Odem

Lipstikka (2011),
Laufzeit 90 Minuten, FSK 0, Drama

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- Kritiker
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Skala 0 bis 10
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6 Bewertungen
2 Kommentare
Lipstikka
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von Jonathan Sagall, mit Daniel Caltagirone und Clara Khoury

Lara ist Palästinenserin. Vor 13 Jahren schon hat sie Ramallah verlassen und ein neues Leben begonnen. Sie ist nach London gegangen, hat Michael geheiratet, wurde Mutter. Zusammen mit ihrem Mann und dem siebenjährigen James führt sie ein angenehmes Leben in einem besseren Teil der Stadt, vielleicht ist es ein bisschen lieblos, manchmal. Aber dann hilft ihr ein Schluck Wodka darüber hinweg. Doch dann steht eines Tages Inam vor Laras Haustür, ihre Jugendfreundin aus Ramallah. Sofort ist die Spannung greifbar zwischen den beiden Frauen, schon als Inam sich in die Wohnung drängt, Lara nach dem Ehemann befragt (der zur Arbeit außer Haus ist) und übertrieben freundlich zu Laras kleinem Jungen ist. Es dauert nicht lange, und Lara wird klar, dass alles, was sie sich aufgebaut hat, durch Inams forsches Eindringen in Gefahr gebracht wird. Denn die beiden Frauen teilen ein Geheimnis. Damals, im Westjordanland, verband die Freundinnen auch eine sexuelle Erfahrung. Eines Abends, 1994, während der Intifada, schlichen sie sich trotz Verbots in den jüdischen Teil Jerusalems, um sich im Kino einen Film anzusehen. Dort fielen sie zwei jungen israelischen Soldaten auf, die die beiden Mädchen für italienische Touristinnen hielten. Nach dem Film ging man gemeinsam etwas trinken. Doch was als jugendlicher Leichtsinn begann, nahm eine unerwartete Wendung. Was tatsächlich geschah, ist eine Frage der persönlichen Bewertung. Erinnerungen können trügen. Vor allem, wenn sie unsere tiefsten Ängste berühren.

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Kritiken (1) — Film: Odem

LuGr: MovieMaze / NEGATIV u.a.

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8.0Ausgezeichnet

Subtil und leise, aber dennoch aufwühlend und verstörend fernab jeglicher Romantik erzählt Sagall eine traumatische Geschichte, die die Leben der beiden Frauen auf verschiedene Arten zerstörte. Ein schweres Thema (...) aber in ausgeblichenen Bildern unprätentiös umgesetzt.

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Prestigeww

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Bewertung7.0Sehenswert

Odem ist beinahe so etwas, wie ein israelischer Rashomon, denn im Mittelpunkt des sehr tristen und teilweise auch langatmigen Filmes steht dabei ein Schlüsselereignis, welches von beiden Frauen sehr unterschiedlich erinnert wird, und beide auf ihre je eigene Art traumatisiert hat.

Odem ist definitiv ein Feel-Bad-Movie, von der ersten bis letzten Sekunde. Es werden schreckliche Dinge gezeigt, Humor findet nicht statt. Wer sich mit solcherlei stockernsten Frauendramen abfinden kann, findet hier sicher ein ganz gutes Exemplar, da sich Odem gekonnt mit den seelischen und körperlichen Gefahren der Verführungskraft einer Frauen auseinandersetzt. Für mich war der Film leider zu trist und die Figuren zu spröde, um mich wirklich emotional für sie einzunehmen.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Prestigeww

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Ich habe ihn 2011 auf der Berlinale gesehen. Ich weiss aber leider nicht, ob er mittlerweile in Deutschland auf Dvd erschienen ist. Suche vielleicht mal unter seinem internationalen Titel Lipstikka auf amazon.


Melissa Rahimi

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Ne in Deutschland leider immer noch nicht erschienen, unter "Lipstikka" hab ich auch schon gesucht. Amazon und ebay ist der Film leider auch fremd. Trotzdem danke, ich werde aufjedenfall weiter suchen und recherchieren vielleicht finde ich ihn ja auf Englisch!


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