Spuren auf dem Mond

Le Orme (1975),
Laufzeit 93 Minuten, Thriller

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7 Bewertungen
4 Kommentare
Le Orme
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mit Florinda Bolkan und Peter McEnery

Die Dolmetscherin Alice verschwindet drei Tage spurlos, ohne daß sie sich nachher erinnern kann, wo sie war. Einem Traum folgend, reist sie zu einer fernöstlichen Insel, wo sie anscheinend jeder kennt. Beim Versuch, ihrem Doppelleben nachzuspüren, nimmt sie mehr und mehr die Persönlichkeit ihres geheimnisvollen “Alter ego” an.


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lieber_tee

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Bewertung7.0Sehenswert

Mysteriöser Psycho-Thriller, ein Puzzle aus Geheimnissen und Rätseln, das der Zuschauer mit der Protagonistin zusammen versucht zu lösen. Es entsteht ein langsamer Sog aus Amnesie, Schizophrenie, Einsamkeit und Isolation. Im (alb-) traumhaften, mondänen Badeort Phaselis (Türkei) malt der Regisseur Luigi Bazzoni und Kameramann Vittorio Storaro (Oscar für "Apocalypse Now“) begnadete Bilder, die eine morbid-entrückte Stimmung schaffen, der man sich gerne hingibt. Gehobene Filmkunst, keine Frage, wäre da nicht das verhalten-anstrengende Erzähltempo...

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Anoirja

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Vermutlich beziehen sich alle Rezensenten und Forenuser auf dieses Buch und sind dann überzeugt: Wenn es da halt steht, ist es eben auch ein Giallo. :D


lieber_tee

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Gewagte These, hat was...


eXonic

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Schon zu Beginn stellt Luigi Bazzoni klar, dass sein Film ein vollkommen andersartiger Vertreter des Giallos ist: der erste Schauplatz befindet sich auf dem Mond. Auf Anweisung von Klaus Kinski wird dort ein Mann ausgesetzt und seinem Schicksal überlassen, in völliger Einsamkeit. Maßgebend für die Stimmung des gesamten Films sind diese ersten Minuten, denn sie spiegeln genau das wider, was Alice (oder Nicole?), die Hauptperson, in „Le Orme“ durchlebt. Sie ist ebenso alleingelassen in der Gesellschaft, soziale Kontakte scheint sie zu meiden und selbst in ihren Beruf als Übersetzerin ist sie in ihrer kleinen Sprecherkabine abgeschottet von ihrer Umgebung. Florinda Bolkan, eine frühere Größe des Italokinos, erweist sich als ideale Besetzung für die schwierige Rolle dieser dem psychischen Niedergang nahestehenden Frau und vermittelt subtil und glaubhaft die Entfremdung ihrer eigenen Person. Langsam, aber unaufhaltsam ist Bazzonis Weg in den Wahnsinn und knüpft damit dort an, wo er mit seinen wenigen Vorgängerfilmen so hervorragend aufgehört hat. Warum das kein weiteres Mal geschehen und „Le Orme“ sein letzter Film bleiben sollte, bleibt ein ewiges Geheimnis. Dieser Mann wäre auf jeden Fall dazu im Stande gewesen noch mehr dieser audiovisuell beeindruckenden und psychisch belastenden Ausnahmegialli zu produzieren. Ein Regisseur von einem anderen Stern.

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Le Samourai

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Hhhm, die DVD ist nich in meinem Besitz :( Aber hab Lust auf den Film, definitiv...


eXonic

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Dann hab ich das wohl irgendwie verwechselt. Solltest du dir aber unbedingt zulegen. Du wirst begeistert sein.


Le Samourai

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Hervorragendes italienisches Filmjuwel von Luigi Bazzoni. Für mich fälschlicherweise dem Giallo zugeordnet, hat LE ORME mit dem Schlitzergenre der Siebziger nur eines gemeinsam: Das gelbe Kleid der Protagonistin. Für mich ist LE ORME ein zutiefst mystischer, atmosphärischer, hypnotisierender Mysterythriller, der mit fantastischen Bildern von Kameralegende Vittorio Storaro ("Apocalypse Now", "Novecento", "Ultimo tango a Parigi") und einem hervorragenden Score von Nicola Piovani ("La vita e bella") die tieftraurige, melancholische Geschichte von Vergänglichkeit und Einsamkeit erzählt.
Ein kleines Meisterwerk.

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nilinat0r

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Interessant, "Le Orme" steht schon länger auf meiner Liste, wie die meisten Bazzonis. Muss mich endlich mal aufraffen und mich mit ihm eingängig beschäftigen, man hört ja echt nur das Beste!


Le Samourai

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Also LE ORME ist wirklich großartig! Die anderen sind bei mir auch bald dran...


FredFuchs

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein mystisches, atmosphaerisch dichtes Verwirrspiel voller Ungewissheit und Paranoia.
Die Hauptrolle (Florinda Bolkan aus Fulci's grossartigem "Lizard in a Woman's skin") ist davon besessen ein Ereigniss aus ihrer Vergangenheit aufzuklaeren und endet schliesslich unter dem Verlust ihres Verstandes auf der Suche nach ihrer eigenen Identitaet.
"Le Orme" gehoert zusammen mit "Death Laid an Egg" ("La morte ha fatto l'uovo") zu den besten Vertretern der verschwinded kleinen Filmnische von Giallos, welche blitzende Klingen und die onehin meist wirr konstruierten Plots mit surrealen Story-Elementen kombinieren, eine hervorragende Mischung!

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