Looking for Cheyenne

Oublier Cheyenne (2005), FR
Laufzeit 86 Minuten, Drama

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von Valérie Minetto, mit Mila Dekker und Aurélia Petit

Nachdem die Journalistin Cheyenne ihren Job verloren und etwa ein Jahr lang vergeblich eine neue Anstellung gesucht hat, beschließt sie, ihr Leben zu ändern. Der Stromversorger hat ihr den Strom schon lange abgestellt, finanzielle Unterstützung von ihrer Freundin Sonia will sie aber keinesfalls annehmen. Sie beschließt, Paris zu verlassen, und sich, zusammen mit zwei anderen Aussteigern, auf dem Land niederzulassen. Sonia ist nicht bereit, ihr bisheriges, komfortables Leben gegen eine ungewisse Zukunft fernab des hektischen Alltags aufzugeben.


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Kritiken (1) — Film: Looking for Cheyenne

Lukas Foerster: taz / cargo / perlentaucher...

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7.0Sehenswert

In Zeiten der totalen Melodramatisierung des Politischen, in der Regisseure nicht davor zurückschrecken, komplexe Phänomene wie Rassismus (L.A. Crash, Crash, 2004) oder Neokolonialismus (Der ewige Gärtner, The Constant Gardener, 2005) wie selbstverständlich in die affektive Struktur des wiedererstarkten Gefühlkinos zu integrieren, ist ein solch diskursiver Ansatz in jedem Fall willkommen. Dennoch erscheint das Werk Minettos nicht in jeder Hinsicht schlüssig und vor allem nicht allzu zeitgemäß. Die Diskussionen, die die Figuren führen, sind selten in der Gegenwart verankert und scheinen statt dessen Auseinandersetzungen vergangener Jahrzehnte wieder aufzunehmen – allerdings ohne deren theoretisches Fundament, auf einer zwar lebensnahen aber doch oft etwas zu oberflächlichen Basis.

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