Lola
Lola (1981), DE Laufzeit 113 Minuten, FSK 16, Komödie, Kinostart 20.08.1981
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von Rainer Werner Fassbinder, mit Barbara Sukowa und Armin Mueller-Stahl
Coburg 1957: Der neue Baudezernent, Herr von Bohm, tritt in der Kleinstadt sein Amt an. Durch seine korrekte und unbestechliche Art wird er schnell unbeliebt in der allseits korrupten Gesellschaft, die sich gegenseitig die profitablen Happen des Wirtschaftswunders der Adenauer-Ära zuschiebt. In der Gemeinde herrscht der Baulöwe Schuckert. Treffpunkt der Honoratioren der Stadt ist seine “Villa Fink”, ein florierendes Bordell. Dort werden die geschäftlichen Beziehungen und Liebesdienste ausgehandelt. Star im Bordell ist die bezaubernde Marie-Luise, unter den Männern besser bekannt als Lola, die schärfste Hure der Stadt. Der hochmoralische von Bohm deckt Schuckerts Machenschaften auf und will die Wahrheit ans Licht bringen. Doch Schuckert weiß, wie er sich von Bohms Schweigen erkauft: Er verspricht ihm Lola.
Cast & Crew
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Rainer Werner Fassbinder
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Barbara Sukowa
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Armin Mueller-Stahl
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Von Bohm
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Matthias Fuchs
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Helga Feddersen
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Frau Hettich
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Karin Baal
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Lolas Mutter
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Ivan Desny
Regie
Schauspieler
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Elisabeth Volkmann
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Hark Bohm
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Karl-Heinz von Hassel
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Timmerding
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Rosel Zech
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Frau Schuckert
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Sonja Neudorfer
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Frau Fink
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Christine Kaufmann
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Günther Kaufmann
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Udo Kier
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Rainer Werner Fassbinder
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Pea Fröhlich
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Peter Märthesheimer
- Genre
- Satire
- Ort
- Bayern, Coburg
- Handlung
- Bordell, Korruption, Provinz
- Mitmachen
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Drehbuch
Filmdetails Lola
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Kritiken (1) — Film: Lola
Ulrich Behrens
Kommentar löschenZweifellos liegt eine Interpretation von „Lola” nahe, die die 50er Jahre in der Bundesrepublik Deutschland als eine Zeit beschreiben, in der sich Korruption, miefige Kleinstadtenge und skrupelloses Geschäftemachen die Klinke in die Hand geben. Lässt man den Film allerdings genauer Revue passieren, fällt zunächst auf, wie Fassbinder die Personen zueinander gruppiert, wie er die Geschichte auflöst und dass ihn eigentlich nicht so sehr die Frage interessiert, dass es Korruption und Vetternwirtschaft gab, sondern wie sie zustandekommen – in einem weiteren Sinne: wie nach 1945 respektive 1949 in so schneller Zeit das sog. „Wirtschaftswunder” möglich gewesen ist.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentare (3) — Film: Lola
Kommentar schreibenfilmfan90 2011/03/02 18:53:35
Kommentar löschenIn der „Wirtschaftswunder“- Satire „Lola“ schildert Fassbinder die fragwürdigen Geschäftsgebaren der kommunalen Polit- Persönlichkeiten einer deutschen Kleinstadt.
Die Größen des politischen und gesellschaftlichen Lebens von Coburg pflegen es, ihre Verträge im Bordell des Bauunternehmers Schuckert bei Wein, Weib und Gesang zu schließen, wobei sie nur wenig Rücksicht auf die gesetzlichen Vorschriften nehmen. Die Ortsgrößen sehen sich jedoch vor ein Problem gestellt, als eines Tages der als unbestechlich geltende Herr von Bohm zum neuen Baudezernenten ernannt wird, da er gegen jegliche Schmeicheleien immun zu sein scheint. Daraufhin trägt Schuckert seiner Geliebten namens Lola, „die Frau mit dem süßesten Arsch der Stadt“ (so Schuckert über sie), auf, den neuen Baudezernenten zu verführen. Als von Bohm herausfindet, dass es sich bei der attraktiven Dame um eine Edel- Hure, die in Schuckerts Bordell arbeitet, handelt, gerät er aus der Fassung…
Fassbinder bedient sich einer Miniatur der jungen Bundesrepublik des Jahres 1957, in der Korruption und Bestechung das rege Geschäftsleben in der Zeit des „Wirtschaftswunders“ überschatten; Politik und Stadtplanung werden am Tisch des Bauausschusses zu Gunsten der Brieftaschen aller anwesenden Großbürger beschlossen- ein jeder will ein Stück vom Kuchen des neu erlangten Wohlstandes abhaben.
Das Drehbuch zu „Lola“ ist voller witziger, von der amerikanischen Screwball- Komödie der 1930er und -40er Jahre inspirierter Dialoge, die jedoch niemals die kritische Sichtweise des Regisseurs auf die Entstehung bzw. Entwicklung der BRD retuschieren.
Verleiht Fassbinder dem Vorgängerfilm „Die Sehnsucht der Veronika Voss“ die Optik eines klassischen Film Noir, so tüncht er „Lola“ in eine grelle, zumeist pinke Beleuchtung, die den satirischen Charakter des Films unterstreicht und den allgegenwärtigen Einfluss des örtlichen „Etablissements“, welches in besonders stechenden Neon- Farben erstrahlt, auf das Stadtleben auf visueller Ebene verdeutlicht.
Fassbinder ist mit „Lola“ ein gebührender Abschluss der „BRD- Trilogie“ geglückt, der den politischen Ansichten des Regisseurs auf künstlerisch ungewöhnliche Weise Ausdruck verleiht und zudem durch die hervorragenden Leistungen der deutschen Schauspieler- Elite, u.a. Mario Adorf, Armin Mueller- Stahl und Barbara Sukowa, überzeugt.
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alanger 2008/08/10 18:16:51
Kommentar löschenwirtschaftswunderdrama von fassbinder mit einem überagenden muller-stahl und einer überzeugenden sukowa.
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Kubrick_obscura 2008/06/05 14:37:06
Kommentar löschenBarbara Sukowa - unvergesslich!
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