Liebe Mauer

Liebe Mauer (2009), DE
Laufzeit 107 Minuten, FSK 6, Komödie, Kinostart 19.11.2009

5.1 Kritiker
5 Bewertungen
Skala 0 bis 10
5.7 Community
114 Bewertungen
9 Kommentare
Liebe Mauer
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von Peter Timm, mit Felicitas Woll und Maxim Mehmet

Die Studentin Franzi zieht im Herbst 1989 mit nicht viel mehr als ihrem Rucksack nach Berlin. Von ihrer Altbauwohnung direkt am Grenzübergang kann sie in den Osten schauen und entdeckt auf der anderen Seite der Mauer Sascha. Er ist Grenzsoldat wider Willen. Um einen Studienplatz in Medizin zu bekommen, hat er sich für drei Jahre zur Volksarmee verpflichten müssen. Franzi und Sascha verlieben sich und arrangieren heimliche Treffen. Doch Liebe in Mauerzeiten wird beobachtet – und zwar auf beiden Seiten der Mauer. Wie gut, dass Saschas Jugendfreundin Uschi ihr so ähnlich sieht. Unbemerkt tauschen die beiden Frauen ihre Ost-West-Identitäten. Endlich kann Franzi über Nacht bleiben, doch ihr Rendezvous fliegt auf. Ihre Liebe hat keine Chance, doch dann fällt die Mauer.

HandlungSascha (Maxim Mehmet) ist Grenzsoldat wider Willen. Um einen Studienplatz in Medizin zu bekommen, hat er sich für drei Jahre zur Volksarmee verpflichten müssen. Franzi (Felicitas Woll) ist eine freche, neugierige junge Frau aus dem Westen der Republik, die aus Kostengründen eine Wohnung direkt an der Mauer bezieht.

Als Sascha und Franzi sich verlieben und heimliche Treffen arrangieren, glauben Stasi und CIA, Anfänge einer Revolte zu beobachten – denn es ist die Zeit der Massenflucht in die Prager Botschaft und der Demonstrationen. In Wirklichkeit führen Sascha und Franzi die Geheimdienste jedoch nur aufs Glatteis, um trotz Mauer und Spitzeln so viel Zeit wie möglich miteinander verbringen zu können.

HintergründeLiebe Mauer erzählt auf komische Weise, wie eine deutsch-deutsche Liebe zu einem Akt der Zivilcourage wird, und zeichnet zugleich ein liebevolles, einfühlsames Bild der letzten Tage der DDR.

QuellePressematerial von Warner Bros.

Weiterführende Informationen
Liebe Mauer auf moviepilot.de
Liebe Mauer – Pressespiegel auf film-zeit.de

Liebe Mauer – Trailer auf moviepilot.de
LIEBE MAUER – Trailer auf film-zeit.de

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Kritiken (2) — Film: Liebe Mauer

R. Zimmermann: critic.de

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7.0Sehenswert

Es ist vor allem die abseits von Oberflächlichkeit liegende Leichtigkeit, die den Charme von Peter Timms Film ausmacht. Der Fokus liegt nicht primär auf der Bebilderung des herausgestellten politisch-sozialen Ungemachs der DDR-Wirklichkeit, sondern der historische Hintergrund wirkt hier in klassischer Funktion: als Störfaktor der im Königskinder-Sujet angelegten Liebesgeschichte. [...] Liebe Mauer ist zunächst eine klassische Liebeskomödie, die jedoch mehr über das Glücksgefühl ob der Maueröffnung zu erzählen versteht als manche pathetische Dokumentation.

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5.5Geht so

Der Charme der schüchternen und deshalb so sympathischen Annäherung zwischen Ost und West bleibt unterdessen auf der Strecke. Da können sich Felicitas Woll und ihr Filmpartner Maxim Mehmet anstrengen wie sie wollen, gegen den holprigen Komödienstil eines von Stereotypen wie das des stets leicht dümmlichen Stasi-Spitzels zusammengehaltenen Drehbuchs kommen sie nicht an.

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Kommentare (7) — Film: Liebe Mauer

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fabel

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Bewertung3.0Schwach

Und schon wieder die Mauer. Schon wieder eine verbotene Liebe. Schon wieder strenge, regimetreue Eltern. Schon wieder schrullig-dumme Stasibeamte. Schon wieder Trabis. Schon wieder Maueröffnung. Schon wieder deutsch. Schon wieder langweilig.
Böse Mauer.

11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

fabel

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:D


Schlegel

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Nix gegen die Mauer an sich. Da gibts schon gute Geschichten zu erzählen, wenn man denn erzählen kann.


SchnabelPower

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein bißchen zu amerikanisch das Ganze, und das, obwohl es ja eigentlich um den entgegensetzten Pol geht! Die Stimmung des Films ist etwas zu pathetisch, säuselnde Musik unterstreicht die ersten Blicke des zukünftigen Liebespaares. Die DDR ist durchgehend negativ, um nicht zu sagen lächerlich, dargestellt. Ein Film wie "Goodbye Lenin" schafft es hingegen, der DDR immerhin noch so viel Würde zu verleihen, das man nicht jeden Ostdeutschen mitleidig belächeln muss. "Liebe Mauer" schafft das nicht.
Schwarz-weiß denken und Pathetik - für meinen Geschmack zu viel Hollywood-Ästhetik und zu wenig gutes deutsches Kino, dass es sehr wohl gibt!
Nichtsdestotrotz kann man herzlich über die gelungen eingefangene Ost-Rhetorik ("Frauen sind bei uns gleichberechtigt und jedes Kind hat einen Kindergartenplatz!") lachen und sich in die Tage der ersten großen Liebe zurückträumen. Insofern gute Unterhaltung, aber nichts, was einem als "großartiger Film" lange im Gedächtnis bleibt!

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jetteleli

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Bewertung3.0Schwach

Ohje, das ist eine ganz holprige angelegenheit und das vom Regisseur von GO, TRABI GO!. Felicitas Woll ist weder lustig (wie in Berlin, Berlin) noch kann sie ihr Rolle glaubhaft spielen. Sie wirkt als hätte sie nicht wirklich Lust darauf gehabt. Das könnte ich nachvollziehen bei dieser Story, aber ich nehme an sie durfte das Drehbuch vorher lesen. Die Geschichte nimmt ihren Anfang mit dem Zusammentreffen von Franzi und Sascha und fährt da schon vor den Baum. Franzi war gerade im Osten einkaufen und hat sich die Tüten so vollgehauen, dass sich diese (Hallo Klischee!) kurz hinter der Mauer auf die Straße ergießen. Gegen den Befehl eilt Sascha ihr zuhilfe. Die anderen Grenzsoldaten reagieren in übertriebenem Maße und richten ihre Gewehre auf die beiden. Ziemlich lächerlich. Humor hat ja etwas mit Übertreibung zutun, aber das muss für mich auf eine subtile oder konsequente Art und Weise passieren. In LIEBE MAUER gibt es hier und da ein paar Übertreibungen, daraus entwicklet sich jedoch kein konsequenter Stil. Und dann wieder diese Stasi-CIA-Verwechslungs-Nummer. Franzi, die sich als Uschi ausgibt, wird von der Stasi angeworben. Im gleichen Moment quittiert Uschi für Franzi die Mitarbeit beim CIA. Och nöö! Einzig Saschas Mitbewohnerin und Freundin Uschi bekommt von mir ein Witz-Bienchen. Sie ist so arg-fies-über-ostig dargestellt, dass es wehtut, was ich dann doch erheiternd fand. Liebste Szene: Sie fordert Sascha auf ihr die Jeans wiederzugeben, die er sich von ihr geliehen hat. Er zieht sie prompt aus. Das war mir sympathisch.

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Nayuma

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Bewertung7.0Sehenswert

Witzig und mit einer charmant überdosierten Portion Kitsch kommt dieser Film daher. Ein Ost-Grenzsoldat verliebt sich in West-Mädchen und das kurz vor einem weltbekannten Datum. Wo soll das nur enden, vermutlich in irgendeinem Ort mit drei Buchstaben, wenn man ihn abkürzt, der BRD. Ich fand's schön anzuschauen. Da haste die Berliner Schnauze drinne und de liebenswerte Omma und den bissl kleenen tollpatschigen Bengel, der keene eijene Buxe, aber dafür eine grandiosen Anne Fischer als Freundin hat. :D

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Fox Mulder1985

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Bewertung5.5Geht so

Postiv:

- die beiden Hauptdarsteller
- ein paar witzige Szenen
- der Film beginnt sehr unbeschwert und locker-flockig

Negativ:

- die meisten anderen Charaktere
- sämtliche Vereinigungen, ob Stasi oder CIA usw.
- Saschas Vorgesetzte
- Das Mauerthema hemmt die beiden liebenden

Der Film begann relativ unbeschwert und angenehem, man nimmt Franzi und Sascha den Spaß an den Rollen ab, aber das ewige hin und her zwischen Mauer und Stasi nervt mit zunehmender Spieldauer. Schade.

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Schlegel

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kein Interesse

No way!

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fabel

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Richtige Einstellung: Der lohnt sich echt mal überhaupt nicht! -.-


bordelaise

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Bewertung5.0Geht so

Liebe Mauer, oder wie mit der Nostalgie der Euphorie des Mauerfalls ein bisschen Geld zu machen, und zwar ganz harmlos und wohlwollend. Den Film habe ich vorsehbar und cliché-mässig gefunden, über das Thema hätte man was weniger oberflächlich machen können. Es bringt meiner Meinung nach nicht viel, eine Liebegeschichte in dem Zusammenhang des Jahres 1989 zu situieren, nur um ne ganz nette unmögliche Liebe darzustellen. Die Charakters sind eher wenig nuancierte Stereotypen von pseudo Ost/West Berliner, und dem Film ist es nicht so gut gelungen, die besondere Atmosphäre der Zeit wiederzugeben. Am Ende, bleibt trotzdem eine leichte sympathische Komödie, woran man sich aber nicht besonders erinnern wird. Enttäuscht, aber nicht sauer.

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