Erzähl mir was vom Regen

Parlez-moi de la pluie (2008), FR
Laufzeit 99 Minuten, FSK 0, Komödie, Drama, Kinostart 30.07.2009

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6.5 Kritiker
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von Agnès Jaoui, mit Jean-Pierre Bacri und Jamel Debbouze

Agathe Villanova, erfolgreiche Feministin mit politischen Ambitionen, kehrt für zehn Tage in das Haus ihrer Kindheit in Südfrankreich zurück. Sie soll dort ihrer Schwester Florence helfen, die Hinterlassenschaften ihrer verstorbenen Mutter zu entrümpeln. Agathe mag diese Gegend nicht besonders. Anlässlich der bevorstehenden Wahlen hat es sie – der Quotenregelung sei dank – aber ausgerechnet hierher zurückverschlagen. Das Haus wird von Florence mit ihrem Mann, ihren Kindern und der alten Haushälterin Mimouna bewohnt. Mimounas Sohn Karim und sein Freund Michel Ronsard wollen nun die Gunst der Stunde nutzen, und einen Dokumentarfilm über Agathe Villanova zu drehen – als Teil einer Reihe über “Erfolgreiche Frauen”. Es ist August. Der Himmel ist grau. Und es regnet. Das ist nicht normal. Doch auch sonst sind die Dinge, die sich hier abspielen, alles andere als normal.

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Kritiken (2) — Film: Erzähl mir was vom Regen

G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs

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6.5Ganz gut

„Erzähl mir was vom Regen“ ist aber ist immer mehr als dieser reine Ablauf. Da sind die auffällig ausgewählten Bildkompositionen, die überdramatisierende, scheinbar unpassende Musik von Händel, Schubert, Vivaldi, Nina Simone oder George Brassens (aus dessen Chansons der Titel stammt). Es ist ein eigentümlicher Reigen von Menschen, die man mitten im Leben und doch distanziert durch das Brennglas der Kunst betrachtet. Agathe und Michel finden sich einmal im amüsierten Spiel mit Ameisen, die sie leicht hin und her schieben können. Agathe wird gespielt von der erfolgreichen, nicht feministischen, aber sehr eigenwilligen Schauspielerin, Autorin und Regisseurin Agnès Jaoui. Von ihr stammt die grandiose Komödie „Lust auf Anderes“ (2000), für die sie den Europäischen Filmpreis für das beste Buch erhielt. Ebenso 2004 für „Schau mich an!“. Den überforderten Regisseur Michel gibt ihr Lebenspartner, Schauspieler und Ko-Autor Jean-Pierre Bacri (Hauptrolle in „Lust auf Anderes“, „Das Leben ist ein Chanson“ 1997). Eine sehr persönliche Geschichte also auf jeden Fall und ein leichtes Sommerfilmchen auf keinen Fall.

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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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6.5Ganz gut

Wie steht es heute um die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau? Agnes Jaoui unternimmt eine Bestandsaufnahme in Zeiten, in denen Frauen in klassischen Männerberufen und Führungsetagen angelangt und aus Gebärstreikenden stolze Mütter geworden sind...
"Erzähl' mir was vom Regen" - der Originaltitel "Parlez-moi de la pluie" stammt aus einem Chanson von Georges Brassens - ist Agnes Jaouis dritte Regiearbeit und eine Fortsetzung ihrer bewährten Zusammenarbeit mit ihrem Ehemann Jean-Pierre Bacri. Die Dialoge kommen in ihrem jüngsten Gemeinschaftswerk zwar nicht durchweg so spritzig und pointenreich daher wie in ihren früheren Gesellschaftskomödien. Mitunter wird es sogar etwas trivial und albern, wenn etwa die Heldin und ihre Filmcrew an ungünstiger Location vor einer blökenden Schafherde kapitulieren und wie aufgescheuchte Hühner das Feld räumen.

Aber solche kleineren Schwächen verkraftet dieser Film, der keineswegs verbissen, sondern souverän, unverkrampft und selbstironisch den Geschlechterkampf reflektiert. "Erzähl' mir was vom Regen" ist ein mit leichter Hand inszeniertes Lustspiel in bester französischer Tradition, ein anregendes Konversationsstück für laue Sommerabende.

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Kommentare (2) — Film: Erzähl mir was vom Regen

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annaberlin

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Bewertung5.5Geht so

Anstrengend! In Erzähl mir was vom Regen wird einfach zu viel gequatscht. Wenn man nicht in der Stimmung für einen typisch französischen Arthausfilm mit Liebeswirren und Identitätsfindung ist, wird man hieran keine Freude haben.

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Tobias

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Bewertung7.5Sehenswert

Fast schon das Klischee einer französischen Sommerkomödie: mindestens zwei Frauen und zwei Männer, jeder schläft irgendwie mit jedem, jeder mogelt sich ein bisschen durchs Leben, alles charmant und amüsant, alle quatschen und gestikulieren durcheinander. Immerzu Ohlala und Mondieu. Und am Ende steht immer einer auf. Und holt noch eine Flasche Rosé.

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