Letztes Jahr in Marienbad

L'Année dernière à Marienbad (1961), AT/DE/FR/IT Laufzeit 94 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 19.10.1961

noch nicht bewertet

Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
8.6
Kritiker
11 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.5
Community
345 Bewertungen
49 Kommentare
admin image admin trailer admin edit edit group memberships sweep cache Moviemaster:Movie

von Alain Resnais, mit Delphine Seyrig und Giorgio Albertazzi

Ein Mann und eine Frau treffen sich in einem prachtvollen Schloss. Er versucht sie davon zu überzeugen, dass sie sich ein Jahr zuvor hier verabredet haben, um zusammen ein neues Leben zu beginnen. In bruchstückhaften Erinnerungen beschwört er ihre gemeinsame Vergangenheit, doch die Frau kann sich an nichts erinnern.

  • 37795279001_1860794039001_th-5061dae1c7e7b0e4b27673d8-1592194020001
  • Letztes Jahr in Marienbad (Alain Resnais)
  • Letztes Jahr in Marienbad (Alain Resnais)
  • Letztes Jahr in Marienbad (Alain Resnais)
  • Letztes Jahr in Marienbad (Alain Resnais)

Mehr Bilder (49) und Videos (2) zu Letztes Jahr in Marienbad


Cast & Crew


Kritiken (3) — Film: Letztes Jahr in Marienbad

Arakune: CinemaForever, Im Wendekrei...

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Was ist die Quintessenz eines jeden Filmes?
Ist es das Bestreben, die Zuschauer zu unterhalten? Ihnen psychologische und narratologische Tiefen zu offenbaren, in denen sie sich dann weiden können? Eine Atmosphäre zu erschaffen, die ein unvergleichliches Mittendringefühl offeriert? Erinnerungen und/oder Emotionen hervorzurufen? Unangenehme Themen und (Moral-)Fragen anzupacken, an die sich sonst kein anderes Medium traut?
Vermutlich ist es ein bisschen von alldem: Nämlich das Abdriften in andere Welten. Für zwei Stunden ganz woanders sein, die Probleme und Sorgen des Alltags vergessen und sich gemütlich zurücklehnen. Noch einmal Kind sein, sich in endlose Interpretationen stürzen, die gefährlichsten Abenteuer bestehen oder sich so richtig fürchten, nur um sich am Ende des Films wieder beruhigt in Sicherheit wähnen zu können. Kino macht's möglich (klingt abgedroschen, ist aber etwas Wahres dran).

Und LETZTES JAHR IN MARIENBAD schaffte dies wie bis jetzt kein zweiter…



11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

BigDi

Antwort löschen

Signed!


Kubrick_obscura: CinemaForever

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Es ist herrlich unwichtig sich darüber auszulassen, was der Film uns sagen will, wie man ihn zu interpretieren hat oder was überhaupt seine Geschichte ist. Resnais eigenartiger Film, der trotz seiner Unklarheit mit einem ganz klaren Titel versehen ist, obwohl man als Zuschauer nie weiß ob man sich überhaupt in Marienbad befindet, kann man eher als filmische Dichtung bezeichnen.
Der Versuch den Nouveau Roman ins Kino zu übertragen ist klar erkennbar. Im Film wird mehr gesprochen als gezeigt. Die spektakuläre Kamera funktioniert nur auf einer suggestiven Ebene, als Taktgeber, Mediator und Guckloch zugleich.
Letztendlich verhält es bei "Letztes Jahr in Marienbad" wie mit allen Produkten großer Kunst. Wer in den Spiegel hineinschaut, sieht entweder nur sein Spiegelbild oder weit darüber hinaus.

9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Kubrick_obscura

Antwort löschen

eher nicht. Bei weitem nicht so surreal und auch nicht so düster, aber trotzdem einen Blick wert.


philopee

Antwort löschen

dann werd ich das mal vormerken. ;)


Almut Steinlein: critic.de

Kommentar löschen

Eine Allegorie auf den Tod, der in Gestalt von X die Frau mitnehmen will, eine Variation des Mythos von Orpheus und Eurydike, die Wahnvorstellungen einer an Amnesie leidenden Patientin in einer Psychiatrie oder auch das Traumata einer inzestuösen Vergewaltigung der jungen Frau – die unterschiedlichen Interpretationen des Films bleiben letztlich ein Spiel ohne Grenzen, das der Fantasie des Zuschauers überlassen bleibt und mit dem Film nie abschießend zur Deckung gelangt.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (46) — Film: Letztes Jahr in Marienbad


Sortierung

Mr.GOLD

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Das Spiel beginnt. Du wirst es nicht gewinnen.
Du wirst dich verirren. Du willst es auch.
Verloren in einer Welt voller faszinierender Abgründe und abstoßender Schönheiten.
Schwebe mit der Kamera durch die endlosen Flure auf denen weitere Flure folgen, vorbei an den kalten Marmor, den schattenlosen Menschen und den verblassten Gemälden.
Dein Realitätsbezug schwindet.
Die Grenze zwischen Vergangenheit,Gegenwart und Zukunft verschwimmt.
Dann ist es Geschehen, du bist in Trance, mitten im Labyrinth, verwirrt aber angezogen von dem Mysterium das sich vor dir aufbaut. Du lauschst der Geschichte eines Mannes und einer Frau, die sich wie es scheint schon ein Jahr zu vor in diesem Barockschloss getroffen und geliebt haben. Nur kann sich die Frau nicht erinnern. Eine verzweifelte Liebe oder krankhafte Einbildung? Ungeordnete Träume und Erinnerungen. Alles geschieht im Jetzt. Du verschlingst jedes Wort. Du findest keinen Wegleiter, kein Ausweg aus dem Labyrinth, aber willst du es wirklich verlassen?
Plötzlicher Schnitt! Du hast den vollsten Wachzustand erreicht. Ein Ausweg zur Realität gefunden, aber keine Angst, du wirst erneut rein gehen und es wird ein komplett neues sein.

Ein Experimentalfilm den man so noch nie gesehen hat. Ein Hochgenuss für alle Sinne.
Ein Intelligentes Verwirrspiel zu den man trotz der komplexen und undurchschaubaren Geschichte einen leichten Zugang findet. Es ist wie Hypnose, wenn du dich darauf einlässt wirkt es auch bei dir. Wahrscheinlich in einer anderen Art, ein anderes Labyrinth mit einen anderen Ausgang. Denn die Wirklichkeit wird zum Spiel das noch nicht mal die Figuren im Film meistern.
Lass dich verführen!

bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

jacker

Kommentar löschen
Bewertung0.0Hassfilm

Ultrakunst!
_______________________

Erklärender Nachtrag:

Für die Bewertung 'Hassfilm' (was ja echt eine krasse Ansage ist) zählt primär die filmische Erfahrung (auf Gefühlsebene) bei mir. Und da kann ich nur eins sagen, egal wie viel Wohlwollen ich aufbringe: Den Film komplett anzusehen war eine einzige, unglaubliche, in der Form noch nie erfahrene Tortur. Im negativesten aller negativen Sinne. Der Film ist unglaublich ermüdend, ermattend, abstumpfend. In seiner Machart beinahe wie ein schlechter Scherz.
Ohne zu übertreiben, ich habe das erste Mal die Timertaste der Fernbedienung gedrückt um zu sehen wie viel ich schon habe und vor allem wie lang ich noch muss, da stand die Uhr bei 18:29 abgelaufenen Minuten.
Diese ganze Inszenierung: 90 Minuten lang hört man einen Monolog aus dem Off der konstant das selbe erzählt. 90 Minuten sieht man dazu still sitzende / stehende Menschen. Das schlimme dabei ist die Zusammenfassung der Essenz dieser 90 Minuten:

Anfang
Typ: Wir haben uns letztes Jahr hier gesehen.
Frau: Nein haben wir nicht.
90 Minuten Endlosschleife..
Ende

Für die Fragen:
'Haben die sich tatsächlich getroffen?'
'Was ist real, was Traum, was Phantasie?'
Konnte ich absolut KEIN Interesse mehr aufgbringen. Weil es alles viel zu dröge und ermüdend war. Wie ein Hörspiel von 5 Minuten im Loop, zu dem man (ganz, ganz, ganz künstlerische) Standbilder zeigt.

Das wäre alles einfach nur ein unfassbar langweiliger Film.
Nervig wurde er dann durch die Musik. Phänomenal unpassendes Orgel-Geplärre, in seiner Dramatik NIE auch nur im Entferntesten in Harmonie zum Bild, oder zu irgend einer Stimmung (wobei der FIlm bei mir keine einzige Stimmung erzeugt hat, also hätte die Musik nirgendwo zu passen können.).

Ich schrieb es oben schon: künstlerisch..
Und das ist, nach besagter Qual des Ansehens, der Punkt der mich nahezu wütend macht. Ich habe schon oft gelesen, dass Filmen Style-over-Substance vorgeworfen wird und diese Ansicht selten geteilt. Hier sehe ich Style (zu dem ich gleich komme) WITHOUT Substance. Der Film ist ein reines Vehikel um künstlerische Bilder zu zeigen. Und den Kontext in den sie gewoben sind empfinde ich als eine Frechheit.
Und WIE der Style ist regt mich endgültig auf.
Die Bilder: Ach was sind wir künstlerisch, Ach was sind wir virtuos.
Die Art wie Resnais seine Kamerafahrten und Bilder zeigt versprüht für mich eine so arrogante, überhebliche Art, dass jedes Frame mich anspringt um mir zeigen zu wollen was für ein unfassbar genialer KÜNSTLER Resnais doch ist. Im Gegensatz zu wahren visuellen Künstlern (wie z.B. Tarkovsky, der mit gleichem Ansatz WELTEN vermittelt) transportieren die Bilder aber NICHTS. Gar nichts. Außer dem verzweifelten Schrei nach intelektuell-künstlerischer Selbstdarstellung eines Regisseurs. Verkopft bis zum Anschlag (und bei zuviel Kopf verbleibt nun mal zu wenig Herz)!
Wann macht 'Kunstfilm' Sinn? Wenn es irgendwie in sich logisch ist. Und hier finde ich weder ein stimmiges Gesamtbild, noch irgendeine Aussage, noch einen Sinn in der Darstellungsform, egal ob oberflächlich, oder tiefer, oder irgendwie. Da steckt im Dadaismus mehr Inhalt!

Und das Skript: Ach was sind wir poetisch, ach was sind wir intellektuell, ach was sind wir verwirrend.
Aber auf emotionaler Ebene? Passiert NICHTS! Das soll eine Liebesgeschichte sein? Der Mann soll die Frau lieben? Wenn Resnais das als Liebe inszeniert, tut mir seine Frau Leid.

Ich könnte mich in Rage schreiben.
Und ich dachte Goddard wäre trocken und verkopft..

bedenklich? 21 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 45 Antworten

rubelzar

Antwort löschen

wir gucken noch einen godard und zerfleischen den gemeinsam :D


jacker

Antwort löschen

Haha, ich habe gestern (aufgrund dieser Nouvelle Vague Erfahrung hier) noch ALPHAVILLE von Goddard angefangen. Bin aber nach 10 Minuten eingeschlafen :D


steffeck

Kommentar löschen
vorgemerkt

Eine Vorhersage von 10. :O
Ob MP nun spinnt oder nicht, es schraubt die Erwartungen natürlich schon einmal gewaltig nach oben, aber gut. Vielleicht wird es ja wirklich einer meiner Lieblinge. :)

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

kobbi88

Kommentar löschen
Bewertung10.0Herausragend

Ich.
Macht. Besitz.
Wahrheit? Lüge? Einbildung?
esonpyHHypnose
Psyche. Gewalt? Psychische Gewalt.
Liebe. Erinnerung?

Perf…
Verstörend. Anziehend.
Kunst.
…ektion.
Perfektion.
Surreal.

Gegenwart? Vergangenheit? Zukunft?
„Ein Jahr ist nicht lang“ – „Nein, für mich ist es nichts.“

Du.
Hass.
Marionette?
Furcht. Flucht. Faszination.
Angst. Verdrängung?
Erinnerung. Wiederholung. Erinnerung. Wiederholung. Erinnerung.
Glauben. Vertrauen. Verstehen?
Liebe.

„Alle Zimmer gleichen sich. Aber dieses Zimmer glich keinem anderen.“

Prachtvoll.
Fließend. Stockend.
(Dis-)Harmonisch.
Realität? Traum?
Meisterwerk.
Poesie.

Erinnerung.

"Auf den ersten Blick schien es unmöglich, sich darin verlieren zu können. Auf den ersten Blick."

Letztes Jahr in Marienbad.
Wir.
Beginn.

bedenklich? 23 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 10 Antworten

kobbi88

Antwort löschen

Stimmt, Lieblingsfilmkommentare sind eh immer (oder wenigstens oft) die besten. Aber zum Lieblingsfilm reichts bei mir vorerst nicht, dazu seh ich den bestimmt nicht oft genug. Aber dass er mich umgehaun hat (darum die 10), dass kann ich nicht bestreiten. Hab danach nicht mal mehr ganze Sätze schreiben können ;)


jacker

Antwort löschen

Ich kann ja erahnen, was ihr alle bei dem Film empfunden habt. Und daran gemessen passt so ein intuitiver, assoziativer Text ja auch viel besser. Passt schon mit dem fehlenden Satzbau :)


hollygolightly1

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Alain Resnais labyrinthartig konstruiertes Ausnahmewerk würde, wie ich abermals zu meinem eigenen Erstaunen feststellte, auch nach der zigsten Erfahrung nichts von seiner hypnotischen Sogwirkung einbüßen. Im Gegenteil.
Denn wo sonst trifft man – Lynch außen vor gelassen - einen solch traumhaften, einmaligen Hochgenuss an? Und wenn man sich erst einmal vor Augen führt, dass man es in Wirklichkeit mit einem Film und keinem eigentlichen Kunstwerk in dem Sinne zu tun hat (obwohl die Bezeichnung in dem Fall mehr als adäquat ist), verleiht dieser Anschein dem Werk etwas Übersinnliches, rational nicht Greifbares.
Doch was genau macht den Reiz dieses audiovisuellen Rausches eigentlich aus? Ist die Unlösbarkeit des Rätsels selbst dafür verantwortlich?

Elegisch schwebt die Kamera durch die unendlichen Korridore und Zimmer der Erinnerung und Verdrängung, vorbei an unzähligen Spiegeln, imposanten Kronleuchtern und haufenweise Statuen. Immer wieder werden Türen wie von alleine geöffnet und geschlossen und man wird das Gefühl nicht los, dass man in die Irre geführt wird; praktisch gezwungen ist, sich treiben zu lassen und diese Tour de Force zu durchstehen.
Zugleich darf man sich an der edlen Ästhetik erfreuen, die aus den surreal anmutenden Bildkompositionen zum Dahinschmelzen hervorgeht.
Im Hintergrund ertönt beunruhigend-eindringliche Orgelmusik, während der beinahe flüsternde Erzähler mit vermeintlich bruchstückhaften, trivialen Phrasen um sich wirft. Hin und wieder gibt es dann zum Ausgleich Augenblicke der völligen Stille, die einen zarten Kontrast zum ausladenden Ambiente bilden.

Es stellt sich schließlich heraus, dass es sich bei dem Erzähler um einen Mann ohne Namen handelt, der in dem prunkvollen Hotel einer ebenso identitätslosen Frau begegnet, der er vergeblich zu demonstrieren versucht, dass sie sich ein Jahr zuvor bereits an diesem Ort getroffen haben. Doch die ständig wiederholten, redundanten Worte und Sätze erfüllen ihre Funktion nicht.
Der Mann gibt dennoch nicht auf, insistiert energisch, weil er absolut von seiner Theorie überzeugt ist. Die Einzelheiten zu dem Treffen, die er bekannt gibt, scheinen seine Position zu unterstützen.
Das Verhalten der sichtlich eingeschüchterten Frau hingegen ist geradezu ambivalent: Einerseits will sie dem Mann aus dem Weg gehen, weicht seinen Äußerungen aus, andererseits besteht wohl nicht der unbedingte Wunsch, das Schloss (und damit auch den Mann) zu verlassen. Dafür könnte auch die dritte Person im Spiel die Schuld tragen: ein rätselhafter zweiter Mann, von dem die Frau aus irgendeinem Grund abhängig zu sein scheint.
Wie lebende Tote wirken diese elegant gekleideten, starren Mannequins aufgrund der fehlenden Interaktion. Ohne klare Motive und ohne wirklichen Bezug zueinander existieren sie einfach. Es kristallisiert sich zwar eine latente Passion heraus, doch bleibt diese die ganze Zeit über unterdrückt. Was wirklich in den Personen vorgeht und was sie wollen, lässt sich kaum entschlüsseln; kann nur vage vermutet werden.

Zweifellos trägt das meisterhaft entworfene Drehbuch, welches der Feder von Alain Robbe-Grillet entstammt, zu diesem Mysterium bei.
Nach dem Vorbild des Nouveau Roman werden konventionelle Mittel umgangen, Raum- und Zeitebenen fließen ineinander, jede nur mögliche Struktur wird durchbrochen, Gedankenströme bestimmen den Verlauf der Handlung. Was übrig bleibt: ein zerbrochener Spiegel, dessen einzelne Scherben scheinbar nie wieder zusammenfinden werden.
Versucht man, unter die Oberfläche dieses abstrakten Kunstwerkes zu gelangen, so kann man im Prinzip nur scheitern. Zu keinem Zeitpunkt steht hundertprozentig fest, was/wer nun real ist und was/wer bloße Einbildung. Nicht nur das schwierige Verhältnis von Wahrheit und Objektivität wird hier zur Schau gestellt, sondern auch das Unterbewusstsein wird mühsam erforscht. Subjektive Wahrnehmung und die Immobilität von Zeit und Ort sind dabei von zentraler Bedeutung und sind mitunter auch der Grund, warum „L'année dernière à Marienbad“ zeitlos ist.
Darüber hinaus darf man nicht vergessen, dass der Film auch eine Art Studie über Kommunikationsstörung ist. In dem Fall reicht es, wenn eine der Personen sich jeglicher Verbundenheit verweigert und damit den gesamten, von außen doch so prachtvoll aussehenden Komplex zerstört. Die Fassade bröckelt.
Somit hat man wenigstens ein paar unterschiedliche Interpretationsansätze, die sich sicherlich noch weiter ausführen ließen. Doch die endgültige Lösung scheint immer noch weit entfernt zu liegen und will möglicherweise auch nicht gefunden werden.

In „L'année dernière à Marienbad“ ist der Zuschauer nicht nur Beobachter, sondern nimmt gewissermaßen auch aktiv am Geschehen teil. Er verfällt in einen tranceartigen Zustand, wird Teil dieses ominösen Puzzles, dessen nebulöse Geheimnisse im Verborgenen bleiben.
Gerade weil der Plot minimalistisch ist und so vieles offen lässt, schlägt der Film umso stärker ein. An jeder Ecke, in jedem Gang, in jeder Figur gibt es etwas zu Entdecken. Schlussendlich wird man aus alledem nie ganz schlau. Und das ist auch gar nicht ärgerlich, denn Resnais und Robbe-Grillet können mit diesem anmutigen stream of consciousness nichts verallgemeinern. Es sind in erster Linie die beiden Hauptfiguren, die den Film ausmachen und die man verstehen will – was in der Tat eine Herausforderung darstellt, die man unmöglich vollständig bewältigen kann. Doch das Erlebnis ist es mehr als wert. Man wird belohnt, da der Film zu immer mehr Erkenntnissen (gleichzeitig aber auch Hindernissen) führt, je öfter man in seinen Genuss kommt.

Nie war Kino schöner, komplexer, formvollendeter. Nie wird es ein derartiges Phänomen ein zweites Mal geben. Kann ein Lieblingsfilm mehr leisten? Wohl kaum.
„L'année dernière à Marienbad“ ist unvergleichlich, unvergesslich. Pure Liebe eben.

bedenklich? 42 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 12 Antworten

franticfury

Antwort löschen

Ganz großartiger Text! :)


hollygolightly1

Antwort löschen

Danke :)


jeffcostello

Kommentar löschen
Bewertung10.0Herausragend

Es gibt eine Szene Alain Resnais “Letztes Jahr in Marienbad”, in der die beiden Protagonisten vor einer Statue stehen, die einen Mann und eine Frau zeigt, und beide versuchen zu interpretieren, welche Situation diese Statue darstellt. Beide kommen zu vollkommen unterschiedlichen Schlussfolgerungen.
Resnais Film ist wie ein Traum, er ist ein Rätsel, unmöglich es aufzuschlüsseln, unmöglich es vollständig zu lösen. Hier wird Vergangenheit und Gegenwart zusammengeschnitten, und so verschmelzen sie und es entsteht aus beidem eine Einheit, eine ganz neue Form der Realität.
Der Schauplatz des Filmes ist ein altes Schlosshotel, das direkt am Filmanfang als Labyrinth aus langen Gängen und Salons beschrieben wird, als ein Ort aus einer längst vergangen Zeit.
Die stark durchkomponierten Bilder, die langen Kamerafahrten durch die Gänge des Schlosses und auch plötzliche Ortswechsel erzeugen jene traumartige, realitätsferne Atmosphäre.
Die Frage, worum es in „Letztes Jahr in Marienbad“ eigentlich geht, ist unmöglich eindeutig zu beantworten. Ich denke, es ist wie bei der Statue, die die Protagonisten zu deuten versuchen, denn obwohl es ein und dieselbe Statue ist, sehen beide etwas vollkommen konträres in ihr. Der Film ist für alle Interpretationen offen. Für mich jedenfalls ist Letztes Jahr in Marienbad ein Film über den Kampf zwischen Liebe und Gewissen, zwischen Emotionen, Verlangen und Gewissen, und über die Liebe selbst, die oft gefährlich oder verboten sein kann, in der man aber doch Erfüllung findet.

„Sie waren so gut wie tot, aber noch nicht, noch lieben sie.“

bedenklich? 21 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

ElMagico

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Versucht man sonst mit einem solchen Text einen Film aus der Mitte heraus zu erklären, zu beschreiben und sein Wesen zu erfassen, um es anderen Menschen zu erläutern was der Film in sich trägt, welche Aussagen er besitzt oder was er mit dem Zuschauer anzustellen vermag, versagt dieser Versuch bei "L’année dernière à Marienbad" ab dem ersten Gedankengang, ab dem ersten Wort mit dem einen solchen Kommentar beginnen will. Man kann sich diesen Film nur von außen nähern, kann nur von einer gewisen Distanz aus seine Schönheit beschreiben, sein Wesen anderen zu vermitteln ist jedoch nahezu unmöglich. Völlig eigen gibt sich dieser Film und will man doch beschreiben, merkt man schnell, dass man doch nur seinen ganz eigenen, persönlichen Blickwinkel darlegen kann. Ja, dass man fast schon euphorisch den anderen mitteilen will: Ich habe darin etwas gesehen! Irgendetwas! Ich weiß nicht was es war, aber ich habe es definitiv gesehen!
"L’année dernière à Marienbad" ist schwere Kost und ist es auch nicht. Man muss aber definitiv altgediente Sehgewohnheiten beiseite lassen, um auch nur eine minimale Chance zu haben den Film vollständig durchzuhalten. Man muss versuchen mit diesen leblosen Gestalten durch dieses Hotel zu wandeln. Still und starr stehen, wenn sie es tun. Sich bewegen, wenn sie sich bewegen. Man kann sich an der Pracht dieser Bilder ergötzen, die schon vor einem halben Jahrhundert die Filmkunst an eine ihrer höchsten Spitzen brachte, die ein perfektes Gemälde sind, ein perfekter Videoclip, ein perfektes Irgendwas. Es ist einfach so sinnlich, so imponierend, soviel größer und von einer erschlagenden Endgültigkeit. Nichts scheint hier zufällig zu sein. Alles hat einen Wert.
Man kann aber auch versuchen den Geschehnissen auf den Grund zu gehen, das alles zu verstehen. Man sollte den Film aber zu keinem Moment daran messen, wirklich zu keinem, ob man das auch schafft. Man darf sich und diesen Bildern nicht trauen. Man muss wirkliches und irreales gleichermaßen akzeptieren. "L’année dernière à Marienbad" ist kein Film der das Leben abbildet..."L’année dernière à Marienbad" ist das Leben das versucht ein Film zu sein. Es ist kein Film in dem sich die Figuren der Geschichte unterordnen, die Figuren versuchen diese Geschichte zu übernehmen, sie zu zerstören, in ihre Gewalt zu bringen. "L’année dernière à Marienbad" ist ein Film angesiedelt auf einer winzig kleinen Schnittstelle, auf alles Wahrheit ist und alles Lüge.
Ich habe diesen Film heut Nachmittag das erste Mal gesehen und bin kurz danach eingeschlafen (ich hatte Nachtdienst). Etwas besseres hätte mir nicht passieren können, denn unmittelbar nach dem Film wäre ich hier völlig hilflos vor der Tastatur gesessen. Die Bewertung die ich dem Film gebe ist ein Ausgangspunkt. Ein Start. Ich werde diesen Film noch öfters sehen. Sehen müssen. Man kann "L’année dernière à Marienbad" wohl tausendmal sehen und bin mir sicher, man wird immernoch geplättet sein, fasziniert und voller Fragen. Manche wird man vielleicht mit der Zeit beantworten können, zumindest für sich, aber ander werden dafür kommen.
Nicht von dieser Welt.

bedenklich? 30 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

Hfonda15

Antwort löschen

Toller Text, direkt mal vorgemerkt und auch ne super Vorhersage!


ElMagico

Antwort löschen

Danke schön! Da du ja sehr interessiert bist, denk ich das es zumindest eine Erfahrung für dich sein wird! Eine ganze eigene!


DerDude_

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Alain Resnais Tag - Teil 3

L`ANNÈE DERNIÈRE À MARIENBAD

"Sie müssen sich irren"
"Sie müssen sich erinnern"

Es gibt Filme und dann gibt es L`ANNÈE DERNIÈRE À MARIENBAD...
Ich glaube kein Film dieser Welt kommt dem Wort Traum so nahe, wie dieser Film es tut. Es beginnt als lange Fahrt durch ein luxeriöses Anwesen, begleitet von der ewig präsenten Orgelmusik, unterlegt mit den wiederholenden Worten eines Mannes. Seine Stimme werden wir fast den ganzen Film hören. Seine Stimme erzählt von einem Ort wo er und eine schöne Frau sich vor einem Jahr getroffen haben. Sie aber kann sich nicht erinnre, vielleicht will sie sich aber auch gar nicht erinnern. Was sind das für Bilder die wir sehen ? Nie können wir ihnen trauen. Sind sie echt oder unecht ? Einbildung oder Realität ? Sind es die Gedanken der Frau, die sich versucht zu erinnern ? Oft kommt es vor das sich Voice-Over und Bilder widersprechen. Versucht die Frau dann etwas zu verdrängen ? Was bedeutet die Musik ? Spielen Szenen ohne Musik in der Realität ? Nie können wir uns sicher sein was wir da sehen.
Denn der eigentliche Film, die eigentliche Geschichte, ist schon längst vorbei und alles was wir sehen ist die Erinnerung an ihn.
L`ANNÈE DERNIÈRE À MARIENBAD ist ein einziges, großes Labyrinth voll Metaphern, Andeutungen, Wahrheiten, Unwahrheiten, Träumen, Gedanken und Erinnerungen. Alles ist so voller Interpretationsmöglickeiten. Als Zuschauer rätselt man während und noch lange, was welche Szene bedeutet, was Realität, was Traum ist. Sind sich der Mann und Frau einmal begegnet ? Resnais zweite Regiearbeit hypnotisiert den Zuschauer mit seinen langen Fahrten durch Gänge, Flure und Gärten, durch die dominante Musik und das Voice-Over des Mannes, bis man in eine schwebende Trance verfällt, aber aus dieser ruckartig wieder entrissen wird, sobald der Film seine bedrohliche, verstörende Seite zeigt, durch Andeutungen und Verweisen auf das Schreckliche, was vielleicht auch passiert ist. Besonders der finale Schlussmonolog entlässt einen in pures Unbehagen. Aber dieser Film entwickelt auch einen Sog, betörender, unglaublicher Schönheit. Die ganze Bandbreite der Gefühle ruft dieser Film hervor.
Ein Werk voll unbestrittener Perfektion. Ein Film der viel möchte aber viel gibt. Eine der intensivsten Atmosphären aller Zeiten, die einen durch die Erinnerungen eines Labyrinths führen, durch das man vielleicht einmal gegangen ist.
Einer der wenigen Filme, deren einziger Fehler der ist, das sie irgendwann enden. Alain Resnais hat sich spätestens hiermit ein Denkmal gesetzt.
Am 6. August diesen Jahres erscheint VOUZ N`AVEZ ENCORE RIEN VU, der neue Film des inzwischen über 90 Jahre alten Regisseurs. Ich werde dort sein...

bedenklich? 21 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten

DerDude_

Antwort löschen

@Worauf wartest du ? ;)


ElMagico

Antwort löschen

Muss vorher noch andere gucken...bin da manchmal etwas zwanghaft ;)


Pyro 91

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Keine Ahnung was da abging. xD

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

longus69

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Unstrittig bemerkenswerte große Filmkunst... Ein filmisches bildgewaltiges Experiment das jedweder Richtung für Interpretation Tür und Tor öffnet... Hier ein Versuch einer Interpretation die die Liebe im Film behandelt sieht:

http://www.borisseewald.de/blog/2010/06/filmanalyse-letztes-jahr-in-marienbad/

Gleichwohl gibt es Interpretationen die den Tod darin behandelt sehen.

Ich persönlich habe beide Sichtweisen vermischt für mich wahrgenommen.

Der Tod hat sich verliebt in (s)einen Engel, und duldet keinen Aufschub mehr wie in der Vergangenheit. Er obsiegt letztendlich gegen den "Spieler"(das Leben) und nimmt seinen Engel für die ewige Liebe zu sich...

Dies ist meine persönliche Sichtweise unter der Vielzahl von Deutungsmöglichkeiten; vielleicht aus dem inneren Zwang als KinoVielseher heraus, eine Geschichte im Gesehenen entdecken zu können. Es ist aber gut möglich dass der Film bei jeder Sichtung vom gleichen Seher (also auch von mir) jedesmal neu interpretiert werden kann und wahrscheinlich auch wird. Und dass allein ist schon großartige Filmkunst.

Parallelen zu Shining und Groundhog Day, die ganz offensichtlich von Marienbad beeinflusst wurden, vermochte ich noch selbst zu erkennen. Viele weitere in der folgenden Vorlesung genannte Aspekte waren mir neu (und mehr als einmal musste ich das Wörterbuch und Wikipedia bemühen ;-) ):

http://www.uni-weimar.de/medien/philosophie/lehre/ws0708/vorlesung_3.pdf

Abschließend muss ich letztlich aber auch gestehen, dass ich manchmal kurz davor war einzunicken ;-)

Aber ein großes Kunstwerk bleibt auch dann ein großes Kunstwerk wenn nicht jedermann das große Kunstwerk darin als Ganzes erfassen kann.

Deshalb kann ich nicht anders als den Film mit meiner schulischen Note 1 zu bewerten.

1... Alles richtig gemacht ... setzen....;-)

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Lorion42

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Spannendes Experiment das es trotz seiner avangardistischen und surrealistischen Elemente schafft einen Spannungsbogen zu erzeugen. Vor allem die Kameraarbeit hat mich irgendwie fasziniert. Die ersten Minuten des Films sind sehr formlos, so dass es schwer fällt überhaupt erstmal einen Zugang zum Geschehenen zu finden. Erst danach entfalltet sich so etwas wie eine Geschichte. Hier wird bewusst gegen Konventionen verstoßen und Zeitebenen durcheinander geworfen. Jeder der den Film sieht sollte sich bewusst sein, dass man hier ein Kunstprodukt sieht, dass interpretiert werden will und über das man sich danach austauschen möchte. Durch die ungewohnte Erzählweise entstehen vor allem im letzten Drittel (nachdem man sich über das meiste im klaren ist) Längen.

Letztendlich habe ich nach der ersten Sichtung nur eine Leseart entdeckt und bin deshalb eher enttäuscht. Es gibt viel im Film, dass man interpretieren kann und es ist sehr faszinierend, doch die Geschichte ist eher simpel. Ich denke, dass ich vieles nicht entdeckt habe und vor allem das Ende anders gedeutet werden könnte, aber sehr viel mehr ist er für mich doch nicht. Sehenswert ist er für offene Cineasten aber auf jeden Fall.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Audreyfan

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Heute irrte ich ich durch die weite Welt. Leere Straßen, verschlossene Haustüren und Nebel. Doch da kam ich in einen Park, an dessen Ende ein Hotel stand. Ein schönes Hotel. Neugierig wie ich bin, ging ich drauf zu und betrat es. Menschen waren dort. Ich irrte durch die langen Flure, an den verschlossenen Türen vorbei und betrachtete die kunstvollen Verzierungen der Wände und Decken. Ich ging durch diverse Räume, beobachtete Männer, wie sie ein Spiel spielten, wo immer derselbe gewann und schnappte Satzfetzen auf. Doch dann blieb ich stehen. Ich sah einen Mann und eine Frau, wie sie sich unterhielten. Ich näherte mich ihnen, versteckte mich ein wenig und belauschte ihr Gespräch. Ich wusste nicht, wer sie waren, aber ich war interessiert an ihrer Geschichte. Der Mann erschien fordernd, vielleicht ein wenig wütend, vielleicht ein wenig enttäuscht. Die Frau ängstlich und verwirrt. Sie wollte anscheinend weg, sagte immerzu "Lassen Sie mich" und "Seien Sie still" und beteuerte, den Mann nicht zu kennen, ihn nie gesehen zu haben. Sie gingen durch das Hotel, durch den Park und ich folgte ihnen. Sie faszinierten mich und hätte ich einen Wunsch frei, hätte ich mir gewünscht ihre Gedanken zu hören. Sie bemerkten mich nicht und redeten immer weiter. Redeten über Banales, dann wieder, dass sie mit ihm mitkommen sollte. Manchmal gingen sie an dem Tisch vorbei, wo dieses Spiel stattfand. Sieben, fünf, drei, eins und immer derselbe gewann. Doch das alles war nur Hintergrund, ich wollte wissen, wer diese zwei Menschen waren. Was passierte vor diesem Tag? Woher kommen sie? Kenn ich sie? Wie heißen sie? Ich folgte ihnen und folgte ihnen und er redete und er redete und er redete aus der Vergangenheit. Ich war schonmal hier. Oder nicht? Gleichzeitig vertraut und fremd. Ich habe Angst vor diesem Ort, aber ich will bleiben. Ich verliere das Gefühl für den Raum und für die Zeit. Reise zwischen den verschiedenen Zeitebenen hin und her. Wo bin ich? Wer bin ich? War ich schonmal hier? War ich da vielleicht betrunken oder bin ich es jetzt? Was ist wirklich? Ich sehnte mich wie noch nie zuvor nach Antworten auf solche Fragen und ich sollte sie nicht bekommen. Jetzt redete er von einem Zimmer. Er redete von Leben und von Tod. Dass sie immer noch dieselbe ist. Dieselbe Haltung, dasselbe Lächeln. Ich war schonmal hier. Gestern, oder vor ein paar Minuten, ein paar Sekunden. Ich verirre mich. Ich verwirre mich. Angst, Angst. Aber ich will nicht weg. Was soll schon kommen nach diesem Tag. Heute Morgen konnte ich mir noch vorstellen, am nächsten Tag wieder aufzuwachen, so wie heute. Jetzt kann ich mir noch nicht mal mehr vorstellen, jemals einzuschlafen. Verirrt in Ort und Zeit. Suche verzweifelt nach irgendwas, was wirklich ist, doch dann reißt mich seine Stimme wieder ins Labyrinth. Ich will nichts mehr fühlen, nichts sehen oder hören, einfach nur vom Leben mitgerissen werden. Doch das tut es nicht. Die beiden lassen mich alleine zurück. Im Zimmer, im Park, an der Statue, im Salon, im Flur und gehen weiter ihre Wege. Sie sind weg und "Fin" erleuchtet vor meinen Augen. Tränen laufen mir über die Wangen, ich reiße meine Augen auf, schaue aus dem Fenster. Sehe die leeren Straßen, die verschlossenen Türen, den Nebel. Und will weg von hier, wieder zurück zu diesem geheimnisvollen Ort. Ich war schon mal da, ich kann mich nur nicht erinnern. Ich bin verwirrt, ich habe mich verirrt. 

"Und das ist gut so. Denn diesen Film möchte man nicht mehr verlassen, man möchte sich verirren." (Lars-Olav Beier/KulturSpiegel)

bedenklich? 17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

franticfury

Kommentar löschen
Bewertung10.0Herausragend

Solch große und luxoriöse Hotels haben ja irgendwie von Haus aus etwas Faszinierendes an sich. Ich kann mich erinnern, wie ich als kleines Kind durch eben die Gänge eines solchen Hotels gelaufen bin, das alles hatte etwas so ungeheuer Geheimnisvolles, Spannendes, Faszinierendes. Dieser Irrwald aus Gängen und Türen, beiläufig kann man hie und da ein Gespräch belauschen, über Geschäftliches, Kulturelles, Belangloses. Damals war die Welt noch eine andere für mich, eine spannende, wo es hinter jeder Tür und in jedem Spiegel etwas zu entdecken gab. Bis gestern hätte ich es nicht für möglich gehalten, dass es ein Film in mir, so viele Jahre später wieder dasselbe Gefühl auslösen sollte.
Denn Alain Resnais "Letztes Jahr in Marienbad" ist kein Film, sondern ein einziger Irrgarten aus Gängen, Türen und Erinnerungen. Türen öffnen und schließen sich wieder und man hat das Gefühl, dass irgendwo in dem riesigen Labyrinth die Wahrheit versteckt sein muss. Die Wahrheit? Mit der nimmt es Resnais nicht wirklich so genau. Viel wichtiger ist hier doch die "gefühlte Wahrheit". Die Erinnerung stellt schließlich nie den Anspruch an selbige. Sie überhöht, beschönigt. Ist es nicht meistens so, dass man enttäuscht wird, wenn man an einen Ort seiner Kindheit zurückkehrt, weil in der Erinnerung eben irgendwie alles lebhafter und schöner erscheint?
So verhält es sich auch mit "Letztes Jahr in Marienbad", Resnais springt hin und her, Stunden werden zu Tagen, Tage zu Monaten und schließlich zu Jahren. Es scheint als würde die Zeit anderen Gesetzen folgen in Marienbad. Immer wieder laufen sich die Protagonisten über den Weg, als ob es in dem riesigen Hotel nur diese Beiden gebe. Und immer wenn man glaubt, man würde der Sache so langsam auf die Schliche kommen, da spielt uns die Erinnerung wieder einen Streich.
Und da stand ich also wieder. Auf einmal war ich wieder dieser kleine Junge von 8 Jahren, inmitten dieser riesigen, endlos erscheinenden Gänge und alles ist auf einmal wieder so neu, so spannend und wartet nur darauf erforscht zu werden.
"Letztes Jahr in Marienbad" ist ein hypnotisierender Bilderrausch aus Gängen und Erinnerungen und ein toller Gegenentwurf zum langweiligen, drögen Storytelling, wie wir es heute nur allzu oft in den Kinos in mundgerechten Happen serviert bekommen. Danke Herr Resnais, dass Sie mir mit diesem Film nicht nur einmal mehr großartige Kunst vor Augen geführt haben, sondern auch ein Stück Kindheit zurückgebracht haben! Ein Film, der mein nostalgisches Herz im Sturm erobert hat!

bedenklich? 21 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

franticfury

Antwort löschen

Und wie :) Großartiger Film, großartig gefilmt, großartig erzählt, ich bin begeistert! :D


hollygolightly1

Antwort löschen

Das freut mich natürlich seeehr, wirklich ein ganz besonderer Film :)


rondaniel

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wow...die in den Extras der DVD befindichen Interpretationsmöglichkeiten und natürlich das Marienbad-Spiel haben mich letztendlich überzeugt. Das Spiel werd ich auf jeden Fall mal unter Freunden ausprobieren.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

Lorion42

Antwort löschen

Welche DVD hast du denn? So viele Extras auf der Arthaus Klassiker DVD?


rondaniel

Antwort löschen

Ich hatte die aus der Arthouse Collection vom KulturSpiegel (siehe Bilder).


Tyler__Durden

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Zwei mal im Film versuchen die Worte (die Bilder kehren öfters dorthin zurück) des Haupterzählers eine erinnerungswürdige Nacht in einem Zimmer zu beschreiben. Es ist Nacht draußen. Eine (die) Frau ist in dem Zimmer. Gekleidet in weiß wartet sie auf ihn. So jedenfalls sagen es die Worte. Die Bilder aber verleugnen diese Logik. Sie erlauben es den Erinnerungen des Mannes nicht sich so zu formen wie er sie sich denkt. Die Bilder zeigen ein Zimmer welches durch das Licht von draußen geflutet wird. Die Verbindung zwischen Bild und Ton - gebrochen. Oder? War es nicht doch Tag und sie trug schwarz. Wer irrt sich hier? Irrt sich überhaupt jemand? Die Geschichte ist doch schon erzählt. Sollten die Details also nicht im Gedächtnis bleiben? Gedächtnis? Wer erinnert sich hier überhaupt? Ist es der Mann oder doch der Platz, der Raum oder die Statuen welche sich an die auf sie und um sie herum gerichteten Blicke erinnern. Ist es nicht dass was der Film zeigt? Das Erinnern. Das Erinnern an eine Geschichte an einem Ort, in einem Raum, mit Personen und Gefühlen. Doch genau so wie die Erinnerung an diese Dinge (räumlich desorientiert, Wörter ohne Bilder, Bilder ohne Kontext, nur der Logik des Gefühl an jenem Moment folgend) konstruiert sich auch der Film seine Sprache. Eine Erinnerung an eine Geschichte die, wie man schon zu Beginn erfährt, doch schon längst vorbei ist.

bedenklich? 35 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

Mimuschka

Antwort löschen

ah, jetzt mir dem smiley wird mir EINIGES klarer :-3


Tyler__Durden

Antwort löschen

;)


Kalkwerker

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

... was ist wahr und wirklich und kann man Fiktion zum Erlebten machen, wenn man nur daran glaubt und sich wie A von X suggerieren lässt es sei geschehen.
Also muss man sich dem angeblich Realen fügen, oder kann/soll man sich der Banalität der Wirklichkeit (Statisten, welche nur oberflächlich miteinander kommunizieren, bzw. denen gleich der Ton genommen wurde, endlose gleichförmige Zimmer/Korridore) entziehen.
Einzig der Ehemann als dritte relevante Person, stellt eine Alternative dar, er scheint eine höhere Macht (gewinnt immer, eine Figur wie der Tod, das Schicksal) zu verkörpern und über der Möglichkeit der eigenen Entscheidung zu stehen.
Keine Auflösung am Ende, es muss eine eigene mögliche Wahrheit gedacht werden.
Ein Film der mich etwas ratlos zurückgelassen hat und solche kruden Gedankengänge geschaffen hat und zum erneuten ansehen fast verpflichtet.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Andre Jonas

Kommentar löschen

Uff, wirklich schwere Kost, die Resnais dem Zuschauer hier vorsetzt. Ein Film wie ein Puzzle, dessen Teile im Raum verstreut liegen, die man aufsammelt und nach und nach, ohne dabei zu denken, eher zu fühlen, zu einem Bild zusammensetzt, das dann doch wiederum hinweggeweht wird. Also beginnt man erneut und immer wieder, sammelt, erfühlt sich ein Bild, jedesmal ein neues, und steht am Ende doch wieder vor einem Rätsel, nur noch mit Schatten und Silhouetten im Kopf, die einander durchwehen und durchdringen.

»L'Année dernière à Marienbad« ist visuelle, akustische und sinnhafte Poesie: Schier endlose, reich verzierte Flure und Salons eines architektonisch äußerst kühlen Grand Hotels, umgeben von einem pflanzenlosen barocken Garten. Knirschende Schritte auf Kieselsteinen, frei im Raum schwebende Gesprächsfetzen der zahllosen Gäste und über allem das nicht selten beunruhigende Spiel einer Kirchenorgel. Dazwischen Statuen mit vieldeutigen Gesten und Kartenspiele, welche nur ihr Erfinder gewinnen kann - und das alles an einem Ort, der wie abseits von Zeit und Raum wirkt, wie eine endlos in sich selbst kreisende Welt.

Schon in den ersten Minuten lässt der Film den Zuschauer eine hypnotische Stimmung driften, in ein traumartiges Gefühl des Sich-erinnernwollens, in dem nur hin und wieder klar wirkende Momente aufscheinen - und in das sich zunehmend beunruhigende Elemente mischen. In seiner Wirkung fühlte ich mich dabei durchaus aus Chris Markers »La Jetée« erinnert - woran sicherlich auch der größtenteils aus dem Off erklingende französische Erzähler Schuld ist...

Aber genug der Worte, ich kann mich jedenfalls - nach dem ersten Durchlauf- nicht im Ansatz zu einer in Zahlen auszudrückenden Wertung durchringen, insofern sehe ich hier von der Wirkung her garnicht so überraschende Parallelen zu diversen Werken von Béla Tarr oder Andrei Tarkowski.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

fkfilmkritik

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Die Erinnerungen an diesen Film liegen hier gerade verschwommen und verstreut in meinem Zimmer. Ich will sie wieder aufsammeln. Alles noch mal erleben, in die rechte Reihenfolge bewegen, es noch mal fühlen. Wovon wird erzählt und was geschieht in diesem Augenblick? Eines bleibt: "Letztes Jahr in Marienbad" sperrt den Zuschauer in sein nobles, riesiges Anwesen und lässt ihn durch alle Räume bis nach draußen auf die Statuen, den See und die Bäume starren. Der Zuschauer schwebt wie ein Geist durch verschiedene Zeiten um das Gebäude, beobachtet, betrachtet und entdeckt (nichts). Dabei nicht enden wollende Versuche vom Mann zu erklären, wann Er und Sie sich getroffen haben und wie alles abgelaufen ist. Wie er die Dialoge aus seiner Erinnerung beschreibt und wie sie dabei bebildert werden ist unnachahmlich. Irgendwie alles langsam und traumartig, irgendwas daran so anrührend und schön, dass man doch meint den vollen Durchblick die ganze Zeit zu haben und irgendwann, leider im diffusen, aber nicht minder angenehmen Zustand zu Ende. Ein Werk, was einen in seiner verschwommenen Orientierungslosigkeit in eine niemals aufhören (sollende) Hypnose zerrt. Die Bezeichnung "Film" ist in diesem wahrhaft schmeichelhaft, für diese unerklärlich schöne Gefühls-Bombe, für die man aber auf jeden Fall in der richtigen Stimmung sein sollte, um sich vollends auf sie einzulassen. Denn jeder Klick auf die Stopptaste könnte lässt den Sog dieses Films verpuffen und man kann um sich herum bestimmt nichts besseres finden als Resnais Schönheit.

bedenklich? 23 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

fkfilmkritik

Antwort löschen

Danke, ja stimmt auch wieder. Ich meinte eher, dass man ihn in einem Rutsch erleben und Pausen vermeiden sollte. :)


nasenschleuder

Antwort löschen

Da hast Du recht! :)


Markbln

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der ist so schön, dass es weh tut.

bedenklich? 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

spanky

Antwort löschen

Oh ja!


Ansgar Pausch

Kommentar löschen
Bewertung10.0Herausragend

Nachdem ich diesen Film nun auch ein zweites Mal gesehen habe und nur einer der drei Mitgucker es bis zum Ende durchgehalten hat, erlaube ich mir jetzt auch einmal eine Kritik über dieses Meisterwerk.

Zuerst einmal: Es ist kein Film, wie man ihn sonst sieht und unterscheidet sich deutlich von heutigem, mittelmäßigen Popcorn-Kino, das nur zur Unterhaltung angesehen wird. Diese aktuelle Manier von Hollywood geht mir schon seit einiger Zeit ziemlich auf den Geist - also flüchtete ich mich in den Film Noir der 40er und 50er Jahre. Einzig und allein Nolans frühere Werke (Following, Memento, Prestige) halten mit der Qualität dieser Filme mit und bieten damit eine ganz willkommene Abwechslung zum Einerlei der heutigen Filmszene.

Nun aber zum eigentlichen Film, denn dieser ist ein cineastisches Experiment, das sollte man sich beim Sehen ständig vor Augen halten. Otto Normalkinogänger wird bei diesem Film schon nach 10 Minuten scheitern; die Musik ist disharmonisch und die Dialoge sind schwer zu verfolgen. Auch die eigentliche Geschichte, die der Film erzählen möchte, ist nach 20 Minuten immer noch nicht deutlich. Szenen wiederholen sich, wiederholen sich auf unterschiedliche Art und Weise, Szenenübergänge sind teils aprupt und unerwartet, teils ausschweifend und langatmig. Menschen werfen lange Schatten ohne sich zu bewegen und wirken mehr wie Statuen, das riesige Gemäuer zeigt sich in unendlichen Fluren, die von der Off-Stimme des Protagonisten getragen werden. Wobei man das Wort Protagonist in diesem Zusammenhang eigentlich nicht einmal gebrauchen dürfte - es gibt lediglich drei agierende Personen in dem Film, die namenslos bleiben.
Nach etwa dreißig Minuten wird der Grundgedanke des Filmes etwa deutlich: Ein Mann überredet eine Frau in einem prunkvollen Schloss, dass sie sich bereits vor einem Jahr verabredet hätten, um ein neues Leben zu beginnen, denn sie bestreitet, dass die beiden sich kennen. Doch dann gibt es noch einen anderen Mann, von dem sich die Frau nicht einfach lösen kann. Diese recht einfache Idee wird meist aus dem Off gezeigt, wobei Szenen zu sehen sind, die oft genau das Gegenteil der beschriebenen Szenerie zeigen. Die eigentlich beschriebenen Szenen sind dann erst später zu sehen, wenn sich alles schon in einem anderen Licht darstellt.

Die zentralen Fragen des Films - ob der Mann die Wahrheit erzählt und die Frau lügt, ob es andersherum ist, oder gar nichts von alledem stimmt, ob es sich nur um einen Traum handelt, ob die Frau nicht letztes Jahr schon gestorben ist - bleiben bewusst unbeantwortet. Es werden nahezu alle möglichen Lösungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Filmes gezeigt und dadurch kommt für mich die Botschaft des Filmes herüber: Dass es eigentlich keine Rolle spielt, wie es passiert ist - was man als wahr betrachtet, das ist auch wahr.

In witziger Weise steht dieser Film, obwohl er die selbe Message hat wie diverse meiner Lieblings Film Noir Titel (nehmen wir mal Memento), in einem Widerspruch zu ihnen, wenn auch nicht wirklich auf aussagetechnischer Ebene. Es ist die Art und Weise wie man etwas zeigt, wie man etwas auf den Zuschauer wirken lässt und das macht diesen Film so unfassbar besonders - denn während der Film Noir zwar von der Art und Weise etwas darzustellen durchaus auch sehr offen ist, ist die Handlung jedoch geschlossen und vor allem abgeschlossen. Das trifft auf diesen Nouvelle Vague überhaupt nicht zu: Die Handlung ist absolut offen, der Schnitt und alle stilistischen Mittel des Films sind absolut offen und so werden den ganzen Film über nur neue Fragen gestellt, aber nie welche beantwortet.
Das ist wohl auch der Grund dafür, dass viele Menschen an dem Film scheitern werden; man ist es von heutigem Film nur gewohnt eine lineare, abgeschlossene Handlung vorgesetzt bekommen, über die man im Bestfall nicht einmal nachdenken muss. Schon Filme wie Inception werden als komplex abgestempelt, weil die Erzählstruktur einfach ein wenig modifiziert ist und es ein offenes Ende gibt. Filme wie "Letztes Jahr in Marienbad" können gar nicht bewertet werden von Leuten, die jeden Film, der eine Frage offen lässt, schon als Mindfuck bewerten.

Und das ist schade. Denn die Botschaft des Films ist schön und man kann sich auch davon mitreißen lassen - wenn man es denn will. Jeden Tag würde ich mir einen solchen Film sicherlich auch nicht ansehen, aber als Abwechslung zu guter Film Noir Kost ist er für mich auf jeden Fall ein Film, der in der oberen Spitzenliga mitspielt.

bedenklich? 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Brentano

Antwort löschen

Tja, weiß aber auch nicht was es bedeuten soll, solche extrem raren und guten poetischen Filme mit den Augen derer "sehen" zu wollen, die sie eigentlich nicht verstehen können, wollen oder sonstwie geistig bereits "abgeschaltet" oder im Vorruhestand dessen sind, ...!?



Fans dieses Films mögen auch