Vier Leben
Le quattro volte (2010), DE/IT/CH Laufzeit 88 Minuten, FSK 0, Drama, Kinostart 30.06.2011
8 Bewertungen
Skala 0 bis 10
28 Bewertungen
10 Kommentare
Keine
von Cornelia Thau und Michelangelo Frammartino, mit Giuseppe Fuda und Bruno Timpano
Ein alter Hirte, der an die heilende Kraft von Kirchenstaub glaubt. Der sich für seine Ziegen und seinen Hund aufopfert. Der es vor Erschöpfung kaum noch nach Hause schafft und der, wenn man ihm begegnet, nur das Wort: Grazie herausbekommt. In Vier Leben wird der Kreislauf des Lebens dargestellt. Dörfliche Kultur und umgebende Natur sind unweigerlich miteinander verbunden.
Vier Leben ist ein Film von Michelangelo Frammartino. Beim Festival in Cannes und auf zahlreichen weiteren internationalen Festivals sorgte Vier Leben für große Aufmerksamtkeit. Vier Leben gewann den CineVision Award beim Filmfest in München und wurde als „kinematografisches Abenteuer“ betitelt. RegisseurMichelangelo Frammartino verbindet die tolle Landschaft Kalabriens mit tiefgründiger Tradition.
Mehr Bilder (7) und Videos (2) zu Vier Leben
Cast & Crew
-
Cornelia Thau
-
Michelangelo Frammartino
-
Giuseppe Fuda
-
Bruno Timpano
-
Nazareno Timpano
Regie
Schauspieler
- Genre
- Sozialdrama, Schicksalsdrama, Heimatfilm
- Zeit
- 2000er Jahre
- Ort
- Bergdorf, Dorfleben, Kalabrien
- Handlung
- Aberglaube, Alter Mann, Bergdorf, Dorfbewohner, Dorfleben, Einsamkeit, Glaube, Heilung, Heimat, Krankheit, Kreislauf des Lebens, Leben, Natur und Umwelt, Schäfer, Schöpfung, Sterben und Tod, Stille, Tradition
- Stimmung
- Berührend, Eigenwillig
- Mitmachen
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Filmdetails Vier Leben
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Kritiken (8) — Film: Vier Leben
Jan Schulz-Ojala: der Tagesspiegel Jan Schulz-Ojala: der Tagesspiegel
Kommentar löschen„Vier Leben“ hat der deutsche Verleih dieses einzigartige Werk genannt, das einen ethnografischen Dokumentarfilm im Spielfilm enthält und umgekehrt – dabei wusste Frammartino genau, warum er ihm den Titel „Le quattro volte“ (Die vier Male) gab. Nicht vier Leben sind es, die feinsäuberlich hintereinanderweg besichtigt werden – der Hirte, das Zicklein, der Baum, die Holzkohle –, sondern es ist ein einziges Leben, das in vier Formen wiederkehrt: menschlich, tierisch, pflanzlich, mineralisch. [...] Von solch einem ununterbrechbaren Lebenskreislauf erzählt „Vier Leben“, wenn man so will: von Seelenwanderung. Und er tut es nicht mit pathetischer Geste und dräuendem Voice Over, wie sie zuletzt Terrence Malick in „The Tree of Life“ intonierte, sondern sinnlich, konkret, wunderbar wach den Geräuschen der Natur lauschend.
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Ingrid Beerbaum: fluter Ingrid Beerbaum: fluter
Kommentar löschenFrammartinos metaphysisches und zuweilen auch thesenhaftes Werk ist eine Herausforderung für sein Publikum. Innehalten und Nachdenken soll man und hat während des Films genug Zeit dafür. Denn eine klassische Handlung hat der Film nicht. Die Kamera beobachtet die Geschehnisse, ohne zu werten. [...] Auch wenn dieses reduzierte Werk ein paar Längen hat, beschert es dem, der sich auf dieses Erlebnis einlässt, Bilder und Gedanken, die noch eine lange Zeit nachwirken.
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Irene Genhart: film-dienst, 451-Filmportal Irene Genhart: film-dienst, 451-Filmportal
Kommentar löschenVier Leben ist ein außergewöhnliches Werk. Eines, das zu betrachten viel innere Ruhe braucht. Auf dessen Bilder, Geräusche und Tempo man sich einlassen muss, ein Film, der zum Sinnen und Meditieren einlädt. Und der den Zuschauer mit der tröstlichen Einsicht entlässt, dass das Leben, dieses Werden, Sein und Vergehen, wunderschön ist.
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Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times
Kommentar löschenRegisseur Michelangelo Frammartino hat einen ruhigen und wunderschönen Film gemacht. Seine Anschauungen umfassen die tierische-, pflanzliche- und mineralische Stufe in unserem verschwinden kleinen Stück des Universums.
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Eric Kohn: indieWIRE Eric Kohn: indieWIRE
Kommentar löschenEine Geschichte über anarchistische Ziegen, lebhaft spirituelle Feierlichkeiten und Wiedergeburt. Michelangelos Frammartinos Vier Leben trägt eine schwere philosophische Ladung. Nichtsdestotrotz enthält diese gewissenhaft konstruierte quasi-Dokumentation über einen Hirten und die Herde, in der er schließlich wiedergeboren wird, eine unerwarteterweise verspielte Sensibilität gegenüber seinen eigenen Begriffen.
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J. Hoberman: Village Voice J. Hoberman: Village Voice
Kommentar löschenErnst, schön, asketisch-komisch und beiläufig metempsychosisch. Michelangelo Frammartinos Vier Leben ist eine der merkwürdigsten Naturdokumentationen – oder fast Dokumenationen – die je gedreht wurden.
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A.O. Scott: New York Times A.O. Scott: New York Times
Kommentar löschenVier Leben, der eigentümliche und großartige neue Film von Michelangelo Frammartino, ist voller Überraschungen. […] Sie haben garantiert noch nichts Vergleichbares gesehen, obwohl das, was der Film zeigt, die ganze Zeit dagewesen ist.
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Ty Burr: The Boston Globe Ty Burr: The Boston Globe
Kommentar löschenVier Leben ist erst der zweite Film von Regisseur Frammartino, doch er besitzt bereits das Selbstbewusstsein eines erfahrenen Künstlers. Er weiß genau, was er will: das Komische im Gewöhnlichen, das Ewige im Alltäglichen. Es gibt Humor in diesem Film, und dann gibt es Tiefe, dauernde Trauer und abseits davon eine größere, elegantere Komödie, die sich bis an den Horizont ausdehnt.
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Kommentare (2) — Film: Vier Leben
Kommentar schreibenOximoron 2012/02/14 22:20:17
Kommentar löschenSzenen im Programm(!)kino: In der Pause verlassen von den 20 Zuschauern 14 fluchtartig und wütend den Saal. Der Film sei "verstörend", eine "Zumutung". Was hat das Kino nur aus solchen Leuten gemacht?
Bleiben Gewalt- und Sexszenen unter einer gewissen Erheblichkeitsschwelle gepaart mit schnellen Schnitten und Soundtrackteppichen ist es für die einen Popkornkino, für die anderen das einzig bekannte Kino. Sobald eine Entgrenzung der Exzesse stattfindet, sind ist das Arthouse, wobei die Grenzen zum Trash fließen sind.
Seltsame Folge dessen ist, dass das einzige, was die Leute noch richtig verstört, die reale Abbildung des Alltäglichen ist. Realität als neue Herausforderung, Fiktion als Langeweile. "Vier Leben" als Absurdität des Kinos.
Mäh!
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Philipp TZ 2011/08/16 00:54:10
Kommentar löschenvier dokumentarisch-essayistisch beobachtete Episoden. Minutiöse Porträts – ohne gesprochenes Wort und ohne Filmmusik gezeichnet. Nur das Rauschen der Natur bildet eine auditive Konstante.
Aber der Film ist kein naturalistisches Meisterwerk und auch keine stimmige (schon gar nicht bahnbrechende) Melange aus Spiel- und Dokumentarfilm.
Auf dem Teppich der dokumentarischen Observationen wildern konstruktivistische Momente. Anders als z.B. Herr Knörer von der TAZ meine ich damit nicht die erzählerische Verknüpfung der Episoden...
http://seasalter.wordpress.com/2011/07/30/filmreview-vier-leben/
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