Lost Highway
Lost Highway (1997), US Laufzeit 135 Minuten, FSK 16, Thriller, Drama, Kinostart 10.04.1997
51 Bewertungen
Skala 0 bis 10
5387 Bewertungen
140 Kommentare
Keine
von David Lynch, mit Patricia Arquette und Bill Pullman
Der Jazzmusiker Fred Madison und seine Ehefrau Renée fühlen sich durch unheimliche Videoaufzeichnungen bedroht, die nach und nach vor ihrem Haus auftauchen. Die Videos fangen immer gleich an, werden aber von Film zu Film länger. Zuerst sieht man nur Außenaufnahmen ihres Hauses, auf den nächsten Kassetten dringt dann scheinbar jemand durch ein Oberlicht ins Innere des Hauses ein – ohne jedoch dort Spuren eines gewaltsamen Eindringens zu hinterlassen. Auf einer Party trifft der Musiker einen unheimlichen Zeitgenossen, der ihn dazu drängt, bei sich zu Hause anzurufen um mit ihm zu sprechen, da er gerade dort sei. Und tatsächlich ruft er daheim an und telefoniert mit dem Mann, der ihm eigentlich gerade gegenübersteht. Im letzten Video schließlich sieht Fred, der sich diesen Film alleine anschaut, seine Ehefrau blutüberströmt im Bett liegen. Als er sich sofort aufmacht, sie zu suchen, findet er sie tatsächlich blutüberströmt in ihrem Bett vor und er wird im gleichen Moment von der Polizei festgenommen. Fred wird zum Tode verurteilt und ins Gefängnis gesteckt. Als die Wärter am nächsten morgen ihren Rundgang machen, finden sie in der Zelle, in der eigentlich der Mörder sein sollte, den jungen Automechaniker Pete Dayton, der allerdings einen recht verstörten Eindruck macht; von Fred fehlt jede Spur. Die einzige Gemeinsamkeit die die beiden haben, ist die Ähnlichkeit ihrer Frauen/Freundinnen.
Mehr Bilder (11) und Videos (3) zu Lost Highway
Cast & Crew
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David Lynch
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Patricia Arquette
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Alice Wakefield
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Bill Pullman
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Fred Madison
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Balthazar Getty
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Pete Dayton
-
Robert Blake
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) der geheimnisvolle Mann
-
Natasha Gregson Wagner
-
Richard Pryor
Regie
Schauspieler
-
Lucy Butler
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Candace Dayton
-
Michael Massee
-
Mink Stole
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Forewoman
-
Jack Nance
-
Leonard Termo
-
Jack Kehler
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Wächter Johnny Mack
-
Henry Rollins
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Wächter Henry
-
Giovanni Ribisi
-
Scott Coffey
-
Gene Ross
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Warden Clements
-
Gary Busey
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Bill Dayton
-
Robert Loggia
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mr. Eddy
-
Louis Eppolito
-
David Lynch
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mann im Leichenschauhaus
-
Marilyn Manson
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Pornostar
-
Heather Stephens
-
Jennifer Syme
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Junkie Girl
-
Lisa Boyle
-
David Lynch
-
Barry Gifford
- Genre
- Psychothriller, Psychodrama, Mysterythriller, Ehedrama
- Zeit
- Gegenwart
- Ort
- Gefängnis, Gefängnis, Vereinigte Staaten von Amerika
- Handlung
- Affäre, Alptraum, Auftritt, Autobahn, Automechaniker, Autounfall, Blutrausch, Bühnenauftritt, Bühnenshow, Cadillac, Doppelgänger, Doppelte Identität, Eifersucht, Erotik, Freiheitsentzug, Gangster, Gangsterboss, Gedächtnis, Gefängnis, Gefängnis, Gefängniszelle, Geliebte, Gewalttätiger Ehemann, Gut und Böse, Halluzination, Haus, Hütte, Identitätskrise, Impotenz, Jazz Club, Jazzmusiker, Kopfschmerzen, Kultfilm, Leiche, Liebe, Liebespaar, Liebeswirren, Mord, Mord an Ehefrau, Mordanklage, Motel, Musik, Musiker, Musikliebhaber, Mörder, Paranoia, Polizei, Pornographie, Sadist, Saxophon, Schizophrenie, Schlafzimmer, Schlägerei, Sex, Sexuelle Begierde, Sexuelle Frustration, Sterben und Tod, Suche nach Mörder, Surreal, Teufelskreis, Transformation, Verbrechen, Verdacht, Verfolgungswahn, Verlieben, Verlust, Verlust der Ehefrau, Verlust einer geliebten Person, Videokassette, Wahnsinn, Wohnungseinbruch, Wunschtraum
- Stimmung
- Eigenwillig, Geistreich, Spannend, Verstörend
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Lost Highway
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Mulholland Drive
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Kritiken (4) — Film: Lost Highway
Oceanic6: CinemaForever
Kommentar löschenFred Madison: Andy, who is that guy?
Andy: I don't know his name. He's a friend of Dick Laurent's, I think.
Fred Madison: Dick Laurent?
Andy: Yeah, I believe so.
Fred Madison: But Dick Laurent is dead, isn't he?
Höllisch unheimlich, verdammt aufwühlend, albtraumhaft, spannend über die Grenze des Erträglichen hinaus und ein Mensch der verloren ist. Ich weiss gerade nicht was ich sagen soll. Eines aber ist klar, David Lynch hat mich mit seinem wohl am schwersten verdaubarem Film 'Lost Highway' erneut in eine Stimmung gebracht hat, die sonst keiner aufzubauen vermag. Ich habe geschwitzt, ich hatte panische Angst und das ist nur einer Tatsache zu verdanken. 'Lost Highway' erlaubt sich keine Fehler, denn würde Lynch nur an einer Ecke einen Tick falsch agieren, der Film würde nicht mehr wirken. Jede Szene, jede Einstellung ist perfekt einstudiert, dazu bekommt man fantastische Schauspieler und eine beängstigende, hypnotisierende Soundtrack-Auswahl geboten…
/p>19 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 10 Antworten
hoffman587 2011/05/07 20:56:53
Antwort löschenAlso erstmal toller Kommentar und dann wollte ich dich fragen, wie viele Lynchs du schon kennst?
Oceanic6 2011/05/07 21:00:24
Antwort löschenDanke euch beiden!
@hoffman587: Bisher habe ich noch Mulholland Drive, Wild at Heart und Blue Velvet gesehen. ;)
hoffman587 2011/05/07 21:05:00
Antwort löschenOceanic6: Schön Blue Velvet steht bei mir hoch im Kurs, hast dir schon "Der Elefantenmensch" vorgemerkt, den finde auch sehr brillant, außerdem würde ich dir empfehlen dir "Der Wüstenplanet" von Lynch zu lassen, der ist sehr lang und unglaubich langweilig.
der cineast 2011/05/07 21:05:16
Antwort löschenWill ich sehen.
facepalm 2011/05/07 21:07:43
Antwort löschenDoppelt vorgemerkt, schöner Kommentar. Klingt nach nem außergewöhnlichen Film, sowas brauch ich mal wieder :)
JohnnyKee 2011/05/07 21:22:15
Antwort löschenSehr, sehr genialer Kommi. Und in solch einer kurzen Zeit.
Ich bin begeistert :D
Oceanic6 2011/05/07 21:26:54
Antwort löschen@facepalm und JohnnyKee: Danke! ;)
Le Samourai 2011/05/07 22:50:09
Antwort löschenyesssss!!!
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BigDi 2011/05/08 19:23:32
Antwort löschen"Inland Empire" ist noch geiler. ;)
MoeByDays 2011/05/13 14:39:49
Antwort löschenTrifft es ziemlich genau!
Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...
Kommentar löschenIn vielerlei Hinsicht ist David Lynchs letzte Schaffensphase die Homöopathie des Filmgeschäfts: Es wird viel darüber geredet, es wird oftmals als unbekannte Kunst verkauft, die Anhänger neigen zu einer leicht indoktrinären Art, und in Wirklichkeit ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass es sich schlicht und einfach um schön verpackte Scharlatanerie - cineastitisches Placebo - ohne tieferen Sinn handelt. Doch wie bei den Wunderdoktoren mit Jesuslatschen und weißen Zuckerpillen gilt auch hier: Oftmals reicht einfach der Glaube daran, an etwas Herausragenden, nicht Erklärbaren teilzuhaben, um persönlich vollkommen zufrieden zu sein - wissenschaftliche Interpretation hin oder her.
Womit wir beim springenden Punkt wären: "Lost Highway" ist die filmische Verabschiedung von jeglicher offensichtlichen Linearität und greifbaren Logik im lynch'schen Kosmos, das entgültige Abdriften in den Surrealismus.
Mit jeder weiteren Minute wandelt sich "Lost Highway" von einzelnen Szenerien, zu Momentaufnahmen, zu einer Fahrt durch eine Geisterbahn ohne Licht und gesegnet mit diversen Blackouts. Drastisch ausgedrückt ist "Lost Highway" das Rucksack-Packen für Lynchs cineastisch-egobasierten Amoklauf, welcher sich durch die "Mulholland Drive" zog und in "Inland Empire" mehr als nur einmal mit dem eigenen Suizid im Größenwahn liebäugelt.
Man kann solch einen Trip lieben, man kann so einen Trip hassen - ich entscheide mich für ersteres.
Kritik im Original 28 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
doctorgonzo 2010/09/09 13:15:30
Antwort löschenGar wunderbar...
willy50 2011/02/14 15:29:41
Antwort löschen...und diese Globuli schluck ich gerne !
Flibbo: wieistderfilm.de
Kommentar löschen[...] David Lynch lädt mit „Lost Highway“ in eine eigene Welt. Manche Teile davon könnten die Realität und manche Teile Träume oder Halluzinationen darstellen, jedoch erstreckt sich die surreale Atmosphäre von Anfang bis Ende. Eine starke Bildsprache im Einklang mit einer beklemmenden, fast psychedelischen Tonspur zeichnet das Werk des Regisseurs, Autors und Sound-Designers Lynch aus. Hinzu kommen ein sehr interessanter Soundtrack (Rrrrammstein – eine Karriere beginnt, hell yeah) und eine klug gewählte Besetzung, angeführt von Bill Pullman, dessen bekannter verkniffener Blick die Atmosphäre des Films passend widerspiegelt, Patricia Arquette als geheimnisvolle Femme Fatale und Robert Blake, der mit seinem Mystery Man einen bemerkenswert unheimlichen Charakter schuf. [...]
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Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...
Kommentar löschen[...]Möchte man "Lost Highway" wenigstens ansatzweise erfassen, so scheint es mir essentiell sich gedanklich von den narrativen Grundgerüsten, die einem Film typischerweise zu Grunde liegen, zu trennen und sein Augenmerk auf eine weitaus abstraktere Ebene zu fokussieren. Anders ausgedrückt bedeutetet dies, um mit Lynch zu sprechen, sich an das zu halten, was auf der Leinwand gezeigt wird und sich nicht zwanghaft an dem festuzuklammern, was einem von seinen Sehgewohnheiten innerlich aufoktroyiert wird. In dem Moment, wo dieses geschieht, wird "Lost Highway" zu einem persönlichen Spiegel, zu einen Film der den konventionellen Film in seiner logisch-narrativen Konnotation von Grund auf zerstört, um schlussendlich zu einer Allegorie zu werden, welche den eigentlichen Spielfilm transzendiert, weil Lynch es jedem Einzelnen ermöglicht seine eigenen Schlüsse zu ziehen. In diesem Augenblick gibt es kein "Richtig" und kein "Falsch" mehr, der Film mag sich für den Einzelnen zu einem kohärenten Gesamtbild zusammen fügen, oder eben auch nicht. Der Eine wird aus dem Gesehenen heraus Antworten generieren können, der Andere kann dies vielleicht nicht.[...]
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Kommentare (136) — Film: Lost Highway
Kommentar schreibencedco 2012/05/30 00:44:28
Kommentar löschenDen Film im Großen und Ganzen fand ich doch rech interessant. Trotzdem werde ich wohl kein großer Lynch-Fan werden, da mir doch etwas zu viel Spielraum in der Interpretation gelassen wird. Ist ja in Ordnung, dass man bei einem Film etwas grübeln muss, aber wenn ich mir hier so die Kommentare durchlese mit Aussagen wie "Du musst den Film 6 mal sehen um ihn zu verstehen", ist das meiner Meinung nach übertrieben. Ich hab mir am Ende meine Geschichte zusammengestrickt und fertig. Der Mystery Man hat mir übrigens sehr gut gefallen und wohl auch viel dazu beigetragen, dass ich den Film nicht mit 5 bewerte. Vielleicht werde ich mir doch noch 1-2 Lynch-Filme gönnen, um mir eine endgültige Meinung zu bilden. Bin aber noch unschlüssig, welche es werden sollen. Mir brennt ja „Mulholland Drive“ unter den Fingernägeln, vielleicht sollte ich zunächst aber doch lieber einen anderen sehen?
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N. Hornblower 2012/05/30 11:40:53
Antwort löschen"Der Elefantenmensch", "Dune - Der Wüstenplanet" und "The Straight Story" sind weniger "auslegungsbedürftig".
Schwabilicious 2012/05/29 00:37:40
Kommentar löschenMein erster Lynch-Film. Wenn man nach Filmen von ihm fragt, à la: "Und- wie ist der so?" Bekommt man meist zu hören: "Puh, äh, tja...schwer zu sagen- schau ihn dir einfach mal an." Gesagt getan. Und kein Stück schlauer als vorher.
Wie bewertet man einen solchen Streifen nun? Ein Vorredner schrieb: Einfach 5/10, da sowohl 0 als auch 10 absolut gerechtfertigt wären. Dem kann ich mich nur anschliessen, nur das ein glatter "10er" nie draus werden wird. Denn zu einem meiner Lieblingsfilme wird sich dieser Film niemals aufschwingen.
Ich hatte nach dem Film das Gefühl, dass er gar nicht verstanden werden will, wobei ich mir nicht sicher war ob ich nicht doch schlicht zu beschränkt bin um ihn bei der ersten Sichtung zu verstehen. Der Kommentar Lynchs, dass dieser Film keiner Interpretation bedürfe und man ihn einfach in seiner Bildgewalt wirken lassen sollte, bestätigt mich allerdings.
Handwerklich sicher eine Meisterleistung, insbesondere die Soundgestaltung ist atemberaubend gelungen. Die totale Reduktion im ersten Drittel des Films hat mich fast vom Sessel gehauen. Der Film wirkte wie ein Eispickel, den man an einer Scheibe ansetzt und langsam und genüsslich von links nach rechts zieht. Nichts für schwache Nerven. Hinzu wirkungsvolles Spiel mit (wenig) Licht und (viel) Schatten und die Atmosphäre war derart knisternd dass ich besorgt war, mein Bildschirm könnte in Flammen aufgehen.
Im weiteren Verlauf baut er allerdings, wie ich zumindest finde, etwas ab.
Und sonst? Hat der Film mich "berührt", "geschockt"- was angeblich der Fall sein sollte? Ich fürchte nicht. Steinigt mich, ihr Lynch-Fanatiker, aber nur weil eine "Story" viel Raum für Interpretationen bietet, heißt das nicht, dass ich begeistert vom Sessel aufgesprungen wäre. Vielmehr war ich nach einigen Minuten Bedenkzeit doch eher ernüchtert.
Den Zuschauer im Unklaren lassen, schön und gut, aber wenn ich etwas schaffe das derart nebulös ist und, zumindest meiner Ansicht nach, keinerlei Möglichkeit aufkommt eine stimmige, schlüssige, eindeutige Interpretation aufzubauen, so finde ich das eben doch dürftig.
(Wie gesagt, steinigt mich^^- und vielleicht fällt es mir beim 2 Anlauf auch wie Schuppen aus den Haaren- wenn ich mir das nochmal antue...sind ja immerhin über 2h :O)
So ist der Mensch, er will sich eben alles erklären. Ich glaube, auf diesen Stil muss man stehen, sonst gefällt es einem nicht. Ich stehe nicht drauf, zumindest nicht in dieser "totalen" Form.
Und nun? Zurück zur Bewertung, und zu dem anfangs vorgetragenen Satz: "Schau ihn dir einfach mal an." 7. Sehenswert.
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PonyPirat 2012/05/21 16:40:03
Kommentar löschenverwirrend.
Ein Film den man wohl erst nach dem 2ten oder dritten mal gucken wirklich "Versteht"
und ihn dann wohl auch besser findet als nach dem ersten mal :)
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Hanno Jones 2012/05/20 10:30:11
Kommentar löschenwas war das denn? oO
helft mir! erklärt mir! rettet mich! ich hab angst ...
ich hab noch nie einen film von Lynch gesehen, mich noch nie mit ihm beschäftigt und überhaupt, wenn alle seine filme so sind, dann werden wir zwei keine guten freunde oO
ich weiß noch nicht mal, wie ich bewerten soll, weil sowohl 0 als auch 10 punkte absolut gerechtfertigt wären, also bleibts erstmal bei 5 bis zum nächsten mal ... in ein, zwei jahrhunderten vll ...
kann mir jemand einen film empfehlen, mit dem ich mich mal an das thema "David Lynch" herantasten kann ohne direkt derart vor den kopf gestoßen zu werden?
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J!GS4W 2012/05/20 10:32:01
Antwort löschenThe Straight Story
Hanno Jones 2012/05/20 10:39:18
Antwort löschenMulholland Drive stünde gerade zur verfügung^^
zu schwierig für den anfang?
hoffman587 2012/05/20 11:04:41
Antwort löschenAuf jeden Fall, vielleicht noch härter als "Lost Highway". Anderswo wäre natürlich der »menschliche«´Lynch zu empfehlen, wie J!GS4W schon meinte etwa "Straight Story" oder der zutiefst tragische "Elefantenmensch". Auch gut, aber trotzdem surreal: Sein legendäres »Twin Peaks« - sogar mit dem Meister selbst. ;)
fkfilmkritik 2012/05/20 11:05:19
Antwort löschenMulholland Drive ist genauso verwirrend wie Lost Highway.
Schau mal von ihm Wild at Heart, Blue Velvet oder Der Elefantenmensch.
Hanno Jones 2012/05/20 11:31:53
Antwort löschender elefantenmensch steht schon seit langem auf meiner liste, aber leider habe ich noch nie die gelegenheit gehabt ihn zu sehen ... ich wusste gar nicht, dass der auch von David Lynch ist ... bzw. wusste ich außer dass ich mal seinen namen aufgeschnappt habe, gar nichts über diesen regisseur ... aber wenn er hier so viele verfechter hat, dann muss da schon etwas dran sein ;)
BigDi 2012/05/21 15:18:46
Antwort löschen"Mulholland Drive" ist ein guter Ansatzpunkt, dazu gibt es nämlich eine ausführliche Interpretation, welche das Ganze recht verständlich erscheinen lässt, der Film ist in sich einfacher zu erklären als "Lost Highway".
Ansonsten "Wild at Heart", dank einer klaren emotionalen Ebene auch gut verständlich. ;)
morlock 2012/05/21 19:07:12
Antwort löschenIch würde Blue Velvet empfehlen.
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RoosterCogburn 2012/05/22 14:55:46
Antwort löschen"Dune" und "Der Elefantenmensch" waren die ersten Filme die ich von Lynch gesehen habe. Ich weiss aber nicht mehr welchen zuerst und wusste damals nicht wer David Lynch ist. Finde ich beide toll. Fortführend würde ich "Mulholland Drive", "Blue Velvet" und "Twin Peaks" anfänglich empfehlen. Wer mit diesen Filmen schon Probleme hat, brauch vorläufig keine weiteren von ihm schauen. Kenne sowieso keinen Filmemacher, der NUR gutes produziert hat. Jeder hat schon ins Klo gegriffen. Selbst "Hitch" oder Kubrick.
Persönlich finde ich auch von Lynch nicht alles abgöttisch geil. Ich seh seine Produktionen sehr gern, aber nehmen wir z.B. "Eraserhead". Ist handwerklich ein geiles Teil. Doch vom Unterhaltungswert her ... naja.
Wäre es ein Porno, würde es mich nicht zum Eier schaukeln einladen :)
Le Samourai 2012/05/23 09:48:36
Antwort löschenMulholland Drive ist doch absolut easy und straight. Viel einfacher zu erklären als Lost Highway, wie BigDi schon sagte.
Lynchs bester ist allerdings Blue Velvet!
natedb 2012/05/05 16:06:22
Kommentar löschenAls begeisterter Lynch-Fan war ich nach diesem Film ein bisschen enttäuscht. Zwar beweist David Lynch wieder, das er der Meister des Surrealen, der subtilen Spannung ist, aber dieser Film hat bei mir einen leicht bitteren Nachgeschmack hinterlassen. Einziger Grund dafür war das Ende der wirren Reise. Ein Schluss den ich schwer zu interpretieren finde und mir nichts sagt. Dennoch - bis dahin - ein hervorragender Film und für Lynch-Fans auf alle Fälle sehenswert!
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CoOLik 2012/04/25 00:29:41
Kommentar löschenDer Film gefällt mir nach dem gucken mehr als während dem gucken. Insgesamt hat mir Mulholland Drive mit Abstand mehr gefallen. Nichtsdestotrotz ist Lost Highway sehr bildgewandt, lässt Interpretationsfreiraum und zudem stimmen Kulisse/Schauspieler perfekt überein. Einzig die ständig wiederkehrenden und langen Sexszenen hätte man sich sparen können. Außerdem waren stellenweise die Dialoge zu schlapp/langsam/langatmig, auch wenn es zur Stimmung beiträgt. Aber Atmosphäre war so oder so genügend geboten worden, somit hätten die Dialoge ein wenig flotter geführt werden können, ohne dass die Stimmung zu Schaden gekommen wäre.
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MartinNolan 2012/04/19 17:59:38
Kommentar löschenZu Beginn des Films wird ein Ehepaar gezeigt. Bei ihnen wurde eingebrochen. Doch gestohlen wurde nichts, sondern der Einbrecher hat sie in der Nacht in ihrem Bett gefilmt und die Kassette vor die Tür gelegt.. Die Polizei wird gerufen und verspricht das Haus von nun an zu bewachen. Doch dann taucht eine weitere Kassette auf. Diese zeigt die Ehefrau blutüberströmt auf ihrem Bett. Der Mann schaut sich das Video alleine an und rennt sofort zu seiner Frau, die tatsächlich nun tot auf dem Bett liegt. Er wird festgenommen und sitzt nun vermutlich in der Todeszelle. Als ein Wärter nach einiger Zeit nach dem verurteilten Mann sehen will, macht er eine seltsame Entdeckung. Der Ehemann ist verschwunden und statt ihm befindet sich ein anderer Mann in der Zellen, nämlich der Automechaniker Pete Dayton. Dieser hat keine Ahnung, wie er dort hineingeraten ist oder was er gemacht hat. Nun wird die Geschichte von Pete erzählt. Dieser hat eine Affäre mit einer Frau, die der toten Ehefrau von Fred Madison (dem Ehemann) sehr ähnlich sieht. Doch die Frau "gehört" einem Gangster namens Mr.Eddy. So kommt es am Ende zu einem alles umfassenden Konflikt zwischen Eddy und Pete.
Den Film inhaltlich kurz zusammenzufassen ist eine sehr diffizile Angelegenheit. Zu viele Kleinigkeiten und auch ungeklärte Ereignisse geschehen im Verlauf des Films, die es zusammengenommen erschweren die Handlung kurz darzustellen.
Doch gerade diese Kleinigkeiten und ungeklärten Ereignisse bieten dem Zuschauer eine Vielzahl von Interpretationsmöglichkeiten, die diesen Film sehr speziell werden lassen.
Regisseur David Lynch erzählt mit "Lost Highway" einen Psychothriller mit einer unvergleichbaren Bildgewalt. Jeder Moment in diesem Film ist einfach wunderbar inszeniert. Dies ermöglicht eine gut ausgesuchte Musik, die den Film stetig begleitet. Es vergeht kaum eine Minute ohne Musik. Bild und Musik verschmelzen geradezu zu einem einprägsamen Moment. Dies macht den Film aus. Zwar muss sich der Zuschauer, sofern er noch keinen Lynch-Film gesehen hat, sich an diese Art des Film "gewöhnen". Er wird aber nach kurzer Zeit absolut erfasst von einer einzigartigen Atmosphäre, die sich durch den gesamten Film hin erstreckt.
Zugegebenermaßen ist dieser Film nichts für "zwischendurch", denn dafür ist die Bildgewalt zu enorm. Wer sich aber auf den Film vollkommen einlässt, wird mit einer wunderbaren Komposition von Bild und Musik belohnt.
"Lost Highway" besitzt einen rätselhaften Bann, der einen fesselt!
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Weltenkind 2012/04/01 14:48:35
Kommentar löschenNach beenden des Films war ich mir nur bei einem sicher: Grauenvoll gut.
Genauso wie die Aussage "Grauenvoll gut" ist auch der Film ein Oxymoron. Er widerspricht sich selbst. In seiner Lethargie dümpelt der Film vor sich hin und findet nie seinen Punkt, an dem er Auflösung bieten will. Zu jeder Zeit genauso verwirrend wie unlogisch, schenkt uns Lynch ein Blend- sowie Meisterwerk. Ästhetisch eine wahre Wunderblume, für die man den höchsten Gipfel erklimmen möchte, ist es musikalisch ebenso sinnlich und betörend. Doch Logik? Fehl am Platz. Von einer Szene hüpft der Film zur nächsten und weiß nie so genau, was er nun sagen will. Sicherlich gewollt, gilt Lynch doch als Genie seiner Zeit. Und ein Genie macht nie etwas unbewusst.
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kolja10000 2012/04/01 15:15:43
Antwort löschenEs gibt wohl eine Logik in dem Film. Du musst dir aber den Film noch ein paar mal angucken. Jede Szene in dem Film ist wichtig und man muss genau aufpassen...Ich musste mir den Film auch viele male anschauen
ihre-herrlichkeit 2012/04/02 15:40:02
Antwort löschenUnd das ist genau der Grund, warum mir Lynch auf die Nerven geht und warum ich nur seine "realistischen" Filme mag. Ich guck mir doch keinen Film an, der ABSOLUT keinen Sinn ergibt! Da fühlt man sich vom Regisseur verarscht.
Weltenkind 2012/04/02 21:03:15
Antwort löschenKann ich verstehen. Das war selbst mein erster Lynch, deswegen will ich mich da noch nicht so festlegen und erst noch seine anderen Werke sehen, bevor ich mir endgültig ein Urteil über ihn bilde.
ihre-herrlichkeit 2012/04/02 21:19:48
Antwort löschenMulholland Drive funktioniert nach dem gleichen Prinzip. Hingegen ist a Straight Story mit richtiger Handlung. Letzteres ist auch mein Liebling von ihm.
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Weltenkind 2012/04/02 21:26:01
Antwort löschenAls nächstes werde ich mir dann entweder Straight Story oder Elefantenmensch ansehen. Mal sehen.
ihre-herrlichkeit 2012/04/02 22:53:00
Antwort löschenElefantenmensch ist auch ganz gut und hat einen sauberen Handlungsstrang.
hollygolightly1 2012/03/30 15:33:12
Kommentar löschenSehenswert? Nö, wohl eher ERLEBENSWERT.
Meine absolute Lieblingsszene:
http://www.youtube.com/watch?v=-VeYVUboXLI
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Vic Mackey 2012/03/30 16:13:34
Antwort löschenVolle Zustimmung!
Enthält eine Szene, bei der mir noch heute irgendwie anders wird^^
http://www.youtube.com/watch?v=9GjRzHWGiZQ
hollygolightly1 2012/03/30 16:37:11
Antwort löschenAhh natürlich!! Hat bei mir damals auch einen dauerhaftbleibenden Eindruck hinterlassen :D
Alle 4 Antworten zeigen
Vic Mackey 2012/03/30 16:45:18
Antwort löschen"Ich bin gerade bei ihnen zuhause"... wenn man den Film, so wie ich, das erste Mal sieht, während der Darsteller unter Mordverdacht steht, wirkt diese Szene nochmal ganz anders.^^
fkfilmkritik 2012/04/01 20:02:27
Antwort löschen[http://www.youtube.com/watch?v=rtW1BGzQFvU] !
Anton Chigurh 2012/03/25 20:19:05
Kommentar löschenI'm there right now.
What do you mean? You're where right now?
At your house.
That's fucking crazy, man.
Call me. Dial your number. Go ahead
Das ist mein zweiter Film (Blue Velvet) von David Lynch, und bis jetzt finde ich beide Filme cool.
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agynessa 2012/03/21 11:44:11
Kommentar löschen"Porno" würde den Film noch eher beschreiben, als "Thriller". Also wer sich gern nackte Frauen bzw. Brüste ansieht für den ist der Film bestens geeignet. Eindeutig ein Männer Pornothriller!
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Fulsome. 2012/03/21 12:24:53
Antwort löschendafuq? srsly? dafuq? :D
agynessa 2012/03/21 13:21:03
Antwort löschenKeine Zeit mehr gehabt, die Wörter ganz auszuschreiben? Und ja es ist mein ernst!
RoosterCogburn 2012/04/17 16:37:11
Antwort löschenWieso Porno? Man sieht dort doch nichts anzügliches ...
Mir fallen zu diesem Psycho-Horror-Thrill ganz andere Adjektive ein, wie zum Beispiel spannend, surreal, rästelhaft, verwirrend, intensiv, symbolisch, phantastisch, mystisch.
Und auf keinen Fall der Begriff 'Männerfilm'. Auf so einen puristischen Quark kommen normalweiser nur Leute, die Lieblingsfilme wie "Otto", "Jumanji" und "Monster House" haben. Womit ich dir aber nichts unterstellen will.
agynessa 2012/04/30 10:01:12
Antwort löschenStimmt für die heutige Zeit mögen solche Streifen schon lange nicht mehr als Porno gelten, für Menschen wie mich allerdings schon! Auch wenn ich mich damit als altmodisch oute....
RoosterCogburn 2012/05/01 11:32:21
Antwort löschen"Porno" definiere ich als die deutliche Offenbarung menschlicher Geschlechtsmerkmale und die unmittelbare Darstellung von Sexualität zum Ziel der Stimulierung. Da ich das nicht bei diesem Film empfinde, noch so eindeutig zu sehen ist das man von sexueller Stimulierung sprechen könnte, habe ich (damals) nachgefragt und auf eine ernsthafte Stellungnahme gehofft. - Allerdings erwarte ich das inzwischen von dir nicht mehr. Du hast mir ja gezeigt, wie du tickst. [Und jeden anderen MP-User gebe ich den Rat, mal durch die Kommentare der Dame zu surfen und sich ein eigenes Bild zu machen.]
agynessa 2012/05/01 11:54:11
Antwort löschenAha das Du anderen rätst meine Kommentare zu lesen, beweist mir mal wieder das Du sie wohl sehr interessant findest ;-)(grins). Wie sollte denn meine ernsthafte Stellungnahme auf Deine Frage: ich zitiere:" Wieso Porno?" denn so aussehen? Wolltest Du jetzt das ich Dir genau beschreibe, was ich als Porno empfinde? Wenn Du die Darstellung eines sexuellen Aktes in einem Film nicht als pornografisch siehst, dann ist das doch schön für Dich. Übrigens zum Thema ticken, ich schreibe hier jedes von mir verfasste Kommentar mit einem Lächeln auf den Lippen, bei einigen MP Usern bin ich mir da nicht so sicher, ob Sie eine Seite in der man ausschließlich Filme bewerten sollte und nicht die User, das ganze doch etwas zu engstirnig sehen und sich schon angegriffen fühlen, wenn man über deren Lieblingsfilme mal schlecht urteilt. Frauen ticken eben anders als Männer.
RoosterCogburn 2012/05/01 19:44:48
Antwort löschenNACHDEM du so zickig mir gegenüber geworden bist, habe ich mal auf dein Profil geklickt. Nimm dich nicht wichtiger als du bist, nur weil ich mir 5 Minuten Zeit zum lesen genommen habe.
Alle 9 Antworten zeigen
matsss 2012/05/05 17:32:56
Antwort löschenDer gute Herr hat Recht...
agynessa 2012/05/05 20:30:14
Antwort löschenNatürlich hat ein RoosterCogburn recht, wie sollte es auch anders sein? Ich hätte doch niemals bezweifelt das er recht hat. Leider nimmt er Kommentare sehr ernst und interpretiert in meinen Kommentaren immer negative Sachen hinein. Schade eigentlich, aber was solls. Ich will hier keinem was böses, aber hüte Dich davor einen Film negativ zu beurteilen, wenn 75% der User den Film als sehenswert betrachten. Entweder man schwimmt hier mit, mit der Menge und schafft sich viele Pseudofreunde oder man geht unter. Ist leider so hier.
smartyx 2012/03/15 18:22:08
Kommentar löschenSetzen, 6!
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rkuehne 2012/03/13 14:43:16
Kommentar löschenIch glaub, ich werd kein Lynch-Fan. Abgesehen davon, dass der Film an einigen Stellen durchaus unterhaltsam und spannend war, war mir das alles zu wirr, zu surrealistisch, zu verkopft und zu seltsam. Das ist nicht die Art Filme, die ich bevorzuge.
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WaaayneTrain 2012/03/06 19:57:30
Kommentar löschenAlso ich bin grad so ziemlich mindgefuckt. "Lost Highway" ist ein hypnotisierendes, psychedelisches Kunstwerk, das man erst versteht wenn man nichts verstanden hat. Ein Labyrinth, aus dem es kein entkommen gibt. Ausnahmewerk, gefällt mir verdammt gut!
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Spielberg_Fan 2012/03/02 17:11:47
Kommentar löschenDavid Lynch- Werkschau No. 7:
Mit „Lost Highway“ fühlt man sich während und nach der Sichtung des Films wirklich etwas verloren. Eben wie auf einem einsamen Highway mitten in der Finsternis. Über Lynch's Meisterwerk könnte man jetzt viel schreiben oder so gut wie gar nichts.
Für mich ist „Lost Highway“ ein beeindruckender visueller Trip in den puren Wahnsinn, ja fast schon in eine andere Dimension. Ein sehr undurchsichtiger und spannender Film, der auch nach mehrmaligem Ansehen immer noch für genug Interpretationsfreiheit sorgt. Ein Film, dessen Kreis sich nicht wirklich schießen will. Es könnte so sein, aber es könnte auch genau anders sein. Die gängigste Interpretationstheorie dürfte wohl jene sein, die von gespaltener Persönlichkeit spricht. Von dem flüchten in diese Persönlichkeit um seiner schlimmen Tat zu entfliehen.
Ich persönlich entdeckte jetzt nach der zweiten Sichtung einige Parallelen zu Goethes „Faust“. Als Fixpunkt diente mir hier der Mystery Man, der verdammt viel Ähnlichkeit mit Mephisto aufweist. Vielleicht hat Lynch hier einfach nur eine Neuinterpretation des Stoffes abgeliefert? Der Gedanke gefällt mir irgendwie. Vielleicht aber auch nur weil er sich einfacher erklären lässt. Wer weiß?
Jedenfalls ist es genau das, was „Lost Highway“ immer ausgemacht hat. Ein Film, der sich nicht wirklich in irgendeine Schublade stecken lässt. Seine Offenheit macht ihn gerade so beeindruckend.
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fkfilmkritik 2012/02/07 19:22:46
Kommentar löschen(Teil 1 der interpretierten Trilogie der interpretierbarsten Lynch-Filme)
„I prefer to remember the things in my own mind, not necessarily how it happened.“
Lynchs Filme enthalten die nervenaufreibendsten Szenen. Die zielsichersten Dialoge. Den bösesten Charme. Die verschlüsseltsten Elemente, welche manchmal Sinn machen und manchmal einfach nur da sind, weil... darum! Als Gesamtwerk immer mehr Erlebnis, was man aber doch immer gerne hinterfragt. Ein Mysterium. Ein Gespür. Ein Mindblower. Eines der faszinierendsten, unglaublichsten, alle goldenen Regeln brechenden, zu einem Alptraum geformten Kunstwerke, denen ich mich keine Sekunde entziehen kann.
Wenn ich „Lost Highway“ sehe, erinnert mich das immer an die eine Szene aus „Fight Club“, in der Brad Pitt und Edward Norton im Auto sitzen und Tyler sagt, dass er das Steuer loslassen soll. Denn das musste ich machen. Das war der Schritt nach vorne. Los lassen. Sich trennen von all dem, was ich früher so wichtig fand. Sag Adieu zur Logik, sag Adieu zu Konventionen, sag Adieu zur Struktur. Kino kann mehr. Bieg um die Ecke in eine verlorene Autobahnen. Dort findest du mysteriöse Männer, die dir sagen, dass sie sich gerade bei dir im Haus befinden und dabei böse lachen. Leute, die sich im Knast aufeinmal verwandelt haben. Video-Material vom Schlafzimmer, auf dem du jemanden umbringst und du im nächsten Moment bei der Polizei bist. Rammstein-unterlegte Pornos. Träume über die perfekte Welt, welche von nervigen Saxophon-Gedröhne, Lügen und Räubereien wieder in die bittere Realität zurückführen. Eine Geschichte die am Ende beginnt und am Anfang endet. Der Anfang: pures Paranoia-Wandern durchs Haus. Die Mitte entspannt, witzig. Alles nach Plan. Das Ende führt uns dahin warum wir uns fürchten, warum sich Fred fürchtet. Darauf Verfolgungsjagden auf den vergessensten Autobahnen. Denn da kann man sich befreien von Polizisten, die wissen wieso Dick Laurent tot ist. Von Scheißvideos, die die Wahrheit sagen, aber die Dinge nicht so zeigen, wie es meine verdammte Meinung ist.
Nach inzwischen über 450 Filmbewertungen kann ich es denke ich sagen, ohne Angst zu haben, dass es sich schnell ändert: Neben „Mulholland Drive“ mein absoluter Lieblingsfilm.
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DerDude_ 2012/02/07 20:33:52
Antwort löschenGänsehaut Kommentar :)
Ich finde Lost Highway sogar noch besser als Mulholland Drive ,aber beides 10.0 Punkte Filme
SoulReaver 2012/02/07 20:35:26
Antwort löschenGanz, ganz toll.
fkfilmkritik 2012/02/07 21:00:31
Antwort löschenVielen Dank, @beide.
Oceanic6 2012/02/07 21:28:22
Antwort löschenAuch einer meiner Lieblingsfilme, einfach wunderbar dieses Verwirrspiel :)
fkfilmkritik 2012/02/07 21:42:24
Antwort löschenIn der Tat der Wahnsinn! :D
the traveler 2012/02/07 22:02:54
Antwort löschenGut geschrieben :)
the traveler 2012/02/07 22:03:33
Antwort löschenNee.. nicht gut geschrieben..
Stark geschrieben! Klasse geschrieben!
Punsha 2012/02/07 22:42:59
Antwort löschenFrüher fand ich "Lost Highway" besser als "MD" ...heute ist es umgekehrt. Einen ehrwürdigen Platz haben trotzdem beide in meiner Sammlung. Ach und schöner Text. :)
fkfilmkritik 2012/02/08 14:37:54
Antwort löschenDankeDanke!
hoffman587 2012/02/09 13:26:41
Antwort löschen*?* + Kommentar -> Sehr schön. :)
Jack_Torrance 2012/02/16 22:15:39
Antwort löschenIch bin mal so konsequent und haue es einfach mal raus: Stilistisch gesehen gehören deine Kommentare zu den besten hier !
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fkfilmkritik 2012/02/16 23:21:03
Antwort löschenHui, da übertreibst du ja maßlos, freut mich aber trotzdem. ;)
Jack_Torrance 2012/02/17 09:54:06
Antwort löschenIch würde übertreiben, wenn ich sagen würde, deine Kommentare WÄREN die besten hier^^
4fingerz 2012/01/26 19:41:12
Kommentar löschenIch weiss nicht so genau was ich von diesem Film halten soll! In jedem Fall is sowas ganz krasse Geschmackssache! Für mich erschienen manche Situationen nicht für besonders logisch!
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Mitanel 2012/03/12 17:06:23
Antwort löschenDavid Lynch macht surrealistische Filme. Zu diesen surrealistischen Elementen zählt auch, dass die Figuren sich ungewöhnlich benehmen, das Geniale daran ist einfach, dass alles sich interpretieren lässt. Fanatischer Lynch-Fan Ende.
the traveler 2012/01/25 23:23:10
Kommentar löschenZwei Seelen wohnen in meiner Brust. Mein Bewusstsein ist meine Existenz, meine Erinnerung ist meine Realität. Aber es gibt Jemanden, der das Ganze sieht. Und die Wahrheit ist für immer auf Video.
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Toblerone 2012/01/14 01:07:48
Kommentar löschen(Fast) genauso gut wie MD und dazu noch angsteinflössender. Lost Highway ist der Film den ich am liebsten gedreht hätte. Mit Rammstein, mit den Sprüchen, den Dialogen ("Was ein scheiß-Job -Seiner oder unserer?"), mit der Transformation. Mit dem Opening. Hach. Love!
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__Andie 2012/01/08 00:24:11
Kommentar löschenMein dritter Lynch in diesem Winter.
Jetzt kann ich es festlegen: Ich halte ihn für einen Künstler, deren Werke einer genauen Betrachtung mehr als würdig sind, über die man ganze Dissertationen schreiben könnte. Einfach ausgedrückt: Der denkt sich was bei dem, was er tut.
Das Lynch’sche Motivrepertoire wird auch in „Lost Highway“ wieder voll ausgeschöpft: Janusköpfige Figuren, Referenzen an Film Noir und das Gesamtkunstwerk Kalifornien, scheinbar episodische Strukturen, der langsam eindringende Surrealismus. Die Kameras schleichen an Wänden entlang wie in „Mulholland Drive“, das Drehbuch behandelt das Thema Sexualität so komplex wie in „Eraserhead“.
Das Erfreulichste an ihm ist die enge Anbindung seiner Kunst an die Gegenwart. Lynch nutzt die Bilder unserer Generationen: Kamera, Schlüsselbund, Auto, Telefon, den Highway. Die inhaltliche Aufladung von Objekten beherrscht Lynch meisterhaft.
Immer sind es mystische Gestalten, die den Schlüssel zum vorliegenden Werk darstellen, da wir sie, bewusst ihrer Menschlichkeit beraubt, einfacher als Allegorie definieren können: Schuld/Sühne, Mord/Selbstmord, Schicksal/Zufall… In „Eraserhead“ hatten wir die singende Frau, in „Mulholland Drive“ den Cowboy und den Mann hinter Winkie’s, hier ist es der von Robert Blake dargestellte namenlose Mann, der „Hehler“, der „Freund von Dick Laurent“, der Anrufer. Der mit der Kamera drauf hält, wenn die Menschen fallen, und damit gleichermaßen als Protokollant und Spiegel arbeitet. Robert Blake spielt den Satan aus dem Buch Hiob, der Gott beweisen will, dass der Mensch schlecht ist. Und wer ist Dick Laurent wirklich? „Dick Laurent ist tot“, das erinnerte mich sofort an die berühmte Phrase eines noch berühmteren Philosophen. Und wie ist Alice/Renee zu sehen? Die Muse für Freds dunklen Triebe oder das Göttliche, das Unerreichbare, Auslöser für Freds Hamartia?
Wenn „Mulholland Drive“ vom Triumph des Schicksals erzählt hat, erzählt „Lost Highway“ dann vom "Tod" des Schicksals, was einen Kollaps des Lebens zur Folge hat? Und wenn „Eraserhead“ ebendiesen Kollaps so elegisch zu Grabe getragen hat, wieso wird er dann in „Lost Highway“ so ekstatisch zelebriert, dass die Fahrt in die Hölle eine mit Rockmusik und gleißendem Licht gefüllte Sündenorgie ist? Und…? Und…?
Dieser Kommentar ist voller Fragezeichen, genau wie mein Kopf nach „Lost Highway“.
Mein dritter Lynch in diesem Winter. Meine dritte Verbeugung vor ihm.
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