Lost Highway

Lost Highway (1997), US Laufzeit 135 Minuten, FSK 16, Drama, Thriller, Horrorfilm, Kinostart 10.04.1997


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8.0
Kritiker
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7.6
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7715 Bewertungen
206 Kommentare
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von David Lynch, mit Patricia Arquette und Bill Pullman

Der Jazzmusiker Fred Madison und seine Ehefrau Renée fühlen sich durch unheimliche Videoaufzeichnungen bedroht, die nach und nach vor ihrem Haus auftauchen. Die Videos fangen immer gleich an, werden aber von Film zu Film länger. Zuerst sieht man nur Außenaufnahmen ihres Hauses, auf den nächsten Kassetten dringt dann scheinbar jemand durch ein Oberlicht ins Innere des Hauses ein – ohne jedoch dort Spuren eines gewaltsamen Eindringens zu hinterlassen. Auf einer Party trifft der Musiker einen unheimlichen Zeitgenossen, der ihn dazu drängt, bei sich zu Hause anzurufen um mit ihm zu sprechen, da er gerade dort sei. Und tatsächlich ruft er daheim an und telefoniert mit dem Mann, der ihm eigentlich gerade gegenübersteht. Im letzten Video schließlich sieht Fred, der sich diesen Film alleine anschaut, seine Ehefrau blutüberströmt im Bett liegen. Als er sich sofort aufmacht, sie zu suchen, findet er sie tatsächlich blutüberströmt in ihrem Bett vor und er wird im gleichen Moment von der Polizei festgenommen. Fred wird zum Tode verurteilt und ins Gefängnis gesteckt. Als die Wärter am nächsten morgen ihren Rundgang machen, finden sie in der Zelle, in der eigentlich der Mörder sein sollte, den jungen Automechaniker Pete Dayton, der allerdings einen recht verstörten Eindruck macht; von Fred fehlt jede Spur. Die einzige Gemeinsamkeit die die beiden haben, ist die Ähnlichkeit ihrer Frauen/Freundinnen.

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Lost Highway
Genre
Ehedrama, Mysterythriller, Psychodrama, Psychothriller, Drama, Horrorfilm, Thriller
Zeit
Gegenwart
Ort
Gefängnis, Vereinigte Staaten von Amerika
Handlung
Affäre, Alptraum, Auftritt, Autobahn, Automechaniker, Autounfall, Blutrausch, Bühnenauftritt, Bühnenshow, Cadillac, Doppelgänger, Doppelte Identität, Eifersucht, Erotik, Freiheitsentzug, Gangster, Gangsterboss, Gedächtnis, Gefängnis, Gefängniszelle, Geliebte, Gewalttätiger Ehemann, Gut und Böse, Halluzination, Haus, Hütte, Identitätskrise, Impotenz, Jazz Club, Jazzmusiker, Kopfschmerzen, Kultfilm, Leiche, Liebe, Liebespaar, Liebeswirren, Mord, Mord an Ehefrau, Mordanklage, Motel, Musik, Musiker, Musikliebhaber, Mörder, Polizei, Pornographie, Sadist, Saxophon, Schizophrenie, Schlafzimmer, Schlägerei, Sex, Sexuelle Begierde, Sexuelle Frustration, Sterben und Tod, Suche nach Mörder, Surreal, Teufelskreis, Transformation, Verbrechen, Verdacht, Verfolgungswahn, Verlieben, Verlust, Verlust der Ehefrau, Verlust einer geliebten Person, Videokassette, Wahnsinn, Wohnungseinbruch, Wunschtraum
Stimmung
Eigenwillig, Geistreich, Spannend, Verstörend
Zielgruppe
Über 18 (Gewalt), Über 18 (Sex)
Tag
Avantgarde und Experimentalfilm, Kultfilm, Mindgame-Film
Verleiher
Senator Filmverleih Gmbh
Produktionsfirma
Asymmetrical Productions, CiBy 2000, Lost Highway Productions, October Films

Kommentare (194) — Film: Lost Highway


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MrDepad

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Bewertung10.0Herausragend

Mit seinem längst zum Kult avancierten Film "Lost Highway" beförderte David Lynch seine Karriere nochmals auf eine neue Ebene.
Zwar waren bereits seine vorherigen Werke, mal mehr, mal weniger, mit markantem Surrealismus und irritierenden Einlagen gespickt, doch mit "Lost Highway" ging Lynch noch einige Stufen weiter. Er schuf ein mysteriöses, verstörendes Rätsel, ein düsteres, teilweise erotisches Psycho-Thriller-Puzzle, bei dem man sich während und nach der Sichtung den Kopf zerbrechen kann, aber wahrscheinlich trotzdem immer wieder um neue Fragen kreisen wird.
Selbst das Anreißen der Geschichte wird zur Herausforderung, denn im Nachhinein fragt man sich mit einem wohligen Schwindelgefühl, wer hier was zu bedeuten hatte, wo überhaupt Anfang oder ein Ende liegen und was Realität, (Alb-)traum und (gelenktes?) Unterbewusstsein der Figuren darstellt.
Dabei erweist sich Lynch wiederum als Meister im Ausloten von Gefühlen und Erzeugen ganz seltsamer Stimmungsbilder. Durch die perfekte Gestaltung der Sets, den genialen Einsatz von Score und eindringlichen Songs, diesmal viel Rock und Metal, sowie die spezielle Art und Weise, wie er mit Licht und Schatten spielt, kreiert er Momente, die eindringlicher und beunruhigender wirken, als die meisten Horrorfilme. Szenen wie die Sichtungen der Videobänder, das Treffen mit dem Mystery Man, die Kamerafahrten durch das Haus und Schlafzimmer bei Nacht, das brennende Haus in der Wüste und viele weitere wirken auf den Betrachter nicht plausibel oder logisch, erscheinen aber trotzdem real und wirklich, was zu einer ganz eigenen Atmosphäre führt, ähnlich einem intensiv durchlebten Traum, die sich durch den gesamten Streifen zieht.
Auch die Handlung, bei der sich eigentlich erst nach mehreren Sichtungen thematische Fixpunkte wie Identitätskrisen, sexuelle Frustration und Begierde, Spiegelungen bzw. Doppelgänger oder das Motiv der Möbiusschleife ausmachen lassen, verformt sich bei jeder Betrachtung in neue Richtungen und es wird wohl außer Lynch selbst niemandem möglich sein, eine zu 100% schlüssige Antwort auf alle interpretationswürdigen Elemente des Streifens zu finden.
Dabei ist es trotzdem eine ganz eigene Kunst von Lynch, seinen Film sowohl verstörend, rätselhaft und mitunter frustrierend zu gestalten, den Betrachter aber niemals auszuschließen oder mit zu sperrigen Passagen zu verärgern, sondern dessen Unterbewusstsein mit einer ganz eigenen Form von surrealer Eingängigkeit zu berühren und anzuregen.
"Lost Highway" ist ein faszinierendes Stück Filmkunst, das durch seine intensive, verstörende, oftmals traumähnliche Atmosphäre und die vielen rätselhaften Elemente Unterbewusstsein sowie Verstand gleichermaßen anregt. Wer bereit ist, David Lynch auf dem verlorenen Highway entlang zu folgen, wird mit einem einzigartigen Meisterwerk entlohnt, das zwar nicht immer einfach zu erfassen ist, aber dafür umso nachhaltiger und beeindruckender wirkt und bei dem es auch nach zahlreichen Sichtungen immer noch etwas zu entdecken oder hinterfragen gibt.

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NewSTARs

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Mein allererster Lynch. Wie konnte ich mich bloß auf das vorbereiten, was mir dieser Film beschert hat? Ich hoffe ich stehe nicht da wie eine Niete wenn ich ganz offen sage, dass ich einen großen Teil des Filmes nicht verstanden habe. Umso schwieriger ist demnach eine passende Bewertung für dieses Erlebnis zu geben. Aber da der Streifen eine ungeheuerliche Atmosphäre hat, welche mit einem spitzen Bill Pullman und einem tollen Soundtrack in Szene gesetzt wurde, kann ich meine Begeisterung noch einigermaßen den entsprechenden Punkten geben. Doch beim zweiten mal Schauen wird mir sicherlich mehr Gewissheit gegeben über die surreale, tiefgehende Welt von "Lost Highway".

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inceptionfan

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ich muss zugeben, dass ich nach "Mulholland Drive" fast schon etwas zu hohe Erwartungen an "Lost Highway" hatte, die er für mich nicht so ganz erfüllen konnte, aber Lynch hier trotzdem ein weiteres Meisterwerk abgeliefert hat! Aus filmischer Sicht kann man hier eigentlich nicht viel kritisieren! Die Schauspieler sind überzeugend, die Bildsprache von Lynch ist wieder einmal der Hammer, der ungewöhnliche Soundtrack ist hier richtig sinnvoll eingesetzt und die Atmosphäre ist unvergleichbar! Die ersten 40 Minuten von "Lost Highway" bis zur "1. Verwandlung" bauen so eine extrem unheimliche und bedrohliche Stimmung auf, dass mir der Film mehr Angst gemacht hat als viele Horrorfilme. Hier ist einfach grandios, wie Lynch wieder mit den Erwartungen spielt! Eine der stärksten und unheimlichsten Szenen des Films ist natürlich das erste Gespräch mit dem Mystery-Man, das für "Lost Highway" das ist, was für "Mulholland Drive" die Szene im "Winkie`s" war. Der Mittelteil hat mich aber teilweise doch etwas enttäuscht, was für mich der Grund für die Punktabzüge ist und da sind wir auch direkt bei dem Punkt, der "Mulholland Drive" für mich besser gemacht hat! Während in "Mulholland Drive" die Stimmung immer bedrohlicher wird und vor allem gegen Ende hin die Schlinge immer fester zieht und einen dann verstört zurücklässt, kam es mir bei "Lost Highway" so vor, dass die unheimlichen ersten 40 Minuten schon das Beste am Film waren, denn danach verpufft irgendwie die Atmosphäre im Mittelteil und es gibt definitiv einige Längen! Erst gegen Ende hin findet der Film wieder zu der anfänglichen Stärke zurück! Die Story ist natürlich wieder ein absoluter Mindfuck und man kann sie einfach nicht erklären, egal wie sehr man sich anstrengt, weshalb man den Film auch definitiv mehrmals sehen sollte! "Lost Highway" ist in meinen Augen auch noch ein ganzes Stück schwieriger zu interpretieren als "Mulholland Drive", wobei besonders die Parallelen zu "Faust" interessant sind.
Fazit: "Lost Highway" ist definitiv wieder ein düsteres, unvergleichbares Mindfuck-Meisterwerk, das aber für mich persönlich nicht an die verstörende und gruselige Wucht von "Mulholland Drive" herankommt und im Mittelteil mit einigen Längen zu kämpfen hat!

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carina.stork.9

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Bewertung7.5Sehenswert

Spoiler!!!

Die Geschichte eines schizophrenen Mannes, der nachdem er rausfindet, dass ihn seine Frau betrügt seiner Shizophrenie völligst verfällt und zum Killer wird.

Zweifellos könnte die Umstzung kaum genialer sein, obwohl ich ihn an einigen Stellen zu langatmig finde. Meiner Meinung nach ein MUSS für jeden, der sich für die menschliche Psyche interessiert und auch etwas Ahnung davon hat.
Da der Film nicht Chronologisch verläuft würde ich noch ganz stark davon abraten ihn bei nicht gefallen vorzeitig aus zu machen!

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brucelee76

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Bewertung9.0Herausragend

Hi Leute,

ein richtig genial kranker Film ... mehr fällt mir dazu jetzt auch nicht ein :).

Mein Fazit: Ein Horror-Trip in die tiefsten Abgründe der menschlichen Psyche.

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Samweis_Gamdschie

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Dick Laurent ist tot. So beginnt er und so endet er. Die Rede ist von "Lost Highway".
Surreal, verwirrend, düster, faszinierend, geheimnisvoll, mysteriös.... und sehr beeindruckend ist dieser Streifen. Genau so muss ein Lynch sein.
Mehr braucht man nicht dazu schreiben.
Jeder darf sich mal wieder den Kopf darüber zerbrechen.
Wer einen Film zum interpretieren braucht, sollte sich den hier auf alle Fälle mal ansehen.

Meiner Meinung zwar nicht Lynch´s bester Film, dennoch bärenstarke 8 Punkte von mir.

David Lynch sollte mal wieder einen Film drehen !

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EvertonHirsch

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Ich dachte "Mullholland Drive" ist ähnlich gestrickt wie "Lost Highway", wohingegen "Der Elefantenmensch" eine lineare Story hat.


Samweis_Gamdschie

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Ähnlich sind sie sich schon. Aber "Lost Highway" finde ich schwerer zu verstehen. "Mulholland Drive" ist zwar auch sehr komplex, ist aber für mich leichter zu interpretieren als "Lost Highway".


missdior

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Bewertung4.5Uninteressant

Wo Mulholland Drive mich weitgehend überzeugt hat, hat dieser Film versagt. Er ist so langweilig, dass er mich knapp in den Schlaf gewogen hat. Verwirrung hin oder her, man kann keinen Haufen Schrott zusammen packen und ihn dann Kunst nennen. Die 4.5 Punkte, weil die Atmosphäre am Anfang etwas beklemmend war.

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doenef

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Bewertung5.0Geht so

?????

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cyberpunky

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!!!!!


Edward Powell

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ich glaub ich weiß was doenef meint,
ich muss den film auch nochmal schauen


Macintosh

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Bewertung7.5Sehenswert

"LOST HIGHWAY ist die Geschichte eines Killers, der an akuter Schizophrenie leidet. Der Film übernimmt die Perspektive der verschiedenen Persönlichkeiten des Killers. Diese ungewöhnliche Methode wird nach und nach deutlich, während die Geschichte voranschreitet. Auf der offensichtlichsten Ebene ist LOST HIGHWAY die Geschichte eines Mannes, der seine Frau ermordet, weil sie ihn betrügt. Die tieferen Ebenen handeln von der zersplitterten Persönlichkeit des Mörders und decken eine Spanne von Emotionen und Motivationen ab: Wut, Angst, Traurigkeit und Erniedrigung, die alle zusammen zeigen, mit welcher Macht der Verstand in der Lage ist, sich selbst zu täuschen. Der Verstand schaltet sich aus, wenn der Horror des Lebens und der Horror der eigenen Handlungen unerträglich werden." D.Lynch
Spannender, atmosphärisch dichter Psychothriller und idealer Lynch-Einstieg bevor man sich an Mullholland Drive oder gar Inland Empire ran traut.

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Milano90

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Bewertung6.5Ganz gut

"Dick Laurent ist tot." Schöner Mindfuck vom Meister David Lynch. Er lässt auch hier wieder gekonnt die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen. Die Protagonisten spielen hier alle ganz ausgezeichnet. Robert Blake als Mystery Man allerdings, überragt noch einmal alle. Diese Präsenz die er ausstrahlt mit wenigen Worten ist schlichtweg beeindruckend. "Wir sind uns schon mal begegnet nicht wahr?" Wie bei vielen Lynch Filmen werden hier auch verstärkt Eindrücke über die Musik vermittelt. Im Deranged von David Bowie hat sich regelrecht in mein Kopf gebrannt. Warum also nur 6,5 Punkte? Wo viel Licht ist ist auch Schatten. So ziemlich ab der Hälfte des Films ab der Szene im Gefängniss wird es Stellenweise doch schon sehr langweilig man wünscht sich es würde schneller vorangehen. Am Ende wird man als Zuschauer mit gefühlt Tausend ? Im Gesicht zurückgelassen und es wird einem klar man hat einen waschechten Lynch gesehen.

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Milano90

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:D aber nur auf Vollkostenbasis bitte! :D


Lydia Huxley

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Klar, auf weniger lasse ich mich nicht ein ^^


mvpkennedy

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Bewertung4.0Uninteressant

Hilfe...jemand mit einer einigermaßen guten Interpretation? Sehr spannend am Anfang aber ab der Szene im Gefängnis verwirrend und teils sehr langatmig.

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Bubo

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

http://www.youtube.com/watch?v=aepBpZ3kXek

Hilfe! :)

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jacker

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Was für ein Film!


Bubo

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Der macht mich nach wie vor fertig....TILT.


philipp.endres.18

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Bewertung10.0Herausragend

Fred: 'I like to remember things my own way.'
Detective: 'What do you mean by that?'
Fred: 'How I remember them. Not necessarily the way they happened.'
Fast genauso könnte meine Antwort ausfallen, wenn mich jemand fragt, wie ich die Handlung von 'Lost Highway' in Erinnerung habe. Jeder wird hier nämlich seine eigenen Erfahrungen machen, seine eigene Interpretation aufstellen oder einfach völlig überfordert zurückgelassen werden während der Fahrt auf dem 'Lost Highway'. Wer inhaltlich wenig versteht, wird wenigstens von der Atmosphäre des Filmes und der selten so passenden musikalischen Untermalung beeindruckt werden. Wer sich auf mehr einlassen kann, dem wird ein düsterer, spannender und extrem verwirrender Psychothriller serviert, bei dem zu keiner Zeit völlig klar ist, welche Richtung als nächstes eingeschlagen wird. Explizite Filminhalte wiederzugeben macht wenig Sinn, denn kaum ein anderer Film lebt so von der 'Selbsterfahrung', denn für jeden wird dieses Erlebnis verschieden interpretiert werden. Am besten ist währenddessen nicht zuviel nachzudenken, sondern viel mehr die Eindrücke auf sich wirken zu lassen, denn so funktioniert der Film in seiner Gesamtheit wohl am eindringlichsten.

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Acry

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Mit Lost Highway erschuf Lynch ein besonders interessantes Stück Unendlichkeit: Neben den gewöhnlich lnychesken Elementen (wie die düstere, surreale Atmosphäre, die Frage nach Identität, Traumsequenzen, Licht und Dunkelheit, Auflösung von Zeit und Raum und dem typischen Sounddesign) und der Existenz des Mystery Mans haben wir nun auch noch zwei scheinbar ineinander verflochtene und sich gegenseitig bedingende Plots, die sich so ergänzen, dass die Geschichte immer wieder vorn vorne beginnen könnte.

Das Tolle an Lynch ist, dass er keine Angst hat, bestehende Sehgewohnheiten zu subvertieren und damit ein vielleicht nicht so greifbares dafür aber umso faszinierenderes und außergewöhnlicheres Werk zu erschaffen. Auch bei diesem Film kann man durchaus Interpretationsansätze finden; aber auch ohne eine mögliche Erklärung für das, was da passiert, fühlt man beim Anschauen schon dieses typische Lynch-Gefühl und das genügt, um in den Film abzutauchen, das logische Denken auszuschalten und die Bilder und Klänge einfach auf sich wirken und sich zu irgendeinem Konstrukt zusammensetzen zu lassen, welches sich jedoch ständig neu modifiziert. Lynch macht uns sozusagen selbst zu Künstlern, denn jeder formt seine eigene Version des Gesehenen, genau wie es Frank vielleicht auch getan hat.

Interessant ist z.B. wie Lynch ganz beiläufig mediale Gesetze dekonstruiert. Das Gleiche scheint auch für seine Geschichte bzw. grundsätzlich für jegliche Kausalität zu gelten. So weiß man letztendlich nie genau, was als nächstes passiert und diese Tatsache macht Lost Highway (besonders heutzutage, wo die gleichen Geschichten eigentlich immer nur in leicht abgeänderter Form wiederholt werden) zu einem sehenswerten Film, der eindeutig mehr ist, als nur Unterhaltung. Im Gegenteil, wer „nur“ unterhalten werden will, sollte sich lieber nach einem anderen Film umsehen, denn dafür ist Lost Highway definitiv zu komplex.

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JimiHendrix

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"(besonders heutzutage, wo die gleichen Geschichten eigentlich immer nur in leicht abgeänderter Form wiederholt werden)"... genau das passiert ja in dem film quasi^^ ein film in dauerschleife und ohne ende :)


timmoe

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Bewertung9.0Herausragend

Lynchs Mindfuck-Perle ist vielleicht weniger greifbar, als Mulholland Drive, hat dafür aber einen ganz eigenen Charme. Wirklich gruseliger (positiv) Mysteryfilm in L.A.

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RoboMaus

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Bewertung3.0Schwach

Klassischer Mindfuck.
Streckenweise interessant.
Selten sogar spannend.
Überwiegend langatmig.
Man weiss eigentlich nie worum es geht.
Nicht einmal am Schluss.
Auch, wenn man das glaubt.
Logisch.
Sonst wäre es ja kein Mindfuck.
Man muss sich schon seine eigene Meinung darüber bilden, worum es geht.
Das ist ja das Gute.
An Mindfuck.
Vor allem, wenn es über zwei Stunden geht.
Am besten noch länger.
Für manche.
Nicht für mich.
Ist eben Geschmackssache.
Bitte nicht übel nehmen, liebe David Lynch-Fans.
Es scheint mir die Sprache verschlagen zu haben.
‘Lost Highway‘ zeigt Wirkung.
Im Taumeln drückte ich die letzten Buchstaben ins Keyboard.

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blublossom

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein absoluter Lieblingsfilm! Ich empfehle durchaus den Film nicht nur einmal anzusehen, denn durch die vielen Interpretationsmöglichkeiten (wenn man hier von interpretieren reden kann) lohnt es sich diesen Film mehrmals zu sehen. Ich habe den Film nun schon mehrere Male gesehen und versuchte die Puzzleteile immer mehr zusammenzusetzen, jedoch hat es der Film noch immer geschafft mich am Ende mit einem grossen ? sitzen zu lassen. :) Diese Verwirrspiele haben mich tatsächlich gefesselt und die Szene an der Bar mit dem Mystery Man verursacht immer wieder Gänsehaut.

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Oehli

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Bewertung10.0Herausragend

Dick Laurent ist tot ...
Damit beginnt David Lynschs filmisches Meisterwerk.
Eim Film, der beinahe alles beinhaltet: Liebe, Angst, Eifersucht, Sex, [Humor], Horror, Trauer, Interpretationsfreiraum und natürlich das Übernatürliche. In den Anfangsminuten wird wenig gesagt, aber dann doch wieder alles, was man wissen muss bzw. das, was man wissen muss, erfährt man fast nicht durch die Dialoge - die dennoch erstklassig sind - sondern durch die Grundstimmung, die einen nicht loslässt. Die Angst und der Horror wird durch den kompletten Film gezogen. Lost Highway schlägt jeden Horrfilm, ohne selber einer zu sein. Ich erinnere mich noch sehr gut an meine Erstsichtung, als ich durch die Verwandlung im Gefängnis aufhörte zu versuchen, den Film zu verstehen, wobei mir später ist bewusst wurde, dass es in diesem nicht unbedingt darum geht, wobei es in der Natur des Menschen liegt, etwas zu verstehen und einen Sinn zu finden. Es werden 2 unterschiedliche Welten und Charaktere (vor allem Fred Madison und Pete Dayton) gegenübergestellt, die eigentlich klar abgetrennt werden sollten, aber doch durch gewisse Personen zu verbinden sind und letzten Endes auch zusammengeführt werden. Es ist einfach kein Film wie jeder anderer, man weiß nie, was als nächstes kommt, was hier überhaupt das Gute und was das Böse ist. Lynch halt ... . Was an diese Film noch so besonders ist, ist, dass man ihn sich so oft ansehen kann, wie man will. Er fasziniert einen immer wieder aufs Neue und immer wieder fallen einem neue Details auf, bei denen man denkt, dass sie nie da waren. Ein Film, der einen noch lange beschäftigt.
Ein absolutes Muss !

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The Freewheelin Fonda

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

TITAN PROJEKT NR.9

Über ein halbes Jahr toben sich die 3-4 Titanen schon auf euren Dashboards aus und geben ihre verschiedenen Vorstellungen zu unterschiedlichen Filmen preis, wobei wir heute ein ganz besonders kontroverses Werk rausgesucht haben.
„Lost Highway“ von David Lynch, das viele als Meisterwerk des surrealistischen Films bezeichnen und andere als überinterpretierten, pseudophilosophischen Quatsch.

Was kann man über die Geschichte von „Lost Highway“ sagen?
Ein einzigartiges Verwirrspiel sondergleichen, in dem sich der Zuschauer hier verliert, der mit zwei völlig unzusammenhängenden Storys verwirrt wird, schockierende Psychoszenen zu Gesicht bekommt und sich teilweise fragt, ob das Gesehene nicht doch nur ein schlimmer Alptraum der Hauptfigur sein kann?

SO geht ein guter Mysteryfilm für mich!
Ein teils schockierenden Verwirrspiel, dessen viele Handlungsstränge die Fragen des Zuschauers offen lassen, so dass man selbst noch lange nach dem Film und über seine Geschichte nachdenken kann.

Fred Madison hat eine wunderschöne Frau, ein großes Haus, kann in einer Bar seinem Hobby als Saxophonist nachgehen und ist trotzdem im Leben ein totaler Versager der mit seinem Dasein nichts richtiges anzufangen weiß und von seiner Frau betrogen wird.

Auf einer Party ereignet sich dann eine schicksalhafte Begegnung für Fred mit einer der genialsten Interpretationen von Mephisto, die die Filmgeschichte zu bieten hat.
Die Inszenierung DIESER Szene, Fred mit dem Mystery-Man, war so unglaublich genial gemacht, wie es auf einer Party, wo Dutzende Leute feiern und laute Musik aus den Bässen dröhnt, an einem Ort der Ausgelassenheit plötzlich gelingt Angst beim Zuschauer auszulösen, an diesem Ort der Sicherheit auf einmal kaltes Unbehagen auszulösen, durch eine der interessantesten Figuren der Filmgeschichte, dem Mystery Man in seinem Gespräch mit Fred

"Mystery Man: We've met before, haven't we.
Fred Madison: I don't think so. Where was it you think we met?
Mystery Man: At your house. Don't you remember?
Fred Madison: No. No, I don't. Are you sure?
Mystery Man: Of course. As a matter of fact, I'm there right now.
Fred Madison: What do you mean? You're where right now?
Mystery Man: At your house. "

Später soll sich Freds Leben schlagartig ändern, als seine Frau tot aufgefunden wird und er als Tatverdächtiger in der Todeszelle sitzt.
In der Zelle kommt es dann zum Wechsel der Geschichten, über Nacht verwandelt sich Fred in einen ganz neuen Menschen Pete Dayton. Ein junger, draufgängerischer Typ, der viele von Freds Wunscheigenschaften hat und auch bei Frauen so ankommt, wie Fred es wollte.

Was war das?

Ist Fred hingerichtet worden und seine Seele fristet ein ganz neues Dasein?
Alles nur ein Traum vom Fred, der in der Todeszelle auf das Unausweichliche wartet?

Für mich sind diese Interpretationen von Lynchs Werk schon fast zu einfach, zu „natürlich“.
Für mich war es eine Verwandlung, die Träume von Fred sind wahr geworden, zu einem Preis, den er sich noch gar nicht ausmalen kann, denn seine Seele hat er verkauft an den Mystery Man, weshalb er auf ewig in seinen Qualen gefangen bleibt und sich seine Leben ständig wiederholen, die beiden unterschiedlichen Leben weisen immer wieder Parallelen auf, es ist das gleiche Leben nur in unterschiedlichen Ausgangssituationen, die sich auch weiterhin wiederholen werden, denn vom Lost Highway kommt Fred nicht mehr runter, er wird ihn in diesem Film noch weiter fahren und zwar für immer, was den Zuschauer bei der letzten Szene eiskalt zurücklässt, wenn man versucht sich ein eigenes Bild von diesem Experiment zu machen.

Eine tiefgehende Story mit mehreren Handlungsebenen, die sich schwierig verbinden lassen, ein cooler Robert Loggia als Gangsterboss, großartige Figuren und ein PERFEKT passender Soundtrack geben "Lost Highway" eine einzigartige Traumatmosphäre mit viel Interpretationsspielraum, den ich sicherlich noch des öfteren ansehen werde, zweimal reichen noch nicht aus, um hier komplett durchzusteigen!

Auch wenn dieser Kommentar im Rahmen der "Titanreihe" schon ein Spezialkommentar ist, sei dieser Text hier einem meiner ersten Moviepilotfreunde Jacker gewidmet, der mir David Lynch nahe gebracht hat und mich vor fast einem Jahr zu einem ganz neuen, unbekanntem Spektrum von Filmen führte!

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cpt. chaos

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Nachdem ich mich nun regelrecht dazu durchringen musste deinen Kommi zu lesen, da ich den Film nicht sonderlich mag - übrigens sehr gut und vor allem einleuchtend geschrieben -, hat der Streifen nun doch mein Interesse geweckt, den in Kürze nochmals anzusehen. Vielleicht klappt´s ja diesmal...


The Freewheelin Fonda

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Bin gespannt wie der dir dann gefällt, hoffentlich etwas besser ;)
Freue mich, wenn der Kommi dich dazu bringen konnte!


Boogers666

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Bewertung9.0Herausragend

Titanisches Trio Kommentarreihe. Nr. 6

Lasst die Reifen quietschen, dass titanische Trio nimmt euch heute mit auf eine Fahrt, es wird keine erholsame aber hoffentlich eine wegweisende. Die Tachonadel steigt und hinter der nächsten Kurve erblicken wir ein Straßenschild , dass uns heute begleiten wird: “Lost Highway” steht darauf gedruckt, leicht vergilbt aber lesbar. Ich kann euch nicht verraten wo wir hinfahren, aber ich kann euch garantieren, dass wir das Schild nicht zum letzten Mal gesehen haben.

Die Exposition von “Lost Highway” wirkt relativ simpel: Ein Mann und seine Frau werden von einem Fremden mit verstörenden Videos belästigt. Doch aus dieser Anfangssituation entwickelt sich schnell ein Alptraum aus dem es für alle Protagonisten kein Entkommen gibt. Eine Spirale die immer wieder von vorne beginnt und deren Ablauf doch jedes Mal etwas anders ist. Dabei legt Lynch hier im Gegensatz als bei “Mulholland Drive” Wert auf einen stringenten Handlungsverlauf, denn die Komplexität die bei “Mulholland Drive” entsteht, resultiert aus einzelnen, anfangs sinnlos wirkenden, surrealen Sequenzen und hier findet man hingegen einen relativ gewohnten Ablauf der Ereignisse vor. Obwohl Lynch natürlich nicht auf Symbolik verzichtet, so schafft er es dann doch das die Geschichte, die er erzählt, selbst für den nötigen Surrealismus sorgt.
Wer einmal den Lost Highway betritt, der wird ihn nicht wieder verlassen, er führt ins nichts und er kommt aus dem nichts. Er endet nie, er ist verloren. Eine einsame Straße die sich subtil in unserer Unterbewusstsein schleicht und dort den Gedanken pflanzt, dass man eventuell selbst einmal diese Straße betreten bzw. es längst schon getan hat,, wird man dann selbst aus eigener Kraft sie wieder verlassen können? Oder ist man dann selbst ein Opfer des endlosen Highways geworden?
Der Zugang zum Highway ist nicht für jeden zugänglich, es bedarf der bösen Seite im Menschen um ihn zu finden, diese Seite muss nur einen einzigen Versuchen übernehmen auszubrechen und die rationale Seite schweigt und im nächsten Augenblick sieht man sich in einem Auto sitzen, vor einem endloser schwarzer Teer und tanzende Schweinwerfer.
Doch, die endlose Reise bedeutet nicht, dass man nicht träumen darf geschweige denn es nicht kann , denn vielleicht ist ja alles nur ein Traum, wer weiß?

Lynchs “Lost Highway” ist ein Selbstfindungstrip für all seine Protagonisten, denn jeder erkennt, wenn auch nicht offensichtlich, warum er auf diesem Highway fährt. Die Leistungen der Schauspieler verkörpern die Rastlosigkeit und die Verlorenheit dabei schlichtweg perfekt. Auch die Musik die Lynch für diesen Film gewählt hat ist zwar sehr ungewöhnlich aber immer passend, sie spiegelt die innere Zerrissenheit wieder und drückt das aus was die Charaktere nicht sagen, denn sie ermöglicht es, dass in manchen Szenen es keinerlei Worte bedarf, sondern eine wispernde Stimme im Hintergrund genügt um zu zeigen was in den Charakteren vorgeht. So erschafft Lynch wieder einmal einen beinahe perfekten Alptraum aus Sex, Gewalt und mystischen Elementen, der immer mehr verschwimmt sich allerdings am Ende klärt und uns zeigt, dass es kein Entkommen gibt.

Die Straße endet. Hast du es geschafft,? Eine Hütte mitten in der Wüste, ist sie der Schlüssel aus dieser endlosen Spirale? Langsam knarren die Dielen unter deinen Füßen die Tür schwingt auf du blickst in eine Kamera, der Mensch dahinter beobachtet dich. Doch ist er überhaupt ein Mensch? Oder ist er ein Teil von dir? Reflektion durch eine Kameralinse. Der Kollaps, die Hütte zerfällt. Sand wirbelt auf. Reifen quietschen. Du siehst nach vorn, siehst wieder auf die tanzenden Scheinwerfer und weißt, das du zurück bist. Hast du nun Gewissheit?

“Zufälle sind niemals Zufälle”

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jacker

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Am besten: Zwei mal gucken, nach der zweiten Sichtung ganz viel denken, dann ganz viel lesen, dann nochmal gucken und spätestens dann hat der Film einen :)
Zum Kommi: Nice one, Boogers!!


Boogers666

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Merci :)



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