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Liverpool

Liverpool (2008), AR/DE/ES/FR/NL Laufzeit 84 Minuten, Drama, Kinostart 15.04.2010


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7.8
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2 Kommentare
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von Lisandro Alonso, mit Nieves Cabrera und Giselle Irrazabal

Die Handlung dreht sich um Farrel, einen Mann, der die letzten 20 Jahre seines Lebens als Matrose auf großen Schiffen verbracht hat und viel herumgekommen ist. Nun ist er zufällig in der Nähe seines Heimatdorfes gelandet, und er bittet den Kapitän des Schiffs, auf dem er gerade angeheuert hat, an Land gehen und seine Mutter besuchen zu dürfen. Vor ihm liegt ein langer Fußmarsch, an dessen Ende ein emotionsloses Wiedersehen mit seiner Familie, die seit ihrer letzten Begegnung Zuwachs bekommen hat, steht.

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Liverpool
Genre
Drama
Ort
Schiff
Handlung
Matrose, Meer, Suche
Produktionsfirma
4L, Black Forest Films, CMW Film Company GmbH, Eddie Saeta S.A., Slot Machine

Kritiken (2) — Film: Liverpool

E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film

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7.5Sehenswert

Obgleich die Einstellungen in "Liverpool" lang sind, möchte man über den Film in kurzen Hauptsätzen schreiben. Alles hat hier mit wenigen Worten großes Gewicht. Ein Mann verlässt ein Schiff. Er geht an Land im Süden von Argentinien, Tierra del Fuego, Feuerland, die Antarktis ist nah. Man sieht ihn vor Gletschern in einem stillgelegten Bus und denkt für einen Moment an "Into the Wild", Sean Penns geradezu ekstatisches Meisterwerk. "Liverpool" aber ist anders, ist ein denkbar unekstatischer Film. "Into the Wild" feiert das Verlassen der Zivilisation als Aufbruch in ein anderes, das richtige Leben; als einen Aufbruch, der nicht einmal durch den Tod widerlegt werden kann. "Liverpool" feiert nichts.

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Julia Teichmann: film-dienst Julia Teichmann: film-dienst

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8.5Ausgezeichnet

Die Aufmerksamkeit, so scheint es, verschiebt sich von den Worten, von der Struktur der Dialoge und Sätze, die hier nicht mehr als rudimentär ist auf die Raumstruktur, die Bewegung im Raum, auf die Orte, die Farrel auf seiner Reise durchläuft. Nach und nach wird so eine Art innere Topografie entworfen. (...) Ästhetisch streng wie ein symphonisches Werk ist „Liverpool“ komponiert. Die Farben Rot und Grün sind wichtig, Momente der verschneiten Landschaft wiederholen sich auch in den Innenräumen – das Licht einer Neonlampe; weiße Spiegelreflexe tanzen wie Schneeflocken auf der nackten Haut der Mädchen in einem Stripclub in Ushuaia. (...) Ein Geheimnis bleibt bis zum Schluss der Filmtitel. Der Enthüllung kommt in etwa die Rolle zu, die der Falke, das Dingsymbol in einer postmodernen Novelle spielen könnte: Lakonisch-melancholisch wird ein großer Zusammenhang ad absurdum geführt – es gibt keinen tieferen Sinn und keine Erlösung, für niemanden.

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