Ich glaube, es gibt keinen Schauspieler, der so gut wie Nicolas Cage einen herausfordernden Spagat schafft: Solide Leistungen in Blockbustern von der Stange à la "Nur noch 60 Sekunden" und herausragende Leistungen, die ihn zweifellos an die Spitze von Hollywoods Charakterdarstellern steigen ließen. Denn dass der Neffe von Francis Ford Coppola ein brillanter Mime auf Oscar-Niveau ist, steht nicht erst seit "Leaving Las Vegas" fest, für den Cage 1995 seinen ersten Oscar erhielt. Aktuell ist Cage neben "The Weather Man" auch in der Politsatire "Lord of War" im Kino.
Yuri Orlov (Nicolas Cage), ein in New Yorks Stadtteil Little Odessa aufgewachsener Einwanderersohn aus der Ukraine, ist der Prototyp eines gewissenlosen Waffenhändlers. Vom kleinen Fisch, der in New York seine ersten Uzis verkauft, steigt er im Laufe der 18 Jahre, die der Film erzählt, zum größten Mann in seinem blutigen Business auf. "Statistisch gesehen besitzt jeder…
Ich glaube, es gibt keinen Schauspieler, der so gut wie Nicolas Cage einen herausfordernden Spagat schafft: Solide Leistungen in Blockbustern von der Stange à la "Nur noch 60 Sekunden" und herausragende Leistungen, die ihn zweifellos an die Spitze von Hollywoods Charakterdarstellern steigen ließen. Denn dass der Neffe von Francis Ford Coppola ein brillanter Mime auf Oscar-Niveau ist, steht nicht erst seit "Leaving Las Vegas" fest, für den Cage 1995 seinen ersten Oscar erhielt. Aktuell ist Cage neben "The Weather Man" auch in der Politsatire "Lord of War" im Kino.
Yuri Orlov (Nicolas Cage), ein in New Yorks Stadtteil Little Odessa aufgewachsener Einwanderersohn aus der Ukraine, ist der Prototyp eines gewissenlosen Waffenhändlers. Vom kleinen Fisch, der in New York seine ersten Uzis verkauft, steigt er im Laufe der 18 Jahre, die der Film erzählt, zum größten Mann in seinem blutigen Business auf. "Statistisch gesehen besitzt jeder 16te Mensch eine Handfeuerwaffe. Da drängt sich mir doch eine Frage auf: Wie bewaffnet man die restlichen 15?" philosophiert Orlov in der Einleitung des Filmes, auf einem Meer von Patronenhülsen stehend. Rückblickend erzählt er dann seine Geschichte, von den ersten Anfängen in Little Odessa steigt er über seine Kontakte in der Ukraine nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion zu den ganz Großen in seinem Geschäft auf und kann trotz Rückschlägen sogar seinen ärgsten Konkurrenten Simeon Weisz (hervorragend minimalistisch: Ian Holm) überflügeln. Seine besten Geschäfte macht er dann mit dem Liberianischen Diktator Andre Baptiste (Eamonn Walker), der ihm wiederum Kontakte in andern afrikanischen Staaten verschafft.
Doch in je größerem Stil er seine Geschäfte abwickelt, desto ärger sitzt ihm ATF-Agent Jack Valentine (Ethan Hawke) im Nacken. Bei den Konfrontationen der beiden Gegenspieler, die Orlov dank seiner Skrupellosigkeit und seiner Cleverness immer wieder als Sieger verlässt, treffen zwei Männer aufeinander, wie sie unterschiedlicher nicht sein können: Der völlig gewissenlose Waffenhändler, der keine Kritik und keine Moral gelten lässt und der ehrgeizige Moralist Valentine, der Orlov immer einen Schritt hinterher ist. Zur zynisch-politischen Aussage des Filmes passt es, dass es Regisseur Niccol schafft, dass sich der Zuschauer statt mit dem "guten" Valentine, mit dem gewitzten aber skrupellosen Waffenschieber Yuri Orlov identifiziert. Auch die Charakterzeichnung der Rolle des Waffenhändlers (der an echte Waffenhändler und deren Methoden angelehnt ist) ist hervorragend, stellt sie doch einen eigentlich menschlich und moralisch einsamen Mann dar, der aus seinem Können im Waffengeschäft seinen ganzen Selbstwert zieht. Menschlich dagegen ist er ein Versager: Sei es die betrogene Ehefrau, die nichts von seinen Geschäften weiß, sein kleiner Sohn, den er praktisch nie sieht, oder sein drogenabhängiger Bruder – stetig ist Orlov menschlich gesehen überfordert.
Bei allem Unterhaltungswert, den der Film vor allem aus dem Katz-und-Maus-Spiel der zwei Protagonisten, dem gelungenen Spannungsbogen der Geschichte in der Rückschau, den bildgewaltigen und authentischen Drehorten und seiner starken Darsteller zieht, sticht der überzogene Zynismus und die blutigen Szenen, die der Film immer wieder bietet, gewaltig ins politische Gewissen. Grandios unerwartet trotzdem das Ende, das die knallharte und höchst reale Politische Aussage des Filmes in nur einer Szene und einem kurzen Dialog auf einen so dichten und niederschmetternden Punkt bringt, dass einem für die nächsten Tage nicht nach globalpolitischen Themen zumute ist. Tolles Unterhaltungskino und treffsichere Politsatire in 120 Minuten. Unbedingt ansehen!
"Lord of War" ist ein Film, den man gesehen haben sollte. Mit einem satirischen Unterton wird die fesselnde Geschichte eines Waffenhändlers erzählt, die den Zuschauer mit nimmt auf eine emotionale Reise. Weniger anstrengend als die Inhaltsangabe vermuten lässt ist der Film sogar DVD-Abend tauglich.
"Lord Of War“ ist einer der großen Filme mit Nicolas Cage, einem jener Schauspieler, die im Hollywood-Business durch Ecken und Kanten auffallen und aus der Riege der aalglatten, ersetzbaren Darsteller herausragen. In der Rolle des Yuri Orlov stellt Cage seine Qualitäten eindrucksvoll unter Beweis: die Rolle eines gewissenlosen Geschäftemachers, der ein wenig überheblich und von sich selbst eingenommen mit einer gehörigen Portion Arroganz seine Verfolger bloßstellt. Meiner Meinung nach eine echte Idealbesetzung.
Dicht gepackter Plot mit hohem Unterhaltungswert. Andrew Niccol greift nach "Gattaca" und "Truman Show" einmal mehr ein heißes Eisen auf. Ging es in den beiden erstgenannten um Gentechnik resp. Überwachung, steht hier internationaler Waffenhandel im Fokus. Niccol wagt Erstaunliches: ein überaus ernstes Thema mit Humor zu durchsetzen. Und die Gratwanderung gelingt! Bewusstheit schafft man eben nicht mit erhobenem Zeigefinger.
Ich liebe diesen Film. Wegen dem Plot. Wegen den vielen geilen Szenen. Wegen den vielen geilen Zitaten. Nicht zuletzt wegen Mr. Cage himself, der hier eine Parade-Rolle auf den Leib geschneidert bekommen hat.
ein durchgehend fesselnder streifen mit einem als smarter zynischer waffenbaron brillierenden nicholas cage... unglaublich dass er nur ein jahr später im unterirdischen "world trade center" spielte
"Lord of War", ein wahrer Seitenhieb auf jeder Ebene.
Andrew Niccol, der das Drehbuch innerhalb von vier Monaten fertigte, schwingt mit "Lord of War" den Hammer gehörig in die Politik und trifft dort mit krachender Gewalt ein. In seinem Film gibt es jede Menge Facetten, Hintergründe und Details, die den Waffenhandel, der noch immer enorm vorangetrieben wird, in das Scheinwerferlicht der Kritik treibt. Das und die originelle Erzählweise, mit der der Film beginnt, inklusive dem klasse Intro, lassen auf ein fantastisches Werk hoffen.
Leider muss aber auch "Lord of War" im Mittelteil viel einbüßen, bis hin zum Ende. Zu Anfang wirkt der Streifen interessant, weckt die Aufmerksamkeit des Zuschauers und unterhält mit witzigen Einlagen.
Doch nach der ersten halben Stunde fällt der Unterhaltungswert rapide ab. Vieles ist zu vorhersehbar, was anfangs originell erschien, wird plötzlich zur Routine und langweilt.
Der Soundtrack ist klasse und hält den Zuschauer noch bei Laune, ebenso die Kameraeinstellungen, die wirklich gelungen sind.
Jared Letos (The Thin Red Line) Potenzialist auch hier wieder verschenkt. Nur kurz darf er zeigen, was er drauf hat und verschwindet dann ganz schnell wieder von der Bildfläche. Nun muss man sich mit Nicholas Cage (Season of the Witch) alleine zufrieden geben, der ruhig etwas mehr Mimik an den Tag legen könnte.
Auch Ian Holm (Ratatouille) kommt hier zu kurz und ist ab und zu einfach nur mal so anwesend, als wirklich in der Handlung mit dabei. Außerdem wirkt Ethan Hawke (Taking Lives) wie ein nerviger Sidekick, statt eines wirklich glaubhaften Charakters.
"Lord of War" ist nicht grundlegend schlecht. Er hat viele Passagen, die wirklich gut gemacht sind, schön gefilmt, perfekt gespielt und fabelhaft umgesetzt. Nur dümpelt er einfach ziemlich dahin und zeigt das ein oder andere Mal auch nichts neues.
"Lord of War", verschenkt das Talent vieler seiner Darsteller, punktet aber mit gutem Soundtrack und gelungenem Intro.
Hey Freunde, er hat doch immerhin eine zweite Chance bekommen :)
Das erste Mal hatte ich ja nach einer halben Stunde ausgemacht und das verschoben. Jetzt muss ich zugeben, dass mir die erste halbe Stunde am besten gefallen hat. oO
Ein fesselnder Film mit einer packenden Story die auch noch gut erzählt wird! Nicolas Cage ist wie gemacht für diese Rolle und ist ein ausgezeichneter Schauspieler. Der Film ist spannend und interessant zugleich. Sehr Empfehlenswert! 1A!
Dieser Film zeigt einfach mal, warum die Welt so ist wie sie ist, das die kleinen klein und arm bleiben und die großen immer größer und reicher werden, und das man nun mal nichts dagegen tun kann, denn die, die enttscheiden, entscheiden sich immer gleich, fürs GELD Es regiert halt doch die welt!
Ich bin gleichermaßen verwundert als auch enttäuscht, dass dieser Film fast durchweg positive Kritiken bekommen hat. Wie üblich scheine ich der unbedeutenden Minderheit anzugehören, die das zeitgenössische, immer wiederkehrende Kitschkino nicht mehr aushält.
Eines der Hauptprobleme von "Lord of War" ist, dass uns der Film etwas mitteilen will, das wir (hoffentlich) schon wissen: nämlich dass unsere Welt ein mieser Ort ist und Waffendeals sie nicht gerade besser machen. Dies ist eine kaum zu überwindende Schwäche, die mich z. B. auch an Drogenfilmen wie "Requiem for a Dream" immer gestört hat. Wie gut sie auch in filmtechnischer Hinsicht gemacht sein mögen (was beim genannten Beispiel definitiv der Fall ist), sie teilen uns doch immer nur das Offensichtliche mit. Sie können es auf gute oder schlechte Weise tun, selbst mit großem künstlerischen Wert, aber an dem Film wachsen kann der Zuschauer nicht.
Nun muss natürlich nicht jeder Film eine tiefgründige Botschaft haben um sehenswert zu sein. Manche Filme wie z.B. „Sin City“ punkten fast ausschließlich durch ihre Optik. Andere leben von ihrer Erzählstruktur - der Filmkenner erinnert sich an „Memento“ - und wieder andere konzentrieren sich auf atemberaubende Actionsequenzen, man denke an die „Matrix“-Reihe. Nun hat allerdings "Lord of War" außer seiner vorher schon altbekannten Botschaft kaum etwas an sich, das seine Existenz begründen könnte. Was war der kreative Funke, der dieses Projekt ins Rollen brachte? Dieser Film bietet einfach nichts, was nicht schon da gewesen wäre. Hätte er sich auf das beschränkt, was er sein kann, nämlich eine moderne Gangster-Geschichte im Bereich des Waffenschiebens, dann würde er vielleicht funktionieren. Martin Scorsese’s „Good Fellas" versucht uns nicht zu belehren, dass ein Verbrecher böse ist. Er zeigt uns mit einer guten Geschichte und interessanten Charakteren wie das Leben eines Kriminellen aussieht ohne dabei Moralapostel sein zu wollen. Die Ähnlichkeit der Grundstruktur beider Filme ist in der Tat beachtlich. Es geht um den Aufstieg eines skrupellosen Gangsters, der neben seinem "Beruf" auch mit Familienproblemen und Drogen zu kämpfen hat und schließlich an einen für ihn schwerwiegenden Wendepunkt angelangt, der sein zukünftiges Leben bestimmt. Ebenfalls übernimmt der Protagonist eine Erzählerrolle, in der er uns durch die Handlung geleitet. Ein nicht zu vernachlässigender Unterschied ist dann aber doch, dass einer der beiden Filme ein Meisterwerk seines Genres ist und der andere ein belangloses Cliche-Feuerwerk.
Wie in so vielen Hollywood-Filmen der heutigen Zeit sind die substanzlosen Charaktere ein grundlegendes Übel. Nicolas Cage verkörpert den seelenlosen Geschäftsmann, der außer oberflächlich und skrupellos zu sein keinerlei bekannte Eigenschaften hat. In der zweiten Hälfte des Films wird dann aber versucht, moralische Konflikte aufzuzeigen, sodass wir als Zuschauer plötzlich Symphatie für ihn entwickeln sollen, wobei wir uns doch vorher nicht das kleinste bisschen mit diesem Reißbrettmenschen identifizieren konnten. Seine Ehefrau ist sogar noch undurchsichtiger als er und warum sie sich gerade in diesen amoralischen Waffenhändler verliebt, bleibt völlig im Dunkeln. Diese gekünstelte Liebesgeschichte ist so unglaubwürdig und übereilt, dass es beinahe lächerlich wirkt. An dieser Stelle fühlt man sich unangenehm an „Blood Diamond“ erinnert, der einen ähnlich absurden Liebessubplot zwischen zwei sich völlig fremden Menschen hat, die nicht das Geringste verbindet. Zu nennen wäre dann noch Ethan Hawke, der ab und zu mal als Gegenspieler durchs Bild läuft, es aber als einziger mit Cage's übertriebener Coolness aufnehmen kann. Seine bemerkenswert geringe Screentime verwehrt uns aber leider jedweden Einblick in das Leben oder die Motive des anderen Niemand mit der Sonnenbrille. Vergleicht man diesen schleierhaften Interpol-Cop mit einem "Vincent Hanna" aus Micheal Mann's „Heat“ so kann man nur noch betreten zu Boden schauen ob der Welten an Klasse, die diese beiden Figuren voneinander trennen.
Unsere heutige Filmwelt besteht im Wesentlichen aus dem inzwischen niederen Blockbuster-Kino, dass ab und zu immerhin mit aufwendigen CGI-Effekten zu beeindrucken vermag, meist aber von dummen One-Linern, inhaltsleeren Charakteren und bodenlosen Logigschluchten durchzogen ist. Außer diesem Schund ala Michael Bay werden pseudo-moralische Möchtergern-Dramen wie „Lord of War“ produziert, die zwar nicht in die absoluten Untiefen der Schlechtigkeit vordringen, aber mit einer beachtlichen Belanglosigkeit auf uns einwirken. Von allen Seiten belagern sie uns mit stereotypen Charakteren oder kitschigen Metaphern um dadurch vermeintliche Tiefe vorzuheucheln. Von dem Bodensatz des Mediums Film, den unterirdisch schlechten (Liebes-)Komödien, bei denen einem beim Trailer schon schlecht wird, oder den vielen merkwürdigen Mischformen dieser einzelnen Elende möchte ich gar nicht erst reden. Was soll man letzendlich noch anderes tun, als sich in die Filmwelt des 20. Jahrhunderts zurückzuziehen und nach den Perlen der Vergangenheit zu tauchen, um sich wenigstens ohne Schande „Filmffreund“ nennen zu können.
«Von all den Waffen im riesigen sowjetischen Arsenal war nichts so profitabel wie die Awtomat Kalaschnikowa; das 47er Modell - besser bekannt als AK-47 oder Kalaschnikow. Es ist das bekannteste Sturmgewehr der Welt. Eine Waffe die jeder Kämpfer liebt. Ein elegant einfaches neunpfundschweres Zusammenspiel von geschmiedetem Stahl und Sperrholz. Sie geht nicht kaputt, hat keine Ladehemmungen und überhitzt nicht. Sie schießt auch noch wenn sie mit Schlamm überzogen oder voller Sand ist. Sie ist so einfach, dass sogar Kinder sie bedienen können und das tun sie auch. Die Sowjetunion ehrte das Gewehr mit einer Münze. Mosambik brachte es auf seine Flagge. Seit Ende des Kalten Krieges waren die Kalaschnikows zum größten Exportgut des russischen Volkes geworden. Danach erst kamen Wodka, Kaviar und selbstmordgefährdete Romanautoren. Und eins ist sicher, für ihre Autos steht keiner Schlange.»
Zu Anfang habe ich diesen Film noch als Satire betrachtet. Erst als die Sache brenzlig wurde änderte ich meine Perspektive. Und das, was ich sah, war durchaus zufriedenstellend.
Handlung und deren Erzählweise sind erstklassig, über die Story kann man nicht meckern und der Realitätsbezug ist auch hergestellt. Leider, möchte man fast sagen.
Zur Zeit ist das Thema aktueller denn je.
Den Schauspielern ist es zu verdanken, dass der Film niemals ins Lächerliche abdriftet.
Der Film vermag es Zynismus, Sarkasmus und Elemente des Dramas und des Actionfilms perfekt zu verschmelzen. Die Dialoge sind wunderbar. Einige sprühen nur so voller Witz, andere bedrücken. Hier hat es echt Spaß gemacht den Akteuren zuzuhören. Niemand dürfte sich hier über inhaltlose und schwachsinnige Gespräche beschweren; nur Banausen würden dies behaupten.
«Sie sind der Lord of War.» - «Es heißt 'Warlord'.» - «Meine Worte gefallen mir besser!»
Nicolas Cage hat in der Rolle des "Lord Of War" bewiesen, was für ein hervorragender Schauspieler und was für eine rotzecoole Sau er doch sein kann. Bedauerlicherweise beweist er dies nicht in jedem Film und hat leider auch kein wirklich glückliches Händchen, was dem Auswählen der richtigen Filmrollen angeht. Aber hier lag er mit seiner Wahl goldrichtig. Er agiert einfach in Bestform; sowohl in lustigen, als auch in dramatischen Situationen.
Jared Leto beweist in seiner Rolle als drogenabhängiger Bruder mal wieder, dass er nicht nur singen, sondern auch schauspielern kann.
Und Bridget Moynahan gab mir keine Sekunde lang das Gefühl eine 'gescheiterte Schauspielerin' vor mir zu haben. Ich empfand ihre Spielweise als sehr erfrischend und gelungen. Die Maskenbildner haben es besonders bei ihr geschafft, sie immer älter werden und aussehen zu lassen. Trotzdem behielt sie ihre Schönheit inne.
Mein Lob geht außerdem an die vielen kleinen Feinheiten des Films. Und an die Kameraarbeit von Amir M. Mokri, der die einzelnen Schauplätze sehenswert in Szene setzte.
Die Anfangssequenz von der Herstellung bis zur Abfeuerung einer Kugel ist eine gute Idee, die genial umgesetzt wurde, bei der mir zwar auch leicht schlecht wurde, als sich anfing das Bild schnell zu drehen, aber diese Übelkeit verflog zum Glück sehr schnell wieder.
"Lord of War" - ein ausgezeichneter Film, der diesen Ausdruck und Punktzahl wahrlich verdient.
Ich weiss echt nicht, was einem an diesem gewaltverherrlichendem Film begeistern soll? Dieser miese Zynismus mit dem so ein heikles Thema inszeniert wurde? Das absolut nicht überzeugende Spiel von Nicolas Cage? Diese Darstellung von Hoffnungslosigkeit und Trostlosigkeit? Ich konnte mit dem Film nicht warm werden.
Uuuh gewaltverherrlichend!?! warum siehst du dir einen film mit dem titel "herr des krieges" an wenn du nichts gewaltverherrlichendes sehen willst???
da würd ich dir eher "die sieben zwerge" oder so empfehlen...
Ich will grundsätzlich keine Gewaltverherrlichung in den Medien sehen. Mal ganz abgesehen davon, dass das ein Straftatbestand ist, welche gesunde Seele findet es denn grundsätzlich geil, sich an brutaler und unnötiger Gewalt zu ergötzen?
Es ist eine Sache, in einem Film Gewalt darzustellen aufgrund einer gewissen "Notwendigkeit" (wie es z.B. bei gewissen Kriegsfilmen der Fall ist). Detaillierte zum Selbstzweck dargestellte, exzessive oder unnötige Zurschaustellung von Gewalt ist Verherrlichung. Das sollte man schon unterscheiden können und hat auch nichts mit Geschmackssache zu tun.
Bei dem brisanten Thema "weltweiter Waffenhandel" hätte man das ganze doch mit etwas mehr Ernsthaftigkeit ODER wirklich annehmbarer Ironie erzählen können. Für mich ist das aber eine auf Cage zugeschnittene One-Man-Show. Zudem wird der Zuschauer noch dazu aufgefordert sich mit dem Protagonisten zu identifizieren. Mit einer derartigen Herangehensweise komme ich nicht warm.
Effektiv ist es doch immer dasselbe. Geneigte Zuschauer haben ihren Spaß an derartigen ... naja ... Produktionen. Ich habe Nic Cage in schon weitaus besseren Rollen bzw Filmen gesehen!
"Das Böse siegt, wenn das Gute tatenlos zusieht. Es sollte besser heißen: Das Böse siegt immer!" Nicolas Cage ist der 'Lord of War' und passt einfach perfekt in diese Rolle. Er spielt die Figur des Yuri Orlov so überzeugend, dass man sich niemand Anderen dafür vorstellen kann. Dabei hat er stets ein Lächeln auf den Lippen und genau das passt zu der zynischen Stimmung des Films. Unterstützt wird er von einem grandiosen Jared Leto, der jedoch wesentlich weniger zu sehen ist, als ich angenommen habe. Auch Ethan Hawke als Gegenspieler braucht sich absolut nicht zu verstecken. Der Film beginnt mit einer phänomenalen Kamerafahrt und erzählt durchaus realitätsnah und vor allem ernüchternd den Alltag eines Waffenschiebers, der nebenbei ein ganz normales Leben führen möchte. Dass das nicht einfach so klappt, kann man sich denken: "Ein Doppelleben zu führen ist kein Problem. Das Drei- oder Vierfachleben macht einem am Ende Kopfzerbrechen." Klasse!
Gut erzählter Film, Unterhaltend und Lehrreich zu gleich. insgesamt ist es ein Genuss und von vorne bis hinten ist der streifen an keiner Stelle langweilig.
Ganz am Anfang ist Orlov (Cage) unfreiwilliger Zeuge, wie zwei mit Kalaschnikows bewaffnete Killer einen Auftragsmord ausführen wollen. Der Überfallene rettet sich hinter einen umgekippten Tisch. Und dieser Tisch hält den Feuerstößen der zwei Kalaschnikows stand - Halleluja - der Überfallene kann anschliessend die beiden Killer erledigen.
Nach dieser Szene war dieser Film entgültig für mich erledigt.
Außerdem schien es mir, als ob die Killer ganz einfach zu hoch in den Tisch geschossen haben und die Kugeln zwar durchgegangen sind, den Man aber trotzdem nicht getroffen haben, weil er weiter unten lag.
Hab den Film allerdings nicht, kann mir das also nicht nochmal genau ansehen :(
Ja, diese vollkommen unwichtige Szene, die nicht mal eine Minute dauert, hat für mich auch alles an diesem Film ruiniert. Auf jeden Fall ein guter Grund sich den Film nicht anzuschauen. Oh man...
"Es befinden sich weltweit über 550 Millionen Schusswaffen in Umlauf. Das heißt auf diesem Planeten hat jeder 12. Mensch eine Schusswaffe. Das führt zu der einen Frage: Wie bewaffnet man die anderen 11?"
Zum dritten mal gesehen gestern Abend und immer noch kam keine, überhaupt keine Langeweile auf. Liegt wahrscheinlich auch daran das Nicolas Cage einer meiner Lieblings-Schauspieler ist. Hat in letzter Zeit zwar weniger Glück mit ernsten Rollen, in denen er sein Können unter beweis stellen kann aber dennoch wertet er für mich jeden miesen Film durch seine Präsenz auf. Und hier in "Lord of War" konnte er wieder zeigen was für ein Grandioser Schauspieler ist, und das tat er auch. Die Rolle des Waffenhändlers Yuri Orlov hat er absolut glaubhaft und perfekt gespielt. Hat mich sehr gefreut ihn endlich wieder in Höchstform zu sehen. Jared Leto, der Typ aus der Band "30 Seconds to Mars" den ich vorher eigentlich nie wirklich wahr genommen habe Spielte seinen Bruder, der Kokain abhängig wurde auch wirklich Klasse. Es gibt eben auch Musiker die Schauspielern können. Ethan Hawke wie gewohnt Klasse und ein gut besetzter Gegenpart zu Cage. Die üblichen Schauspieler die hier ihr Unwesen treiben gefielen mir auch durchweg gut. Nur Bridget Moynahan, die finde ich nicht so dolle. Und so Hübsch wie sie hier gemacht wird ist die gute auch nicht.
"In der aidsverseuchtesten Region der Erde ist jeder 4. infiziert. Baptiste hatte Humor. Er hat mir eine Iman und eine junge Naomi ins Bett gelegt und im Umkreis von hundert Meilen gabs kein Kondom."
Das ernste Themen nicht nur ernst und öde gefilmt werden müssen zeigt "Lord of War" auch. Im einen Moment hab ich noch ein Grinsen im Gesicht und in einem anderen bin ich Fassungslos. Z.B zu beginn des Films: Man sieht aus der Perspektive einer Patronenhülse wie sie in ein Gewehr gesteckt wird. Ein paar Sekunden später sieht man wie die Patrone abgefeuert wird, und ein Kind in den Kopf trifft. Die erste Szene, in der ich wie schockgefroren da saß. Davon gab es auch noch Weitere Szenen. Würde aber zuviel Spoilern, wenn ich sie hier aufzähle. Ich denke wer diesen Film gesehen hat weiß welche Szenen ich meine. Aber oft genug konnte ich auch Grinsen. Dank den Messerscharfen Dialogen, die wie aus einer Pistole geschossen kamen. Spritzig, Witzig, böse. I Like. Das Drehbuch stammt von Andrew Niccol, der bspw. auch das von der Truman Show geschrieben hat. Hier war es eben so genial wie in dem Film mit dem guten Carrey. Niccol hat hier auch Regie geführt. Nahezu perfekt kann man sagen. Ein Film der mir lange im Kopf bleibt, ein Film den ich immer wieder gerne sehen werde. Das ist "Lord of War".
"Sie sind der Lord of War." - "Es heißt 'Warlord." - "Meine Worte gefallen mir besser!"
Finde den auch immer wieder zu Unrecht geschmäht. Die Off Kommentare gehören zumm Coolsten und Zynischsten, was Mainstream Kino in der letzten Dekade zu kredenzen in der Lage war...
Jaaaa das Intro.... meine Bewertung hat der Film allein nur wegen dieser Schockszene erhalten. Damals dachte ich, jetzt kann es nur noch bergab gehen...Pustekuchen!
Guter Kommentar! Würde mich freuen, wenn mehr Leute es so ernst nehmen würden.
Man war das mal ein Film. Im Hinterkopf hatte ich wirklich nicht die geringste Vorahnung was da mich erwartet. Kaum erkundigt oder sonst was. Lediglich gewusst das Nicolas Cage wieder dabei ist, was für mich als großer Fan von ihm schon vorher gefreut hat. Da wir schon seinen Namen erwähnen, kann man auch wieder loswerden, das Cage wirklich zeigt, bestätigt, beweist usw. was für ein brillianter Schauspieler er ist. Ich könnte noch länger von ihm schwärmen, doch sonst kommen wir nicht mehr zum Film.
Ein sehr kühler und "cooler" Film in einem. Was zuerst aussieht und auch anfängt wie eine langweilige Erzählung, nimmt sehr schnell seine Fomen an und schweift rüber zu einem wahren Meisterwerk. Regisseur Andrew Niccol hat da eine sehr interessante Arbeit mit diesem Film geleistet. Schon bei Terminal wusste ich das der Mann Filme nach meinem Genre drehen kann, doch nach diesem Film bin ich mir da sehr sicher. Das sehr brenzlige Thema im Film wird versucht so sympathisch wie möglich rübergebracht zu werden, inklusive die Personen die eigentlich schlecht sind bzw. die böse Rolle einnehmen. Man hat das Gefühl das jeder Schauspieler bei diesem Film seine Rolle sowas von gut annimmt, das keine Lücke offen bleibt und sie wirklich alles so rüberbringen, wie man es tun sollte. Ich habe kaum Kritikpunkte, weder an der Story, noch an den Schauspielern. Das Thema, was sehr interessant ist, wird im Laufe des Films nie uninteressant. Es hält sein Niveau von Anfang bis Ende auf einem Punkt und gleitet auch nicht ab. Selten das sowas bei solcher Art von Filmen passieren. Ein großer Pluspunkt. Ich werde bestimmt noch einige Tage mehr über diesen Film nachdenken, das werdet ihr auch, spätestens nach dem ihr es geschaut habt. Eine wahre Empfehlung für jeden Genre Liebhaber, sogar für "nicht" Warlords!
Uninteressant.
Nicolas Cage arbeitet sich zum Bigbosswaffenhändler und -lieferanten an die 3.Welt vor.
Irgendwann geht natürlich etwas schief... gääähn
Was soll der Film nun aussagen? Dass man immer Kondome dabei habei sollte, wenn man nach Liberia reist? Der Schrecken des Krieges muß in diesem Film hinter den Familiengeschichten des Protaginisten und seinen Geschäftsplänen hintenanstehen.
(Dennoch- meine tiefe Dankbarkeit, dass uns die Details erspart wurden.)
Im Laufe des Films werden folgende Regeln aufgestellt:
1. Lass dich niemals [...]
2. Habe immer [...]
4. Ziehe niemals in den Krieg. Besonders nicht mit dir selbst.
Ähm... Aha.
Story: Abgesehen von den Waffenhändlertricks- nicht so besonders...
Musik: fiel nicht auf
Schauspiel: völlig unrealistisch und gefühlsfrei.
Mein Verdacht ist folgender:
"Irgendwie scheinen Drogendealer/Mafia/Auftragskiller/Zuhälter Themen ganz toll anzukommen. Was fehlt in dieser Liste? Richtiiiig! Aber es muß irgendwie aktuell sein. Und brutal. Und, was noch- ach ja, Nutten nicht vergessen."
Mach dir nix draus. Sagen meine Bekannten auch :-)
Aber du kannst es auch so sehen: alle Filme die ich nicht mag, kannst du dir direkt reinziehen, wird dir vmtl gefallen :-)
Meine Schwester und ich machen das schon länger so.
Ein ausgezeichneter Film, aber ein Armutszeugnis für unsere Welt. Am Beispiel der Waffenindustrie wird gezeigt wie Wirtschaft Politik, Recht, Moral und alle persönlichen Werte untergräbt und vernichtet.
Ehrlich gesagt - wenn ich Nicolas Cage Körper bzw. Gesicht im Großformat auf einem Filmcover sehe, bestenfalls noch vor irgendwelchen aufbauschenden Feuerwalzen, legt sich bei mir automatisch die Lust dem Film eine Chance zu geben. Und ganz ehrlich, wer könnte es mir verdenken? Die Liste an Filmen in denen er die Hauptrolle spielt und die ganz eindeutig entweder in sinnlosem Gelaber oder Geballer untergehen, ist endlos. Ich habs ehrlich gesagt satt ihn in irgendwelchen 3D-Autorennspektakeln oder Tempelritterszenarien zu beobachten. Er ist nach wie vor generell ein solider Schauspieler, das steht außer Frage, aber die Fülle an unnötigen Filmen in denen er in letzter Zeit partizipiert ist langsam nicht mehr überschaubar.
So kommt es auch, dass "Lord of War" irgendwo im ungesehen-DVD-Stapel untergegangen ist und ich das Machwerk Tage, Wochen, Monate einfach nur vor mir hergeschoben habe. Und wiedereinmal habe ich mich vom Cover fehlleiten lassen!
Nicolas Cage spielt einen Waffenhändler, der nicht Partei ergreift und in jedem Krieg kein Problem damit hat beide Seiten mit Waffen zu beliefern. Geschäft ist Geschäft. Seine Kapitalismusüberzeugungen und seine Habgier gehen sogar so weit, dass er Kriegstreiberei in Afrika unterstützt nur um selbst wieder den größtmöglichen Profit einzukassieren. Kurzum: Ein Arschloch!
Paradoxerweise wird Yuri Orlov neben diesen moralisch eher fragwürdigen Handlungen gar nicht mal so unsympatisch dargestellt. Er ist kein Comic-Bösewicht der nur auf Macht und Geld aus ist, nein, auch ein ukrainischer Warlord verliebt sich mal. Auch ein ukrainischer Warlord hat Frau und Kind, die natürlich nichts von seiner Geschäftstreiberei wissen. Auch ein ukrainischer Warlord versucht sich mal in legalen Geschäften und vergeudet damit millionenteure mehrmonatige Beschattungsmaßnamen von Interpol und Konsorten. Hier wird keine Schwarz/Weiß-Malung betrieben. Yuri Orlov ist einfach ein Raffzahn der ganz nebenbei mit allen afrikanischen Diktatoren befreundet ist, nichts weiter als Geschäftsmann mit einer ungewöhnlichen Lebensphilosophie.
Humor muss man übrigens weder im Film noch im DVD-Bonusmaterial missen. Die Dreistheit mit der der Protagonist die Behörden jahrelang an der Nase herumführt erinnert stark an "Catch me if you can" und auch sonst blickt hin und wieder eine ordentliche Prise Humor durch die düstere Handlung.
Das dazugehörige Making-of ist deshalb tragisch-traurig, weil sie die Aussage des Films (leider) ziemlich unterstützt. Wenn der Produzent für eine Massenaufnahme von 4000 Kalaschnikovs sich für echte Waffen entscheidet anstatt für Atrappen, einfach weil das billiger ist, dann regt das möglicherweise doch zum Nachdenken an.
Ebenso wie wenn im Film 50 russische Panzer in Reih und Glied präsentiert werden, diese Szene wettertechnisch überhaupt nicht in den Gesamtzusammenhang passt, weil der Inhaber der Panzerfahrzeuge die Panzer am nächsten Wochenende nach Lybien verkaufen muss und deshalb Eile geboten war.
Irgendwie wird einem klar wie viel da doch noch hinter dem Rücken des Fußvolks abläuft, Waffenschiebereien international scheinen wohl tatsächlich zu boomen.
Das "Dieser Film basiert auf wahren Begebenheiten" am Ende, muss ich sagen, hat mich kaum hinterm Ofen vorgelockt. Viele Szenen klangen dann doch zu unglaublich, als dass man sie für etwas anderes als die Erfindung eines kreativen Drehbuchautors hält.
Wahre Geschichte hin oder her, der Sachverhalt ist betrübend und nachdenklich stimmend. Filme wie "Lord of War" tragen immer wieder dazu bei die "echten" Probleme dieser Welt in einem objektiven Blickwinkel zu betrachten. Da spielt es keine Rolle ob es Yuri Orlov gab oder ob tatsächlich mal ein riesiges Flugzeug von afrikanischen Buschkindern innerhalb einer Nacht auseinandergeschraubt wurde.
Dank Guido Westerwelles Engangement ist mit Deutschland nun auch der letzte Massenwaffenexporteur der Welt in den U.N.-Sicherheitsrat eingetreten. Wenn mich mal jemand fragen würde, was keiner macht weil es keinen intressiert, würde ich ihn auf dieses Paradoxon aufmerksam machen.
In gewisser Weise bin ich also wie Yuri Orlov. Der Unterschied: Er verdient Geld damit.
"Lord of War" - eine Kritik am Waffenhandel mit beißendem Zynismus und Humor, der schwärzer ist "als der Allerwerteste eines schwarzen Stieres in einer mondlosen Prärienacht", um mal aus The Big Lebowski zu zitieren, sowie mit einem der genialsten und aussagekräftigsten Intros und einem noch guten Cage ein Jahr bevor sein Selbstzerstörungstrip begann. Und wer da anderer Meinung ist, dem kann ich nur sagen: "Meine Worte gefallen mir besser."
Von der Anfangssequenz, in welcher der gesamte "Lebensweg" einer Gewehrpatrone von ihrer "Geburt" bis hin zu ihrem "Tod" nachdem sie ihren Zweck erfüllt hat, aus ihrer eigenen subjektiven Perspektive gezeigt wird, an, ist "Lord of War" optisch sehr einfallsreich und dazu mit einem hervorragenden Soundtrack unterlegt. Zudem ist der Film sehr unterhaltsam und witzig, dazu trägt vor allem der zynische Off-Kommentar der von Nicolas Cage verkörperten Hauptfigur, dem Waffenhändler Yuri Orlov, bei.
"Lord of War" behandelt aber trotzdem ein sehr ernstes Thema und ist vielleicht näher an der Realität als einem lieb sein könnte. Und genau deshalb handelt es sich hierbei um einen Film den man meiner Meinung nach unbedingt gesehen haben sollte. Denn zwar zeigt "Lord of War" letzten Endes schon die bittere Realität und regt durchaus zum Nachdenken an, das Ganze ist jedoch satirisch überspitzt dargestellt und insgesamt so gut verpackt, dass der Streifen trotzdem Spaß macht.
Nicolas Cage ist in Bestform und spielt absolut top, aber auch Jared Leto, der im Film seinen Bruder verkörpert kann überzeugen, und sowieso hat mir die Charakterzeichnung sehr gut gefallen. Yuri ist kein Waffenhändler geworden, weil er ein schlechter Mensch ist und Leute sterben sehen will, sondern weil es ja sonst jemand anders machen würde und er ja von irgendwas leben muss. Der Agent Jack Valentine, der Yuri auf der Spur ist, ist kein Gutmensch und Weltverbesserer, sondern macht seinen Job unter anderem auch, weil er einfach nach beruflicher Anerkennung strebt. Die Figuren sind also alle sehr vielschichtig, wodurch das genial geschriebene Drehbuch nochmals an Tiefe gewinnt.
"They say, 'Evil prevails when good men fail to act.' What they ought to say is, 'Evil prevails.'"
Naja, klar seine Besten Zeiten waren Face/Off, The Rock oder Con Air aber dennoch hat er im Laufe der Zeit auch andere ganz gute Filme gemacht wie den hier, Tricks oder 8mm. Klar gab es auch einige nicht so gute Filme mit ihm aber dennoch bleibt er ein erstklassiger Schauspieler. Da muss man sich nur Face/Off, Leaving Las Vegas oder Bringing out the Dead ansehen.
Aber ich hoffe auch das es in Zukunft noch ein paar Kracher mit ihm geben wird :)
Jaa, hoffen wir mal das er wieder ein paar gute Streifen macht. Er ist ein guter Schauspieler. Face/Off, The Rock und 8mm fand ich auch gut, den rest nicht so. Geschmackssache ebend :)
Face/Off ist & The Rock sind meine absoluten Lieblingsfilme.
und wie du schon sagst, es ist eben Geschmackssache :) Cage gehört einfach zu meinen Lieblingsschauspielern :)
Ein Film,der ohne die bekannte Action den Zuschauer fesselt. Der einem die Skrupellosigkeit eines Industriezweiges zulasten der armen Befölkerung ständig vor Augen führt. Toll gemacht, klasse Darsteller, packend bis zum Schluss. Man wird unweigerlich mitfühlend mit dem Schurken, denn, einmal in dieser Branche tätig, kann man sie nur mit dem eigenen Tod beenden. Und der Platz wird sofort von zwei anderen eingenommen. Der Film klagt an, ohne zu kritisieren, denn was hier gezeigt, entspricht der Realität die wir nur zu gerne ignotieren, da, nicht zu ändern. Für alle, die einen Spannenden Film sehen wollen, ein absolutes muss.
Lord of War - Händler des Todes - Kritik
US 2005 Laufzeit 123 Minuten, FSK 16, Thriller, Komödie, Actionfilm, Kinostart 16.02.2006
Kritiken (5) — Film: Lord of War - Händler des Todes
Fricki76: Asianfilmweb.de
Kommentar löschenIch glaube, es gibt keinen Schauspieler, der so gut wie Nicolas Cage einen herausfordernden Spagat schafft: Solide Leistungen in Blockbustern von der Stange à la "Nur noch 60 Sekunden" und herausragende Leistungen, die ihn zweifellos an die Spitze von Hollywoods Charakterdarstellern steigen ließen. Denn dass der Neffe von Francis Ford Coppola ein brillanter Mime auf Oscar-Niveau ist, steht nicht erst seit "Leaving Las Vegas" fest, für den Cage 1995 seinen ersten Oscar erhielt. Aktuell ist Cage neben "The Weather Man" auch in der Politsatire "Lord of War" im Kino.
Yuri Orlov (Nicolas Cage), ein in New Yorks Stadtteil Little Odessa aufgewachsener Einwanderersohn aus der Ukraine, ist der Prototyp eines gewissenlosen Waffenhändlers. Vom kleinen Fisch, der in New York seine ersten Uzis verkauft, steigt er im Laufe der 18 Jahre, die der Film erzählt, zum größten Mann in seinem blutigen Business auf. "Statistisch gesehen besitzt jeder…
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sushi25: movie-fan.de
Kommentar löschenNicolas Cage haucht dem Waffenhändler großartig Leben ein in einer passabel erzählten Story.
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Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders
Kommentar löschen"Lord of War" ist ein Film, den man gesehen haben sollte. Mit einem satirischen Unterton wird die fesselnde Geschichte eines Waffenhändlers erzählt, die den Zuschauer mit nimmt auf eine emotionale Reise. Weniger anstrengend als die Inhaltsangabe vermuten lässt ist der Film sogar DVD-Abend tauglich.
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Hausmeister: Nerdtalk.de
Kommentar löschen"Lord Of War“ ist einer der großen Filme mit Nicolas Cage, einem jener Schauspieler, die im Hollywood-Business durch Ecken und Kanten auffallen und aus der Riege der aalglatten, ersetzbaren Darsteller herausragen. In der Rolle des Yuri Orlov stellt Cage seine Qualitäten eindrucksvoll unter Beweis: die Rolle eines gewissenlosen Geschäftemachers, der ein wenig überheblich und von sich selbst eingenommen mit einer gehörigen Portion Arroganz seine Verfolger bloßstellt. Meiner Meinung nach eine echte Idealbesetzung.
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Synopsis: zeitgeist Print & Online
Kommentar löschenDicht gepackter Plot mit hohem Unterhaltungswert. Andrew Niccol greift nach "Gattaca" und "Truman Show" einmal mehr ein heißes Eisen auf. Ging es in den beiden erstgenannten um Gentechnik resp. Überwachung, steht hier internationaler Waffenhandel im Fokus. Niccol wagt Erstaunliches: ein überaus ernstes Thema mit Humor zu durchsetzen. Und die Gratwanderung gelingt! Bewusstheit schafft man eben nicht mit erhobenem Zeigefinger.
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Kommentare (149) — Film: Lord of War - Händler des Todes
Kommentar schreibenNudelapache 2012/01/31 19:09:30
Kommentar löschenDamn. Nicholas Cage at it's best.
Ich liebe diesen Film. Wegen dem Plot. Wegen den vielen geilen Szenen. Wegen den vielen geilen Zitaten. Nicht zuletzt wegen Mr. Cage himself, der hier eine Parade-Rolle auf den Leib geschneidert bekommen hat.
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aberaber 2011/12/31 14:44:13
Kommentar löschenAufschlußreicher und spannender Film. Selbst Nicholas Cage ist gut...:-)
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kahaujiko 2011/12/23 23:57:20
Kommentar löschenein durchgehend fesselnder streifen mit einem als smarter zynischer waffenbaron brillierenden nicholas cage... unglaublich dass er nur ein jahr später im unterirdischen "world trade center" spielte
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*frenzy_punk<3 2011/11/22 21:49:53
Kommentar löschen"Lord of War", ein wahrer Seitenhieb auf jeder Ebene.
Andrew Niccol, der das Drehbuch innerhalb von vier Monaten fertigte, schwingt mit "Lord of War" den Hammer gehörig in die Politik und trifft dort mit krachender Gewalt ein. In seinem Film gibt es jede Menge Facetten, Hintergründe und Details, die den Waffenhandel, der noch immer enorm vorangetrieben wird, in das Scheinwerferlicht der Kritik treibt. Das und die originelle Erzählweise, mit der der Film beginnt, inklusive dem klasse Intro, lassen auf ein fantastisches Werk hoffen.
Leider muss aber auch "Lord of War" im Mittelteil viel einbüßen, bis hin zum Ende. Zu Anfang wirkt der Streifen interessant, weckt die Aufmerksamkeit des Zuschauers und unterhält mit witzigen Einlagen.
Doch nach der ersten halben Stunde fällt der Unterhaltungswert rapide ab. Vieles ist zu vorhersehbar, was anfangs originell erschien, wird plötzlich zur Routine und langweilt.
Der Soundtrack ist klasse und hält den Zuschauer noch bei Laune, ebenso die Kameraeinstellungen, die wirklich gelungen sind.
Jared Letos (The Thin Red Line) Potenzialist auch hier wieder verschenkt. Nur kurz darf er zeigen, was er drauf hat und verschwindet dann ganz schnell wieder von der Bildfläche. Nun muss man sich mit Nicholas Cage (Season of the Witch) alleine zufrieden geben, der ruhig etwas mehr Mimik an den Tag legen könnte.
Auch Ian Holm (Ratatouille) kommt hier zu kurz und ist ab und zu einfach nur mal so anwesend, als wirklich in der Handlung mit dabei. Außerdem wirkt Ethan Hawke (Taking Lives) wie ein nerviger Sidekick, statt eines wirklich glaubhaften Charakters.
"Lord of War" ist nicht grundlegend schlecht. Er hat viele Passagen, die wirklich gut gemacht sind, schön gefilmt, perfekt gespielt und fabelhaft umgesetzt. Nur dümpelt er einfach ziemlich dahin und zeigt das ein oder andere Mal auch nichts neues.
"Lord of War", verschenkt das Talent vieler seiner Darsteller, punktet aber mit gutem Soundtrack und gelungenem Intro.
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Mr.Film 2011/11/22 22:00:11
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Neokraid 2011/11/22 22:20:34
Antwort löschenMuss ich Mr.Film auch zustimmen. Sorry, aber der Film bietet für mich gute unterhaltung gemischt mit Ernsthaftigkeit. :)
Bandrix 2011/11/22 22:43:33
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*frenzy_punk<3 2011/11/22 23:48:43
Antwort löschenHey Freunde, er hat doch immerhin eine zweite Chance bekommen :)
Das erste Mal hatte ich ja nach einer halben Stunde ausgemacht und das verschoben. Jetzt muss ich zugeben, dass mir die erste halbe Stunde am besten gefallen hat. oO
Broda 2011/11/23 13:49:00
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Murphante 2011/11/23 17:24:19
Antwort löschenhmmm ... also ich fand den Film auch genialer als nur für eine 5,5 ?!
*frenzy_punk<3 2011/11/23 20:27:05
Antwort löschenTja, das sind die unterschiedlichen Geschmäcker ;)
Keky 2011/11/08 21:02:32
Kommentar löschenEin fesselnder Film mit einer packenden Story die auch noch gut erzählt wird! Nicolas Cage ist wie gemacht für diese Rolle und ist ein ausgezeichneter Schauspieler. Der Film ist spannend und interessant zugleich. Sehr Empfehlenswert! 1A!
Dieser Film zeigt einfach mal, warum die Welt so ist wie sie ist, das die kleinen klein und arm bleiben und die großen immer größer und reicher werden, und das man nun mal nichts dagegen tun kann, denn die, die enttscheiden, entscheiden sich immer gleich, fürs GELD Es regiert halt doch die welt!
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TheDrPepperPower 2011/10/23 06:14:01
Kommentar löschenIch bin gleichermaßen verwundert als auch enttäuscht, dass dieser Film fast durchweg positive Kritiken bekommen hat. Wie üblich scheine ich der unbedeutenden Minderheit anzugehören, die das zeitgenössische, immer wiederkehrende Kitschkino nicht mehr aushält.
Eines der Hauptprobleme von "Lord of War" ist, dass uns der Film etwas mitteilen will, das wir (hoffentlich) schon wissen: nämlich dass unsere Welt ein mieser Ort ist und Waffendeals sie nicht gerade besser machen. Dies ist eine kaum zu überwindende Schwäche, die mich z. B. auch an Drogenfilmen wie "Requiem for a Dream" immer gestört hat. Wie gut sie auch in filmtechnischer Hinsicht gemacht sein mögen (was beim genannten Beispiel definitiv der Fall ist), sie teilen uns doch immer nur das Offensichtliche mit. Sie können es auf gute oder schlechte Weise tun, selbst mit großem künstlerischen Wert, aber an dem Film wachsen kann der Zuschauer nicht.
Nun muss natürlich nicht jeder Film eine tiefgründige Botschaft haben um sehenswert zu sein. Manche Filme wie z.B. „Sin City“ punkten fast ausschließlich durch ihre Optik. Andere leben von ihrer Erzählstruktur - der Filmkenner erinnert sich an „Memento“ - und wieder andere konzentrieren sich auf atemberaubende Actionsequenzen, man denke an die „Matrix“-Reihe. Nun hat allerdings "Lord of War" außer seiner vorher schon altbekannten Botschaft kaum etwas an sich, das seine Existenz begründen könnte. Was war der kreative Funke, der dieses Projekt ins Rollen brachte? Dieser Film bietet einfach nichts, was nicht schon da gewesen wäre. Hätte er sich auf das beschränkt, was er sein kann, nämlich eine moderne Gangster-Geschichte im Bereich des Waffenschiebens, dann würde er vielleicht funktionieren. Martin Scorsese’s „Good Fellas" versucht uns nicht zu belehren, dass ein Verbrecher böse ist. Er zeigt uns mit einer guten Geschichte und interessanten Charakteren wie das Leben eines Kriminellen aussieht ohne dabei Moralapostel sein zu wollen. Die Ähnlichkeit der Grundstruktur beider Filme ist in der Tat beachtlich. Es geht um den Aufstieg eines skrupellosen Gangsters, der neben seinem "Beruf" auch mit Familienproblemen und Drogen zu kämpfen hat und schließlich an einen für ihn schwerwiegenden Wendepunkt angelangt, der sein zukünftiges Leben bestimmt. Ebenfalls übernimmt der Protagonist eine Erzählerrolle, in der er uns durch die Handlung geleitet. Ein nicht zu vernachlässigender Unterschied ist dann aber doch, dass einer der beiden Filme ein Meisterwerk seines Genres ist und der andere ein belangloses Cliche-Feuerwerk.
Wie in so vielen Hollywood-Filmen der heutigen Zeit sind die substanzlosen Charaktere ein grundlegendes Übel. Nicolas Cage verkörpert den seelenlosen Geschäftsmann, der außer oberflächlich und skrupellos zu sein keinerlei bekannte Eigenschaften hat. In der zweiten Hälfte des Films wird dann aber versucht, moralische Konflikte aufzuzeigen, sodass wir als Zuschauer plötzlich Symphatie für ihn entwickeln sollen, wobei wir uns doch vorher nicht das kleinste bisschen mit diesem Reißbrettmenschen identifizieren konnten. Seine Ehefrau ist sogar noch undurchsichtiger als er und warum sie sich gerade in diesen amoralischen Waffenhändler verliebt, bleibt völlig im Dunkeln. Diese gekünstelte Liebesgeschichte ist so unglaubwürdig und übereilt, dass es beinahe lächerlich wirkt. An dieser Stelle fühlt man sich unangenehm an „Blood Diamond“ erinnert, der einen ähnlich absurden Liebessubplot zwischen zwei sich völlig fremden Menschen hat, die nicht das Geringste verbindet. Zu nennen wäre dann noch Ethan Hawke, der ab und zu mal als Gegenspieler durchs Bild läuft, es aber als einziger mit Cage's übertriebener Coolness aufnehmen kann. Seine bemerkenswert geringe Screentime verwehrt uns aber leider jedweden Einblick in das Leben oder die Motive des anderen Niemand mit der Sonnenbrille. Vergleicht man diesen schleierhaften Interpol-Cop mit einem "Vincent Hanna" aus Micheal Mann's „Heat“ so kann man nur noch betreten zu Boden schauen ob der Welten an Klasse, die diese beiden Figuren voneinander trennen.
Unsere heutige Filmwelt besteht im Wesentlichen aus dem inzwischen niederen Blockbuster-Kino, dass ab und zu immerhin mit aufwendigen CGI-Effekten zu beeindrucken vermag, meist aber von dummen One-Linern, inhaltsleeren Charakteren und bodenlosen Logigschluchten durchzogen ist. Außer diesem Schund ala Michael Bay werden pseudo-moralische Möchtergern-Dramen wie „Lord of War“ produziert, die zwar nicht in die absoluten Untiefen der Schlechtigkeit vordringen, aber mit einer beachtlichen Belanglosigkeit auf uns einwirken. Von allen Seiten belagern sie uns mit stereotypen Charakteren oder kitschigen Metaphern um dadurch vermeintliche Tiefe vorzuheucheln. Von dem Bodensatz des Mediums Film, den unterirdisch schlechten (Liebes-)Komödien, bei denen einem beim Trailer schon schlecht wird, oder den vielen merkwürdigen Mischformen dieser einzelnen Elende möchte ich gar nicht erst reden. Was soll man letzendlich noch anderes tun, als sich in die Filmwelt des 20. Jahrhunderts zurückzuziehen und nach den Perlen der Vergangenheit zu tauchen, um sich wenigstens ohne Schande „Filmffreund“ nennen zu können.
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Kreaexo 2011/10/19 11:32:24
Kommentar löschen«Von all den Waffen im riesigen sowjetischen Arsenal war nichts so profitabel wie die Awtomat Kalaschnikowa; das 47er Modell - besser bekannt als AK-47 oder Kalaschnikow. Es ist das bekannteste Sturmgewehr der Welt. Eine Waffe die jeder Kämpfer liebt. Ein elegant einfaches neunpfundschweres Zusammenspiel von geschmiedetem Stahl und Sperrholz. Sie geht nicht kaputt, hat keine Ladehemmungen und überhitzt nicht. Sie schießt auch noch wenn sie mit Schlamm überzogen oder voller Sand ist. Sie ist so einfach, dass sogar Kinder sie bedienen können und das tun sie auch. Die Sowjetunion ehrte das Gewehr mit einer Münze. Mosambik brachte es auf seine Flagge. Seit Ende des Kalten Krieges waren die Kalaschnikows zum größten Exportgut des russischen Volkes geworden. Danach erst kamen Wodka, Kaviar und selbstmordgefährdete Romanautoren. Und eins ist sicher, für ihre Autos steht keiner Schlange.»
Zu Anfang habe ich diesen Film noch als Satire betrachtet. Erst als die Sache brenzlig wurde änderte ich meine Perspektive. Und das, was ich sah, war durchaus zufriedenstellend.
Handlung und deren Erzählweise sind erstklassig, über die Story kann man nicht meckern und der Realitätsbezug ist auch hergestellt. Leider, möchte man fast sagen.
Zur Zeit ist das Thema aktueller denn je.
Den Schauspielern ist es zu verdanken, dass der Film niemals ins Lächerliche abdriftet.
Der Film vermag es Zynismus, Sarkasmus und Elemente des Dramas und des Actionfilms perfekt zu verschmelzen. Die Dialoge sind wunderbar. Einige sprühen nur so voller Witz, andere bedrücken. Hier hat es echt Spaß gemacht den Akteuren zuzuhören. Niemand dürfte sich hier über inhaltlose und schwachsinnige Gespräche beschweren; nur Banausen würden dies behaupten.
«Sie sind der Lord of War.» - «Es heißt 'Warlord'.» - «Meine Worte gefallen mir besser!»
Nicolas Cage hat in der Rolle des "Lord Of War" bewiesen, was für ein hervorragender Schauspieler und was für eine rotzecoole Sau er doch sein kann. Bedauerlicherweise beweist er dies nicht in jedem Film und hat leider auch kein wirklich glückliches Händchen, was dem Auswählen der richtigen Filmrollen angeht. Aber hier lag er mit seiner Wahl goldrichtig. Er agiert einfach in Bestform; sowohl in lustigen, als auch in dramatischen Situationen.
Jared Leto beweist in seiner Rolle als drogenabhängiger Bruder mal wieder, dass er nicht nur singen, sondern auch schauspielern kann.
Und Bridget Moynahan gab mir keine Sekunde lang das Gefühl eine 'gescheiterte Schauspielerin' vor mir zu haben. Ich empfand ihre Spielweise als sehr erfrischend und gelungen. Die Maskenbildner haben es besonders bei ihr geschafft, sie immer älter werden und aussehen zu lassen. Trotzdem behielt sie ihre Schönheit inne.
Mein Lob geht außerdem an die vielen kleinen Feinheiten des Films. Und an die Kameraarbeit von Amir M. Mokri, der die einzelnen Schauplätze sehenswert in Szene setzte.
Die Anfangssequenz von der Herstellung bis zur Abfeuerung einer Kugel ist eine gute Idee, die genial umgesetzt wurde, bei der mir zwar auch leicht schlecht wurde, als sich anfing das Bild schnell zu drehen, aber diese Übelkeit verflog zum Glück sehr schnell wieder.
"Lord of War" - ein ausgezeichneter Film, der diesen Ausdruck und Punktzahl wahrlich verdient.
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RoosterCogburn 2011/10/16 11:38:08
Kommentar löschenIch weiss echt nicht, was einem an diesem gewaltverherrlichendem Film begeistern soll? Dieser miese Zynismus mit dem so ein heikles Thema inszeniert wurde? Das absolut nicht überzeugende Spiel von Nicolas Cage? Diese Darstellung von Hoffnungslosigkeit und Trostlosigkeit? Ich konnte mit dem Film nicht warm werden.
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3012 2012/01/30 23:04:20
Antwort löschenUuuh gewaltverherrlichend!?! warum siehst du dir einen film mit dem titel "herr des krieges" an wenn du nichts gewaltverherrlichendes sehen willst???
da würd ich dir eher "die sieben zwerge" oder so empfehlen...
RoosterCogburn 2012/01/31 16:41:25
Antwort löschenIch will grundsätzlich keine Gewaltverherrlichung in den Medien sehen. Mal ganz abgesehen davon, dass das ein Straftatbestand ist, welche gesunde Seele findet es denn grundsätzlich geil, sich an brutaler und unnötiger Gewalt zu ergötzen?
Es ist eine Sache, in einem Film Gewalt darzustellen aufgrund einer gewissen "Notwendigkeit" (wie es z.B. bei gewissen Kriegsfilmen der Fall ist). Detaillierte zum Selbstzweck dargestellte, exzessive oder unnötige Zurschaustellung von Gewalt ist Verherrlichung. Das sollte man schon unterscheiden können und hat auch nichts mit Geschmackssache zu tun.
Bei dem brisanten Thema "weltweiter Waffenhandel" hätte man das ganze doch mit etwas mehr Ernsthaftigkeit ODER wirklich annehmbarer Ironie erzählen können. Für mich ist das aber eine auf Cage zugeschnittene One-Man-Show. Zudem wird der Zuschauer noch dazu aufgefordert sich mit dem Protagonisten zu identifizieren. Mit einer derartigen Herangehensweise komme ich nicht warm.
Effektiv ist es doch immer dasselbe. Geneigte Zuschauer haben ihren Spaß an derartigen ... naja ... Produktionen. Ich habe Nic Cage in schon weitaus besseren Rollen bzw Filmen gesehen!
kinogaengerin 2011/09/11 21:48:06
Kommentar löschen"Das Böse siegt, wenn das Gute tatenlos zusieht. Es sollte besser heißen: Das Böse siegt immer!" Nicolas Cage ist der 'Lord of War' und passt einfach perfekt in diese Rolle. Er spielt die Figur des Yuri Orlov so überzeugend, dass man sich niemand Anderen dafür vorstellen kann. Dabei hat er stets ein Lächeln auf den Lippen und genau das passt zu der zynischen Stimmung des Films. Unterstützt wird er von einem grandiosen Jared Leto, der jedoch wesentlich weniger zu sehen ist, als ich angenommen habe. Auch Ethan Hawke als Gegenspieler braucht sich absolut nicht zu verstecken. Der Film beginnt mit einer phänomenalen Kamerafahrt und erzählt durchaus realitätsnah und vor allem ernüchternd den Alltag eines Waffenschiebers, der nebenbei ein ganz normales Leben führen möchte. Dass das nicht einfach so klappt, kann man sich denken: "Ein Doppelleben zu führen ist kein Problem. Das Drei- oder Vierfachleben macht einem am Ende Kopfzerbrechen." Klasse!
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Lichtscheu 2011/09/11 05:32:09
Kommentar löschenGut erzählter Film, Unterhaltend und Lehrreich zu gleich. insgesamt ist es ein Genuss und von vorne bis hinten ist der streifen an keiner Stelle langweilig.
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Scipio 2011/09/10 19:06:43
Kommentar löschenGanz am Anfang ist Orlov (Cage) unfreiwilliger Zeuge, wie zwei mit Kalaschnikows bewaffnete Killer einen Auftragsmord ausführen wollen. Der Überfallene rettet sich hinter einen umgekippten Tisch. Und dieser Tisch hält den Feuerstößen der zwei Kalaschnikows stand - Halleluja - der Überfallene kann anschliessend die beiden Killer erledigen.
Nach dieser Szene war dieser Film entgültig für mich erledigt.
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geheimer333 2011/09/11 18:53:35
Antwort löschenIst ja nur ein Film. Aber alles was danach kommt ist richtig gut, vorallem die letzten 20 Minuten!
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Garodem 2011/09/12 18:56:51
Antwort löschenAußerdem schien es mir, als ob die Killer ganz einfach zu hoch in den Tisch geschossen haben und die Kugeln zwar durchgegangen sind, den Man aber trotzdem nicht getroffen haben, weil er weiter unten lag.
Hab den Film allerdings nicht, kann mir das also nicht nochmal genau ansehen :(
TheDrPepperPower 2011/10/23 01:59:24
Antwort löschenJa, diese vollkommen unwichtige Szene, die nicht mal eine Minute dauert, hat für mich auch alles an diesem Film ruiniert. Auf jeden Fall ein guter Grund sich den Film nicht anzuschauen. Oh man...
Broda 2011/09/09 10:22:44
Kommentar löschen"Es befinden sich weltweit über 550 Millionen Schusswaffen in Umlauf. Das heißt auf diesem Planeten hat jeder 12. Mensch eine Schusswaffe. Das führt zu der einen Frage: Wie bewaffnet man die anderen 11?"
Zum dritten mal gesehen gestern Abend und immer noch kam keine, überhaupt keine Langeweile auf. Liegt wahrscheinlich auch daran das Nicolas Cage einer meiner Lieblings-Schauspieler ist. Hat in letzter Zeit zwar weniger Glück mit ernsten Rollen, in denen er sein Können unter beweis stellen kann aber dennoch wertet er für mich jeden miesen Film durch seine Präsenz auf. Und hier in "Lord of War" konnte er wieder zeigen was für ein Grandioser Schauspieler ist, und das tat er auch. Die Rolle des Waffenhändlers Yuri Orlov hat er absolut glaubhaft und perfekt gespielt. Hat mich sehr gefreut ihn endlich wieder in Höchstform zu sehen. Jared Leto, der Typ aus der Band "30 Seconds to Mars" den ich vorher eigentlich nie wirklich wahr genommen habe Spielte seinen Bruder, der Kokain abhängig wurde auch wirklich Klasse. Es gibt eben auch Musiker die Schauspielern können. Ethan Hawke wie gewohnt Klasse und ein gut besetzter Gegenpart zu Cage. Die üblichen Schauspieler die hier ihr Unwesen treiben gefielen mir auch durchweg gut. Nur Bridget Moynahan, die finde ich nicht so dolle. Und so Hübsch wie sie hier gemacht wird ist die gute auch nicht.
"In der aidsverseuchtesten Region der Erde ist jeder 4. infiziert. Baptiste hatte Humor. Er hat mir eine Iman und eine junge Naomi ins Bett gelegt und im Umkreis von hundert Meilen gabs kein Kondom."
Das ernste Themen nicht nur ernst und öde gefilmt werden müssen zeigt "Lord of War" auch. Im einen Moment hab ich noch ein Grinsen im Gesicht und in einem anderen bin ich Fassungslos. Z.B zu beginn des Films: Man sieht aus der Perspektive einer Patronenhülse wie sie in ein Gewehr gesteckt wird. Ein paar Sekunden später sieht man wie die Patrone abgefeuert wird, und ein Kind in den Kopf trifft. Die erste Szene, in der ich wie schockgefroren da saß. Davon gab es auch noch Weitere Szenen. Würde aber zuviel Spoilern, wenn ich sie hier aufzähle. Ich denke wer diesen Film gesehen hat weiß welche Szenen ich meine. Aber oft genug konnte ich auch Grinsen. Dank den Messerscharfen Dialogen, die wie aus einer Pistole geschossen kamen. Spritzig, Witzig, böse. I Like. Das Drehbuch stammt von Andrew Niccol, der bspw. auch das von der Truman Show geschrieben hat. Hier war es eben so genial wie in dem Film mit dem guten Carrey. Niccol hat hier auch Regie geführt. Nahezu perfekt kann man sagen. Ein Film der mir lange im Kopf bleibt, ein Film den ich immer wieder gerne sehen werde. Das ist "Lord of War".
"Sie sind der Lord of War." - "Es heißt 'Warlord." - "Meine Worte gefallen mir besser!"
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doctorgonzo 2011/09/09 10:30:13
Antwort löschenFinde den auch immer wieder zu Unrecht geschmäht. Die Off Kommentare gehören zumm Coolsten und Zynischsten, was Mainstream Kino in der letzten Dekade zu kredenzen in der Lage war...
Broda 2011/09/09 10:39:44
Antwort löschenDie hab ich vergessen zu erwähnen. :/
Ja, die sind schon sehr sehr Geil.
Coach T 2011/09/09 10:48:59
Antwort löschenSehr schön :)
seven 2011/09/09 12:24:48
Antwort löschenKlasse!
A-Wax 2011/09/09 12:33:07
Antwort löschenSehr sehr gut geschrieben!! 100% Zustimmung
Broda 2011/09/09 13:24:19
Antwort löschenDanke euch 3! :)
alex023 2011/09/09 16:21:06
Antwort löschenGestern 1. Mal gesehen, richtig geil.
Und der Kommentar passt :)
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Jeremy111 2011/09/09 19:01:48
Antwort löschenJaaaa das Intro.... meine Bewertung hat der Film allein nur wegen dieser Schockszene erhalten. Damals dachte ich, jetzt kann es nur noch bergab gehen...Pustekuchen!
Guter Kommentar! Würde mich freuen, wenn mehr Leute es so ernst nehmen würden.
Broda 2011/09/09 23:10:10
Antwort löschenDanke, Danke und ja wäre schon schön.
Göksel Algan 2011/09/08 05:53:40
Kommentar löschenMan war das mal ein Film. Im Hinterkopf hatte ich wirklich nicht die geringste Vorahnung was da mich erwartet. Kaum erkundigt oder sonst was. Lediglich gewusst das Nicolas Cage wieder dabei ist, was für mich als großer Fan von ihm schon vorher gefreut hat. Da wir schon seinen Namen erwähnen, kann man auch wieder loswerden, das Cage wirklich zeigt, bestätigt, beweist usw. was für ein brillianter Schauspieler er ist. Ich könnte noch länger von ihm schwärmen, doch sonst kommen wir nicht mehr zum Film.
Ein sehr kühler und "cooler" Film in einem. Was zuerst aussieht und auch anfängt wie eine langweilige Erzählung, nimmt sehr schnell seine Fomen an und schweift rüber zu einem wahren Meisterwerk. Regisseur Andrew Niccol hat da eine sehr interessante Arbeit mit diesem Film geleistet. Schon bei Terminal wusste ich das der Mann Filme nach meinem Genre drehen kann, doch nach diesem Film bin ich mir da sehr sicher. Das sehr brenzlige Thema im Film wird versucht so sympathisch wie möglich rübergebracht zu werden, inklusive die Personen die eigentlich schlecht sind bzw. die böse Rolle einnehmen. Man hat das Gefühl das jeder Schauspieler bei diesem Film seine Rolle sowas von gut annimmt, das keine Lücke offen bleibt und sie wirklich alles so rüberbringen, wie man es tun sollte. Ich habe kaum Kritikpunkte, weder an der Story, noch an den Schauspielern. Das Thema, was sehr interessant ist, wird im Laufe des Films nie uninteressant. Es hält sein Niveau von Anfang bis Ende auf einem Punkt und gleitet auch nicht ab. Selten das sowas bei solcher Art von Filmen passieren. Ein großer Pluspunkt. Ich werde bestimmt noch einige Tage mehr über diesen Film nachdenken, das werdet ihr auch, spätestens nach dem ihr es geschaut habt. Eine wahre Empfehlung für jeden Genre Liebhaber, sogar für "nicht" Warlords!
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seven 2011/09/08 09:25:34
Antwort löschenMich hat der auch stark beeindruckt!
Tachitalili 2011/09/07 01:32:29
Kommentar löschenUninteressant.
Nicolas Cage arbeitet sich zum Bigbosswaffenhändler und -lieferanten an die 3.Welt vor.
Irgendwann geht natürlich etwas schief... gääähn
Was soll der Film nun aussagen? Dass man immer Kondome dabei habei sollte, wenn man nach Liberia reist? Der Schrecken des Krieges muß in diesem Film hinter den Familiengeschichten des Protaginisten und seinen Geschäftsplänen hintenanstehen.
(Dennoch- meine tiefe Dankbarkeit, dass uns die Details erspart wurden.)
Im Laufe des Films werden folgende Regeln aufgestellt:
1. Lass dich niemals [...]
2. Habe immer [...]
4. Ziehe niemals in den Krieg. Besonders nicht mit dir selbst.
Ähm... Aha.
Story: Abgesehen von den Waffenhändlertricks- nicht so besonders...
Musik: fiel nicht auf
Schauspiel: völlig unrealistisch und gefühlsfrei.
Mein Verdacht ist folgender:
"Irgendwie scheinen Drogendealer/Mafia/Auftragskiller/Zuhälter Themen ganz toll anzukommen. Was fehlt in dieser Liste? Richtiiiig! Aber es muß irgendwie aktuell sein. Und brutal. Und, was noch- ach ja, Nutten nicht vergessen."
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geheimer333 2011/09/08 19:35:35
Antwort löschenDu machst ja echt alle Filme nieder die ich mag oder von denen ich denke, dass ich sie mag :D
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Tachitalili 2011/09/08 20:17:23
Antwort löschenMach dir nix draus. Sagen meine Bekannten auch :-)
Aber du kannst es auch so sehen: alle Filme die ich nicht mag, kannst du dir direkt reinziehen, wird dir vmtl gefallen :-)
Meine Schwester und ich machen das schon länger so.
geheimer333 2011/09/11 18:57:37
Antwort löschenHast Recht :D Hab ihn gesehen fand ihn super :D
Nuk3m 2011/08/30 01:25:08
Kommentar löschenEin ausgezeichneter Film, aber ein Armutszeugnis für unsere Welt. Am Beispiel der Waffenindustrie wird gezeigt wie Wirtschaft Politik, Recht, Moral und alle persönlichen Werte untergräbt und vernichtet.
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philopee 2011/08/28 22:14:26
Kommentar löschenEhrlich gesagt - wenn ich Nicolas Cage Körper bzw. Gesicht im Großformat auf einem Filmcover sehe, bestenfalls noch vor irgendwelchen aufbauschenden Feuerwalzen, legt sich bei mir automatisch die Lust dem Film eine Chance zu geben. Und ganz ehrlich, wer könnte es mir verdenken? Die Liste an Filmen in denen er die Hauptrolle spielt und die ganz eindeutig entweder in sinnlosem Gelaber oder Geballer untergehen, ist endlos. Ich habs ehrlich gesagt satt ihn in irgendwelchen 3D-Autorennspektakeln oder Tempelritterszenarien zu beobachten. Er ist nach wie vor generell ein solider Schauspieler, das steht außer Frage, aber die Fülle an unnötigen Filmen in denen er in letzter Zeit partizipiert ist langsam nicht mehr überschaubar.
So kommt es auch, dass "Lord of War" irgendwo im ungesehen-DVD-Stapel untergegangen ist und ich das Machwerk Tage, Wochen, Monate einfach nur vor mir hergeschoben habe. Und wiedereinmal habe ich mich vom Cover fehlleiten lassen!
Nicolas Cage spielt einen Waffenhändler, der nicht Partei ergreift und in jedem Krieg kein Problem damit hat beide Seiten mit Waffen zu beliefern. Geschäft ist Geschäft. Seine Kapitalismusüberzeugungen und seine Habgier gehen sogar so weit, dass er Kriegstreiberei in Afrika unterstützt nur um selbst wieder den größtmöglichen Profit einzukassieren. Kurzum: Ein Arschloch!
Paradoxerweise wird Yuri Orlov neben diesen moralisch eher fragwürdigen Handlungen gar nicht mal so unsympatisch dargestellt. Er ist kein Comic-Bösewicht der nur auf Macht und Geld aus ist, nein, auch ein ukrainischer Warlord verliebt sich mal. Auch ein ukrainischer Warlord hat Frau und Kind, die natürlich nichts von seiner Geschäftstreiberei wissen. Auch ein ukrainischer Warlord versucht sich mal in legalen Geschäften und vergeudet damit millionenteure mehrmonatige Beschattungsmaßnamen von Interpol und Konsorten. Hier wird keine Schwarz/Weiß-Malung betrieben. Yuri Orlov ist einfach ein Raffzahn der ganz nebenbei mit allen afrikanischen Diktatoren befreundet ist, nichts weiter als Geschäftsmann mit einer ungewöhnlichen Lebensphilosophie.
Humor muss man übrigens weder im Film noch im DVD-Bonusmaterial missen. Die Dreistheit mit der der Protagonist die Behörden jahrelang an der Nase herumführt erinnert stark an "Catch me if you can" und auch sonst blickt hin und wieder eine ordentliche Prise Humor durch die düstere Handlung.
Das dazugehörige Making-of ist deshalb tragisch-traurig, weil sie die Aussage des Films (leider) ziemlich unterstützt. Wenn der Produzent für eine Massenaufnahme von 4000 Kalaschnikovs sich für echte Waffen entscheidet anstatt für Atrappen, einfach weil das billiger ist, dann regt das möglicherweise doch zum Nachdenken an.
Ebenso wie wenn im Film 50 russische Panzer in Reih und Glied präsentiert werden, diese Szene wettertechnisch überhaupt nicht in den Gesamtzusammenhang passt, weil der Inhaber der Panzerfahrzeuge die Panzer am nächsten Wochenende nach Lybien verkaufen muss und deshalb Eile geboten war.
Irgendwie wird einem klar wie viel da doch noch hinter dem Rücken des Fußvolks abläuft, Waffenschiebereien international scheinen wohl tatsächlich zu boomen.
Das "Dieser Film basiert auf wahren Begebenheiten" am Ende, muss ich sagen, hat mich kaum hinterm Ofen vorgelockt. Viele Szenen klangen dann doch zu unglaublich, als dass man sie für etwas anderes als die Erfindung eines kreativen Drehbuchautors hält.
Wahre Geschichte hin oder her, der Sachverhalt ist betrübend und nachdenklich stimmend. Filme wie "Lord of War" tragen immer wieder dazu bei die "echten" Probleme dieser Welt in einem objektiven Blickwinkel zu betrachten. Da spielt es keine Rolle ob es Yuri Orlov gab oder ob tatsächlich mal ein riesiges Flugzeug von afrikanischen Buschkindern innerhalb einer Nacht auseinandergeschraubt wurde.
Dank Guido Westerwelles Engangement ist mit Deutschland nun auch der letzte Massenwaffenexporteur der Welt in den U.N.-Sicherheitsrat eingetreten. Wenn mich mal jemand fragen würde, was keiner macht weil es keinen intressiert, würde ich ihn auf dieses Paradoxon aufmerksam machen.
In gewisser Weise bin ich also wie Yuri Orlov. Der Unterschied: Er verdient Geld damit.
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Punsha 2011/07/30 11:53:11
Kommentar löschen"Lord of War" - eine Kritik am Waffenhandel mit beißendem Zynismus und Humor, der schwärzer ist "als der Allerwerteste eines schwarzen Stieres in einer mondlosen Prärienacht", um mal aus The Big Lebowski zu zitieren, sowie mit einem der genialsten und aussagekräftigsten Intros und einem noch guten Cage ein Jahr bevor sein Selbstzerstörungstrip begann. Und wer da anderer Meinung ist, dem kann ich nur sagen: "Meine Worte gefallen mir besser."
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Mr. Pink 2011/07/20 18:26:19
Kommentar löschenVon der Anfangssequenz, in welcher der gesamte "Lebensweg" einer Gewehrpatrone von ihrer "Geburt" bis hin zu ihrem "Tod" nachdem sie ihren Zweck erfüllt hat, aus ihrer eigenen subjektiven Perspektive gezeigt wird, an, ist "Lord of War" optisch sehr einfallsreich und dazu mit einem hervorragenden Soundtrack unterlegt. Zudem ist der Film sehr unterhaltsam und witzig, dazu trägt vor allem der zynische Off-Kommentar der von Nicolas Cage verkörperten Hauptfigur, dem Waffenhändler Yuri Orlov, bei.
"Lord of War" behandelt aber trotzdem ein sehr ernstes Thema und ist vielleicht näher an der Realität als einem lieb sein könnte. Und genau deshalb handelt es sich hierbei um einen Film den man meiner Meinung nach unbedingt gesehen haben sollte. Denn zwar zeigt "Lord of War" letzten Endes schon die bittere Realität und regt durchaus zum Nachdenken an, das Ganze ist jedoch satirisch überspitzt dargestellt und insgesamt so gut verpackt, dass der Streifen trotzdem Spaß macht.
Nicolas Cage ist in Bestform und spielt absolut top, aber auch Jared Leto, der im Film seinen Bruder verkörpert kann überzeugen, und sowieso hat mir die Charakterzeichnung sehr gut gefallen. Yuri ist kein Waffenhändler geworden, weil er ein schlechter Mensch ist und Leute sterben sehen will, sondern weil es ja sonst jemand anders machen würde und er ja von irgendwas leben muss. Der Agent Jack Valentine, der Yuri auf der Spur ist, ist kein Gutmensch und Weltverbesserer, sondern macht seinen Job unter anderem auch, weil er einfach nach beruflicher Anerkennung strebt. Die Figuren sind also alle sehr vielschichtig, wodurch das genial geschriebene Drehbuch nochmals an Tiefe gewinnt.
"They say, 'Evil prevails when good men fail to act.' What they ought to say is, 'Evil prevails.'"
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mel1202 2011/07/17 18:24:59
Kommentar löschenHerr Cage, ich bitte um mehr solcher Filme :)
Super Film welche die schlimme Realität zeigt.
Ein ernstes Thema wurde hier sehr gut umgesetzt.
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TheTurk 2011/07/17 18:38:43
Antwort löschenIch glaube die große Zeit des Cage ist wohl um. Aber hoffen wir mal das er noch einige gute Filme machen wird.
mel1202 2011/07/17 18:42:15
Antwort löschenNaja, klar seine Besten Zeiten waren Face/Off, The Rock oder Con Air aber dennoch hat er im Laufe der Zeit auch andere ganz gute Filme gemacht wie den hier, Tricks oder 8mm. Klar gab es auch einige nicht so gute Filme mit ihm aber dennoch bleibt er ein erstklassiger Schauspieler. Da muss man sich nur Face/Off, Leaving Las Vegas oder Bringing out the Dead ansehen.
Aber ich hoffe auch das es in Zukunft noch ein paar Kracher mit ihm geben wird :)
TheTurk 2011/07/17 18:49:14
Antwort löschenJaa, hoffen wir mal das er wieder ein paar gute Streifen macht. Er ist ein guter Schauspieler. Face/Off, The Rock und 8mm fand ich auch gut, den rest nicht so. Geschmackssache ebend :)
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mel1202 2011/07/17 18:51:19
Antwort löschenFace/Off ist & The Rock sind meine absoluten Lieblingsfilme.
und wie du schon sagst, es ist eben Geschmackssache :) Cage gehört einfach zu meinen Lieblingsschauspielern :)
TheTurk 2011/07/17 18:53:03
Antwort löschen;)
Tommm 2011/06/17 15:14:34
Kommentar löschenEin Film,der ohne die bekannte Action den Zuschauer fesselt. Der einem die Skrupellosigkeit eines Industriezweiges zulasten der armen Befölkerung ständig vor Augen führt. Toll gemacht, klasse Darsteller, packend bis zum Schluss. Man wird unweigerlich mitfühlend mit dem Schurken, denn, einmal in dieser Branche tätig, kann man sie nur mit dem eigenen Tod beenden. Und der Platz wird sofort von zwei anderen eingenommen. Der Film klagt an, ohne zu kritisieren, denn was hier gezeigt, entspricht der Realität die wir nur zu gerne ignotieren, da, nicht zu ändern. Für alle, die einen Spannenden Film sehen wollen, ein absolutes muss.
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