Lola

Lola (2009), FR/PH
Laufzeit 110 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 15.07.2010

7.5 Kritiker
4 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.7 Community
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2 Kommentare
Lola - Bild 4285112
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von Brillante Mendoza, mit Anita Linda und Rustica Carpio

Ein tragisches Ereignis führt zwei Großmütter zusammen – der Enkel der einen ist angeklagt, den Enkel der anderen bei einem Raub ermordet zu haben. Nun sind sie vor ähnliche Schwierigkeiten gestellt, denn beide stammen aus der Unterschicht Manilas und müssen nun Geld auftreiben; der einen fehlt das Geld für die Bestattung und die Gerichtsverhandlung, der anderen um die Kaution für ihren Enkel zu bezahlen. Nüchtern und unbeschönigend begleitet der Film die Bemühungen der beiden alten Frauen, die von einer scheinbar grenzenlosen Fürsorge angetrieben werden: Lola Sepa auf ihren Wegen durch die Stadt, um die Beerdigung zu organisieren und durch die Nachbarschaft, um Spenden zu sammeln; Lola Puring beim Gemüse-Verkauf und den Besuchen im Gefängnis.

  • DVD
Erscheinungstag: 12.08.11
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Kritiken (2) — Film: Lola

Christoph Huber: Die Presse Christoph Huber: Die Presse

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8.5Ausgezeichnet

Lola zeigt die Exzellenz Mendozas als realistischer Regisseur: ein bewegendes Melodram, kunstvoll aus den Details der Wirklichkeit geschichtet. Zugleich ist es das lichteste, zugänglichste, rundeste Werk Mendozas.

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José Garcia: Textezumfilm

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7.0Sehenswert

Durch seine beobachtende Sicht beschreibt „Lola“ mit viel Empathie für seine Figuren die alltägliche Not dieser Menschen am Rande der Gesellschaft. Die dokumentarische Anmutung verleiht dem Film darüber hinaus eine große Authentizität. Die zwei alten Damen – die Schauspielerinnen Anita Linda und Rustica Carpio sind Jahrgang 1930 beziehungsweise 1924 –, die irgendwie zu einer einzigen Figur verschmelzen, wirken äußerst glaubwürdig. Ohne in Rührseligkeit zu verfallen, liefert „Lola“ eine gesellschaftliche Studie über die Ränder der Gesellschaft in den Slums von Manila sowie über Familien, die von den Frauen zusammengehalten werden, weil die Väter bezeichnenderweise völlig abwesend sind. Dadurch, dass Brillante Mendoza genauso schonungslos die überfüllten Gefängnisse und die überlaufenen Behörden, bietet sein Film ebenfalls einen Einblick in ein unmenschliches System, ohne dabei in eine billige Sozialkritik abzudriften.

Auf der anderen Seite behandelt „Lola“ auch universale Themen. Dazu gehört etwa auch die Aussage, dass Geld zwar in materieller Hinsicht hilft, den Alltag mit all seinen Beschwernissen zu ertragen, den Verlustschmerz und die Trauer aber letztlich nicht bewältigen kann.

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