Liebesleben

Liebesleben (2007), DE
Laufzeit 114 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 08.11.2007

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6.5 Community
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Liebesleben - Bild 35878
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von Maria Schrader, mit Neta Garty und Rade Serbedzija

Eigentlich ist das Leben von Jara Korman ganz in Ordnung. Sie ist hübsch und gesund, sie hat einen netten Mann, eine schöne Wohnung und beste Aussichten auf eine Karriere an der Universität. Doch als sie Arie begegnet, einem alten, lang verschollenen Freund ihres Vaters, gerät ihre scheinbar heile Welt vollkommen aus den Fugen. Vom ersten Moment an verfällt Jara der erotischen Anziehungskraft dieses rätselhaften Egozentrikers. Sie stellt ihm nach, bietet sich ihm an und wartet auf ein Zeichen seiner Zuneigung. Sie lässt sich von ihm demütigen und tyrannisieren. Mal begehrt er sie, mal stößt er sie weg und immer wieder unterzieht er sie seltsamen Prüfungen, als würde er die Kraft ihrer Liebe testen wollen. Der Strudel, in den Jara diese “amour fou” stürzt, reißt alle Dämme ihres bisherigen Lebens nieder und wird zu einer Suche nach sich selbst, nach ihrer eigenen Geschichte. Denn sie erkennt, daß ihr bisheriges Leben eine Lüge war, daß ihre Eltern ein Geheimnis hüten und daß Arie der Schlüssel dazu ist.

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Kritiken (4) — Film: Liebesleben

S Hentschel: Brigitte S Hentschel: Brigitte

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8.0Ausgezeichnet

Selbst die, die bisher keinem Maria-Schrader-Fanclub angehört haben, müssen zugeben: An diesem Debüt gibt es nichts auszusetzen. Oder wenn, dann nur ganz wenig. Der Film erfüllt Shalevs Figuren überzeugend mit Leben und versucht gar nicht erst, die völlig unverständliche Leidenschaft der jungen Jara (Neta Garty) für Arie, den sehr viel älteren und reichlich ungehobelten Freund ihrer Eltern, plausibel zu machen.

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Enk: Mental Savage Enk: Mental Savage

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4.0Uninteressant

Die Geschichte kommt sehr zäh in Fahrt und plätschert zunächst in loser szenischer Abfolge vor sich hin. Erst als das Geschehen nach einer guten Stunde eskaliert und die Protagonisten und ihre verdrängte Vergangenheit aufeinanderprallen kommt so etwas wie Spannung und Dramatik auf.

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ThomasNeuhauser: arte ThomasNeuhauser: arte

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8.0Ausgezeichnet

Die erotisch aufgeladene Atmosphäre, die den Film durchzieht, hätte leicht ins schwülstige oder gar kitschige abgleiten können, doch davor schützt eine dezente Regie und vor allem Jaras authentische Neugierde und Natürlichkeit, von Netta Garti im direkten und übertragenen Sinne wunderbar verkörpert.

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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...

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5.5Geht so

Das Regiedebüt der deutschen Schauspielerin Maria Schrader („Aimee & Jaguar“) porträtiert die obsessive Liebesgeschichte zwischen der jungen Jara (Netta Garti) und dem um viele Jahre älteren Arie (Rade Sherbedgia) als den leidenschaftlichen Kampf eines ungleichen Paares. Atemlos kreist „Liebesleben“ um die Rätsel der Liebe, der Begierde, der geheimen Sehnsüchte und Ängste: Eine leidenschaftliche Amour Fou. Nach dem gleichnamigen Bestseller der israelischen Autorin Zeruya Shalev erzählt Schrader eine universelle Geschichte über die faszinierende Kraft der Erotik, das Spiel von Macht und Unterwerfung und den schweren Weg zu sich selbst. Eine Geschichte aus dem jungen und lebhaften Israel, die nicht vom Krieg im Krisengebiet handelt, und dennoch unterschwellig von ihm aufgeladen wird...

Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (9) — Film: Liebesleben

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Scipio

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Bewertung7.0Sehenswert

Wenn man die ersten dreissig Minuten überstanden hat, wird dieser Film wirklich sehenswert.

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veseria

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Bewertung6.0Ganz gut

Der Film hat eine tolle Regie und die Story ist eigentlich auch sehr interessant.
Allerdings versagt das Drehbuch bei der Erschaffung einer Sympathie zu einem Charakter.
Kein Charakter ist sympathisch und somit fiebert man nicht mit, fühlt nicht mit und kann sich auch nicht identifizieren was dem Film die Authenzität und die Intention weg nimmt.

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

derblonde

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Bewertung6.0Ganz gut

Ganz nett und durchschnittlich. Plätschert einfach zu sehr vor sich hin.

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8martin

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wenn man mit Logik an das ’Liebesleben’ herangeht, versteht man zunächst gar nichts vom eigentlichen Problem und folgt der Handlung nur verwundert. Es ist nicht uninteressant, was man da so zu sehen bekommt. Mit dieser Haltung des Zuschauers spielt Maria Schrader über weite Strecken des Films, denn der will ja alles irgendwie verstandesmäßig nachvollziehen. Was am Anfang wie eine sexuelle Abhängigkeit aussieht, entpuppt sich fast als Inzest-Drama. Alter, satter Mann und hungrige, junge Frau, die seine Tochter sein könnte - vielleicht sogar ist. Dabei geht es recht turbulent zu. Die schrittweise Auflösung des Beziehungsrätsels ist so gut gemacht, dass es am Ende überrascht und sogar eine zukünftige Entwicklung andeutet. Schrader hat einen gewagten Film gemacht, der optisch und thematisch beeindruckt ohne abzustoßen.

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

maxgoesche

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Bewertung9.0Herausragend

Großartiger Film! Kaum zu glauben, mit welcher Intention Maria Schrader als Regisseurin debütiert und wie wunderbar sie für das deutsche Kino untypische Sujets verwebt. Kein Wunder also, dass die Geschichte in Israel spielt und die dunkel-amouröse Vergangenheit natürlich in Paris liegt. Tatsächlich werfen hier die Meister des Liebesdramas Sautet und Truffaut ihre Schatten: Liebe als zerstörerisches und also befreiendes Element.

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freakfried

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

tolle umsetzung, erstaunliche schauspieler, sehr real...ergreifend, abstoßend, traurig, ehrlich...sehr guter film!!

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maslobojew

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Eine sehenswerte Umsetzung des Romans von Shalev. Aber mehr oder noch was anderes als das Buch, kann und will der Film auch nicht leisten.

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annaberlin

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Bewertung7.0Sehenswert

Gelungene Verfilmung des Romans, der jedoch nicht an die Stärke der Vorlage heranreicht. Problematisch bleibt trotz der schönen Fotografie die Distanz zur Hauptfigur Ya'ara, die bis zum Ende völlig unreif und verwirrt bleibt.

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lucie

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Bewertung4.5Uninteressant

Es werden schöne Bilder gezeigt, vielleicht um das Unappetitliche zu verdecken. Es hat mich abgestoßen! Ist mir fast zu pornografisch. Soetwas wollte ich nicht sehen!

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