Looking for Eric
IT, FR, BE, GB 2009
- Genre
- Tragikomödie, Sportfilm, Komödie, Drama
- Inhalt
Eric ist am Arsch! Im Job läuft nichts mehr nach Plan und zuhause mit den beiden Stiefsöhnen erst recht nicht mehr. Doch das wäre vermutlich alles noch zu verkraften, hätte der Fußballfan nicht vor 25 Jahren seinen größten Fehler begangen und die… — Mehr
Eric ist am Arsch! Im Job läuft nichts mehr nach Plan und zuhause mit den beiden Stiefsöhnen erst recht nicht mehr. Doch das wäre vermutlich alles noch zu verkraften, hätte der Fußballfan nicht vor 25 Jahren seinen größten Fehler begangen und die Liebe seines Lebens, Lily, sitzen gelassen. Es gibt nur einen Mann, der Erics Leben wieder auf Vordermann bringen kann: Eric Cantona, der legendäre Stürmer von Manchester United. Statt auf dem Poster an der Wand zu hängen, sitzt der Franzose plötzlich leibhaftig in der Küche seines Namensvetters - und die "Operation Cantona", an der auch Erics Freunde tatkräftig beteiligt sind, kann beginnen. Denn von seinem Idol lernt Eric endlich, dass man auch mal 'non' sagen muss, um ein Ja zu bekommen. Vor allem aber bekommt er die lang ersehnte zweite Chance bei der Liebe seines Lebens.
- Cast
- Steve Evets, Eric Cantona, Stephanie Bishop, Gerard Kearns, Stefan Gumbs, Lucy-Jo Hudson, Cole Williams — Mehr
- Regisseure
- Ken Loach
- Autor
- Paul Laverty
- Laufzeit
- 117 Minuten
- Ort
- England, Manchester
- Handlung
- Bier, Briefträger, Cannabis, Demütigung, Fan, Freundschaft, Frustration, Fußballspieler, Identitätskrise, Kicker, Männerfreundschaft, Neubeginn, Prekariat, Premier League, Rache, Rock ’n’ Roll, Schwiegersohn, Selbstbewusstsein, Selbstverteidigung, Selbstverwirklichung, Stadion, Therapie, Trompete, Verlassen der Familie, Vorbild
- Stimmung
- Entspannt, Gutgelaunt, Witzig
Über diesen Film
Handlung
Eric Bishop (Steve Evets) hat die Kontrolle verloren: Über seinen Wagen im Kreisverkehr irgendwo in Manchester und – schlimmer noch – über sein Leben. Abgesehen davon, dass er vor ein paar Jahren von seiner zweiten Frau ver… — Mehr
Handlung
Eric Bishop (Steve Evets) hat die Kontrolle verloren: Über seinen Wagen im Kreisverkehr irgendwo in Manchester und – schlimmer noch – über sein Leben. Abgesehen davon, dass er vor ein paar Jahren von seiner zweiten Frau verlassen wurde und mehr schlecht als recht mit seinen beiden Stiefsöhnen klarkommt, kann er sich vor allem nicht verzeihen, dass er vor gut 25 Jahren seine große Liebe und erste Frau Lily (Stephanie Bishop) und die gemeinsame Tochter Sam (Lucy-Jo Hudson) sitzen ließ. Mittlerweile geht er nicht mehr mit seinen Freunden zum Fußball, seine große Leidenschaft für den Rock’n Roll ist eingeschlafen und seinen Job bei der Post bekommt er kaum noch erledigt.
Aber er hat Freunde und auch seine Kollegen halten weiter zu ihm. Angeführt vom belesen-begeisterten Selbsthilfe-Kenner Meatballs (John Henshaw) probieren sie fast alles aus, um Eric wieder zum Lachen zu bringen. Mit einem neu entdeckten Lebenshilfe-Ratgeber schickt Meatballs Eric und die anderen Jungs auf eine Selbsterfahrungsreise, bei der sich jeder eine Person vorstellen soll, deren Charisma und Selbstvertrauen er nacheifern würde. Da finden sich Fidel Castro, Gandhi, Nelson Mandela, Frank Sinatra, Sammy Davis Junior und Eric sucht sich in dieser Runde seinen größten Helden Eric Cantona aus, den er fast wie einen Gott verehrt.
So schön und lustig die Runde begonnen hat, so ernüchternd endet sie, als seine Freunde auf einen Stapel Briefe stoßen, die Eric in seinen Schichten eben nicht ausgetragen hat, weil er nicht mehr dazu in der Lage war. Während Meatballs die Rettungsaktion und nachträgliche Zustellung organisiert, zieht sich Eric Joint rauchend in sein Schlafzimmer zurück und blickt flehend auf das riesige Eric Cantona-Poster an seiner Wand.
Und auf einmal hört er die rauchige Stimme mit dem französischen Akzent hinter sich. Eric Cantona (er selbst) steht in Erics Schlafzimmer und fängt an, mit ihm über das Leben und über Lily zu sprechen. Er bringt ihn dazu, sich an die Zeit zu erinnern, als er Lily kennen gelernt hat und konfrontiert ihn mit der Frage, warum er es nicht geschafft hat, bei ihr zu bleiben. Eric bringt Eric dazu, sich seinen Ängsten zu stellen und sich nicht mehr vor den Treffen mit Lily zu drücken, bei denen er sein Enkelkind von ihr übernehmen soll, um seiner Tochter das Lernen für die Uni-Abschlussprüfungen zu erleichtern. Und das ist nur der erste Schritt und die erste Lektion von Erics großem Idol Cantona, der ihn mit seinen speziellen “Weisheiten” immer weiter treibt.
So lernt Eric bei den nächsten ‘heimlichen’ Begegnungen mit Cantona, seinen Freunden zu vertrauen, wie man richtig ‘No!’ sagt und dass man manchmal hart kämpfen muss, um seine Familie zu schützen. Langsam nähert sich Eric Stück für Stück wieder seiner Lily und schafft es, mit ihr über die Vergangenheit zu sprechen. Er geht mit seinen Freunden aus, sorgt für mehr Ordnung im Haus und stellt sich schließlich schützend und todesmutig vor seinen Sohn Ryan, der sich mit einem lokalen Gangsterboss eingelassen hat.
Am Ende hat Eric Cantona seinen Schützling und Fan fürs Leben wieder fit gemacht, haben sich Freunde und Fußballfans zusammen getan, um ihm und seiner Familie zu helfen, und er hat sich selbst eine zweite Chance aufs Glück und vor allem auf die Liebe geschaffen.
Quelle
Pressematerial von Delphi
Weiterführende Informationen
- Looking for Eric auf moviepilot.de
- LOOKING FOR ERIC – Pressespiegel auf film-zeit.de
- LOOKING FOR ERIC – Trailer auf film-zeit.de
- Looking for Eric – Trailer auf moviepilot.de
Poster und Merchandise zum Film im Fanshop
Kritiker — Ausgezeichnet 8.1
Der Film Looking for Eric wurde von 10 Kritikern bewertet.
TheCorey: Das Manifest, MovieMaze, ev...
So sympathisch Evets in seiner Rolle auch ist, so spaßig seine Momente mit König Eric sind, so nostalgisch Cantonas schönste Tore aus dem Archivmaterial auch anmuten, als Ganzes gesehen will und kann Looking for Eric höchstens in seiner ersten Hälfte der Exposition überzeugen. „You have to trust your team mates. Always“, legt Laverty in der Mitte des Filmes König Eric in den Mund. Doch das Vertrauen in Laverty und Loach selbst wird leider enttäuscht.
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„Looking for Eric“ nimmt sich als ein modernes Märchen aus, das allerdings in der harten Wirklichkeit fest verankert ist. Diesen scheinbaren Widerspruch meistert „Looking for Eric“ indes mit schlafwandlerischer Sicherheit. Dies liegt zum einen am hervorragenden Drehbuch von Paul Laverty, das gut erarbeitete Dialoge mit bestechender Situationskomik verknüpft, auch wenn es gegen Ende mit überhandnehmender Action deutlich über die Stränge schlägt. Zum andern gelingt es Regisseur Ken Loach aber auch, die Figuren dank auch der unverbrauchten Gesichter von Steve Evets und Stephanie Bishop authentisch zu zeichnen. Ohne Pathos, ohne unnötige Dramatisierung liefern sie eine präzise Charakterstudie. „Looking for Eric“ schafft noch einen weiteren Spagat: die nuancierte Darstellung von Steve Evets und Stephanie Bishop mit dem eher hölzernen Schauspiel von Eric Cantona zu verbinden. Denn zwar hat Cantona bereits in mehr als einem Dutzend Spielfilme mitgewirkt, ihm ist jedoch in „Looking for Eric“ auf der Leinwand stets eine leichte Unbeholfenheit anzumerken. Diese wirkt sich aber wohltuend aus, denn sie nimmt jedem noch so zaghaften Versuch einer divahaften Darstellung den Wind aus dem Segel.
Ken Loachs Film kann nur bedingt als „Fußballfilm“ bezeichnet werden. Denn das Fußballspiel wird als Sinnbild für das Leben eingesetzt. Könnten die aus der Fußballwelt entnommenen Lebenserfahrungen, die Eric Cantona dem anderen Eric beizubringen versucht, oberflächlich als Plattitüden angesehen werden, so steckt in ihnen jedoch eine tiefe Weisheit. In der leichtfüßigen Inszenierung von Ken Loach gipfeln sie in der Einsicht, dass es nie zu spät ist, um einen Neuanfang zu wagen.
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Kommentare — Sehenswert 7.3
Der Film Looking for Eric wurde von 104 Mitgliedern bewertet.
nolimitz 2010/01/10 14:26:36
gute story mit überaschendem/interessantem Ende! hat mir gefallen
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felschi 2009/11/26 23:22:46
gute story, gutes ensemble, für einen erfüllenden kinoabend, und "operation cantona" ist beispielhaft. seit langem nicht mit soviel nachfilmfreude aus dem kino nach hause gekommen.
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Say-what 2009/11/16 15:54:53
Ein wenig enttäuscht war ich, dass zunächst eine sehr bedrohliche Situation aufgebaut wird, die sich durch ein bisschen Teamwork und einen guten Witz in Luft auflöst... Auch die Lebensweisheiten von Eric Cantona waren nicht besonders tiefgründig oder aufschlussreich.
Allerdings war Cantona selber echt stark! Vor allem mochte ich die glaubwürdige Entwicklung des Hauptdarstellers Steve Evets.
Darüber hinaus war es eine richtig gelungene Tragikomödie. Die Witze waren gut plaziert, die traurigen Momente bzw. Erics Probleme gingen dem Zuschauer wirklich nahe. Das war keine fluffige Komödie, bei dem jedes Konflikt nur kurz gezeigt wird, um ganz schnell eine saubere Lösung zu präsentieren.
Alles in allem ein sehr gelungender Film über Freundschaft und den Glauben an sich selbs. Man kann das Beste aus sich machen, ohne sich komplett umkrempeln zu müssen.
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In Looking for Eric hat Eric Cantona, die französische Fußballikone, die einst für Manchester United spielte, eine Hauptrolle übernommen. Kann dies gutgehen?
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Ken Loach gilt als Meister des europäischen Sozialdramas. Vielfach preisgekrönt ist der Brite, der unter anderem bereits eine Goldene Palme in Cannes gewann. Hier im Quiz könnt ihr Freikarten zu seinem neuen Film gewinnen!
Doch dieses mit menschlichen Wunschträumen assoziierende übernatürliche Element verleiht dem Film bei seinem eigentlich schweren Sujet einen angenehm leichten Duktus.
Link zu vollständiger Kritik (externer Link)
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