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London Boulevard - Kritik
GB 2010 Laufzeit 107 Minuten, FSK 16, Kriminalfilm, Drama, Kinostart 01.12.2011
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Kritiken (12) — Film: London Boulevard
Medienjournal: Medienjournal-Blog.de
Kommentar löschen[...] Es mutet schon beinahe witzig an, dass ein Roman, der nur allzu deutlich von einem alten Hollywood-Filmvorbild inspiriert ist und nach England verlegt worden ist, gleichsam aber von einem irischen Autor stammt, nun wiederum verfilmt worden ist und dies tatsächlich von dem Amerikaner William Monahan, der hier als Regisseur und Drehbuchautor in Erscheinung tritt. Man könnte sagen der Kreis schließt sich, obwohl die Handlung weiterhin in London angesiedelt ist und die beiden Filme, also Sunset Boulevard von Billy Wilder und nun London Boulevard von Herrn Monahan herzlich wenig gemein haben. Dass dies aber auch nicht die Intention war oder hätte sein können liegt ebenso auf der Hand, weil Romanautor Ken Bruen einen gänzlich anderen Weg einschlägt und bei all den Gemeinsamkeiten trotzdem etwas gänzlich Eigenes geschaffen hat. [...]
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Oceanic6: CinemaForever
Kommentar löschen[...] Äußerst sehenswerte Gangster-Lovestory, welche die meiste Zeit von ihrem britischen Charme und den sympathischen Schauspielern lebt und gerade deswegen so gut unterhält. Um mit den Genre-Klassikern mitzuhalten, sollte Monahan allerdings den Stift aus der Hand legen und sich in seinen künftigen Filmen einzig auf seine Regie konzentrieren, denn diese ist ohne Frage sehr gelungen.
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Eric Kohn: indieWIRE Eric Kohn: indieWIRE
Kommentar löschenMonahan weiß, wie die Versatzstücke des Genres aussehen, doch leider verwendet er sie ein wenig zu plump und oberflächlich.
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Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de
Kommentar löschenMonahan zelebriert seine Nebenfiguren, grandios bei dem unter all seiner vollendeten Form noch äußerst gefährlichen Gangster Gant und vor allem bei David Thewlis mit der Attitüde einer verwelkten Film-Diva, der Weisheit eines spirituellen Lehrers und der Entschlossenheit einer abgefeuerten Kugel.
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Stefan Stiletto: fluter Stefan Stiletto: fluter
Kommentar löschenWilliam Monahan, der für sein Drehbuch zu Martin Scorseses "Internal Affairs"-Remake "The Departed" mit einem Academy Award ausgezeichnet wurde, liefert leider nur ein enttäuschendes Regiedebüt ab. An der Inszenierung liegt es nicht, ist der Stilwille doch in jedem Bild zu spüren. [...] Ausgerechnet das Drehbuch allerdings erweist sich als Schwachstelle.
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Annekatrin Liebisch: Radio Köln Annekatrin Liebisch: Radio Köln
Kommentar löschenDiese interessanten Gestalten setzt Monohan in schicke Szenerien, lässt sie gut getimte Sprüche abfeuern und hinterlegt ihr Tun mit einem hervorragenden 60er-Jahre-Soundtrack. Das Problem ist nur: Sie tun an sich nicht viel. Monohan hat erstaunlich wenig Verwendung für seine vielschichtigen Charaktere.
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P. Wellinski: Filmszene.de P. Wellinski: Filmszene.de
Kommentar löschen„London Boulevard“ ist ein seltsamer Stolperfilm geworden. Er nimmt zwar mit der tollen Eröffnungssequenz [...] einen witzigen und temporeichen Anlauf, gerät aber bereits mit den ersten Szenen und Dialogen, in denen sich die Handlung entwickeln soll, ins Wanken. Monahan weiß nicht wohin mit seinen Figurenkonstellationen, Konflikten und Handlungssträngen. Er wirbelt alles relativ unbedarft durch die Luft und verhindert damit, dass sich eventuell interessante Spannungsbögen bilden könnten.
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Jörg Gerle: http://film-dienst.kim-info... Jörg Gerle: http://film-dienst.kim-info...
Kommentar löschenDer im Vergleich [zu den von Regisseur Monahan bisher verfassten Drehbüchern] fast schlichte „London Boulevard“ funktioniert zunächst durch einen geradlinigen Thriller-Plot, fasziniert aber zusehends durch dessen außergewöhnliche Volten: Perfekt konstruierte Wendungen rücken Charaktere vom Rand der Geschichte plötzlich ins Zentrum der Handlung, ein Vexierspiel zwischen cooler Mimik und beiläufig spitzen Dialogen entfaltet sich, das Monahan aus der gleichnamigen Buchvorlage von Ken Bruen extrahiert.
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Manfred Riepe: epd Film Manfred Riepe: epd Film
Kommentar löschenLondon Boulevard überzeugt als stylischer, doppelbödiger Krimi, der zwar nicht so genial ist wie ein Werk der Coens, dabei aber deren zuweilen inflationäre Selbstironie meidet. Dank atmosphärischer Londonbilder von Chris Menges ist das Geschehen in einer dokumentarisch präzise beobachteten sozialen Realität von heute situiert.
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Kim Newman: Empire Kim Newman: Empire
Kommentar löschenDas Problem mit London Boulevard, dem Regiedebüt des Boston-stämmigen Autors William Monahan, ist, dass dem Zuschauer nichts Neues geboten wird [...] London Boulevard ist in Stimmung, Stil und old-school Gangster-Darstellung einem anderen britischen Film so ähnlich, dass man ihn auch gleich Layer Cake 2 hätte nennen können.
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Stephen Holden: New York Times Stephen Holden: New York Times
Kommentar löschenLondon Boulevard ist das Regie-Debüt von Mr. Monahan, der für sein The Departed-Drehbuch den Oscar entgegen nehmen durfte. Doch durch die dichte und raue Athmosphäre und die äußerst wendungsreichen Geschichte verstrickt sich London Boulevard ein wenig zu sehr in sein überkomplexes Konzept.
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Spideragent: http://darkagent.blogsit.net/
Kommentar löschenDies ist das Debut vom amerikanischen Drehbuchautor William Monahan, basierend auf einem Roman des Iren Ken Bruen. Rausgekommen ist ein fast schon zu typisch englischer Gangsterfilm. Coole Musik, harte Typen, schnelle Schnitte, rohe Gewalt, hoffnungsvolle Liebe, aussichtslose Flucht - alles dabei was Verbrecher in London so ihren Alltag nennen. Ob das wirklich so abläuft oder nur irgendwer mal mit dieser Darstellungsform angefangen hat und nun jeder glaubt, er müsse diese Richtung beibehalten? Keine Ahnung, vielleicht muss sich das britische Gangsterfilmgenre wieder neu erfinden, vielleicht aber auch bleibt es solange gleich, bis es nicht mehr erfolgreich ist.
Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
Kloina1893 Thu, 19 May 2011 16:55:20 -0000
Antwort löschentolle Kritik, aber hast du das Buch gelesen?
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Spideragent Thu, 19 May 2011 22:44:31 -0000
Antwort löschenNein, das Buch kenne ich nicht, wahrscheinlich ist es aber wie in den meisten Fällen besser als der Film.
Kloina1893 Sun, 22 May 2011 15:09:03 -0000
Antwort löschenBin nämlich immer noch skeptisch, was den Film angeht. Vorgemerkt isser zwar, aber die Story ist in bestimmter Hinsicht doch stark abgeändert. Das Buch habe ich verschlungen und stellt auch eines meiner Lieblingsbücher dar.
Kommentare (63) — Film: London Boulevard
Ladidahh Sat, 30 Mar 2013 22:48:09 -0000
Kommentar löschenDer Soundtrack und der Showdown waren gut!
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jawe77 Sat, 09 Feb 2013 15:24:20 -0000
Kommentar löschenHat mich in jeder Weise begeistert , - ! " Punkt
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Simon Moon Sat, 09 Feb 2013 18:32:46 -0000
Antwort löschenEin schöner, stiller, dunkler, langsamer Gangsterfilm.
Kloina1893 Mon, 07 Jan 2013 17:06:53 -0000
Kommentar löschenKommt leider in keinster Weise an die großartige Buchvorlage ran.
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jawe77 Sat, 09 Feb 2013 15:43:39 -0000
Antwort löschenWecher Film tut das schon? Das Kriterium ist Mager.
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Kloina1893 Sun, 10 Feb 2013 14:36:24 -0000
Antwort löschenDer Stil des Films hat mir gefallen, deshalb immerhin die 5 Punkte. Aber eine Buchverfilmung muss sich eben auch mit der Vorlage messen lassen (und in diesem Fall mit einem meiner absoluten Lieblingsbücher) und das war hier meiner Meinung nach gar nix. Aber brauch man sich ja nicht wundern, wenn so vieles verändert, bzw. weg gelassen und die Geschichte (das was sie noch davon übrig gelassen haben) auch noch relativ "hektisch" abgehandelt wird. Eine längere Laufzeit und etwas mehr Treue zur Vorlage wäre in dem Fall wohl nicht verkehrt gewesen.
Es gibt auch Buchverfilmungen, da gefällt mir der Film besser als die Vorlage (z.B. The Town), aber es gibt auch die, die absolut ebenbürtig sind. Aber immer wieder eben auch welche, die sich absolut nicht mit der Vorlage messen können. Und da ist dann das Kriterium auch nicht "mager".
jawe77 Sun, 10 Feb 2013 17:25:42 -0000
Antwort löschenEs geht ja nur um folgendes: Wenn du dass Buch nicht gelesen hättest, wäre auch die Kritik anders ausgefallen. zB.Wenn man mit einem Fotomodell liiert ist gefallen einem plötzlich die anderen Menschen nicht mehr so,da man im Kopf ein anderes Ideal bekommt (obwohl diese ja nicht wegen dem hässlicher werden)- ist nur natürlich- mehr wollte ich ja nicht vermitteln.
Ps:Aber Danke für deine Aufmerksamkeit!
Donnos Mon, 03 Dec 2012 22:13:16 -0000
Kommentar löschenHatte was und Vor- sowie Abspann waren klasse und schön retro. Das erste Drittel des Films war aber irgendwie total unstrukturiert und wirkte sehr unausgegoren. Erst später stellt sich heraus, worum es eigentlich geht, und die "Romanze" steht dabei doch ziemlich hinten an...Ich mag Colin Farrell, aber der Film war irgendwie so von allem etwas aber nicht kohärent genug.
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Markbln Sat, 06 Oct 2012 08:42:14 -0000
Kommentar löschenNicht einfach ....nicht einfach.
Was mache ich bloß mit diesem Film.
Ok, was mich begeistert: Mit Minute 2 bist du mittendrin, im LONODON BOULEVARD. Der Beat knallt durch die Boxen, die Girls tragen tiefe Ponys, hippe Klamotten und dunkles Make-up. Du bist in London, selbst wer den Titel nicht lesen kann, weiß, wo er ist und wird mit der ersten Einstellung tief in die englische Metropole hineingesogen. Die Kamera ist atemberaubend gut. Erst im Abspann sehe ich, dass Chris Menges dafür verantwortlich ist. Er hat nicht nur mit seiner Arbeit für Ken Loach und Stephen Frears das filmische Englandbild für mich stark geprägt, sondern reiht mit LONDON BOULEVARD ein weiteres Werk in seine eh schon lange Liste von ästhetischen Meisterleistungen ein:
ANGEL
THE KILLING FIELDS
MISSION
DER BOXER
DAS VERSPRECHEN
TAGEBUCH EINES SKANDALS
Der Stil könnte manchem aber auch zum Verhängnis werden, ist er hier doch manchmal ein bisschen, nur ein bisschen erzwungen. Wenn ein Film Attitude hat, dann ist es dieser. Aber das ist London, keine Stadt spiegelt die Pose, die Popkultur so wider wie die britische Metropole. Also gebe ich mich ihr hin, in meiner Liebe genauso wie in meinem Hass für diese Stadt. Bei aller glamourösen Oberfläche ist der Film jedoch sehr dunkel und schmutzig und hart. Und so ist auch London.
Die Vergleiche zu Tarantino oder Ritchie finde ich total fehl am Platz, denn William Monahan inszeniert viel düsterer und weniger ironisch. Auch ist der eine ganz wichtige Rolle spielende Soundtrack für mich viel besser ausgewählt. Nicht nur weil ich hier viele meiner Favoriten hören kann (Bob Dylans "Subterranean Homesick Blues", aaahhhh!!). Nein, die Auswahl der Songs ist auch weniger eklektizistisch und kalkuliert, und auch viel konsistenter für das gezeigte Sujet und vor allem den Rhythmus des Films gewählt. Damit ist er Teil der Erzählung und nicht bloß übergestülpter Pop. Hervorragend!
LONDON BOULEVARD lässt sich Zeit, manchmal zu viel und so entstehen auch ein paar Längen, die man überstehen muss. Dafür wird die Spannungsschraube dann um so mehr und überraschender angezogen. Für eine Gangstergeschichte, die keine Preise für das originellste Drehbuch einheimsen dürfte, hat Monahan das Maximum rausgefiltert. Die Dialoge sind ökonomisch (sorry für das doofe Wort, aber es trifft's mal auf den Punkt), langes unsinniges Geplapper über Hamburger oder Frisuren findet man hier nicht. Mitchell, der melancholische Held ist wie schon Ryan Gosling in DRIVE ein Gangster, der lakonisch als einsamer Wolf durch die Welt geht. Eine Wohltat nach all den dauerquasselnden Mobstern, Zuhältern und Killern.
Der größte Verdienst des Films für mich persönlich ist daher auch: Ich habe die erste Rolle gesehen, in der mich Colin Farrell komplett überzeugt. Am Anfang habe ich ihn als Ex-Knacki Mitchell sogar kaum erkannt, so frisch und neu fängt ihn Chris Menges' Kamera ein, ich bin begeistert. Auch die viel geschmähte Chin-Actress Miss Knightley ist hinreißend in Szene gesetzt. Die Liaison stört mich allerdings und fand ich in der Form zu konventionell und wenig überzeugend gespielt. Die Nebenrollen sind durch die Bank exzellent besetzt. Ben Chaplin hat eine unglaubliche Aura, Mitchells Schwester ist ein Archetyp der dünnen fashionable Londonerin, Anna Briel ist genial ausgesucht und in kürzesten Szenen perfekt beschrieben, ebenso die "Vermittlerin" Penny von Ophelia Lovibond. Uhhh, these chicks got attitude!
Was soll ich sagen, dieser Boulevard ist ein Fest fürs Auge, manchmal ein bisschen zu cool, zu schön, zu gewollt, aber bestimmt einer der modernen Gangsterstorys, die man zu den besseren zählen kann. An dieser Stelle auch danke nach Zürich für den Tipp. Und danke an den Regie-Neuling Monahan, ich möchte mehr von dir sehen!
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stuforcedyou Mon, 24 Sep 2012 08:44:08 -0000
Kommentar löschenWilliam Monahan hat mit seinem Regie-Debüt einen wirklich guten Gangster-Film vorgelegt. Manche Dialoge und Figuren wirken etwas zu verkrampft und nicht alle Dramatisierungen treffen voll ins Schwarze, dafür kann „London Boulevard“ in Sachen Witz punkten. Sein trockener, schwarzer Humor („Wenn Monica Belucci nicht wäre, wäre sie die meist vergewaltigte Frau im Film“) und sein schroffer, britischer Charme ergeben eine anziehende Mixtur. Colin Farrell als Mitch darf auch mal wieder voll überzeugen und verleiht seiner Figur trotz einer unsympathischen Vergangenheit ein stilsicheres Auftreten, welches durch seinen verzweifelten Hundeblick, ausgelöst durch sein Scheitern, immer wieder gebrochen wird. Im Grunde ist „London Boulevard“ ein Film, in dem ein Mann gegen seine Vergangenheit kämpft, dargestellt von schlechten Typen in meist gutsitzenden Anzügen. Monahan unterlegt dies alles mit einem gelungenen Soundtrack. Komponist Sergio Pizzorno, Mitglied der Rockband Kasabian, lieferte Musik ab, die oft an einen Italo-Western erinnert. Das passt. Mitch ist im Grunde auch nicht mehr als ein Cowboy. Die verschmutzten Straßen Londons sind die staubige Wüstenstadt und ähnlich konsequent wie in den brutalen, pessimistischen, europäischen Western endet „London Boulevard“ dann auch. Hier gibt es keinen Platz für Helden. Mitch weiß das, wird diese Lektion aber dennoch erneut lernen müssen – auf die harte Tour.
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pischti Thu, 13 Sep 2012 07:33:23 -0000
Kommentar löschenIch fang gleich mit den positiven Dingen an. Alle wesentlichen Charaktere sind sehr markant, facettenreich und von allen Beteiligten wirklich großartig gespielt. Colin Farrell spielt zwar meist sehr ähnliche Charaktere, er arbeitet aber wahnsinnig gut mit seiner Mimik. Ray Winstone, ist wie fast immer, absolut überzeugend und verkörpert das Riesenarschloch exzellent. Selbst Keira Knightley mimt die nach Freiheit und Privatsphäre sehnende, nachdenkliche junge Frau gekonnt. Vor allem erwähnenswert für mich Ben Chaplin, den ich bisher erst in gefühlten 2 oder 3 Filmen gesehen habe und mir auch nicht weiter in Erinnerung blieb. Er haucht seiner abgedrehten und von Drogen gezeichneten Figur Leben ein. Ich habe in fast allen Szenen wo er zu sehen war Chaplin sehr intensiv beobachtet und seine Mimik und vor allem Gestik, dazu sein gekonntes Timing und emotionales Schauspiel sind hervorragend. Möglicherweise ein Schauspieler der mehr kann als er vielleicht bisher zeigen konnte? Auch die Eröffnungssequenz mit dazugehöriger Optik und dem klasse Soundtrack ließen mich sogar kurz an Tarantinos Stil erinnern. Was schauspielerisch brilliant war, fehlt letztendlich etwas am Geschehen selbst, denn die abwechslungsreichen und sehr interessanten Figuren agieren für meinen Geschmack etwas zu wenig. Am Ende ist es so, dass man zwar einen an für sich gelungenen Film gesehen hat, der mit seinen Darstellern und deren Performance vollkommen überzeugt, trotzdem fehlt storytechnisch das gewisse Etwas um in eine noch höhere Liga aufzusteigen. Ich will keinen Vergleich zu Tarantino wagen, aber ich gehe davon aus, wer Tarantinos Stil in abgeschwächter Art mag, dem wird möglicherweise auch "London Boulevard" zumindest unterhalten. Gleiches gilt für die, die viel Wert auf interessante und abwechslungsreiche Charaktere legen.
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Spielberg_Fan Mon, 10 Sep 2012 16:14:25 -0000
Kommentar löschen„London Boulevard“ ist eine stylische Roman-Verfilmung, die sich im Fahrwasser der typischen Gangsterfilme aus England bewegt. Regisseur William Monahan bleibt im Gegensatz zum englischen Gangsterfilm-Guru Guy Ritchi vom Inszenierungsstil auf dem Boden und verliert die Lässigkeit bzw. die Coolness nicht aus den Augen. Collin Farell findet sich in seiner Rolle sehr gut zurecht, und spielt den Ex-Häftling Mitchell ruhig und gelassen. Als weiblichen Gegenpart darf sich Keira Knightley behaupten, die ihre Sache routiniert über die Bühne bringt, aber darunter zu leiden hat, dass ihrem Charakter nicht mehr Screentime zugeordnet wurde. Als kleinen Sahnebonbon gibt es Ray Winston obendrauf, der einmal mehr den bösen Gangsterboss mimen darf und es auch wieder voll drauf hat.
Somit ist „London Boulevard“ ein ganz ansehnlicher Film, der jetzt nicht die beste Geschichte erzählt, aber doch mit einem recht überraschenden Ende aufwarten kann. Pluspunkte gibt es auch für den verdammt coolen Soundtrack und natürlich für die prominente Besetzung.
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angelmoonsoul Mon, 10 Sep 2012 07:52:38 -0000
Kommentar löschenIch hab mir den Film eigentlich nur angesehen, weil Keira Knightley mitspielt! Colin Farrell fand ich auch nicht schlecht. Die Story is am Anfang etwas langweilig, jedoch wirds etwas später ganz unterhaltsam.
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DN Sun, 09 Sep 2012 21:08:13 -0000
Kommentar löschenInteressanter Film mit netter Story
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Kill_Diether Sun, 05 Aug 2012 21:24:36 -0000
Kommentar löschenSmart, Tuff & Hard. Ein guter englischer Thriller, wo kaltblütige Morde mit Seiden-Anzügen daher kommen. Dabei muss die Tat selbst gar nicht gezeigt werden. Intensiver und bedrohlicher geben einem die Schauspieler, zusammen mit den geschliffenen Dialogen, den Thrill.
Beispielsweise Ray Winstone. Mann, mit so einem Typen möchte keiner im selben Raum sein. So ein richtig fieser Psychopatenknochen, der geschniegelt und gestriegelt, lächelnd übelste Dinge vollbringt. Daneben sind weitere Nebenrollen überzeugend besetzt. Ben Chaplin als schwach-opportunistischer Gangster, der sich als kleiner Fisch unter den Haien durchmogelt. Oder David Thewlis, bekannt aus "Harry Potter", als zugedröhnter Künstler-Freund. Ehrlich und konsequent.
Colin Farrell ist zwar etwas Supermannmäßig überzogen, passt jedoch viel besser in die Rolle als manch anderer. Seine Lady im Film, Keira Knightley, machts auch richtig, dh. sie spielt eine Frau und kein Püppchen, wie in "Fluch der Karibik".
Einen Extrapunkt verdient der schweinecoole Soundtrack, welcher perfekt zu den Szenen passt. Zusammengenommen erinnert das alles ein wenig an den Tarantino-Style, und zwar positiv.
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patcharisma Mon, 02 Jul 2012 22:33:39 -0000
Kommentar löschen"London Boulevard" könnte man beinahe mehr als durchstilisierte Kunst verstehen, denn als Gangster(-Melo)Drama. Sie ahnen es schon: Wer auf die Idee kommt, dieses britische Masterpiece mit - sagen wir mal - einem Guy Ritchie zu vergleichen, hat hier wirklich gar nichts begriffen. Völlig genial durchkomponiert sind die einzelnen Bilder und verschachtelten (Mini-)Szenen, die sich von kleinen losen Episoden immer weiter zu einem beängstigenden Ganzen zusammenfügen. Die Dialoge sitzen stets wie Gusseisen (bitte nur im O-Ton anschauen, das Cockney ist klasse!), der schwarze Humor wird bis zur Schmerzgrenze durchgezogen, die Brutalitäten werden dramaturgisch geschickt oft nur angedeutet, die Spannung kommt in herrlich wohldosierten Intervallen zum Tragen und die Melo-Szenen mit der geheimnisvollen Keira Knightly (deren Konterfei man immer wieder auf einer Zeitung, am TV, als Leuchtreklame oder von einer Hauswand begegnet - was für eine tolle Symbolik!) bewegen sich stets am Rand zur Mystik. Dann und wann wird der Zuschauer bewusst mit Verwirrungen hingehalten, sogar die toll platzierten (60's-)Songs tragen zur ganzen Tiefgründigkeit mit bei. Die extrem heterogenen Charakteren der ganzen Cast treffen in faszinierender Weise aufeinander - jedes einzelne Schauspiel sämtlicher Beteiligten ist extrem lobenswert: Colin Farrell war selten besser - völlig non-chalant, aber niemals übertrieben oder aufgesetzt ist seine grosse Vorstellung. Ray Winstone als fetter und zynischer Archetypus eines widerwärtigen Mafioso-Gangsterboss spielt so beängstigend gut, dass er Gefahr läuft, - gemäss vielen Comments hier - von den meisten Zuschauern als zu authentisch und daher undifferenziert als zu "mega-cool" empfunden zu werden. Ben Champlin beweist wiedermal seine grossartige Wandlungsfähigkeit und David Thewil als Hippie-Relikt bringt eine merkwürdige Form als ausgleichender Ruhepol mit ein. Das oberfiese Ende der Odyssée, lässt einem dann schön baff zurück.
Fazit: Wer fähig ist, ein solches Drehbuch zusammen zu sinnieren und zu spinnieren, der ist definitiv mit einer grossen Gabe beschenkt worden, nämlich mit einem IQ von etwa 130%. Und über einen solchen verfügen meines Wissens ziemlich wenige - zum Beispiel Country-Songwriterin Dolly Parton. Ja voll die, echt im Fall!
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Markbln Tue, 03 Jul 2012 07:34:23 -0000
Antwort löschenKlingt gut. Und die beiden Hauptdarsteller sind wirklich zu ertragen?
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patcharisma Tue, 03 Jul 2012 20:05:29 -0000
Antwort löschenJa, sind toll... :-)
pischti Thu, 13 Sep 2012 07:43:39 -0000
Antwort löschenNahezu alle Figuren sind großartig ^^
Moe Szyslak Tue, 15 May 2012 12:53:54 -0000
Kommentar löschenDie Briten haben es halt einfach wie kein Zweiter drauf, klasse Kleinkriminellen-Filme zu drehen. Großartiger Streifen, der nach etwas gemächlichem Start richtig stark wird und mich immer mehr begeistert hat. Weil er nicht auf total cool gemacht ist (was auch gut möglich gewesen wäre), sondern seine Geschichte ruhig, fast schon bedächtig erzählt und einen gewissen Hauch an Melancholie aufweist. Interessant an diesem Film ist auch das ständige Pendeln zwischen der Gangster-Welt und der Promi-Welt (beides gleichermaßen hart, dreckig und ohne jegliche Ehre), was zwar mitunter etwas befremdlich wirkt, aber dennoch gut funktioniert hat. Somit passt auch die Lovestroy recht gut rein, auch deshalb, weil sie glaubhaft und alles andere als kitschig rüberkommt. Colin Farrell spielt den Antihelden, der nach seiner Entlassung aus dem Knast einfach nur ein Bett, was zu essen und Zeit zum Nachdenken haben will, aber sofort wieder in sein altes Gaunerleben hineingezogen wird, ohne es zu wollen. Als ach so (pseudo-)coolen Actionhelden mag ich Farrell so gut wie nie, aber solche Rollen wie hier hat er einfach super drauf und spielt sie auch dementsprechend. Er hat die perfekte Balance gefunden, seinen Charakter (natürlich-)cool, sympathisch und melancholisch zugleich auftreten zu lassen, großartig. Super auch Ray Winstone als rassistischer gemeingefährlicher Gaunerboss, der keine Widerworte duldet und mit äußerster Gewalt vorgeht, um seine Ziele zu erreichen. Außerdem gibts noch einen genialen Soundtrack und ein bitter-ironisches Ende, dass zur Stimmung, die der Film die ganze Zeit verbreitet, perfekt passt.
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sitzdisko Mon, 07 May 2012 17:37:59 -0000
Kommentar löschenich war überascht. ja und das lässt mich den einen punkt mehr geben.
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KASAKA Mon, 07 May 2012 14:26:31 -0000
Kommentar löschenColin Farrell hinterlässt bei mir immer mehr positive Erfahrungen, der Mann den ich durch "Kabinett des Doktor Panassus", SWAT und "Brügge sehen....." immer weniger mochte, hat mich in diesem genialen britischen Thriller über alle Maßen überzeugt. Diese schleichende, bedrückende und packende Story um einen Ex-Sträfling der, ohne es zu wollen in alte Gefilde zurück rutscht hat mich wirklich gut gefesselt und unterhalten.
Meiner Meinung nach für jeden der Englisches Kino mag Pflicht!
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synor Thu, 03 May 2012 21:08:03 -0000
Kommentar löschenSolider Gangsterfilm um sich am Abend unterhalten zu lassen. Würde ihn eigentlich mit 6.0 bewerten aber die gelungene Musik, Ray Winstone, David Thewlis und das Ende haben diesem Film dann doch noch einen verdienten Pluspunkt eingebracht.
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maestro10 Mon, 30 Apr 2012 21:21:54 -0000
Kommentar löschenStory, Cast, Soundtrack und die ruhige erzählweise sind Klasse.
1A Old School Gangsterfilm - genial.
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Anna Mölle Sun, 29 Apr 2012 09:05:26 -0000
Kommentar löschenToller Soundtrack, sehenswerter Film!
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uncut123 Wed, 25 Apr 2012 17:48:19 -0000
Kommentar löschenhätte nicht gedacht das der so gut ist.war positiv überrascht.
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Svenna Mon, 23 Apr 2012 15:57:22 -0000
Kommentar löschenMir gefällt die Mischung aus "Layer Cake" und "Snatch" von der ersten Einstellung bis zum Abspann. Colin Farrell´s Rolle erinnert mich an die von Mel Gibson in "Payback" darüber hinaus überzeugt Ray Winstone als Unterwelt-Chef!
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