadismus, Omar Sharif, Anthony Quinn und... keine Frau!
Ich liebe Frauen, aber aber hier fehlten sie nicht (wär ja auch merkwürdig gewesen ;))
Mit 15 fand ich ihn verstörend und ungewöhnlich und verstand von der Moral kein Wort.
Nach der Maueröffnung (ca. 1992),während ich die Kinos Westberlins nach Klassikern abklapperte, sah ich "Lawence" im Eurocenter Berlin in voller Länge.
Das hieß, 30 min Werbung (als Ossi grad dran gewöhnt), Pause ("will noch jemand Lagneeseesies??"), DANN 7 min Ouvertüre (wie ich später erfuhr von David Lean so vorgesehen) und dann 202 min Film!
Jaaaaaaaaaaa! Im Kino, volle Länge, im Original mU entfalltete der Film seine ganze Wucht und ließ mich nie wieder los. Fünf Minuten, um aus einem Punkt Omar Sharif werden zu lassen. Wouw!!!!
DER Monumentalfilm, für den das Wort erfunden wurde, die Rolle, für die Peter O'Toole geboren wurde. Die Filmusik, die Bilder, die Sprüche ("Es kommmt nicht drauf an, dass es nicht weh tut, es kommt darauf an, dass es einem nichts ausmacht!").
Ich glaube nicht, dass ich je so etwas grandioses wieder im Kino gesehen habe!
Nachtrag: Dieser Text ist gnadenlos nostalgisch und sehr subjektiv.
Wegen Filmen wie "Lawrence von Arabien" wurden Kinos gebaut und für Männer wie mich werden sie gedreht, da man nochmal Kind sein kann, um mit offenem Mund und gebannten Blick auf den Bildschirm zu starren.
Jedes, wirklich jedes Bild dieses Films ist ein Gedicht für sich selbst. Vorrallem die Wüste wurde so wunderschön und gleichzeitig auch als die Bedrohung, die sie ist, fotografiert, dass jegliche Superlative nicht deren Kunst ausdrücken kann. Einfach ein pures Erlebnis für die Augen.
Erzählt wird das Helden-Epos von T.E. Lawrence, der verschiedene Arabische Stämme vereinigt und sie in den Krieg gegen die Türken führt. Man sollte hier jedoch kein Biopic erwarten, "Lawrence von Arabien" überzeichnet sein Hauptfigur teilweise sehr extrem, macht einen unmenschlichen Helden aus ihm und zeichnet seinen Weg in den überheblichen (fast) Wahnsinn nach. Lässt man aber irgendwelche Fakten beiseite, so funktioniert das Ganze so grandios als Abenteuerfilm, bzw. Kriegsfilm, dass eigentlich nur notorische Nörgler hier auf irgendwelche richtigen Daten oder Geschehnisse pochen.
Der Score unterstreich die Grösse des Films und auch der Cast passt sich diesem Niveau an. Hervorheben muss man aber Omar Sharif und Anthony Quinn, die beide ganz toll aufspielen und bei Peter O´Toole muss man wohl von der Rolle des Lebens sprechen.
Ich weiss nicht wie oft ich den Film nun schon gesehen habe, kann aber sagen, dass er nichts von seinen Qualitäten mit der Zeit einbüsst und eigentlich sollte sich jeder zumindest einmal diese fast 4 Stunden Zeit nehmen, um "Lawrence von Arabien" auf sich wirken zu lassen.
Da geht es mir jetzt grad ähnlich wie bei "Das Omen" zuletzt, wenn einem ein Film über eine so lange Zeit immer wieder so begesteirn kann, dann ist das wohl ein Lieblingsfilm.
Monumental, beeindruckend, spannend und wunderwunderwunderschön!
Schöner Kommentar. Ich hatte 'Lawrence' bisher immer ein wenig unterschätzt. Vor ein paar Wochen hab ich ihn wieder gesehen und war beeindruckt von den geschliffenen Dialogen und den atemberaubenden Bildern. Ganz großes Kino ist das!
Ein wahrlich großartiges Stück Filmgeschichte!
Keine Minute dieses Meisterwerks, die dein Sitzfleisch beansprucht, ist überflüssig oder gar ermüdend. Zu fantastisch sind die Bilder, welche visuell einen Hochgenuss bereiten und darüber hinaus eine perfekte Symbiose mit der feinfühligen, poetischen Geschichte eingehen.
Peter O'Toole's Darstellung des T.E. Lawrence gehört zu den grandiosesten und erhabensten Darbietungen die ich in meiner bisherigen Filmwelt bewundern durfte.
Ne Tunte im Burnus. Aber ne Gute. Wir müssen jetzt unbedingt Guido mit nem Kamel in die Wüste schicken. Vielleicht bringt´s ja auch was. Dieser Film ist jedenfalls Klasse.
"Lawrence of Arabia". Einige Monate ist es her das ich mir die DVD kaufte, doch angesehen habe ich ihn bis vor ein paar Tagen nicht da mein Fernseher mehr als nur klein ist und ich im Vorfeld schon oft hörte das man diesen Film NUR auf einem großen Bildschirm (am Besten aber auf einer Leinwand) sehen kann bzw. soll. Doch nun, dank göttlicher Fügung, hat sich mein alter Herr einen riesigen Flachbildschirm besorgt in seinen alten Tagen. Lange Rede kurzer Sinn, ich hab ihn mir angesehen und halte einfach mal fest das es wahr ist: Je Größer der Bildschirm desto beeindruckender ist "Lawrence of Arabia".
Fast vier Stunden lang geht David Lean's Monumental Meisterwerk der Superlative, und keine Sekunde kommt Langeweile auf. Keine Szene ist fehl am Platz. Omar Sharif als Sherif Ali, Alec Guiness als Prince Fesail oder Anthony Quinn als abu Tayi alle Darsteller sind bestens ausgewählt und spielen Top. Doch der wahre "Held" in diesem ausnahme Film ist natürlich wie schon so oft angesprochen Peter O'Toole. Immer noch nach so vielen Jahren führt seine Interpretation des T.E. Lawrence mehrere Top Listen der besten Schauspielleistungen aller Zeiten an, und das wirklich nicht zu unrecht. Peter O'Toole verliert sich gerade zu in der Rolle was man als Zuschauer oft genug mitbekommt. Am Anfang noch ein zielstrebiger, wenn auch etwas unkonventioneller Offizier verliert er im Laufe des Film den Blick zur Realität und hält sich für eine Art Übermenschen (Nietzsche lässt Grüßen) der alles schaffen kann. Was den Historischen Hintergrund angeht ist der Film zwar nicht 100% Akkurat aber das muss er auch nicht sein anders könnte man den Film nicht machen und die Message kommt auch so perfekt rüber. Grandios? Meisterhaft? Meilenstein? Wie schon gesagt bei "Lawrence of Arabia" gehen einem die Superlativen schnell aus, sei es die Geschichte mit all ihrer Poesie und Tiefe, die atemberaubenden Schauspieler allen voran Peter O'Toole, die nie zuvor da gewesenen Bilder (Allein schon die Szene am Brunnen als Omar Sharif das erste mal auftaucht ist ein Magic Moment für die Ewigkeit), der Score usw. Worte werden diesem Film nicht wirklich gerecht und trotzdem könnte ich noch Seiten füllen.
DANKE DAVID LEAN!
Habe ihn heute in 70-mm im Kino gesehen - muss wirklich sagen, dass der Film erst auf der Leinwand seine Wirkung entfaltet. Meine DVD steht wohl nicht seit von ungefähr seit drei Jahren ungesehen im Schrank. Egal, schöner kommentar. Wir verstehen uns!
Mein 1000. Kommentar. Dafür muss es dann ein echter Kultfilm sein. Auch wenn sich der Film stellenweise sehr von der Biografie des echten T.E. Lawrence entfernt, begeistert er restlos durch das bewegende Spiel seines Ensembles. O´Toole meistert seine erste große Rolle bravourös. Quinn, Sharif und Guinness stehen ihm in nichts nach, so werden selbst 218 Minuten nicht langweilig. Einfach großes zeitloses Kino mit tollen Landschaftsbildern, perfekt auf die Atmosphäre eingestimmter Musik und meisterhaft inszenierten Effekten. Und im Gegensatz zum modernen Einheitsbrei computergenerierter Effekte, ist das, was hier knallt und explodiert, so "echt" wie Kino eben sein kann.
Ob der Film ganz genau auf geschichtlichen Fakten beruht, sei dahingestellt. Die Geschichte einer Legende wird spannend erzählt und mit grandiosen Landschaftsaufnahmen abgerundet. Ein unbekannter Offizier wird zu einer weltweiten Legende, weil er die Türken aus Arabien vertreibt. Bemerkenswert ist auch wie sich Lawrence Charakter verändert.
Die Hauptrolle spielt Peter O´Toole einfach herausragend, denn mit diesem Film begann seine Karriere. Omar Sharif und Anthony Quinn sind zwar auch mit von der Partie, aber ihre Leistungen sind gegen O´Toole einfach nur blass.
Die Musik darf man auch nicht vergessen, denn sie verleiht dem Film eine eigene Sprache.
Bemerkenswerter Abenteuerfilm, der trotz seiner Überlänge zu keiner Minute langweilig ist. Ein Epos für die Ewigkeit.
David Lean übertraf sich mit diesem epochalen Leihnwandwerk noch einmal selbst.
Ich habe mir "Doktor Schiwago" angesehen und dachte ich hätte nach diesem Meisterwerk alles Können von Lean gesehen, ich dachte etwas größeres, beeindruckenderes, mächtigeres wäre nicht im Bereich des machbaren, aber david Lean zeigte mit diesem monumentalen Werk, dass er sich nochmal zu steigern wusste.
Alleine die Landschaft ist wieder atemberaubend und betört einen von der ersten Minute an, aber dass machte sie auch bei "Doktor Schiwago". Das entscheidend verbesserte war, das Lean seinem Protagonisten mehr Fachetten gab und ihn ungewohnt unmoralisch und eigenwillig machte.
Peter O'Toole spielt die Rolle des andersartigen britischen Befehlshabers T.E. Lawrence, der alles für seine Ideale Opfert, sogar seine Menschlichkeit.
Ich hätte mir aber für die Rolle des T.E. Lawrence auch Klaus Kinski vorstelen können, der mich bei seinem Kurzauftritt in "Doktor Schiwago" nachhaltig beeindruckt hatte.
Mir gefällt außerdem die Rolle von Anthony Quinn, als Beduinenführer. Omar Sharif bleibt hingegen blass.
Ein Film, der im Kino bestimmt um ein Vielfaches mehr wirkt, als im kleinen Bildschirm eingesperrt.
Lawrence von Arabien - Kritik
GB 1962 Laufzeit 202 Minuten, FSK 16, Historienfilm, Drama, Kinostart 15.03.1963
Kritiken (5) — Film: Lawrence von Arabien
Markus Hauschild: NEGATIV - Das Magazin für F... Markus Hauschild: NEGATIV - Das Magazin für F...
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sushi25: movie-fan.de
Kommentar löschenEin Film den man eigentlich nur im Kino sehen darf, damit die Wüste richtig wirken kann. Ein monumentales Epos mit hochkarätigen Schauspielern und gelungenem Score von Maurice Jarre.
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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...
Kommentar löschenDass heldenhafte Kämpfer in der Schlacht zu fallen haben, ist eine romantische Kinovorstellung. Regisseur David Lean, der dieser Tage 100 Jahre alt geworden wäre und sich für Meisterwerke wie "Oliver Twist", "Die Brücke am Kwai" und "Dr. Schiwago" verantwortlich zeichnet, bedient sie in seinem bildmächtigen Wüstenepos "Lawrence Of Arabia" nicht. Sein Einstieg ein Abstieg - mit tödlichen Folgen: Thomas Edward Lawrence stirbt am 19. Mai 1935 in Clouds Hill nach einem Motorradunfall mit seiner Brough Superior. Ein Ende, das in geradezu wüstem Gegensatz zu einem an bedrohlichen Szenarien reichen Leben steht.
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Flibbo: wieistderfilm.de
Kommentar löschen„Lawrence von Arabien“, geschrieben nach wahren Begebenheiten, ist eines der größten Epen der Filmgeschichte; so breit, dass eigentlich nur eine große Kinoleinwand seiner würdig ist. Hat man diese gerade nicht zu Hand, bleiben trotzdem sehr schicke Wüstenaufnahmen durch exzellente Kameraarbeit, eine großartige Titelmelodie, beeindruckende Massenszenen, charismatische Darsteller und eine rätselhafte Charakterstudie; das alles episch präsentiert in manchmal anstrengenden dreieinhalb Stunden. Eine besondere Vorliebe für monumentale Klassiker sollte man hierfür auf jeden Fall mitbringen. Andernfalls wird die Länge zum Problem.
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Ulrich Behrens
Kommentar löschenDer Rückzug von Lawrence aus dem arabischen Raum, seine Rückkehr nach England, erscheinen im Film wie eine Flucht vor sich selbst. Und trotzdem lässt Lean vieles von dem, was Lawrence bewegt haben mag, offen; der Mann bleibt bis zu einem gewissen Grad ein Rätsel. Die monumentalen Aufnahmen der Wüste, die Weite, Leere, Hitze – das alles hat Lawrence fasziniert, angezogen, ja geradezu überwältigt – und Lean lässt uns diese großartigen Bilder der Wüste genießen, die uns zugleich stellenweise erschrecken. In Lawrence selbst entsteht – das vermittelt der Film auf nachdrückliche Weise – das Bild einer Einheit des Lebensraums, der Landschaft, der Menschen – eine Einheit, in der niemand anderes etwas zu suchen hat. Und es sind neben diesen phantastischen Aufnahmen – die eigentlich nur auf einer großen Kinoleinwand so richtig zu genießen sind – die Schauspieler O’Toole, Guinness natürlich, und Omar Sharif, der wie O’Toole durch diesen Film zum Star wurde, Hawkins, Ferrer und die vielen anderen, die „Lawrence of Arabia”, einer der ersten Filme, die in Super Panavision 70 gedreht wurden, zu einem immerwährenden Genuss machen.
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Kommentare (32) — Film: Lawrence von Arabien
Kommentar schreibenCanis Majoris 2012/02/07 16:58:22
Kommentar löschenDieses historisch nicht korrekte Schauspiel ist ein Meisterwerk, denn der zu Unrecht noch immer Oscar-lose Peter O'Toole (der schon acht Nominierungen! hat), spielt hier einfach so bravourös, dass man sich keinen anderen Schauspieler in seiner Rolle vorstellen kann.
Auch die Inszenierung des Filmes mit dem Motorradunfall, der quasi die ganze Handlung in einer bestimmten Weise einrahmt und in ein bestimmtes Licht rückt, ist dermaßen packend und stark, dass man dafür nur voll des Lobes sein kann.
Ebenso gelungen ist Maurice Jarres Soundtrack, der in seiner gekonnt für westliche Ohren inszenierten morgenländisch-epischen Tragik wohl unvergleichlich ist.
Der Film ist einfach -wie am Anfang geschrieben- ein Meisterwerk!
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Brigitte Kreisl-Walch 2012/02/07 15:40:59
Kommentar löschenPeter O'Toole und Omar Sharif - grösser kann der Unterschied nicht sein, und doch werden sie beste Freunde.Ein grandioses Wüstenepos, das ich schon 4 mal gesehen habe. Wunderschöne , berührende Musik und phantastische Aufnahmen. Einer der schönsten Momente: Lawrence rettet einen Eingeborenen unter Einsatz seines Lebens und man sieht ihn und sein Kamel, geblendet von der riesigen Sonnenscheibe, wie eine Fata Morgana langsam am staubigen Horizont auftauchen. Great !
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cpt. chaos 2012/01/31 16:02:49
Kommentar löschenEin imposantes, mit sieben Oscars prämiertes Monumentalwerk, das seine Höhepunkte aus der beeindruckenden Bildgewalt und einer erzählenswerten Geschichte bezieht, für die man zugegebenermaßen etwas Zeit und Ruhe aufbringen muss, um entsprechend entschädigt zu werden.
Wenngleich ich Peter O´Toole nicht sonderlich mag, so passt er jedoch perfekt in die Rolle des überheblich wirkenden und scheinbar zugleich von Selbstzweifeln zerfressenen T.E. Lawrence. Des Weiteren sind mit von der Partie: Alec Guiness, Anthony Quinn, Jack Hawkins und der für meinen Geschmack alles überragende Omar Sharif.
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xXFilmFreakXx 2011/12/29 23:14:00
Kommentar löschenso müssen große filme sein,einziger kritikpunkt ist das als ich den film sah T.E.Lawrence schilderung des wüstenkrieges las und enttäuscht war,nicht aufgrund der handlung die genauso spannend wie im film war sondern aufgrund der völlig unterschiedlichen handlung,dennoch 10 punkte allein wegen den aufnahmen in der der wüste.
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ash-williams 2011/09/13 16:02:33
Kommentar löschenDer Historienfilm über Lawrence von Arabien erzählt eine interessante Geschichte auf eine wenig wissenschaftlich korrekte Weise. David Lean legt weniger Wert auf historische Korrektheit, sondern eher auf bombastische Ausstattung und gut inszenierte Schlachtszenen. Handwerklich ist dem Film nichts vorzuwerfen, leider hapert es bei der Dramaturgie, sodass im letzten Viertel des Films alles etwas diffus ist und die Motivationen der Charaktere nicht vollkommen klar werden. Insgesamt ist David Lean jedoch ein sehenswertes Historienspektakel gelungen, bei dem trotz fast vier Stunden Spielzeit keine Langeweile aufkommt.
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SoulReaver 2011/09/06 19:55:57
Kommentar löschen'Lawrence von Arabien' ist wohl einer der Filme, der jedem Filmfan ein Begriff sein sollte. Ob man ihn nun gesehen hat oder nicht. Von seinen 10 Oscar Nominierungen konnte 'Lawrence von Arabien', zu Recht, 7 Trophäen gewinnen und machte den damals noch unbekannten Peter O'Toole über Nacht zum Star.
Der britische Offizier Thomas Edward Lawrence wird 1916 nach Ägypten versetzt. Er gewinnt das Vertrauen der arabischen Fürsten und zieht das Misstrauen der eigenen Soldaten auf sich. Dank der guten Verbindung, die er sich zu den Arabern aufgebaut hat, stehen sie ihm im Kampf gegen die Türken zur Seite. Doch die Araber haben andere Pläne als die Alliierten. Lawrence weiß das und plant mit ihrer Einigung die Verwirklichung vom arabischen Großreich. Das sehen die Franzosen und Engländer äußerst ungern, da sie ihre eigenen kolonialen Interessen gefährdet sehen. Lawrence steigt im Kampf gegen die Türken zur Legende auf, erfährt aber immer mehr Rückenwind aus der eigenen Reihe und muss erleben, wie es ist, wenn große Träume zu platzen drohen.
Die Oscar prämierte Kameraarbeit von Freddie Young fängt weite und fantastische Bilder der Wüstenlandschaft ein. Der Film wurde an originalen Schauplätzen gedreht, was auch noch seinen Teil zur Authentizität beiträgt. Die pompösen Paläste, Wüstenzelte und die echten Kulissen machen den Film zu einem grandiosen Epos, der für seine Ausstattung auch einen Oscar gewinnen konnte, genau wie für den Schnitt. Auch die hervorragende und ausgezeichnete Filmmusik von Maurice Jarre, macht den Film zu einem einzigartigen Meilenstein der Filmgeschichte.
Zwar sind die arabischen Charaktere ziemlich klischeehaft gezeichnet und vor allem Lawrence wird glorifiziert, doch das fällt nicht weiter ins Gewicht. Das liegt an den herausragenden Schauspielern, die locker über die Schwächen des Charakters wegspielen. Peter O'Toole, der hier seine erste große Rolle spielen durfte, bekam auch seine erste von sieben Oscar Nominierungen. O'Toole spielt T.E. Lawrence, einen Mann, der sich für die Araber einsetzt und auch für sie sterben würde. Alle Facetten, seines vielschichten Charakters spielt O'Toole grandios aus. Ob Arroganz, Überheblichkeit oder Sadismus. Er füllt seinen Charakter mit fast unglaublicher Intensität und Authentizität. Wie gesagt, seine Rolle ist zwar ein wenig zu stark glorifiziert, doch O'Toole drückt das zur Seite und liefert eine grandiose Leistung zwischen kämpfendem Helden und charismatischen Freundes. Mit Alec Guinness und dem Oscar nominierten Omar Sharif, hat Peter O'Toole zwei ebenbürtige Mitspieler an seiner Seite. Guinness verkörpert den arabischen Führer Prinz Faisal und Omar Sharif gibt den edlen, charismatischen Prinzen Sherif Ali Ibn El Kharisch. Zwar kommen sie, wie gesagt, nicht ohne klischees aus, spielen aber wie O'Toole ohne Probleme hinweg und bringen eine starke Leistung. Auch die weiteren Nebenrollen sind mit Anthony Quinn, als Nomadenfürst Auda abu Tayi, blendend besetzt.
David Lean der fünf Jahre zuvor, für seine Regiearbeit beim Klassiker 'Die Brücke am Kwai' seinen ersten Oscar gewonnen hat, konnte für seine meisterhafte Inszenierung von 'Lawrence von Arabien' den zweiten Oscar ins Regal stellen. Lean, beweist tolles Gespür für große Kampfszenen, wie zum Beispiel der Zugüberfall oder auch die Eroberung von Akabar. Aber auch in dramatischen Szenen überzeugt der Film, wenn Lawrence sich mit zwei Gehilfen durch die Wüste kämpft und einer von ihnen dem Treibsand zum Opfer fällt, oder wenn er in seiner gnadenlosen Selbstüberschätzung von türkischen Milizen misshandelt wird und als gebrochener Mann nach Kairo zurückkehrt. Lean, der uns mit 'Lawrence von Arabien' ein einzigartiges Bild der Araber während des ersten Weltkrieges zeigt, führt uns eine Epoche näher, wie sie bis jetzt noch nicht besser dargestellt wurde. Aber auch mit Humor wird nicht unbedingt gegeizt und es gibt einige Szenen zum Lachen und Schmunzeln. So wird der Geschichtsfilm nicht Qualvoll runtergerattert, sondern auch greifbar gemacht. Man wird von der Geschichte mitgerissen und die Charaktere lassen den Zuschauer mitfühlen.
Fazit: 'Lawrence von Arabien' ist ein einmaliges Epos. Ein Drama auf der einen Seite ein opulentes Wüsten-Abenteuer auf der anderen Seite. Die fantastischen Wüstenaufnahmen und der tolle Score, liefern ein wunderbares Film-Erlebnis zum immer wieder bestaunen. Da die Charakterzeichnung nicht ganz ohne Fehler auskommt, gibt es nicht die vollen 10 Pkt. Dennoch ist der Cast einer der hervorragendsten und besten überhaupt. Man sollte sich auch von der fast vierstündigen Dauer nicht abschrecken lassen. Durchhänger gibt es nicht und der Film ist durchgehend spannend und unterhaltsam. Ein Meisterwerk und einer der größten und besten Filme überhaupt.
22 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 12 Antworten
Timo K. 2011/09/06 20:05:59
Antwort löschenIch hab' ihn leider noch nicht gesehen (liegt aber im Regal); mich erschreckt immer wieder aufs Neue die Länge, sobald ich auf die Rückseite gucke ("uff, ein andermal"). :) | Tolle Kritik.
SoulReaver 2011/09/06 20:10:43
Antwort löschenHat mich auch lange vom Film abgehalten, versteh dich da vollkommen. Der lag bei mir auch 2 Jahre im Regal. Aber ich kann dir nur raten, ihn so schnell wie möglich zu gucken. Musst dir natürlich auch die Zeit nehmen. Du wirst nicht enttäuscht :)
Joeyjoejoe17 2011/09/06 20:27:07
Antwort löschenDer steht bei mir auch auf der to-watch-list - und das schon seit Jahren :D
SoulReaver 2011/09/06 20:31:16
Antwort löschenZum Glück kann ich jetzt endlich sagen: Ich hab ihn gesehen!! :D
seven 2011/09/07 10:43:44
Antwort löschen@Soul: Sehr schön, kenne ich auch (noch) nicht. Aber ist einer von Obamas Top-5-Lieblingen, ob das nun eine Empfehlung ist, möchte ich hier mal offen lassen...^^
SoulReaver 2011/09/07 14:32:56
Antwort löschen@seven: hast du auch die ganze top 5 vom obama? jedenfalls: zu meinen lieblingen zählt er nicht, aber is ne ganz klare empfehlung! :)
seven 2011/09/07 14:45:30
Antwort löschenSo weit ich mich erinnere, waren "Der Pate" Teil 1 und 2 darunter und "Einer flog über das Kuckucksnest"! ^^
SoulReaver 2011/09/07 14:49:52
Antwort löschenOk, die Paten-Teile muss ich nochmal sehen, sind aber natürlich spitze und Einer flog über das Kuckucksnest ist göttlich :) Hat wohl n guten Geschmack, der Kerl!
seven 2011/09/07 14:58:59
Antwort löschenJo, anscheinend! ^^
SoulReaver 2011/09/07 15:50:02
Antwort löschenHauptsache Air Force One is nich in seiner Lieblingsfimliste :/
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seven 2011/09/07 16:20:19
Antwort löschenDaran kann ich mich nicht erinnern! :>
filmschauer 2011/09/07 19:34:00
Antwort löschen@SoulReaver: Schöner Kommentar. Bei mir hat er übrigens die 10 bekommen.
@all: Nicht von der Laufzeit abhalten lassen. Ich fand den Film absolut faszinierend und zu keiner Zeit langweilig. Der Begriff "Epos" ist in diesem Fall nicht nur durch die Lauflänge berechtigt. :)
Tiger Wutz 2011/07/29 18:56:09
Kommentar löschenEs gibt Filme, die altern über die Jahre sehr gut. Dieser gehört wohl nicht dazu.
Wie man so wenig Story auf so eine Länge aufblasen kann ist mir ein Rätsel.
Auch wenn man Quark auf 70mm in die Breite quetscht wird er nicht besser.
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U-Turn 2011/07/24 11:45:43
Kommentar löschenEin Film aus einer anderen Zeit, transportiert ne Menge Klisches. Leider kommt in dem gesamten Film keine einzige Frau vor, Lawrence kommt ziemlich homosexuell rüber. Insgesamt wird der Film überschätzt, die ganzen Oscars würde er heute wohl nicht mehr bekommen
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Danyrail 2011/07/24 14:16:57
Antwort löschenMeiner Meinung wäre der Film auch heute noch ein Meisterwerk. Das einzige negative an dem Film ist die bisher fehlende Blu-Ray Disc Auswertung, weiß da evtl. jemand mehr?
xXFilmFreakXx 2011/12/29 23:16:52
Antwort löschenes ist ein wüstenkriegsfilm,lawrence selber sagte das er während seines gesamten kampfeinsatzes fast keine frauen zu gesicht bekam,warum auch in der glut der wüste ?vorallem bei den arabern,die sind alle verhüllt.
aggrotainment 2011/07/11 10:36:48
Kommentar löschenGerade für die damaligen Möglichkeiten, schon ein sehr bemerkenswertes Spektakel.
Sollt man einmal gesehen haben, wenn möglich auf großem Bildschirm.
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Roody 2011/04/28 11:12:03
Kommentar löschenMein absoluter, absoluter Lieblingsfilm.
Als ich Ihn das erste Mal sah, war ich 15. Kurz vorher lief im (West)fernsehen "Der Wind und der Löwe" und weckte mein Interesse für Filme über Wüstenkämpfe und stolze Beduinen...
Aber was für Welten liegen zwischen dem wirklich spannenden, aber herkömmlichen "Löwen" Raisuli und "El Orence".
Lawrence lief auch im ZDF und ich sah Ihn und war unglaublich bewegt, beunruhigt, entsetzt, entzückt und und und (weitere Synonyme klemm ich mir..)
Die Wüste, O'Toole in seiner unglaublichen Rolle, Lawrence merkwürdiger Sadismus, Omar Sharif, Anthony Quinn und... keine Frau!
Ich liebe Frauen, aber aber hier fehlten sie nicht (wär ja auch merkwürdig gewesen ;))
Mit 15 fand ich ihn verstörend und ungewöhnlich und verstand von der Moral kein Wort.
Nach der Maueröffnung (ca. 1992),während ich die Kinos Westberlins nach Klassikern abklapperte, sah ich "Lawence" im Eurocenter Berlin in voller Länge.
Das hieß, 30 min Werbung (als Ossi grad dran gewöhnt), Pause ("will noch jemand Lagneeseesies??"), DANN 7 min Ouvertüre (wie ich später erfuhr von David Lean so vorgesehen) und dann 202 min Film!
Jaaaaaaaaaaa! Im Kino, volle Länge, im Original mU entfalltete der Film seine ganze Wucht und ließ mich nie wieder los. Fünf Minuten, um aus einem Punkt Omar Sharif werden zu lassen. Wouw!!!!
DER Monumentalfilm, für den das Wort erfunden wurde, die Rolle, für die Peter O'Toole geboren wurde. Die Filmusik, die Bilder, die Sprüche ("Es kommmt nicht drauf an, dass es nicht weh tut, es kommt darauf an, dass es einem nichts ausmacht!").
Ich glaube nicht, dass ich je so etwas grandioses wieder im Kino gesehen habe!
Nachtrag: Dieser Text ist gnadenlos nostalgisch und sehr subjektiv.
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ElMagico 2011/04/23 14:26:22
Kommentar löschenWegen Filmen wie "Lawrence von Arabien" wurden Kinos gebaut und für Männer wie mich werden sie gedreht, da man nochmal Kind sein kann, um mit offenem Mund und gebannten Blick auf den Bildschirm zu starren.
Jedes, wirklich jedes Bild dieses Films ist ein Gedicht für sich selbst. Vorrallem die Wüste wurde so wunderschön und gleichzeitig auch als die Bedrohung, die sie ist, fotografiert, dass jegliche Superlative nicht deren Kunst ausdrücken kann. Einfach ein pures Erlebnis für die Augen.
Erzählt wird das Helden-Epos von T.E. Lawrence, der verschiedene Arabische Stämme vereinigt und sie in den Krieg gegen die Türken führt. Man sollte hier jedoch kein Biopic erwarten, "Lawrence von Arabien" überzeichnet sein Hauptfigur teilweise sehr extrem, macht einen unmenschlichen Helden aus ihm und zeichnet seinen Weg in den überheblichen (fast) Wahnsinn nach. Lässt man aber irgendwelche Fakten beiseite, so funktioniert das Ganze so grandios als Abenteuerfilm, bzw. Kriegsfilm, dass eigentlich nur notorische Nörgler hier auf irgendwelche richtigen Daten oder Geschehnisse pochen.
Der Score unterstreich die Grösse des Films und auch der Cast passt sich diesem Niveau an. Hervorheben muss man aber Omar Sharif und Anthony Quinn, die beide ganz toll aufspielen und bei Peter O´Toole muss man wohl von der Rolle des Lebens sprechen.
Ich weiss nicht wie oft ich den Film nun schon gesehen habe, kann aber sagen, dass er nichts von seinen Qualitäten mit der Zeit einbüsst und eigentlich sollte sich jeder zumindest einmal diese fast 4 Stunden Zeit nehmen, um "Lawrence von Arabien" auf sich wirken zu lassen.
Da geht es mir jetzt grad ähnlich wie bei "Das Omen" zuletzt, wenn einem ein Film über eine so lange Zeit immer wieder so begesteirn kann, dann ist das wohl ein Lieblingsfilm.
Monumental, beeindruckend, spannend und wunderwunderwunderschön!
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Bradbury 2011/04/23 14:42:15
Antwort löschenSchöner Kommentar. Ich hatte 'Lawrence' bisher immer ein wenig unterschätzt. Vor ein paar Wochen hab ich ihn wieder gesehen und war beeindruckt von den geschliffenen Dialogen und den atemberaubenden Bildern. Ganz großes Kino ist das!
ElMagico 2011/04/23 16:03:16
Antwort löschenGanz großes Kino...ist wohl hierfür echt die beste Beschreibung! Leider eben nie im Kino gesehen...und danach schreit der Film förmlich!
Ich_mache_Seife 2010/12/28 18:25:03
Kommentar löschenEin wahrlich großartiges Stück Filmgeschichte!
Keine Minute dieses Meisterwerks, die dein Sitzfleisch beansprucht, ist überflüssig oder gar ermüdend. Zu fantastisch sind die Bilder, welche visuell einen Hochgenuss bereiten und darüber hinaus eine perfekte Symbiose mit der feinfühligen, poetischen Geschichte eingehen.
Peter O'Toole's Darstellung des T.E. Lawrence gehört zu den grandiosesten und erhabensten Darbietungen die ich in meiner bisherigen Filmwelt bewundern durfte.
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Corban Dallas 2010/11/28 15:36:56
Kommentar löschenDie 10 Punkte gibts nur im Kino.
Im Fernsehn und auf DVD sinds nur 8.
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Filmkenner77 2010/08/07 20:26:35
Kommentar löschenBildgewaltiger Klassiker, den man gesehen haben muss. Man braucht allerdings viel Geduld bei 3,5 Stunden Laufzeit. Aber man wird dafür belohnt.
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willy50 2009/11/28 17:29:32
Kommentar löschenNe Tunte im Burnus. Aber ne Gute. Wir müssen jetzt unbedingt Guido mit nem Kamel in die Wüste schicken. Vielleicht bringt´s ja auch was. Dieser Film ist jedenfalls Klasse.
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Tyler__Durden 2009/09/08 20:36:41
Kommentar löschen"Lawrence of Arabia". Einige Monate ist es her das ich mir die DVD kaufte, doch angesehen habe ich ihn bis vor ein paar Tagen nicht da mein Fernseher mehr als nur klein ist und ich im Vorfeld schon oft hörte das man diesen Film NUR auf einem großen Bildschirm (am Besten aber auf einer Leinwand) sehen kann bzw. soll. Doch nun, dank göttlicher Fügung, hat sich mein alter Herr einen riesigen Flachbildschirm besorgt in seinen alten Tagen. Lange Rede kurzer Sinn, ich hab ihn mir angesehen und halte einfach mal fest das es wahr ist: Je Größer der Bildschirm desto beeindruckender ist "Lawrence of Arabia".
Fast vier Stunden lang geht David Lean's Monumental Meisterwerk der Superlative, und keine Sekunde kommt Langeweile auf. Keine Szene ist fehl am Platz. Omar Sharif als Sherif Ali, Alec Guiness als Prince Fesail oder Anthony Quinn als abu Tayi alle Darsteller sind bestens ausgewählt und spielen Top. Doch der wahre "Held" in diesem ausnahme Film ist natürlich wie schon so oft angesprochen Peter O'Toole. Immer noch nach so vielen Jahren führt seine Interpretation des T.E. Lawrence mehrere Top Listen der besten Schauspielleistungen aller Zeiten an, und das wirklich nicht zu unrecht. Peter O'Toole verliert sich gerade zu in der Rolle was man als Zuschauer oft genug mitbekommt. Am Anfang noch ein zielstrebiger, wenn auch etwas unkonventioneller Offizier verliert er im Laufe des Film den Blick zur Realität und hält sich für eine Art Übermenschen (Nietzsche lässt Grüßen) der alles schaffen kann. Was den Historischen Hintergrund angeht ist der Film zwar nicht 100% Akkurat aber das muss er auch nicht sein anders könnte man den Film nicht machen und die Message kommt auch so perfekt rüber. Grandios? Meisterhaft? Meilenstein? Wie schon gesagt bei "Lawrence of Arabia" gehen einem die Superlativen schnell aus, sei es die Geschichte mit all ihrer Poesie und Tiefe, die atemberaubenden Schauspieler allen voran Peter O'Toole, die nie zuvor da gewesenen Bilder (Allein schon die Szene am Brunnen als Omar Sharif das erste mal auftaucht ist ein Magic Moment für die Ewigkeit), der Score usw. Worte werden diesem Film nicht wirklich gerecht und trotzdem könnte ich noch Seiten füllen.
DANKE DAVID LEAN!
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Mr Vincent Vega 2010/11/15 04:11:08
Antwort löschenHabe ihn heute in 70-mm im Kino gesehen - muss wirklich sagen, dass der Film erst auf der Leinwand seine Wirkung entfaltet. Meine DVD steht wohl nicht seit von ungefähr seit drei Jahren ungesehen im Schrank. Egal, schöner kommentar. Wir verstehen uns!
Tyler__Durden 2010/11/15 08:59:12
Antwort löschenGlückspilz! Gerade bei so einigen Szenen bricht es mir immer das Herz das ich das auf einem so, verhältnismäßig kleinem Bildschirm sehen muss.
doctorgonzo 2009/07/07 11:49:31
Kommentar löschenMein 1000. Kommentar. Dafür muss es dann ein echter Kultfilm sein. Auch wenn sich der Film stellenweise sehr von der Biografie des echten T.E. Lawrence entfernt, begeistert er restlos durch das bewegende Spiel seines Ensembles. O´Toole meistert seine erste große Rolle bravourös. Quinn, Sharif und Guinness stehen ihm in nichts nach, so werden selbst 218 Minuten nicht langweilig. Einfach großes zeitloses Kino mit tollen Landschaftsbildern, perfekt auf die Atmosphäre eingestimmter Musik und meisterhaft inszenierten Effekten. Und im Gegensatz zum modernen Einheitsbrei computergenerierter Effekte, ist das, was hier knallt und explodiert, so "echt" wie Kino eben sein kann.
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willy50 2011/02/19 07:02:10
Antwort löschenAuf nach Jordanien !
Blonder 2009/06/11 20:06:11
Kommentar löschenOb der Film ganz genau auf geschichtlichen Fakten beruht, sei dahingestellt. Die Geschichte einer Legende wird spannend erzählt und mit grandiosen Landschaftsaufnahmen abgerundet. Ein unbekannter Offizier wird zu einer weltweiten Legende, weil er die Türken aus Arabien vertreibt. Bemerkenswert ist auch wie sich Lawrence Charakter verändert.
Die Hauptrolle spielt Peter O´Toole einfach herausragend, denn mit diesem Film begann seine Karriere. Omar Sharif und Anthony Quinn sind zwar auch mit von der Partie, aber ihre Leistungen sind gegen O´Toole einfach nur blass.
Die Musik darf man auch nicht vergessen, denn sie verleiht dem Film eine eigene Sprache.
Bemerkenswerter Abenteuerfilm, der trotz seiner Überlänge zu keiner Minute langweilig ist. Ein Epos für die Ewigkeit.
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ellen_ripley 2009/04/29 19:30:12
Kommentar löscheneine schande, den film nicht im kino zu sehen.
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JimiHendrix 2009/02/20 16:08:04
Kommentar löschenDavid Lean übertraf sich mit diesem epochalen Leihnwandwerk noch einmal selbst.
Ich habe mir "Doktor Schiwago" angesehen und dachte ich hätte nach diesem Meisterwerk alles Können von Lean gesehen, ich dachte etwas größeres, beeindruckenderes, mächtigeres wäre nicht im Bereich des machbaren, aber david Lean zeigte mit diesem monumentalen Werk, dass er sich nochmal zu steigern wusste.
Alleine die Landschaft ist wieder atemberaubend und betört einen von der ersten Minute an, aber dass machte sie auch bei "Doktor Schiwago". Das entscheidend verbesserte war, das Lean seinem Protagonisten mehr Fachetten gab und ihn ungewohnt unmoralisch und eigenwillig machte.
Peter O'Toole spielt die Rolle des andersartigen britischen Befehlshabers T.E. Lawrence, der alles für seine Ideale Opfert, sogar seine Menschlichkeit.
Ich hätte mir aber für die Rolle des T.E. Lawrence auch Klaus Kinski vorstelen können, der mich bei seinem Kurzauftritt in "Doktor Schiwago" nachhaltig beeindruckt hatte.
Mir gefällt außerdem die Rolle von Anthony Quinn, als Beduinenführer. Omar Sharif bleibt hingegen blass.
Ein Film, der im Kino bestimmt um ein Vielfaches mehr wirkt, als im kleinen Bildschirm eingesperrt.
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