Let's Make Money
Let's Make Money (2008), DE Laufzeit 110 Minuten, FSK 0, Dokumentarfilm, Kinostart 30.10.2008
10 Bewertungen
Skala 0 bis 10
468 Bewertungen
35 Kommentare
Keine ?
von Erwin Wagenhofer,
Nach We Feed the World – Essen Global, der spektakulären Dokumentation über unsere Nahrungsmittel, hat Filmemacher Erwin Wagenhofer erneut einen brisanten Dokumentarfilm für das Kino gedreht: In Let’s Make Money folgt er der Spur unseres Geldes im weltweiten Finanzsystem. Wagenhofer blickt hinter die Kulissen der bunten Prospektwelt von Banken und Versicherern. Was hat unsere Altersvorsorge mit der Immobilienblase in Spanien zu tun? Wir müssen dort kein Haus kaufen, um dabei zu sein. Sobald wir ein Konto eröffnen, klinken wir uns in die weltweiten Finanzmärkte ein – ob wir wollen oder nicht. Die Bank speist unser Guthaben in den globalen Geldkreislauf ein. Möglicherweise verleihen Banken, Versicherer oder Pensionsfonds unser Geld auch an einen Spekulanten. Wir Kunden wissen es nicht. Wo unser Schuldner lebt, und was er tut, um uns die Zinsen zu bezahlen, bleibt im Verborgenen. Die meisten von uns interessiert es auch nicht, weil wir gerne dem Lockruf der Banken folgen: “Lassen Sie ihr Geld arbeiten!” Doch Geld kann nicht arbeiten: arbeiten können nur Menschen, Tiere oder Maschinen.
Cast & Crew
-
Erwin Wagenhofer
Regie
Schauspieler
-
Erwin Wagenhofer
- Genre
- Dokumentarfilm
- Zeit
- 2000er Jahre, Gegenwart, Weltwirtschaftskrise
- Ort
- Deutschland, Erde
- Handlung
- Bankwesen, Dollar, Dritte Welt, Geldgeschäfte, Geldgier, Globalisierung, Rezession, Versicherung, Weltwirtschaft, Weltwirtschaftskrise, Wirtschaft, Wirtschaftsverbrechen
- Stimmung
- Eigenwillig, Geistreich, Spannend
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Let's Make Money
Fans dieses Films gefiel auch
We Feed the World - Essen Global
AT 2005
Banksy - Exit Through the Gift Shop
GB/US 2010
Waltz with Bashir
FR/IL/DE 2008
Berlin Calling
DE 2008
39,90
FR 2007
Trailer zum Film Let's Make Money
Das könnte dir auch gefallen
News zum Film Let's Make Money
Lieblingsfilm von:
Hassfilm von:
Links zum Film Let's Make Money
- Let's Make Money: critic.de










Kritiken (6) — Film: Let's Make Money
Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders
Kommentar löschenWem mal wieder nach einer eher ernsten Dokumentation zu Mute ist, dem sei “Let’s make money” ans Herz gelegt. Zwar wird das Thema Geld hier genauso trocken rüber gebracht, wie man es erwartet, doch dafür bekommt man viele Fakten mit auf den Weg, über die man sonst nicht einmal im Traum nachdenken würden. Nach “We feed the world” ist Erwin Wagenhofer erneut eine interessante Dokumentation gelungen.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Enk: Mental Savage Enk: Mental Savage
Kommentar löschen[...] Wenn man die Prämisse akzeptiert, dass Let’s make Money kein abwägender Dokumentarfilm sein will sondern eine klar Stellung beziehende Polemik, ist der Film durchaus sehenswert. Allerdings ist die Argumentation hier bei weitem nicht so überzeugend wie im Vorgänger We feed the World. Nicht zuletzt, weil die hier geschilderten Auswüchse des globalen Kapitalismus durch die Wirtschaftskrise mittlerweile schon zu oft durch die Medien gegangen sind, als dass Wagenhöfer hier noch wirklich überraschen kann.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenMit diesem österreichischen Dokuversuch hatte ich jedoch meine Schwierigkeiten. Was vor allem auch am niedrigen Anspruch des Ganzen liegt: Wagenhofer predigt den Konvertierten und das leider nicht sehr gut. Denn abgesehen von breit ausgewalzten bekannten Missständen, bleibt er argumentatorisch oft sehr diffus.
Seine Protagonisten werden schlecht eingeführt, oft erscheint ihr Background - grade bei seinen "Zeugen der Anklage" - eher schwammig. Dort wo Nachfragen spannend gewesen wären, blendet er weg und spring an einen anderen Schauplatz. Es wird viel gezeigt, aber wenig erklärt und noch weniger belegt.
Alleine die bisweilen krude Montage dürfte es Gegnern seiner Thesen einfach machen, sie als manipulativ und ungenau zu ignorieren. Wagenhofer bedient das Bauchgefühl, das die da oben alles skrupellose Arschlöcher ohne Moral sind. Das mag sogar stimmen, wird hier aber so schlecht argumentiert, dass wenig übrig bleibt.
Die paar harten Fakten die er wirklich bietet, werden im Stile einer Powerpoint-Doku in Textform eingeblendet. Dazwischen finden sich viele Stimmungsbilder, die zu lange stehen und elegisch ihre Botschaft reinhämmern, wo der Zuschauer längst verstanden hat. Steineklopfen = kein toller Job. Baumwollpflücken auch ziemlich scheisse. Dachte aber auch vorher niemand, das es anders wäre.
Das ärgerlichste sind immer wieder die "Zeugen der Anklage", die kaum wirklich glaubwürdig eingeführt werden und letztlich nur als Sprachrohre für Wagenhofers These dienen. Das Gefühl, dass er seine Interviewten benutzt, wie andernfalls ein Off-Text genutzt würde. Das schadet der Glaubwürdigkeit, denn es gehört sicher einiges Wohlwollen und "Glauben wollen" dazu, wenn man dem angeblichen Ex-Wirtschafts-Hitman bei seiner anekdotischen Kurzübersicht über 40 Jahre US-Außenpolitik bedingungslos folgen will.
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschenEs gibt viele redende Köpfe in LET'S MAKE MONEY, aber das ist kaum zu vermeiden – und was sie zu sagen haben, klingt oftmals ungeheuerlich. Trotzdem hat Wagenhofer einen Film speziell fürs Kino gemacht. Zum einen nötigt er den Zuschauer, 110 Minuten sitzen zu bleiben – und nicht ungeduldig vom Wohnzimmersessel aufzuspringen, wenn die Chose etwas komplizierter zu werden droht. Zum anderen wird bei ihm etwas, was sich anscheinend nur im virtuellen Raum abspielt, wieder mit den Händen greifbar.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...
Kommentar löschenNach "We feed the world - Essen global", der spektakulären Dokumentation über unsere Nahrungsmittel hat Filmemacher Erwin Wagenhofer einen neuen, aufrüttelnden Dokumentarfilm für das Kino gedreht. Wagenhofer blickt hinter die Kulissen der bunten Prospektwelt von Banken und Versicherern und deckt dabei die weit verzweigten Ströme des Geldes und die generalstabsmäßige Ausplünderung ganzer Staaten zu Gunsten weniger Spekulanten auf. Das System des Turbokapitalismus ist zu tiefst unmoralisch und stürzt über kurz oder lang ganze Kontinente in den finanziellen Abgrund. Der Film zeigt unbequeme Wahrheiten und klärt über ganz normale monetäre Machenschaften auf. Im Zeichen der...
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
tristessedeluxe: Filmtagebuch tristessedeluxe: Filmtagebuch
Kommentar löschenGlobalisierungs-Doku "Let's Make Money" über die Finanzindustrie mit erstaunlich klaren Insider-Statement. Jetzt in der Finanzkriese eigentlich ein Muss für den Gemeinschaftskunde-Unterricht.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentare (29) — Film: Let's Make Money
Kommentar schreibenRolyK 2011/12/26 13:24:12
Kommentar löschenSehr aufschlussreich, auch zu verstehen, wenn man sich nicht den ganzen Tag mit dem Thema beschäftigt. Der Film hinterlässt einen bitteren Beigeschmack, weil man weiß, dass es halt nicht nur ein Film, sondern die Realität ist. Eine Lösung für die Problematik gibt es nicht.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kösti 31 2011/12/20 10:49:42
Kommentar löschenLet's Make Money bietet teilweise interessante Einblicke (z.B. die Immobiliensituation in Spanien), für einen Kinofilm ist das aber viel zu schwere Kost.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
anninas 2011/10/28 19:00:57
Kommentar löschenDa wird uns mal eine Dokumentation dargeboten, bei der sich der Regisseur völlig zurücknimmt und die Dinge zeigt wie sie sind, ohne Beschönigungen, Übertreibungen oder extralange Kameraeinstellungen auf die untertellergroßen Kinderaugen afrikanischer Kinder, um den Zuschauer besonders zu manipulieren. Wagenhofer hat hier eine recht sachliche Herangehensweise, interviewt Bänker aus aller Welt, „economic Hitmans,“ Frauen die auf Baumwollplantagen arbeiten, Unternehmer, Politiker usw. Man könnte sie als repräsentative Teilnehmer unseres Wirtschaftssystems bezeichnen.
Besonders gut hat mir gefallen, dass die „Bösen“ ungleich herkömmlicher Dokumentationen nicht indirekt vorgeführt wurden. Vielmehr gab er Einblicke in die Gedankenwelt dieser Wirtschaftsmenschen, wie sie die Dinge sehen und rechtfertigen. Der Regisseur hat es dem Zuschauer wirklich weitestgehend selbst überlassen über diese Menschen ein Urteil zu fällen, insofern es überhaupt möglich ist.
Ich fand den Film nicht langatmig, die Pointen erschließen sich dadurch auf eine etwas beiläufige Weise sodass man die Erklärung für den Irakkrieg in drei Sätzen schon mal schnell überhören kann, wenn man nicht aufmerksam folgt.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Puebleau 2011/08/08 15:36:18
Kommentar löschenWenn man von einer Dokumentation erwartet, dass man in Form eines didaktischen Lehrvideos reproduzierbares Wissen serviert bekommt, wird man hier entäuscht. "Let's Make Money" ist nicht "Neoliberale Marktwirtschaft für Dummies", es ist der gelungene Versuch, das intransparente internationale Wirtschaftssystem in starken Bildern zu durchwandern. Das Besondere an Wagenhofers Dokumentarfilmen ist, dass sie auf eine Off-Stimme verzichten, welche den Zuschauer wie auch die Bilder bevormunden würde.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
cruzha 2011/06/25 19:11:47
Kommentar löschenSehenswerter Dokumentarfilm, der ohne Kommentar auskommt und einige interessante Thesen bzw. Fakten liefert (Economical Hitmen war mir bspw. völlig neu). Natürlich nicht mit der Wucht von Moores Kapitalismus-Liebesgeschichte, aber die Bilder der afrikanischen Baumwollpflücker und deren Abhängigkeit von den USA sind ein erschütterndes Zeugnis, dass sich diesbezüglich in den letzten 150 Jahren überhaupt gar nichts verändert hat.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Tiger Wutz 2010/08/17 13:19:44
Kommentar löschenVöllig belanglose und pauschale Kapitalismuskritik. Immer dann wenn es interessant wäre, mehr Details zu erhalten oder Aussagen zu hinterfragen gibt es einen Cut und man landet wieder bei einem anderen Thema. Mir drängt sich der Verdacht auf, weil der Autor nicht genügend vom Thema versteht?
Einige der Protagonisten kommen recht einfältig rüber. Nur mal ein Beispiel: das Verscherbeln der Wiener Straßenbahn via Cross Border Leasing wird als "Raub an Gemeingütern" dargestellt. Mit keinem Wort wird der (im Zweifel uninformierte) Zuschauer darüber in Kenntnis gesetzt, dass die Stadt Wien dafür Geld erhalten hat. Man tauscht also materielle Vermögensgegenstände gegen Cash. Zunächst mal wird hier vereinfacht ausgedrückt niemand "beraubt". Dem Steuerzahler kann es egal sein, ob seine Steuern in Form von Straßenbahnen oder in Form von Cash von der Stadt Wien gehalten werden. Entscheidend ist, was man damit macht.
Dies ist nur ein kleines Beispiel, wie der Film mangels Off-Kommentar oder Gesprächsführung, lediglich durch gezielte Cuts, dem Zuschauer Informationen vorhält und so konsquent immer nur die eine Seite der Medaille erzählt.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
truelo 2011/11/06 17:47:52
Antwort löschenschwache Argumentation
RLX-Devlin 2012/01/21 10:47:56
Antwort löschenDas ist gar keine Argumentation. Stimmt aber trotzdem.
Miss Sophie 2010/08/03 16:06:15
Kommentar löschenNa gut, daß der Film und ich politisch nicht so ganz auf einer Wellenlänge sind, war dann relativ schnell klar... Aber trotzdem war ich noch beeindruckt, wie schlecht und langweilig dieses Machwerk ist. Was da so an "Experten" herangezogen wird, diskreditiert sich eigentlich schon ziemlich von selbst. Die Montagen sind natürlich auf maximalen Effekt geschnitten, dagegen kann man eigentlich nichts sagen. Wenn die Effekte denn wirklich mal überraschend oder so was wie unterhaltsam wären, was leider penibel vermieden wird. Es ist ja klar, daß hier kein "Feel Good Movie" rauskommen soll, aber konsequent auf z.B. Hintergrundmusik zu verzichten und stattdessen nur "Pling, pling" beim Steineklopfen oder "Brumm, brumm" beim Autofahren wirkt einfach extremst einschläfernd. Die wenigen Informationen, die in Form von Einblendungen rüberkommen, wirken aus dem Zusammenhang gerissen. Es ist immer ganz klar, wer die "Guten" und die "Bösen" sind, wobei insbesondere gegen Ende des Films die Argumentation immer unklarer wird: Die Kanalinseln quasi als das Zentrum des Bösen hinzustellen oder die spanische Immobilienblase zu kritisieren wirkt im Gegensatz zu den menschenunwürdigen Lebensbedingungen in den Dritte-Welt-Länder eher banal. All dies könnte man jedoch hinnehmen, wenn hier nur ein winziger Funken "Michael Moore" oder ein einfach "Entertainment" eingegangen wäre. Aber: Nichts! Mir tun nur die armen Generationen von Schülern leid, die das von ihren wohlmeinenden Religions- und Sozialkundelehrern aufs Auge gedrückt bekommen. So, das mußte mal raus. :-)
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
atomkid 2010/07/28 16:41:24
Kommentar löschenDiesen Bundestagsabgeordneten zum Filmende populistischen Null-Mist quasseln zu lassen ist leider ein fataler Ausgang für einen an sich guten, klaren Film mit beeindruckender Auslegung von Fakten, die für sich selbst sprechen können. Dann lieber auf ein bemühtes Fazit verzichten.. Zumindest hätte mich das besser - eigenverantwortlicher - aus dem Film entlassen..
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
flixe 2010/07/27 02:02:09
Kommentar löschendem film wurde ja oft vorgeworfen nur bekannte probleme zu predigen und keine analysen oder lösungsvorschläge zu liefern....
die thematik ist vor allem in der wirtschaftskrise mit sicherheit oft durch die medien gegangen, aber trotzdem ist diese art von medium die, die mich persönlich am meisten aufrüttelt. ich bin 21 und lese regelmäßig zeitung, aber in dem film gab es einige fakten, die immer noch einigermaßen beeindruckend sind. ich zumindest hatte von diesen mikrosteueroasen wie jersey vorher noch nichts gehört.
ich frage mich auch, wie es möglich sein sollte genauere analysen des finanzsystems in solch einem 1 1/2 stündigen kinofilm näher zu erläutern. das würde zum einen einfach krass den rahmen sprengen und zum anderen: wer geht gerne ins kino, um sich einen film über finanzanalysen anzugucken? sinn dieses films ist doch eigentlich, möglichst viele menschen zu erreichen und das geht wohl nur indem man probleme vereinfacht und leicht zugänglich macht. wenn man dann in die thematik eingeführt wurde, macht sich der ein oder andere vielleicht auch selbst auf die suche nach geeigneter lektüre.
man sollte sich den film auf jeden fall anschauen, wenn man sich mal wieder an der whackness der menschheit laben will. =D
gefallen hat mir übrigens auch, dass wagenhofer die leute mehr oder weniger für sich sprechen lässt und nur selten kommentar einbringt - wenn dann auch nur in textform.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
manolo 2010/07/24 21:37:33
Kommentar löschenSchade das der Film hier so oft nur als "Unterhaltung" angesehen wird, Let's Make Money nimmt nicht für sich in Anspruch unterhaltend zu sein, auch wenn der Film vieleicht in seinem Ziel effektiver währe, wenn er etwas "unterhaltender" währe.
Vielmehr möchte der Film die groben Missstände im Finanzwesen aufzeigen und schreit gerade zu danach sich im Anschluß damit auseinander zu setzen und zu handeln, allein die im Film genannte Website und Forum sind dabei schon wahnsinnig hilfreich.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
JimiHendrix 2010/03/09 00:30:46
Kommentar löschenKnallharte Dokumentation ohne viel Gelaber, sondern mit vielen eindrucksvollen Bildern, welche zum Nachdenken anregen.
Man sieht geldgeschwängerte Investorenbossen zu, wie sie innerlich abspritzen, wenn sie über die perfekte Ausbeute eines armen Landes reden und mit ihrer Dritte Welt Länderprostitutionskarre durch die Slams fahren. Die Wichse wird dann anschließend mit dem Geld aus staatlicher Subventionierung vom BMW-Sitz geputzt.
Erwin Wagenhofer zeigt die Auswirkungen von Geld und dessen Macht in der Welt. Man bekommt Einblicke in die verschiedensten Bereiche, von den halbtoten Steinesammlern im Armenhaus Burkina Faso bis hin zu den spanischen Neubaugeisterstädten nahe Almeria.
Mich beeindruckte auch die Art und Weise wie der Regisseur fast nur mit den Bildern beeindruckt ohne viel Faktenbombardierung sondern mit diesen unkommentierten und aussagekräftigen Bildern, die einem den Ernst der Lage in die Fresse schlagen. Vorallem der Steinbruch in Westafrika war schon nahe an der Schmerzgrenze.
Was wirklich kurios an dem Film ist, dass er kurz vor dem Finanzkollaps in die Kinos kam, da war wohl jemand sehr weitsichtig.
Dieser Film macht wichtige Aussagen, welche man nicht so einfach von der Hand weisen kann, vorallem werden auch Lösungsvorschläge präsentiert und nicht nur immer draufgehauen. Trotzdem fühlt man sich betroffen und denkt selber immer daran, ob man als Einzelperson was erreichen kann.
Keine Dokumentation für zwischendurch auf N24 zwischen Panzermagazin und Börsenanalyse. Man sollte sich für den Film Zeit nehmen und dann unbedingt am Ende kurz über den Film und dessen Inhalte disskutieren.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
regiseurin 2009/10/01 20:03:41
Kommentar löschenes ist sicher eine sehr interessante dokumentation wennman sich dafür interessiert aba da ich ihn mir gezwungenermaßen ahb anschauen müssen(dafür verfluch ich meinen reli lehrer heut noch) fand ich ihn einfach nud ultra fad
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten
Filmperte 2009/10/02 16:13:53
Antwort löschenjahh...voll bleder tarmann echt!! ich hab den film 1.0 gegeben weils eine zeit lang um spanien ging haha aber sonst...
JimiHendrix 2010/03/09 00:02:24
Antwort löschenjaja ich würde diesen reli lehrer auch verfluchen wenn der mir son totlangweiligen film zeigen würde, was tangiert und denn das elent in afrika, da sind die doch selbst dran schuld, solange es uns einigermaßen gut geht gelle???
regiseurin 2010/03/21 19:02:37
Antwort löschen@JimiHendrix: ich hab noch nie jemanden so egoistisch schreiben gesehen wie dich. schämst du dich gar nicht.
JimiHendrix 2010/03/21 21:18:14
Antwort löschenjaja egoismus gehört zu meinen gaanz großen stärken ;-) aber das findet irgendwie nur ich so..komisch, aber mal ehrlich, afrika ist doch weit weg, warum sollte ich mir denn da auch nur die geringsten gedanken drüber machen, außerdem erzählt man immer von hungernden kindern..dabei haben die doch alle dicke bäuche
regiseurin 2010/03/22 19:32:49
Antwort löschenNaja da gibts zwei Möglichkeiten: entweder du hast keine schulische Ausbildung genossen oder in Deutschland bringt man euch sowas nicht bei ??? Eins von beiden
Alle 7 Antworten zeigen
draco2111 2010/07/20 08:20:11
Antwort löschenSarkasmus scheint hier bei den meisten ein Fremdwort zu sein...;)
truelo 2011/11/06 17:53:17
Antwort löschenSarkassmus ist keine Eigenschaft, auf die man stolz sein könnte, außer man kennt die Bedeutung dieses Wortes nicht.
spanky 2009/08/10 10:28:58
Kommentar löschenEs mag sein, dass es hier argumentative Schwachpunkte gibt und Wagenhofers Herangehensweise für dieses Thema die falsche ist. Die Stärke des Films liegt aber vor allem darin, dass er nicht auf die Tränendrüse drückt und trotz aller Misere nüchtern und ohne Wertung bleibt.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Bradbury 2009/07/06 16:00:29
Kommentar löschenDer Informationsgehalt dieser Doku steht in keiner Relation zur Spieldauer: Da hätte viel mehr kommen müssen. Ich hatte eher das Gefühl, es handelt sich um einen Begleitfilm zu einem kapitalismus- und globalisierungskritischen Wälzer. Vielleicht täte Wagenhofer gut daran, die Hintergründe und Zusammenhänge bei der DVD-Veröffentlichung in Buchform mitzufliefern.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
Brennegan 2009/07/07 02:45:04
Antwort löschenDanke! So ist es. Ist ja alles ganz gut, was da kommt, aber irgendwie täten ein paar Kommentare von einem Kommentator gut!
beldin 2009/07/03 02:07:08
Kommentar löschenalso was man bei der im Internet eher tendentiell guten Bewertung des Films einmal deutlich hervorheben muss, ist, dass der Film keinen roten Pfaden hat und in keinster weise ein Grundzusammenhang hergestellt wird zwischen den einzelnen Passagen.
Außerdem ist es mehr als fraglich bestimmte Aussagen von Leuten im Raum stehen zu lassen ohne diese kritisch zu hinterfragen. Ich beziehe mich zum Beispiel auf den Vertreter des Bundestages, welcher polemische Mutmaßungen von sich gegeben hat, ohne das zumindest gesagt wurde, welcher Partei er angehört.
Daneben wurden Aussagen wie zum Beispiel die des Investors, welcher gesagt hat, dass sie immer dann investieren, wenn Blut auf den Straßen liegt, nicht konstruktiv hinterfragt. Etwas überspitzt gesagt, was ist denn schlecht an solch einer Herangehensweise?
Ich hatte zu der oben genannten Aussage den Kommentar des Regisseurs zum Film eingeschaltet und er meinte( sinngemäß): "Das ist jetzt aber schon eine harte Aussage."
Da frage ich mich was solch ein Film bewirkt, wenn Aussagen nur aufgrund ihrer "Härte" dargestellt werden ohne die Aussagen in eine konstruktive Sachkritik aufzunehmen und Vor- und Nachteile bestimmter Herangehensweisen darzustellen.
Neben Aussagen von Investoren werden die Praktiken der Weltbank gegenüber den Entwicklungsländern aus den 80ern dargestellt. Dann sieht man einen soganannten Wirtschaftskiller, der uns erklärt wie kategorisch ein Land mithilfe der Weltbank und wenn notwendig sogar mit Killern/Militär ausgebeutet wird. Diese Behauptungen allgemeiner Art, nicht nur im Bezug auf den Irak, stehen zu lassen, ist höchst kritisch zu beurteilen.
Sicher zeigt der Film auch gewisse weltwirtschaftliche Probleme auf, gegen die etwas unternommen werden muss, wie z. B. die im Film dargestellten Steueroasen. Jedoch versteht man nicht welchen Grundzusammenhang der Regisseur zwischen den einzelnen Schauplätzen herstellen wollte.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
jannis 2009/07/03 08:11:54
Antwort löschenHab ich auch schon öfters gehört - muss ich mir wirklich mal ansehen!
Alle 3 Antworten zeigen
urassey 2009/07/09 22:24:07
Antwort löschenMmmh, schon komisch, auf einmal muss immer alles hinterfragt werden. Wer is der Typ? Den hab ich ja noch nie gesehen. Aber die Nachrichten und Dokus der hiesigen Medien werden nie hinterfragt, das stimmt dann immer alles so, das ist ja "seriös", das muss die Wahrheit sein. Peace
beldin 2009/07/10 17:52:28
Antwort löschenIch habe doch mit meiner Kritik nicht implizit gesagt, dass Nachrichten und Dokus hiesiger Medien seriöser sind. Ich habe ausschließlich darauf hingewiesen, dass bestimmmte Sachen im Film zu kurz abgehandelt werden. Und es sich dabei um Spekulationen handelt(wie z.B. die Rolle des IWF), die in solch einer Kürze dargestellt, ohne weitere Aspekte einzubeziehen, das Thema einseitig beleuchten.
Daneben muss man aber sagen, dass Nachrichten und Dokus hiesiger Medien und ich meine mit hiesigen Medien sicher auch nicht die gesamte Medienlandschaft, mit hoher Wahrscheinlichkeit seriöser sind als diese Doku. Ich schließe aufgrund der Darstellungsweise darauf. Eine Doku sollte so weit es geht neutral sein bzw. die Neutralität insofern äußern, als dass Vor-und Nachteile von Problemen aufgezeigt werden.
MartinAusBerlin 2009/03/29 23:16:40
Kommentar löschenNach "We feed the world" hab ich eigentlich einen ähnliche Dokumentation erwartet. Es ist auf jeden Fall interessant den Film zu sehen, teilweise auch erschreckend, wie die Akteure der Branche argumentieren, aber es fehlt das i-Tüpfelchen. Nach dem Film weiß man also nicht wirklich, was man anders machen sollte, was beim "Vorgänger" irgendwie anders war.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
seeigel 2009/02/20 21:48:42
Kommentar löschenich denke diesen film werde ich noch oft sehen und zu begreifen versuchen was sehr komplex ist.... und ich werde ihn weiter empfehlen. und mich über die gezeigten leute informieren.
was nicht komplex ist sondern emotional äusserst wirkungsvoll sind die bilder derer, die u n s e r e wirtschaftspolitik kollektiv in der existenz bedroht neben denen die u n s e r e wirtschaftspolitik betreiben.
mir hat der film nochmal emotional die augen geöffnet über dinge die ich intellektuell natürlich längst einsortiert habe.... wir leben auf kosten vieler anderer... das ausmass und der dahinter stehende zynismus machen mich fassunsglos!
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
julia-regina 2009/02/17 21:16:17
Kommentar löschenDer Inhalt ist jedem der in den letzten paar Wochen eine Zeitung oder wenigstens mal irgendeine Nachrichtensendung angesehen hat völlig klar, ja, manchmal scheint es, als hätte die gegenwärtige Realität diesen Film längst eingeholt.
Aber auf einen wirklich erhellenden Moment über die inneren Zusammenhänge der Finanzwelt kann man leider bei dieser Doku lange warten: die filmischen Beiträge entbehren in all ihrer Länge leider den Kontext mit dem gesprochenen Wort. Die unstrukturierte Form offenbart sich in der Reihenfolge der Beiträge, der der Themenwahl und der uneinheitlichen Aufbereitungsweise und hinterlässt den Zuschauer verärgert in seiner Abneigung gegen Mechanismen, die er immer noch nicht verstehen kann.
Schade, das schwierige Thema der Finanzen erfordert doch so dringend eine anschauliche und wohl strukturierte Erhellung.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
ddombek 2009/02/16 21:54:47
Kommentar löschenAlso ich habe den Film gesehen und interessiere mich sehr für die Weltpolitik. Traurig, was manche hier sagen, der Film sei "langweilig" und überzogen-es ist für mich ein Zeichen dafür, das sie von dem System, in dem sie leben, überhaupt nichts verstehen. Meiner Meinung nach zeigt der Film sehr gut die Rolle des IWF, der WTO und der Weltbank, es wird alles ziemlich kurzgefasst, aber was kann man innerhalb von 110 Minuten erwarten-es ist eine sehr gute Übersicht bzw. Einführung, genauere Fakten sollte man selbst nachlesen. man merkt an manchen Menschen halt, was die Wohlstandsgesellschaft und die Verblendung aus Ihnen macht.
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
buja 2009/01/16 13:04:39
Kommentar löschenden dokufilm habe ich gesehen und bei aller kritik und Zustimmung der Film kann nur in komprimierter Form und Aussage greifen.Wer sich mit dieser und ähnlicher Thematik etwas näher und umfassender informiert hat wird feststellen , dass das Gesehene und Gehörte noch um ein vielfaches schlimmer und unethischer ist, schlichtweg ungeheuerlich.Man bedenke der streifen ist auf 110 min festgelegt.Meinen und kritisieren kann man leicht besonders aus unserer Gesellschaft heraus. Lösungenen sind nur möglich wenn die Systemfrage dringend gestellt wird und die, die Fäden spinnen und halten entmachtet werden.Diese neoliberale Geld und Wirtschafts- wachstums_Theorie folgt einer ökonomischen Spielregel die schlichtweg menschenverachtend ist.Wenn man hier nicht zu einer geregelten Balance kommt , dann -gnade uns Gott-.
Es gibt noch viel dazu zu sagen aber mancher Kritiker sollte doch etwas mehr nachdenken und recherieren.
Meine hoffnung - hoffentlich bekommt diese Gesellschaft noch die Kurve.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten