Bei allen stilistischen Experimenten beeindruckt die Natürlichkeit der jungen Schauspieler. Sie agieren in einem sehr ausgearbeiteten Szenenbild, dem die wilde, ausdrucksstarke Musik entspricht; der Soundtrack ist bei Dos Santos keine Begleitung, sondern ein eigenständiges akustisches Gewand. [...]
Der Film schwankt zwischen ekstatischer Orientierungslosigkeit und seelisch-körperlichen Bindungen. Es geht um Rausch, Liebe, Lust, Selbstfindung und die Auflösung vermeintlich fester Identitäten. Ein sehr bewegter und stilistisch höchst eigenwilliger Film über Jugendliche im skurrilen Mikrokosmos der Londoner Subkultur auf der Suche nach sich selbst.
Man wird geradezu süchtig nach den unscharfen und verwackelten Bildern, nach dem hypnotischen Sog, den sie entwickeln, und nach dem entwaffnenden Charme der Hauptdarsteller, die er sich aus der ganzen Welt zusammengesucht hat. [...]
Selten wurde die Verlorenheit, die Freiheit, die Melancholie und das Glück der Jugend so unvoyeuristisch und magisch eingefangen.
Dos Santos ist sehr konsequent darin, einen hautnah, nein: porentief beobachteten Film zu drehen, der dennoch in keinem Moment naturalistisch ist, sondern durch und durch metaphorisch. Er ist vollgestopft mit Filmzitaten: von Truffauts "Jules et Jim" bis Winterbottoms "9 Songs". Das geschieht kunstvoll unaufdringlich, zeigt aber, dass der Regisseur die dokumentarische, quasi ethnologische Perspektive nicht naiv einnimmt. Deswegen erwartet man auch, dass der Film seine lange getrennt durch die Großstadt streunenden Protagonisten am Ende zusammenbringt. Das geschieht dann auch, aber nicht im Sinne eines Sich-Findens, das eine Geschichte abschließen würde. [...]
Konstant ist nur die eigene, seltsam eigenschaftslose Person, und das ist auch filmisch konsequent gestaltet. Die durchweg großen Brennweiten lassen alles, was sich vor und hinter den Hauptpersonen abspielt, verschwimmen. Es ist das kameraoptische Äquivalent für die Ich-Fixierung der Personen: Als sähen sie sich selbst als Hauptdarsteller ihres eigenen Biopics, und wenig originell ist der Film darin, ihre Einsamkeit zu feiern.
In anderen Filmen über Jugendkulturen geht es gern um Ausweglosigkeit, Drogenmissbrauch oder bedrückende Langeweile - in diesem nicht. [...]
Der Erkenntnisgewinn bleibt gering, der Spannungsbogen flach, aber darum geht es nicht. Der Film will ein Lebensgefühl abbilden und das gelingt ihm, mal amüsant, mal etwas prätentiös, immer sympathisch.
Der Soundtrack (unter anderem Kimya Dawson, Black Moustache, Tindersticks) übrigens ist sensationell. Und darum geht es ja bei einer Party mehr als um alles andere.
Mit der Hauptfigur muss man klarkommen – ganz ehrlich, dieser verhuschte kleine Spanier mit seinem grenzdebilen Dauerlächeln ist eine richtige Nervensäge. Aber dieser sehr hippe und superprätentiöse Film hat einen dezidiert bescheuerten Charme, dem man sich irgendwann einfach hingibt. [...] Da fühlt man sich gleich so wohl wie in einer alternativen Sesamstraße, in der viel getanzt, getrunken und vor allem geknutscht werden darf. Sehr niedlich, trotzdem schön.
Das Sich-treiben-lassen bestimmt den Fluss und die Stimmung des Films, der passend dazu schön sprunghaft montiert wurde. [...] Die Bilder sind nicht "perfekt" kadriert und auch schon mal grobkörnig. Sehr gute Darsteller machen dies Gefühl glaubhaft, ein super Soundtrack [...] vertont es. Nicht nur wegen vieler traumartiger Zustände ist dieser Film ein Traum.
In einem rohen und unbehandelt wirkenden Heimvideolook folgt Regisseur Alexis Dos Santos seinen beiden Protagonisten durch die britische Hauptstadt. Der gebürtige Argentinier schaffte es mit seinem Werk, das ein wenig an eine zeitgemäße Version von Bertoluccis „Die Träumer“ erinnert, im vergangenen Jahr immerhin in den Wettbewerb des renommierten Sundance Festivals. Zwischen urbaner Lebendigkeit und melancholischer Verträumtheit schwankt sein mit angesagter Musik unterlegtes und sprunghaft montiertes Romantik-Drama über zwei Suchende hin und her. Dass sich die trödelige Ziellosigkeit der jungen Protagonisten dabei in Form einer gewissen Verlorenheit und Monotonie auch auf den Zuschauer überträgt, muss wohl oder übel in Kauf genommen werden, macht aber zugleich den spröden Reiz dieses Films aus.
Tage und Nächte, große Gefühle und kleine Begebenheiten, Menschen und Kleider – alles fließt ineinander in Dos Santos atmosphärischem Porträt eines Lebensgefühls zwischen Leichtigkeit und Melancholie. [...]LONDON NIGHTS macht viele Dinge, die Debütfilme (es ist Dos Santos zweiter Langfilm) so machen: ein episodischer Plot, Polaroidfotos, dicke Metaphern.
Dank schmissigem Soundtrack, interessanter Atmosphäre und vielen charmanten Dialogen wird "London Nights" [...] zu einem klassischen Feel-Good-Film und einer durchaus sympathische Option für einen kurzweiligen Kinoabend.
Dos Santos steht mit einer selten gesehenen Nonchalance seinem eigenen Film gegenüber, scheint [...] sowohl im Drehbuch als auch bei den Schauspielern eine Einstellung zu wecken, die weit mehr als nur berührt und berauscht.
Unmade Beds ist letztlich weder besonders anspruchsvoll noch die beste denkbare Unterhaltung – tatsächlich kippt er zwischenzeitlich von unaufgeregt zu langatmig. Es ist kein Film für jeden (den Reaktionen der anderen Besucher nach zu urteilen ist es wohl ein Film für die wenigsten), doch versucht er nie mehr zu sein, als er ist: Ein kurzer Einblick in die Leben zweier verwirrter, unsicherer junger Menschen, der weder neue Erkenntnisse liefert noch zu irgendwelchen großen Schlüssen kommt, aber durchaus das Potential hat, beim ein oder anderen Zuschauer einen Nerv zu treffen
Eine tolle kleine "Indie-Perle", hervorragend geeignet für einen stimmungsvollen Kino- oder DVD-Abend. Das ist alles nicht neu, was hier gezeigt wird, doch es ist grandios umgesetzt. Die Geschichte zweier verlorener Seelen in London, die sich zufällig über den Weg laufen, ist lustig und traurig zugleich. Die Übergänge sind fließend. Die Darsteller lassen einen mitfühlen, mitfeiern, mittrauern. Und am Ende bleibt die Hoffnung.
Ein Film, der mich etwas ratlos zurücklässt. Charmant, authentisch, chilliger Score (der erste Song in den Credits heißt FUCK ME; warum auch nicht), natürliche Schauspieler, tolles Setting, alles schön und gut. Aber außer ein paar wunderbaren hübsch aufgesagten Sätzen, bietet das Drehbuch nichts neues, nichts überraschendes, nichts was bleibt. Das hab ich schon besser gesehen. Zum Beispiel im Berliner Pendant WIR.
"London Nights" ist ziemlicher Indie-Schmu, in dem sich durchschnittlich gutaussehende Schauspieler aus aller Welt in besagter Hauptstadt Großbritanniens und Hipster-Künstler-Musiker-Ballungszentrum die Kante geben, sich gegenseitig lieben und darunter leiden, einsam und mit Freunden den Sinn hinter allem suchen und ihn doch nicht finden..? Klingt zunächst einmal wie aufgeweichtes Müsli - zehnmal durchgekaut (HA HA HA) - entpuppt sich aber immer mehr als kleine Indieperle mit fantastischen Momentaufnahmen (klasse Licht), tollem Soundtrack und liebevoll gezeichneten Figuren, denen man ein sogenanntes "Happy End" nur zu sehr wünscht. Ich muss mal wieder nach London.
Der Film lebt eindeutig von seinen sympatischen Personen und den kleinen Details,die den Film für mich einfach liebenswert machten. Beide Hauptcharaktere wirkten auf mich sehr authentisch und nicht gekünstelt, wie teilweise in anderen "Indiefilmen". Überzeugende Dialoge, irgendwie schöne aber gewöhnungsbedürtige Kameraperspektive und natürliche super passende Hintergrundmusik.
Wer auf Filme steht die den Focus auf Charakterbeleuchtung und menschliche Zwischenbeziehung gesetzt haben, kann ich diesen Filme nur empfehlen. Auch bezieht sich der Film mehr auf alternative Lebensformen. Also für konservative Filmfreunde auch eher nicht geeignet, weil diese wahrscheinlich nix mit den Lebensumständen der Protagonisten anfangen können.
Leichte Kritik für das Ende. Da dieses nicht wirklich auf den Punkt kommt sondern mir zu offen ausgegangen ist. Ansonsten für mich ein Top Film.
Umtrünke in schummrigen Bars, Dahinvegetieren in versifften Wohngemeinschaften, ständig und immerwährend. Wie London Nights versucht, die nächtlichen Streifzüge planloser Jugendlicher in Englands Hauptstadt zu begleiten, gleicht einer Repeat-Schleife. Sicher lässt sich eine Geschichte, die Monotonie zum Inhalt hat, mit Hilfe von Wiederholungen konsequent filmisch umsetzen, nur hilfreich ist es nicht, will man den Zuschauer bei der Stange halten. Die recht flippige Tragikomödie scheitert an einer Gleichförmigkeit, die offenbar vom Alltag der Protagonisten übernommen und zur Maxime der Inszenierung erhoben wurde. So ließe sich die Mitte des Films problemlos an den Anfang setzen und niemand würde es vermutlich merken. Selbst zum Ende gibt es kaum Fortschritte zu verzeichnen und das Streben nach Zugehörigkeit geht für Axl irgendwo zwischen Ausnüchtern und Weitersaufen verloren. Bedauerlich, dass die eigentlich sympathischen Figuren dieses Films stagnieren wie in der Schwerelosigkeit eines endlosen Rausches und man ihnen deshalb schon nach kurzer Zeit kein Gehör mehr schenkt. Schade auch um die gelungene Arbeit des Art Departments und die musikalische Untermalung, welche die Indie-Attitüde ehrlicher erscheinen lassen als bei ähnlich gelagerten Werken wie Garden State. Mit einer dynamischeren Handlung hätte das durchaus etwas werden können.
Ging garnicht... Das langweilige Sauf- und Party-Leben von abgedrehten "Bohemian"-Bübchen und ihrem Anhang interessiert mich einfach nicht, egal wie sehr ich mich gezwungen habe, dem Film etwas Positives abzuginnen, es ging einfach nicht. Er besteht aus einer Aneinanderreihung von Einzel"schicksalen", ohne roten Faden, dafür mit fadem Beigeschmack (ok, 5€ in die Wortspielkasse).
Da kann ich Captain3 leider nur beipflichten, obwohl ich noch 2,5 Anstandspunkte für die anerkennenswerte Leistung der Filmcrew (immerhin ist der Film fertig geworden!) drauflege.
Mit Unmade Beds hat die modebloggende Wasted Youth einen neuen Konsensfilm.
Gut aussehende, freilebige Tagediebe (jene Sorte Jugendlicher, für die sich die Koalition der Anti-Hipster-Hipster und der uncoolen Neider das Wort „Fauxhemians“ erdacht hat) vagabundieren durch Ost-London, Sofortbildkamera und Notizbuch im Handgepäck. Sie feiern coole Partys in Tierkostümen, probieren sich im Suff an Bisexualität, schreiben poetisch-melancholisch Tagebücher und treiben anonyme, erotische Fangspielchen.
Alexis Dos Santos‘ kokett-dilettantischer Stil bedient dabei die präferierte Ästhetik des Zielpublikums: so prätentiös wie, nunja, Polaroidfotografie, verwaschen, wackelig und blass, wirkt es etwa, als hätte er eine Fotostrecke aus dem Vice Magazin verfilmt.
Er vereint den Spleen von Amelie, die Clochard-Romantik von Permanent Vacation und den multi-kulti Klamauk von L‘Auberge Espagnole zu einer heillos überzogenen Szenekarikatur, die entweder längst überfällig oder absolut unnötig ist. Wenigstens aber immer hübsch anzusehen.
So zelebriert Dos Santos einen Entwurf von Jugendlichkeit, der in seiner kalkulierten Planlosigkeit und selbstgefälligen Schlurfigkeit letztlich nicht viel mehr ist, als das Abziehbildchen für einen Lebensstil, den die MGMT-Jünger in den Metropolen dieser Welt schon nach deren 2007er „Sellout“ schweren Herzens zu Grabe tragen mussten.
"London Nights" im Original "Unmade Beds" ist einer dieser Filme, die man sieht und danach ein gutes Gefühl hat. Bei mir war es jedenfalls so.
Der ganz besondere Charme der von diesem Film ausgeht wird von den Charakteren getragen, die durchweg sehr sympathisch sind. Es ist ein Film über das Leben, nicht von allen Seiten und nicht nur von den guten, aber von denen auf die es oft ankommt wenn man das Glück sucht. Besonders den Soundtrack finde ich sehr sehr nice =)
Einer meiner Filme 2010!
Teilweise gefährlich nahe an einem schick-grobkörnigen H & M Werbespot, beeindrucken einzelne Momente von London Nights trotzdem. Sehr. Wirkt ein bisschen wie ein Michael Winterbottem Film. Soundtrack besteht aus toller Indiemusik. Im Prinzip lässt sich für den Film sagen, was man auch über seine Musik sagen könnte: fluffig-melancholisch, sehr schön, aber auch sehr verliebt in die eigene Melancholie. Für alle denen Lost in Translation zu viel Plot hatte.
Bis auf ein paar gelungene Ideen, die tröpfchenweise das erzählerische Elend der Phantasie - und Humorlosigkeit (wer sagte noch, das sei eine Komödie?) auflockern, ein gnadenlos sich selbst überschätzender Film.
Ein wunderbarer schöner süßer romantischer Indie-Liebesfilm mit hübschen Darstellern, schöner Musik. Echt schön gewesen! Waren übrigens nur Mädchen im Kino. Und alle haben geschmachtet und gekichert ;) hachhh
liest sich grausiger als dantes beschreibung der hölle:
"In einer früheren Lagerhalle, die nun von Musikern und Künstlern bevölkert wird, findet er Unterschlupf und lässt sich verzaubern von den jungen Menschen aus aller Welt, ihrer Kunst und ihren verrückten Parties."
A slice of life.
Leider ne ziemlich durchwachsene.
Man kann entweder sagen, es wäre eine urige kleine und authentisch-dokumentative Darstellung des jugendlichen Lebens. So gesehen ist es gelungen, eine Stunde belanglosen Dahinlebens zusammenzupuzzeln, lediglich die letzte halbe Stunde bietet einen richtigen Inhalt.
Man kann es aber auch umkehren und über den Film urteilen als wäre er all das, was man an einem Film falsch machen könnte. Tatsächlich ist das handwerkliche Können der Macher sehr dürftig und die seichten Dialoge bestätigen die Inhaltslosigkeit des Filmverschnitts.
Man kann sich jetzt für einen der beiden Argumentationswege entscheiden, oder - so wie ich - beiden ihre Berechtigung zugestehen.
Eigentlich würde ich ja schreiben, London Nights sei einer der schlechtesten Filme die ich in dutzenden Sneaks jemals sehen musste. Allerdings stimmt dies nur bedingt, denn mein Körper hat umgehend mit akuter Müdigkeit als Schutzreaktion begonnen und letztendlich blieben mir mehrere Phasen - wohl zusammen ca. 30% des Films - dank herrlichen Schlummerns mit dem Kopf auf dem leeren Nachbarsitz erspart. Die 70% die ich gesehen habe, zeichneten sich durch einen horizontalen Spannungsbogen auf der X-Achse, schlechte Schauspieler, nervige Musik, ein unglaubwürdiges Drehbuch und eine sauschlechte Kamera- und Bildleistung aus. Der negative Tiefpunkt jedoch ist die belanglose banale "Handlung", die eigentlich der Bedeutung des Wortes "Handlung" im Simme von "es passiert irgendetwas" nicht gerecht wird. Wer ein Faible für "kleine Filme" und sanfte vor sich hinplätschternde Gesellschaftsdramen mit banaler statt dramatischer Handlung hat, mag womöglich Gefallen an London Nights finden. Für mich jedoch war nach wenigen Minuten klar, das der Film als einer der schlechtesten in meine persönliche Sneakhistorie eingehen würde.
Ich kann mich den vorangegangenen Meinungen nicht anschließen. Wie oben richtig erwähnt, Unmade Beds ist ein kleiner Film - und das will er auch sein. Dementsprechend gibt es zwar tiefschürfende Dialoge, aber eben nur in dem Rahmen, inwieweit die Figuren (20jährige!) dazu fähig sind. Der Film zeigt ein Leben von jungen Menschen, dass noch völlig unbestimmt ist, von Menschen, die jede Option, jeden Weg noch vor sich haben und die sich für den Augenblick erst einmal nur dafür entscheiden, ihr Leben zu genießen, was - wenn wir mal ehrlich sind - ein Vorrecht der Jugend ist. Und wem Indie-Songs zu abgeklatscht sind, möge eine Alternative vorschlagen. Ich finde, dass der Film gerade aufgrund der Songs funktioniert.
Uns werden hier keine überholten Lebensweisheiten präsentiert, kein klischeemäßiges Ende, sondern nur ehrliche Gefühle und eine Jugend, die, so finde ich, sogar ziemlich authentisch dargestellt ist (zumindest was das Leben in Großstädten angeht).
Vielleicht ist es so, dass der Film Neid schürt, weil die meisten von uns kein so hedonistisches und Ich-konzentriertes Leben führen können. Aber man muss den Film als Zeitabschnitt innerhalb einer Entwicklung von jungen Menschen begreifen. Ich glaube, dass die wenigsten von sich behaupten können, dass sie noch in ihrer Jugend in einem ranzigen Bett nach einer durchzechten Nacht aufgewacht sind und sich hinterher mit ihrem iPod, Walkman oder ihrem Plattenspieler den Tag verschönert haben. Das sind eben die Dinge, die in diesem Alter ihre Relevanz haben.
ja was soll ich dazu sagen.. Ich habe ein Kino noch nie so schnell leer gesehen.
Ich fand den Film schlecht und furchtbar langweilig. Es gibt ja viele schlechte Filme, aber über diesen konnte man sich ja noch nicht mal lustig machen, weil der so schlecht war.
Also zu dem Film kann ich nichts positives sagen, die Musik war grauenhaft (vielleicht war das positive daran, dass es auch viele passagen gab wo keine Musik kam (?)).
Die Kameraführung war unpassend und an manchen Stellen nervig.
Dem Film fehlte es and Witz, Spannung und Handlung also so ziemlich an allem eigentlich.
Ich gebe zu, dass ich schon relativ früh nicht an den Film geglaubt habe. In so ner sneak gibts die Regel, dass nie 2 Wochen in Folge was gutes läuft. Wenn das dann doch mal passiert, gehts zum Ausgleich garantiert in der 3. Woche ganz tief bergab. Nachdem jetzt Toy Story 3 und Karate Kid kamen, waren die Erwartungen naturgemäß...naja, gering. Ich weiß ganz genau, was sich die Macher des Films dabei gedacht haben. Sie wollten einen Querschnitt durch die Unsicherheit einer Generation zeigen, Unsicherheit, tiefgründige Gespräche und Liebe, unterlegt mit ganz viel Indie-Rock, damit man die Bands aus England auch gleich noch etwas unterstützt. Tja, zu dumm, dass die Charaktere lächerlich angelegt waren, der Film absolut gar keine Geschichte hatte und die Dialoge, bäh! Und die Monologe! Die hatten alle absolut ne Klatsche! Außerdem: Mal ehrlich, die waren alle bettelarm, aber hatten Geld für ipods, jede Menge teuren Alkohol und Fallschirmsprünge!!!
Es gibt Filme, die sind gut und man lacht über sie. Es gibt Filme, die sind schlecht und man lacht über sie. Und es gibt Filme wie London Nights. Die sind einfach nur grottenschlecht.
Die Handlung war quasi nicht vorhanden, die Musik war unerträglich, Humor hat gänzlich gefehlt, schauspielerische Leistung... naja, welche Leistung ?, und die Dialge - einfach schrecklich. Um wie meine Vorredner von "Poesie" und "Einblicke in das Leben von unsicheren Jugendlichen" zu sprechen, muss man schon viel Fantasie aufbringen bzw. extrem viel Interpretationsfreiraum lassen. In meinen Augen sollte ein Film, der diese Absichten hat schon etwas eindeutiger sein, er sollte halt im Ganzen besser gestaltet sein.
Auf jeden Fall lustig wie das ganze Kino aufgeatmet hat, als dieses Meisterwerk des Schreckens zu Ende war.
ein ziemlich poetischer Film. Schön, aber mit Längen.
gut für einen ein bisschen melancholischen, ein bisschen wehmütigen Abend an dem man über Leben, Liebe, Beziehung, Familie und sich selbst nachdenken und sinnieren möchte.
London Nights - Kritik
GB 2009 Laufzeit 97 Minuten, FSK 12, Komödie, Drama, Kinostart 12.08.2010
Kritiken (11) — Film: London Nights
W. Hamdorf: Deutschlandradio, film-dien... W. Hamdorf: Deutschlandradio, film-dien...
Kommentar löschenBei allen stilistischen Experimenten beeindruckt die Natürlichkeit der jungen Schauspieler. Sie agieren in einem sehr ausgearbeiteten Szenenbild, dem die wilde, ausdrucksstarke Musik entspricht; der Soundtrack ist bei Dos Santos keine Begleitung, sondern ein eigenständiges akustisches Gewand. [...]
Der Film schwankt zwischen ekstatischer Orientierungslosigkeit und seelisch-körperlichen Bindungen. Es geht um Rausch, Liebe, Lust, Selbstfindung und die Auflösung vermeintlich fester Identitäten. Ein sehr bewegter und stilistisch höchst eigenwilliger Film über Jugendliche im skurrilen Mikrokosmos der Londoner Subkultur auf der Suche nach sich selbst.
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
A. Sterneborg: epd film A. Sterneborg: epd film
Kommentar löschenMan wird geradezu süchtig nach den unscharfen und verwackelten Bildern, nach dem hypnotischen Sog, den sie entwickeln, und nach dem entwaffnenden Charme der Hauptdarsteller, die er sich aus der ganzen Welt zusammengesucht hat. [...]
Selten wurde die Verlorenheit, die Freiheit, die Melancholie und das Glück der Jugend so unvoyeuristisch und magisch eingefangen.
Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Peter Uehling: Berliner Zeitung Peter Uehling: Berliner Zeitung
Kommentar löschenDos Santos ist sehr konsequent darin, einen hautnah, nein: porentief beobachteten Film zu drehen, der dennoch in keinem Moment naturalistisch ist, sondern durch und durch metaphorisch. Er ist vollgestopft mit Filmzitaten: von Truffauts "Jules et Jim" bis Winterbottoms "9 Songs". Das geschieht kunstvoll unaufdringlich, zeigt aber, dass der Regisseur die dokumentarische, quasi ethnologische Perspektive nicht naiv einnimmt. Deswegen erwartet man auch, dass der Film seine lange getrennt durch die Großstadt streunenden Protagonisten am Ende zusammenbringt. Das geschieht dann auch, aber nicht im Sinne eines Sich-Findens, das eine Geschichte abschließen würde. [...]
Konstant ist nur die eigene, seltsam eigenschaftslose Person, und das ist auch filmisch konsequent gestaltet. Die durchweg großen Brennweiten lassen alles, was sich vor und hinter den Hauptpersonen abspielt, verschwimmen. Es ist das kameraoptische Äquivalent für die Ich-Fixierung der Personen: Als sähen sie sich selbst als Hauptdarsteller ihres eigenen Biopics, und wenig originell ist der Film darin, ihre Einsamkeit zu feiern.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Daniel Sander: Spiegel Online Daniel Sander: Spiegel Online
Kommentar löschenIn anderen Filmen über Jugendkulturen geht es gern um Ausweglosigkeit, Drogenmissbrauch oder bedrückende Langeweile - in diesem nicht. [...]
Der Erkenntnisgewinn bleibt gering, der Spannungsbogen flach, aber darum geht es nicht. Der Film will ein Lebensgefühl abbilden und das gelingt ihm, mal amüsant, mal etwas prätentiös, immer sympathisch.
Der Soundtrack (unter anderem Kimya Dawson, Black Moustache, Tindersticks) übrigens ist sensationell. Und darum geht es ja bei einer Party mehr als um alles andere.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter
Kommentar löschenMit der Hauptfigur muss man klarkommen – ganz ehrlich, dieser verhuschte kleine Spanier mit seinem grenzdebilen Dauerlächeln ist eine richtige Nervensäge. Aber dieser sehr hippe und superprätentiöse Film hat einen dezidiert bescheuerten Charme, dem man sich irgendwann einfach hingibt. [...] Da fühlt man sich gleich so wohl wie in einer alternativen Sesamstraße, in der viel getanzt, getrunken und vor allem geknutscht werden darf. Sehr niedlich, trotzdem schön.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de
Kommentar löschenDas Sich-treiben-lassen bestimmt den Fluss und die Stimmung des Films, der passend dazu schön sprunghaft montiert wurde. [...] Die Bilder sind nicht "perfekt" kadriert und auch schon mal grobkörnig. Sehr gute Darsteller machen dies Gefühl glaubhaft, ein super Soundtrack [...] vertont es. Nicht nur wegen vieler traumartiger Zustände ist dieser Film ein Traum.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...
Kommentar löschenIn einem rohen und unbehandelt wirkenden Heimvideolook folgt Regisseur Alexis Dos Santos seinen beiden Protagonisten durch die britische Hauptstadt. Der gebürtige Argentinier schaffte es mit seinem Werk, das ein wenig an eine zeitgemäße Version von Bertoluccis „Die Träumer“ erinnert, im vergangenen Jahr immerhin in den Wettbewerb des renommierten Sundance Festivals. Zwischen urbaner Lebendigkeit und melancholischer Verträumtheit schwankt sein mit angesagter Musik unterlegtes und sprunghaft montiertes Romantik-Drama über zwei Suchende hin und her. Dass sich die trödelige Ziellosigkeit der jungen Protagonisten dabei in Form einer gewissen Verlorenheit und Monotonie auch auf den Zuschauer überträgt, muss wohl oder übel in Kauf genommen werden, macht aber zugleich den spröden Reiz dieses Films aus.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Hendrik Bake: programmkino.de, Zitty Hendrik Bake: programmkino.de, Zitty
Kommentar löschenTage und Nächte, große Gefühle und kleine Begebenheiten, Menschen und Kleider – alles fließt ineinander in Dos Santos atmosphärischem Porträt eines Lebensgefühls zwischen Leichtigkeit und Melancholie. [...]LONDON NIGHTS macht viele Dinge, die Debütfilme (es ist Dos Santos zweiter Langfilm) so machen: ein episodischer Plot, Polaroidfotos, dicke Metaphern.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
M. Kastl: Filmszene.de M. Kastl: Filmszene.de
Kommentar löschenDank schmissigem Soundtrack, interessanter Atmosphäre und vielen charmanten Dialogen wird "London Nights" [...] zu einem klassischen Feel-Good-Film und einer durchaus sympathische Option für einen kurzweiligen Kinoabend.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Christian Lailach: Schnitt Christian Lailach: Schnitt
Kommentar löschenDos Santos steht mit einer selten gesehenen Nonchalance seinem eigenen Film gegenüber, scheint [...] sowohl im Drehbuch als auch bei den Schauspielern eine Einstellung zu wecken, die weit mehr als nur berührt und berauscht.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
HerrLehmann: Das Manifest
Kommentar löschenUnmade Beds ist letztlich weder besonders anspruchsvoll noch die beste denkbare Unterhaltung – tatsächlich kippt er zwischenzeitlich von unaufgeregt zu langatmig. Es ist kein Film für jeden (den Reaktionen der anderen Besucher nach zu urteilen ist es wohl ein Film für die wenigsten), doch versucht er nie mehr zu sein, als er ist: Ein kurzer Einblick in die Leben zweier verwirrter, unsicherer junger Menschen, der weder neue Erkenntnisse liefert noch zu irgendwelchen großen Schlüssen kommt, aber durchaus das Potential hat, beim ein oder anderen Zuschauer einen Nerv zu treffen
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentare (21) — Film: London Nights
Kommentar schreibenThomas479 2012/01/09 20:52:25
Kommentar löschenEine tolle kleine "Indie-Perle", hervorragend geeignet für einen stimmungsvollen Kino- oder DVD-Abend. Das ist alles nicht neu, was hier gezeigt wird, doch es ist grandios umgesetzt. Die Geschichte zweier verlorener Seelen in London, die sich zufällig über den Weg laufen, ist lustig und traurig zugleich. Die Übergänge sind fließend. Die Darsteller lassen einen mitfühlen, mitfeiern, mittrauern. Und am Ende bleibt die Hoffnung.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
mad02 2012/01/10 20:57:08
Antwort löschenEndlich mal jemand der auch diesen schönen Film entdeckt hat und dann noch einen so tollen Kommentar schreibt.
Thomas479 2012/01/10 21:21:13
Antwort löschenDanke für die Blumen.
Janus Winter 2011/11/13 02:08:06
Kommentar löschenEin Film, der mich etwas ratlos zurücklässt. Charmant, authentisch, chilliger Score (der erste Song in den Credits heißt FUCK ME; warum auch nicht), natürliche Schauspieler, tolles Setting, alles schön und gut. Aber außer ein paar wunderbaren hübsch aufgesagten Sätzen, bietet das Drehbuch nichts neues, nichts überraschendes, nichts was bleibt. Das hab ich schon besser gesehen. Zum Beispiel im Berliner Pendant WIR.
Bunnyfaktor: 8 (ich müsste lügen)
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Schloøpselcki 2011/09/20 15:40:42
Kommentar löschen"London Nights" ist ziemlicher Indie-Schmu, in dem sich durchschnittlich gutaussehende Schauspieler aus aller Welt in besagter Hauptstadt Großbritanniens und Hipster-Künstler-Musiker-Ballungszentrum die Kante geben, sich gegenseitig lieben und darunter leiden, einsam und mit Freunden den Sinn hinter allem suchen und ihn doch nicht finden..? Klingt zunächst einmal wie aufgeweichtes Müsli - zehnmal durchgekaut (HA HA HA) - entpuppt sich aber immer mehr als kleine Indieperle mit fantastischen Momentaufnahmen (klasse Licht), tollem Soundtrack und liebevoll gezeichneten Figuren, denen man ein sogenanntes "Happy End" nur zu sehr wünscht. Ich muss mal wieder nach London.
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
Surfer Rosa 2011/11/10 22:17:36
Antwort löschenWunderbar treffend. :)
Schloøpselcki 2011/11/11 17:30:06
Antwort löschenDanke! Und ich mag deinen Namen.
mad02 2011/05/17 17:24:56
Kommentar löschenDer Film lebt eindeutig von seinen sympatischen Personen und den kleinen Details,die den Film für mich einfach liebenswert machten. Beide Hauptcharaktere wirkten auf mich sehr authentisch und nicht gekünstelt, wie teilweise in anderen "Indiefilmen". Überzeugende Dialoge, irgendwie schöne aber gewöhnungsbedürtige Kameraperspektive und natürliche super passende Hintergrundmusik.
Wer auf Filme steht die den Focus auf Charakterbeleuchtung und menschliche Zwischenbeziehung gesetzt haben, kann ich diesen Filme nur empfehlen. Auch bezieht sich der Film mehr auf alternative Lebensformen. Also für konservative Filmfreunde auch eher nicht geeignet, weil diese wahrscheinlich nix mit den Lebensumständen der Protagonisten anfangen können.
Leichte Kritik für das Ende. Da dieses nicht wirklich auf den Punkt kommt sondern mir zu offen ausgegangen ist. Ansonsten für mich ein Top Film.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Lumpowitz 2011/05/17 13:17:44
Kommentar löschenUmtrünke in schummrigen Bars, Dahinvegetieren in versifften Wohngemeinschaften, ständig und immerwährend. Wie London Nights versucht, die nächtlichen Streifzüge planloser Jugendlicher in Englands Hauptstadt zu begleiten, gleicht einer Repeat-Schleife. Sicher lässt sich eine Geschichte, die Monotonie zum Inhalt hat, mit Hilfe von Wiederholungen konsequent filmisch umsetzen, nur hilfreich ist es nicht, will man den Zuschauer bei der Stange halten. Die recht flippige Tragikomödie scheitert an einer Gleichförmigkeit, die offenbar vom Alltag der Protagonisten übernommen und zur Maxime der Inszenierung erhoben wurde. So ließe sich die Mitte des Films problemlos an den Anfang setzen und niemand würde es vermutlich merken. Selbst zum Ende gibt es kaum Fortschritte zu verzeichnen und das Streben nach Zugehörigkeit geht für Axl irgendwo zwischen Ausnüchtern und Weitersaufen verloren. Bedauerlich, dass die eigentlich sympathischen Figuren dieses Films stagnieren wie in der Schwerelosigkeit eines endlosen Rausches und man ihnen deshalb schon nach kurzer Zeit kein Gehör mehr schenkt. Schade auch um die gelungene Arbeit des Art Departments und die musikalische Untermalung, welche die Indie-Attitüde ehrlicher erscheinen lassen als bei ähnlich gelagerten Werken wie Garden State. Mit einer dynamischeren Handlung hätte das durchaus etwas werden können.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
wailer-greg 2011/04/02 15:20:56
Kommentar löschenGing garnicht... Das langweilige Sauf- und Party-Leben von abgedrehten "Bohemian"-Bübchen und ihrem Anhang interessiert mich einfach nicht, egal wie sehr ich mich gezwungen habe, dem Film etwas Positives abzuginnen, es ging einfach nicht. Er besteht aus einer Aneinanderreihung von Einzel"schicksalen", ohne roten Faden, dafür mit fadem Beigeschmack (ok, 5€ in die Wortspielkasse).
Da kann ich Captain3 leider nur beipflichten, obwohl ich noch 2,5 Anstandspunkte für die anerkennenswerte Leistung der Filmcrew (immerhin ist der Film fertig geworden!) drauflege.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
hnnng 2011/02/03 02:44:51
Kommentar löschenMit Unmade Beds hat die modebloggende Wasted Youth einen neuen Konsensfilm.
Gut aussehende, freilebige Tagediebe (jene Sorte Jugendlicher, für die sich die Koalition der Anti-Hipster-Hipster und der uncoolen Neider das Wort „Fauxhemians“ erdacht hat) vagabundieren durch Ost-London, Sofortbildkamera und Notizbuch im Handgepäck. Sie feiern coole Partys in Tierkostümen, probieren sich im Suff an Bisexualität, schreiben poetisch-melancholisch Tagebücher und treiben anonyme, erotische Fangspielchen.
Alexis Dos Santos‘ kokett-dilettantischer Stil bedient dabei die präferierte Ästhetik des Zielpublikums: so prätentiös wie, nunja, Polaroidfotografie, verwaschen, wackelig und blass, wirkt es etwa, als hätte er eine Fotostrecke aus dem Vice Magazin verfilmt.
Er vereint den Spleen von Amelie, die Clochard-Romantik von Permanent Vacation und den multi-kulti Klamauk von L‘Auberge Espagnole zu einer heillos überzogenen Szenekarikatur, die entweder längst überfällig oder absolut unnötig ist. Wenigstens aber immer hübsch anzusehen.
So zelebriert Dos Santos einen Entwurf von Jugendlichkeit, der in seiner kalkulierten Planlosigkeit und selbstgefälligen Schlurfigkeit letztlich nicht viel mehr ist, als das Abziehbildchen für einen Lebensstil, den die MGMT-Jünger in den Metropolen dieser Welt schon nach deren 2007er „Sellout“ schweren Herzens zu Grabe tragen mussten.
4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Wumz 2010/12/28 14:33:39
Kommentar löschen"London Nights" im Original "Unmade Beds" ist einer dieser Filme, die man sieht und danach ein gutes Gefühl hat. Bei mir war es jedenfalls so.
Der ganz besondere Charme der von diesem Film ausgeht wird von den Charakteren getragen, die durchweg sehr sympathisch sind. Es ist ein Film über das Leben, nicht von allen Seiten und nicht nur von den guten, aber von denen auf die es oft ankommt wenn man das Glück sucht. Besonders den Soundtrack finde ich sehr sehr nice =)
Einer meiner Filme 2010!
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Effenberg 2010/09/01 08:17:21
Kommentar löschenTeilweise gefährlich nahe an einem schick-grobkörnigen H & M Werbespot, beeindrucken einzelne Momente von London Nights trotzdem. Sehr. Wirkt ein bisschen wie ein Michael Winterbottem Film. Soundtrack besteht aus toller Indiemusik. Im Prinzip lässt sich für den Film sagen, was man auch über seine Musik sagen könnte: fluffig-melancholisch, sehr schön, aber auch sehr verliebt in die eigene Melancholie. Für alle denen Lost in Translation zu viel Plot hatte.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Hypnohouse 2010/08/24 21:01:32
Kommentar löschenEin lustiger, trauriger und unterhaltsamer Film, der vor allem durch die gewählten Songs für diverse Szenen heraussticht.
Spaßig zum ansehen.
Hot Monkey, hot ass...
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Geistertexter 2010/08/23 15:52:46
Kommentar löschenBis auf ein paar gelungene Ideen, die tröpfchenweise das erzählerische Elend der Phantasie - und Humorlosigkeit (wer sagte noch, das sei eine Komödie?) auflockern, ein gnadenlos sich selbst überschätzender Film.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
emaka 2010/08/15 12:10:54
Kommentar löschenEin wunderbarer schöner süßer romantischer Indie-Liebesfilm mit hübschen Darstellern, schöner Musik. Echt schön gewesen! Waren übrigens nur Mädchen im Kino. Und alle haben geschmachtet und gekichert ;) hachhh
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
alanger 2010/08/11 14:27:16
Kommentar löschenliest sich grausiger als dantes beschreibung der hölle:
"In einer früheren Lagerhalle, die nun von Musikern und Künstlern bevölkert wird, findet er Unterschlupf und lässt sich verzaubern von den jungen Menschen aus aller Welt, ihrer Kunst und ihren verrückten Parties."
10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
patcharisma 2010/08/11 16:42:19
Antwort löschenDas tönt wirklich schrecklich: Verwöhnte Klein-"künstler" aus reichem Haus auf dem Selbstfindungsverblödungstrip... xD
nurleben 2010/08/12 16:52:45
Antwort löschencome on, es gibt schlimmeres :P
Anastasius 2010/08/11 00:13:02
Kommentar löschenA slice of life.
Leider ne ziemlich durchwachsene.
Man kann entweder sagen, es wäre eine urige kleine und authentisch-dokumentative Darstellung des jugendlichen Lebens. So gesehen ist es gelungen, eine Stunde belanglosen Dahinlebens zusammenzupuzzeln, lediglich die letzte halbe Stunde bietet einen richtigen Inhalt.
Man kann es aber auch umkehren und über den Film urteilen als wäre er all das, was man an einem Film falsch machen könnte. Tatsächlich ist das handwerkliche Können der Macher sehr dürftig und die seichten Dialoge bestätigen die Inhaltslosigkeit des Filmverschnitts.
Man kann sich jetzt für einen der beiden Argumentationswege entscheiden, oder - so wie ich - beiden ihre Berechtigung zugestehen.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Gater9999 2010/07/30 22:08:49
Kommentar löschenEigentlich würde ich ja schreiben, London Nights sei einer der schlechtesten Filme die ich in dutzenden Sneaks jemals sehen musste. Allerdings stimmt dies nur bedingt, denn mein Körper hat umgehend mit akuter Müdigkeit als Schutzreaktion begonnen und letztendlich blieben mir mehrere Phasen - wohl zusammen ca. 30% des Films - dank herrlichen Schlummerns mit dem Kopf auf dem leeren Nachbarsitz erspart. Die 70% die ich gesehen habe, zeichneten sich durch einen horizontalen Spannungsbogen auf der X-Achse, schlechte Schauspieler, nervige Musik, ein unglaubwürdiges Drehbuch und eine sauschlechte Kamera- und Bildleistung aus. Der negative Tiefpunkt jedoch ist die belanglose banale "Handlung", die eigentlich der Bedeutung des Wortes "Handlung" im Simme von "es passiert irgendetwas" nicht gerecht wird. Wer ein Faible für "kleine Filme" und sanfte vor sich hinplätschternde Gesellschaftsdramen mit banaler statt dramatischer Handlung hat, mag womöglich Gefallen an London Nights finden. Für mich jedoch war nach wenigen Minuten klar, das der Film als einer der schlechtesten in meine persönliche Sneakhistorie eingehen würde.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Scout_Finch 2010/07/30 13:20:28
Kommentar löschenIch kann mich den vorangegangenen Meinungen nicht anschließen. Wie oben richtig erwähnt, Unmade Beds ist ein kleiner Film - und das will er auch sein. Dementsprechend gibt es zwar tiefschürfende Dialoge, aber eben nur in dem Rahmen, inwieweit die Figuren (20jährige!) dazu fähig sind. Der Film zeigt ein Leben von jungen Menschen, dass noch völlig unbestimmt ist, von Menschen, die jede Option, jeden Weg noch vor sich haben und die sich für den Augenblick erst einmal nur dafür entscheiden, ihr Leben zu genießen, was - wenn wir mal ehrlich sind - ein Vorrecht der Jugend ist. Und wem Indie-Songs zu abgeklatscht sind, möge eine Alternative vorschlagen. Ich finde, dass der Film gerade aufgrund der Songs funktioniert.
Uns werden hier keine überholten Lebensweisheiten präsentiert, kein klischeemäßiges Ende, sondern nur ehrliche Gefühle und eine Jugend, die, so finde ich, sogar ziemlich authentisch dargestellt ist (zumindest was das Leben in Großstädten angeht).
Vielleicht ist es so, dass der Film Neid schürt, weil die meisten von uns kein so hedonistisches und Ich-konzentriertes Leben führen können. Aber man muss den Film als Zeitabschnitt innerhalb einer Entwicklung von jungen Menschen begreifen. Ich glaube, dass die wenigsten von sich behaupten können, dass sie noch in ihrer Jugend in einem ranzigen Bett nach einer durchzechten Nacht aufgewacht sind und sich hinterher mit ihrem iPod, Walkman oder ihrem Plattenspieler den Tag verschönert haben. Das sind eben die Dinge, die in diesem Alter ihre Relevanz haben.
4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Ardacris 2010/07/25 15:12:49
Kommentar löschenja was soll ich dazu sagen.. Ich habe ein Kino noch nie so schnell leer gesehen.
Ich fand den Film schlecht und furchtbar langweilig. Es gibt ja viele schlechte Filme, aber über diesen konnte man sich ja noch nicht mal lustig machen, weil der so schlecht war.
Also zu dem Film kann ich nichts positives sagen, die Musik war grauenhaft (vielleicht war das positive daran, dass es auch viele passagen gab wo keine Musik kam (?)).
Die Kameraführung war unpassend und an manchen Stellen nervig.
Dem Film fehlte es and Witz, Spannung und Handlung also so ziemlich an allem eigentlich.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Muad'dib 2010/07/24 12:01:40
Kommentar löschenIch gebe zu, dass ich schon relativ früh nicht an den Film geglaubt habe. In so ner sneak gibts die Regel, dass nie 2 Wochen in Folge was gutes läuft. Wenn das dann doch mal passiert, gehts zum Ausgleich garantiert in der 3. Woche ganz tief bergab. Nachdem jetzt Toy Story 3 und Karate Kid kamen, waren die Erwartungen naturgemäß...naja, gering. Ich weiß ganz genau, was sich die Macher des Films dabei gedacht haben. Sie wollten einen Querschnitt durch die Unsicherheit einer Generation zeigen, Unsicherheit, tiefgründige Gespräche und Liebe, unterlegt mit ganz viel Indie-Rock, damit man die Bands aus England auch gleich noch etwas unterstützt. Tja, zu dumm, dass die Charaktere lächerlich angelegt waren, der Film absolut gar keine Geschichte hatte und die Dialoge, bäh! Und die Monologe! Die hatten alle absolut ne Klatsche! Außerdem: Mal ehrlich, die waren alle bettelarm, aber hatten Geld für ipods, jede Menge teuren Alkohol und Fallschirmsprünge!!!
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
cHaOsStyle 2010/07/27 00:28:01
Antwort löschenDu hast es auf den Punkt gebracht!
Broken_Psycho 2010/07/24 02:03:18
Kommentar löschenEs gibt Filme, die sind gut und man lacht über sie. Es gibt Filme, die sind schlecht und man lacht über sie. Und es gibt Filme wie London Nights. Die sind einfach nur grottenschlecht.
Die Handlung war quasi nicht vorhanden, die Musik war unerträglich, Humor hat gänzlich gefehlt, schauspielerische Leistung... naja, welche Leistung ?, und die Dialge - einfach schrecklich. Um wie meine Vorredner von "Poesie" und "Einblicke in das Leben von unsicheren Jugendlichen" zu sprechen, muss man schon viel Fantasie aufbringen bzw. extrem viel Interpretationsfreiraum lassen. In meinen Augen sollte ein Film, der diese Absichten hat schon etwas eindeutiger sein, er sollte halt im Ganzen besser gestaltet sein.
Auf jeden Fall lustig wie das ganze Kino aufgeatmet hat, als dieses Meisterwerk des Schreckens zu Ende war.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
BrutusD 2010/07/20 11:12:57
Kommentar löschenein ziemlich poetischer Film. Schön, aber mit Längen.
gut für einen ein bisschen melancholischen, ein bisschen wehmütigen Abend an dem man über Leben, Liebe, Beziehung, Familie und sich selbst nachdenken und sinnieren möchte.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Bitte logge dich ein London Nights
Bitte logge dich ein oder registriere dich um einen Kommentar zu schreiben.
Deine Meinung zum Film London Nights