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Lost Highway

Lost Highway (1997), US Laufzeit 135 Minuten, FSK 16, Drama, Thriller, Horrorfilm, Kinostart 10.04.1997


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8.0
Kritiker
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7.6
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7388 Bewertungen
196 Kommentare
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von David Lynch, mit Patricia Arquette und Bill Pullman

Der Jazzmusiker Fred Madison und seine Ehefrau Renée fühlen sich durch unheimliche Videoaufzeichnungen bedroht, die nach und nach vor ihrem Haus auftauchen. Die Videos fangen immer gleich an, werden aber von Film zu Film länger. Zuerst sieht man nur Außenaufnahmen ihres Hauses, auf den nächsten Kassetten dringt dann scheinbar jemand durch ein Oberlicht ins Innere des Hauses ein – ohne jedoch dort Spuren eines gewaltsamen Eindringens zu hinterlassen. Auf einer Party trifft der Musiker einen unheimlichen Zeitgenossen, der ihn dazu drängt, bei sich zu Hause anzurufen um mit ihm zu sprechen, da er gerade dort sei. Und tatsächlich ruft er daheim an und telefoniert mit dem Mann, der ihm eigentlich gerade gegenübersteht. Im letzten Video schließlich sieht Fred, der sich diesen Film alleine anschaut, seine Ehefrau blutüberströmt im Bett liegen. Als er sich sofort aufmacht, sie zu suchen, findet er sie tatsächlich blutüberströmt in ihrem Bett vor und er wird im gleichen Moment von der Polizei festgenommen. Fred wird zum Tode verurteilt und ins Gefängnis gesteckt. Als die Wärter am nächsten morgen ihren Rundgang machen, finden sie in der Zelle, in der eigentlich der Mörder sein sollte, den jungen Automechaniker Pete Dayton, der allerdings einen recht verstörten Eindruck macht; von Fred fehlt jede Spur. Die einzige Gemeinsamkeit die die beiden haben, ist die Ähnlichkeit ihrer Frauen/Freundinnen.

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Lost Highway
Genre
Ehedrama, Mysterythriller, Psychodrama, Psychothriller, Drama, Horrorfilm, Thriller
Zeit
Gegenwart
Ort
Gefängnis, Vereinigte Staaten von Amerika
Handlung
Affäre, Alptraum, Auftritt, Autobahn, Automechaniker, Autounfall, Blutrausch, Bühnenauftritt, Bühnenshow, Cadillac, Doppelgänger, Doppelte Identität, Eifersucht, Erotik, Freiheitsentzug, Gangster, Gangsterboss, Gedächtnis, Gefängnis, Gefängniszelle, Geliebte, Gewalttätiger Ehemann, Gut und Böse, Halluzination, Haus, Hütte, Identitätskrise, Impotenz, Jazz Club, Jazzmusiker, Kopfschmerzen, Kultfilm, Leiche, Liebe, Liebespaar, Liebeswirren, Mord, Mord an Ehefrau, Mordanklage, Motel, Musik, Musiker, Musikliebhaber, Mörder, Polizei, Pornographie, Sadist, Saxophon, Schizophrenie, Schlafzimmer, Schlägerei, Sex, Sexuelle Begierde, Sexuelle Frustration, Sterben und Tod, Suche nach Mörder, Surreal, Teufelskreis, Transformation, Verbrechen, Verdacht, Verfolgungswahn, Verlieben, Verlust, Verlust der Ehefrau, Verlust einer geliebten Person, Videokassette, Wahnsinn, Wohnungseinbruch, Wunschtraum
Stimmung
Eigenwillig, Geistreich, Spannend, Verstörend
Zielgruppe
Über 18 (Gewalt), Über 18 (Sex)
Tag
Avantgarde und Experimentalfilm, Kultfilm, Mindgame-Film
Verleiher
Senator Filmverleih Gmbh
Produktionsfirma
Asymmetrical Productions, CiBy 2000, Lost Highway Productions, October Films

Kritiken (9) — Film: Lost Highway

kobbi88: Die Drei Muscheln

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7.0Sehenswert

Sind es die Titanen? Oder nicht? Warum weiß ich das nicht? Und warum spricht ein Mann mit mir über ein Telefon, obwohl er vor mir steht und gar nicht mit mir spricht? Und warum bin ich so verwirrt? Achso…David Lynch.
………………………………………….
David Lynchs „Lost Highway“ wird gerne als Mindfuck schlechthin beschrieben. Als surreales, reines Kino. Aber was ist das, „reines Kino“. Da hat wohl jeder unterschiedliche Ansichten. Und wenn man mich fragt, dann zumindest nicht das, was Lynch hier macht.
Aber der Reihe nach:
Wenn man die einzelnen Sequenzen für sich betrachtet, dann kann eigentlich jede überzeugen. Manche sehen einfach nur gut aus (vielleicht, weil ich hier den tieferen Sinn nicht verstanden habe), andere sind erotisch, makaber lustig, brutal oder ekelhaft. Und immer wieder packt mich der Film. Immer wieder hänge ich am Bildschirm. Und die Musik tut ihr übriges und unterstreicht die Szenen perfekt. Rammstein-Klänge mit Lichteffekten und den Bewegungen der Protagonisten abgestimmt? Ein Geniestreich, Mr. Lynch!

Aber zusammen, da ergeben sie für mich so gut wie keinen Sinn, wirken verwirrend. Eine Gesamtgeschichte wird einfach nicht erzählt, denn die Einzelgeschichten hängen nur sehr konstruiert zusammen. Eigentlich ist der Film vielleicht sogar eine Dekonstruktion, ein Abgesang auf das eigentliche Geschichtenerzählen. Einzig die Stimmung ist hier noch wichtig, nicht aber das Erzählen. Jetzt werden viele sagen: Ja, genau so muss das auch sein, das wollte Lynch doch (vielleicht) sogar erreichen! Aber für mich, einen großen Fan von erzählten Geschichten, da fehlt hier einfach noch etwas. Etwas, was einen Film für mich ausmacht. Klar sind hier auch wieder Themen wie der bei Lynch anscheinend recht beliebte Ödipus-Komplex oder die Zerstörung einer einfachen Ehe mit dabei, aber sie wirken beliebig und unwichtig. Für Lynch zählt scheinbar nur die Atmosphäre.

Das Problem dabei: Nur ganz selten schafft es ein Film, mich einzig mit der Atmosphäre zu packen. Bei „Gravity“ zum Beispiel hat es nicht geklappt, dafür bei „Letztes Jahr in Marienbad“. Da war ich wie gebannt vor dem Bildschirm gesessen und habe einfach nur noch gestaunt, während mir noch zusätzlich wirre Bilder im Kopf herumspukten. Ja, den Film empfand ich als absolutes Erlebnis. Zwar verwirrend, aber auch unheimlich einnehmend. Auch „Lost Highway“ schafft dass immer wieder, aber eben nicht über seine ganze Dauer. Denn immer wieder waren Sachen dabei, die einfach nur der Verwirrung wegen eingebaut wurden – zumindest erschien es mir so. Sachen und Dinge, die keinen Sinn ergaben, die einzig und allein zur zusätzlichen Verwirrung eingebaut wurden. Um den Film noch surrealistischer, noch konfuser, noch abgedrehter, noch verwirrender zu machen. Mich stört sowas nur, wenn ich das merke. Und hier merke ich es. Dabei war doch das gar nicht nötig! Warum nochmal einen draufsetzen, warum noch mehr auf die Pauke hauen? So, als wollte mir Lynch sagen: Bis hier her und nicht weiter, Freundchen. Wenn du glaubst, ich lass dir überhaupt die Chance, eine plausible(!!) Interpretation des gesamten (!!) Filmes zu kreieren, dann bist du auf dem falschen Dampfer!

Und damit macht er mir die Atmosphäre immer wieder kaputt. Ich bin zwar ähnlich verwirrt wie schon bei „Marienbad“. Aber leider merke ich es. Fauler Zauber? Ich weiß nicht. Aber das hat mich immer wieder aus dem Film rausgekickt. Und darum kann ich beim besten Willen nicht mehr Punkte geben. Denn zu echtem, reinem Kino, da gehört (mit ganz ganz wenigen Ausnahmen, eben Marienbad) für mich auch eine gut erzählte Geschichte, eine in sich stimmige Handlung. Und da tut sich Lynch hier verdammt schwer. Leider.

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kobbi88

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Naja, ich wollte eben vor allem auf das eingehen, was und warum mir das nicht gefallen hat. Insgesamt sehenswert, er hatte mich ja immer wieder und kickte mich dann aber auch immer wieder raus. Vielleicht kickt er irgendwann nicht mehr, dann steigt die Wertung, weil dann gibts ja kaum noch Kritikpunkte ;)


jacker

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Wir werden sehen :)
Ich fand den immer schon Top, wachsen tut er aber trotzdem jedes Mal!


JackoXL: Die Drei Muscheln

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9.0Herausragend

Ich hatte einen Traum.
Da war ein Jazz-Musiker (war ich das?) und seine Frau... da war jemand an der Tür, hat etwas durch die Gegensprechanlage gesagt... wer ist tot?...da waren verstörende Videobänder... war jemand in dem (in meinem?) Haus?... da waren blutrote Vorhänge... da war der Verdacht, dass die (meine?) Frau ein Verhältnis hat... und da war dieser Kerl... er sagte, ich hätte ihn zu mir eingeladen... er war unheimlich...seine Gegenwart ließ mich erschaudern...was will er?...dann das ganze Blut...wer hat das getan...war ich das etwa?...

Dann bin ich aufgewacht. Ich war an einem merkwürdigen Ort, wie bin ich da hingekommen? Komischer Traum. Jetzt ist aber alles wieder gut, diese Träume kennt doch jeder. Man wacht auf, ist noch ziemlich irritiert, aber nach wenigen Minuten kann man sich an kaum noch was erinnern, ist auch egal...
Ich gehe wieder meinem Job in der Werkstatt nach, treffe mich mit meinen Freunden, vögele meine Freundin, alles wie gehabt.
Dann erscheint diese Frau, woher kenne ich die?... ist das...sie ist blond, aber sonst...nein, so ein Quatsch... ich beginne eine Affäre mit ihr und plötzlich...plötzlich ist da wieder dieser Traum...es wird dunkler...was geschieht hier?...ich höre diese Jazz-Stück im Radio...kann es nicht ertragen...muss umschalten...kenne ich das?...da ruft jemand an... es ist der Typ...wie zum Teufel?... dann ist da dieser Highway...diese dunkle Straße...die Hütte, die kenne ich doch, oder?...plötzlich stehe ich vor der (meiner?) Tür...was zum Henker...träume ich?...was ist real?...bin ich real?...wer bin ich überhaupt?...war das ein Traum, träume ich noch oder hab ich nie geträumt?...ich weiß, wer ich bin...oder?...doch, Moment, alles ergibt auf einmal Sinn... oder doch nicht?...was passiert mit mir, oder ist passiert... das ist ein Alptraum...oder doch nicht?

Ich bin JackoXL, und "Lost Highway" hat mich vor Jahren sehr unbefriedigt zurück gelassen. Er hat mich fasziniert, interessiert, aber ich stand am Ende da wie vor den Kopf geschlagen. Komisch, ich musste den zwingend nochmal sehen. Hat über 10 Jahre gedauert. Jetzt stehe ich da, bin wie vor den Kopf geschlagen, aber ganz anders als damals. Damals konnte ich mir gar keinen Reim drauf machen, jetzt reimt sich immer noch nicht alles, aber soll es das überhaupt? Möglich, der Nebel ist nicht mehr ganz so dick wie damals, aber immer noch dick genug. Ich sehe ein Licht am Ende des dunklen Highways und selbst wenn ich dort nie vollständig ankommen werde...brillant, verstörend, hypnotisierend, exzellent gemacht. Meisterwerk.

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jacker

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Logisch!
Ich mag auch immer lieber versuchen mir das maximal mögliche an eigenen Gedanken zu machen.
Wenn ich dann an meine Grenzen stoße, lese ich jedoch ganz gern auch mal die Sichtweisen anderer.
Und bei Lynch gibt es einfach auch abgefahrene Interpretationen!


Uli Kunkel

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@jacker: Unterschrieben.

Auf sowas wie das hier wäre ich wohl kaum selbst gekommen:
http://www.youtube.com/watch?v=o0038R4DBlw


Timo K.: Blockbuster Entertainment

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7.0Sehenswert

Verzwickte Möbiusschleifen, falsche Autoritäten, sexuelle Niederlagen, männliche Versagensängste: "Lost Highway" wickelt einen dämonischen Eheabgrund in fleischiges Interieur, in eine Wohnung, die – wie in "Blue Velvet" – einer Gebärmutter ähnelt, die verschlingt und ausspuckt, anzieht und abstößt in einer sinnbetäubenden Rammstein-Hölle, die von Schnappschüssen und Stöhnlauten begrenzt wird. Lynch verortet Goethes "Faust" postmodern, umrandet Figuren zu verloren-erstarrten Gemälden ihrer selbst und zwingt zum Blick in die Vergangenheit unschuldiger Planschbecken und trauernder Gefühle, die nie wieder einholbar scheinen. "Lost Highway" stimuliert im Innersten, weil die Vergänglichkeit der Schönheit irrealer Lust inmitten des Deliriums in Verdammnis lediglich in Zeitlupe begreifbar ist. Patricia Arquette in High Heels dürfte bei aller soziopathischen Komik, die Lynch lakonisch streift, ein Donnerwetter verursachen, und zwar ein stöhnendes.

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Mr.Film: City of Cinema

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8.5Ausgezeichnet

[Mein erstes mal...

Jeden Tag begegnen wir dem Alltag, der Realität, der Normalität, doch dann kommt dieser Herr und gibt einem ein paar Backpfeifen - man ist verwirrt. Was soll das? Wieso macht er das? Man ist nicht wirklich verärgert. Es sind gutgemeinte Backpfeifen. Das weiss man. Irgendwie. Irgendwie auch nicht. Bei ihm kann man sich aber auch nie sicher sein, immer wieder kommt einem ein neuer Gedanke, eine neue Schlussfolgerung. Und am Ende denkt man sich: Nee warte mal, lass uns die Sache nochmal durchgehen. Ich, weiss, klingt nicht recht sinnvoll. Aber, doch das ist es. Denn genau das habe ich auch bei "Lost Highway" gedacht. Man ist das sinnlos. Aber es verzaubert. Und warte mal. Ist doch gar nicht so sinnlos. Einfach mal den alten Rechner namens Hirn anschmeißen und grübeln. Die Symbiose aus teilweise verdammt düsteren Bildern, wie zum Beispiel die der Videoaufnahmen, und den kraftvollen Beats erzeugen einfach eine außergewöhnliche Atmosphäre, und vor allem eine erschreckend starke Gänsehaut. Man kann diese düstere Welt aber nicht wirklich angemessen beschreiben, es ist ein wahres Inszenierungsphänomen. Wie der Protagonist in seine eigene Hölle hineinsieht, in seinen eigenen Abgrund, in seine eigene Wunschwelt - es ist schlichtweg unfassbar wie es dem Zuschauer erzählt und vor allem vors Auge geführt wird.
Ich bin immer noch am nachdenken. Doch ich weiss das ich so viel nachdenken kann wie ich will, ich kann auf meine eigene Lösung kommen, doch es wird nie die richtige sein. Doch das ist gut so. Andere Filme gibt es genug.

...mit David Lynch]

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Mr.Film

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Die Länge spielt nu wirklich keine Rolle, das er anstrengend sein soll habe ich schon öfters gelesen, aber ich nehme die Herausforderung an ;)


SoulReaver

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Die Länge im Bezug darauf spielt für mich schon ne Rolle. Ich dachte der nimmt kein Ende mehr und wird einfach immer schlimmer...Aber! Bild dir dein eigenes Urteil, vllt wirds für dich ja wie Urlaub machen :D


Oceanic6: CinemaForever

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9.0Herausragend

Fred Madison: Andy, who is that guy?
Andy: I don't know his name. He's a friend of Dick Laurent's, I think.
Fred Madison: Dick Laurent?
Andy: Yeah, I believe so.
Fred Madison: But Dick Laurent is dead, isn't he?

Höllisch unheimlich, verdammt aufwühlend, albtraumhaft, spannend über die Grenze des Erträglichen hinaus und ein Mensch der verloren ist. Ich weiss gerade nicht was ich sagen soll. Eines aber ist klar, David Lynch hat mich mit seinem wohl am schwersten verdaubarem Film 'Lost Highway' erneut in eine Stimmung gebracht hat, die sonst keiner aufzubauen vermag. Ich habe geschwitzt, ich hatte panische Angst und das ist nur einer Tatsache zu verdanken. 'Lost Highway' erlaubt sich keine Fehler, denn würde Lynch nur an einer Ecke einen Tick falsch agieren, der Film würde nicht mehr wirken. Jede Szene, jede Einstellung ist perfekt einstudiert, dazu bekommt man fantastische Schauspieler und eine beängstigende, hypnotisierende Soundtrack-Auswahl geboten. Viele Rätsel, viel Wahrheit und noch mehr Surrealismus werden hier in Einklang gebracht zu einem Psycho-Thriller der Extraklasse. Ein Film, in dem bis zum letzten Augenblick nicht klar wird, was Sache ist, ein Erlebnis, welches dem schlimmsten Horrorerlebnis gleicht, ein typischer Lynch eben, der uns dieses Mal den Lost Highway in die Hölle vor Augen führt.

Fred Madison: I had a dream about you last night.
Renee Madison: Yeah? What was it about?
Fred Madison: You were in the house, calling my name, but I couldn't find you. Then there you were, lying in bed... but it wasn't you. It looked like you, but it wasn't.

Genau wie dieser Albtraum bleibt der ganze Filme offen, man darf sich den Kopf zerbrechen! Was will uns Lynch sagen, wo beginnt der Albtraum und wo hört er auf, ist sogar unser ganzes Leben ein einziger Albtraum? Achja, danke Herr Lynch, denn sie haben mich mit diesem Film wieder daran erinnert, wofür das Kino erfunden wurde. Ich will herausgefordert und zum Nachdenken angeregt werden. 'Lost Highway' schafft dies in einer selten gesehenen Bravour.

Fazit: Das ist ein Film, den man heute nicht mehr so zu sehen bekommt, ein Film, den ich liebend gerne im Kino erlebt hätte, um anschließend verloren nach Hause zu irren, denn verloren fühle ich mich momentan definitiv, und welcher Film schafft das schon?!

21 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 10 Antworten

BigDi

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"Inland Empire" ist noch geiler. ;)


MoeByDays

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Trifft es ziemlich genau!


Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...

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8.0Ausgezeichnet

In vielerlei Hinsicht ist David Lynchs letzte Schaffensphase die Homöopathie des Filmgeschäfts: Es wird viel darüber geredet, es wird oftmals als unbekannte Kunst verkauft, die Anhänger neigen zu einer leicht indoktrinären Art, und in Wirklichkeit ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass es sich schlicht und einfach um schön verpackte Scharlatanerie - cineastitisches Placebo - ohne tieferen Sinn handelt. Doch wie bei den Wunderdoktoren mit Jesuslatschen und weißen Zuckerpillen gilt auch hier: Oftmals reicht einfach der Glaube daran, an etwas Herausragenden, nicht Erklärbaren teilzuhaben, um persönlich vollkommen zufrieden zu sein - wissenschaftliche Interpretation hin oder her.
Womit wir beim springenden Punkt wären: "Lost Highway" ist die filmische Verabschiedung von jeglicher offensichtlichen Linearität und greifbaren Logik im lynch'schen Kosmos, das entgültige Abdriften in den Surrealismus.
Mit jeder weiteren Minute wandelt sich "Lost Highway" von einzelnen Szenerien, zu Momentaufnahmen, zu einer Fahrt durch eine Geisterbahn ohne Licht und gesegnet mit diversen Blackouts. Drastisch ausgedrückt ist "Lost Highway" das Rucksack-Packen für Lynchs cineastisch-egobasierten Amoklauf, welcher sich durch die "Mulholland Drive" zog und in "Inland Empire" mehr als nur einmal mit dem eigenen Suizid im Größenwahn liebäugelt.
Man kann solch einen Trip lieben, man kann so einen Trip hassen - ich entscheide mich für ersteres.

Kritik im Original 26 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

doctorgonzo

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Gar wunderbar...


Flibbo: Wie ist der Film?

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8.0Ausgezeichnet

[...] David Lynch lädt mit „Lost Highway“ in eine eigene Welt. Manche Teile davon könnten die Realität und manche Teile Träume oder Halluzinationen darstellen, jedoch erstreckt sich die surreale Atmosphäre von Anfang bis Ende. Eine starke Bildsprache im Einklang mit einer beklemmenden, fast psychedelischen Tonspur zeichnet das Werk des Regisseurs, Autors und Sound-Designers Lynch aus. Hinzu kommen ein sehr interessanter Soundtrack (Rrrrammstein – eine Karriere beginnt, hell yeah) und eine klug gewählte Besetzung, angeführt von Bill Pullman, dessen bekannter verkniffener Blick die Atmosphäre des Films passend widerspiegelt, Patricia Arquette als geheimnisvolle Femme Fatale und Robert Blake, der mit seinem Mystery Man einen bemerkenswert unheimlichen Charakter schuf. [...]

Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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10.0Herausragend

[...]Möchte man "Lost Highway" wenigstens ansatzweise erfassen, so scheint es mir essentiell sich gedanklich von den narrativen Grundgerüsten, die einem Film typischerweise zu Grunde liegen, zu trennen und sein Augenmerk auf eine weitaus abstraktere Ebene zu fokussieren. Anders ausgedrückt bedeutetet dies, um mit Lynch zu sprechen, sich an das zu halten, was auf der Leinwand gezeigt wird und sich nicht zwanghaft an dem festuzuklammern, was einem von seinen Sehgewohnheiten innerlich aufoktroyiert wird. In dem Moment, wo dieses geschieht, wird "Lost Highway" zu einem persönlichen Spiegel, zu einen Film der den konventionellen Film in seiner logisch-narrativen Konnotation von Grund auf zerstört, um schlussendlich zu einer Allegorie zu werden, welche den eigentlichen Spielfilm transzendiert, weil Lynch es jedem Einzelnen ermöglicht seine eigenen Schlüsse zu ziehen. In diesem Augenblick gibt es kein "Richtig" und kein "Falsch" mehr, der Film mag sich für den Einzelnen zu einem kohärenten Gesamtbild zusammen fügen, oder eben auch nicht. Der Eine wird aus dem Gesehenen heraus Antworten generieren können, der Andere kann dies vielleicht nicht.[...]

Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kubrick_obscura: CinemaForever, arte

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9.0Herausragend

Ein Film, der einem wirklich Angst macht. Lynchs spannendster Film.

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Kommentare (187) — Film: Lost Highway


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Apathy

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich hatte keinen blassen Schimmer was mich erwartet, als der Abspann lief war ich äußerst enttäuscht und ziemlich verwirrt.
Da sich der Film, allen Voran allerdings Robert Blake, so in mein Gedächtnis brannte wollte ich ihn unbedingt ein weiteres Mal sehen und siehe da, wenn man sich darauf einlässt funktioniert das Ganze wunderbar. Hut ab Mr. Lynch

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Acry

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Mit Lost Highway erschuf Lynch ein besonders interessantes Stück Unendlichkeit: Neben den gewöhnlich lnychesken Elementen (wie die düstere, surreale Atmosphäre, die Frage nach Identität, Traumsequenzen, Licht und Dunkelheit, Auflösung von Zeit und Raum und dem typischen Sounddesign) und der Existenz des Mystery Mans haben wir nun auch noch zwei scheinbar ineinander verflochtene und sich gegenseitig bedingende Plots, die sich so ergänzen, dass die Geschichte immer wieder vorn vorne beginnen könnte.

Das Tolle an Lynch ist, dass er keine Angst hat, bestehende Sehgewohnheiten zu subvertieren und damit ein vielleicht nicht so greifbares dafür aber umso faszinierenderes und außergewöhnlicheres Werk zu erschaffen. Auch bei diesem Film kann man durchaus Interpretationsansätze finden; aber auch ohne eine mögliche Erklärung für das, was da passiert, fühlt man beim Anschauen schon dieses typische Lynch-Gefühl und das genügt, um in den Film abzutauchen, das logische Denken auszuschalten und die Bilder und Klänge einfach auf sich wirken und sich zu irgendeinem Konstrukt zusammensetzen zu lassen, welches sich jedoch ständig neu modifiziert. Lynch macht uns sozusagen selbst zu Künstlern, denn jeder formt seine eigene Version des Gesehenen, genau wie es Frank vielleicht auch getan hat.

Interessant ist z.B. wie Lynch ganz beiläufig mediale Gesetze dekonstruiert. Das Gleiche scheint auch für seine Geschichte bzw. grundsätzlich für jegliche Kausalität zu gelten. So weiß man letztendlich nie genau, was als nächstes passiert und diese Tatsache macht Lost Highway (besonders heutzutage, wo die gleichen Geschichten eigentlich immer nur in leicht abgeänderter Form wiederholt werden) zu einem sehenswerten Film, der eindeutig mehr ist, als nur Unterhaltung. Im Gegenteil, wer „nur“ unterhalten werden will, sollte sich lieber nach einem anderen Film umsehen, denn dafür ist Lost Highway definitiv zu komplex.

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timmoe

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Bewertung9.0Herausragend

Lynchs Mindfuck-Perle ist vielleicht weniger greifbar, als Mulholland Drive, hat dafür aber einen ganz eigenen Charme. Wirklich gruseliger (positiv) Mysteryfilm in L.A.

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RoboMaus

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Bewertung3.0Schwach

Klassischer Mindfuck.
Streckenweise interessant.
Selten sogar spannend.
Überwiegend langatmig.
Man weiss eigentlich nie worum es geht.
Nicht einmal am Schluss.
Auch, wenn man das glaubt.
Logisch.
Sonst wäre es ja kein Mindfuck.
Man muss sich schon seine eigene Meinung darüber bilden, worum es geht.
Das ist ja das Gute.
An Mindfuck.
Vor allem, wenn es über zwei Stunden geht.
Am besten noch länger.
Für manche.
Nicht für mich.
Ist eben Geschmackssache.
Bitte nicht übel nehmen, liebe David Lynch-Fans.
Es scheint mir die Sprache verschlagen zu haben.
‘Lost Highway‘ zeigt Wirkung.
Im Taumeln drückte ich die letzten Buchstaben ins Keyboard.

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blublossom

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein absoluter Lieblingsfilm! Ich empfehle durchaus den Film nicht nur einmal anzusehen, denn durch die vielen Interpretationsmöglichkeiten (wenn man hier von interpretieren reden kann) lohnt es sich diesen Film mehrmals zu sehen. Ich habe den Film nun schon mehrere Male gesehen und versuchte die Puzzleteile immer mehr zusammenzusetzen, jedoch hat es der Film noch immer geschafft mich am Ende mit einem grossen ? sitzen zu lassen. :) Diese Verwirrspiele haben mich tatsächlich gefesselt und die Szene an der Bar mit dem Mystery Man verursacht immer wieder Gänsehaut.

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Oehli

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Bewertung10.0Herausragend

Dick Laurent ist tot ...
Damit beginnt David Lynschs filmisches Meisterwerk.
Eim Film, der beinahe alles beinhaltet: Liebe, Angst, Eifersucht, Sex, [Humor], Horror, Trauer, Interpretationsfreiraum und natürlich das Übernatürliche. In den Anfangsminuten wird wenig gesagt, aber dann doch wieder alles, was man wissen muss bzw. das, was man wissen muss, erfährt man fast nicht durch die Dialoge - die dennoch erstklassig sind - sondern durch die Grundstimmung, die einen nicht loslässt. Die Angst und der Horror wird durch den kompletten Film gezogen. Lost Highway schlägt jeden Horrfilm, ohne selber einer zu sein. Ich erinnere mich noch sehr gut an meine Erstsichtung, als ich durch die Verwandlung im Gefängnis aufhörte zu versuchen, den Film zu verstehen, wobei mir später ist bewusst wurde, dass es in diesem nicht unbedingt darum geht, wobei es in der Natur des Menschen liegt, etwas zu verstehen und einen Sinn zu finden. Es werden 2 unterschiedliche Welten und Charaktere (vor allem Fred Madison und Pete Dayton) gegenübergestellt, die eigentlich klar abgetrennt werden sollten, aber doch durch gewisse Personen zu verbinden sind und letzten Endes auch zusammengeführt werden. Es ist einfach kein Film wie jeder anderer, man weiß nie, was als nächstes kommt, was hier überhaupt das Gute und was das Böse ist. Lynch halt ... . Was an diese Film noch so besonders ist, ist, dass man ihn sich so oft ansehen kann, wie man will. Er fasziniert einen immer wieder aufs Neue und immer wieder fallen einem neue Details auf, bei denen man denkt, dass sie nie da waren. Ein Film, der einen noch lange beschäftigt.
Ein absolutes Muss !

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The Freewheelin Fonda

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

TITAN PROJEKT NR.9

Über ein halbes Jahr toben sich die 3-4 Titanen schon auf euren Dashboards aus und geben ihre verschiedenen Vorstellungen zu unterschiedlichen Filmen preis, wobei wir heute ein ganz besonders kontroverses Werk rausgesucht haben.
„Lost Highway“ von David Lynch, das viele als Meisterwerk des surrealistischen Films bezeichnen und andere als überinterpretierten, pseudophilosophischen Quatsch.

Was kann man über die Geschichte von „Lost Highway“ sagen?
Ein einzigartiges Verwirrspiel sondergleichen, in dem sich der Zuschauer hier verliert, der mit zwei völlig unzusammenhängenden Storys verwirrt wird, schockierende Psychoszenen zu Gesicht bekommt und sich teilweise fragt, ob das Gesehene nicht doch nur ein schlimmer Alptraum der Hauptfigur sein kann?

SO geht ein guter Mysteryfilm für mich!
Ein teils schockierenden Verwirrspiel, dessen viele Handlungsstränge die Fragen des Zuschauers offen lassen, so dass man selbst noch lange nach dem Film und über seine Geschichte nachdenken kann.

Fred Madison hat eine wunderschöne Frau, ein großes Haus, kann in einer Bar seinem Hobby als Saxophonist nachgehen und ist trotzdem im Leben ein totaler Versager der mit seinem Dasein nichts richtiges anzufangen weiß und von seiner Frau betrogen wird.

Auf einer Party ereignet sich dann eine schicksalhafte Begegnung für Fred mit einer der genialsten Interpretationen von Mephisto, die die Filmgeschichte zu bieten hat.
Die Inszenierung DIESER Szene, Fred mit dem Mystery-Man, war so unglaublich genial gemacht, wie es auf einer Party, wo Dutzende Leute feiern und laute Musik aus den Bässen dröhnt, an einem Ort der Ausgelassenheit plötzlich gelingt Angst beim Zuschauer auszulösen, an diesem Ort der Sicherheit auf einmal kaltes Unbehagen auszulösen, durch eine der interessantesten Figuren der Filmgeschichte, dem Mystery Man in seinem Gespräch mit Fred

"Mystery Man: We've met before, haven't we.
Fred Madison: I don't think so. Where was it you think we met?
Mystery Man: At your house. Don't you remember?
Fred Madison: No. No, I don't. Are you sure?
Mystery Man: Of course. As a matter of fact, I'm there right now.
Fred Madison: What do you mean? You're where right now?
Mystery Man: At your house. "

Später soll sich Freds Leben schlagartig ändern, als seine Frau tot aufgefunden wird und er als Tatverdächtiger in der Todeszelle sitzt.
In der Zelle kommt es dann zum Wechsel der Geschichten, über Nacht verwandelt sich Fred in einen ganz neuen Menschen Pete Dayton. Ein junger, draufgängerischer Typ, der viele von Freds Wunscheigenschaften hat und auch bei Frauen so ankommt, wie Fred es wollte.

Was war das?

Ist Fred hingerichtet worden und seine Seele fristet ein ganz neues Dasein?
Alles nur ein Traum vom Fred, der in der Todeszelle auf das Unausweichliche wartet?

Für mich sind diese Interpretationen von Lynchs Werk schon fast zu einfach, zu „natürlich“.
Für mich war es eine Verwandlung, die Träume von Fred sind wahr geworden, zu einem Preis, den er sich noch gar nicht ausmalen kann, denn seine Seele hat er verkauft an den Mystery Man, weshalb er auf ewig in seinen Qualen gefangen bleibt und sich seine Leben ständig wiederholen, die beiden unterschiedlichen Leben weisen immer wieder Parallelen auf, es ist das gleiche Leben nur in unterschiedlichen Ausgangssituationen, die sich auch weiterhin wiederholen werden, denn vom Lost Highway kommt Fred nicht mehr runter, er wird ihn in diesem Film noch weiter fahren und zwar für immer, was den Zuschauer bei der letzten Szene eiskalt zurücklässt, wenn man versucht sich ein eigenes Bild von diesem Experiment zu machen.

Eine tiefgehende Story mit mehreren Handlungsebenen, die sich schwierig verbinden lassen, ein cooler Robert Loggia als Gangsterboss, großartige Figuren und ein PERFEKT passender Soundtrack geben "Lost Highway" eine einzigartige Traumatmosphäre mit viel Interpretationsspielraum, den ich sicherlich noch des öfteren ansehen werde, zweimal reichen noch nicht aus, um hier komplett durchzusteigen!

Auch wenn dieser Kommentar im Rahmen der "Titanreihe" schon ein Spezialkommentar ist, sei dieser Text hier einem meiner ersten Moviepilotfreunde Jacker gewidmet, der mir David Lynch nahe gebracht hat und mich vor fast einem Jahr zu einem ganz neuen, unbekanntem Spektrum von Filmen führte!

bedenklich? 34 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 13 Antworten

cpt. chaos

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Nachdem ich mich nun regelrecht dazu durchringen musste deinen Kommi zu lesen, da ich den Film nicht sonderlich mag - übrigens sehr gut und vor allem einleuchtend geschrieben -, hat der Streifen nun doch mein Interesse geweckt, den in Kürze nochmals anzusehen. Vielleicht klappt´s ja diesmal...


The Freewheelin Fonda

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Bin gespannt wie der dir dann gefällt, hoffentlich etwas besser ;)
Freue mich, wenn der Kommi dich dazu bringen konnte!


Boogers666

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Bewertung9.0Herausragend

Titanisches Trio Kommentarreihe. Nr. 6

Lasst die Reifen quietschen, dass titanische Trio nimmt euch heute mit auf eine Fahrt, es wird keine erholsame aber hoffentlich eine wegweisende. Die Tachonadel steigt und hinter der nächsten Kurve erblicken wir ein Straßenschild , dass uns heute begleiten wird: “Lost Highway” steht darauf gedruckt, leicht vergilbt aber lesbar. Ich kann euch nicht verraten wo wir hinfahren, aber ich kann euch garantieren, dass wir das Schild nicht zum letzten Mal gesehen haben.

Die Exposition von “Lost Highway” wirkt relativ simpel: Ein Mann und seine Frau werden von einem Fremden mit verstörenden Videos belästigt. Doch aus dieser Anfangssituation entwickelt sich schnell ein Alptraum aus dem es für alle Protagonisten kein Entkommen gibt. Eine Spirale die immer wieder von vorne beginnt und deren Ablauf doch jedes Mal etwas anders ist. Dabei legt Lynch hier im Gegensatz als bei “Mulholland Drive” Wert auf einen stringenten Handlungsverlauf, denn die Komplexität die bei “Mulholland Drive” entsteht, resultiert aus einzelnen, anfangs sinnlos wirkenden, surrealen Sequenzen und hier findet man hingegen einen relativ gewohnten Ablauf der Ereignisse vor. Obwohl Lynch natürlich nicht auf Symbolik verzichtet, so schafft er es dann doch das die Geschichte, die er erzählt, selbst für den nötigen Surrealismus sorgt.
Wer einmal den Lost Highway betritt, der wird ihn nicht wieder verlassen, er führt ins nichts und er kommt aus dem nichts. Er endet nie, er ist verloren. Eine einsame Straße die sich subtil in unserer Unterbewusstsein schleicht und dort den Gedanken pflanzt, dass man eventuell selbst einmal diese Straße betreten bzw. es längst schon getan hat,, wird man dann selbst aus eigener Kraft sie wieder verlassen können? Oder ist man dann selbst ein Opfer des endlosen Highways geworden?
Der Zugang zum Highway ist nicht für jeden zugänglich, es bedarf der bösen Seite im Menschen um ihn zu finden, diese Seite muss nur einen einzigen Versuchen übernehmen auszubrechen und die rationale Seite schweigt und im nächsten Augenblick sieht man sich in einem Auto sitzen, vor einem endloser schwarzer Teer und tanzende Schweinwerfer.
Doch, die endlose Reise bedeutet nicht, dass man nicht träumen darf geschweige denn es nicht kann , denn vielleicht ist ja alles nur ein Traum, wer weiß?

Lynchs “Lost Highway” ist ein Selbstfindungstrip für all seine Protagonisten, denn jeder erkennt, wenn auch nicht offensichtlich, warum er auf diesem Highway fährt. Die Leistungen der Schauspieler verkörpern die Rastlosigkeit und die Verlorenheit dabei schlichtweg perfekt. Auch die Musik die Lynch für diesen Film gewählt hat ist zwar sehr ungewöhnlich aber immer passend, sie spiegelt die innere Zerrissenheit wieder und drückt das aus was die Charaktere nicht sagen, denn sie ermöglicht es, dass in manchen Szenen es keinerlei Worte bedarf, sondern eine wispernde Stimme im Hintergrund genügt um zu zeigen was in den Charakteren vorgeht. So erschafft Lynch wieder einmal einen beinahe perfekten Alptraum aus Sex, Gewalt und mystischen Elementen, der immer mehr verschwimmt sich allerdings am Ende klärt und uns zeigt, dass es kein Entkommen gibt.

Die Straße endet. Hast du es geschafft,? Eine Hütte mitten in der Wüste, ist sie der Schlüssel aus dieser endlosen Spirale? Langsam knarren die Dielen unter deinen Füßen die Tür schwingt auf du blickst in eine Kamera, der Mensch dahinter beobachtet dich. Doch ist er überhaupt ein Mensch? Oder ist er ein Teil von dir? Reflektion durch eine Kameralinse. Der Kollaps, die Hütte zerfällt. Sand wirbelt auf. Reifen quietschen. Du siehst nach vorn, siehst wieder auf die tanzenden Scheinwerfer und weißt, das du zurück bist. Hast du nun Gewissheit?

“Zufälle sind niemals Zufälle”

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jacker

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Am besten: Zwei mal gucken, nach der zweiten Sichtung ganz viel denken, dann ganz viel lesen, dann nochmal gucken und spätestens dann hat der Film einen :)
Zum Kommi: Nice one, Boogers!!


Boogers666

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Merci :)


Martin Oberndorf

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Bewertung9.5Herausragend

Dies ist der mittlerweile... naja, ich höre langsam mal auf zu zählen, jetzt wird's langsam unübersichtlich.
Jedenfalls haben es sich die Titanen erneut zur Aufgabe gemacht, euer Dashboard zu überfluten und eure Augen mit einem Kommentarregen zu erfreuen.
Es wurde sich diesmal auf David Lynchs ungewöhnliches Werk "Lost Highway" geeinigt.
...
Was hab ich davor, danach gedacht? Vor oder da nachgedacht?
Reflexionen unsrer Selbst im spiegelnden Zeitalter der Moderne.
Ein Rätsel, das zu lösen ich nicht ganz im Stande bin. Zerschmettert, zerschellt vezwirbeln sich die Spuren, fernab von Dingen, Zeit(en) und Ort(en).
Ist doch alles jene eigene Interpretationssache.
Eine Sache, die es nicht zur Gänze im wesentlichen Kosmos wiederzufinden vermag.

Das sei nur gesagt, damit ihr ungefähr wisst, was ich gefühlt habe, während ich den Film gesehen habe.
Ich kannte zuvor von David Lynch lediglich das sensible Drama "Der Elefantenmensch" und den Psychothriller "Blue Velvet".
Beide sind in meinen Augen absolute Spitzenklasse.
Nach diesem Werk hier hat David Lynch nun endgültig mein Gehör.
Oder um es in den Worten Quentin Tarantinos zu sagen:
Sie hatten bereits meine Neugier geweckt. Jetzt haben Sie meine Aufmerksamkeit.

"Lost Highway" ist durchzogen von einer düsteren wie brillanten Atmosphäre, die man sogar mit dem Messer durchschneiden könnte. Suspense, nicht wie in einem Horrorfilm oder einem Krimi, man wartet nicht darauf, dass irgendetwas passiert, man sich schockt oder sich etwas aufklärt.
David Lynch hypnotisiert. Man ängstigt sich und hat ein unbehagliches Gefühl.
Da sich der Film über die Grenzen der Realität hinaus bewegt, kann alles passieren.
Es kann grundlos alles passieren.

Aber "Lost Highway" ist keineswegs sinnloses Dahergewurste von abstrusen Szenen, sondern hat durchaus eine Geschichte, die er erzählt, er erzählt sie jedoch auf seine eigene, nur schwer bis garnicht zu verstehende Weise. Und doch ist alles nicht so pseudointelektuell, wie es sich jetzt vielleicht anhört.

In "Lost Highway" geht es um zwei Figuren (oder doch um Eine?), mit zwei Geschichten.
Zum Einen der Gestalkte und später Eingesperrte Fred, zum Anderen der junge Automechaniker Pete.
Die beiden Geschichten ergeben zunächst beide Sinn.
Nacheinander erzählt werden sie - aber spielen sie nacheinander? Sind sie nicht doch EINE Geschichte?
Es ist nicht ganz ersichtlich, wie der Film zeitlich angesiedelt ist.
So spiegeln sich Ereignisse der einen Geschichte in der anderen wieder, obwohl sie offensichtlich noch nicht geschehen sind.
Dann wieder gibt es Szenen, die sich ganz eindeutig selbst wiederlegen. Wenn ihr den Film kennt, werdet ihr wissen, was ich meine.

"Lost Highway" ist super und stilsicher gemacht.
Man hat geniale Schauspieler, und auch die gesamte Regiearbeit ist gelungen. David Lynch zieht den Film nicht als Kunst- oder Experimentalfilm auf.
Nein, er legt Wert auf Atmosphäre, versucht auch, den Zuschauer zu unterhalten, in den Bann zu ziehen.
Man merkt, dass Lynch sein Publikum nicht egal ist. Dass er es schon zum Nachdenken anregen und fordern will, allerdings auch darauf schaut, dass es sich dabei wohlfühlt.
Der Film bietet auch kein übertriebenes Maß an Pseudophilosophie oder überzogene Symbolik? Nein, das ist nicht dieser Film!
Hier und da sind, vor Allem in der Geschichte um Pete auch leichte Parallelen in Machart und Story von Blue Velvet erkennbar.
Trotz des recht ungewöhnlichen und sicher nicht massentauglichen Aufbaus ist der Film sowohl in seinen Einzelszenen sowie auch als Ganzes überaus... wie sag ich's am Besten? Stylish? Catchy?

"Lost Highway" ist definitiv ein Film, bei dem es mir auch Spaß macht, mich damit auseinanderzusetzen.
Ein Film, bei dem ich auch noch das Bedürfnis habe, ihn erneut zu sehen.
Bei Filmen dieser Art ist das nicht immer so, ab und an finde ich sie einfach anstrengend.
Das war hier nicht der Fall.
Nein, "Lost Highway" schaut sich einfach so weg, er zieht in den Bann und kommt nicht so... "überheblich" herüber wie viele Filme mit einer unüblichen Machart.

"Lost Highway" hat mich definitiv überzeugt und macht mir Bock auf mehr von Lynch.
Naja, Mulholland Drive steht noch bei mir zu Hause. Freu mich schon drauf.

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Martin Oberndorf

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Danke sehr!
...hihi war mir gar nicht bewusst :3


jacker

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Ich flüchte immernoch vor der Vorstellung den Film mal zu kommentieren. Denke immer: Beim nächsten Mal :D


Big_Kahuna

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Geht meine Frau fremd? Bin ich ihr nicht Manns genug? Schaffe ich etwas in meinem Leben, wo andere hinauf blicken können? Und auf der anderen Seite: liebt sie mich, trotz dessen ich es ihr jedes mal aufs neue wieder zu einem Erlebnis werden lasse? Meint sie es ernst mit mir? Lost Highway ist ein halluzinatorischer Trip in die Psyche des Menschen, sogar in die Gefühlswelt des Menschen, der nur Beobachter ist, vor dem Fernseher. Gefühle, die Lynch mit seiner Symbolik, mit seinen verstörenden Bildern und mit der vielleicht nur vorerst noch missverständlich zu verstehenden Interaktion seiner Protagonisten, hervorzaubert. Fred, der eifersüchtige, misstrauische, Nichtskönner mit gescheitertem Befreiungsschlag in Form eines selbstzerreißenden Saxophonsolos steht dem jüngeren Pete, dem potenten Autodoktor mit einfühlsamer Sinnlichkeit nicht umsonst so kontrovers gegenüber oder doch? Hinter Lynchs allgegenwärtigen roten Vorhängen seines Schaffens, steht die Antwort auf dieses unlüftbare Geheimnis, der dauerhafte Reiz, seine Filme bis ins letzte Detail ausinterpretieren zu wollen. Ist Alice Reneé? Sind/ist sie die personifizierte Lust oder hat sie auch etwas in sich, dass dem Gefühl "Liebe" ähnlich ist, nach dem sie sich abseits der sexuellen Befriedigung sehnt? Verschwimmen genau an ihrer Stelle, an der Stelle der Intrige Realität und Phantasie/Traum? Ist das gewollt oder ungewollt? Und wer ist dieser mysteriöse Mann ohne Augenbrauen, der scheinbar alles auf den Kopf stellt und mit seiner Kamera eine angsteinflößende Bestimmtheit ausstrahlt, der einen furchterregenden Einfluss auf Fred, Pete und den Zuschauer hat? Dann wäre da noch der tote Dick Laurent, die auf die Spitze getriebene Geilheit eines älteren Mannes, eines älteren Gangsters, der sich das was er will unter den Nagel reißt, ohne auch nur einen Kompromiss einzugehen oder geht er doch einen ein, nebeneinander am Telefon mit Mephisto - Verzeihung - dem Mystery Man? Ist es Zufall, dass der gute Dick dem jungen Pete anfangs fast väterlich die Schulter tätschelt? Oder ist das ganze doch symbiotisch auf unseren Fred zurückzuführen, dem das Erblicken einer solchen Szene, wohl einem tiefen Faustschlag in die Magengrube gleichkäme, der davon offenbar zusammengekauert auf dem harten Betonboden in seinem Gefängnis liegen bleibt. Warum marschiert Fred am Ende - oder doch am Anfang mit dem scheinbaren Mord an seiner Frau (?) - in eine andere Richtung, schlägt sich durchs Unterholz der eigenen, gottgegebenen Barrieren seines Lebens, bricht aus? Ist das das zu Beginn noch vergeblich geblasene, fast teuflisch wirkende Saxophonsolo? Als ob es ihm egal gewesen wäre, wenn der Teufel ihn höchstpersönlich aus der ganzen Scheiße herausholen würde, Hauptsache er kann das alles hinter sich lassen, all diese Zwänge und Pflichten, die ihn in seinem Leben so sehr hemmen, die es scheinbar unerträglich werden lassen, sodass er also auf dem Lost Highway davonfahren kann, weg von all dem, von dem er sich so sehr überdrüssig fühlt. Tut er das nicht auch, auf der Flucht vor der Polizei? Schafft er es, schafft er es nicht oder ist er doch nur gefangen, in einer eigens aufgebauten Traumwelt, die ihn trotz höllischer Kopfschmerzen durch das Tal seiner eigenen Schandtaten geleiten soll, um ihm schlussendlich den unwiderruflichen Tod durch den elektrischen Stuhl zu bringen? Ist ihm seine Eifersucht und sein Kontrollwahn zum Verhängnis geworden, zum bitteren und absolut endlichen Verhängnis? Vielleicht ist genau das der Pakt mit dem Teufel, in dem sich Fred gehörig verzettelt hat und sich beim Spiel mit der Zigarette - Pardon - mit dem Teufel, schlussendlich doch die Finger verbrannt hat. Eins steht fest, der einzige Highway auf dem wohl keiner von uns so ohne weiteres fahren möchte, ist der verlorene, der von Lynch mit Meisterhand geteerte Highway ins illusorische Nichts oder besser noch, in die Realität, in die abgründige Realität, die jedem von uns ob gewollt oder ungewollt inne wohnt.

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Big_Kahuna

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Danke! :) einer meiner absoluten Lieblinge und für mich Lynchs bester


JackoXL

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Für mich auch. :)


mirko.karsch

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Bewertung10.0Herausragend

Für mich der Beste Film von David Lynch, ich habe den Film mindestens 10 mal geschaut!
Tolle Story, wenn auch schwer zu verstehen und zu erklären!
Super Drehbuch, tolle Schauspieler.
Fazit:
Der Film ist definitiv in meiner Top 5 - Allzeit- Filmliste!!!

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Gabster

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Bewertung6.5Ganz gut

Tolle Bilder, interessante Ideen und ein Hammer Soundtrack (Rammstein <3 <3 <3)! Lynch zeigt uns mal wieder die dunkle Seite der menschlichen Seele und der Filmgeschichte.

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JonnyvsSherlock

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Rammstein im Soundtrack?!
Schon alleine ein Grund, dass ich ihn mir endlich mal ansehe;)


Hartigan85

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Genialer Regisseur (David Lynch)
+ Patricia Arquette als bezaubernde und verführerische Hauptdarstellerin
+ Bill Pullman in seiner vielleicht besten Karriererolle als Haupdarsteller Nr. 1
+ Balthazar Getty in seiner ganz sicher besten Karriererolle als Haupdarsteller Nr. 2
+ ein herrlich fies-cholerischer Robert Loggia als Gangsterboss
+ jacker :-)
+ herausragende Dialoge
+ ein faszinierend-komplexes what-the-fuck-Drehbuch
+ ein überragender Soundtrack
+ viel nackte Haut
+ ein Titel, wie er passender nicht sein könnte...
------------------------------------------------------------------------------
= Alptraumhaftes, surreal-verstörendes Meisterwerk

So einfach wie diese Rechnung macht es der Film dem Zuschauer natürlich nicht, dennoch hat er es spielend leicht geschafft, mich umzuhauen. Thumbs up, Mr. Lynch!

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Hartigan85

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Auf deinen Text zu dem Film bin ich sehr, sehr gespannt!


Big_Kahuna

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+ der überragende und gekonnte Einsatz von Stilmitteln

@jacker
Bin ich sehr gespannt drauf, für mich bis jetzt der beste surrealistische Noir-Film, den ich je gesehen hab. Lynch zweifelsohne ein künstlerisches Ausnahmetalent in allen Bereichen. Selbst eigens erstellte Musik von ihm kann man sich anhören. Ein Super-Typ!


Sigrun

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Bewertung7.0Sehenswert

Ich ziehe Carpenters IN THE MOUTH OF MADNESS und Hitchcocks VERTIGO jederzeit vor. Lynch hat sich zwar einigermaßen inspirieren lassen, aber - sorry folks - mehr als der olle Sutter Cane kann er niemals für mich sein ;-)

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Sigrun

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Dann wünsch ich interessante Unterhaltung! Lynch und vor allem LOST HIGHWAY ist von vielen hochgeschätzt, ich kann dam Ganzen nicht so viel abgewinnen. Die sieben Punkte sind auf jeden Fall ein Zeichen, dass ich den Regisseur und einige seiner frühen Werke achte, aber nicht verehre. MULHOLLAND DRIVE und INLAND EMPIRE vervollständigen LOST HIGHWAY übrigens exzellent und sind mE Lynchs Abgesänge auf die Welt des Kinos. Eine Welt, die er am Ende wohl nur noch gehasst hat.


Hartigan85

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"Mulholland Drive" war übrigens auch bei der Bestellung dabei. :) Bin noch am überlegen, mit welchem der beiden Filme ich (wahrscheinlich heute Abend) beginnen werde. Gespannt bin ich jedenfalls sehr...


Wilsooooon!!!

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Lost Highway ist wie die schwarze Kiste in der Filmsammlung, die man nicht öffnen sollte.

Es ist eine Konfrontation mit der Dunkelheit, mit dem geistigen Verderben. Wie ein Sog, der einen in die ständige Ungewissheit zieht und sobald man sich versieht ist man in einer Welt voll undeutbaren Grauenhaftigkeiten gefangen, die man nichtmal erklären kann, da sieh doch so real und alltäglich zu wirken scheint.

Man verirrt sich in eine Straße, die nicht zu enden scheint und bei der man sein Ziel auch nicht erreichen möchte. Es bleibt einem nur die Hoffnung, dass die reale Welt, sollte man sie nach Ende denn überhaupt sofort wieder erreichen, kein Stück so ist wie das Gesehene...

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Apophis

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Die schwarze Kiste ist nun wirklich schon anderweitig vergeben :)


Wilsooooon!!!

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Jetzt bin ich ja mal gespannt welcher es ist :-)....


NotTooOldForThisShit

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Spieltheorie oder doppelte Integrale lösen?! Pfff.. Ich hab Lost Highway gesehen

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Dasprofil

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Bewertung9.0Herausragend

Wie gerne würde ich Worte finden, die beschreiben, was dieser Film in mir ausgelöst hat, aber das ist mir einfach unmöglich. Vielleicht gelingt es mir ja nach der 2., 3. oder 10. Sichtung.

P.S.: ich bin ja eigentlich auch kein großer Fan davon alles tot zu interpretieren, aber ich würde mich sehr freuen, wenn mir ein paar Leute ihre Interpretationsansätze (besonders zum mysteriösen Mann mit der Kamera) nennen könnte, mir reichen auch ein paar kurze, knappe Sätze.

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boogers3

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@vanilla: meinst du Triangle- Die Angst kommt in Wellen oder den von Ringo Lam? Weil wenn du den ersten meinst kann ich nicht verstehn wie du die beiden Filme miteinander vergleichen kannst...

@jacker: Ich hab den Film so verstanden wie du ihn in deiner zweiten Variante erwähnt hast, versteh bloß nicht ganz wie die Elten beim zweiten Segment reingepasst haben... Wahrscheinlich nur für den Sinn schätzt ich mal..:) Aber so oder so ist der Film ein Meisterwerk :p
PS: tolles Profilbild :p


vanilla

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wer hat hier von einem Vergleich gesprochen??


Kartoffelsparten

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Bewertung9.0Herausragend

Lost Highway ist... schwer zu beschrieben, wenn man davor noch keinen Lynch-Film gesehen hat - so wie ich. Ich kann den Film nur weiter empfehlen, sollte mich jedoch jemand fragen worum es geht so könnte ich ihm keine Antwort geben. Es würde mir sogar schwer fallen den Film auch nur zusammenzufassen. Als Zuschauer war mir während des Films nie klar was eigentlich gerade geschieht. Selbst zu beginn, wenn man die mysteriösen Vorfälle noch an der Hand abzählen kann, schafft Lynch durch Kameraführung und Beleuchtung eine Stimmung zu schaffen, die für mich als Zuschauer bereits Fragen aufwirft und den mysteriösen Grundton des Films festlegt. Bis zur Mitte des Films habe ich tatsächlich noch auf eine Auflösung gehofft. Nach dem (SPOILER)Twist am Ende stellten sich mir natürlich viele Fragen über das gerade Gesehene, doch auch die Frage, ob ich überhaupt eine Antwort brauche.

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jacker

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Und direkt ein schickes Profilbild gewählt, das lob ich mir ;)


Raven.13

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Bewertung9.0Herausragend

Das war er also mein erster Lynch .....was ich empfinde ist sowohl Faszination als auch ein bisschen Ekel.Der Film ist wie ein Traum in dem alles aber auch gleichzeitig nichts möglich ist .Er fäng verwirrend an und endet auch so , Fragen werden nicht beantwortet aber das müssen sie auch nicht .Man sollte lieber genießen anstatt nach Antworten zu suchen. Ich werde ihn mir auf jeden Fall noch ein 2. mal ansehen um wieder die Möglichkeit zu haben ein bisschen zu träumen.

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Raven.13

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Was für ein Zufall das ich mir muholland Drive am Mittwoch als DVD gekauft habe :) danke für die Empfehlung.


SKURRIL

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;)


schokone

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Bewertung7.0Sehenswert

Sind es die 90er oder ist der Soundtrack tatsächlich scheiße?

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Hans_Maulwurf

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Bitte? Extrem geiler Soundtrack. Von Rammstein abgsehen.


SKURRIL

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Rammstein passt da wie die Faust aufs Auge!



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