Lost Highway

Lost Highway (1997), US Laufzeit 135 Minuten, FSK 16, Drama, Thriller, Horrorfilm, Kinostart 10.04.1997


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8.0
Kritiker
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7.6
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7598 Bewertungen
200 Kommentare
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von David Lynch, mit Patricia Arquette und Bill Pullman

Der Jazzmusiker Fred Madison und seine Ehefrau Renée fühlen sich durch unheimliche Videoaufzeichnungen bedroht, die nach und nach vor ihrem Haus auftauchen. Die Videos fangen immer gleich an, werden aber von Film zu Film länger. Zuerst sieht man nur Außenaufnahmen ihres Hauses, auf den nächsten Kassetten dringt dann scheinbar jemand durch ein Oberlicht ins Innere des Hauses ein – ohne jedoch dort Spuren eines gewaltsamen Eindringens zu hinterlassen. Auf einer Party trifft der Musiker einen unheimlichen Zeitgenossen, der ihn dazu drängt, bei sich zu Hause anzurufen um mit ihm zu sprechen, da er gerade dort sei. Und tatsächlich ruft er daheim an und telefoniert mit dem Mann, der ihm eigentlich gerade gegenübersteht. Im letzten Video schließlich sieht Fred, der sich diesen Film alleine anschaut, seine Ehefrau blutüberströmt im Bett liegen. Als er sich sofort aufmacht, sie zu suchen, findet er sie tatsächlich blutüberströmt in ihrem Bett vor und er wird im gleichen Moment von der Polizei festgenommen. Fred wird zum Tode verurteilt und ins Gefängnis gesteckt. Als die Wärter am nächsten morgen ihren Rundgang machen, finden sie in der Zelle, in der eigentlich der Mörder sein sollte, den jungen Automechaniker Pete Dayton, der allerdings einen recht verstörten Eindruck macht; von Fred fehlt jede Spur. Die einzige Gemeinsamkeit die die beiden haben, ist die Ähnlichkeit ihrer Frauen/Freundinnen.

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Mehr Bilder (11) und Videos (3) zu Lost Highway


Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Lost Highway
Genre
Ehedrama, Mysterythriller, Psychodrama, Psychothriller, Drama, Horrorfilm, Thriller
Zeit
Gegenwart
Ort
Gefängnis, Vereinigte Staaten von Amerika
Handlung
Affäre, Alptraum, Auftritt, Autobahn, Automechaniker, Autounfall, Blutrausch, Bühnenauftritt, Bühnenshow, Cadillac, Doppelgänger, Doppelte Identität, Eifersucht, Erotik, Freiheitsentzug, Gangster, Gangsterboss, Gedächtnis, Gefängnis, Gefängniszelle, Geliebte, Gewalttätiger Ehemann, Gut und Böse, Halluzination, Haus, Hütte, Identitätskrise, Impotenz, Jazz Club, Jazzmusiker, Kopfschmerzen, Kultfilm, Leiche, Liebe, Liebespaar, Liebeswirren, Mord, Mord an Ehefrau, Mordanklage, Motel, Musik, Musiker, Musikliebhaber, Mörder, Polizei, Pornographie, Sadist, Saxophon, Schizophrenie, Schlafzimmer, Schlägerei, Sex, Sexuelle Begierde, Sexuelle Frustration, Sterben und Tod, Suche nach Mörder, Surreal, Teufelskreis, Transformation, Verbrechen, Verdacht, Verfolgungswahn, Verlieben, Verlust, Verlust der Ehefrau, Verlust einer geliebten Person, Videokassette, Wahnsinn, Wohnungseinbruch, Wunschtraum
Stimmung
Eigenwillig, Geistreich, Spannend, Verstörend
Zielgruppe
Über 18 (Gewalt), Über 18 (Sex)
Tag
Avantgarde und Experimentalfilm, Kultfilm, Mindgame-Film
Verleiher
Senator Filmverleih Gmbh
Produktionsfirma
Asymmetrical Productions, CiBy 2000, Lost Highway Productions, October Films

Kommentare (192) — Film: Lost Highway


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doenef

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Bewertung5.0Geht so

?????

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cyberpunky

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!!!!!


Edward Powell

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ich glaub ich weiß was doenef meint,
ich muss den film auch nochmal schauen


Macintosh

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Bewertung7.5Sehenswert

"LOST HIGHWAY ist die Geschichte eines Killers, der an akuter Schizophrenie leidet. Der Film übernimmt die Perspektive der verschiedenen Persönlichkeiten des Killers. Diese ungewöhnliche Methode wird nach und nach deutlich, während die Geschichte voranschreitet. Auf der offensichtlichsten Ebene ist LOST HIGHWAY die Geschichte eines Mannes, der seine Frau ermordet, weil sie ihn betrügt. Die tieferen Ebenen handeln von der zersplitterten Persönlichkeit des Mörders und decken eine Spanne von Emotionen und Motivationen ab: Wut, Angst, Traurigkeit und Erniedrigung, die alle zusammen zeigen, mit welcher Macht der Verstand in der Lage ist, sich selbst zu täuschen. Der Verstand schaltet sich aus, wenn der Horror des Lebens und der Horror der eigenen Handlungen unerträglich werden." D.Lynch
Spannender, atmosphärisch dichter Psychothriller und idealer Lynch-Einstieg bevor man sich an Mullholland Drive oder gar Inland Empire ran traut.

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Milano90

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Bewertung6.5Ganz gut

"Dick Laurent ist tot." Schöner Mindfuck vom Meister David Lynch. Er lässt auch hier wieder gekonnt die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen. Die Protagonisten spielen hier alle ganz ausgezeichnet. Robert Blake als Mystery Man allerdings, überragt noch einmal alle. Diese Präsenz die er ausstrahlt mit wenigen Worten ist schlichtweg beeindruckend. "Wir sind uns schon mal begegnet nicht wahr?" Wie bei vielen Lynch Filmen werden hier auch verstärkt Eindrücke über die Musik vermittelt. Im Deranged von David Bowie hat sich regelrecht in mein Kopf gebrannt. Warum also nur 6,5 Punkte? Wo viel Licht ist ist auch Schatten. So ziemlich ab der Hälfte des Films ab der Szene im Gefängniss wird es Stellenweise doch schon sehr langweilig man wünscht sich es würde schneller vorangehen. Am Ende wird man als Zuschauer mit gefühlt Tausend ? Im Gesicht zurückgelassen und es wird einem klar man hat einen waschechten Lynch gesehen.

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Milano90

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:D aber nur auf Vollkostenbasis bitte! :D


Lydia Huxley

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Klar, auf weniger lasse ich mich nicht ein ^^


mvpkennedy

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Bewertung4.0Uninteressant

Hilfe...jemand mit einer einigermaßen guten Interpretation? Sehr spannend am Anfang aber ab der Szene im Gefängnis verwirrend und teils sehr langatmig.

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Bubo

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

http://www.youtube.com/watch?v=aepBpZ3kXek

Hilfe! :)

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jacker

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Was für ein Film!


Bubo

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Der macht mich nach wie vor fertig....TILT.


philipp.endres.18

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Bewertung10.0Herausragend

Fred: 'I like to remember things my own way.'
Detective: 'What do you mean by that?'
Fred: 'How I remember them. Not necessarily the way they happened.'
Fast genauso könnte meine Antwort ausfallen, wenn mich jemand fragt, wie ich die Handlung von 'Lost Highway' in Erinnerung habe. Jeder wird hier nämlich seine eigenen Erfahrungen machen, seine eigene Interpretation aufstellen oder einfach völlig überfordert zurückgelassen werden während der Fahrt auf dem 'Lost Highway'. Wer inhaltlich wenig versteht, wird wenigstens von der Atmosphäre des Filmes und der selten so passenden musikalischen Untermalung beeindruckt werden. Wer sich auf mehr einlassen kann, dem wird ein düsterer, spannender und extrem verwirrender Psychothriller serviert, bei dem zu keiner Zeit völlig klar ist, welche Richtung als nächstes eingeschlagen wird. Explizite Filminhalte wiederzugeben macht wenig Sinn, denn kaum ein anderer Film lebt so von der 'Selbsterfahrung', denn für jeden wird dieses Erlebnis verschieden interpretiert werden. Am besten ist währenddessen nicht zuviel nachzudenken, sondern viel mehr die Eindrücke auf sich wirken zu lassen, denn so funktioniert der Film in seiner Gesamtheit wohl am eindringlichsten.

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Apathy

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich hatte keinen blassen Schimmer was mich erwartet, als der Abspann lief war ich äußerst enttäuscht und ziemlich verwirrt.
Da sich der Film, allen Voran allerdings Robert Blake, so in mein Gedächtnis brannte wollte ich ihn unbedingt ein weiteres Mal sehen und siehe da, wenn man sich darauf einlässt funktioniert das Ganze wunderbar. Hut ab Mr. Lynch

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Acry

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Mit Lost Highway erschuf Lynch ein besonders interessantes Stück Unendlichkeit: Neben den gewöhnlich lnychesken Elementen (wie die düstere, surreale Atmosphäre, die Frage nach Identität, Traumsequenzen, Licht und Dunkelheit, Auflösung von Zeit und Raum und dem typischen Sounddesign) und der Existenz des Mystery Mans haben wir nun auch noch zwei scheinbar ineinander verflochtene und sich gegenseitig bedingende Plots, die sich so ergänzen, dass die Geschichte immer wieder vorn vorne beginnen könnte.

Das Tolle an Lynch ist, dass er keine Angst hat, bestehende Sehgewohnheiten zu subvertieren und damit ein vielleicht nicht so greifbares dafür aber umso faszinierenderes und außergewöhnlicheres Werk zu erschaffen. Auch bei diesem Film kann man durchaus Interpretationsansätze finden; aber auch ohne eine mögliche Erklärung für das, was da passiert, fühlt man beim Anschauen schon dieses typische Lynch-Gefühl und das genügt, um in den Film abzutauchen, das logische Denken auszuschalten und die Bilder und Klänge einfach auf sich wirken und sich zu irgendeinem Konstrukt zusammensetzen zu lassen, welches sich jedoch ständig neu modifiziert. Lynch macht uns sozusagen selbst zu Künstlern, denn jeder formt seine eigene Version des Gesehenen, genau wie es Frank vielleicht auch getan hat.

Interessant ist z.B. wie Lynch ganz beiläufig mediale Gesetze dekonstruiert. Das Gleiche scheint auch für seine Geschichte bzw. grundsätzlich für jegliche Kausalität zu gelten. So weiß man letztendlich nie genau, was als nächstes passiert und diese Tatsache macht Lost Highway (besonders heutzutage, wo die gleichen Geschichten eigentlich immer nur in leicht abgeänderter Form wiederholt werden) zu einem sehenswerten Film, der eindeutig mehr ist, als nur Unterhaltung. Im Gegenteil, wer „nur“ unterhalten werden will, sollte sich lieber nach einem anderen Film umsehen, denn dafür ist Lost Highway definitiv zu komplex.

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JimiHendrix

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"(besonders heutzutage, wo die gleichen Geschichten eigentlich immer nur in leicht abgeänderter Form wiederholt werden)"... genau das passiert ja in dem film quasi^^ ein film in dauerschleife und ohne ende :)


timmoe

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Bewertung9.0Herausragend

Lynchs Mindfuck-Perle ist vielleicht weniger greifbar, als Mulholland Drive, hat dafür aber einen ganz eigenen Charme. Wirklich gruseliger (positiv) Mysteryfilm in L.A.

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RoboMaus

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Bewertung3.0Schwach

Klassischer Mindfuck.
Streckenweise interessant.
Selten sogar spannend.
Überwiegend langatmig.
Man weiss eigentlich nie worum es geht.
Nicht einmal am Schluss.
Auch, wenn man das glaubt.
Logisch.
Sonst wäre es ja kein Mindfuck.
Man muss sich schon seine eigene Meinung darüber bilden, worum es geht.
Das ist ja das Gute.
An Mindfuck.
Vor allem, wenn es über zwei Stunden geht.
Am besten noch länger.
Für manche.
Nicht für mich.
Ist eben Geschmackssache.
Bitte nicht übel nehmen, liebe David Lynch-Fans.
Es scheint mir die Sprache verschlagen zu haben.
‘Lost Highway‘ zeigt Wirkung.
Im Taumeln drückte ich die letzten Buchstaben ins Keyboard.

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blublossom

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein absoluter Lieblingsfilm! Ich empfehle durchaus den Film nicht nur einmal anzusehen, denn durch die vielen Interpretationsmöglichkeiten (wenn man hier von interpretieren reden kann) lohnt es sich diesen Film mehrmals zu sehen. Ich habe den Film nun schon mehrere Male gesehen und versuchte die Puzzleteile immer mehr zusammenzusetzen, jedoch hat es der Film noch immer geschafft mich am Ende mit einem grossen ? sitzen zu lassen. :) Diese Verwirrspiele haben mich tatsächlich gefesselt und die Szene an der Bar mit dem Mystery Man verursacht immer wieder Gänsehaut.

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Oehli

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Bewertung10.0Herausragend

Dick Laurent ist tot ...
Damit beginnt David Lynschs filmisches Meisterwerk.
Eim Film, der beinahe alles beinhaltet: Liebe, Angst, Eifersucht, Sex, [Humor], Horror, Trauer, Interpretationsfreiraum und natürlich das Übernatürliche. In den Anfangsminuten wird wenig gesagt, aber dann doch wieder alles, was man wissen muss bzw. das, was man wissen muss, erfährt man fast nicht durch die Dialoge - die dennoch erstklassig sind - sondern durch die Grundstimmung, die einen nicht loslässt. Die Angst und der Horror wird durch den kompletten Film gezogen. Lost Highway schlägt jeden Horrfilm, ohne selber einer zu sein. Ich erinnere mich noch sehr gut an meine Erstsichtung, als ich durch die Verwandlung im Gefängnis aufhörte zu versuchen, den Film zu verstehen, wobei mir später ist bewusst wurde, dass es in diesem nicht unbedingt darum geht, wobei es in der Natur des Menschen liegt, etwas zu verstehen und einen Sinn zu finden. Es werden 2 unterschiedliche Welten und Charaktere (vor allem Fred Madison und Pete Dayton) gegenübergestellt, die eigentlich klar abgetrennt werden sollten, aber doch durch gewisse Personen zu verbinden sind und letzten Endes auch zusammengeführt werden. Es ist einfach kein Film wie jeder anderer, man weiß nie, was als nächstes kommt, was hier überhaupt das Gute und was das Böse ist. Lynch halt ... . Was an diese Film noch so besonders ist, ist, dass man ihn sich so oft ansehen kann, wie man will. Er fasziniert einen immer wieder aufs Neue und immer wieder fallen einem neue Details auf, bei denen man denkt, dass sie nie da waren. Ein Film, der einen noch lange beschäftigt.
Ein absolutes Muss !

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The Freewheelin Fonda

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

TITAN PROJEKT NR.9

Über ein halbes Jahr toben sich die 3-4 Titanen schon auf euren Dashboards aus und geben ihre verschiedenen Vorstellungen zu unterschiedlichen Filmen preis, wobei wir heute ein ganz besonders kontroverses Werk rausgesucht haben.
„Lost Highway“ von David Lynch, das viele als Meisterwerk des surrealistischen Films bezeichnen und andere als überinterpretierten, pseudophilosophischen Quatsch.

Was kann man über die Geschichte von „Lost Highway“ sagen?
Ein einzigartiges Verwirrspiel sondergleichen, in dem sich der Zuschauer hier verliert, der mit zwei völlig unzusammenhängenden Storys verwirrt wird, schockierende Psychoszenen zu Gesicht bekommt und sich teilweise fragt, ob das Gesehene nicht doch nur ein schlimmer Alptraum der Hauptfigur sein kann?

SO geht ein guter Mysteryfilm für mich!
Ein teils schockierenden Verwirrspiel, dessen viele Handlungsstränge die Fragen des Zuschauers offen lassen, so dass man selbst noch lange nach dem Film und über seine Geschichte nachdenken kann.

Fred Madison hat eine wunderschöne Frau, ein großes Haus, kann in einer Bar seinem Hobby als Saxophonist nachgehen und ist trotzdem im Leben ein totaler Versager der mit seinem Dasein nichts richtiges anzufangen weiß und von seiner Frau betrogen wird.

Auf einer Party ereignet sich dann eine schicksalhafte Begegnung für Fred mit einer der genialsten Interpretationen von Mephisto, die die Filmgeschichte zu bieten hat.
Die Inszenierung DIESER Szene, Fred mit dem Mystery-Man, war so unglaublich genial gemacht, wie es auf einer Party, wo Dutzende Leute feiern und laute Musik aus den Bässen dröhnt, an einem Ort der Ausgelassenheit plötzlich gelingt Angst beim Zuschauer auszulösen, an diesem Ort der Sicherheit auf einmal kaltes Unbehagen auszulösen, durch eine der interessantesten Figuren der Filmgeschichte, dem Mystery Man in seinem Gespräch mit Fred

"Mystery Man: We've met before, haven't we.
Fred Madison: I don't think so. Where was it you think we met?
Mystery Man: At your house. Don't you remember?
Fred Madison: No. No, I don't. Are you sure?
Mystery Man: Of course. As a matter of fact, I'm there right now.
Fred Madison: What do you mean? You're where right now?
Mystery Man: At your house. "

Später soll sich Freds Leben schlagartig ändern, als seine Frau tot aufgefunden wird und er als Tatverdächtiger in der Todeszelle sitzt.
In der Zelle kommt es dann zum Wechsel der Geschichten, über Nacht verwandelt sich Fred in einen ganz neuen Menschen Pete Dayton. Ein junger, draufgängerischer Typ, der viele von Freds Wunscheigenschaften hat und auch bei Frauen so ankommt, wie Fred es wollte.

Was war das?

Ist Fred hingerichtet worden und seine Seele fristet ein ganz neues Dasein?
Alles nur ein Traum vom Fred, der in der Todeszelle auf das Unausweichliche wartet?

Für mich sind diese Interpretationen von Lynchs Werk schon fast zu einfach, zu „natürlich“.
Für mich war es eine Verwandlung, die Träume von Fred sind wahr geworden, zu einem Preis, den er sich noch gar nicht ausmalen kann, denn seine Seele hat er verkauft an den Mystery Man, weshalb er auf ewig in seinen Qualen gefangen bleibt und sich seine Leben ständig wiederholen, die beiden unterschiedlichen Leben weisen immer wieder Parallelen auf, es ist das gleiche Leben nur in unterschiedlichen Ausgangssituationen, die sich auch weiterhin wiederholen werden, denn vom Lost Highway kommt Fred nicht mehr runter, er wird ihn in diesem Film noch weiter fahren und zwar für immer, was den Zuschauer bei der letzten Szene eiskalt zurücklässt, wenn man versucht sich ein eigenes Bild von diesem Experiment zu machen.

Eine tiefgehende Story mit mehreren Handlungsebenen, die sich schwierig verbinden lassen, ein cooler Robert Loggia als Gangsterboss, großartige Figuren und ein PERFEKT passender Soundtrack geben "Lost Highway" eine einzigartige Traumatmosphäre mit viel Interpretationsspielraum, den ich sicherlich noch des öfteren ansehen werde, zweimal reichen noch nicht aus, um hier komplett durchzusteigen!

Auch wenn dieser Kommentar im Rahmen der "Titanreihe" schon ein Spezialkommentar ist, sei dieser Text hier einem meiner ersten Moviepilotfreunde Jacker gewidmet, der mir David Lynch nahe gebracht hat und mich vor fast einem Jahr zu einem ganz neuen, unbekanntem Spektrum von Filmen führte!

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cpt. chaos

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Nachdem ich mich nun regelrecht dazu durchringen musste deinen Kommi zu lesen, da ich den Film nicht sonderlich mag - übrigens sehr gut und vor allem einleuchtend geschrieben -, hat der Streifen nun doch mein Interesse geweckt, den in Kürze nochmals anzusehen. Vielleicht klappt´s ja diesmal...


The Freewheelin Fonda

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Bin gespannt wie der dir dann gefällt, hoffentlich etwas besser ;)
Freue mich, wenn der Kommi dich dazu bringen konnte!


Boogers666

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Bewertung9.0Herausragend

Titanisches Trio Kommentarreihe. Nr. 6

Lasst die Reifen quietschen, dass titanische Trio nimmt euch heute mit auf eine Fahrt, es wird keine erholsame aber hoffentlich eine wegweisende. Die Tachonadel steigt und hinter der nächsten Kurve erblicken wir ein Straßenschild , dass uns heute begleiten wird: “Lost Highway” steht darauf gedruckt, leicht vergilbt aber lesbar. Ich kann euch nicht verraten wo wir hinfahren, aber ich kann euch garantieren, dass wir das Schild nicht zum letzten Mal gesehen haben.

Die Exposition von “Lost Highway” wirkt relativ simpel: Ein Mann und seine Frau werden von einem Fremden mit verstörenden Videos belästigt. Doch aus dieser Anfangssituation entwickelt sich schnell ein Alptraum aus dem es für alle Protagonisten kein Entkommen gibt. Eine Spirale die immer wieder von vorne beginnt und deren Ablauf doch jedes Mal etwas anders ist. Dabei legt Lynch hier im Gegensatz als bei “Mulholland Drive” Wert auf einen stringenten Handlungsverlauf, denn die Komplexität die bei “Mulholland Drive” entsteht, resultiert aus einzelnen, anfangs sinnlos wirkenden, surrealen Sequenzen und hier findet man hingegen einen relativ gewohnten Ablauf der Ereignisse vor. Obwohl Lynch natürlich nicht auf Symbolik verzichtet, so schafft er es dann doch das die Geschichte, die er erzählt, selbst für den nötigen Surrealismus sorgt.
Wer einmal den Lost Highway betritt, der wird ihn nicht wieder verlassen, er führt ins nichts und er kommt aus dem nichts. Er endet nie, er ist verloren. Eine einsame Straße die sich subtil in unserer Unterbewusstsein schleicht und dort den Gedanken pflanzt, dass man eventuell selbst einmal diese Straße betreten bzw. es längst schon getan hat,, wird man dann selbst aus eigener Kraft sie wieder verlassen können? Oder ist man dann selbst ein Opfer des endlosen Highways geworden?
Der Zugang zum Highway ist nicht für jeden zugänglich, es bedarf der bösen Seite im Menschen um ihn zu finden, diese Seite muss nur einen einzigen Versuchen übernehmen auszubrechen und die rationale Seite schweigt und im nächsten Augenblick sieht man sich in einem Auto sitzen, vor einem endloser schwarzer Teer und tanzende Schweinwerfer.
Doch, die endlose Reise bedeutet nicht, dass man nicht träumen darf geschweige denn es nicht kann , denn vielleicht ist ja alles nur ein Traum, wer weiß?

Lynchs “Lost Highway” ist ein Selbstfindungstrip für all seine Protagonisten, denn jeder erkennt, wenn auch nicht offensichtlich, warum er auf diesem Highway fährt. Die Leistungen der Schauspieler verkörpern die Rastlosigkeit und die Verlorenheit dabei schlichtweg perfekt. Auch die Musik die Lynch für diesen Film gewählt hat ist zwar sehr ungewöhnlich aber immer passend, sie spiegelt die innere Zerrissenheit wieder und drückt das aus was die Charaktere nicht sagen, denn sie ermöglicht es, dass in manchen Szenen es keinerlei Worte bedarf, sondern eine wispernde Stimme im Hintergrund genügt um zu zeigen was in den Charakteren vorgeht. So erschafft Lynch wieder einmal einen beinahe perfekten Alptraum aus Sex, Gewalt und mystischen Elementen, der immer mehr verschwimmt sich allerdings am Ende klärt und uns zeigt, dass es kein Entkommen gibt.

Die Straße endet. Hast du es geschafft,? Eine Hütte mitten in der Wüste, ist sie der Schlüssel aus dieser endlosen Spirale? Langsam knarren die Dielen unter deinen Füßen die Tür schwingt auf du blickst in eine Kamera, der Mensch dahinter beobachtet dich. Doch ist er überhaupt ein Mensch? Oder ist er ein Teil von dir? Reflektion durch eine Kameralinse. Der Kollaps, die Hütte zerfällt. Sand wirbelt auf. Reifen quietschen. Du siehst nach vorn, siehst wieder auf die tanzenden Scheinwerfer und weißt, das du zurück bist. Hast du nun Gewissheit?

“Zufälle sind niemals Zufälle”

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jacker

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Am besten: Zwei mal gucken, nach der zweiten Sichtung ganz viel denken, dann ganz viel lesen, dann nochmal gucken und spätestens dann hat der Film einen :)
Zum Kommi: Nice one, Boogers!!


Boogers666

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Merci :)


Martin Oberndorf

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Bewertung9.5Herausragend

Dies ist der mittlerweile... naja, ich höre langsam mal auf zu zählen, jetzt wird's langsam unübersichtlich.
Jedenfalls haben es sich die Titanen erneut zur Aufgabe gemacht, euer Dashboard zu überfluten und eure Augen mit einem Kommentarregen zu erfreuen.
Es wurde sich diesmal auf David Lynchs ungewöhnliches Werk "Lost Highway" geeinigt.
...
Was hab ich davor, danach gedacht? Vor oder da nachgedacht?
Reflexionen unsrer Selbst im spiegelnden Zeitalter der Moderne.
Ein Rätsel, das zu lösen ich nicht ganz im Stande bin. Zerschmettert, zerschellt vezwirbeln sich die Spuren, fernab von Dingen, Zeit(en) und Ort(en).
Ist doch alles jene eigene Interpretationssache.
Eine Sache, die es nicht zur Gänze im wesentlichen Kosmos wiederzufinden vermag.

Das sei nur gesagt, damit ihr ungefähr wisst, was ich gefühlt habe, während ich den Film gesehen habe.
Ich kannte zuvor von David Lynch lediglich das sensible Drama "Der Elefantenmensch" und den Psychothriller "Blue Velvet".
Beide sind in meinen Augen absolute Spitzenklasse.
Nach diesem Werk hier hat David Lynch nun endgültig mein Gehör.
Oder um es in den Worten Quentin Tarantinos zu sagen:
Sie hatten bereits meine Neugier geweckt. Jetzt haben Sie meine Aufmerksamkeit.

"Lost Highway" ist durchzogen von einer düsteren wie brillanten Atmosphäre, die man sogar mit dem Messer durchschneiden könnte. Suspense, nicht wie in einem Horrorfilm oder einem Krimi, man wartet nicht darauf, dass irgendetwas passiert, man sich schockt oder sich etwas aufklärt.
David Lynch hypnotisiert. Man ängstigt sich und hat ein unbehagliches Gefühl.
Da sich der Film über die Grenzen der Realität hinaus bewegt, kann alles passieren.
Es kann grundlos alles passieren.

Aber "Lost Highway" ist keineswegs sinnloses Dahergewurste von abstrusen Szenen, sondern hat durchaus eine Geschichte, die er erzählt, er erzählt sie jedoch auf seine eigene, nur schwer bis garnicht zu verstehende Weise. Und doch ist alles nicht so pseudointelektuell, wie es sich jetzt vielleicht anhört.

In "Lost Highway" geht es um zwei Figuren (oder doch um Eine?), mit zwei Geschichten.
Zum Einen der Gestalkte und später Eingesperrte Fred, zum Anderen der junge Automechaniker Pete.
Die beiden Geschichten ergeben zunächst beide Sinn.
Nacheinander erzählt werden sie - aber spielen sie nacheinander? Sind sie nicht doch EINE Geschichte?
Es ist nicht ganz ersichtlich, wie der Film zeitlich angesiedelt ist.
So spiegeln sich Ereignisse der einen Geschichte in der anderen wieder, obwohl sie offensichtlich noch nicht geschehen sind.
Dann wieder gibt es Szenen, die sich ganz eindeutig selbst wiederlegen. Wenn ihr den Film kennt, werdet ihr wissen, was ich meine.

"Lost Highway" ist super und stilsicher gemacht.
Man hat geniale Schauspieler, und auch die gesamte Regiearbeit ist gelungen. David Lynch zieht den Film nicht als Kunst- oder Experimentalfilm auf.
Nein, er legt Wert auf Atmosphäre, versucht auch, den Zuschauer zu unterhalten, in den Bann zu ziehen.
Man merkt, dass Lynch sein Publikum nicht egal ist. Dass er es schon zum Nachdenken anregen und fordern will, allerdings auch darauf schaut, dass es sich dabei wohlfühlt.
Der Film bietet auch kein übertriebenes Maß an Pseudophilosophie oder überzogene Symbolik? Nein, das ist nicht dieser Film!
Hier und da sind, vor Allem in der Geschichte um Pete auch leichte Parallelen in Machart und Story von Blue Velvet erkennbar.
Trotz des recht ungewöhnlichen und sicher nicht massentauglichen Aufbaus ist der Film sowohl in seinen Einzelszenen sowie auch als Ganzes überaus... wie sag ich's am Besten? Stylish? Catchy?

"Lost Highway" ist definitiv ein Film, bei dem es mir auch Spaß macht, mich damit auseinanderzusetzen.
Ein Film, bei dem ich auch noch das Bedürfnis habe, ihn erneut zu sehen.
Bei Filmen dieser Art ist das nicht immer so, ab und an finde ich sie einfach anstrengend.
Das war hier nicht der Fall.
Nein, "Lost Highway" schaut sich einfach so weg, er zieht in den Bann und kommt nicht so... "überheblich" herüber wie viele Filme mit einer unüblichen Machart.

"Lost Highway" hat mich definitiv überzeugt und macht mir Bock auf mehr von Lynch.
Naja, Mulholland Drive steht noch bei mir zu Hause. Freu mich schon drauf.

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Martin Oberndorf

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Danke sehr!
...hihi war mir gar nicht bewusst :3


jacker

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Ich flüchte immernoch vor der Vorstellung den Film mal zu kommentieren. Denke immer: Beim nächsten Mal :D


Big_Kahuna

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Geht meine Frau fremd? Bin ich ihr nicht Manns genug? Schaffe ich etwas in meinem Leben, wo andere hinauf blicken können? Und auf der anderen Seite: liebt sie mich, trotz dessen ich es ihr jedes mal aufs neue wieder zu einem Erlebnis werden lasse? Meint sie es ernst mit mir? Lost Highway ist ein halluzinatorischer Trip in die Psyche des Menschen, sogar in die Gefühlswelt des Menschen, der nur Beobachter ist, vor dem Fernseher. Gefühle, die Lynch mit seiner Symbolik, mit seinen verstörenden Bildern und mit der vielleicht nur vorerst noch missverständlich zu verstehenden Interaktion seiner Protagonisten, hervorzaubert. Fred, der eifersüchtige, misstrauische, Nichtskönner mit gescheitertem Befreiungsschlag in Form eines selbstzerreißenden Saxophonsolos steht dem jüngeren Pete, dem potenten Autodoktor mit einfühlsamer Sinnlichkeit nicht umsonst so kontrovers gegenüber oder doch? Hinter Lynchs allgegenwärtigen roten Vorhängen seines Schaffens, steht die Antwort auf dieses unlüftbare Geheimnis, der dauerhafte Reiz, seine Filme bis ins letzte Detail ausinterpretieren zu wollen. Ist Alice Reneé? Sind/ist sie die personifizierte Lust oder hat sie auch etwas in sich, dass dem Gefühl "Liebe" ähnlich ist, nach dem sie sich abseits der sexuellen Befriedigung sehnt? Verschwimmen genau an ihrer Stelle, an der Stelle der Intrige Realität und Phantasie/Traum? Ist das gewollt oder ungewollt? Und wer ist dieser mysteriöse Mann ohne Augenbrauen, der scheinbar alles auf den Kopf stellt und mit seiner Kamera eine angsteinflößende Bestimmtheit ausstrahlt, der einen furchterregenden Einfluss auf Fred, Pete und den Zuschauer hat? Dann wäre da noch der tote Dick Laurent, die auf die Spitze getriebene Geilheit eines älteren Mannes, eines älteren Gangsters, der sich das was er will unter den Nagel reißt, ohne auch nur einen Kompromiss einzugehen oder geht er doch einen ein, nebeneinander am Telefon mit Mephisto - Verzeihung - dem Mystery Man? Ist es Zufall, dass der gute Dick dem jungen Pete anfangs fast väterlich die Schulter tätschelt? Oder ist das ganze doch symbiotisch auf unseren Fred zurückzuführen, dem das Erblicken einer solchen Szene, wohl einem tiefen Faustschlag in die Magengrube gleichkäme, der davon offenbar zusammengekauert auf dem harten Betonboden in seinem Gefängnis liegen bleibt. Warum marschiert Fred am Ende - oder doch am Anfang mit dem scheinbaren Mord an seiner Frau (?) - in eine andere Richtung, schlägt sich durchs Unterholz der eigenen, gottgegebenen Barrieren seines Lebens, bricht aus? Ist das das zu Beginn noch vergeblich geblasene, fast teuflisch wirkende Saxophonsolo? Als ob es ihm egal gewesen wäre, wenn der Teufel ihn höchstpersönlich aus der ganzen Scheiße herausholen würde, Hauptsache er kann das alles hinter sich lassen, all diese Zwänge und Pflichten, die ihn in seinem Leben so sehr hemmen, die es scheinbar unerträglich werden lassen, sodass er also auf dem Lost Highway davonfahren kann, weg von all dem, von dem er sich so sehr überdrüssig fühlt. Tut er das nicht auch, auf der Flucht vor der Polizei? Schafft er es, schafft er es nicht oder ist er doch nur gefangen, in einer eigens aufgebauten Traumwelt, die ihn trotz höllischer Kopfschmerzen durch das Tal seiner eigenen Schandtaten geleiten soll, um ihm schlussendlich den unwiderruflichen Tod durch den elektrischen Stuhl zu bringen? Ist ihm seine Eifersucht und sein Kontrollwahn zum Verhängnis geworden, zum bitteren und absolut endlichen Verhängnis? Vielleicht ist genau das der Pakt mit dem Teufel, in dem sich Fred gehörig verzettelt hat und sich beim Spiel mit der Zigarette - Pardon - mit dem Teufel, schlussendlich doch die Finger verbrannt hat. Eins steht fest, der einzige Highway auf dem wohl keiner von uns so ohne weiteres fahren möchte, ist der verlorene, der von Lynch mit Meisterhand geteerte Highway ins illusorische Nichts oder besser noch, in die Realität, in die abgründige Realität, die jedem von uns ob gewollt oder ungewollt inne wohnt.

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Big_Kahuna

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Danke! :) einer meiner absoluten Lieblinge und für mich Lynchs bester


JackoXL

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Für mich auch. :)


mirko.karsch

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Bewertung10.0Herausragend

Für mich der Beste Film von David Lynch, ich habe den Film mindestens 10 mal geschaut!
Tolle Story, wenn auch schwer zu verstehen und zu erklären!
Super Drehbuch, tolle Schauspieler.
Fazit:
Der Film ist definitiv in meiner Top 5 - Allzeit- Filmliste!!!

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Gabster

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Bewertung6.5Ganz gut

Tolle Bilder, interessante Ideen und ein Hammer Soundtrack (Rammstein <3 <3 <3)! Lynch zeigt uns mal wieder die dunkle Seite der menschlichen Seele und der Filmgeschichte.

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JonnyvsSherlock

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Rammstein im Soundtrack?!
Schon alleine ein Grund, dass ich ihn mir endlich mal ansehe;)


Hartigan85

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Genialer Regisseur (David Lynch)
+ Patricia Arquette als bezaubernde und verführerische Hauptdarstellerin
+ Bill Pullman in seiner vielleicht besten Karriererolle als Haupdarsteller Nr. 1
+ Balthazar Getty in seiner ganz sicher besten Karriererolle als Haupdarsteller Nr. 2
+ ein herrlich fies-cholerischer Robert Loggia als Gangsterboss
+ jacker :-)
+ herausragende Dialoge
+ ein faszinierend-komplexes what-the-fuck-Drehbuch
+ ein überragender Soundtrack
+ viel nackte Haut
+ ein Titel, wie er passender nicht sein könnte...
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= Alptraumhaftes, surreal-verstörendes Meisterwerk

So einfach wie diese Rechnung macht es der Film dem Zuschauer natürlich nicht, dennoch hat er es spielend leicht geschafft, mich umzuhauen. Thumbs up, Mr. Lynch!

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Hartigan85

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Auf deinen Text zu dem Film bin ich sehr, sehr gespannt!


Big_Kahuna

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+ der überragende und gekonnte Einsatz von Stilmitteln

@jacker
Bin ich sehr gespannt drauf, für mich bis jetzt der beste surrealistische Noir-Film, den ich je gesehen hab. Lynch zweifelsohne ein künstlerisches Ausnahmetalent in allen Bereichen. Selbst eigens erstellte Musik von ihm kann man sich anhören. Ein Super-Typ!


Sigrun

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Bewertung7.0Sehenswert

Ich ziehe Carpenters IN THE MOUTH OF MADNESS und Hitchcocks VERTIGO jederzeit vor. Lynch hat sich zwar einigermaßen inspirieren lassen, aber - sorry folks - mehr als der olle Sutter Cane kann er niemals für mich sein ;-)

bedenklich? 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Sigrun

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Dann wünsch ich interessante Unterhaltung! Lynch und vor allem LOST HIGHWAY ist von vielen hochgeschätzt, ich kann dam Ganzen nicht so viel abgewinnen. Die sieben Punkte sind auf jeden Fall ein Zeichen, dass ich den Regisseur und einige seiner frühen Werke achte, aber nicht verehre. MULHOLLAND DRIVE und INLAND EMPIRE vervollständigen LOST HIGHWAY übrigens exzellent und sind mE Lynchs Abgesänge auf die Welt des Kinos. Eine Welt, die er am Ende wohl nur noch gehasst hat.


Hartigan85

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"Mulholland Drive" war übrigens auch bei der Bestellung dabei. :) Bin noch am überlegen, mit welchem der beiden Filme ich (wahrscheinlich heute Abend) beginnen werde. Gespannt bin ich jedenfalls sehr...



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