Die Klapperschlange anstatt in New York, auf einem im All kreisenden Gefängnis. Leider fehlt Lockout so einiges, um an den Klassiker auch nur annähernd ranzukommen. Abgesehen von dem Auftrag, den unser Held hat, interessiert den Rest der Story eigentlich niemanden. Am Anfang und zum Ende hin, wird nochmal schnell eine vage Rahmenstory geformt, um die Charaktere an die nötigen Schauplätze zu befördern.
Zum einen gibt es da das Hochsicherheitsgefängnis mitten im All. Und heilige Scheisse, es sah wirklich sicher aus. Wenn aber die Tochter des Präsidenten in ein Verhör mit dem größten Psychopathen der Anstalt in einem Raum verweilt ("Waffen sind in diesem Raum streng verboten!"), wird der der extremst loyale (loyaler geht es nicht ;-) ) nichtmal durch einen Metalldetektor geschickt und stellt sich mit seiner Waffe zehn Zentimeter neben den Irren, anstatt, wie jeder gute Leibwächter, neben die zu beschützende Person, auf der anderen Seite des "Sicherheits"glases (Kugelsicher? Wozu?). Diese und viele weitere eher unlogische Szenen (wurde schonmal erwähnt: Mit zwei Klicks öffnen sich alle Zellen... ) haben mir den Spaß verdorben.
Okay, aber man kann ja versuchen abzuschalten, um einfach nur die gute Action zu genießen. Und die ist wirklich nicht zu verachten. Die Raumschiffe sind gut animiert (warum sieht aber die Motorradjagd am Anfang aus, wie aus einem schlechten PC-Game?), die Action gut performt und die Schauspieler müssen sich von Situation zu Situation kämpfen. Guy Pearce und Maggy Grace spielen ihre Rollen gut. Aber die Charaktere kann man trotzdem schlecht mögen. "Snow"s Wortschatz besteht ausschließlich aus coolen Sprüchen. Die sind am Anfang echt noch amüsant, werden aber bald einfach nur ätzend und belanglos. Coole Sprüche werden nur zu unvergessenen Zitaten, wenn sie bewusst und sporadisch eingesetzt werden. Wenn der Held nicht einen normalen Satz rausbringt, kann man sich schlecht mit ihm identifizieren. Miss Warnock entspricht halt dem typischsten Frauencharakter, den man sich in einem solchen Film vorstellen kann (auch mit, von Snow, perfekt gestyltem Kurzhaarschnitt).
Insgesamt mal wieder ein enttäuschendes Kinoerlebnis.
timcky Wed, 02 May 2012 23:58:18 -0000
Kommentar löschenDie Klapperschlange anstatt in New York, auf einem im All kreisenden Gefängnis. Leider fehlt Lockout so einiges, um an den Klassiker auch nur annähernd ranzukommen. Abgesehen von dem Auftrag, den unser Held hat, interessiert den Rest der Story eigentlich niemanden. Am Anfang und zum Ende hin, wird nochmal schnell eine vage Rahmenstory geformt, um die Charaktere an die nötigen Schauplätze zu befördern.
Zum einen gibt es da das Hochsicherheitsgefängnis mitten im All. Und heilige Scheisse, es sah wirklich sicher aus. Wenn aber die Tochter des Präsidenten in ein Verhör mit dem größten Psychopathen der Anstalt in einem Raum verweilt ("Waffen sind in diesem Raum streng verboten!"), wird der der extremst loyale (loyaler geht es nicht ;-) ) nichtmal durch einen Metalldetektor geschickt und stellt sich mit seiner Waffe zehn Zentimeter neben den Irren, anstatt, wie jeder gute Leibwächter, neben die zu beschützende Person, auf der anderen Seite des "Sicherheits"glases (Kugelsicher? Wozu?). Diese und viele weitere eher unlogische Szenen (wurde schonmal erwähnt: Mit zwei Klicks öffnen sich alle Zellen... ) haben mir den Spaß verdorben.
Okay, aber man kann ja versuchen abzuschalten, um einfach nur die gute Action zu genießen. Und die ist wirklich nicht zu verachten. Die Raumschiffe sind gut animiert (warum sieht aber die Motorradjagd am Anfang aus, wie aus einem schlechten PC-Game?), die Action gut performt und die Schauspieler müssen sich von Situation zu Situation kämpfen. Guy Pearce und Maggy Grace spielen ihre Rollen gut. Aber die Charaktere kann man trotzdem schlecht mögen. "Snow"s Wortschatz besteht ausschließlich aus coolen Sprüchen. Die sind am Anfang echt noch amüsant, werden aber bald einfach nur ätzend und belanglos. Coole Sprüche werden nur zu unvergessenen Zitaten, wenn sie bewusst und sporadisch eingesetzt werden. Wenn der Held nicht einen normalen Satz rausbringt, kann man sich schlecht mit ihm identifizieren. Miss Warnock entspricht halt dem typischsten Frauencharakter, den man sich in einem solchen Film vorstellen kann (auch mit, von Snow, perfekt gestyltem Kurzhaarschnitt).
Insgesamt mal wieder ein enttäuschendes Kinoerlebnis.
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