James Bond 007 - Lizenz zum Töten - Kritik

GB/US 1989 Laufzeit 133 Minuten, FSK 16, Actionfilm, Thriller, Abenteuerfilm, Kriminalfilm, Kinostart 10.08.1989

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Kritiken (3) — Film: James Bond 007 - Lizenz zum Töten

Timo K.: Blockbuster Entertainment

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8.0Ausgezeichnet

Verräter werden zu Fischfutter gehäckselt oder am Gabelstapler brutal aufgespießt. In Haifischanlagen, an Stränden, in Meditationszentren, Luxussuiten und Hochglanzcasinos tobt der peitschende Sturmlauf der Gewalt, der sich stets am Puls der 80er verhaftet sieht. "Lizenz zum Töten" als finaler Nachschlag Richard Maibaums, Maurice Binders, John Glens und Timothy Daltons hantiert mit der stürmischen Umarmung, Bond zu binden und doch loszulassen. Symbolisch am Blackjack-Tisch festgehalten – Bond gewinnt und verliert, Bond ist der alte und der neue, der coole und der ruppige. Dieser Bond ist ein irrer Rausch an viehischer Kraft, der weit ausholt, um zuzuschlagen. Mit den zwei despotischsten Ungeheuern (garstig: Benicio del Toro; eisern: Robert Levi), mit den zwei zartschmelzensten Ladys (ausgepeitscht bis zu den Striemen: Talisa Soto; Minipistole in der Tasche: Carey Lowell) und dem verwundbarsten Bond (er blutet förmlich das Adrenalin raus) erobert sich "Lizenz zum Töten", umgeben von skurrilen Scheindeckungen, Geldscheinverlockungen und dem "Diamantenfieber"-Stunt auf zwei Rädern, das Neuland, auf dem Daniel Craig Jahre später poltern wird. Zwischendurch erprobt Bond sonderbare Q-Produkte, übernachtet mit dem Erfinder gar in einem Zimmer, dirigiert ihn vorwiegend in einer amerikanischen Mission, ohne dass er dafür eine Lizenz vorweisen kann. Das Versprechen hat immerhin überlebt: Bond stirbt nicht. Er kehrt immer zurück.

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Xander8112: Xanders Blog

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8.0Ausgezeichnet

Ich muss schon sagen, es hat etwas gedauert, bis ich mich an dieses neue Gesicht gewöhnt habe. Eigentlich wäre zur Eingewöhnung ja der “Hauch des Todes” drangewesen, aber diverse Gründe sprachen dagegen - nun also die “Lizenz zum Töten”.

Wie gesagt, es dauerte etwas. Dieser Bond ist in so vielen Dingen anders als seine Vorgänger wie es zuletzt Daniel Craig war. Bond ist kein Gentleman mehr, hier werden keine dummen Oneliner abgegeben oder anzügliche Witze gemacht, hier geht es um einen persönlichen Rachfeldzug, da ist kein Platz für sowas.

“Rache ist ein Gericht, das am besten kalt serviert wird.”
Klingonisches Sprichwort

Zwar kein Zitat aus dem Film, aber dennoch sehr passend. Grade in der letzten Hälfte des Film geht es ganz schön zur Sache und der große Showdown mit dem Tanklaster-Konvoi hat es in sich. Kein Wunder also, das dieser Bond in Deutschland ab 16 ist und in Amerika noch immer nur eine geschnittene Version zu sehen ist, um einem “R”-Rating zu entgehen. Action und Brutalität sind zwar sonst nicht das hervorstechende Merkmal eines Bond-Films, aber hier geht das Konzept auf und ist aufgrund der Story auch nachvollziehbar. Um aber nicht völlig abzudriften, wurden dem Film auch ein paar Bond-Momente spendiert: Der längste Auftritt Qs bisher mit (einigen wenigen) seiner Gadgets sollte also nicht unerwähnt bleiben.

Es dauert zwar etwas, aber mit andauernder Lauflänge entwickelt sich der “Lizenz zum Töten” dann aber doch zu einem richtig guten Film.

http://xander81.wordpress.com/2008/11/02/kritik-james-bond-007-lizenz-zum-toten/

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Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

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8.5Ausgezeichnet

Nach dem gelungenen Vorgänger schießt sich Timothy Dalton an die Spitze der Post-Connery-Bonds: "Licence To Kill" trifft mit seiner härteren Gangart genau den richtigen Ton, kaum ein Film kommt der Figur so nahe, kaum ein Bond versteht es so fesselnd, Action, Gefühl und bissigen Humor in Einklang zu bringen. Die Selbstjustiz des Helden stellt alle Identifikations- und Sympathieangebote in Frage – Bond als suspendierter Einzelkämpfer eröffnet ganz neue Facetten innerhalb der Serie. Der brillante Titelsong, ein kongenialer Bösewicht und zwei hinreißende Bond-Girls garantieren dem zweiten und leider letzten Dalton vielleicht den besten Platz unter den Filmen.

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Kommentare (49) — Film: James Bond 007 - Lizenz zum Töten


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Wall

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Schon Timothy Daltons erster Auftritt, "Der Hauch des Todes", war ein gewisser Bruch in der Bond-Reihe, wirkte der Film doch deutlich ernsthafter und bodenständiger als noch seine Vorgänger. Daltons zweiter und auch (leider, wie ich finde) letzter Film führt diese Entwicklung noch einmal weiter bzw. auf die Spitze. "Lizenz zum Töten" ist noch einmal deutlich ernster, Bond geht deutlich brutaler zu Werke und generell ist der Film mehr an Erwachsene ausgerichtet und hat kaum noch humoristische oder romantische Elemente. Dabei geht natürlich auch einiges von dem bekannten Bond-Charme verloren, auch wenn man nicht auf alles verzichten muss: so gibt es weiterhin ein paar Bond-Gadgets, Bond-Girls und auch alle bekannten Charaktere. Insgesamt hält sich der Film aber deutlich zurück, was das Phantastische betrifft - noch mehr als sein Vorgänger. Selbst der Bösewicht wirkt irgendwie sehr "gewöhnlich" für einen Bond-Gegner und verfolgt keinen Plan die Weltherrschaft an sich zu reißen oder die Welt in den dritten Weltkrieg zu stürzen. Stattdessen konzentriert sich "Licence to Kill" ausnahmsweise mal auf ein anderes Element: Rache. James Bond möchte in diesem Film den Angriff auf Felix Leiter und seiner Frau rächen. Und dafür geht Bond über Leichen, er macht kurzen Prozess, mit allem was sich ihm in den Weg stellt, ermordet kaltblütig und kehrt sogar dem MI6 den Rücken zu. Das alles ist neu und ungewöhnlich im Franchise, für einen einmaligen Ausflug verzichte ich aber gerne auf ein paar 007-Gadgets, um mir Bonds Tour de Force anzuschauen.
Der Film kam damals leider nicht so an, wie man es sich gewünscht hat, während heute viel mehr Leute diesen Film für sein verhältnismäßig realistisches und brutales Auftreten loben. Auch ist der Serien-Neustart mit Daniel Craig sehr erfolgreich, obwohl er eine ähnliche Marschroute hat. Timothy Dalton selber drückte es jüngst so aus: „Lizenz zum Töten war ein Vorläufer der heutigen Bonds, (...) die Menschen waren nicht bereit, eine neue Formel zu akzeptieren.“ Heute sind sie das eher und so kann man behaupten, dass der Film damals seiner Zeit ein wenig voraus war. Heute jedenfalls sehe ich den Film nicht nur als einen sehr guten, wenn auch außergewöhnlichen Bond-Beitrag, sondern auch als einen richtig guten Actionthriller, der sich auch wahrlich nicht vor seinen Konkurrenten "Lethal Weapon" oder "Strib Langsam" verstecken brauch!

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damian.thorne.3

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Nach diesem Film war für mich Schluß mit James Bond.Zumindest was die Filme danach angeht. Aber die alten, von Dr.No bis zu diesem kann ich mir immer noch reinziehen.

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vannorden

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ich werde mit Timothy Dalton als Bond nicht so richtig warm. Vll ist es sein verschmitzt-schüchternes Lächeln, weshalb er auf mich eher wie ein Nerd in Anzug wirkt, der eine Rolle spielt. Bei den Bond-typischen One-Linern fühlt er sich auch nicht wirklich wohl. LICENCE TO KILL macht in der ersten Hälfte so am meisten Spaß, wenn er nicht den wiederkehrend Bond-Kram (Tauchszenen, Casino, ein schwarzer Fischer als Sidekick,…) bedient, sondern wenn sich der britische Agent seinen Rachegelüsten hingibt. Mit der Zeit entgleist LICENCE TO KILL zunehmend und verwandelt sich in die wilde Straßenschlägerei zwei tollwütiger Hunde. Glen ahnte vielleicht, dass es sein letzter Bond werden sollte, und lässt alles raus. Ein überdrehter Reigen in Farben, Gefühlen, Gore, Staunen und wahnsinnigen Einfällen. Und Professor Joe ist die tolldreisteste Figur, die sich je an den Rändern einer Geschichte herumgetrieben hat. Er ist die Sahnehaube.

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uncut123

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Bewertung7.0Sehenswert

genauso hätte ich auch gerne andere teile von bond gesehen...

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the assassin 666

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Ich auch. :)


uncut123

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danke...einer tut meine meinug teilen...bist mehr als cool!!!echt immer wenn ich dich sehe...wes ich in sachen asia themen bist du nicht (MIT KOMPETENTEN) meinung weit weg...


MrDepad

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Bond 50: Die Jubiläums-Collection [Blu-ray] -16/22- "Lizenz zum Töten"
In diesem Teil wird der eingeschlagene Kurs mit Timothy Dalton konsequent weitergeführt, mehr noch wird er hier noch stärker von der Leine gelassen. Der formelhafte Inhalt der bisherigen Teile wird hier merklich ignoriert, stattdessen bekommt man eine beachtliche Härte geboten.
Diesmal wird es persönlich, denn Felix Leiter, ein enger Freund von Bond, fällt einem Racheakt eines Drogenbosses zum Opfer und entkommt nur knapp dem Tod. 007 wirkt wie ausgewechselt und er macht sich auf zu einem Rachefeldzug, bei dem ihm sogar die titelgebende Lizenz zum Töten entzogen wird. Erneut liefert Timothy Dalton eine Glanzleistung ab und zeigt, zu welcher Härte Bond fähig sein kann. Lustige Sprüche sucht man vergebens, es wird zwar nicht vollständig auf Bond-typische Elemente verzichtet, doch man merkt hier deutlich eine neuartige Richtung, die 2006 mit "Casino Royale" wieder verfolgt wurde. Mit einem sehr fiesen Robert Davi als Drogenboss Sanchez und einem jungen Benicio del Toro als eiskalten Handlanger hat man außerdem zwei erstklassige Darsteller auf der Seite der Bösen. Mit Carey Lowell als Bond-Girl bekommt Bond auch noch eine schlagkräftige Mitstreiterin bei seiner Rache-Mission, die ihm wertvolle Dienste leistet. Dieser Teil ist der erste der Reihe, der in Amerika "Rated-R" war, was man ihm an einigen recht expliziten Gewaltszenen auf jeden Fall anmerkt. Im letzten Drittel schleicht sich zwar ein wenig Leerlauf ein, doch dieser ist nur eine kleine Verschnaufpause, ehe im Showdown nochmal schwere Geschütze aufgefahren werden.
Mit "Lizenz zum Töten" hat man einen weitesgehend eiskalten Action-Thriller geschaffen, in dem ein vorzüglicher Timothy Dalton einen ungewohnt harten Bond durch einen persönlichen Rachefeldzug schickt. Ein durch und durch konsequenter Bond-Film, der eine gelungene Abwechslung zum bisherigen Rest der Reihe darstellt und durchwegs von sehr hoher Qualität ist.

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Pyro 91

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Bewertung9.0Herausragend

SPOILER!
Die Gun-Barell-Sequenz kündigt es schon unheilbringend und erfrischend düster an: Dieser Bond wird anders!
Zunächst verbringen wir ein wenig Zeit mit James Bond und Felix Leiter, was enorm wichtig ist um den Motor der Handlung in Schwung zu bringen und David Hedison und Timothy Dalton überzeugen auf ganzer Linie als gute Freunde, die sich schon lange kennen und bereits die ein oder andere Mission miteinander bestritten haben.
Bond auf einer Hochzeit zu sehen, speziell als Felix "bester Mann" und sich ehrlich für jemanden zu freuen, war auf jeden Fall ein guter Weg, um ihn menschlicher darzustellen und uns bei seiner Racheaktion mitfiebern zu lassen.
In der Eröffnungsszene lernen wir außerdem Bösewicht Sanchez kennen, der von Robert Davi mit unterschwelliger Bedrohlichkeit und viel Charisma verkörpert wird. Eine wahnsinnig gute Performance liefert er ab und spielt einen der besten Bösewichte, den die Reihe bisher gesehen hat. Doch dazu später mehr.
Nach einem recht spektakulären Vorab-Sieg über den Drogenbaron, bei dem Bond "fischen geht", endet die Eröffnungsszene damit, dass Bond und Leiter doch noch per Fallschirmsprung auf der Hochzeit erscheinen.

Das hat Charme!

Mit der Titelgestaltung von "Licence to kill" fällt nun auch der Vorhang für Maurice Binder, der seit "Feuerball" alle Sequenzen designt hat. Schade, aber ich bin mal gespannt, wie es damit in den nächsten Filmen bestellt sein wird.
Der Titelsong "Licence to kill" ist okay, hat bei mir aber keinen Ohrwurm ausgelöst, wie so viele andere Bond-Songs. Da fehlt wohl einfach die John Barry-Beteiligung. Die Filmmusik von Michael Kamen gefiel mir recht gut, mehr kann ich darüber aber auch nicht sagen. Sie war nicht störend oder deplaziert, sondern passte zum Geschehen.

Als Zeichen der Freundschaft und Zuneigung bekommt Bond dann von seinem Freund Felix und dessen Frau Donna ein Feuerzeug geschenkt (Lighter vom Leiter, get it?). Kudos an die Schauspieler, dass diese Szene so herzlich und natürlich rüberkommt, denn das sorgt dafür, dass es einen später auch interessant, wenn es Bonds Freunden an den Kragen geht.
Ein Moment, den ich auch noch sehr schön gespielt fand, war der, als Donna Bond die Frage stellt, ob er nicht demnächst auch heiraten will. Timothy Daltons Gesicht zeigt kurz Schmerz und Trauer und wir erinnern uns an das, was Bond an seinem Hochzeitstag passiert ist.
"Lizenz zum Töten" weist nur daraufhin, dass Bond einmal verheiratet war und so wie die Szene von allen Beteiligten gespielt wird, können wir im Kontext dieses Films nur vermuten, dass Bonds Frau auf irgendeine tragische Weise gestorben ist. Wenn wir allerdings "Im Geheimdienst ihrer Majestät" im Hinterkopf behalten, ist das Ganze natürlich noch schwärzer, da Leiter dann genau wie Bond seine Ehefrau an seinem Hochzeitstag verloren hätte.
Doch auch ohne dieses Zusatzwissen macht es Sinn, dass Bond seinen schwer verletzten Freund und dessen tote Frau rächen möchte. Und by the way, was zum Teufel war das denn für eine derbe Szene, in der Sanchez Leiter von den Haien bearbeiten lässt. Zweifellos eine der brutalsten Szenen in der Bond-Franchise, da man sogar Leiters angeknabberten Beinstumpf im blutigen Wasser sieht. Und dann wird auch noch angedeutet (naja das wäre noch subtil ausgedrückt), dass Sanchez und seine Leute Donna ein schönes "Honeymooooooon" bereitet hätten. Echt derb!

Sobald dann die Nabelschnur durchtrennt wird und Bond allein los zieht, geht der Spaß erst richtig los. Hier haben wir einen James Bond ohne Mission, mit nur einem Ziel vor Augen: Rache an Sanchez.
Wenn Bond zuvor in eine Forschungsstation einbricht und einen Sicherheitsmann an Maden (?) verfüttern ("Bon appetite" ), einen Mann durchbrutzeln und den Verräter von der Polizei in das Haifischenbecken fallen lässt, dann wissen wir, dass dies kein humorvoller, leichtfüßiger Trip wird. Hier zeigt sich warum Timothy Dalton die perfekte Wahl für einen brutale Sau-Bond ist. Allein seine kalten Augen und sein ruppiges Auftreten, machen es mir unmöglich, mir Roger Moore oder Sean Connery dabei vorzustellen, wie sie das tun, was er hier tut.
Interessant ist, wie ruhelos und motiviert Bond hier vorgeht und doch einige wichtige Operationen, die von anderen Parteien geführt werden, in den Sand setzt, weil er nur seine zu erfüllende Vendetta im Sinn hat. Zwischendrin fragte ich mich schon, was Bond eigentlich für ein Typ ist. Er schmeichelt sich bei Sanchez ein, streut Misstrauen unter seinen Leuten und lässt damit dessen komplette Organisation hochgehen. Er führt eine systematische Zerstörung von Sanchez´ organisierten Verbrechen herbei und sorgt dafür, dass jeder Beteiligte am Ende draufgeht.
Das ist vielleicht der erste Bond-Film, der 007s asoziales Verhalten etwas mehr in den Vordergrund rückt. Die Filme waren im Grunde schon immer eine chauvinistische Männerfantasie, manchmal mehr, manchmal weniger. Der Appeal liegt eigentlich darin, dass man als (wahrscheinlich) überwiegend männlicher Zuschauer, gerne die Dinge tun würde, die Bond so tut. Niemand möchte wirklich Bonds Charakter haben, aber viele würden gerne zu exotischen Locations reisen, mit hübschen Frauen schlafen, die Welt retten, hochtechnologisches Spielzeugen haben etc.
Hier zeigt sich Bond als Tötungsmaschine, als manipulierende, kaltblütige Tötungsmaschine. Im Grunde sehen wir diesen Bond in jedem Teil der Reihe, doch hier sorgt der realistischere Ansatz und sein Drang nach Selbstjustiz dafür, dass es einem mehr bewusst wird. Dadurch offenbart sich ein ganz neuer Aspekt des Bond-Charakters. Er handelt hier nicht mehr im Dienste seiner Majestät, er ist nun der rachsüchtige Einzelkämpfer. Er muss keinen Bösewicht stoppen, der eine Weltvernichtungswaffe hat, nein, er will "nur" einen gut organisierten Drogenring zerschlagen.

Natürlich ist Bond hier nicht komplett schwarz gezeichnet, denn dafür ist die Reihe doch noch an gewisse Normen gebunden. Im Kontrast zu seinem kaltblütigen Verhalten sehen wir dafür, wie gut er mit Q und den Bond-Girls umgeht.
Vor allem Qs große Rolle hat mich gefreut! Mann kann nie genug Desmond Llewyn oder Q haben, vor allem wenn er guten Comic-Relief liefert, indem er sich über Bond ärgert oder neue Gadgets vorbeibringt. In diesen Film muss er sich sogar ein Schlafzimmer mit Bond teilen. Herrlich!
Pam Bouvier (Carey Lowell) erweist sich als tolle Partnerin für Bond und beweist durch schnelles Handeln und Ex-Piloten-Erfahrung, dass sie es faustdick hinter den Ohren hat. Zudem retten sich die beiden des Öfteren den Arsch und haben recht spaßige Wortgefechte. In gewisser erinnert sie mich an Holly Goodhead aus "Moonraker", die auch eine ähnliche Rolle hatte.
Ihre kleine Rängelei mit Lupe, die von der scharfen Talisa Soto verkörpert wird, ist auch amüsant und wird vom Drehbuch nicht übermäßig hochgespielt. Lupe selbst, erweist sich als nützliche Informantin für Bond und es braucht nicht viel Erklärung, warum sie von Sanchez loskommen will. Ausgepeitscht und wie ein Objekt gehalten zu werden, sind Gründe genug. Sie ist nicht die beste Schauspielerin, aber das fällt nicht weiter auf.

Das wahre Juwel von "Lizenz zum Töten" ist allerdings der geniale Robert Davi. Jede Szene zwischen ihm und Dalton ist Hochspannung pur, dank dem genialen Spiel der beiden.
Was diesen Bösewicht über viele andere der Bond-Reihe hebt, ist seine ruhige, aber raubtierhafte Präsenz. Er spielt seine Figur sehr nuanciert und wenn er dem Raum betritt, merkt man förmlich wie alle vor Respekt und Angst den Atem anhalten.
Sanchez ist einerseits ein erfolgreicher Geschäftsmann, der die Leute, die zum ihm halten reich belohnt und Loyalität sehr schätzt, aber andererseits eine sadistische Ader zeigt und eine No Nonsense-Einstellung vertritt.
Eigentlich ist jede Szene mit ihm Gold, aber am besten gefiel mir die die, in der er sich zum ersten Mal mit Bond trifft und ihm "big cojones" bescheingt. Zum anderen wäre da der Zwischenfall in der Druckkammer, wo er seinen Mitarbeiter des Diebstahls beschuldigt und ihn darauf den Kopf platzen lässt. Oder zum Ende als er badassig einen Mitarbeiter mit dem Gabelstapler aufspießt oder auf Bond mit einer Machete losgeht.
Zudem ist es Davi groß anzurechnen, dass mir Sanchez etwas leid tat, als Bond ihn betrügt und sich so sein Vertrauen erschleicht. Sanchez ist fast wie Hans Gruber aus "Die Hard". Charismatisch, faszinierend und auch wenn er gemeingefährliche Ziele hat, muss man die Leitung solch einer Organisation und die Intelligenz, die dahinter stecken muss, doch zu würdigen wissen.

Es ist nicht unerheblich, dass Davi in seiner Schurkenrolle überzeugt, schließlich verbringt der Film einen Großteil der Handlung damit, ihn bei der Interaktion mit Geschäftsleuten und Handlangern zu zeigen und seine Mitarbeiter genauer vorzustellen. Das alles ist zwecklos, wenn hinter dem Ganzen kein badassiger Typ steckt.
Ich hatte schon Angst, dass sein Tod möglicherweise unterwältigend sein würde, aber nein, auch hier wurde ich nicht enttäuscht. Nachdem er gegen Bond zunächst Mano-o-Mano auf einen fahrenden Öltanker gekämpft hat und ihn schließlich mit einer Machete attackieren will, lockt Bond ihn damit, ihm zu erklären, wieso er hinter ihm her war. Dann zeigt er ihm sein Geschenk von Felix und Donna und setzt ihn in Flammen, wodurch dieser grausam und schmerzhaft zu Tode kommt. Schön!
Von seinen Handlangern sticht vor allem Dario- gespielt von Benicio Del Toro - hervor, mit dem er eine Art Vater-Sohn-Beziehung zu haben scheint. Dieser erweist sich als echter Szenendieb und erhöht den brutale Sau-Counter des Films.
Auch Milton Krest (souverän: Anthony Zerbe) bleibt einem als schmierig und heruntergekommen in Erinnerung.

Was die finalen zwanzig Minuten so groß macht, ist der Verzicht auf viele große Actionsszenen zuvor. Es gibt bis dahin nur ein paar Schlägereien (in der Bar, auf dem Dach), Schießereien und eine spektakuläre Fluchtaktion, bei der Bond von einer ganzen Truppe (!) unter Wasser angegriffen wird, anschließend Wasserski fährt und mit dem Drogengeld und dem Flugzeug abhaut.
Doch das Finale macht den Actionmangel wieder volkommen wett, da die Zeit davor effektiv genutzt wurde, um genug Spannung zwischen den Figuren aufzubauen und sich das Ganze durch Bonds Enttarnung konsequent und organisch entwickelt hat.
Die Verfolgungsjagd beinhaltet dann vier riesige Öltanker, ein paar Kleinwagen und einen Hubschrauber. Sehr mitreißend inszeniert von John Glen und mit der Bond-Theme-Untermalung ein wahrer Hochgenuss!
Der Stunt, bei dem Bond einer Rakete ausweicht, indem er seinen Öltanker auf die Seite kippen lässt, hat mich laut loslachen lassen. Genau die richtige Mischung zwischen albern und verdammt badassig.
Was realistische Action angeht, kann man auf diesen Film wehmütig zurückblicken, wenn man sich den CGI-Schrott von heute ansieht. Hier hat man wirklich das Gefühl, dass Leute zu Schaden kommen, wenn Wagen ineinander rammen; man zuckt zusammen, wenn Bond an einem der Öltanker hängt und seine Fußspitzen den Asphalt berühren; von den kernigen Explosionen gar nicht zu sprechen.

Was ich am Ende etwas befremdlich finde ist, wie gut Felix Leiter schon wieder drauf ist. Wie lange soll sich eigentlich Bonds Racheaktion hingezogen haben? Können eigentlich nur ein paar Tage gewesen sein.
Auf jeden Fall ruft Bond ihn am Ende an und Felix freut sich schon drauf mit Bond wieder angeln zu gehen. War der Gute vielleicht enorm mit Drogen vollgepumpt und hat keine Ahnung mehr, was er da von sich gibt?
Naja, es ist wohl die typische "Ende gut, alles gut"-Haltung, die die Bond-Filme nunmal so mit sich bringen. Stört mich aber nicht weiter, ich bleib einfach bei meiner Drogen-Behauptung!

Fazit: Timothy Daltons zweiter und - leider - letzter Bond, überzeugt durch seine starken Darsteller, seinen neuen Ansatz für den Bond-Charakter; seine wenigen, aber dafür spektakulären, ausgezeichnet choreographierten Actionszenen, seinen bis dato besten und glaubhaftesten Bösewicht, seine scharfen Bond-Girls und seine bodenständige, mitreißende Inszenierung.

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Pyro 91

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Freut mich! Bei Interesse kannst du dir meine anderen Bond-Reviews auch noch durchlesen. ^^


cinram

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Schon dabei!


LeMovieKritiker

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Bewertung6.5Ganz gut

James Bond ist diesmal etwas gnadenloser und nicht der typische Gentleman.

Der andere Bond mit Timothy Dalton hat mir aber besser gefallen obwohl die Idee, die Lizenz zum Töten zu entziehen keine schlechte ist.

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Oliver0403

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Bewertung7.5Sehenswert

007 als eiskalter Racheengel ist mal was Anderes. Robert Davi als Bad Guy ist hervorragend besetzt und der deutsche Synchronsprecher von u.a. Danny Glover wurde hierbei auch sehr gut gewählt. Dalton als Bond macht seine Sache sehr souverän und Q ist wie man ihn seit "Liebesgrüße aus Moskau" kennt. Die Einzige, die hier wie üblich fehl am Platz ist, wäre wieder mal die Darstellerin der Moneypenny. Die Frau hats einfach nicht drauf.

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Thomas Hetzel

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Bewertung7.5Sehenswert

"Lizenz zum Töten" finde ich besser als "Der Hauch des Todes". Er hat einen cooleren Bösewicht, mehr Action und ein spannenderes Finale. Außerdem ist er mal etwas anderes. Bond kämpft hier mal nicht im Dienst Ihrer Majestät sondern für private Zwecke: Sein Partner und Freund Felix wurde von dem Drogenbaron Sanchez schwer verwundet und Felixs Frau hat er auch noch auf dem Gewissen. Kurzerhand pfeift Bond auf seinen neuen Auftrag und macht sich auf um sich an Sanchez zu rächen, und verliert dabei seine Lizenz zum Töten.
Robert Davi verkörpert den fiesen Drogenbaron Sanchez wirklich genial: Schön brutal und gnadenlos. Daher zählt er gleich nach Christopher Walken für mich zu den besten Bond-Schurken. Auch Timothy Dalton gibt als Bond wieder eine gute Vorstellung.
Der einzige Wehrmutstropfen an diesem eigentlich tollen Bond-Film sind die Aufteilungen der Bond-Girls: Ich persönlich fand Talisa Suto viel attraktiver und sympathischer als die nervige Carey Lowell(oder wie auch immer sie geschrieben wird).
Das schmälerte ein wenig den Spaß an diesem Film. Ansonsten ist "Lizenz zum töten" wirklich gut gemacht. Bond geht hier richtig brutal und eiskalt mit seinen Gegner um und der Schurke ist so bösärtig wie schon lange nicht mehr. Eigentlich schade, dass Dalton hier nach gegangen ist.

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Mac_C_Tiro

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Bewertung6.5Ganz gut

Routiniert inszenierter 80er Jahre Actionfilm mit sehr schönem Soundtrack, leider kaum bis gar nicht als Bondtypisch zu bezeichnen und von unterirdisch miesen Dialogen ruiniert. Ob man Dalton mag oder nicht ist eine Frage der eigenen Bond Vorstellungen, ich persönlich fand seine düstere Ausstrahlung und Ernthaftigkeit sehr gut, seine Wut und Leidenschaft empfand ich jedoch als "not very british"

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Freidenker

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Bewertung9.0Herausragend

Auch wen "Lizenz zum Töten" damals alles andere als ein großer Erfolg war,so ist er für mich doch der bete Bond-Film der 80er.
Selten hat man Bond menschlicher und vor allem brutaler bzw härter gesehen und genau dies war etwas was damals leider nicht besonders gut angekommen ist.
Würde dieser Film heute rauskommen so würde ich wetten das es ein großer Erfolg wäre,alleine schon Timothy Dalton ist einfach hervorragend in diesem Bond-Film.
Zwar hat er schon in "Der Hauch des Todes" eine tolle Leistung gezeigt doch in diesem Abenteuer wirkt er einfach noch viel souveräner.
Neben diesen hervorragenden und eher ungewöhnlichen Bond gibt es auch eine wirklich erfrischend andere Story,so quittiert Bond mal eben seinen Dienst beim MI-6 und will sich nur noch an Drogenbaron Franz Sanchez rächen.
Der Film verfügt hierbei auch über die perfekte Mischung zwischen Spannung und Action.
Im Gegensatz zum Vorgänger gibt es hier mit Robert Davi als Franz Sanchez auch wieder einen wirklich großartigen und einprägsamen Bösewicht,der für mich mit zu den besten Bösewichten überhaupt zählt.
Daneben gibt es mit den damals eher unbekannten Benicio Del Toro als Dario auch einen klasse Handlanger.
Auch die zwei Bond-Girls Pam Bouvier und Lupe Lamora machen ihr Sache ganz solide.
Was mir besonders gefällt ist der Auftritt von Desmond Llewelyn als Q,der hier wohl seinen längsten Auftritt überhaupt hat und Bond in seiner nicht legitimierten Mission richtig Ausstattet und auch eine schöne Prise Ironie hereinbringt.

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el_presidente87

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Einer der schwächeren Bond-Filme, aber eben immer noch ein Bond! Dem Film muss zu Gute gehalten werden, dass er mit einer Darstellung von 007 auf privatem Rachefeldzug natürlich einen heftigen Contrapunkt zum sonst treuen Diener ihrer Majestät setzt. Die Drehbuchautoren ist auf jeden Fall kein Vorwurf zu machen. Schauplätze, Dialoge, Action und das Cast sind absolut bondwürdig. Am Ende sind es Nuancen und der richtige Bondfaktor, die fehlen.
Für Bondliebhaber dennoch ein Muss! Gleichwohl ist die Interpretation von Dalton als Bond etwas eigenwillig, gleichwohl sie der eher harten Romanfigur, und somit auch Craigs Interpretation, sehr nahe kommt.

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VIGILANTE84

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Wie ich bereits erwähnte einer meiner 2 absoluten lieblings bonds neben ‚‘der morgen stirbt nie‘‘
Warum das ganze??ganz einfach wegen der späten 80s atmosphäre,dem ungewohnten härtegrad(der erste und soweit einzige R-rated der reihe) ,der thematik (bond auf persönlichem rachefeldzug),der filmmusik mitsamt songs und ganz einfach dem emotionalen wert und dem speziellen eigenen feeling ,das nur ein bestimmter film immer für sich tragen kann
Und natürlich robert davi’s coole bad guy performance ,der für mich beste schurke der gesamten reihe;find ihn sogar besser als sean bean in goldeneye
Allein schon wegen folgendem zitat seinerseits ‚‘loyalität amigo….bedeutet mir mehr als geld‘‘
Aber auch so verfolge ich seinen charakter und das was mit ihm geschieht sehr gerne
Allein schon den anfang,die credit-sequenz und auch den gesamten schluss könnte ich mir immer wieder ansehen ,der genuss nutzt sich verständlicherweise mit der zeit ab ,aber wo ist das schon anders….oh ja der schluss:hier sieht man in perfekter weise wie man gänzlich ohne cgi richtig brachiale actionsequenzen zaubern kann,denn die tanklaster explodieren einfach viel zu schön
Ich kenne und liebe diesen verdammten film seit ‚96 und es hat sich auch nach all den jahren so gut wie nix geändert –sowas nenne ich dann immer ATer und vergebe auf einer 10er skala satte 10 nostalgiepunkte

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Agent Smith93

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Freut mich, dass es Menschen gibt, die diesen verkannten Bond-Film ebenfalls lieben.


VIGILANTE84

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dto:)


Benjamin Barker

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich muss gestehen, ich war nie der größte Bond-Fan, gerade die älteren Filme vor Prosnan kann ich, auch aufgrund lang zurückliegender Sichtungen, kaum voneinander unterscheiden. Sie gefielen mir zwar alle mehr oder weniger gut, doch wirkten auf mich auch recht beliebig; immer ging es um einen Irren auf der Jagd nach der Weltherrschaft, einen Agenten, der rund um die Welt reist und lauter Verstrickungen zwischen lauter Charakteren.

Nun habe ich lose eine kleine Bond-Auffrischung gestartet und dabei mit einem Bond angefangen, den ich bislang überhaupt nicht kannte: Timothy Dalton. Nach Sichtung seiner beiden Einsätze kann ich sagen, dass er für mich ein guter Bond war und vor allem sein zweiter Film "Lizenz zum Töten" grenzt sich in erfrischender Weise von den restlichen Auftritten des Doppel-Null-Agenten ab.

Die ersten rund 40 Minuten sind großartig. Nach der mitreißenden Eröffnungs-Sequenz wird die Ausgangslage deutlich gemacht. Bond will seinen Freund Felix Leiter rächen; handelt also diesmal aus persönlichen Motiven anstatt im Auftrag ihrer Majestät, im Gegenteil, ihm wird sogar die Lizenz zum Töten entzogen. Für mich eine willkommene Abwechslung zum täglichen Welten-retten-Geschäft. Durch diese bodenständige und geerdete Grundlage nimmt Dalton dabei quasi schon die Art und Weise vorweg, mit der ein gewisser Daniel Craig die Reihe 20 Jahre später neustarten wird. Bond ist natürlich immer noch Gentleman, doch sein Auftreten wirkt bestimmter, sein Charakter tiefgründiger. Auch deutlich daran zu sehen, dass bekannte Figuren wie M & Moneypenny in 2 Szenen abgespeist werden.

In diesem düsteren Szenario wirken die ersten humorvollen Momente auf Bonds Jagd beinahe fehl am Platz. Ich hatte mich schon drauf eingestellt, eine Ironie-befreite Mission in eigener Sache zu erleben, doch nach und nach gliedern sich auch bekannte 007-Aspekte in die Geschichte ein. Mit dem Auftreten des Bond-Girls Pam Bouvier erhält auch die charmante Seite erneuten Einzug in Mr. Bonds Charakter. Und mit Q kamen wie immer die Gadgets. Ehrlich gesagt hat mich sein Auftritt anfangs sogar etwas verwundert, passte es doch augenscheinlich so wenig zum brutalen Rachefeldzug, doch dafür erhält er erfreulich viel Screentime, sodass man seinen Charakter gut in die Story integrieren konnte.

Die Story ist so gradlinig und packend, wie ich es mir gewünscht hatte. So wenig Schnörkel wie nötig, dafür immer mit dem Ziel vor Augen. Und mit Franz Sanchez hat man hier zudem einen charismatischen Bösewicht in der Hand. Gut gemacht!
Nun zum Hauptpunkt des Films, der Action. Tatsächlich kann ich dem Tenor zustimmen, dass dies wohl mit der brutalste Bond-Film ist. Blutiger Tod in der Luftdruckkammer. Qualvolles Leiden im Zerkleinerer. Oder schlicht kompromissloses Erschießen. In diese Punkt macht der Film keine Kompromisse und passt sich so perfekt der Grundstimmung und der Laune Bonds an. Doch mit der Zeit hat man auch das Gefühl, dass die Action gegen Ende des Films doch leicht ironisch überzeichnet wirkt. Waren die Anfangsszenen oder die Unterwasser-Jagd noch wirklich spannend, da solide inszeniert, steigern sich die Explosionen am Schluss so sehr, dass es irgendwann einfach zu viel des Guten war. Der schräg-fahrende Tanklaster war schon hart an der Grenze zur Überzeichnung. Dafür wiederum war die letzte Szene mit Sanchez gelungen.

Insgesamt ein Bond, der seiner Zeit vermutlich voraus war, was wohl auch auf Timothy Dalton als Bond-Darsteller generell zutrifft. Realistisch, hart, packend und kompromisslos - all' das, wofür Craig heutzutage gefeiert wird. Eine, für damalige Zeit, willkommene Abwechslung innerhalb der Reihe und in jedem Fall einer der stärksten Einsätze von Mr. Bond.

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FordFairlane

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

"Lizenz zum Töten" ist einer der härtesten und Besten James Bond Filme überhaupt. Timothy Dalton ist die perfekte Wahl und spielt den Charakter Bond Charmant, elegant und Eiskalt zu gleich. Die Action kann sich hier wirklich sehen lassen, besonders Fans der härteren Kost kriegen hier einiges geboten.

Der Mix aus Selbstjustizactioner und Bond hat mir sehr gut gefallen, außerdem hat das das flair einfach gepasst und der Soundtrack ist eh ein Klassiker!

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Sigrun

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"If it weren't for me, your ass would've been nailed to the wall!"

Pam Bouvier, mein liebstes Bondgirl.

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Marco.Madness

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Timothy Dalton ist halt doch einer der besseren Bond-Darsteller.

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Agent Smith93

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Bewertung9.5Herausragend

Jede Wahrheit braucht einen Mutigen der sie ausspricht. In diesem Fall übernehme ich diese Aufgabe! Ja ich werde nun versuchen den Namen eines Filmes reinzuwaschen, der selbst von den Fans dieser Reihe aufs heftigste kritisiert wird. Im Grunde ist "Lizenz zum Töten" neben "Im Geheimdienst ihrer Majestät" der umstrittenste Bond-Film der je gedreht wurde. Dabei geht mir immer nur der eine Gedanke im Kopf hin und her: Haben die Leute jeglichen Geschmack für gute, innovative und wegweisende Filme verloren? Ja dieser Bond-Film ist etwas anders als seine vielzähligen Vorgänger, aber ist das wirklich ein Grund ihn aufs schlimmste herunterzumachen? Meiner Meinung nach war dieser Streifen seiner Zeit schlichtweg voraus. Die Leute waren für eine solch ernsthafte und düstere Verfilmung einfach noch nicht bereit. Gehen wir von 1989 mal ein paar Jahre nach vorne in die heutige Zeit. Und zwar in das Jahr 2006. Der Film "Casino Royale" mit Daniel Craig ist nicht weniger ernsthaft und brutal als "Lizenz zum Töten", dennoch spielte er bislang das meiste Geld für die Produzenten ein. Und ich lehne mich sicherlich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte das "Skyfall" dieses Jahr jenen Rekord sogar noch übertreffen wird. Wie sie nun hoffentlich erkennen können, hätte Timothy Daltons zweiter Auftritt als 007 im Jahre 2006 sicherlich einen größeren Erfolg gefeiert. Im Grunde erinnert mich dieser Film in seinem Grundgerüst stellenweise an "Ein Quantum Trost". In beiden Filmen wird das Hauptthema "Rache" thematisiert. Interessanterweise wurden beide Filme von den Kritikern bis aufs heftigste verurteilt. Scheinbar wollen alle nur, damit James Bond eine seelenlose Maschine ist die für ihre "Chefs" jeden Auftrag ohne ein wenn und aber erfüllt. James Bond darf scheinbar nicht auch einmal selbst die Zügel in die Hand nehmen. Aber genau das finde ich so originell an diesem Film. Bond ist diesmal in einem inoffiziellen Auftrag unterwegs, der ihm am Ende nur eine gewisse persönliche Befriedigung geben soll. Hier geht es nicht um England. Nein, diesmal geht es nur um pure Loyalität gegenüber einem guten Freund. Und das ist diesmal auch der Antrieb für die Handlungen von 007. Die Geschichte spielt sich folgendermaßen ab. James alter Freund und Verbündeter Felix Leiter will inzwischen in den heiligen Bund der Ehe eingehen. Zuvor gelang es ihm (natürlich) mit Hilfe von James Bond in einer spektakulären Verfolgungsjagd (die sich mitten in der Luft abspielt) den gefährlichen Drogenbaron Franz Sanchez gefangen zunehmen. Dieser ist wahrlich ein grauenvoller Mensch, der selbst seine arme Freundin Lupe Lamora mit schmerzhaften Peitschenhieben bestraft. Aber nun gut. Das Böse scheint gebannt zu sein, und die pompöse Hochzeitsfeier kann beginnen. Leider gelingt es Sanchez mit einer Bestechung in Millionenhöhe sogar einem schwer bewachten Gefangenentransport zu entwischen. Als der Trauzeuge Bond das frisch vermählte Pärchen verlässt, fängt das ganze Fiasko so richtig an. Felix Leiter wird mit seiner Frau im Schlafzimmer von einigen Schlägern die für Sanchez arbeiten überrascht. Kurz darauf wird Leiter in eine düstere Lagerhalle gebracht, wo der pockennarbige Sanchez nur noch auf Rache für seine Festnahme sinnt. Leiter wird einem Hai zum Fressen vorgeworfen. Dieser fügt ihm äußerst lebensbedrohliche Verletzungen zu. Als Bond zufällig erfährt, dass Sanchez geflüchtet ist, macht er sich mit einer dunklen Vorahnung zum Haus seines Freundes auf. Dort findet er Della Leiter vor, die tot auf dem Ehebett liegt. Bond ist wahrlich erschüttert, und steht kurz davor zu weinen. In einem Nebenraum entdeckt er den halbtoten und schwer verstümmelten Felix Leiter. Die Gefühle von 007 stehen kurz vor einem totalen Ausbruch. Für Bond gibt es jetzt nur noch eine Sache, die er beenden muss. Und zwar das Leben von Sanchez. Natürlich ist M nicht gerade begeistert von diesem aggressiven Plan, und entzieht dem Agenten mit der Lizenz zum Töten ohne mit der Wimper zu zucken seinen berühmten Titel. Doch Bond ist nicht mehr aufzuhalten, und schlägt sogar die Wachleute von M nieder, um flüchten zu können. In einem Club trifft 007 etwas später auf die äußerst attraktive Pam Bouvier. Diese ist eine ehemalige Army-Pilotin, und wurde einst von Felix Leiter ebenfalls in die Mission rund um Sanchez eingeweiht. Bond und seine etwas zickige Verbündete reisen nun nach Isthmus City, wo Sanchez seine dreckigen Geschäfte abwickelt. Dank Miss Moneypenny die sich ernsthafte Sorgen um ihren lieben James macht, erhält dieser völlig unerwartet Hilfe von seinem alten Waffenmeister Q. Dieser stattet 007 mit einigen netten "Spielsachen" aus. Darunter auch einer "Detonationszahnpasta". Leider gelingt es Bond Sanchez vorerst nicht zu ermorden, und es kommen erste Zweifel an der Loyalität von Pam Bouvier auf. Sanchez der mit Bond in seinem Casino vorhin ein erstes Treffen hatte, zeigt langsam ein großes Interesse an den Fähigkeiten des Ex-Agenten. Bald darauf wird Bond von einer chinesischen Agentengruppe gefangen genommen, da er angeblich ihre Pläne im Zusammenhang mit Sanchez stören würde. Eben dieser rettet Bond jedoch kurz darauf. (Wenn auch unbeabsichtigt.) Da 007 ja bekanntlich ein ganz schlauer Fuchs ist, entscheidet er sich die Organisation seines Tod-Feindes zu infiltrieren. Nach einem ernsthaften Gespräch unter vier Augen findet Bond schließlich heraus, dass Pam wegen einer wichtigen Mission bei Sanchez Leuten anwesend war, und ihn nicht hintergangen hat. Nun spielt Bond Sanchez geschickt gegen einige seiner wichtigsten Leute aus. So wird Milton Krest von 007 und Pam eine Intrige gegen seinen Boss in die Schuhe geschoben, woraufhin dieser seinen Handlanger besonders qualvoll sterben lässt. Bonds Plan scheint aufzugehen. Die Bösen fressen sich gegenseitig auf. Die Mission führt 007 und Pam schließlich zu einer alten religiösen Tempelanlage. Diese scheint sehr auf hilfreiche Spenden angewiesen zu sein, doch in Wahrheit ist dies alles nur eine geschickte Tarnung für die Labore in denen Sanchez seine Drogen verarbeitet. Da dieser Bond immer noch als seinen Verbündeten ansieht, darf er zusammen mit einigen chinesischen Interessenten die Labore in Augenschein nehmen. Dummerweise erkennt einer der Wachmänner 007 von dem Zusammentreffen in Bar wieder, und lässt somit seine Tarnung auffliegen. Durch eine geschickte Aktion schafft es Bond im Gebäude mehrere Explosionen auszulösen. Da Sanchez 007 nun endlich durchschaut hat, will er diesen mit einer Schredder-Maschine zu Brei verarbeiten. Doch mithilfe von Pam gelingt es Bond im letzten Augenblick dem sicheren Tod zu entkommen. Sanchez und seine verbliebenen Schergen wollen nun mit den restlichen Drogen (die in großen Tankwagen gelagert sind) abhauen, doch Bond lässt nicht mehr von ihm ab. Nun beginnt so langsam das Finale des Filmes, und das werde ich natürlich (wie bei mir üblich) nicht verraten. Ich kann nur eines versprechen. Es ist nicht weniger spektakulär und fesselnd als im Vorgänger! Jetzt geht es wie bei allen meinen Kritiken die die James Bond Filme betreffen mit den Darstellern weiter. Timothy Dalton der schon im Vorgänger wahrhaftig brilliert hat, perfektioniert seine Rolle diesmal endgültig. Den gnadenlosen "Racheengel" kauft man ihm genauso gut ab wie seinem Nachnachfolger Daniel Craig. Timothy Dalton spielt seinen Bond stets angespannt und rastlos. Für kindische Witze wie bei Roger Moore bleibt hier einfach keine Zeit. Mit diesem Film wird einem noch deutlicher gezeigt, was für eine Idealbesetzung Herr Dalton war. Ich möchte mir nicht einmal vorstellen, wie Roger Moore in "Lizenz zum Töten" gewesen wäre. Sicher hätte dieser dem schwer verletzten Felix Leiter gesagt: Oh Felix, dein Bein ist ja weg! Gab es etwa schon den ersten Ehestreit? Ich muss offen zugeben, dass ich solche realistische und etwas düsterere Bond-Filme wie diesen hier deutlich einem "Octopussy" vorziehe. Besonders wütend bin ich auf Sean Connery, der Timothy Dalton als eine totale Fehlbesetzung bezeichnete. So etwas von dem Ur-Bond zu hören, war sicherlich wenig aufbauend. Trotzdem meistert der vierte Bond-Darsteller seine Aufgabe souverän. Ich kann eigentlich gar nichts an seiner Interpretation der Rolle aussetzen. Mir gefällt einfach dieser ernsthafte und zugleich äußerst humane Stil von Dalton. Auch sehr überzeugend empfand ich Carey Lowell als Pam Bouvier. Sie spielt ihre Rolle sehr gut, und ist unglaublich sexy. Übrigens eine der wenigen Frauen, denen ein Kurzhaarschnitt wie angegossen passt. Das zweite Bond-Girl Lupe Lamora wird von Talisa Soto gespielt, und wirkt ebenfalls recht angenehm, wenn auch Pam Bouvier (in meinen Augen) definitiv das Rennen macht. Ein besonders großes Lob möchte ich an Robert Davi aussprechen. Dieser stellt den kaltblütigen Franz Sanchez dar. Ich habe wirklich selten einen solch überzeugenden Antagonisten gesehen. Sanchez ist ein wahrer Widerling, der aber trotzdem nicht so abstoßend ist wie Beispielsweise Ernst Stravo Blofeld. Sanchez strahlt ein ungewöhnliches Charisma aus, und obwohl man weiß das er ein mieses Schwein ist, freut man sich immer wenn er im Film auftaucht. Man muss ganz ehrlich sagen, dass vor allem Robert Davi und Timothy Dalton diesem Film zu einer solch hohen Bewertung verhelfen. Bravo Amigos! Der Handlanger von Sanchez Milton Krest wird durch Anthony Zerbe verkörpert. Dieser ist in seiner Darstellung zwar nicht so einprägsam wie Davi, aber schlecht macht er seine auch Sache nicht. Am Ende durfte er sogar platzen. Wenn auch nicht vor Freude... Besonders hoch war meine Begeisterung in jenem Moment, als ich erkannte das Q in diesem Film eine deutlich wichtigere Rolle zu spielen hat als in den Vorgängern. Desmond Llewelyn macht seine Sache wie immer einfach nur vorbildlich. Seine Beziehung zu Bond wirkt in diesem Film fast schon väterlich. So viel gegenseitiges Verständnis zwischen den beiden hat man bisher noch in keinem anderen Bond-Film gesehen. Eigentlich schade, dass mit der Rollenübernahme von Pierce Brosnan die Freundschaftlichkeit zwischen Q und Bond wieder deutlich abgeflacht ist. Was die übrigen Schauspieler angeht, ist alles im grünen Bereich. M wird nun zum letzen Mal von Robert Brown verkörpert, und auch die wundervolle (aber leider viel zu kurz vorkommende) Caroline Bliss als Miss Moneypenny verschwand im Nachfolger "GoldenEye" für immer. Bevor ich mich nun den restlichen Sachen zu diesem Film wende, möchte ich noch ein paar Worte zu der Brutalität in "Lizenz zum Töten" loswerden. Im Grunde kann ich es schon verstehen, dass dieser Film eine Altersfreigabe ab 16 Jahren bekommen hat. Aber der brutalste Bond-Film ist er für mich eigentlich nicht. Im Grunde gibt es nur zwei Szenen, die wirklich etwas zu hart für einen Bond-Movie sind. Zum einen ist die Sequenz wo Milton Krest der Kopf in einer Druckluftkammer platzt nicht gerade schön anzusehen, und zum anderen ist die Szene wo ein Mann auf einem Gabelstapler aufgespießt wird ebenfalls relativ hart. Ansonsten unterscheidet sich der Gewaltgrad kaum von den Vorgängern. Ich persönlich finde "Casino Royale" mit Daniel Craig noch eine ganze Spurt härter, aber das ist ja wie immer Ansichtssache. Die Action in diesem Film ist erneut eine Freude fürs Auge, und viele Szenen wie die Prügelei in der Bar, oder das Finale mit den Trucks sind einfach nur perfekt. Der Soundtrack geht völlig in Ordnung, und der Titelsong "Licence to Kill" von Gladys Knight ist fast genauso gut wie der aus dem Vorgänger. Abschließend kann ich nur sagen, dass ich voll auf Timothy Daltons Interpretation von James Bond abfahre! Alles was mir bei Roger Moore gefehlt hat, ist hier nun endlich vorhanden, und ich bin wirklich unendlich traurig, dass Dalton nicht auch seinen geplanten dritten Teil "The Property of a Lady" spielen wollte oder konnte. Auch wenn sein Nachfolger mein eigentlicher "Lieblingsbond" ist, verlor die Reihe durch Daltons Abgang wieder eine gewisse Faszination. Zumindest für mich. Mr. Dalton. Danke! Danke für alles, was du uns in diesen beiden Bond-Filmen geboten hast. Du wolltest an diese Rolle wirklich ernsthaft herangehen, und bekamst dafür nur Schelte von lauter Leuten die keine Ahnung vom echten James Bond haben, aber vergiss bitte eines nicht. Es wird immer Menschen geben, die deine hervorragenden Leistungen stets in bester Erinnerung behalten werden. Roger Moore setzte auf Masse. Sie aber Herr Dalton setzten auf Klasse! Und das hat mich auch zu dem Entschluss gebracht, sie in meinem persönlichen Bond-Ranking auf Platz 3 zu setzen. Im Grunde waren sie der einzige Darsteller in der ganzen Reihe, der James Bond wirklich verstanden hat!

Jetzt, da ich auch die beiden Teile von Timothy Dalton gesehen habe, würde ich gerne ein Rating wie bei allen anderen Bond-Darstellern machen, doch wenn man nur die Wahl zwischen zwei (nahezu perfekten) Filmen hat, wird es ganz schön schwer. Nach langem Überlegen, habe ich mich schließlich entschlossen folgenden Teil auf den ersten Platz zu setzen.

Platz 1. Lizenz zum Töten. Timothy Daltons (viel zu frühe) Abschiedsvorstellung weicht deutlich vom üblichen Schema der Vorgänger ab, behält aber trotzdem alle Elemente bei die man an dieser Reihe liebt. Auch wenn es in diesem Film wenig zu lachen gibt, bietet er dafür eine unglaublich fesselnde Handlung, und einen der allerbesten Schurken im ganzen Bond-Universum. Das unfassbar attraktive Bond-Girl Pam Bouvier, und der rührend schöne Auftritt von Q runden das Ganze perfekt ab. Für mich einer der besten Filme überhaupt, die mit dem legendären Doppelnull-Agenten zu tun haben.

Platz 2. Der Hauch des Todes. Der erste Auftritt von Mr. Dalton verfehlte nur hauchdünn den ersten Platz, und ist für mich somit fast genauso gut wie der Nachfolger. Dieser Film brilliert durch einen perfekt spielenden Hauptdarsteller und ein sehr natürlich wirkendes und herzensgutes Bond-Girl. Die Actionszenen im abstürzenden Transportflugzeug sind einfach nur ergreifend, und verbleiben einem für immer im Gedächtnis. Der Titelsong von a-ha ist ein Musikstück das einfach nur göttlich ist, und dass ich mir immer wieder gerne auf meinem Computer anhöre. Lediglich die Antagonisten sind etwas schwächer als im Nachfolger.

Abschließende Worte über Timothy Dalton in seiner Rolle als James Bond.
Das größte Problem mit Timothy Dalton war eigentlich nur, dass er einen kompletten Stilbruch zu seinen drei Vorgängern machte. Herr Dalton ist ein sehr talentierter Shakespeare-Darsteller, der meiner Meinung nach sogar noch etwas besser als mein eigentlicher "Lieblingsbond" Pierce Brosnan schauspielert. Timothy Dalton gab sich sichtlich Mühe der Rolle seinen persönlichen Stempel aufzudrücken, doch die Leute wollten lieber einen rumalbernden Roger Moore, oder einen soften Macho wie Sean Connery sehen. Dalton war für viele Bond-Fans ein Dorn im Auge. Und das eigentlich nur, weil er seine Aufgabe todernst nahm. Besonders schockierend finde ich, dass "Lizenz zum Töten" der finanziell am wenigsten erfolgreiche Bond-Film ist. Vielleicht hatten die Leute ja auch nur Tomaten auf den Augen, und konnten dadurch nicht die Perfektion dieses Werkes erkennen. Aber einen gewissen Trost gibt es dennoch. Im Grunde führt der aktuelle James Bond Darsteller Daniel Craig genau das fort, was Timothy Dalton vor 18 begonnen hat. Und das ist für mich wahrhaftig "Ein Quantum Trost"!

Mein persönliches Bond-Ranking.

Platz 1: Pierce Brosnan

Platz 2: Timothy Dalton

Platz 3: Sean Connery

Platz 4: Roger Moore

Platz 5: George Lazenby

(Daniel Craig werde ich erst in meinem Bond-Ranking bewerten, nachdem ich auch Skyfall gesehen habe)

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Agent Smith93

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Du hast dich tatsächlich nicht verlesen. Als ich die Kritik zu "Im Geheimdienst ihrer Majestät schrieb habe ich die beiden Dalton Filme schon unendlich lange nicht mehr gesehen. Damals fand ich sie tatsächlich ziemlich lasch. Aber heute hat sich meine Meinung nach einer kompletten Neusichtung DEUTLICH verändert. Ich habe erkannt, dass ich Timothy Dalton all die Jahre über schrecklich unterschätzt habe. Ich habe "Der Hauch des Todes" das letzte Mal vor etwa 7 Jahren gesehen und "Lizenz zum Töten" puh weiß gar nicht ob ich den als Kind überhaupt sehen durfte. Kann mich nicht mehr so genau erinnern. Jedenfalls war ich damals von Dalton enttäuscht. Und war mir 100 Prozent sicher, dass auch viele Jahre danach sich nichts daran ändern würde. Aber wo ich die Filme jetzt alle auf Blu-Ray gesehen habe, ist meine Annahme das Dalton ein schlecht Bond war nicht mehr aktuell. Ja mein Freund, so schnell kann eine Kritik nicht mehr aktuell sein:) Daher ist meine Meinung über ihn inzwischen deutlich besser.


cinram

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Alles Klar!


Spielberg_Fan

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Bewertung9.0Herausragend

„Bond auf den Spuren des 80er Jahre Actionkinos“

Das 16. offizielle Bond-Abenteuer stieß bei Kritik und Publikum stets auf geteilte Meinungen. Die einen lobten den Film als eine gelungene Rückkehr zu den Wurzeln, andere hingegen sahen in diesem Film einen Stilbruch.

Ich persönlich halte „Lizenz zum Töten“ für einen der besten Bond-Filme. Die Story wirkt glaubhafter, der trockene Humor stimmt, es herrscht hervorragende Action und Spannung und auch der Härtergrad in Sachen Gewaltdarstellung ist passend getroffen. 007 ging ja bekanntlich immer mit dem Trend der Zeit und so überrascht es eigentlich nicht, dass dieser Teil der Reihe wie ein knallharter Actionfilm der 80er Jahre daherkommt.

Auch Dalton überzeugt wieder voll und ganz in der Rolle von James Bond und lehnt seine Darstellung erneut sehr nahe an die Fleming Romanen an. Robert Davi als extrem fieser Drogenbaron Sanchez gehört meiner Meinung zu den besten Bond- Widersachern der gesamten Reihe, was man auch in jeder Minute merkt. Über die Bond-Girls kann man leider nicht so ganz lobende Worte verlieren. Zwar sehen Talisa Soto und Cary Lowell recht schick aus, aber so wirklich richtig will der Funke hier nicht überspringen. Ein Höhepunkt des Films wäre dann noch der etwas längere Auftritt von Desmond Llewelyn als Q, der für fantastisches Bondfeeling sorgt.

Längen und überflüssige Szenen sucht man in „Lizenz zum Töten“ vergebens. Man hält sich zwar über weiten Strecken mit spektakulären Stunts zurück, aber dafür wird das Finale mit den Tanklastern besonders explosiv. Es kracht also ordentlich! Musikalische Unterstützung kommt diesmal von Komponist Michael Kamen, der sich als ganz guter Ersatz für John Barry erweist. Kamen macht mit seinem Bond-Sound also praktisch nichts falsch.

Somit ist „Lizenz zum Töten“ eben wegen seiner Andersartigkeit ein absolutes Highlight der gesamten Filmreihe!

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cinram

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Robert Davi kommt richtig gut! Er wirkt souverän und äußerst grausam, dazu noch witzig und außerdem hat er noch Uwe Friedrichsens tolle Synchro!


Turokko

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Bewertung6.5Ganz gut

Knallhart und brutal !!
Timothy Dalton verkörpert zum zweiten und leider auch zum letzten Mal den berühmtesten Geheimagenten der Welt! James Bond auf Rache ist zu der Zeit etwas neues im Bondgenre gewesen und wurde meines erachtens sehr gut in szene gesetzt!
Eine Brutale szene hätten sie aber auf jeden Fall streichen können!
Lizenz zum töten ist sehr nett anzusehen und man kann sich den Abend schön damit vertreiben da er ja 0 anspruchsvoll ist ;)

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Deine Meinung zum Film James Bond 007 - Lizenz zum Töten