Lollipop Monster
Lollipop Monster (2011), DE Laufzeit 93 Minuten, FSK 0, Drama, Kinostart 25.08.2011
4 Bewertungen
Skala 0 bis 10
64 Bewertungen
11 Kommentare
Keine
von Ziska Riemann, mit Jella Haase und Sarah Horvath
Zwei Mädchen, Ari und Oona, träumen vom Ausbruch in die Freiheit. Der Baron, Sänger ihrer Lieblingsband „Tier“ singt: „Wir fühlen alles, uns machst du nichts vor, wir sind Trieb, Lust und Instinkt …“ Doch bei ihnen zu Hause wird nicht gefühlt, sondern geschwiegen. Aris Mutter hat bis heute nicht bemerkt, dass ihre Kinder groß geworden sind, und ihr Bruder tyrannisiert die Familie in ihrer bunten Designwelt. Die lolitahafte Ari holt sich die fehlende Zuneigung beim Sex mit erwachsenen Männern und buhlt um die Aufmerksamkeit der mysteriösen, schwarzgekleideten Oona. Oona fühlt sich schuldig am Selbstmord ihres Vaters, ritzt sich die Arme blutig und bannt ihre Gewaltfantasien mit wilden Kohlestrichen auf Papier. Die beiden Mädchen folgen ihrem Instinkt und gehen auf die Jagd, schleichen durch das Dickicht der Stadt, tanzen mit dem Baron und blecken die Zähne. „Wir verstehen uns blind, weil wir dieselbe Gattung sind.“ Oona lernt von Ari, ihre Wut nach außen zu kehren, und Ari erfährt durch die Freundschaft endlich das Gefühl von Selbstachtung. Doch Ari beginnt eine Affäre mit Oonas verhasstem Onkel Lukas. Als Oona die beiden ertappt, zieht sie sich zutiefst gekränkt zurück. Die Mädchen sehen nur noch eine Chance, ihre Freundschaft zu retten … „Du solltest niemals vergessen – ich könnt’ dich einfach fressen – bin unberechenbar!“
Mehr Bilder (7) und Videos (3) zu Lollipop Monster
Cast & Crew
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Ziska Riemann
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Jella Haase
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Sarah Horvath
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Thomas Wodianka
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Rainer Sellien
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Nicolette Krebitz
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Fritz Hammel
Regie
Schauspieler
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Sandra Borgmann
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Janusz Kocaj
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Koffi Kôkô
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Lilli Meinhardt
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Sybille J. Schedwill
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Rafael Stachowiak
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Nikeata Thompson
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Imge Ünlü
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Luci van Org
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Luci van Org
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Ziska Riemann
- Genre
- Drama
- Zeit
- Gegenwart
- Ort
- Berlin
- Handlung
- Affäre, Beste Freunde, Betrug, Familie, Familienleben, Freundschaft, Onkel, Verzweiflung
- Stimmung
- Spannend
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Lollipop Monster
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Kritiken (3) — Film: Lollipop Monster
Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschenRieman erzählt überzeichnet, voll erkennbarer Lust am Skurrilen und Absurden. Vor allem aber erzählt sie souverän. Als Porträt von „Teenage Angst“ und dysfunktionalen Familien, vor allem der Sprachlosigkeit der Mittelklasse, unter der deren Kinder leiden, ist das gelungen und anregend. Die Ehrlichkeit des Films, sein Stilwille und offener Ästhetizismus überzeugen jederzeit. Sie machen die Stärke von „Lollipop Monster“ und zu einem ungewöhnlichen, reizvollen Film.
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Jenni Zylka: fluter, sissy Jenni Zylka: fluter, sissy
Kommentar löschenWenn man kein Herz für Trash hat oder einfach die Nase voll von Barbiegirl-goes-Rrriotgirrl-Ästhetik, dann braucht man die Geschichte der beiden Tierfreundinnen nicht: In die „Berliner Schule“ geht Lollipop Monster jedenfalls nicht, er positioniert sich eher lustvoll in der entferntesten Ecke. Das ist mutig und süß. Schade nur, dass die Ernsthaftigkeit, mit der Riemann und van Org ihr Anliegen trotz Neonfassade und leichthändig ausgestatteter Clipästhetik vorbringen, dabei bisweilen auf der Strecke bleibt, vergraben unter raschelnder, poppiger und zuckersüßer Lollipop-Deko.
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Norbert Raffelsiefen: Programmkino.de Norbert Raffelsiefen: Programmkino.de
Kommentar löschenDas Coming-of-Age-Drama kommt als greller Comic daher, bei dem sich die unterschiedlichsten Stilelemente zu einer überbordenden Collage zusammenfügen. In der schrillen Mixtur aus Clip-Ästhetik und Popzitaten schickt der Film den Zuschauer auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle, zwischen saftiger Komik und erschütternder Tragik. Auch wenn nicht jedes Stilmittel den Film nach vorne bringt – so erweisen sich die Musicclips als Sand im Getriebe des Erzählfluss – führt der ekklezistische Experimentierwille am Ende doch zu einem originellen und frischen Ansatz.
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Kommentare (8) — Film: Lollipop Monster
Kommentar schreibenAlesa_89 2012/03/04 22:22:26
Kommentar löschenDer perfekte Ausgleich zwischen Schwarz und Bunt. Selten hat ein Film solche Emotionen in mir aufkommen lassen. Und das bis zum Schluss!
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U-Turn 2012/03/03 09:14:11
Kommentar löschenUnglaubwürdige Story, unglaubwürdige Schauspieler, teilweise reichlich albern, komisch, unlogisch, nicht nachvollziehbar, unrealistisch, Film nach 30 min abgebrochen.
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nmrd 2011/10/28 00:12:37
Kommentar löschenGroßartig! Ein krasser Trip, selten ist Kino so kreativ und hemmungslos. Macht einfach Spass!
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Synovia 2011/10/06 02:17:33
Kommentar löschenUi! Das letzte Mal als ich eine Vorhersage von 10 hatte, war bei "Mary & Max" und da hatte es voll ins Schwarze getroffen.
Also, ganz klar, vorgemerkt!
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Maddy87 2011/06/22 13:21:29
Kommentar löschenEin Film, der von zwei ruinierten Familien handelt…
Bei der ersten begeht ein erfolgloser Künstler Selbstmord, nachdem er von seiner Tochter Oona erfährt, dass seine Frau eine Affäre mit seinem Bruder hat.
Dadurch kehrt die ohnehin verschlossene Oona allen den Rücken zu und versucht ihren Frust und den Verlust ihres Vaters durch verstörte Zeichnungen und selbstverletzendes Verhalten zu unterdrücken.
Die zweite Familie scheint auf den ersten Blick in einer heilen Welt zu leben. Zumindest tut es die durchgedrehte Mutter, die ihre beiden Teenager wie kleine Kinder behandelt und durch ihre naive Art dessen ernsthafte Probleme nicht wahrnimmt, da sie Angst hat, dass ihre Illusion von einer „Happy Family“ wie eine Seifenblase platzen könnte. Währenddessen ringt der Sohn verzweifelt um die Aufmerksamkeit der Familie, indem er sich verschiedene Krankheiten ausdenkt und die 15-jährige Tochter Ari, die zuhause noch Barbie-Puppen besitzt, führt nach außen hin ein äußerst laszives Leben mit häufig wechselndem Geschlechtsverkehr.
Eines Tages treffen die beiden unterschiedlichen Mädchen aufeinander und versuchen sich gegenseitig Halt zu geben und ihrer defekten Welt zu entfliehen…
Im Großen und Ganzen wirkt der Film wie ein Musikvideo. Es wird viel mit dem Licht experimentiert, verschiedenen Kameraperspektiven kommen zum Einsatz und immer wieder werden animierte Sequenzen eingespielt, die mit einer Gothic-Musik untermalen sind.
Eigentlich ist „Lollipop Monster“ ein bewegendes Drama, welches ein ernstes Thema behandelt und trotzdem hatte ich im Kino viel Spaß, da sich der Film mit skurrilen Dialogen, trashigen Soft-Porno-Szenen und einem bizarren Ende nicht allzu ernst nimmt.
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MoMa 2011/06/22 15:02:50
Antwort löschenDas ganze Leben ist ein Musikvideo - wie Tochter schon ansprach... .
Lollipop Plus: eine innige Freundschaft zwischen `Vicky Pollard´ (Little Britain) und Mathilda (Leon der Profi) machen den Film um einiges attraktiver! ... Herrlich!
dieter-pete 2011/06/22 16:28:56
Antwort löschenWelch herrlicher Kommentar :D Danke!
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Maddy87 2011/06/22 22:14:12
Antwort löschenooooh mein Gott, ich kann nicht glauben, dass du das grad gesagt hast... :-)
psuch 2011/06/27 15:14:30
Antwort löschenAber ja, aber nein, aber ja...
Ist auf jeden Fall jetzt vorgemerkt ;)
endquote 2011/02/23 17:17:23
Kommentar löschenHeavenly Creatures im Pop-Goth-Look.
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nevermind5678 2011/02/17 09:34:02
Kommentar löschenKonnte ihn gestern auf der Berlinale sehen, war für mich eines der absoluten Highlights von den Filmen die ich bisher gesehen habe.
Die Zusammenfassung hier gibt aber einen komplett falschen Eindruck von dem Film: Es ist kein Drama, sondern eine Art Tragikomödie, aber eine sehr amüsante. Die kaputten Familien der beiden Mädels sind einfach nur zum Brüllen komisch, und generell ist der Film nie langweilig, stets unterhaltsam, lustig, teilweise mit ner Art Videoclip-Optik, und sehr coolem Soundtrack. Und die beiden Hauptdarstellerinnen kommen sehr glaubwürdig rüber und spielen ihre Rollen einfach super.
Kann den Film ohne Bedenken weiterempfehlen.
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wettbuero 2011/02/05 17:47:28
Kommentar löschenOffensichtlich hat der/die Schreiber/in des Kurztextes einen anderen Film gesehen. Schade, so kann man auch gute Filme kaputt schreiben . . .
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