Lost Highway

Lost Highway (1997), US Laufzeit 135 Minuten, FSK 16, Drama, Thriller, Horrorfilm, Kinostart 10.04.1997

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8.0
Kritiker
58 Bewertungen
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7.6
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6590 Bewertungen
178 Kommentare
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von David Lynch, mit Patricia Arquette und Bill Pullman

Der Jazzmusiker Fred Madison und seine Ehefrau Renée fühlen sich durch unheimliche Videoaufzeichnungen bedroht, die nach und nach vor ihrem Haus auftauchen. Die Videos fangen immer gleich an, werden aber von Film zu Film länger. Zuerst sieht man nur Außenaufnahmen ihres Hauses, auf den nächsten Kassetten dringt dann scheinbar jemand durch ein Oberlicht ins Innere des Hauses ein – ohne jedoch dort Spuren eines gewaltsamen Eindringens zu hinterlassen. Auf einer Party trifft der Musiker einen unheimlichen Zeitgenossen, der ihn dazu drängt, bei sich zu Hause anzurufen um mit ihm zu sprechen, da er gerade dort sei. Und tatsächlich ruft er daheim an und telefoniert mit dem Mann, der ihm eigentlich gerade gegenübersteht. Im letzten Video schließlich sieht Fred, der sich diesen Film alleine anschaut, seine Ehefrau blutüberströmt im Bett liegen. Als er sich sofort aufmacht, sie zu suchen, findet er sie tatsächlich blutüberströmt in ihrem Bett vor und er wird im gleichen Moment von der Polizei festgenommen. Fred wird zum Tode verurteilt und ins Gefängnis gesteckt. Als die Wärter am nächsten morgen ihren Rundgang machen, finden sie in der Zelle, in der eigentlich der Mörder sein sollte, den jungen Automechaniker Pete Dayton, der allerdings einen recht verstörten Eindruck macht; von Fred fehlt jede Spur. Die einzige Gemeinsamkeit die die beiden haben, ist die Ähnlichkeit ihrer Frauen/Freundinnen.

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (6) — Film: Lost Highway

Timo K.: Blockbuster Entertainment

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7.0Sehenswert

Verzwickte Möbiusschleifen, falsche Autoritäten, sexuelle Niederlagen, männliche Versagensängste: "Lost Highway" wickelt einen dämonischen Eheabgrund in fleischiges Interieur, in eine Wohnung, die – wie in "Blue Velvet" – einer Gebärmutter ähnelt, die verschlingt und ausspuckt, anzieht und abstößt in einer sinnbetäubenden Rammstein-Hölle, die von Schnappschüssen und Stöhnlauten begrenzt wird. Lynch verortet Goethes "Faust" postmodern, umrandet Figuren zu verloren-erstarrten Gemälden ihrer selbst und zwingt zum Blick in die Vergangenheit unschuldiger Planschbecken und trauernder Gefühle, die nie wieder einholbar scheinen. "Lost Highway" stimuliert im Innersten, weil die Vergänglichkeit der Schönheit irrealer Lust inmitten des Deliriums in Verdammnis lediglich in Zeitlupe begreifbar ist. Patricia Arquette in High Heels dürfte bei aller soziopathischen Komik, die Lynch lakonisch streift, ein Donnerwetter verursachen, und zwar ein stöhnendes.

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Oceanic6: CinemaForever

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9.0Herausragend

Fred Madison: Andy, who is that guy?
Andy: I don't know his name. He's a friend of Dick Laurent's, I think.
Fred Madison: Dick Laurent?
Andy: Yeah, I believe so.
Fred Madison: But Dick Laurent is dead, isn't he?

Höllisch unheimlich, verdammt aufwühlend, albtraumhaft, spannend über die Grenze des Erträglichen hinaus und ein Mensch der verloren ist. Ich weiss gerade nicht was ich sagen soll. Eines aber ist klar, David Lynch hat mich mit seinem wohl am schwersten verdaubarem Film 'Lost Highway' erneut in eine Stimmung gebracht hat, die sonst keiner aufzubauen vermag. Ich habe geschwitzt, ich hatte panische Angst und das ist nur einer Tatsache zu verdanken. 'Lost Highway' erlaubt sich keine Fehler, denn würde Lynch nur an einer Ecke einen Tick falsch agieren, der Film würde nicht mehr wirken. Jede Szene, jede Einstellung ist perfekt einstudiert, dazu bekommt man fantastische Schauspieler und eine beängstigende, hypnotisierende…





21 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 10 Antworten

BigDi

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"Inland Empire" ist noch geiler. ;)


MoeByDays

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Trifft es ziemlich genau!


Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...

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8.0Ausgezeichnet

In vielerlei Hinsicht ist David Lynchs letzte Schaffensphase die Homöopathie des Filmgeschäfts: Es wird viel darüber geredet, es wird oftmals als unbekannte Kunst verkauft, die Anhänger neigen zu einer leicht indoktrinären Art, und in Wirklichkeit ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass es sich schlicht und einfach um schön verpackte Scharlatanerie - cineastitisches Placebo - ohne tieferen Sinn handelt. Doch wie bei den Wunderdoktoren mit Jesuslatschen und weißen Zuckerpillen gilt auch hier: Oftmals reicht einfach der Glaube daran, an etwas Herausragenden, nicht Erklärbaren teilzuhaben, um persönlich vollkommen zufrieden zu sein - wissenschaftliche Interpretation hin oder her.
Womit wir beim springenden Punkt wären: "Lost Highway" ist die filmische Verabschiedung von jeglicher offensichtlichen Linearität und greifbaren Logik im lynch'schen Kosmos, das entgültige Abdriften in den Surrealismus.
Mit jeder weiteren Minute wandelt sich "Lost Highway" von einzelnen Szenerien, zu Momentaufnahmen, zu einer Fahrt durch eine Geisterbahn ohne Licht und gesegnet mit diversen Blackouts. Drastisch ausgedrückt ist "Lost Highway" das Rucksack-Packen für Lynchs cineastisch-egobasierten Amoklauf, welcher sich durch die "Mulholland Drive" zog und in "Inland Empire" mehr als nur einmal mit dem eigenen Suizid im Größenwahn liebäugelt.
Man kann solch einen Trip lieben, man kann so einen Trip hassen - ich entscheide mich für ersteres.

Kritik im Original 26 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

doctorgonzo

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Gar wunderbar...


Flibbo: Wie ist der Film?

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8.0Ausgezeichnet

[...] David Lynch lädt mit „Lost Highway“ in eine eigene Welt. Manche Teile davon könnten die Realität und manche Teile Träume oder Halluzinationen darstellen, jedoch erstreckt sich die surreale Atmosphäre von Anfang bis Ende. Eine starke Bildsprache im Einklang mit einer beklemmenden, fast psychedelischen Tonspur zeichnet das Werk des Regisseurs, Autors und Sound-Designers Lynch aus. Hinzu kommen ein sehr interessanter Soundtrack (Rrrrammstein – eine Karriere beginnt, hell yeah) und eine klug gewählte Besetzung, angeführt von Bill Pullman, dessen bekannter verkniffener Blick die Atmosphäre des Films passend widerspiegelt, Patricia Arquette als geheimnisvolle Femme Fatale und Robert Blake, der mit seinem Mystery Man einen bemerkenswert unheimlichen Charakter schuf. [...]

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Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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10.0Herausragend

[...]Möchte man "Lost Highway" wenigstens ansatzweise erfassen, so scheint es mir essentiell sich gedanklich von den narrativen Grundgerüsten, die einem Film typischerweise zu Grunde liegen, zu trennen und sein Augenmerk auf eine weitaus abstraktere Ebene zu fokussieren. Anders ausgedrückt bedeutetet dies, um mit Lynch zu sprechen, sich an das zu halten, was auf der Leinwand gezeigt wird und sich nicht zwanghaft an dem festuzuklammern, was einem von seinen Sehgewohnheiten innerlich aufoktroyiert wird. In dem Moment, wo dieses geschieht, wird "Lost Highway" zu einem persönlichen Spiegel, zu einen Film der den konventionellen Film in seiner logisch-narrativen Konnotation von Grund auf zerstört, um schlussendlich zu einer Allegorie zu werden, welche den eigentlichen Spielfilm transzendiert, weil Lynch es jedem Einzelnen ermöglicht seine eigenen Schlüsse zu ziehen. In diesem Augenblick gibt es kein "Richtig" und kein "Falsch" mehr, der Film mag sich für den Einzelnen zu einem kohärenten Gesamtbild zusammen fügen, oder eben auch nicht. Der Eine wird aus dem Gesehenen heraus Antworten generieren können, der Andere kann dies vielleicht nicht.[...]

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Kubrick_obscura: CinemaForever

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9.0Herausragend

Ein Film, der einem wirklich Angst macht. Lynchs spannendster Film.

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Kommentare (172) — Film: Lost Highway


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beast667

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich wollte nie eine Kritik zu Lost Highway schreiben. Und dafür gibt es einen banalen Grund: Mein Vorstellungsvermögen. Gewagter Vergleich: Lynch ist für mich wie Led Zeppelin. Beide erschaffen Meisterwerke, wissen bis heute nicht wie Ihnen das gelungen ist und lachen sich insgeheim wohl tot darüber, dass wir interpretieren und diskutieren bis ans Ende aller Tage. Man könnte auch sagen: Es wird munter drauflosgelegt, ohne zu wissen wie es denn eigentlich weitergehen soll. Lynch schafft es also mit einem Film den er selber wohl auch nicht versteht die Zuschauer so in seinen Bann zu ziehen, dass sie sich Jahre lang mit dem Film beschäftigen, ja sogar Abhandlungen dazu schreiben. Mit dem Ziel die Frage zu beantworten: Warum riechen Füsse und laufen Nasen. Darauf gibts wie auch auf Lost Highway keine schlüssige Antwort. Vielleicht sollte man diesen Film einfach ansehen, ohne sich Gedanken zu machen, ohne zu viel interpretieren zu wollen, einfach wirken lassen. Dann funktioniert er perfekt, nur verstehen wird Ihn wohl keiner, selbst Lynch nicht.

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taylortheman

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Extrem guter Vergleich mit Led Zeppilin und Lynch... empfinde ich genauso wie du


TheCineast

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Bewertung9.0Herausragend

- "Ich habe gestern einen ziemlich genialen Film gesehen!"
- "Ja? Welchen denn?"
- "Lost Highway."
- "Und? Worum ging es?"
- "Keine Ahnung!"

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TheCineast

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Vorsicht! "Spoiler-Versuch":

Ein frustrierter Ehemann ("It's okay"-Bett-Szene), der seine -ihn (anscheinend) betrügende- Frau (und (vielleicht) alle dabei Involvierten) tötet, um dann in der "Todeszelle" in eine imaginierte Welt einzutauchen, in welcher er sich seine Frau als ihn begehrend vorstellt (und (vielleicht) erst hier (sprich nur imaginär) alle dabei Involvierten umbringt?) um schlussendlich wieder in die Realität geworfen zu werden (und wieder zurück?).
Und wer ist eigentlich nun wirklich "DICK LAURENT"?
Und was hat dieser -ich nenne ihn mal- lynchiastische augenbrauenlose super Freak nun genau zu bedeuten?

Verdammt! Dies ist ein Film der nach einer Ausarbeitung schreit! Ich bilde mir nun nach kurzer Bedenkzeit -nach der Sichtung- ein, dass es eine Lösung gibt und das jedes Detail absichtlich so arrangiert wurde... Das würde nun bedeuten, jede Szene noch einmal einzeln betrachten zu müssen, Zizek dazu zunehmen und Interpretationen zu lesen... Und das ist einfach das, was für mich einen richtig guten Film dieses Genres (Philosophy-Sexism-Noir-Horror-Thriller) ausmacht!
Vielleicht schafft es "Lost Highway" wie "The Birds" auf Grund der perfekt inszeniert verpackten Message im Nachhinein von einer 8.0 (eine halbe Stunde nach dem Ausmachen des Player bin ich schon bei 9.0) zu einer 10.0 mit <3... Aber dafür will ich doch erst einmal ein bisschen mehr verstanden haben... Oder zumindest meinen, ich hätte es! :)


TheCineast

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danke :)


RedZirkus

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Bewertung9.0Herausragend

Lost Highway ist einer dieser Filme, die einen von Beginn an fesselt. Man möchte mehr über die Charakteren sowie ihre Geheimnisse erfahren und auf einmal versteht man garnichts mehr. Ein Film der nicht durchschaubar ist und bei dem es kein falsch oder richtig gibt. Man sollte sich einfach fallen lassen und nicht viel nachdenken ;)

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EvertonHirsch

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Bewertung7.0Sehenswert

Wie bewerte ich einen Film, den ich nicht wirklich verstehe?

Ich habe Lost Highway jetzt in ziemlich kurzer Zeit zweimal hintereinander gesehen und viele Dinge sind mir erst beim zweiten Mal aufgefallen, die eine Interpretationsmöglichkeit fürs kurze Zeit zulassen würden. Allerdings konnte ich jede Deutungsmöglichkeit auch ziemlich schnell wieder mit anderen früheren oder späteren Szenen des Films widerlegen, so dass ich immer noch zu keiner klaren Lösung für mich gekommen bin. Die wahrscheinlichste ist für mich immer noch, dass der Teil mit Pete teilweise anachronisch gegensätzlich zu dem Teil mit Fred verläuft und auch verschiedene Realitäten miteinander verbindet - wie gesagt, ich finde auch Argumente, die dagegensprechen. Jeder bisherige Interpretationsversucht ist genauso gut/schlecht wie der andere.

Das ist dann für mich auch das Grundproblem des Films. Er bleibt für mich ein Film, den man sehen kann, da sich über ihn wunderbar den Kopf zerbrechen oder mit anderen in endlose, nie endende Diskussionen verfallen lässt - wenn das allerdings die Absicht hinter dem Film wäre, wäre das schlicht genial und würde gerade den Titel imposant unterstreichen.

Eine bessere Bewertung verbietet sich mir aber, da ich auch z. B. einem Comic auf tibetisch, bei welchem ich mich wunderbar an den Bildern und der schönen Schrift erfreuen kann, aber sonst nichts verstehe, keine Höchstwertung geben würde.

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mary84

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anachronisch kommt mir plötzlich so bekannt vor ;)


davidleeuw

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Es ist müßig, auf Lynchs Filme eine absolute Deutung anzuwenden, da sich vieles schlicht der Rationalität oder gar einem filmisch-stringentem Ablauf verweigert. Viele Szenen sind laut Lynch direkt aus Träumen genommen und dienen in erster Linie wohl mehr einer emotionalen Verstärkung der Stimmung im Film oder sind so abstrakt/personengebunden zu verstehen, dass sie nicht verstanden werden wollen und sollen. Ob nun bei Lost Highway, Mulholland Drive oder Inland Empire...so richtig zu erfassen sind diese Filme wohl alle nicht. Ein Grund, weshalb es auch so viele Foren gibt, in denen sich rege über etwaige Intentionen und Motive ausgetauscht und fast schon konspiriert wird.


Anton Chigurh

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

This magic moment
So different and so new
Was like any other
Until I met you
And then it happened...

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Thanatos1

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Bewertung6.5Ganz gut

So, ich bin jetzt ganz ehrlich und ich schäme mich für nichts: Ich verstehs nicht, ja, ich verstehe den Film nicht.
Ich habe Interpretationen gelesen und komme zu dem schluss das es andere auch nicht verstehen.
Der Film ist deshalb nicht schlecht, er kann ganz besonders mit einigen schönen Bildern und damit das er einem nicht Langweilig wird, vorallem weil man die ganze Zeit über versucht den Film zu verstehen und auf eine Auflösung am Ende hofft.
Die kommt aber nicht und ich bin mir nicht sicher ob es überhaubt möglich ist den Film zu verstehen.

Ich gebe dem Film 6.5 Punkte, warscheinlich wären es mehr aber ich verstehs eben nicht.

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Thanatos1

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"Der Film ist deshalb nicht schlecht, er kann ganz besonders mit einigen schönen Bildern und damit das er einem nicht Langweilig wird, vorallem weil man die ganze Zeit über versucht den Film zu verstehen und auf eine Auflösung am Ende hofft." hier sollte noch ein "Punkten" ans Ende ^^


sam_ace_rothstein

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Bewertung9.5Herausragend

WTF? Was habe ich da nur für einen kranken Scheiss gesehen? So oder so ähnlich fallen die Reaktionen aus, wenn man zum ersten mal Lost Highway sieht. Der Film ist Mindfuck pur und verlangt sehr viel von seinem Zuschauer. Zum Ende hin werden viele offenen Fragen geklärt, aber verstehen tut man Lost Highway deswegen noch lange nicht, ich musste erst mal ein paar Eindrücke verarbeiten bevor ich wieder klar denken konnte.

Die Bilder von Lost Highway gehören zu den Eindringlichsten die ich je gesehen habe. Jede Filmische Einstellung ist genial. Der Film ist durchgehend spannend und an vielen Stellen richtig gruselig, sicher nichts für schwache Nerven.

Wer sich auf Lost Highway einlässt, kriegt eine wilde Achterbahnfahrt, die man ganz sicher nicht so schnell vergessen wird. Typisch Lynch halt.

Seit ich diesen Film gesehen habe kann ich dichtes auffahren nicht mehr akzeptieren, aber da bin ich sicher nicht der einzige...

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Altai

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Bewertung6.0Ganz gut

Typischer Lynchfilm bei dem ich wieder einmal die hälfte des Films nicht gecheckt habe! Naja wenigstens passt der Song "I'm Deranged" von Bowie ziemlich gut zum Film.

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Dom92

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Bei einem Lynch geht es nicht darum etwas zu "checken", es geht darum etwas zu fühlen. Wer eine klare und logische Handlung will, ist bei Lynch's Filmen definitiv verkehrt. Schließlich ist Lynch ein Meister der Surrealität.


Altai

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Ja da magst du durchaus recht haben aber ein Film braucht schon eine gewiße Logik die man bei diesem Film jedoch vergebens sucht.


philipp.endres.18

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Bewertung9.0Herausragend

Ich liebe Lynch. Ich liebe ihn einfach!

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Wall

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Wahnsinn, was David Lynch in diesem Film für eine Atmosphäre erzeugt, das ist einzigartig. Über bildgewaltige, teils sehr schnell geschnittene und visuell entfremdete Szenen und durch einen düsteren, verstörenden Soundtrack (u.A. lassen Marilyn Manson und Rammstein grüßen) wird dichtere Spannung und mehr psychischer Horror erzeugt, als in so manchem Horrorfilm. Genial ist, wie Lynch den Zuschauer den ganzen Film über im dunklen lässt. Bis zum Ende weiß man eigentlich gar nicht so richtig was los ist und auch danach ist man nicht wirklich schlauer...

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SKURRIL

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Mein fünf Jahre jüngerer Bruder und ich schauten vor rund einer Dekade gerne die Asterix-Zeichentrick-Filme auf Sat 1. Da wir meistens nicht bis zum Ende aufbleiben durften, nahmen wir eines Abends die Sendung und das darauf folgende (VHS sei Dank!) auf. Am nächsten Tag spulte ich zurück, ohne auf die Stop-Taste gedrückt zu haben und dann war es geschehen: Düstere, äußerst dunkle Aufnahmen; plötzlich ein furchteinflössendes Gesicht, das mich nächtelang nicht schlafen lassen würde; Sex in der Wüste; ein brennendes Haus; eine Explosion, die vorwärts abläuft, obwohl ich zurückspule - halt Stop! Die Frage: Was war das? Mein erster Kontakt mit Genius David Lynch, und das gerade mal mit vielleicht zehn-zwölf Jahren! Ich bekam ein sehr eigenartiges Gefühl, während ich gleichzeitig überprüfte, ob ich wirklich allein im Wohnzimmer war und schwitzend (an-)gespannt, ja fast schon paranoid, die Szenen noch einmal abspielte. Ich hatte Angst, erwischt zu werden, dachte ich würde etwas verbotenes treiben und wie das nunmal in solch einem prepubertären Alter ist, hat man ein gewissen Drang, genau diese extremen Situationen auszuleben. Da sah ich nun einiges, was meine Augen fesselte und natürlich kam mein Bruder direkt bei einer sandigen Nacktstelle ins Zimmer gerannt, was mich aber zugegebenermaßen kaum interessierte, weil mich eine Mischung aus Angst und Faszination ergriffen hatte. Wie es kommen musste, traf meine Mutter kurze Zeit später ein, schimpfte mich, was ich mir denn da anschauen, meinem Bruder zeigen würde und machte den Fernseher aus. Das alles löste in mir eine bis heute andauernde Assoziation mit „Lost Highway“ aus, und nachdem ich erst einmal zu viel Angst vor dem Gesehenem bekommen hatte, verführte mich die Faszination in darauf folgender Zeit ein paar Mal dazu, diese für mich damals absolut verstörenden Bilder erneut zu begutachten, schaffte es aber weder von Vorne zu beginnen, noch dauerhaft zuzusehen. Eigentlich ist es im Film selbst genauso: Wann beginnt „Lost Highway“? Beginnt er überhaupt? Beginnt das Ende am Anfang? Lynch erschafft eine Welt verschwimmender Grenzen. Phantasmen treffen auf Metamorphosen, Schatten auf roten Abgrund. Paradox geleitet er uns durch eine bedrückende Höllenfahrt, wir werden Zeugen vom ergreifenden Erzeugen. Mystery trifft auf Horror und kreiert genau das, was mich schon als kleiner Junge nicht wegsehen ließ: Eine ungeheure böse Kraft an faszinierenden Elementen lädt wie der Teufel per se ein, und zur gleichen Zeit entsteht ein beängstigenderer, immenser Druck der absoluten Ungewissheit, der wiederum zum bedingungslosen Weiterschauen befiehlt. Das klingt danach, als entstünde ein Art Zwang, aber nein, es ist Faszination. Ein paar Jahre danach - ich hatte „Lost Highway“ im Hinterkopf behalten, ihn jedoch aus besagter Angst nie ganz angesehen - bemerkte ich beim Durchschauen des DVD-Schranks von meinem Vater ein bekanntes Gesicht auf dem Frontcover: Das hämische Grinsen dieses Mannes ohne Augenbrauen. Sofort schossen mir die Erinnerungen durch den Kopf und ich dachte mir: „Das kann doch jetzt nicht wirklich sein?“ Diese Frage ist zudem durchaus legitim, nachdem man mit offenem, sabbernden Mund, fast schon dement vor dem Fernseher sitzt und der Film gerade zu Ende ging. Ich hatte das Werk eher in der Kategorie Porno abgespeichert, Porno in Kombination mit Horror. „Wieso hat mein Vater diesen Film???“ wunderte ich mich, beschloss meine Angst zu überwinden und die verlorene, schier endlose Straße zu erkunden. Als ob Lynch es selbst nur für mich inszeniert hätte, betrat etwa zur selben Stelle wie damals auch wieder jemand das Wohnzimmer. Doch dieses mal war es mein Vater und schaute von da an mit. Ich schwitzte, meine Angst stieg kohärent mit Lynchs genialer Evokation totaler Verwirrung, mir war unwohl und wohl zugleich, lauschte erfreut Badalamentis, Bowies, Reznors, Rammsteins und Mansons wahnsinnigen Soundtrackbeiträgen, versteckte mich in den dominierenden Schatten, wurde daher als ergiebiges Opfer von der Intensität audiovisueller Unübertrefflichkeit problemlos verschlungen, wollte nur noch wissen, was passieren würde, wollte wissen und verstehen, was ich da gerade sah, um mich letztendlich vollkommen überfordert und sabbernd zu fragen: „Das kann doch jetzt nicht wirklich sein?“

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Atheisst

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Echt toll geschrieben!


SKURRIL

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Danke :)


Matthias.hhn

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Bewertung9.5Herausragend

Verzeiht mir den Ausdruck, aber: Fuck. Ich bin sprachlos, ratlos und weiß nicht wohin mit meinen Gedanken, nachdem ich "Lost Highway" gesehen habe. Mein (bisher) absolutes Highlight von Lynch.
Worum geht es hier eigentlich? Thematisch, nicht handlungstechnisch. Die Flucht vor sich selber, die Angst vor sich selber? Identitätskrise? Bricht man nur durch Brutalität aus dem Kreis der Selbstdetermination aus? Wohin führt uns dieser Weg?

Ein Spiel, dass verstörend beginnt, verstörend weitergeht und verstörend endet. Eigentlich bleiben (wie bei Lynch, hab ich das Gefühl, üblich) mehr Fragen übrig als beantwortet werden, nein als eigentlich gefragt werden.

Das Einzige wobei ich mir absolut sicher bin ist, dass es mitreißend ist, es bannt einen vor der Mattscheibe und lässt nicht mehr los. Auch nicht nach dem Film.

Ein höllischer Ritt eines Films.

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A-Wax

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Bewertung9.0Herausragend

Abgefahrener Psychostreifen vom ultimativen Großmeister des Mindfucks.

"Lost Highway" war mein dritter Lynch (davor "Wild at Heart" und "Mulholland Drive") und ich erwartete natürlich wieder mal vollkommen verwirrt und geflasht zurückzubleiben. Meine Erwartungen wurden diesmal sogar noch übertroffen. Wie üblich nach Filmen von David Lynch suchte ich im Internet nach möglichen Interpretationen, allerdings gibt es meines Erachtens für "Lost Highway" keine so schlüssige wie z.B. bei "Mulholland Drive".

Das was der Meister uns hier vorsetzt ist ganz großes Mindfuck-Kino vom allerfeinsten. Die Story verstöhrend, die Inszenierung ein einziges Brett, sowohl von der musikalischen Untermalung als auch von den krassen Bildern die den Zuschauer auf einen wahren Höllentrip schicken.

Filme von David Lynch sind bizarr, krank und meines Erachtens ganz bewusst nicht zu durchschauen. Sie sind aber auch immer wieder ein Erlebnis für die Sinne und lassen einen ganz lange nicht mehr los. Ich persönlich muss auch in der passenden Stimmung für einen Lynch sein, aber wenn das der Fall ist, dann ist es wahrlich ein Fest.

Meines Erachtens ist "Mulholland Drive" noch einen Tick genialer, aber auch mit "Lost Highway" erschuf David Lynch einen verdammt starken Film. Großartig!!

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chmul_cr0n

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Bewertung6.5Ganz gut

geil, wie die Musik eingesetzt wird

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Boo^

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Bewertung0.0Hassfilm

Wie heißt es doch so schön? "Das Gegenteil von Liebe ist nicht etwa Hass sondern Gleichgültigkeit."
Ähnliches gilt auch hier. Nüchtern betrachtet würde ich eigentlich um die 7 Punkte vergeben und sogar so weit gehen, zu behaupten, dass der Mystery Man einer der grandiosesten Charaktere ist, die es je gab, aber in Anbetracht dessen, dass sich beim bloßen Gedanken an diesen Film meine Zehennägel beginnen aufzurollen, muss ich meiner Subjektivität freien Lauf lassen.
Lost Highway ist mitnichten ein schlechter Film, er ist einfach nichts für mich.

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hadarak

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kann ich nur beipflichten


Frank_White

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Klassischer Boo^.


1000Mindhunter

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

"Lost Highway" ist und bleibt mein liebster Lynch.
Lynchs Film teilt sich grob in drei Teile, im ersten bekommt man ein packendes und mysteriöses Ehedrama zu sehen, im zweiten eine simple Liebesgeschichte, dabei versteckt sich doch so viel mehr hinter dem ganzen als man denkt, im dritten und letzten Teil überschneiden alle drei Fragmente mitteinander und werden dabei nochmals um einiges verkompliziert.
Dabei entdeckt man noch so viel mehr Hinweise und Verbindungen beim mehrmaligen anschauen, schlussendlich ist "Lost Highway" ein fieses und hinterhältiges Meisterwerk, dass jeder Lynch Fan geshen haben sollte.
Die Schauspieler sind allesamt grandios, vom Ruhigen Bill Pullman bis zum einflussreichen Gangster Robert Loggia. Vorallem Patricia Arquette konnte mich mit ihrer verwirrenden Art in ihren Bann ziehen.
Die Effekte sind ebenfalls gelungen, wie auch die abnormal verstörende Atmosphäre.
Lynch lässt auf den Zuschauer ein riesiges Gewitter voller Emotionen, Spannung und genialität nieder prasseln.
Manche Sagen lynchs Filme sind Filme bei denen man sich nichts überlegen sollte, ohne Bedeutung und hintersinn, da bin ich aber ganz andere Meinung, ich werde warscheinlich niemals diesen Film zu hundert Prozent deuten können, aber trotzdem werde ich immer faszinierter und begeisterter, je mehr ich den Film schaue.
Lynch ist mit Sicherheit ein vielsichtiger Mann, der sich bei seinen Filmen etwas überlegt und durchdacht hat.
Fakt ist, Lynchs Film ist ein krankes, verstörendes und zugleich and manchen Stellen unterhaltsames Meisterwerk voller Spannung und effekten.
Ich persönlich finde alles an "Lost Highway" einfach nur atemberaubend, vom unheimlichen Weissen mann, über das unheimliche Haus von Madison und Wakefield, Bis zur schwarzen Spinne an der Wand :D

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Jek-Hyde

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Bewertung10.0Herausragend

Lost Highway ist mein erster Lynch und nach meinen bisherigen Einschätzungen sein bester Film (vermutlich auch weiterhin, da Lynch lieber in Sekten das Fliegen lernt, anstatt Filme zu drehen). Lost Highway ist irrsinnig vielschichtig.
SPOILER
Ich schneide ihn gern in drei Teile.
Der erste teil ist erschreckend ruhig und durch die bedrückende Atmosphäre entsteht eine gewisse Furcht, obwohl nichts wirklich Furchterregendes passiert.
Der zweite Teil geht nach der Verwandlung los und so bald man die hinter sich hat fragt man sich spätestens: „WTF?“ die Geschichte drehte sich um 180° und wird plötzlich zu einer beginnenden Romanze.
Schließlich das Dritte Fragment, mein liebstes von allen dreien. Ein Mord, es wird geklaut, es wird sich erneut verwandelt, Marilyn Manson spielt in Pornos mir, es gibt Sex, es gibt noch mehr verwirrende Szenen und der Film endet, wo er beginnt.
All dass und noch vieles mehr macht Lost Highway zu meinen Lieblings Lynch, den ständig entdecke ich neuen Irrsinn darin, 10 Punkte, einfach toll!

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Wednesday90

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Bewertung9.0Herausragend

David Lynch Werkschau Part VIII.
Wo ist hier Oben und Unten? Anfang und Ende? Auf diesem Highway verliert man schnell die Kontrolle und lässt sich einfach mitreißen auf dieser Fahrt, die wie in einer Endlosschleife den Anfang, die Mitte und das Ende ineinander verwebt und untrennbar macht.
Man sollte nicht zwangsweise versuchen, die Handlung zu erfassen, man kann seine Gedanken ruhig abschweifen lassen und jede einzelne Szene auf sich wirken lassen. Jede Sequenz ist hier ein kleines Kunstwerk für sich. Am Ende kann man dann für sich die Teile zusammensetzen und bei jeder neuen Fahrt auf dem Highway wird dieses Puzzle ein kleines Stück vervollständigt und man kann wieder neue Teile hinzufügen.
Dies ist für die meisten Lynch Filme der richtige Weg, wer beharrlich versucht der Handlung zu folgen bzw. sie zu verstehen, der verliert das Auge für die Kunst. Lost Highway ist eines von Lynchs imposantesten Werken, so komplex und vielschichtig, dass dieses Werk immer frisch bleibt, da es einem immer wieder Neues offenbart.

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ukrainer

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Bewertung7.0Sehenswert

Wollte mal hinzufügen, dass ich diesen Film für ein Kunstwerk halte. Es wird viel Raum für Interpretation gelassen und zwingt nahezu die Lücken selbst aufzufüllen. Denke dieser Film wird mit jeder Sichtung ein Stück leichter verdaulich. Wenn die Grundthematiken von Lynch mal begriffen wurden, steht einem intelligenten Erlebnis nichts mehr im Wege.
Kann es absolut nachvollziehen, dass einige Leute hier die bösesten Bewertungen und Kommentare hinterlassen. Denen fehlt das Hintergrundwissen, welches für Lost Highway notwendig ist und der Film wird wohl auch zu oberflächlich wahrgenommen (wie ein Durchschnitts-Hollywoodstreifen). Es muss sich wohl das Auge für Lynch-Filme vorerst antrainiert werden, bevor der Zuschauer solch ein Werk als Unterhaltung wahrnehmen kann. Denn auch Lost Highway ist mehr der Auslöser für einen Film, der sich überwiegend im Kopf des Betrachters abspielt.
Riesen Respekt an Lynch dafür, dass er sich getraut hat einen Film ohne dem Hollywoodschema XY zu folgen, anzufertigen, welche dem Zuschauer typischerweise alles bis ins kleinste Detail erklärt und näherbringt. Wodurch natürlich klar ist, dass so ein Film niemals ein Massenpublikum ansprechen wird.

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albaniax

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Bewertung10.0Herausragend

Definitiv ein neuer 10er!

Lynch ist einfach ein verdammt intelligenter Typ. 'nuff said.

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