Letztes Jahr in Marienbad

L'Année dernière à Marienbad (1961), AT/FR/IT/DE
Laufzeit 94 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 19.10.1961

8.5 Kritiker
8 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.5 Community
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von Alain Resnais, mit Delphine Seyrig und Giorgio Albertazzi

Ein Mann und eine Frau treffen sich in einem prachtvollen Schloss. Er versucht sie davon zu überzeugen, dass sie sich ein Jahr zuvor hier verabredet haben, um zusammen ein neues Leben zu beginnen. In bruchstückhaften Erinnerungen beschwört er ihre gemeinsame Vergangenheit, doch die Frau kann sich an nichts erinnern.

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Cast & Crew


Kritiken (2) — Film: Letztes Jahr in Marienbad

Filmsuechtiger: Filmsucht.org, Movieworlds

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8.0Ausgezeichnet

Es gibt nur wenige Werke, die es meistern, ein Publikum bereits in den ersten drei, vier Minuten zu fesseln, es in die Filmwelt hinein zu ziehen und in dichter Atmosphäre bewegungsunfähig zu machen – Letztes Jahr in Marienbad vollbringt diese Großtat. Von Anfang an ergeht er sich in einer wahrhaft prachtvollen Bilderflut, die in elegischen Kamerafahrten eingefangen und mit hypnotischer Erzählerstimme unterlegt ist und somit einen Einstieg bietet, der seinesgleichen sucht.

Was Letztes Jahr in Marienbad so grandios macht, ist die Tatsache, wie phänomenal Form und Inhalt aufeinander abgestimmt sind, ineinander aufgehen und eine symbiotische Einheit bilden. Die haltlose Struktur des dem Nouveau Roman angehörigen Drehbuchs von Alain Robbe-Grillet wurde perfekt auf den Film übertragen. Die Kamera schwelgt förmlich in den bis ins letzte Detail verzierten Ornamenten und Reliefs, die zwar als ganzes Wände bilden, einzeln aber kaum erfassbar sind. Endlose Flure und Zimmerfluchten…

Kritik im Original 17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Filmsuechtiger

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Hab ich mitten in der Nacht geschrieben, ich hatte Zeit und guten Scotch :)


Dolly Zoom

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Von dem darfst du dir gerne häufiger einen genehmigen.


Almut Steinlein: critic.de

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Eine Allegorie auf den Tod, der in Gestalt von X die Frau mitnehmen will, eine Variation des Mythos von Orpheus und Eurydike, die Wahnvorstellungen einer an Amnesie leidenden Patientin in einer Psychiatrie oder auch das Traumata einer inzestuösen Vergewaltigung der jungen Frau – die unterschiedlichen Interpretationen des Films bleiben letztlich ein Spiel ohne Grenzen, das der Fantasie des Zuschauers überlassen bleibt und mit dem Film nie abschießend zur Deckung gelangt.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (29) — Film: Letztes Jahr in Marienbad

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Benjen

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Bewertung9.0Herausragend

Einer der schönsten Filme, die ich jemals gesehen habe.
Er greift soviele verschiedene Themen auf und hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen.
Die Kameraarbeit ist einfach unbeschreiblich gut.
Immer wieder schön, wenn man solche Filmperlen neu für sich entdecken kann.

Ich bin immernoch sprachlos.

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ash-williams

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Bewertung7.0Sehenswert

Das wird jetzt schwer, zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass ich den Film zum komplett falschen Zeitpunkt gesehen habe, dadurch hat er nicht so richtig gewirkt. Nach dem "Fin" auf dem Bildschirm erschien war ich erst sehr enttäuscht und konnte nicht so recht nachvollziehen, warum so viele Leute den Film so schätzen, doch jetzt sitze ich seit einigen Minuten und mir gehen diese herrlichen Bilder nicht mehr aus dem Kopf. Ich gerate sozusagen im nachhinein in den Sog des Films, der sich, wäre ich bei der Sichtung in der richtigen Stimmung gewesen, sicherlich direkt beim Sehen gebildet hätte. Der Film ist handwerklich wirklich großes Kino und dürfte eigentlich nur in Kinos gezeigt werden. Der Film hat zwei Schwächen, zum einen die grausige Musik und zum anderen die dünnen Charaktere. Man erfährt nichts, was zwar sicherlich gewollt ist, mir aber beim sehen einige Schwierigkeiten bereitet hat. Schwieriges, aber großes Werk, dass sicherlich bald nochmal eine Chance bekommt.

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David "Noodles" Aaronson

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Sehe ich genauso - haben ihn scheinbar auch fast am gleichen Tag gesehen.


Mimuschka

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

wow, ein vollendetes kunstwerk, das mir in seiner zeitlosen schönheit den atem geraubt hat. von der ersten minute an wurde ich von der perfekten symbiose aus musik, architektur, nouveau roman, photografie und schauspiel in einen fast hypnothischen bann gezogen, die teilweise wirklich unheimlich-bedrohlichen szenen haben mich bis ins mark erschaudern lassen und mir sind angesichts dieses absoluten meisterwerks vor ehrfurcht die tränen in die augen gestiegen.
nach ende des films starrte ich noch lange sprachlos auf die leinwand, fast als wäre es zu viel für mich gewesen, nicht verarbeitbar beim ersten anschauen und musste mich nachdem ich für 93 minuten von der puren ästhetik fortgerissen wurde, erst wieder einfinden in die wirkliche welt.

ein auf zelluloid gebannter albtraum, einer der wenigen die was wort "kunstwerk" wirklich verdienen.

danach kann nichts mehr kommen

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Acry

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Bewertung7.0Sehenswert

Man merkt, dass die Schauspieler selbst auch nicht wirklich schlau aus der Geschichte wurden, die sie auf die Leinwand bringen sollten. Sie wurden von Alain Resnais wenig instruiert und hatten somit natürlich die Schwierigkeit, einen Charakter spielen zu müssen, über den sie selbst so gut wie nichts wussten. Zieht man dies in Betracht, so schlagen sich die beiden Protagonisten recht gut.
Sie verleihen ihren Figuren eine mysteriöse, undefinierbare Tiefe (die wahrscheinlich noch nicht mal gespielt, sondern Tatsache war). Das ist dann aber auch alles. Von gut ausgearbeiteten Charakteren kann hier, wie gesagt, nicht die Rede sein.
Der gesamte Film lässt sich wohl am ehesten als undurchsichtig beschreiben: Man scheint sich eher dokumentarische Bilder über das Barockschloss anzusehen als Zuschauer eines Spielfilms zu sein; die Menschen sind mehr Requisite als aktiver Mittelpunkt.

Dieses Schwelgen in langen Fluren, dem weiten Schlosspark oder schick eingerichteten Zimmern ist auf Dauer etwas anstrengend. Trotzdem empfand ich den Film mit seinen immerhin 94 Minuten nicht als langatmig. Dies spricht eindeutig für eine gute Inszenierung.
Die eigentliche Story lässt mich allerdings etwas ratlos zurück. Interessanterweise sind mir eher die eindringlichen Gespräche zwischen dem Mann und der Frau im Gedächtnis geblieben, als das Ende an sich. An letzteres erinnere ich mich jetzt schon gar nicht mehr richtig. Aber dieses ist wohl sowieso irrelevant.
In diesem Film scheint vielmehr der Weg bzw. ein experimentelles Filmerlebnis das Ziel zu sein. Denn Menschen, Gefühle und Wahrnehmungen ändern sich stetig. Nur die Architektur bzw. das Schloss scheint unerschütterlich zu sein.

3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 15 Antworten

BigDi

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Teppichklopfer? Uh, ja!


Acry

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Bist du sicher? Hab den doch letztens extra noch mit Stacheldraht umwickeln lassen :D


JFK79

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Bewertung1.5Ärgerlich

Der Film ist glatter Talmi.

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Le Samourai

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Der Film ist Kunst und Poesie pur.
Was ist Talmi?


littledrummerboy01

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Es ist wirklich schwer, in Worte zu fassen, was "Letztes Jahr in Marienbad" wirklich ist. Denn eigentlich, eigentlich ist er gar nichts wirklich. Man kann ihn als eine Geschichte vom Tod verstehen, der eine Frau holen will ("aber nicht mit Gewalt"), als eine Geschichte über reiche Menschen, die den Sinn für echtes Leben verloren haben und wie Geister durch ihr Schloss streifen, voll Angst, aus dieser Welt auszubrechen. Man kann den Film auch als Geschichte über die Erinnerung sehen. Was war letztes Jahr in Marienbad (oder sonstwo)? Erinnern Sie sich? Ja? Nein? Ist es der Tod, der eine Frau holen will, oder ist es ein Lebender, der sie aus dem Tod holen will? Man kann keine dieser Fragen eindeutig beantworten und mir selbst geht es so, dass mir bei jeder möglichen Interpretationsrichtung etwas fehlt. Außerdem will nichts davon zu dieser Unruhe passen, die der Film auf subtile Weise vermittelt, indem er die Gefühle für Zeit, Ort, Raum völlig zerstört.
Jeder sieht etwas anderes in dem Film.
Und ich glaube, hier liegt der Schlüssel zur Antwort, worum es in dem Film geht. Es geht darum, dass man die Wirklichkeit niemals objektiv erfassen kann. Es kommt immer auf die Sichtweise des Betrachters an, was denn nun wirklich vorgeht. Jeder sieht den Film anders, jeder sieht etwas anderes, jeder bildet sich seine eigene Wirklichkeit von dem Film. Und um das auszudrücken, ist "Letztes Jahr in Marienbad" absolut perfekt gemacht. Dass er dabei nicht gerade leicht anzusehen ist (obwohl er immer fesselt, manchmal sogar Angst macht, wie ich finde), liegt auf der Hand, aber es lohnt sich ganz sicher. Von daher würde ich sagen, der Film ist "ausgezeichnet".

P.S. Kleiner Diskussionsanstoß: Christopher Nolan hat in einem Interview gesagt, sein Film "Inception" sei eine Art "Letztes Jahr in Marienbad" mit Explosionen. Meinungen dazu?

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movie pilot

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Naja, der Vergleich ist recht gewagt. Inwiefern bei Inception das Konzept des Nouveau Roman zu tragen kommt, ist für mich nicht sehr ersichtlich. Außer dem offenen Ende, lässt Nolan dem Zuschauer eigentlich keinen Deutungspielraum. Wohingegen "Letztes Jahr in Marienbad" während der gesamten Laufzeit einen aktiven, interpretierenden Zuschauer fordert.


Jenny von T

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Eine Eigenart von Kunst ist es bekanntlich, dass man die Welt oder überhaupt nichts in ihr sehen kann; "Letztes Jahr im Marienbad" ist ein Film, den man inhaltlich am Besten gar nicht erst zu verstehen versucht, sondern stattdessen einfach auf sich wirken lässt.
Ich empfand ihn als 95-minütige Hypnose, fühlte mich von Anfang an in einen trance-artigen Zustand versetzt.
Motive kehren immer wieder, bestimmte Passagen werden (gefühlt!) leicht abgewandelt wiederholt, dazu ruhige Dialoge - ja, so ein wenig fühlt es sich an, als drehe sich alles im Kreis und trotzdem ist da eine kaum fassbare Spannung, die Gewissheit, dass sich irgendetwas zuspitzt.
Ich empfand diesen Film auf eine sehr unheimliche Weise beklemmend und der Umstand, dass das Werk noch der Schwarzweiß-Zeit entstammt, ist seiner düsteren Atmosphäre sogar ungemein zuträglich.
Überhaupt wird man nicht umhin kommen, "L'Année dernière à Marienbad" schlichtweg als bahnbrechend und surreales Meisterwerk zu betiteln, wenn man ihn in den Kontext seiner Zeit einordnet.

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_Garfield

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Wunderbarer Kommentar. :)


Jenny von T

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Danke dir. :-)


Hendrik

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Bewertung3.5Schwach

Notiz an mein 3 Tage jüngeres Ich: 10 Minuten aus einer beliebigen Stelle des Films anschauen + 20 Minuten Internetrecherche über Hintergrund und verschiedene Interpretationen = 64 gesparte Minuten

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hoffman587

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Bewertung10.0Herausragend

L´Anneé derniére á Marienbad

Was geschieht...was passiert...was geschah...etwas besonderes, ja das Werk "Letztes Jahr im Marienbad" von Alain Resnais aus dem Jahre 1961 ist wirklich, im besten Sinne ein besonderer Film, in jeder Hinsicht, ich bin wirklich unglaublich fasziniert von diesem Film und ich bin mir sogar sicher, dass ich nicht mal vollständig verstanden, wenn man ihn denn überhaupt, so gesagt, verstehen kann, ich bin auch nicht sicher, ob es überhaupt eine Lösung zum Rätsel des Films gab, wahrscheinlich werde ich noch Jahre zu bringen ihn zu erfassen, wenn das denn möglich ist, auf jeden Fall weiß ich, dass der Film ein bemerkenswertes und für mich auch herausragendes Werk der Filmgeschichte ist, das mich vollkommen in seinem Bann zog...

...angefangen bei der doch relativ einfachen Handlung, das ändert aber nichts daran, dass sie gleichzeitig recht komplex gestaltet und mysteriös daherkommt beziehungsweise kompliziert, und ich bin mir auch hier beim besten Willen sicher, ob ich sie zu 100% verstanden habe oder besser gesagt erfasst habe: Also in einem Schloss redet der Herr X auf Frau A ein, das sie sich schon vor einem Jahr begegnet sind und sie sich ihm Versprochen hat, sodass mit ihm ein neues Leben beginnen wollte, doch sie kann sich daran nicht mehr erinnern....

In den Hauptrollen dürfen Delphine Seyring als Frau A und Giorgio Albertazzi als Herr X wahrlich glänzen, glaubwürdig verleihen sie ihren Charakteren Leben, einfach gesagt, exzellent gespielt vom gesamten Cast.

Des weiteren leistet die Regie eine phänomenale Arbeit ab, grandios erzählt, Zeit und Raum, somit Gegenwart, Zukunft und Vergangenheit scheinen außer Kraft gesetzt worden zu sein, ein fantastisches, mysteriösen und zugleich auch hochspannenden Erlebnis, das ich selbst nur in wenige Worte fassen kann, jetzt jedenfalls, Resnais jongliert förmlich mit dem Gedanken des Zuschauers, er spielt mit ihm, lässt Trugschlüsse zu und er spielt genauso geschickt mit den verschiedenen Zeitebenen, unbeschreiblich, als so was möchte ich wohl diese ungewöhnliche Art der Erzählung beschreiben, anstrengend, aber einfach genial, anspruchsvoll.

Und die Kameraarbeit ist mindestens genauso herausragend, prächtig anzuschauen sind die Bilder, ein echter Genuss für die Augen sind die Bilder vom Schloss, prachtvoll, sensationell, insgesamt wird sie dazu noch auf eine virtuose Weise geführt, geniale Kamerafahrten, die einen nicht mehr loslassen, Bilder, die in ihrer Schönheit unfassbar scheinen, wie gesagt, ein Erlebnis, das ich wahrscheinlich nie vergessen werde.
Und ich glaube zu den Charakteren reicht zu sagen, dass sie wirklich mehr als interessant dargestellt werden, da mir im Moment kein anderes Wort einfällt, außer interessant.
Die Dialoge, brillant geschrieben, philosophisch, wie der ganze Film, mysteriös, wie das mein Gefühl bei der Sichtung, und auch wieder bleibt mir nur ein Wort dafür übrig, virtuos, zusammengefasst.

Und zum Schluss möchte ich dann nur noch sagen, dass "Letztes Jahr im Marienbad" erstmal ein meisterhaft arrangiertes Filmrätsel der Extraklasse ist und für mich auch ein besonderes Meisterwerk der Filmgeschichte...

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kawummbaby

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Bewertung4.0Uninteressant

Kamera und Stil: gut gelungen.
Sprecher: sehr hypnotisch.
Gefilmter Ort: fantastisch.

Aber nach ein paar Minuten habe ich gemerkt, wie sich bei mir einfach keine Neugier auf den Sinn einstellen wollte. Dagegen wollte ich mehr über diesen Drehort erfahren.

Wikipedia wußte Rat: "Der Film wurde nicht in Marienbad, sondern größtenteils in Deutschland gedreht. Kulisse bildeten die bayerischen Schlösser Schleißheim, Nymphenburg und Amalienburg in München, außerdem ein Hotel in Courbevoie bei Paris."

Na, dann, auf nach äh, alles nicht so nah scheinbar.

Aber die Fahrt ist wahrscheinlich erquicklicher als dieser Film. Meiner Meinung nach darf ein Film gerne ein oder mehrere Rätsel enthalten. Er sollte aber auch so (für Nichtdenker) als Film funktionieren. Gutes Beispiel: Inception.

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Ansgar Pausch

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Ich habe den Film noch nicht gesehen, muss ich gestehen. Allerdings habe ich ihn mir bestellt und die Tage müsste er eintreffen.
Dafür kenne ich viele Filme, die ähnlich sind und in die Richtung gehen. Was mich an solchen Filmen immer interessiert ist genau die Tatsache, dass man nachdenken MUSS. Es ist keine seichte Kino-Unterhaltung, sondern eine komplexe Story, die verschachtelt erzählt ist und genau aus dieser Erzählweise den Reiz ziehen. Man soll sich den Film mehrfach ansehen und auf die Kleinigkeiten achten, um zu entscheiden, was der Realität entspricht.
Ich selbst arbeite grade an meinem ersten Kurzfilm (20 Minuten). Der geht auch etwa in die Richtung des Nouvelle Vague / Film Noir und erzählt nüchtern seine Geschichte. Ob diese beeindruckend ist, oder nicht, muss dann jeder für sich entscheiden; (leider) aber verstehen zu viele Leute diese Art von Film nicht, weil sie nur Actionlastiges Popcorn-Kino gewohnt sind.
Lange Rede, kurzer Sinn: Ich freue mich auf den Film. Ihnen kann ich nur empfehlen, klassische Film Noir's zu meiden, oder auch Sachen wie "Following", oder "Memento".


Mr. Pink

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Verwirrend, hypnotisierend, faszinierend, spannend, mysteriös und dabei außerdem noch grandios gefilmt.

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horro

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... und deine Wertung?


Mr. Pink

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8/10. Steht doch da....oder auch nicht. Hmm....seltsam...


enijo25

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Von dem Zeitpunkt im Film, als das 7-5-3-1-Spiel vorgestellt wurde, habe ich immerzu über dieses Spiel nachgedacht. Daher kann ich auch nicht sagen, ob die Handlung wirklich so unverständlich war, wie sie mir vorgekommen ist, oder ob ich nur nicht mehr genug bei der Sache war.
Aber die Suche nach einer Lösung für das 7-5-3-1-Spiel, die hat mich fasziniert. Daher: für mich ein guter Film, und in dieser Hinsicht einzigartig.

Nachsatz: Vielleicht hat zu meiner geringen Konzentration auf die Handlung auch noch beigetragen, dass ich mir zugleich noch das intellektuelle Vergnügen bereitet habe, die französischen Untertitel aus dem arte-Videotext mit dem deutschen Synchrontext zu vergleichen.

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SCIIAS

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Bewertung5.0Geht so

Dieser Klassiker kommt ziemlich artsy daher und ist mehr als nur verwirrend in Szene gesetzt. Die ersten 20 Minuten war ich noch gefesselt auf Grund der interessanten Kamera und der Musikuntermalung. Aber danach war ich irgendwann nur noch genervt. Alles wiederholt sich gefühlte 100 Mal, springt von einer Szene zur Nächsten im Sekundentak und bringt das Trommelfell mit der krachenden Musikuntermalung zum zerbersten. Ununterbrochen das Gelaber des Mannes zu hören, der sich auch ständig wiederholt, macht es auch nicht besser. Die "Auflösung" am Ende ist die Quälerei dann auch nicht wert.

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Filmsuechtiger

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Was für eine Auflösung?


SCIIAS

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Deswegen ja in Anführungszeichen :-D


8martin

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Es ist wohl der komplizierteste, mysteriöseste und zugleich ungewöhnlichste Film aller Zeiten. Man wird von der magischen Optik, den stringent durchgestylten schwarz-weiß Bildkompositionen ins traumhafte Geschehen mit hineingesogen. Kulisse und Darsteller überwältigen, erschrecken und wecken doch zugleich Interesse. Park und Schloss wirken entrückt, die Aktionen unnatürlich unterkühlt. Bild- und Tonwiederholungen verwirren und bieten doch aber auch irgendwie eine Orientierung.
Man bleibt dran, weil man einfach wissen möchte, was da eigentlich los war. Hinweise werden dankbar angenommen. Im weiteren Verlauf kann man sich in etwa eine Handlung zusammenreimen - ist sich aber nie ganz sicher. Und diese Ungewissheit ersetzt die Spannung, macht die zeitlose Großartigkeit des Films aus. Jeder sieht das, was er sehen will. Resnais meinte, man solle den Film anschauen, so wie man sich eine Symphonie anhört. Nur eins steht fest: es ist ein Liebesfilm der besonderen Art, der sich jeglicher Interpretation entzieht.
Und dann nicht zu vergessen das 1-3-5-7-Spiel! Das ist ebenso einfach wie kompliziert. Feinde spielen es auf Leben und Tod. Generationen haben es seitdem immer wieder nachgespielt.
Weiter kann man an der Arthouse-Schraube kaum drehen. Es ist wahrscheinlich von allen Unmöglichkeiten das ultimativ Mögliche.

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Mr_Hart

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ich möchte es kurz halten und mich hier auch jeglicher Interpretation enthalten: 'L'année dernière à Marienbad' ist schlichtweg die zu Film gewordene Eleganz.

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thomf

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ein kleiner tipp -> blur 'to the end'


TheCineast

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Was ich bisher gelesen habe:

""Letztes Jahr in Marienbad" dreht sich um zwei Menschen, die in einem barocken Schloss aufeinandertreffen. Ein Mann und eine Frau. Er behauptet, sie wären sich dort bereits letztes Jahr begegnet und seien nun verabredet, um gemeinsam ein neues Leben zu beginnen. Sie erinnert sich an nichts.

Klingt eigentlich nach einem spannenden Thriller, ist aber ein hoffnungslos verkopftes Kunstprodukt. Die Szenen stehen lose nebeneinander, mal küssen sich die Protagonisten, dann wieder kennen sie sich nicht. Nie wird klar, ob dies Szenen aus diesem Jahr oder dem letzten Jahr der Begegnung sind? Welche Geschehnisse real sind und welche nur Hirngespinste? Und das wird auch zum Ende nicht besser.

{...}Kurz gesagt: Der Film ist schwer zu durchschauen und deshalb auch schwer durchzuschauen. "

Wieso hat er dann eine solche hohe Bewertung, muss ihn wohl doch gucken...! Komisch...

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Ich_mache_Seife

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Bewertung9.0Herausragend

Eine geheimnisvolle Schönheit gekleidet in kalte Wände, verziert mit dem Glanz der Poesie. Obskure Erinnerungen verloren in den unendlich scheinenden Fluren und doch führen sie zu einem schier unerschöpflichen Reichtum an Gedanken.
So birgt das Geheimnisumwitterte doch die größte Faszination, lässt den Zuschauer in eine Welt gleiten und sich in diesem Traum voller repetitiver Sequenzen vollends verlieren, um danach staunend wieder zu erwachen.

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Jack_Torrance

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Prunkvolle, barocke Säle. Leere. Unendliche Leere. Überall Leere. Leere Phrasen. Leere Erinnerungen. Leere Behauptungen.
Die Gesellschaft - erstarrt. Erstarrte Gesichter. Alles erstarrt.

Im Gegensatz zu anderen Filmen gibt es hier keinen Drang dem zu entfliehen. Man erstarrt einfach mit ihnen. Ist es Komfort ? Ist es Angst ? Ein Film, der Fragen aufwirft, viele Fragen, sehr viele Fragen...

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PhilUK

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Bewertung10.0Herausragend

Bester Film allerzeiten, übertrifft sogar Superbad.

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bordelaise

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Der erscheint aber nicht in deinen lieblingsfilmen, phil.. du bist dir jetzt selber nicht mehr ansprechar!


PhilUK

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aber doch. Hab eine persönliche Regel, dass ich einen Film nur dann als Lieblingsfilm bezeichnen darf, wenn ich ihn mindestens 3 Mal angeguckt habe. Bis jetzt habe ich l'année dernière nur 2 Mal gesehen....


spanky

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Bewertung9.0Herausragend

Wie die Verdammten in Wilhelm Hauffs Gespensterschiff treibt dieses verlorene Paar im "Zierrat aus vergangener Zeit" umher und alles kreist um die Frage, ob man sich denn erinnern könne. Ein surreales Gefängnis aus Poesie, Mode und Bildern das sie gefangen hält und das seine Pforten wohl erst bei positiver Antwort öffnen würde. Eines der schönsten cineastischen Gedichte überhaupt.

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Le Samourai

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Wenn nicht das Schönste!!


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