Le Mans

Le Mans (1971), US
Laufzeit 106 Minuten, FSK 12, Road Movie, Kinostart 28.10.1971

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6.6 Kritiker
6 Bewertungen
Skala 0 bis 10
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von Lee H. Katzin, mit Steve McQueen und Siegfried Rauch

Fünfundvierzig internationale Rennfahrer starten gegen Michael Delaney (Steve McQueen) im härtesten Autorennen der Welt – Le Mans. Der amerikanische Fahrer kehrt ein Jahr nach seinem Autounfall nach Frankreich zurück, um erneut beim Rennen anzutreten. Dort trifft er auf die Witwe, die in dem Unfall ein Jahr zuvor ihren Mann verloren hat – und verliebt sich in sie.


Cast & Crew


Kritiken (2) — Film: Le Mans

Candide: Film-Rezensionen.de

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7.0Sehenswert

Le Mans ist eine äußert punktgenaue Dokumentation die unter dem Deckmantel eines Spielfilms agiert. Neben den obligatorischen Überholmanövern und Unfällen werden nämlich akribisch genau z.B. die Boxenstopps wiedergegeben.

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ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/

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8.0Ausgezeichnet

[...]Steve McQueen war nicht auf heroische Selbstinszenierung aus, sehr zum Schrecken von Studioverantwortlichen und Geldgebern war ihm an einem nicht gerade Profit versprechenden dokumentarischen Ansatz gelegen, um dem Mythos des seit 1923 auf dem Circuit de la Sarthe ausgetragenen Langstreckenrennen gerecht zu werden. Und auch wenn „Le Mans“ nicht über die volle Distanz ohne dramaturgisches Mottenkistenfrachtgut auskommt, so sah McQueen seine Vorstellungen doch größtenteils umgesetzt[...]Über weite Strecken ist „Le Mans“ nicht der Spielfilm, sondern die Faszination Le Mans, das Ereignis. Nach der Sequenz vor den Credits, in der Rennfahrer Michael Delaney in Le Mans eintrifft und am Ort des Unfalls von vor einem Jahr kurz innehält, folgen minutenlange Impressionen rund um die 13,5 Kilometer lange Strecke[...]Außer schnarrenden Lautsprecheransagen wird ewig lange kein Wort gesprochen, das erste Drittel des Film ist komplett dialogfrei, erst dann hört man Hauptdarsteller McQueen, eh nicht als Vielredner bekannt, über den Lärm der Motoren erstmals etwas sagen[...]Neben dem zweiten großen Genreklassiker, John Frankenheimers „Grand Prix“ von 1966, kann wohl nur „Le Mans“ von sich behaupten, dem Rennsport wirklich fühlbar nahe zu kommen[...]Die interessantesten Figuren sind die Wagen, die spannendsten Dialoge liefern die dröhnenden Motorengeräusche, der härteste Gegner ist der Aspahlt[...]

Kritik im Original 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (5) — Film: Le Mans

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kronenhummer

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Bewertung7.5Sehenswert

“What is so important about driving faster than anyone else?”
“Lotta people go through life doing things badly. Racing's important to men who do it well. When you're racing, it's life. Anything that happens before or after is just waiting.“

Die Faszination des Rennfahrens. Fahrzeuge am Limit des Machbaren bewegen und im Kampf gegen den direkten Gegner oder auch nur gegen die Uhr bestehen. Die Grenzen seines Fahrzeuges, die Grenzen seiner Gegner, die Grenzen der Strecke und vor allem seine eigenen Grenzen erkennen und nutzen. Jeder Fehler kann der Letzte sein.

„Le Mans“ schafft es, diese Faszination in Bilder zu packen. Bilder eines Rennens, das die Krönung dieser Faszination ist. 24 Stunden ohne Pause – nur zwei Fahrer auf einem Auto. Immer wieder die Hunaudières-Gerade hinunter mit über 300 km/h, wohlgemerkt ohne Schikanen, immer wieder das Anbremsen, das Einlenken in die Mulsanne.

Inszeniert mit tatsächlichen Rennszenen des 24-Stunden-Rennens 1970 bietet „Le Mans“ eine ungeheure Authenzität und ist so wohl der Rennfilm schlechthin. Mit einem wunderschönen, klassischen Porsche direkt zu Beginn dürfen wir in die Geschichte einsteigen. Es folgt minutenlang nur Motorensound und ruhige Bilder. Über 30 Minuten wird mit Ausnahme der Lautsprecheransagen kein Wort gesprochen. Doch dieser Film bedarf schlichtweg auch nur weniger Worte.

Allein mit den Bildern aus der Dunkelheit der Nacht, dem Blick aus der Frontscheibe des Gulf-Porsches mit der Nummer 20, der Darstellung der Anspannung der Fahrer kurz vor dem Start wird alles erzählt, was nötig ist. Ein Blick in das Gesicht McQueens und seine gesamte innere Zerrissenheit, aber auch seine gleichzeitige ungeheure Fokussierung wird deutlich. Das Vorbeirasen der Sportwagen an den Zuschauern, das Warten der letzten Sekunden bis zum Start, die besorgten Blicke der Zuschauer und Teammitglieder, wenn wieder eine neue Unfallmitteilung erfolgt. Der ständige Gedanke an die Gefahr, die Herausforderungen des Wetters. All das ist mit ungeheurer Intensität, aber auch einem überragenden Realismus eingefangen. Einzig die Unfallszenen und die, weder nach heutigem, noch damaligen Reglement erlaubte Wendung am Ende erwecken leider mitunter einen etwas übertriebenen und der Kinotauglichkeit des Filmes geschuldeten, negativen Eindruck.

„Le Mans“ ist so im Grunde eine Dokumentation im Spielfilmcharakter, denn die Rahmenhandlung außerhalb des Rennens ist nur rudimentär vorhanden. Doch trotz allem ist es viel mehr Film als Darstellung eines Rennens, welches vor allem auch an den tollen Kameraperspektiven und dem geschickt genutzten Einsatz von stillen Momenten, dem puren Motorensound, aber auch musikalischer Untermalung in den richtigen Momenten liegt.

Für „Le Mans“ muss man schon eine Faszination für die Materie aufbringen. Doch dann kann auch dieser Film, der fast ohne Dialoge, sondern nur über seine Bilder erzählt, wirklich fesseln.

bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

filmschauer

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Sehr schön beschrieben (Ein Wink des Schicksals, dass der Kommentar am Tag des Peugeot-Ausstiegs veröffentlicht wurde?!). Der ist auch noch auf meiner Liste, aber zuerst kommt noch "Grand Prix" bei mir dran.


kronenhummer

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Danke ;-)
Das mit dem Ausstieg war allerdings wirklich Zufall - aber wenn man die Duelle der letzten Jahre mit Audi und Peugeot mit den Film-Duellen vergleicht, hat sich doch gar nicht so viel geändert...
Der Kommentartermin hängt eher mit dem Erhalt der entsprechenden DVD zusammen :-)
"Grand Prix" hab ich leider etwas schwächer in Erinnerung, vor allem die Nebenhandlungen und die "Kommentatoren" haben mich da irgendwie gestört, die Rennbilder waren hingegen auch recht gelungen. Aber eine erneute Sichtung wird der trotzdem irgendwann wieder bekommen...


Lukin1971

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Bewertung10.0Herausragend

Nicht nur weil ich ein totaler Porsche-Fan bin, fasziniert mich dieser, 1971 gedrehte Film.

Übrigens gewann das Jahr zuvor Porsche den ersten von einen seiner vielen Gesamtsiege in Le Mans mit dem Porsche 917 mit Hans Herrmann und Richard Attwood.

Übrigens war einer der Lenker im Film Herbert Linge, ein Mitarbeiter der Porsche AG.

Die Faszination des Rennsports wird in diesem Film spürbar. Man glaubt fast selbst daran, den Benzingeruch festzustellen und das Staub/Ölgemisch zu schmecken.

Der Film setzt nicht auf billige plakative Action sondern auf Spannung im Rennverlauf. Nicht umsonst war der (leider viel zu früh verstorbene) SteveMcQueen ein absoluter Topschauspieler aus Hollywood gewesen.

Bullit, Gesprengte Ketten und Thomas Crown ist nicht zu fassen sind einige wenige Beispiele aus dem vielseitigen Repertoire.

Übrigens ging der Porsche 911 S, den McQueen in "LeMans" fuhr kürzlich für den super duper "Schnäppchenkurs" von 1.250.000 USD in einer Auktion weg (regulär wären es ohne McQueen-Bonus selbst bei der geringen Laufleistung vielleicht nur 150.000 USD gewesen). Ein paar Jahre zuvor war es ein Ferrari 250 GT für schlappe 2.3 Mio USD, der auch McQueen gehörte.

Andere Devotionalen (selbst als Replica/Nachbau wie die Heuer Le Mans Monaco) werden im Verhältnis teuer gehandelt. Man merkt eben auch an solchen Dingen, daß SteveMcQueen immer noch eine wahnsinnige Ausstrahlung selbst nach seinem Tod vor über 30 Jahren hat.

Jedenfalls was Rennfilme betrifft ist Le Mans bislang unerreicht und hat mit Recht seinen unangefochten ersten Platz im Olymp der Rennfilme.

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doctorgonzo

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Bewertung9.0Herausragend

Irgendwann nach 3 Uhr morgens wirst Du Dir des Unsinns, den Du da tust vollends bewußt:
Dein Biorhythmus ist im Keller, aber beim letzten Stop hat man Dir mehr Kaffee eingeflösst als Deine Kiste Sprit bekommen hat. Nun weißt Du nicht, wohin damit und das hält Dich wach, das, Dein Adrenalinspiegel und der ungefilterte infernalische Krach des Zwölfzylinders, der hinter Dir brüllend seine Arbeit verrichtet.
Und trotz aller Anstrengung bist Du so aufgedreht, dass Dir einfach alles zu langsam geht, beinahe wie in Zeitlupe. Du fühlst Dich, als könntest Du jede Radumdrehung an den Wagen Deiner Gegner einzeln sehen.
Die Lichter flimmern in einem fremdartigen Kaleidoskop zu Dir hin, von Dir weg und um Dich herum.
Du bist voll da und extrem weit weg, ob es wohl so ist, wenn man Drogen nimmt? Dein Unterbewußtsein meldet sich und merkt vorsichtig an, dass es im Moment keine gute Idee ist, sich mit derlei philosophischem Schabernack aufzuhalten, denn es ist Zeit, herunterzubremsen und das Gefährt in den 90° Rechtsknick Tertre Rouge zu zwingen und dann das Pedal bis nach unten zu drücken: Hunaudières! Der Porsche ist mittlerweile bei deutlich über 300, Dein Puls scheinbar auch, beim Anbremsen auf die Mulsanne hörst Du rechts hinter Dir ein Klacken oder ein Ticken, irgendetwas am Auto ist lose..Oder bildest Du Dir das nur ein? Du kannst es nicht sicher sagen, Du bist schon zu lange wach, um Dir oder Deinem Urteil noch hundertprozentig trauen zu wollen.
Der lange Bogen zur Arnagekurve, Serpentinen, Schikanen, all das verschmilzt, während Du Dich an den langsameren Autos vorbeiarbeitest und inständig hoffst, dass keiner mal kurz in seiner Konzentration nachläßt und Dich ins Gras oder den nächsten Reifenstapel kegelt, denn Du weißt, dass es keinem von denen besser geht als Dir.
Start/Ziel. Du siehst, wie jemand eine Tafel mit Deiner Startnummer hochhält und versuchst, zu ergründen, was die darunterstehende Botschaft nochmal heißen sollte...
Zurück zur Box? Mehr Gas? Weniger Gas?
Du wünschst Dir nur eine Toilette und ein Bett, aber vor allem eine Dusche. Bremsstaub, Schweiß, Öl, Dreck, alles scheint an Dir zu kleben und für einen Moment bemitleidest Du die Typen in den offenen Fahrzeugen, bis Dir zweierlei Dinge klar werden: Erstens hast Du die Botschaft der Tafel entschlüsselt und zweitens weist Dich Dein Unterbewußtsein schon wieder auf die Tertre Rouge hin, bei der Du besser bremsen solltest.
Eine weitere Runde. Sollte Dir das Glück gewogen sein, haben Du, Deine Teamkameraden und Dein Auto am Nachmittag über 300 davon überstanden...

Wahrscheinlich der Rennfilm schlechthin. McQueen ist hier sicher mehr er selbst als in allen anderen Film, ja, selbst mehr als in "Bullitt" oder "Thomas Crown ist nicht zu fassen". Wortkarger, unnahbarer, aber von einer schwer fassbaren Aura umhüllt. Nebenher sind eigentlich nur der Deutsche Siegfried Rauch, guter Freund McQueens, als dessen schärfster Konkurrent und Ronald Leigh-Hunt als bärbeißiger, aber väterlicher Teamchef erwähnenswert, auch wenn Louise Edlind und Elga Andersen hier durchaus ansehnlich sind.

Grandios ist im Grunde ein unzureichendes Wort um die nahezu perfekt eingefangene Rennatmosphäre mit ihren großartigen Bildern und den ideal platzierten Schnitten zu beschreiben.
Die den Produzenten und Finanziers zuliebe eingebauten Romantik- und Tragikmomente nehmen zwar stellenweise etwas an Dynamik, aber nie den Reiz dieser Rennstreckenerzählung.
Und wenn die Geschichte mittels einer halbstündigen, quasi vollkommen wortlosen Sequenz ihren Anfang nimmt, ist es schon um mich geschehen. Nicht zuletzt durch Michel Legrands großartigen Score.

Ein Wahnsinnsfilm, der heute in dieser Form keinerlei Chancen auf Enstehung hätte und das trägt einen Gutteil zur Magie dieses Werks bei.
Klassiker von Männern über Männer, aber aufgrund seines vollendeten Stils nicht ausschließlich für Männer, trotz der Thematik.
Da kommt nicht mal der Frankenheimer Hit "Grand Prix" hinterher. Sorry, John.

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doctorgonzo

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Nobody´s perfect ;-)


Andy Dufresne

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Manche mögen´s nicht immer gleich kapieren ;-)


maslobojew

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Bewertung7.5Sehenswert

Es ist halt drin, was draußen drauf steht: viel Auto-Rennen. Die Gesamtstory fand ich aber auch durchaus annehmbar und McQueen ist hier in mehrerer Hinsicht in seinem Element.

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Pelle

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Bewertung7.0Sehenswert

Als Racing-Film voll zu empfehlen. 1A Action und sehr gelungene Atmosphäre. Ich kenn keinen anderen Film der so ein Race-Felling rüberbringt. Allerdings wirkt der Film sehr einseitig. Der Großteil des Films besteht nur aus dem Rennen und der Plot gibt auch nicht so viel her. Naja, Hauptsache McQueen.

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