Le Havre - Kritik

Le Havre

FR/FI/DE · 2011 · Laufzeit 93 Minuten · FSK 0 · Drama, Komödie · Kinostart
Du
  • 6 .5

    Schon bei dem Einstieg zu seinem sympathisch-verschrobenen Film könnte man meinen, dass Aki Kaurismäki an den Mythen festhält. Es ist fast schon ein Einstieg wie aus einem Gangsterfilm: Ein Mann kommt an seinen Koffer gekettet am Hafen von Le Havre an, hat einen skeptischen Blick aufgesetzt, sieht andere dubiose Gestalten, die ihn beschatten, tritt aus dem Bild und wird kurz darauf erschossen. Ebenfalls anwesend an dieser Stelle ist Marcel Marx (André Wilms), ein einfacher Schuhputzer, der sich versucht durchz schlagen. Kaurismäki zeigt zunächst den Alltag seines Protagonisten, der am Ende des Tages zu seiner (wie man später erfährt: an Krebs erkrankten) Frau (Katy Outinen) in sein kleines blaues Häuschen zurückkehrt. Ein Alltag, der trist und eintönig erscheint. An anderer Stelle wird ein Countainer mit illegalen Einwanderern im Hafen entdeckt, aus dem ein Flüchtlingsjunge flieht, dessen eigentliches Ziel London ist, als dieser von den Polizisten aufgespürt wird und der schließlich bei Marcel unterkommt.

    Durchaus ist Kaurismäkis mit tableauartiger Genauigkeit inszenierter Film irgendwie auch sozialrealistisch, aber nie trübe, sondern oft galant geschmückt und nostalgisch ästhetisiert. Es wirkt nicht realistisch, sondern irgendwie verträumt in seinen Farbtönen. Kaurismäki bietet eine artifizielle Kulisse (darin ähnelt er auch irgendwie dem schwedischen Kollegen Roy Andersson), zeigt eine Welt, die es nicht mehr gibt, aber von Kaurismäki trotzdem genau verortet wird in der französischen Hafenstadt Le Havre, in der Kaurismäki ein Überbleibsel der Vergangenheit fand. Das ist vielleicht der Schlüssel zu diesem Film, den Kaurismäki märchenhaft überhöht. Kaurismäki, der Nostalgiker, zieht sich ganz zurück. Es sind zwei verschiedene Welten, die aufeinanderprallen. Selbst dem Tragischen gewinnt er hier immer auch etwas skurriles ab.

    Es ist verzerrtes und lakonisch-liebenswertes Werk von einem Kaurismäki, der sich eine bessere Welt vorstellt, ganz unbedarft und unschuldig auf die Geschichte blickt, besonnen, ruhig, regelrecht unauffällig von den guten Menschen erzählt, an die Menschlichkeit appelliert, Hilfsbereitschaft zeigt und für Menschenwürde eintritt. Durch dieses Szenario schreiten aber auch ein finsterer und in einen Trenchcoat gekleideter Jean-Pierre Léaud, einem denunzierenden Teufel aus dem Nichts, aus den Schatten, heraus und ein Kommissar (Jean-Pierre Darroussin), der einen schwarzen Trenchcoat, einen schwarzen Hut und schwarze Handschuhe trägt und der damit irgendwas zwischen Engel und Teufel ist. Eine leichte Melancholie schwingt trotzdem noch durch die Bilder. Dramaturgisch bleibt der Film dennoch eigenwillig, bleibt trocken wie sein Humor. Auf seine Weise ist Kaurismäki aber auch schon wieder lässig, wenn, um ins Detail zu gehen, Kafka zum einschlafen gelesen wird oder ein alter Rocker in schillernd roter Lederjacke ein Konzert gibt, um das Geld für die Überfahrt des Jungen zu bezahlen. Es ist kurz gesagt, ein kleines optimistisches Werk eines alternden Pessimisten, der basierend auf wahren Zuständen ein im Kern irgendwie warmherziges, vielleicht etwas zu liebliches Kino macht.

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    • 5

      Obgleich der Film von 2011 ist und die Thematik damit aktuell, wirkt die ganze Mache irgendwie aus den 1960er. Die Farben, die Kostüme, die Texte wirkt angestaubt. Schade drum. Das Thema und der Plot hätten es verdient einen stärker zu binden.

      • 7 .5

        Zeigt die Nöte der kleinen Leute wie im Märchen, ohne sie zu hübschen. Bleibt recht still und langsam, vertraut dem hochpräzisen Schauspiel, welches sich durchaus auch ins Skurrile dreht. Tolle Farben.

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        • 6

          Brillanter, beeindruckender Beginn - dann sackt das Ganze ziemlich ab. Cut.

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          • 9
            mariega 15.06.2015, 09:59 Geändert 15.06.2015, 13:46

            EXODUS: MENSCHLICHE HÄMORRHAGIE
            Die Hälfte der Welt blutet aus und die andere Hälfte sieht hilflos zu. Haben wir denn in unserer scheinbar entwickelten Gesellschaft keinen gescheiten Arzt?
            Ich kann nicht mehr zusehen, wie das Meer täglich mit menschlichem Elend gefüllte Wracks, wenn sie vorher nicht schon verschluckt worden sind, auf unsere Strände ausspuckt und wir sitzen da bequem und philosophieren. Die Politiker geben Millionen für ihre Wahlkampagne aus und schieben sich gegenseitig das Problem in die Schuhe. Es ist unerträglich. Ich fühle mich schuldig und hilflos.

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            • 3 .5

              Kaurismäki kann noch so oft behaupten, er habe nie Fassbinderfilme gesehen. Seine schlechten Kopien beweisen das Gegenteil. Und 2011 immer noch so auszusehen verdient den allgemeinen Applaus hier nicht.

              • 6

                Guter, leicht naiver und sehr harmloser Blick auf die Flüchtlingsthematik in Frankreich. Der in die Jahre gekommene Bohème Marcel, der nur dank seiner Gutmenschen-Ehefrau nicht auf der Strasse wohnt, möchte dem Flüchtlingsjungen "Idrissa" von Nordfrankreich nach England helfen.

                Der Film erscheint, obwohl er zeitweise ein bisschen traurig ist, wie ein Blick durch eine rosarote Brille. Es ist ein Film, der fast ausschliesslich über das gute im Menschen spricht und an diese appelliert. Ein paar zusätzliche Ecken und Kanten hätten dem Film gut getan.

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                • 3 .5

                  Immer wenn ich den REWE Prospekt anfange zu lesen, ist das kein gutes Zeichen. Ein Laberfilm, mit Nichtigkeiten, der langweilt... Vielleicht gibt es bald eine Kurzversion?

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                  • 7
                    Jimi Hendrix 18.11.2014, 17:46 Geändert 20.11.2014, 02:54

                    Spärlichkeit als Luxus des heutigen Kinos, unspektakuläre Nostalgie als Novum des Mediums Film und der vehemente Verzicht, alles immer zwanghaft erklären zu müssen sind Aki Kaurismäkis unverkennbare Handschrift. Geschrieben ganz ohne nervöses Zittern, ganz ohne Ausrufezeichen oder erläuternden Doppelpunkt.

                    LE HAVRE ist wohl der perfekte Ort diesen Film spielen zu lassen, das stetige Kommen und Gehen der Gezeiten, die wie die Flüchtlinge von einer unsagbar großen Anziehungskraft der Hoffnung an die Küsten Frankreichs gespült werden, um dann weiter nach Großbritannien zu treiben.

                    Kaurismäki greift die Schande Europas mit solch einem unaufgeregten Stoizismus auf, dass er damit die unvoreingenommene Haltung zu diesem schwierigen Thema quasi erzwingt. Das LE HAVRE in vielen Situationen wenig mit der Lebenswirklichkeit zu tun haben dürfte, ist nebensächlich. Eher scheint es um das einfache Glück zu gehen, ohne romantische Verklärung, Glück oder glücklich sein als etwas, was man nicht Begründen und Erklären sollte und schon gar nicht muss.
                    Und so zeitlos Glück immer schon war, so aus der Zeit gefallen ist auch dieses Werk. Es besitzt eine Patina und Verschleißerscheinungen aus Jahren der Benutzung und dennoch behandelt es mit den Flüchtlingen ein Thema, was immer wieder präsent und heute so aktuell wie nie ist.

                    Und nichts anderes hätte besser zu dieser Patina gepasst, als die kleinen halb-heruntergekommenen Gassen und Eckkneipen der Küstenstadt Le Havre. Mit Menschen, wie dem Schuhputzer Marcel (ausdrucksstark: André Wilms), die zwar wenig haben, dennoch aber in einer stimmigen Harmonie der nachbarschaftlichen Gemeinschaft leben und einander und anderen helfen.

                    Noch ist LE HAVRE 5 Tage lang auf ARTE +7 kostenfrei ansehbar. Empfehlen würde ich den Film all jenen, die einen ersten Zugang zur Eigenwilligkeit des Aki Kaurismäki haben möchten, da dieser hier eines seiner positivsten Werken ist.

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                    • 4

                      Ein emotionsloser Film. Irgendwie haben mich fast alle Schauspieler an Kirstin Stewart erinnert. Wer hier eine Komödie sehen will, der liegt total weit daneben.
                      Toll waren lediglich die Kameraaufnahmen inkl. Kulisse.

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                      • 5 .5

                        Ganz nett, mehr aber auch nicht. Von verzaubern kann hier keine Rede sein. Charmant fand ich die 60er-Jahre samt Handys, Euro oder modernen Öffis. Aber ich verstehe nicht, wie dieser Film ein so hohes Ansehen erlangen konnte. Ja, die märchenhafte Geschichte strahlt schon eine psoitive Stimmung aus, aber unterm Strich bleibt alles viel zu banal.

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                        • 5
                          Rosemary'sBaby 17.11.2014, 21:54 Geändert 26.12.2015, 00:06

                          Trotz hohem Kritikerlob meiner Meinung nach ein langweiliger Film..ließ mich völlig kalt. Sehr seltsam.

                          • 8 .5

                            Bei der Betrachtung von "Le Havre" muss eins von vorhe herein klar sein: Kaurismäki gibt nie vor, das dass was er zeigt die Realität ist, das es ehrlich ist, ganz im Gegenteil, Kaurismäki ist in keiner Sekunde an der Realität interessiert und so inszeniert er "Le Havre" von der Ersten bis zur Letzten Sekunde als Märchen.
                            Wie alle Kaurismäki Filme ist auch Le Havre ein wohlig nostalgischer Film, ein sehnsüchtiger Film, der es geschickt schafft, brandaktuelle politische Problematiken mit seiner altmodisch-märchenhaften Handlung zu verweben, ohne dabei den Zynismus und die Unfähigkeit der aktuellen Politik auszublenden.
                            Die Protgonisten sind wie immer einfache und hart arbeitende, ehrliche Menschen, die in Kaurismäkis Mikrokosmos "Le Havre" täglich ums überleben kämpfen und trotzdem einander helfen wo sie nur können.
                            Eine Ode an Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe, ein Film der schier unumstößlich an den Menschen glaubt, ein Film in dem alles was gut gehen kann auch gut geht, eine bittersüße Utopie, die den Zuschauer sehr unentschlossen zurückläst, einerseits in Hochstimmung aber andererseits auch in Ernüchterung wenn man sich nach ausschalten des Fernsehers wieder in die kalte Realität zurückbegeben muss, wenn Kaurismäkis Märchen zuende ist.

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                            • 8 .5

                              Kaurismäki bleibt auch in Frankreich Kaurismäki. Obwohl in der Grundstimmung optimistischer als in früheren Filmen, bleibt der Finne seiner Linie treu, sprich: er verschafft diversen Außenseitern der Gesellschat den großen Auftritt, ohne dabei ins Kitschige abzudriften. Dabei gelingt ihm das Kunststück trotz jeder Menge menschlichem Elend einen Feelgood-Movie geschaffen zu haben, der aber nicht so anbiedernd wirkt wie zB Ziemlich beste Freunde. Die Hauptfigur Marcel ist ein absoluter Sympathieträger und wird vortrefflich von André Wilms gespielt, begleitet von Kaurismäki-Ikone Kati Outinen. Aber auch die zahlreichen Nebendarsteller, die in ihrer Skurillität manchmal an den Jeunet-Kosmos erinnern, sind sehenswert. Kaurimäki hat dem Film eine leicht surreal wirkende, fast schon nostalgische Optik mit reduzierten Farben verpasst, die im Kontrast zu den aktuellen Themen Arbeitslosigkeit, Flüchtlingspolitik usw. steht. Eine eigenwillige Mischung, aber definitiv sehenswert.

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                              • 9 .5

                                In den kleinen, unscheinbaren, oft naiven und so lakonisch dahin geplapperten Sätzen à la "j'aime la société", offenbart dieser Film seine wahre Größe. "Le Havre" ist eine Liebesbekundung an das Aufrichtige, Barmherzige und Gute im Menschen: Wer da Gutes sucht, dem widerfährt Gutes. Eine Botschaft, die so selbstverständlich scheint - heute aber leider die Ausnahme ist!

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                                • 9

                                  Es gibt wohl niemand, der so gute Komödien drehen kann wie Kaurismäki. Das wage ich nach zwei gesehenen Filmen zu sagen.

                                  LE HAVRE ist so ganz und gar vollkommen - reine Farben malen reine Menschen leben reines Leben.

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                                  • 7

                                    Eigenwilliges, aber ansprechendes Märchen. Wunderbar idealistisch, wenn auch teilweise gewollt naiv. Reißt zwar keine Bäume aus, macht aber ein wohliges Gefühl in der Magengegend. Für die Kleinsten allerdings zu schöngefärbt.

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                                    • 7

                                      Deutlich mehr Kaurismäki als Frankreich, aber die Mischung macht den Film natürlich schon aus. Mehr denn je passt die Umschreibung Kaurismäkis als "finnischer Fassbinder", so dass alleine diese Reminiszenzen Spaß machen.

                                      Dass er "nur" sieben Punkte von mir bekommt ist diesmal ganz und gar subjektiv - Kaurimäki's Lakonie ist mir hier nicht konsequent genug, es ist schon fast "zu viel" Geschichte, die mich dann zu wenig gegriffen hat. Aber wie gesagt, das ist reine Geschmacksfrage; wie bei kaum einem anderen Film verstehe ich hier potentiell, wenn andere diesen Film "abgrundtief langweilig" oder auch "göttlich" finden würden, beides ist - je nach eigener Vorliebe - sicherlich berechtigt möglich.

                                      In jedem Fall: Warmherzig, mit einer guten Moral ("Man kann etwas tun, egal wer man ist oder zu sein glaubt.") und grundsympathisch. FreundInnen des verlangsamten Kinos mit einem Herz für Flüchtlinge und gegen den Status Quo des westlichen Selbstverständnisses sollten in jedem Fall zugreifen.

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                                      • 6

                                        Ganz netter Film. Die Dialoge sind oft unglaubwürdig, aber dass liegt warscheinlich an einer schlechten Übersetzung

                                        • 7

                                          angenehm liebenswert...

                                          • 7 .5

                                            Kaurismäki läßt sich nur schwerlich in eine Schublade stecken. Er ist wohl seine eigene Schublade. Diese hier habe ich wieder gerne aufgezogen.

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                                            • 4

                                              Bin ein wenig ratlos:
                                              Ich mag Kaurismäki, mag Frankreich, mag es gern ein wenig skurril, habe eine 8.5 als Vorhersage und es ging total in die Hose. Schleppender Vortrag, haarsträubende Takes, abenteuerliche Handlung. Die "Leistung" von Blondin Miguel - als Beispiel sei seine "Flucht" genannt - lässt mich spekulieren: Ist das vielleicht gar kein Schauspieler, sondern wirklich ein Flüchtling, dem gesagt wurde "Spiel das mal!"? Weiss das jemand? Habe jedenfalls keinen weiteren Film mit ihm gefunden. Tja, sonst gähnende Langeweile (den _ganzen_ Song in drei Einstellungen? really?). Die vier Punkte für 1) den guten Willen, 2) das gelungene Styling, 3) den liebenswerten Clochard und 4) die herzensgut-naive Heile-Welt-Story.

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                                              • 8

                                                Puh, schwer zu bewerten, wenn es in die Details geht: Ein warmherziger, liebevoll gemachter Film, in dem sicher eine ganz große Menge an Arbeit steckt - auch wenn der Film durchgehend eine gewisse Einfachheit suggeriert. Der Begriff "modernes Märchen", der oft fällt, gefällt mir persönlich sehr gut. Dass es möglich ist, 2012 einen Film stilecht im Stil der 60er zu drehen, was Beleuchtung, Kameraarbeit, Dialogregie etc etc. angeht, hat mich überrascht. Wären nicht die Szenen mit Euro oder Handy, ich hätte im Fernsehen auf 1965-1970 als Entstehungsjahr getippt.
                                                Schade nur, dass mir die leichte darstellerische Überzeichnung, die in französischen Komödien irgendwie Pflicht zu sein scheint - aber wiederum gut in die Pseudo-Entstehungszeit passt - irgendwie keine Lacher abrufen kann und mich nach recht kurzer Zeit zum Gähnen bringt, auch wenn die Machart des Films so interessant war. Auch auf die lange Musikeinlage (siehe auch Ozon-Filme) kann ich gerne verzichten, aber das scheint tatsächlich eine andere Kinokultur zu sein. Die Handlung war, wenn man ehrlich ist, ja jetzt auch nicht so der Burner, aufgrund ihrer Einbettung in den Rest des Films in ihrem Verlauf und dramatischen Höhepunkten aber nur konsequent. Wegen eben dieser Konsequenz gibt es auch eine hohe Bewertung, sowas sieht man einfach selten. Nächstes Mal aber bitte mehr Lachpotential...

                                                • 7 .5

                                                  Holla, überrascht worden(!)
                                                  Hatte den Titel als Komödie "gebucht" und war Anfangs etwas enttäuscht weil es nun wahrlich keine Komödie ist. Aber irgendwie gefesselt von dem was ich da sah (den Reg. kannte ich bisher noch nicht) blieb ich zum Glück dran und muss sagen:

                                                  Selten einen Film gesehen der soviel Wärme und Herzlichkeit ausstrahlt wie Le Havre!
                                                  Und erstaunlich; ein Film der OHNE Sex & Gewalt in auch nur irgendeiner Form auskommt. Begeistert war ich vom kleinen Idrissi, so ein lieber guter Junge. Ich kenne privat eine Flüchtlingsfamilie aus dem Senegal und wirklich, die Kinder derer sind so "anders" wie die europäischen Kids (soll jetzt nicht negativ sein) das man meint "die machen irgendwas anders als wir".

                                                  Fazit: Le Havre ist nichts für jedermann oder Leute die die schnelle Unterhaltung suchen, aber wer mal was anderes sehen möchte sollte sich die 90 Minuten Zeit nehmen, lohnt. Tolle Schauspieler, herrlich-herzliche Story, und eine soooo schöne Kulisse in Francè - ich hab mich 90 Minuten lang wirklich gut gefühlt.

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                                                  • 8

                                                    Schöner Film, der durch und durch optimistisch ist, und deshalb, trotz der relativ kühlen, mit einer bedachtsamen, beinahe stoischen Ruhe daherkommenden Atmosphäre, Hoffnung macht und gute Laune verbreitet. Die sympathische Geschichte vermittelt ein gutes Gefühl und spricht ganz nebenbei noch wichtige, ernste Themen, wie beispielsweise (illegale) Immigration an. Neben der tollen Inszenierung, lebt der Film vor allem vom genialen Spiel des Hauptdarstellers André Wilms, der die grenzenlose Ruhe und die Tragik seiner Figur sehr gut rüberbringt, einen dabei aber auch immer wieder zum Schmunzeln bringt.

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