Lenßen - Der Film

Lenßen - Der Film (2011),
Laufzeit 90 Minuten, Kriminalfilm

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Der neunjährige “Mücke”, Lenßens Patenkind, wird von einem Auto angefahren und schwebt in Lebensgefahr. Als dann ein Anschlag auf den Unfallfahrer verübt wird, gerät der Vater unter Verdacht. Lenßen und sein Team ermitteln. Gewohnt dilettantisch mit debilen Dialogen.


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kronenhummer

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Bewertung1.5Ärgerlich

Lenßen – Der Film erfüllt alle Erwartungen, die man nach Kenntnis der grandiosen Serie haben konnte. Trash-TV vom feinsten, aber definitiv immer wieder unfreiwillig zu lachen. Es ist schon bedenklich, wenn man darüber lacht, wenn ein Kind von einem Auto angefahren wird oder ein wütender Mann mit einer Axt auf den Detektiv los geht, aber so ging es mir. Amateurhafte „Schauspieler“, die selbst in einer Schultheater-Vorführung nichts zu suchen haben und ihre Texte teils abenteuerlich betonen. Absolutes Highlight war für mich hier der Arzt, dessen Betonung man nicht ansatzweise anmerken konnte, dass er diesen Text auswendig gelernt hat. Dazu eine Story rund um Familientragödien und Organhandel, die erbärmlicher kaum sein könnte und eine filmische Umsetzung bezüglich Kameraführung, Ton, Einsatz des wohl mit monatelanger Überlegung ausgewählten Soundtracks und allem was dazu gehört, die weh tut, aber auch herrlich amüsiert. Dazu kommen Dialoge wie: „Sabine ist tot – und du wirst ihm die Mutter nicht ersetzen.“ Wohlgemerkt ist Ingo Lenßen in diesem Fall hier die Ersatzmutter. Aber immerhin wird dem im Koma liegenden Jungen Mut gemacht: „Und weißt du noch, die Carrera-Bahn, die müssen wir auch noch aufbauen. Kämpf!“ Aber, um Ingo Lenßen ein letztes Mal zu zitieren: „Ich liebe dieses Kind über alles. Und trotzdem bin ich hier um ihnen und auch mir zu helfen.“

Ein Highlight war auch die gelungene Selbsteinschätzung des Ermittler-Teams: „Man, wir wollen Tekin doch nicht fertig machen, wir wollen ihn vor sich selbst schützen! Wir sind seine einzige Chance! Wir beweisen seine Unschuld! Wir sind doch die Super-Ermittler!“

Genial fand ich jedoch die Danksagung am Ende: Habt Dank, alle, die uns mit viel Geduld ertragen haben! Welch wahres Schlusswort von den Machern eines Machwerks, welches zwar amüsieren kann, aber den Begriff „Film“ eigentlich nicht verdient.

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fabel

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"oder ein wütender Mann mit einer Axt auf den Detektiv los geht, aber so ging es mir"
Mein Highlight. Jetzt ist aber wirklich alles gesagt worden.:(

PS: Mücke wurde übrigens von Lenßens Sohn dargestellt. Vetternwirtschaft? Oder das Budget hat nicht ausgereicht.^^


kronenhummer

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Eine in der Tat großartige Szene...

Zum PS: Bosse "Mücke" Lenßen hat seine Rolle in diesem Film einzig und allein seinem Talent zu verdanken! Ich habe ihm die überzeugende Darstellung des bewusstlosen Jungen definitiv abgenommen ;-)


Muffin Man

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Bewertung3.5Schwach

Ich warne an dieser Stelle davor, dass ich im Folgenden den Grossteil des Inhalts dieses Machwerks spoilern werde.

Das erste, was es hier zu bemerken gibt, ist der Titel: „Lenssen – Der Film“. Mit dem Wissen, dass es sich hierbei um einen 90 minütigen „Lenssen und Partner“-Spielfilm handelt und dass die Serie unheimlich billig und deswegen so unterhaltsam war, ergibt sich die Vorahnung, es hier mit einer Trashorgie epochalen Ausmasses zu tun zu haben.
„Lenssen – Der Film“ wurde von Lenssens Fraus Firma „Neue Moustache Productions“ produziert – Humor haben sie. Er war ursprünglich als Kinofilm konzipiert – grössenwahnsinnig sind sie auch.
Dann beginnt man, sich den Film anzuschauen – und ist erstaunt: verglichen mit der Serie ist das gar nicht mal so schlecht. Stärkster Indikator: die strunzdämlichen Off-Kommentare sind verschwunden. Stattdessen bemerkt man überdurchschnittlich viele Aufnahmen des Bodensees und des grauen Himmels. Die Geschichte ist, wie zu erwarten war, simpel: Lenssens Patensohn wird überfahren. Der Vater bedroht den Unfallverursacher, auf den tatsächlich schon bald ein Mordanschlag verübt wird. Lenssen und Partner machen sich daran, herauszufinden, wer der Täter ist, den Vater in seiner Verzweiflung vor sich selbst zu schützen und die Familie des Autolenkers vor weiterer Gefahr abzuschirmen…
Dies stellt etwa die Handlung im ersten Drittel des Films dar. Ganz klar, es ist voraussehbar, die Schauspieler schlecht und die Dialoge vorwiegend die einzige Quelle für unfreiwilligen Humor: Da wird der Junge überfahren, und der Arzt im Krankenhaus sagt: „Ihrem Sohn geht es nicht gut“. Der Film scheint sich ernst zu nehmen. Zum einen ist das soweit relativ langweilig, zum anderen erinnert man sich aber an ein paar Handlungselemente, so etwas wie feste Regeln, die in diesen dumpfen Sat-1 Vorabend“krimis“, bei denen Qualität noch mit „Kw“ geschrieben wird, um jeden Preis vorkommen müssen und deren Fehlen hier ernsthaft als Zeichen von ebensolcher aufgefasst werden können. Wer das allerdings, wie ich, zu diesem Zeitpunkt von „Lenssen – Der Film“ tut, übersieht etwas Wichtiges: dies ist keine Serienfolge, sondern ein Spielfilm, der, wie erwähnt, 90 Minuten dauert. Der Hauptteil muss noch mit irgendetwas gefüllt werden, und genau da kommen die oben erwähnten Handlungselemente ins Spiel. Und „Lenssen – Der Film“ beginnt, endlich zu richtigem Trash zu mutieren und sich erbarmungslos zu steigern…
Die erste Regel lautet: Die Spur führt immer ins Rotlichtmilieu. Egal wie.
Und ob sie das tut. Auch wenn ich gestehen muss, dass ich vergessen habe, wie wir zu der Szene kommen, in der unsere Ermittler (einer davon, der irgendwann im Film brüllt: „Und ICH glaube, die Tussi braucht Kohle!“) den Strassenstrich entlang fahren und sich mit den Prostituierten unterhalten.
Wir befinden uns in der Handlung an etwa folgender Stelle: Der Junge im Krankenhaus ist schwer verletzt, besonders seine Leber ist Grund für Komplikationen. Der Vater, der mit den Nerven völlig am Ende ist und nur noch herumschreit, besucht also einen Facharzt, einen Chirurgen, der sich auf Organtransplantationen spezialisiert hat. Unsere Ermittler, die ihn beschatten, bemerken, dass vor der Praxis eine Frau in einem Wagen sitzt und sich verdächtig verhält…
Halt, hat da noch jemand das wunderschöne Wort „Organ“ gehört? Na, was fällt uns dazu ein? Natürlich, Organhandel, Regel Nummer zwei. Und woher kommen die Organe her? Aus dem Kosovo, woher sonst? (In einem Nebensatz kriegt dann übrigens noch die UÇK ihr Fett weg, klasse!)
Es stellt sich heraus, dass die Frau eine Reporterin ist, die diesem Quacksalber aus persönlichen Motiven schon seit Jahren seine kriminellen Machenschaften nachweisen will. Klar, dass Lenssen und Partner nun dasselbe Ziel verfolgen.
So, zwei Regeln gibt es noch. Die eine involviert Menschenhandel. Hier haben sich die Macher (erstaunlicherweise) zurückgehalten, immerhin fällt das Wort „Menschenhandel“ ein Mal. Dann wäre da noch Kindesentführung. Kindesentführung? Jo, warum nicht, machen wir. Ich scheine diesen Nebenplot zwar nicht zur Gänze kapiert zu haben, aber immerhin gipfelt er in einen schön dämlichen Höhepunkt auf einem Piratenschiff im Europapark. Phantastisch übrigens, wie Lenssen und Partner da einfach so hineinrennen können.
Die letzten 20 Minuten sind dann nur noch Komödie. Da bricht einer der Ermittler bei diesem Arzt in die Praxis ein (Tür stand wohl offen) und setzt sich hinter den Computer. Er braucht nun für diesen ein Passwort, welches er nicht hat. Als er das realisiert, zieht er die Jacke aus, legt sie neben sich auf den Tisch, fährt sich mit beiden Händen durch die Haare und blickt entschlossen auf den Bildschirm. Lieben wir nicht alle diese Szene, in der unser Held durch schieren Zufall und gegen alle Wahrscheinlichkeiten das Computerpasswort herausfindet? Hier können wir uns noch einmal daran erfreuen. Wirklich grossartig wird es dann, als er seinen Kollegen anruft und sagt: „Ich hab mich ins System gehackt“. Dieser Kollege hat den Arzt im Wagen verfolgt. Nun ist alles klar: Der Arzt hat sich mit einem Kunden verabredet, um über dubiose Sachen zu verhandeln. Und wo haben sie sich verabredet? Der Kollege brüllt in sein Handy, dass er vor einem „scheiss Zirkus“ stehe. (Aus irgendeinem Grund schreien alle ausser Lenssen in diesem Film herum.)
Der Vater des verunfallten Sohnes kriegt natürlich auch noch Wind davon, und so kommt es zum nervenzerfetzenden Showdown in der Manege. Vor allen Zuschauern. Mit einem Baseballschläger.
Und das war es dann. „Lenssen – Der Film“. Ja, er war schlecht, und doch, ich will es nicht leugnen, er hat Spass gemacht.
Es gibt übrigens schon Pläne für einen weiteren Film. Wunderbar! Mein Vorschlag: Lenssen und Partner nehmen den Kampf gegen die globale Kinderpornographie, Menschen-, Organ- und Genitalhandel, die Drogenmafia und Prostitution Minderjähriger auf, entdecken nebenher noch Massengräber, klären eine Vergewaltigung im Biergarten auf, kommen einem Samenräuber auf die Schliche, legen einem Gynäkologen, der ohne Lizenz arbeitet, das Handwerk, und setzen einem Sexskandal im Mädcheninternat ein Ende. Das alles im Kino in 3D. Titel: „Lenssen – Der Vollstrecker“.

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Brennegan

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Was guckt ihr eigentlich immer so alles an? Da bekomm tman ja Angst ... so, ich bin weg, den Film auf meien Merkliste packen :)


fabel

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Hier noch ein Tip für dich:

http://www.moviepilot.de/movies/titanic-2-die-ruckkehr

Komm in unseren Club! Wir gucken alles. ;)


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