«Flags of Our Fathers» hat mich nicht gänzlich überzeugt. Die Schilderung des amerikanischen Angriffs auf die Stellungen der Japaner auf Iwo Jima gegen Ende des Zweiten Weltkriegs in «Flags» ist unübersichtlich und verstückelt. «Letters from Iwo Jima» zeigt aber, zu was Altmeister Eastwood fähig ist. Der Blick auf die Gegenseite in «Letters» ist konzentrierter und auf das Notwendigste reduziert.
Zu Beginn des neuen Jahres überraschte Erfolgsregisseur Clint Eastwood mit einem Projekt, das mal als ambitioniert und innovativ zugleich bezeichnen kann. Die Schlacht um die Pazifikinsel Iwo Jima porträtierte er in 2 Filmen, jeweils aus der Perspektive einer Kriegspartei. Nachdem „Flags of our Fathers“ die amerikanische Sicht zeigt, ist der Blickwinkel in „Letters from Iwo Jima“ der der Japaner.
Iwo Jima, eine kleine, aber strategisch wichtige Pazifikinsel 1000 Kilometer südlich von Tokio Ende 1944. Die einstige japanische Überlegenheit im Pazifikraum ist nach der jüngst verlorenen Seeschlacht auf den Marianeninseln endgültig in Unterlegenheit gekippt. Dennoch schickt das kaiserlich japanische Oberkommando einen neuen Befehlshaber nach Iwo Jima, um in einem hoffnungslosen Versuch die Insel so lange wie möglich gegen die US-Truppen zu halten. Der frisch angekommene General Koribayashi (Ken Watanabe) setzt gegen den Willen eines Teils seiner Offiziere eine neue Taktik…
Zu Beginn des neuen Jahres überraschte Erfolgsregisseur Clint Eastwood mit einem Projekt, das mal als ambitioniert und innovativ zugleich bezeichnen kann. Die Schlacht um die Pazifikinsel Iwo Jima porträtierte er in 2 Filmen, jeweils aus der Perspektive einer Kriegspartei. Nachdem „Flags of our Fathers“ die amerikanische Sicht zeigt, ist der Blickwinkel in „Letters from Iwo Jima“ der der Japaner.
Iwo Jima, eine kleine, aber strategisch wichtige Pazifikinsel 1000 Kilometer südlich von Tokio Ende 1944. Die einstige japanische Überlegenheit im Pazifikraum ist nach der jüngst verlorenen Seeschlacht auf den Marianeninseln endgültig in Unterlegenheit gekippt. Dennoch schickt das kaiserlich japanische Oberkommando einen neuen Befehlshaber nach Iwo Jima, um in einem hoffnungslosen Versuch die Insel so lange wie möglich gegen die US-Truppen zu halten. Der frisch angekommene General Koribayashi (Ken Watanabe) setzt gegen den Willen eines Teils seiner Offiziere eine neue Taktik durch. Er befestigt den Vulkan Suribachi zu einer Festung durch meterdicke Bunkeranlagen und ein weit verzweigtes Höhlensystem und gibt den Strand weitgehend preis. Obwohl ein äußerst sensibler Mann und wohlmeinender Kommandant, setzt er unerbittlich auf seine Pflicht, seinem Vaterland zu dienen. Der Samuraikodex gebietet es den Soldaten, niemals zu kapitulieren und bis zum Untergang zu kämpfen. Die Unteroffiziere halten die einfachen Ränge zu hohem Tempo an und so sind die Verteidigungsanlagen errichtet, als Mitte Februar 1945 die Amerikanischen Truppen mit dem Bombardement aus der Luft beginnen. Nach 2 Tagen landet die Infanterie und sieht sich überrascht der erbitterten Gegenwehr der im Berg verschanzten japanischen Soldaten gegenüber.
Wenn man die Handlung liest, könnte man denken, dass „Letters from Iwo Jima“ ein weiterer Film sein könnte, der die glorreichen Taten der US-Armee zeigt. Doch weit gefehlt. Amerikaner kommen im Film so gut wie nicht vor und der Schwerpunkt liegt auch nicht auf den Kämpfen, sondern der Film porträtiert sensibel und sehr gelungen einzelne Schicksale unter den Soldaten. Da ist der Bäcker Saigo (Kazunari Ninomiya), dessen Frau schwanger auf seine Rückkehr wartet und dem vom General mehrfach das Leben gerettet wird. Da ist Oberst Baron Nishi (Tsuyoshi Ihara), der Olympiasieger im Springreiten, der mit seinem Pferd auf der Insel ankommt und sich entgegen seinem Ruf als Frauenheld als ein feinfühliger und menschlicher Offizier herausstellt. Da ist der rebellische Leutnant Ito (Shido Nakamura), der sich den Befehlen seiner Vorgesetzten widersetzt und sich schließlich alleine dem Kampf mit einem amerikanischen Panzer stellt. Und natürlich General Koribayashi, von seinen Kritikern nicht verstanden, aber ein hervorragender Stratege und als ehemaliger Militärattaché ein ausgezeichneter Kenner des Feindes. Trotz alledem hat er mit den selben menschlichen Ängsten wie seine Soldaten zu kämpfen. Alle diese Männer schreiben Briefe an ihre Familien und Kinder, die zu Ende des Films in der Gegenwart von Archäologen ausgegraben werden und Mittel sind, um die Menschen hinter den Uniformen zu porträtieren.
Neben dieser behutsamen Vorgehensweise fasziniert vor allen Dingen die treffende Porträtierung der japanischen Mentalität, die vom Ehrenkodex der Samurai Krieger bestimmt ist. Der Film ist komplett in japanischer Sprache gefilmt und untertitelt, was nicht nur eine große Nähe zum Thema vermittelt, sondern Regisseur Eastwood auch einen Golden Globe als „bester fremdsprachiger Film“ einbrachte. Die Botschaft ist unmissverständlich, der Krieg ist ein Wahnsinn, der die Menschen nicht nur am Körper sondern auch am Geist verwundet und die wahren Helden sind diejenigen Männer, die sich trotz aller Härten ihre Menschlichkeit bewahren. So sind die kleinsten Gesten der Menschlichkeit im Film die größten Momente, so wenn Oberst Nishi einen verwundeten GI verarzten lässt oder General Koribayashi Bilder für seinen Sohn malt. Ein Film der die Unmenschlichkeit des Krieges sensibel aber kein bisschen rührselig beschreibt und dem ein Ehrenplatz in der Filmgeschichte sicher ist.
Wer sich "Letters from Iwo Jima" entgehen lässt, verpasst einen der ganz großen Filme der letzten Jahre. Clint Eastwoods Film ist mit Sicherheit keine leichte Kost, aber welche, auf die es sich lohnt sich einzulassen. Für mich ist "Letters from Iwo Jima" ein Highlight der jüngeren Filmgeschichte.
Obwohl der Film in der japanischen Fassung mit engl. Untertiteln - wie ich ihn gesehen habe - echt anstrengend zu verstehen war, ein großartiger Film. Schade, dass "Flags of our fathers" ausser einigen, wenigen ergänzenden Szenen aus der Sicht der US-Truppen lang nicht so mitreissend war.
Letters from Iwo Jima ist ein sehr klassicher Anti-Kriegsfilm, bei dem man streckenweise nicht weiß, wo das “Anti-” beginnt und das “-kriegsfilm” aufhört. Was das ganze sehenswert macht, ist die ungewöhnliche Perspektive, bei der die amerikanischen Soldaten die namenlosen Gegner sind, die auch mal rücksichtslos Gefangene erschießen, und die für die japanischen Soldaten die Bedrohung für ihr Land und ihre Familien darstellen.
Obwohl schon seine letzten drei Filme künstlerische Perlen waren, überrascht uns Eastwood immer weiter. Nicht nur, dass er eine kraftvolle Geschichte einschneidend erzählt: Er erweist sich auch als meisterhafter visueller Inszenierer, indem er die karge Landschaft der Insel künstlerisch einfängt, die als Methapher für die öden Kriegsbeuten dient.
Rein handwerklich kann der Film nur als gelungen bezeichnet werden. Ebenso wie in „Flags Of Our Fathers“ wird das gesamte Geschehen sehr authentisch vermittelt, wirkt in jeder Hinsicht realistisch. Interessant vor allem die Tatsache, dass verschiedene Sachverhalte in beiden Filmen auftauchen, somit also ein gewisser Wiedererkennungseffekt eintritt. Dadurch, dass aber weder spezielle Handlungen oder Personen in beiden Filmen vorkommen, bleibt jeder Film für sich verständlich. Die Verknüpfungen bleiben sehr oberflächlich, verbinden die Filme aber trotzdem.
Nach "Flags of our Fathers" durfte man gespannt sein, welchen Ansatz Eastwood im zweiten Film wählen würde. Ging es im "Flags" noch um die Demaskierung eines amerikanischen Mythos, so stehen in "Letters from Iwo Jima" wieder das Schicksaal einzelner Soldaten im Vordergrund.
So fremdartig das Verhalten dieser Soldaten anmuten mag in ihren unterirdischen Stellungen auf der wüsten, extrem farbarm ins Bild gesetzten Insel, so vertraut erscheinen ihre menschlichen Züge und Konflikte, so glaubwürdig entwickelt sich die Gruppendynamik unterschiedlicher Charaktere in einer Extremsituation.
Mit "Letters from Iwo Jima" übertrifft Regisseur Clint Eastwood seinen Parallel-Film "Flags of Our Fathers" noch einmal und liefert ein Meisterstück ab. Vor allem die beklemmende Geschichte und die überwältigende Inszenierung beeindrucken, Eastwoods Film unterscheidet sich stark von jedem bisher existenten Kriegsfilm. Ein ganz neuer Beitrag zur stets aktuellen Diskussion über den Krieg und - fast ganz nebenbei - eine filmische Offenbarung. Wenn er so weitermacht, kann man nur hoffen, dass Mr. Eastwood auch mit 86 noch Filme machen wird.
Nachdem ich nun beide Teile gesehen habe und mir beim ersten noch unsicher war, bin ich nun milde gesagt enttäuscht. ich glaube beim ersten Film wollte ich noch nicht wahrhaben wie mittelmässig das alles ist, wie wenig es doch mitreißt und wie wenig es erzählt.
Alles ist so wahnsinnig gewollt, gerade das letzte Bild ist schon unfreiwillig komisch. Ein solchen Haufen von unbeholfenen japanischen Wissenschaftlern hab ich selten gesehen. Das nagt dann an der Glaubwürdigkeit des gesamten Films, nur damit Eastwood sein Bild mit den Briefen bekommt. Das hätte er anders lösen müssen.
Aber solche Sachen gibt es zu Hauf.
Was man allgemein sagen kann, ist das Eastwood versucht hat, eine starke emotionale Nähe zu schaffen und es ist ihm bis auf eine Szene nicht gelungen.
Die einzige bewegende Szene im Film ist mit dem amerikanischen Verwundeten, als sein Brief vorgelesen wird.
Ich spüre kein Drama und die Schrecken des Krieges gehen bei diesem Film kalt an mir vorbei.
Darüber hinaus schafft es Eastwood selten die Spannung in den Szenen aufrecht zu erhalten. Es ist alles zu voraussehbar inzeniert, auch wenn der Gedanke zumeist der Richtige ist.
Es gibt so vieles was leider einfach nicht stimmen will in diesem Film, dabei gab es gerade aus japanischer Sicht viele fragwürdige interessante Aspekte.
Vor allem der Selbstmord von tausenden wird kaum hinterfragt. Die Motive werden nur oberflächlich behandelt, aber auch hier macht dieser Film den gleichen Fehler wie sein Vorgänger. Er versucht zu viele Figuren zu erzählen und erzählt dadurch letztlich keine Figur richtig.
Weiterhin hatte man ständig das Gefühl, dass hier ein paar 100 Japaner kämpfen, dabei waren es tausende. Wo sind die alle?
Die unheimliche Bedrohung der Japaner, die überall auf der Insel verschanzt sind und in ihren Löchern sitzen.
Dies hätte man sicher gut auf der Reise von Saigo in den Norden erzählen können.
"Letters from Iwo Jima", bildgewaltiges Emotionsepos, dem leider etwas die Luft ausgeht, aber mit starkem Score und Authentizität punkten kann.
Eastwood machte sich wieder ans Werk und schuf für "Letters from Iwo Jima" eine ruhige Atmosphäre, die wie das Warten vor dem Sturm wirkt.
Diese Atmosphäre setzt sich durchgehen fort, hie und da erschüttert das Kriegsgeschehen den Zuschauer durchs Mark, doch meistens herrscht absolute Stille. Schön, wenn es einen mehr fesseln täte. In der ersten Hälfte wird viel gesprochen, es ermüdet und strengt an.
Im Mittelteil kommt Iris Yamashitas Story etwas in Fahrt und zeigt Nervenaufreibende Szenen, die mit reichlich Spannung versehen sind. Nun kann man sich auch endlich mehr in die Charaktere hineinversetzen und lernt sie etwas besser kennen.
Eastwood bleibt hier sehr authentisch. So sehr, dass es manchen Zusehern zu viel wird.
Der Soundtrack ist perfekt in die atemberaubenden und blutigen Bilder eingespielt und lässt das Ganze fantastisch auf einen wirken.
Der Sepiaton taucht alles in ein dunkles und tristes Sein, die Handlung spielt mit den Emotionen des Zusehers.
"Letters from Iwo Jima", bildgewaltig, soundtrackstark und voller Emotionen. Leider konnte dieser Film nicht so sehr bei mir punkten. Der Anfang ist zu schleppend. In der Mitte habe ich aufgegeben. Nicht weil er komplett anödete, sondern wegen manch grausamer Szenen.
Authentisch und sicherlich sehenswert, für mich nur einen Tick zu viel.
Nein, das war Absicht. Der Film bekommt von mir keine Wertung. Ich habe ihn ja nicht zu Ende gesehen. Das "Kein Interesse" ist zur Vorsorge, damit er nicht immer wieder auf meiner 100-Filme-Liste auftaucht.
So überaus schwer zu verdauen. Hässlich und wunderbar. Erdrückend und ergreifend. Schrecklich und brüderlich. In gleicher Weise. Ein qualvolles und stechendes Feuer. Ein bohrendes Erlebnis. Eastwood's teuflischer Kunstfilm lässt den Zuschauer schweigend und zerstreut zurück. Ich unterwerfe mich für mein verbleibendes Leben Eastwood und diesem Film. Hass. Liebe. Ehrfurcht. „Letters from Iwo Jima“ kann ich bedauerlicherweise nicht einstufen, nicht einorden. Glänzender und beißender Schmerz, der viel, viel schwerer zu beschreiben ist, als Liebe oder Hass.
Nicht schlecht gemacht, aber etwas langweilig. Zieht sich hin und es es geht erkennbar um die Aufarbeitung des Pazifikkrieges für die Amerikaner. Die Botschaften sind auch etwas flach, nach dem Motto "Die Feinde führen auch ganz normale Leben, werden von ihren Müttern vermisst, etc". Kann man sich aber mal ansehen.
Nachdem "Flags of our Fathers" noch grösstenteils in der USA spielte, kehrt "Letters from Iwo Jima" nun zurück auf die Insel, zum schonungslosen Krieg. Obwohl die Handlung nun aus der Sicht dreier Japaner erzählt wird, wird auch diese Partei nicht bevorzugt. Sehr brutal und ohne Rücksicht auf eigene Verluste versuchten die japanischen Generäle in erster Linie nicht sich selbst zu retten, sondern möglichst viele Amerikaner mit in den Tod zu reissen.
Eigentlich strotzen die 135 Minuten nur so von Hoffnungslosigkeit und sinnloser Brutalität (gegenüber Kriegsgefangenen, eigenen Soldaten etc.) – Trotzdem ist der Film gut, nicht zuletzt weil er zusammen mit seinem indirekten Vorgänger zeigt, wie sinnlos und unheroisch Krieg ist. Die japanischen Schauspieler bringen ihren Part gut rüber und mit fantastischen Bildern, hat Clint Eastwood auch diesen Film zu einem Muss gemacht.
Bisschen besser bzw. innovativer als "Flags of our Fathers" – Ein weiteres Kriegsfilmhighlight...
Der Film ist auf seine eigene Art und weise schön, aber auch einfach nur schrecklich. Er handelt vom Krieg, von Hunger, Hoffnungslosigkeit und Tod. Aber er handelt auch von Liebe, Freundschaft und Hoffnung. "Letters from Iwo Jima" vereint all diese Themen zu einem tollen Film, der ungeschönt das Schicksal der japanischen Truppen auf Iwo Jima zeigt und stellt damit das Pendant zu "Flags of our Fathers" dar.
Ohne jemals den eben genannten Film gesehen zu haben, kann ich getrost sagen, dass "Letters from Iwo Jima" der bessere Film ist. Meiner Meinung nach ist das Thema des amerikanischen Patriotismus schon zu ausgelutscht, als dass ich ihn ernsthaft bewerten könnte. Die Ausweglosigkeit der Japaner in dieser Situation wurde gut in Szene gesetzt und man kann nicht anders als mit dem Gefreiten Saigo mitzufiebern und zu hoffen, dass er diese Hölle überlebt und zu seiner Familie zurück kann.
Ein kleiner Spoiler:
Am schönsten fand ich die Stelle, als Nishi den Brief des amerikanischen GIs Sam vorliest, in dem seine Mutter auf Frieden hofft und ihren Sohn bittet, unbeschadet nach Hause zu kommen. Betroffenheit macht sich breit, denn nun müssen sie erkennen, dass die Amerikaner wie bislang gedacht keine Wilde sind, sondern Menschen, die genauso sind wie sie und sich in der selben Lage befinden.
Der Film ist keine leichte Kost (wie jeder Film über den 2. Weltkrieg wie ich finde), aber mich jedenfalls hat er begeistert. Ken Watanabe macht seine Sache gut, auch wenn Kazunari Ninomiya (Saigo) der eigentliche Held des Filmes ist.
Entwarnung! "Letters from Iwo Jima" ist deutlich besser als "Flags of our Fathers".
Weg von dem langweiligen Anleihenverkaufen, hin zu den einfachen Soldaten auf dem Schlachtfeld. "Letters from Iwo Jima" portraitiert auf eindrucksvolle Weise den verzweifelten Überlebenskampf der Japaner gegen die amerikanische Übermacht.
Während sonst immer die Japaner die Bösen sind, sind es hier die Amerikaner, die tagelange Bombardements durchführen, Leute mit Flammenwerfern verbrennen und Kriegsgefange kaltblütig exekutieren.
Clint Eastwood gelingt es, dem Zuschauer zu vermitteln, dass es zumindest auf der untersten Ebene eines Krieges kein eindeutiges Gut oder Böse gibt. Denn jeder Soldat kämpft nur, um zu überleben. Gräueltaten passieren auf beiden Seiten. Ob man für die Guten oder die Bösen kämpft, hängt einzig und allein von der Regierung des eigenen Landes und deren Entscheidungen ab.
'Flags of our Fathers' hat mich schwer enttäuscht. Umso mehr hat mich dieser Film begeistert, der die Schlacht um Iwojima aus japanischer Perspektive erzählt!
Auch ich kann die schauspielerische Leistung von Ken Watanabe nur gutheißen. Hier hat Clint Eastwood einen der besten Kriegsfilme aller Zeiten geschaffen!
Ein optisch grandioser Film der allerdings so sehr versucht Traurigkeit durch Charaktere zu erschaffen und so wenig wie möglich auf Geballere setzt, dass es nicht mehr funktioniert. Zwar zeigt der Film das Krieg schlimm ist und wie verschiedene Nationen mit Gerechtigkeit, Abneigung und Befürwortung für den Krieg umgehen, aber wirklich tiefe Charaktere gibt es nicht. Das ist schade, denn wenn das wäre, also man sich auf die Charaktere einlassen könnte und sie ins Herz schließen könnte, würde der Film funktionieren.
Ich muss aber auch sagen, dass ich Kriegsfilme nie besonders gute finde. Ich kann damit einfach nichts anfangen. Man sollte einfach kein Krieg führen. Und einen Film über etwas so sinnloses interessiert mich auch einfach nicht so wirklich. Dennoch gibt es ja Filme die einen dann wirklich umhauen wie "FULL METAL JACKET".
So bleibt ein recht distanzierter Kriegsfilm der toll aussieht aber leider auch tödlich langweilige Musik bietet, besonders darum, da es vielleicht 3 Stücke gibt.
Krieg, wie ich ihn mir vorstellen kann!
Dieser Film bekommt es meiner Meinung nach besser als andere Kriegsfilme hin, dem Zuschauer zu ermöglichen sich wirklich in die Situation hinein zu versetzen, und das ganz schnörkellos und ohne viel Pathos. Man bekommt die Handlung Stück für Stück in atemberaubenden Bildern vorgesetzt, erfährt die von Zwängen bestimmte Welt einzelner Soldatenschicksale.
Grausam, aber gut.
Hmmm, vom Herrn Eastwood ist man ja eigentlich eher Filme gewohnt, bei denen man nie was falsch machen kann, wenn man sie denn guckt. Letters from Iwo Jima ist da wohl die bekannte Ausnahme von der Regel. Absolut belangloses, lieblos runtergedrehtes Kriegsfilmchen, daß mehr Drama als Kriegsfilmchen sein will, es aber einfach nicht ist. Schade, hatte mir von Eastwood zu der Thematik viel viel mehr versprochen. Zumindest die Musik ist klasse. Der Rest ist Mist und hoffentlich ein Ausrutscher des alten Wunderknaben.
Auf jeden Fall sehenswert! Mir hätte der Film jedoch noch besser gefallen, wenn Generalleutnant Tadamichi Kuribayashi befreit wäre von seinen "US-Erfahrungen". So stören seine US-Mitbringsel/US-Symbole (Cowboy-ähnliche Stiefel, Colt) nur unwesentlich. Schon mehr stört es, dass er "die" Ratio des Films ist. Diese fußt filmisch jedoch einizg auf seiner scheinbaren Weltoffenheit: sprich seinem USA-Trip. Der Kontakt mit den Jungs aus dem Westen scheint ihn, ganz im Gegensatz zu seinen Landsmännern - diese stehn meistens mehr auf blutige Ääähre und Selbstopferung - vernünftiger gemacht zu haben. Dies ist zwar nachvollziehbar, aber auch etwas platt. Authentischer wäre es, der Film bliebe innerhalb der Handlung ausschließlich japanisch (So wie Flags of our Fathers sich ja auch nur in US-Terrain bewegt hat!). So dienten die Amis mal wieder hinten rum als Vorbild. Gut gefallen hat mir die Szene, in welcher der US-Soldat die zwei Desateure erschiesst! Hatte kurzfristig Angst gehabt, der Film rutscht in eine Art "Wir-sind-die-Amis-und-bringen-Frieden-und-sind-dabei-so-menschlich"-Bahn ab. Dem war zum Glück ja nicht ganz so....++ auch für den Soundtrack von Eastwoods Homeband.
Ein sehr guter aber trauriger Film. "Letters from Iwo Jima" hat mich sehr berührt und traurig gemacht. In diesem Film wird mal wieder sehr deutlich gemacht wie sinnlos der Krieg eigentlich ist.
Richtig. Das zeigt der Film wirklich. Leider hat er mich nicht traurig gemacht. Doch das soll die Stärke des Films sein. Liegt wahrscheinlich daran, weil er mir zu konventionelle gemacht ist :)
Ich grüble und grüble, aber ein besserer Kriegsfilm fällt mir nicht ein. Dramaturgie, Bildsprache, Spiel, Thematik, Botschaft, historische Darstellung (soweit ich das beurteilen kann) – da stimmt einfach alles. Vorher "Flags of our Fathers" anzuschauen rundet das ganze noch ab; aber eigentlich ist es ein Meisterwerk, das auch für sich allein stehen kann.
zunächst muss ich lobend feststellen, dass der film auf japanisch gedreht und später untertitelt wurde, was die sache extrem authentisch macht (wobei es NATÜRLICH eine komplett deutsche fassung gibt; wer die guckt, ist tot schon besser dran). auch sonst hat eastwood viel richtig gemacht: die gewalt ist stets abstoßend bis grauenhaft, kritisches denken und dissidenz sind präsent, kommen aber zu spät, vermeintliche helden begehen greuelttaten. insgesamt ein sehr stimmiges, unangenehmes, relevantes stück kino.
Es gibt gewiss bessere Kriegsdarstellungen, dennoch ist "Letters from Iwo Jima" recht interessant, da das Kriegsgeschehen aus einer nicht üblichen Perspektive, nämlich aus der Sicht der Japaner, gezeigt wird.
Der längste Tag, Die Brücke von Arnheim, Platoon, Full Metal Jacket, Stalingard, Der schmale Grat, Der Soldat James Ryan, Duell - Enemy at the gates, Black Hawk down, Brotherhood... Schon gesehen?
Die Stärke von "Letters of Iwo Jima" liegt in den Briefen und den Rückblendungen der Soldaten. Denn diese Sequenzen lassen den Zusehern ihre Charakterzüge, ihre Emotionen und ihren Schicksalsweg kennen lernen.
Der Rest des Films zeigt die gnadenlose Schlacht von Iwo Jima, die sich durch ihre Atmosphäre und durch die aussichtslose Sicht des hoffnungslosen denoch stolzen Japans verstärkt in die Köpfe einprägt.
Krieg: die große Tragödie. Mehr als die Summer der unzähligen menschlichen Tragödien, die sich dahinter verbergen.
Clint Eastwood bereitet diese Thematik, wie immer technisch perfekt, und erzählt Geschichten von Einzelschicksalen, die bewegen.
"Letters from Iwo Jima" ist der Blick auf die andere Seite der Schlacht sowie eine Art Fortsetzung, die an nützlichen Stellen "Flags of our Fathers" ergänzt. Wieder einmal zeigt Clint Eastwood, dass er es drauf hat - egal in welchem Genre. Das macht ihn für mich zum besten Filmemacher, den wir zur Zeit auf unserem kleinen Planeten zu bieten haben!
Es ist sicherlich sehr schwer, eine Kriegsfilm zu drehen, der nicht in Klischees verfällt und weder zum "Anit-Kriegs-Film" noch zum "Hurra-Patriotismus" wird. Clint Eastwood schafft das fast, nimmt aber bei der Konzentration auf die menschlichen Schicksale in Kauf, dass es eigentlich völlig unklar bleibt, warum Amerikaner und Japaner gegeneinander Krieg führen. Nichtsdestotrotz, einer der besten dieses schwierigen Genres. Da wünscht man sich mehr von Eastwood...
Letters from Iwo Jima - Kritik
US 2006 Laufzeit 140 Minuten, FSK 16, Historienfilm, Drama, Kinostart 22.02.2007
Kritiken (10) — Film: Letters from Iwo Jima
fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschen«Flags of Our Fathers» hat mich nicht gänzlich überzeugt. Die Schilderung des amerikanischen Angriffs auf die Stellungen der Japaner auf Iwo Jima gegen Ende des Zweiten Weltkriegs in «Flags» ist unübersichtlich und verstückelt. «Letters from Iwo Jima» zeigt aber, zu was Altmeister Eastwood fähig ist. Der Blick auf die Gegenseite in «Letters» ist konzentrierter und auf das Notwendigste reduziert.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Fricki76: Asianfilmweb.de
Kommentar löschenZu Beginn des neuen Jahres überraschte Erfolgsregisseur Clint Eastwood mit einem Projekt, das mal als ambitioniert und innovativ zugleich bezeichnen kann. Die Schlacht um die Pazifikinsel Iwo Jima porträtierte er in 2 Filmen, jeweils aus der Perspektive einer Kriegspartei. Nachdem „Flags of our Fathers“ die amerikanische Sicht zeigt, ist der Blickwinkel in „Letters from Iwo Jima“ der der Japaner.
Iwo Jima, eine kleine, aber strategisch wichtige Pazifikinsel 1000 Kilometer südlich von Tokio Ende 1944. Die einstige japanische Überlegenheit im Pazifikraum ist nach der jüngst verlorenen Seeschlacht auf den Marianeninseln endgültig in Unterlegenheit gekippt. Dennoch schickt das kaiserlich japanische Oberkommando einen neuen Befehlshaber nach Iwo Jima, um in einem hoffnungslosen Versuch die Insel so lange wie möglich gegen die US-Truppen zu halten. Der frisch angekommene General Koribayashi (Ken Watanabe) setzt gegen den Willen eines Teils seiner Offiziere eine neue Taktik…
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Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders
Kommentar löschenWer sich "Letters from Iwo Jima" entgehen lässt, verpasst einen der ganz großen Filme der letzten Jahre. Clint Eastwoods Film ist mit Sicherheit keine leichte Kost, aber welche, auf die es sich lohnt sich einzulassen. Für mich ist "Letters from Iwo Jima" ein Highlight der jüngeren Filmgeschichte.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
sushi25: movie-fan.de
Kommentar löschenObwohl der Film in der japanischen Fassung mit engl. Untertiteln - wie ich ihn gesehen habe - echt anstrengend zu verstehen war, ein großartiger Film. Schade, dass "Flags of our fathers" ausser einigen, wenigen ergänzenden Szenen aus der Sicht der US-Truppen lang nicht so mitreissend war.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Enk: Mental Savage Enk: Mental Savage
Kommentar löschenLetters from Iwo Jima ist ein sehr klassicher Anti-Kriegsfilm, bei dem man streckenweise nicht weiß, wo das “Anti-” beginnt und das “-kriegsfilm” aufhört. Was das ganze sehenswert macht, ist die ungewöhnliche Perspektive, bei der die amerikanischen Soldaten die namenlosen Gegner sind, die auch mal rücksichtslos Gefangene erschießen, und die für die japanischen Soldaten die Bedrohung für ihr Land und ihre Familien darstellen.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today
Kommentar löschenObwohl schon seine letzten drei Filme künstlerische Perlen waren, überrascht uns Eastwood immer weiter. Nicht nur, dass er eine kraftvolle Geschichte einschneidend erzählt: Er erweist sich auch als meisterhafter visueller Inszenierer, indem er die karge Landschaft der Insel künstlerisch einfängt, die als Methapher für die öden Kriegsbeuten dient.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Hausmeister: Nerdtalk.de
Kommentar löschenRein handwerklich kann der Film nur als gelungen bezeichnet werden. Ebenso wie in „Flags Of Our Fathers“ wird das gesamte Geschehen sehr authentisch vermittelt, wirkt in jeder Hinsicht realistisch. Interessant vor allem die Tatsache, dass verschiedene Sachverhalte in beiden Filmen auftauchen, somit also ein gewisser Wiedererkennungseffekt eintritt. Dadurch, dass aber weder spezielle Handlungen oder Personen in beiden Filmen vorkommen, bleibt jeder Film für sich verständlich. Die Verknüpfungen bleiben sehr oberflächlich, verbinden die Filme aber trotzdem.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...
Kommentar löschenNach "Flags of our Fathers" durfte man gespannt sein, welchen Ansatz Eastwood im zweiten Film wählen würde. Ging es im "Flags" noch um die Demaskierung eines amerikanischen Mythos, so stehen in "Letters from Iwo Jima" wieder das Schicksaal einzelner Soldaten im Vordergrund.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten
Kommentar löschenSo fremdartig das Verhalten dieser Soldaten anmuten mag in ihren unterirdischen Stellungen auf der wüsten, extrem farbarm ins Bild gesetzten Insel, so vertraut erscheinen ihre menschlichen Züge und Konflikte, so glaubwürdig entwickelt sich die Gruppendynamik unterschiedlicher Charaktere in einer Extremsituation.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Chuchaqui: Critic.de
Kommentar löschenMit "Letters from Iwo Jima" übertrifft Regisseur Clint Eastwood seinen Parallel-Film "Flags of Our Fathers" noch einmal und liefert ein Meisterstück ab. Vor allem die beklemmende Geschichte und die überwältigende Inszenierung beeindrucken, Eastwoods Film unterscheidet sich stark von jedem bisher existenten Kriegsfilm. Ein ganz neuer Beitrag zur stets aktuellen Diskussion über den Krieg und - fast ganz nebenbei - eine filmische Offenbarung. Wenn er so weitermacht, kann man nur hoffen, dass Mr. Eastwood auch mit 86 noch Filme machen wird.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentare (41) — Film: Letters from Iwo Jima
Kommentar schreibeneisbaerdios 2012/02/06 23:11:50
Kommentar löschenNachdem ich nun beide Teile gesehen habe und mir beim ersten noch unsicher war, bin ich nun milde gesagt enttäuscht. ich glaube beim ersten Film wollte ich noch nicht wahrhaben wie mittelmässig das alles ist, wie wenig es doch mitreißt und wie wenig es erzählt.
Alles ist so wahnsinnig gewollt, gerade das letzte Bild ist schon unfreiwillig komisch. Ein solchen Haufen von unbeholfenen japanischen Wissenschaftlern hab ich selten gesehen. Das nagt dann an der Glaubwürdigkeit des gesamten Films, nur damit Eastwood sein Bild mit den Briefen bekommt. Das hätte er anders lösen müssen.
Aber solche Sachen gibt es zu Hauf.
Was man allgemein sagen kann, ist das Eastwood versucht hat, eine starke emotionale Nähe zu schaffen und es ist ihm bis auf eine Szene nicht gelungen.
Die einzige bewegende Szene im Film ist mit dem amerikanischen Verwundeten, als sein Brief vorgelesen wird.
Ich spüre kein Drama und die Schrecken des Krieges gehen bei diesem Film kalt an mir vorbei.
Darüber hinaus schafft es Eastwood selten die Spannung in den Szenen aufrecht zu erhalten. Es ist alles zu voraussehbar inzeniert, auch wenn der Gedanke zumeist der Richtige ist.
Es gibt so vieles was leider einfach nicht stimmen will in diesem Film, dabei gab es gerade aus japanischer Sicht viele fragwürdige interessante Aspekte.
Vor allem der Selbstmord von tausenden wird kaum hinterfragt. Die Motive werden nur oberflächlich behandelt, aber auch hier macht dieser Film den gleichen Fehler wie sein Vorgänger. Er versucht zu viele Figuren zu erzählen und erzählt dadurch letztlich keine Figur richtig.
Weiterhin hatte man ständig das Gefühl, dass hier ein paar 100 Japaner kämpfen, dabei waren es tausende. Wo sind die alle?
Die unheimliche Bedrohung der Japaner, die überall auf der Insel verschanzt sind und in ihren Löchern sitzen.
Dies hätte man sicher gut auf der Reise von Saigo in den Norden erzählen können.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
*frenzy_punk<3 2011/11/08 20:31:18
Kommentar löschen"Letters from Iwo Jima", bildgewaltiges Emotionsepos, dem leider etwas die Luft ausgeht, aber mit starkem Score und Authentizität punkten kann.
Eastwood machte sich wieder ans Werk und schuf für "Letters from Iwo Jima" eine ruhige Atmosphäre, die wie das Warten vor dem Sturm wirkt.
Diese Atmosphäre setzt sich durchgehen fort, hie und da erschüttert das Kriegsgeschehen den Zuschauer durchs Mark, doch meistens herrscht absolute Stille. Schön, wenn es einen mehr fesseln täte. In der ersten Hälfte wird viel gesprochen, es ermüdet und strengt an.
Im Mittelteil kommt Iris Yamashitas Story etwas in Fahrt und zeigt Nervenaufreibende Szenen, die mit reichlich Spannung versehen sind. Nun kann man sich auch endlich mehr in die Charaktere hineinversetzen und lernt sie etwas besser kennen.
Eastwood bleibt hier sehr authentisch. So sehr, dass es manchen Zusehern zu viel wird.
Der Soundtrack ist perfekt in die atemberaubenden und blutigen Bilder eingespielt und lässt das Ganze fantastisch auf einen wirken.
Der Sepiaton taucht alles in ein dunkles und tristes Sein, die Handlung spielt mit den Emotionen des Zusehers.
"Letters from Iwo Jima", bildgewaltig, soundtrackstark und voller Emotionen. Leider konnte dieser Film nicht so sehr bei mir punkten. Der Anfang ist zu schleppend. In der Mitte habe ich aufgegeben. Nicht weil er komplett anödete, sondern wegen manch grausamer Szenen.
Authentisch und sicherlich sehenswert, für mich nur einen Tick zu viel.
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten
SoulReaver 2011/11/08 20:48:49
Antwort löschenHast du dich bei "Kein Interesse" verklickt?
*frenzy_punk<3 2011/11/08 20:53:31
Antwort löschenNein, das war Absicht. Der Film bekommt von mir keine Wertung. Ich habe ihn ja nicht zu Ende gesehen. Das "Kein Interesse" ist zur Vorsorge, damit er nicht immer wieder auf meiner 100-Filme-Liste auftaucht.
Alle 4 Antworten zeigen
JohnnyKee 2011/11/08 20:54:45
Antwort löschenSehr schön!^^
*frenzy_punk<3 2011/11/08 21:06:42
Antwort löschen@Johnny: Danke!
Tjeorrmy 2011/11/07 00:01:46
Kommentar löschenSo überaus schwer zu verdauen. Hässlich und wunderbar. Erdrückend und ergreifend. Schrecklich und brüderlich. In gleicher Weise. Ein qualvolles und stechendes Feuer. Ein bohrendes Erlebnis. Eastwood's teuflischer Kunstfilm lässt den Zuschauer schweigend und zerstreut zurück. Ich unterwerfe mich für mein verbleibendes Leben Eastwood und diesem Film. Hass. Liebe. Ehrfurcht. „Letters from Iwo Jima“ kann ich bedauerlicherweise nicht einstufen, nicht einorden. Glänzender und beißender Schmerz, der viel, viel schwerer zu beschreiben ist, als Liebe oder Hass.
17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
slangbanger! 2011/11/07 23:35:07
Antwort löschenComment des Tages, ganz klar.
U-Turn 2011/10/10 07:38:29
Kommentar löschenNicht schlecht gemacht, aber etwas langweilig. Zieht sich hin und es es geht erkennbar um die Aufarbeitung des Pazifikkrieges für die Amerikaner. Die Botschaften sind auch etwas flach, nach dem Motto "Die Feinde führen auch ganz normale Leben, werden von ihren Müttern vermisst, etc". Kann man sich aber mal ansehen.
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based_god 2011/09/24 11:54:18
Kommentar löschenNachdem "Flags of our Fathers" noch grösstenteils in der USA spielte, kehrt "Letters from Iwo Jima" nun zurück auf die Insel, zum schonungslosen Krieg. Obwohl die Handlung nun aus der Sicht dreier Japaner erzählt wird, wird auch diese Partei nicht bevorzugt. Sehr brutal und ohne Rücksicht auf eigene Verluste versuchten die japanischen Generäle in erster Linie nicht sich selbst zu retten, sondern möglichst viele Amerikaner mit in den Tod zu reissen.
Eigentlich strotzen die 135 Minuten nur so von Hoffnungslosigkeit und sinnloser Brutalität (gegenüber Kriegsgefangenen, eigenen Soldaten etc.) – Trotzdem ist der Film gut, nicht zuletzt weil er zusammen mit seinem indirekten Vorgänger zeigt, wie sinnlos und unheroisch Krieg ist. Die japanischen Schauspieler bringen ihren Part gut rüber und mit fantastischen Bildern, hat Clint Eastwood auch diesen Film zu einem Muss gemacht.
Bisschen besser bzw. innovativer als "Flags of our Fathers" – Ein weiteres Kriegsfilmhighlight...
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Prechtl 2011/09/05 01:42:30
Kommentar löschenDer Film ist auf seine eigene Art und weise schön, aber auch einfach nur schrecklich. Er handelt vom Krieg, von Hunger, Hoffnungslosigkeit und Tod. Aber er handelt auch von Liebe, Freundschaft und Hoffnung. "Letters from Iwo Jima" vereint all diese Themen zu einem tollen Film, der ungeschönt das Schicksal der japanischen Truppen auf Iwo Jima zeigt und stellt damit das Pendant zu "Flags of our Fathers" dar.
Ohne jemals den eben genannten Film gesehen zu haben, kann ich getrost sagen, dass "Letters from Iwo Jima" der bessere Film ist. Meiner Meinung nach ist das Thema des amerikanischen Patriotismus schon zu ausgelutscht, als dass ich ihn ernsthaft bewerten könnte. Die Ausweglosigkeit der Japaner in dieser Situation wurde gut in Szene gesetzt und man kann nicht anders als mit dem Gefreiten Saigo mitzufiebern und zu hoffen, dass er diese Hölle überlebt und zu seiner Familie zurück kann.
Ein kleiner Spoiler:
Am schönsten fand ich die Stelle, als Nishi den Brief des amerikanischen GIs Sam vorliest, in dem seine Mutter auf Frieden hofft und ihren Sohn bittet, unbeschadet nach Hause zu kommen. Betroffenheit macht sich breit, denn nun müssen sie erkennen, dass die Amerikaner wie bislang gedacht keine Wilde sind, sondern Menschen, die genauso sind wie sie und sich in der selben Lage befinden.
Der Film ist keine leichte Kost (wie jeder Film über den 2. Weltkrieg wie ich finde), aber mich jedenfalls hat er begeistert. Ken Watanabe macht seine Sache gut, auch wenn Kazunari Ninomiya (Saigo) der eigentliche Held des Filmes ist.
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MikeC. 2011/08/24 23:59:13
Kommentar löschenEntwarnung! "Letters from Iwo Jima" ist deutlich besser als "Flags of our Fathers".
Weg von dem langweiligen Anleihenverkaufen, hin zu den einfachen Soldaten auf dem Schlachtfeld. "Letters from Iwo Jima" portraitiert auf eindrucksvolle Weise den verzweifelten Überlebenskampf der Japaner gegen die amerikanische Übermacht.
Während sonst immer die Japaner die Bösen sind, sind es hier die Amerikaner, die tagelange Bombardements durchführen, Leute mit Flammenwerfern verbrennen und Kriegsgefange kaltblütig exekutieren.
Clint Eastwood gelingt es, dem Zuschauer zu vermitteln, dass es zumindest auf der untersten Ebene eines Krieges kein eindeutiges Gut oder Böse gibt. Denn jeder Soldat kämpft nur, um zu überleben. Gräueltaten passieren auf beiden Seiten. Ob man für die Guten oder die Bösen kämpft, hängt einzig und allein von der Regierung des eigenen Landes und deren Entscheidungen ab.
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sleepy_dinosaur 2011/05/03 21:25:05
Kommentar löschen'Flags of our Fathers' hat mich schwer enttäuscht. Umso mehr hat mich dieser Film begeistert, der die Schlacht um Iwojima aus japanischer Perspektive erzählt!
Auch ich kann die schauspielerische Leistung von Ken Watanabe nur gutheißen. Hier hat Clint Eastwood einen der besten Kriegsfilme aller Zeiten geschaffen!
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veseria 2011/04/02 14:00:19
Kommentar löschenEin optisch grandioser Film der allerdings so sehr versucht Traurigkeit durch Charaktere zu erschaffen und so wenig wie möglich auf Geballere setzt, dass es nicht mehr funktioniert. Zwar zeigt der Film das Krieg schlimm ist und wie verschiedene Nationen mit Gerechtigkeit, Abneigung und Befürwortung für den Krieg umgehen, aber wirklich tiefe Charaktere gibt es nicht. Das ist schade, denn wenn das wäre, also man sich auf die Charaktere einlassen könnte und sie ins Herz schließen könnte, würde der Film funktionieren.
Ich muss aber auch sagen, dass ich Kriegsfilme nie besonders gute finde. Ich kann damit einfach nichts anfangen. Man sollte einfach kein Krieg führen. Und einen Film über etwas so sinnloses interessiert mich auch einfach nicht so wirklich. Dennoch gibt es ja Filme die einen dann wirklich umhauen wie "FULL METAL JACKET".
So bleibt ein recht distanzierter Kriegsfilm der toll aussieht aber leider auch tödlich langweilige Musik bietet, besonders darum, da es vielleicht 3 Stücke gibt.
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sundaynight 2011/02/21 13:43:55
Kommentar löschenKrieg, wie ich ihn mir vorstellen kann!
Dieser Film bekommt es meiner Meinung nach besser als andere Kriegsfilme hin, dem Zuschauer zu ermöglichen sich wirklich in die Situation hinein zu versetzen, und das ganz schnörkellos und ohne viel Pathos. Man bekommt die Handlung Stück für Stück in atemberaubenden Bildern vorgesetzt, erfährt die von Zwängen bestimmte Welt einzelner Soldatenschicksale.
Grausam, aber gut.
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Tannhäuser 2010/11/24 21:29:39
Kommentar löschenHmmm, vom Herrn Eastwood ist man ja eigentlich eher Filme gewohnt, bei denen man nie was falsch machen kann, wenn man sie denn guckt. Letters from Iwo Jima ist da wohl die bekannte Ausnahme von der Regel. Absolut belangloses, lieblos runtergedrehtes Kriegsfilmchen, daß mehr Drama als Kriegsfilmchen sein will, es aber einfach nicht ist. Schade, hatte mir von Eastwood zu der Thematik viel viel mehr versprochen. Zumindest die Musik ist klasse. Der Rest ist Mist und hoffentlich ein Ausrutscher des alten Wunderknaben.
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Nicls 2010/11/16 15:48:38
Kommentar löschenHier stimmt eh alles
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Breadfan 2010/09/04 22:58:15
Kommentar löschenAuf jeden Fall sehenswert! Mir hätte der Film jedoch noch besser gefallen, wenn Generalleutnant Tadamichi Kuribayashi befreit wäre von seinen "US-Erfahrungen". So stören seine US-Mitbringsel/US-Symbole (Cowboy-ähnliche Stiefel, Colt) nur unwesentlich. Schon mehr stört es, dass er "die" Ratio des Films ist. Diese fußt filmisch jedoch einizg auf seiner scheinbaren Weltoffenheit: sprich seinem USA-Trip. Der Kontakt mit den Jungs aus dem Westen scheint ihn, ganz im Gegensatz zu seinen Landsmännern - diese stehn meistens mehr auf blutige Ääähre und Selbstopferung - vernünftiger gemacht zu haben. Dies ist zwar nachvollziehbar, aber auch etwas platt. Authentischer wäre es, der Film bliebe innerhalb der Handlung ausschließlich japanisch (So wie Flags of our Fathers sich ja auch nur in US-Terrain bewegt hat!). So dienten die Amis mal wieder hinten rum als Vorbild. Gut gefallen hat mir die Szene, in welcher der US-Soldat die zwei Desateure erschiesst! Hatte kurzfristig Angst gehabt, der Film rutscht in eine Art "Wir-sind-die-Amis-und-bringen-Frieden-und-sind-dabei-so-menschlich"-Bahn ab. Dem war zum Glück ja nicht ganz so....++ auch für den Soundtrack von Eastwoods Homeband.
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Ardacris 2010/05/10 23:04:47
Kommentar löschenEin sehr guter aber trauriger Film. "Letters from Iwo Jima" hat mich sehr berührt und traurig gemacht. In diesem Film wird mal wieder sehr deutlich gemacht wie sinnlos der Krieg eigentlich ist.
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veseria 2011/04/02 14:17:09
Antwort löschenRichtig. Das zeigt der Film wirklich. Leider hat er mich nicht traurig gemacht. Doch das soll die Stärke des Films sein. Liegt wahrscheinlich daran, weil er mir zu konventionelle gemacht ist :)
strangelet 2010/04/17 15:50:16
Kommentar löschenIch grüble und grüble, aber ein besserer Kriegsfilm fällt mir nicht ein. Dramaturgie, Bildsprache, Spiel, Thematik, Botschaft, historische Darstellung (soweit ich das beurteilen kann) – da stimmt einfach alles. Vorher "Flags of our Fathers" anzuschauen rundet das ganze noch ab; aber eigentlich ist es ein Meisterwerk, das auch für sich allein stehen kann.
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doc_flunder 2010/03/10 21:26:38
Kommentar löschenzunächst muss ich lobend feststellen, dass der film auf japanisch gedreht und später untertitelt wurde, was die sache extrem authentisch macht (wobei es NATÜRLICH eine komplett deutsche fassung gibt; wer die guckt, ist tot schon besser dran). auch sonst hat eastwood viel richtig gemacht: die gewalt ist stets abstoßend bis grauenhaft, kritisches denken und dissidenz sind präsent, kommen aber zu spät, vermeintliche helden begehen greuelttaten. insgesamt ein sehr stimmiges, unangenehmes, relevantes stück kino.
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cpt. chaos 2010/02/15 18:13:48
Kommentar löschenEs gibt gewiss bessere Kriegsdarstellungen, dennoch ist "Letters from Iwo Jima" recht interessant, da das Kriegsgeschehen aus einer nicht üblichen Perspektive, nämlich aus der Sicht der Japaner, gezeigt wird.
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Chev Chelios 2010/03/08 17:25:48
Antwort löschenEin zwei Kriegsfilme sind VIELLEICHT besser, der Rest stimmt nicht.
cpt. chaos 2010/03/08 23:18:30
Antwort löschenDer längste Tag, Die Brücke von Arnheim, Platoon, Full Metal Jacket, Stalingard, Der schmale Grat, Der Soldat James Ryan, Duell - Enemy at the gates, Black Hawk down, Brotherhood... Schon gesehen?
Aber ist natürlich Ansichtssache!
raab_himself 2010/01/25 23:59:44
Kommentar löschenDie Stärke von "Letters of Iwo Jima" liegt in den Briefen und den Rückblendungen der Soldaten. Denn diese Sequenzen lassen den Zusehern ihre Charakterzüge, ihre Emotionen und ihren Schicksalsweg kennen lernen.
Der Rest des Films zeigt die gnadenlose Schlacht von Iwo Jima, die sich durch ihre Atmosphäre und durch die aussichtslose Sicht des hoffnungslosen denoch stolzen Japans verstärkt in die Köpfe einprägt.
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AgentGuhl86 2010/01/02 01:28:08
Kommentar löschenKrieg: die große Tragödie. Mehr als die Summer der unzähligen menschlichen Tragödien, die sich dahinter verbergen.
Clint Eastwood bereitet diese Thematik, wie immer technisch perfekt, und erzählt Geschichten von Einzelschicksalen, die bewegen.
"Letters from Iwo Jima" ist der Blick auf die andere Seite der Schlacht sowie eine Art Fortsetzung, die an nützlichen Stellen "Flags of our Fathers" ergänzt. Wieder einmal zeigt Clint Eastwood, dass er es drauf hat - egal in welchem Genre. Das macht ihn für mich zum besten Filmemacher, den wir zur Zeit auf unserem kleinen Planeten zu bieten haben!
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Jan Terzky 2009/12/15 10:00:20
Kommentar löschenEs ist sicherlich sehr schwer, eine Kriegsfilm zu drehen, der nicht in Klischees verfällt und weder zum "Anit-Kriegs-Film" noch zum "Hurra-Patriotismus" wird. Clint Eastwood schafft das fast, nimmt aber bei der Konzentration auf die menschlichen Schicksale in Kauf, dass es eigentlich völlig unklar bleibt, warum Amerikaner und Japaner gegeneinander Krieg führen. Nichtsdestotrotz, einer der besten dieses schwierigen Genres. Da wünscht man sich mehr von Eastwood...
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