Weder ausschließlich Liebesfilm noch eine durch und durch lustige Komödie, ist „LOST IN TRANSLATION“ von allem etwas. Dem Zuschauer wird eine fremde Metropole in wunderbaren Bildern nähergebracht, man schmunzelt über die amüsanten Situationen, die sich während der nächtlichen Streifzüge ergeben, und - SPOILER - verdrückt eine Träne, wenn sich Bob und Charlotte am Ende ein letztes Mal umarmen, bevor jeder von ihnen seinen Weg geht.
Solltest du aber trotzdem, wirklich. Der Film bietet viel zu viel um ihn nur deshalb zu ignorieren, weil man das Ende kennt.
Trotzdem ungeschickt vom Verfasser.
Japan. Das Land des Lächelns. Auf heimischem Terrain bringt man damit kleine, wild fotografierende Menschein in Zusammenhang. Kampfsport und Samurai-Ehre. Doch Japan ist weit mehr als das. Und das bedeutet nicht zwangsläufig, dass man diese Menschen oder deren so völlig fremdartiges Verhalten dann in deren Land besser verstehen würde. Und diese Verlorenheit zweier Amerikaner im anonymen Großstadtdschugel Tokios ist dann auch, wie der Titel schon sagt, das Thema dieser etwas anderen Komödie, die dieser Tage von allen Filmkritikern über den Klee gelobt wird.
Bob Harris (Bill Murray), ein alternder US-TV-Star inmitten der besten Midlife-Crisis, hat das hochbezahlte Werbeangebot einer japanischen Whisky-Marke angenommen und reist für eben diese Werbeaufnahmen nach Tokio. Nach einem Tag Fotoshooting lernt er schlaflos vom Jetlag an der Hotelbar die frischverheiratete Charlotte (Scarlett Johansson) kennen. Diese begleitet ihren Mann, einen erfolgreichen Fotografen auf einer…
Japan. Das Land des Lächelns. Auf heimischem Terrain bringt man damit kleine, wild fotografierende Menschein in Zusammenhang. Kampfsport und Samurai-Ehre. Doch Japan ist weit mehr als das. Und das bedeutet nicht zwangsläufig, dass man diese Menschen oder deren so völlig fremdartiges Verhalten dann in deren Land besser verstehen würde. Und diese Verlorenheit zweier Amerikaner im anonymen Großstadtdschugel Tokios ist dann auch, wie der Titel schon sagt, das Thema dieser etwas anderen Komödie, die dieser Tage von allen Filmkritikern über den Klee gelobt wird.
Bob Harris (Bill Murray), ein alternder US-TV-Star inmitten der besten Midlife-Crisis, hat das hochbezahlte Werbeangebot einer japanischen Whisky-Marke angenommen und reist für eben diese Werbeaufnahmen nach Tokio. Nach einem Tag Fotoshooting lernt er schlaflos vom Jetlag an der Hotelbar die frischverheiratete Charlotte (Scarlett Johansson) kennen. Diese begleitet ihren Mann, einen erfolgreichen Fotografen auf einer Geschäftsreise in Japan und verbringt so viel Zeit alleine, wenn ihr Mann bei der Arbeit ist. Bob dagegen ist von dem desillusionierten Dasein seiner eigenen Ehe völlig angeödet. Und so kommen sich die beiden verlorenen Seelen in der Fremde auf einer freundschaftlich-platonischen Ebene näher und verbringen von nun an viel Zeit mit gemeinsamen Unternehmungen. Man gibt sich gegenseitig Halt in der Verlorenheit und Einsamkeit in der Fremde.
Das außergewöhnliche daran ist, dass „Lost in Translation“ keine Liebesgeschichte ist. Immer wieder erwartet man den entscheidenden Kuss, aber der kommt nicht. Muss er auch nicht. Denn wie gesagt ist dies kein Liebesfilm. Es ist eine Komödie, wenn man den trockenen Witz Murrays als Maßstab nimmt, es ist ein berührendes Drama der anderen Art, wenn man die durch die fantastische Bildersprache eingefangene Verlorenheit der Hauptdarsteller in einem völlig fremden Land nimmt und es ist gleichermaßen ein treffendes Soziogramm des modernen Japans und eine anrührende Metapher auf die Einsamkeit jedes Einzelnen.
Und genau diese Elemente bzw. deren Mischung sind es dann auch, die das besondere an diesem Film ausmachen.
Und so lässt sich dann auch verstehen, warum dieser Film vor ein paar Tagen für die 4 wichtigsten Oscars (Hauptdarsteller, Film, Regie und Drehbuch) nominiert wurde. Und wenn sicher jede dieser Kategorien ein Recht auf den Preis hätte: Die Regie von Sophie Coppola, die das hervorragende Drehbuch so zu einem Gesamtwerk zusammenzustellen wusste, und Murray mit seinem trockenen Charme, würden, hätte ich dies zu entscheiden, ohne eine Sekunde des Zögerns mit diesem filmischen Ritterschlag belohnt. Für mich die besten Leistungen im vergangenen Jahr in den beiden erwähnten Kategorien.
"Lost in Translation" ist einer der Filme die man gesehen haben muss. Eine tolle Geschichte, tolle Bilder und tolle Schauspieler machen den Film zu einem Genuss. Dieser Film hat den Oscar für das beste Drehbuch wahrlich verdient.
[...]Sofia Coppola fängt diese Emotionen und Stimmungen ein und kleidet sie in feinsinnige Bilder, die stets den richtigen Ton treffen. Ihr Inszenierungsstil ist behutsam und zurückhaltend. Kein Wort zu viel kommt über die Lippen der Akteure, es sind viel mehr die Bilder die hier sprechen. Der Plot, die zu Grund liegende Story-Line ist simpel, es geschieht Wenig und doch aber so Viel. Das lakonische Spiel Bill Murrays, das nuancierte und bezaubernde Spiel von Johansson tragen diesen Film, lassen ihn ruhig daher gleiten. Jeder Ton des wundervollen Scores, der sich in perfekter Weise an seine jeweilige Umgebung anpasst, ist an der richtigen Stelle. Nichts wirkt aufgesetzt, nichts übertrieben,[...]
"Lost in Translation" ist eine zauberhafte Großstadt-Odyssee, die durch das subtile Spiel der beiden Hauptdarsteller überzeugt, was ihnen jeweils eine Golden-Globe-Nominierung einbrachte. Während Murray sein komödiantisches Talent voll entfalten kann, brilliert die 19-jährige Johansson durch ihre vielfältige Ausdruckskraft, wofür sie bereits bei den 60. Filmfestspielen von Venedig mit dem "Premio Controcorrente" ausgezeichnet wurde.
Im Grunde sind es vertraute Witze über das Land der aufgehenden Sonne, aber Coppola reißt sie nicht zur Charakterisierung des Einheimischen, sondern des Fremden. Sie beschreiben nicht die Ulkigkeit der Söhne Nippons, sondern die Verlorenheit des Besuchers. [...] "Lost in Translation" ist so frisch und verspielt, wie man es von einer 32-jährigen Filmemacherin erwarten darf. Und zeugt zugleich von so viel Reife und Weisheit, wie sie die meisten 64-Jährigen noch nicht haben.
LOST IN TRANSLATION ist zart und versponnen, reserviert und scheu, ohne jede Hybris. Komödie und Tragödie treffen sich. Alles ist möglich in der zärtlichen Geschichte dieser beiden Gestrandeten, bis zum Ende. Aber es bleibt unspektakulär.
[Die Regisseurin] blickt nicht hinter die Stereotypen, sondern belässt es dabei, sie als Teil eines unlösbaren Rätsels vorzuführen. Was ihren Film gerettet hat, ist ihr Mut zum Innehalten: Beharrliche Einstellungen in stillen Hotelzimmern geben ihren Darstellern die Möglichkeit, ihre Figuren zum Funkeln zu bringen.
Ich bekomme diese Kritik einfach nicht mehr aus dem Kopf. Auch wenn ich American Beauty mag. Zu dem Film "Lost in Translation" fällt mir nur ein "Arthaus für Lehrerehepaare, die schon American Beauty für gewagt hielten." Danke dafür! :-)
Wenn man ein klein wenig nachdenkt während dem Film würde man erkennen dass er sogar um 2 Stufen höher auf der Niveautreppe liegt als American Beauty.
Also bitte nicht solche subtil erscheinend abfällige Kritiken mehr, danke.
American Beauty war in jedem fall gewagter als Lost in Translation. (und schlechter , und außerdem überhaupt nicht mit LiT zu vergleichen)
Du hast den Film wohl etwas missverstanden oder garnicht verstanden, was dir eigendlich nicht übel zu nehmen ist denn jeder hat ein anderes Auffassungsvermögen. Aber ich musste dir jetzt einfach mal kontern weil du alle meine Lieblingsfilme verspottest :D
"Lost In Translation" ist wahrhaftig -wie auch andere Mitglieder bemerkt haben- keineswegs in ein bestimmtes Genre zuzuordnen. Er hat von allem etwas und das macht ihn zu einem besonderem Film.
Über "Lost in Translation" wurde schon viel geschrieben und daher mach ich es kurz :
Ein wirklich schöner Film der von einer wirklich melancholisch ,verträumten Art geprägt ist ,aber dennoch einen wirklich erheiternde Stimmung rüberbringt .
Mithilfe von einem authentischen Drehbuch und nicht weniger authentischen Darstellern ,liegt seine größte Stärke darin liegt , die Emotionen der beiden Prontagonisten wunderbar auf den Zuschauer zu übertragen.
Vielleicht etwas zu kurz aber dennoch ein wirklich netter und wahrmherziger Film zum immer wieder schauen.
Still und doch gigantisch. Kein Film der vielen Wörter. Es zählt einzig und allein das Zwischenmenschliche, so wunderbar dargestellt wie nirgendwo anders. Ein Kunstwerk. Unantastbar.
Eigentlich eine tolle Geschichte und ein guter Film, aber hier und da verliert er mich. Am Ende stellt sich für mich irgendwie die Frage, ob Männer schizophrene Spinner sein sollen!? Der verquere Suff-ONS und dann das Fax? Ersteres war für mich ein Bruch im Film, der sich einfach falsch anfühlte - und ich meine hier nicht nur moralisch oder "romantisch". Es geht mir um die Geschichte. Schade.
Gestern noch einmal in der richtigen Stimmung geguckt und schon seit einigen Tagen darauf gefreut. Gibt direkt einen Punkt mehr und nun ist er mein Lieblingsfilm! :)
"Lost in Translation" zeigt uns die wahre Liebe zweier Menschen,die zum Teil hielflos und verloren erscheinen und doch so nahe sind.Einer meiner ganz persönlichen Lieblingsfilme,weil er ehrlich und wunderschön zugleich erscheint.
"Sup Dad, ich mache bessere Filme als Du!" Ein Traum von einem Film. Ich habe ihn einmal mit Leuten gesehen, die ihn nicht mochten. Ich habe den Kontakt daraufhin abgebrochen... So was kommt mir hier nicht in die Tüte.
Mit Bill Murray ist das ja so eine Sache. Er hat viele überragende Komödien gedreht. Dann aber viele Filme die echt Schrott sind. Im Alter fing er plötzlich an ernste Filme abzuliefern. Zum Glück. Hier präsentiert Murray mal wieder ganz große Schauspielkunst. Er ist melanchonisch und witzig, einfach glaubwürdig. Ebenso die noch junge Scarlett Johansson. Sie spielt Charlotte, eine noch mädchenhafte Ehefrau eines viel beschäftigten Fotografen. Da ihr Mann nur unterwegs ist, langweilt sich Charlotte. Der Film hätte in den Hauptrollen nicht besser besetzt werden können. Lost in Translation zeigt den Alltag von zwei Menschen die eingentlich glücklich sein müßten. Ihnen scheint es an nichts zu fehlen. Doch sind sie von ihrem Leben genervt und gelangweilt. Erst als sie sich begegnen bessert sich die Stimmung. Sie reden und lachen und haben Spaß zusammen. Dies alles ist sehr gefühlvoll und auch witzig in Szene gesetzt. Untermalt von einem überragenden Soundtrack. Ein Meisterwerk.
Lost in Translation ist ein sehr Stiller Film über plötzliche Orientierungslosigkeit in unserem Leben. Ruhig und einfühlsam erzählt Sofia Copolla die Geschichte der beidenverlorenen Menschen. Veroren, sowohl in Raum und ihren Beziehungen. Bill Murray spielt den abgehalfterten Hollywoodstar so authentisch, dass man meinen könnte, er wäre selbst einer. Leider hat mich die Thematik nicht so angesprochen, da ich wohl noch zu jung dafür bin, es ist aber trotzdem ein empehlenswerter Film.
Meisterwerk oder einschläferndes Befindlichkeitskino? Der Film polarisiert, dass wird nicht nur in diversen Filmforen deutlich. Mich ließ der Film trotzdem irgendwie ratlos und unentschieden zurück. Aber der Reihe nach. Was spricht für den Film? Zweifellos die beiden grandiosen Hauptdarsteller und eine Kameraführung und Bildregie, die beeindruckende und suggestive Bilder Tokyos mit einer ebenso suggestiven Filmmusik verbindet. Es ist Sofia Coppolas Verdienst, für die Darstellung von Einsamkeit, äußerlicher Fremdheit und innerlicher Entfremdung eine beeindruckende Bildsprache gefunden zu haben. Aber es ist natürlich auch ein Film über die sehr privilegierte Langeweile der Reichen und Prominenten (ein wiederkehrendes Motiv ihrer Filme). Ist das für sich genommen kritikwürdig? Nein, aber die Gefahr besteht, dass ein solcher Film wirkliche Relevanz nur für eine Minderheit erlangt und von vielen – dem Sujet gemäß – schlicht als langweilig empfunden wird. Was nicht heißen muss, dass man reich oder berühmt sein muss, um von diesem Film berührt zu sein. Aber man muss eben auch nicht primitiv oder gefühlskalt sein, wenn sich die Identifikation mit den Hauptdarstellern auf Dauer als nicht tragfähig erweist. Ein weiteres Problem sehe ich in dem gnadenlos westlich geprägten Blickwinkel des Films. Auch dies ist für sich genommen noch nicht kritikwürdig, es ist sogar die Grundvoraussetzung des Films. Sofia Coppola, die lange in Japan gelebt hat, lag wahrscheinlich nichts ferner, als die japanische Kultur zu diskreditieren, aber leider erscheint eben diese Kultur hier nur als Kontrastmittel, also als Mittel zum Zweck, um die Entfremdung, Einsamkeit und schließlich die erlösende Seelenverwandtschaft der Protagonisten exemplarisch zu verdeutlichen. Man könnte sagen, der Film wurde notwendigerweise auf Kosten Japans inszeniert. Japan erscheint so als skurrile Freakshow eines surrealen Zukunftsromans, in dem seine Bewohner vor allem als Staffage und als Gelegenheit für die Platzierung von Aussprache- bzw. Akzentwitzen dienen. Unterm Strich bleibt es aber bei dem Urteil: Ein sehenswerter Film; und sei es auch nur um festzustellen, ob man der bedingungslosen Gemeinschaft der ‚Lost in Translation-Jünger‘ angehört.
Mich stürzte der Film in tiefste Melancholie. Frisch vermählte, glückliche Paare wird der Film wohl frohlocken lassen; ältere Paare, die vielleicht 20 Jahre verheiratet sind, werden sich wohl nach dem Film tief in die Augen sehen und sich gegenseitig ihre Liebe gestehen. Mich aber stürzte der Film in tiefste Melancholie.
Viele von euch hatten bestimmt schon eine ernsthafte Liebesbeziehung, manche sind vielleicht schon verheiratet, haben Kinder, manche erlebten vielleicht eine Sommerromanze - ich allerdings fange schon an zu frohlocken, wenn ich von der Klassenschönen freundschaftlich umarmt werde, wenn ich ihr zum Geburtstag gratuliere.
Ich schäme mich, es zu gestehen, aber ja - ich bin einsam, wie unsere beiden Individuen in Lost in Translation.
Wenn ich den Film auf rein inszenatorischer Ebene betrachte, frage ich mich: Wie präzise kann man als Regisseur (hier Regisseurin) eigentlich sein ?
Sofia Coppola beobachtet: Sie beobachtet die neue Generation und die alte Generation als Außenstehende - sie will niemandem angehören. Es ist allzu stereotypisch !
Sofia Coppola entführt uns auf eine Reise: Städte können manchmal mehr als nur Örtlichkeiten sein, durch die wir wie Geister hinundherschweben. Sie können Reisen in unser Innerstes sein, eine Ära, eine kleine Epoche in unserem kleinen, dummen Leben (bei mir war es beispielsweise Paris - hier Tokio)... Man erinnert sich an die kleine Epoche zurück und am Ende verlässt man, beendet man sie und erlebt sie vielleicht nie wieder - nicht in dieser Form.
Lost in Translation hat Tausende Facetten: Es ist ein Hoffnungsschimmer, ein Wachrüttler, ein kleiner Glücklichmacher - es ist irgendwie alles.
Ich liebe diesen Film (noch) nicht, aber ich bewundere ihn jetzt schon !
aus ähnlichen Gründen mag ich den Film viel weniger als du...aber das ist wohl immer ein Balance-Akt bei solchen Themen. Aber für diesen Kommentar wirst du mal fest gedrückt! (Und ehrlich: Irgendwas musste ich jetzt schreiben...nur "gefällt mir" drücken wäre bei so einem kommentar einfach doof)
Sprich...toller Kommentar!
Stimmt,nur "Gefällt mir" reicht nicht.
Hab es bis heute nicht geschafft den Film zu schauen,wenn ich das aber mal tue ,werde ich auf jeden Fall an dich und deinen Kommentar denken.
Auch mir fehlen die Worte. Ich erkenne mich im Text öfters selbst wieder und dafür muss ich dir einfach Tribut zollen! Und glaub mir, beim Review folgt die 10 - war bei mir zumindest so.
Sehr schön erzählter Film, der einem aus der Seele sprechen kann.
Gute Besetzung und toller Soundtrack. werd ich mir definitiv auch nochn zweites Mal ansehen.
Ohne viele Worte...ein wirklich großartiger Film!
Ich finde Bill Murray hier einfach klasse! Sehr schöne Bilder von Tokio haben den Film noch viel schöner gemacht. Ganz toll.
Super Anfangsszene. Zum Rest: man spürt die sanfte Melancholie während des ganzen Films. Super Darsteller, ein super Film für jedem mit dem nötigen Feingefühl
Wow, selbst nach dem wohl fünften Anschauen beeindruckt mich "Lost in Translation" noch. Die ruhige, statische Grundstimmung des Films, in Kontrast zu den schnellen City-/Party-Passagen - und das alles bei einer wirklich hammermäßigen Bildästhetik - trägt dazu bei.
Die super schauspielerische Leistung der damals erst 19-jährigen (!) Scarlett Johansson sowie die von Bill Murray, der seinen Charakterwandel ausgezeichnet darstellt, sind auch positiv hervorzuheben.
Kann man gern auch noch ein sechstes Mal anschauen.
Ein modernes Märchen über zwei Menschen, die auszogen, um das Leben zu erfahren. Die Hauptfiguren könnten unterschiedlicher nicht sein. Es ist nicht die Liebe, die die Protagonisten in diesem Film leitet. Es ist der Wunsch, das Leben zu genießen, es gemeinsam mit jemandem, dem man vertraut – und sei es „nur“ ein Freund oder Seelenverwandter – zu erfahren. Das Leben zu leben! Weder ausschließlich Liebesfilm noch eine durch und durch lustige Komödie, ist "Lost in Translation" von allem etwas. Für solche Filme liebe ich Kino!
[...] „Lost in Translation“ ist ein ruhiger Film über dessen Daseinsberechtigung man womöglich diskutieren könnte, wenn da nicht die zwei herausragenden Hauptdarsteller wären, vor allem Scarlett Johansson beweist in diesem Film eindrucksvoll, dass ihr Talent über ihre äußerlichen Vorzüge hinausgeht und sie mehr sein kann als nur „schmuckes Beiwerk“. „Lost in Translation“ hat die Möglichkeit dem Zuschauer aufgrund seiner begnadeten Hauptdarsteller ein Filmerlebnis zu bieten, welches sich in puncto Authentizität und Intensität auf einer neuen Ebene bewegt und nicht aufgrund seiner Geschichte als solches überzeugt, sondern als Charakterstudie, als Lebensabschnittsbericht zweier Menschen, die das selbe Schicksal teilen. Und selbst jene, die etwaige Begegnungen noch nicht selber erleben durften, werden dank des feinfühlig sensiblen Spiels zweier grandioser Darsteller zumindest nachvollziehen können was es bedeutet echte Zuneigung , fernab von familiären Zwangsbindungen und gesellschaftlichem Arschgekrieche, erfahren zu dürfen. Coppola zeichnet den Mythos der Seelenverwandtschaft als Privileg, das es zu schätzen gilt und macht nicht den Fehler sich den romantisierten Mainstream-Pfaden hinzugeben. Sex gibt es nicht zu sehen und auch inwiefern die beiden ein Paar darstellen sollen, wird im Dunkeln gelassen, ist – sobald der Abspann abgelaufen ist – aber auch nicht weiter wichtig. Vielmehr konzentriert sich Copolla auf die Kraft der Dialoge, zelebriert den Seelenstriptease ihrer Charaktere angenehm zurückgenommen und beweist Mut zur Stille, setzt darüber hinaus sicher humoristische Akzente und verewigt gleichzeitig die Stadt Tokio in einer zwei Stunden andauernden Hommage. „Lost in Translation“ aufgrund seiner wenigen skurrilen Momente als Komödie oder aufgrund seiner melancholischen Thematik als Drama zu bezeichnen wäre jedoch zu einfach, er erweitert vielmehr Genre-Grenzen, verknüpft Tragik und Komik sowie Charakterstudie und Liebesfilm miteinander und erzählt eine Geschichte wie das Leben sie schreibt. Themen wie Freundschaft, Treue und Einsamkeit werden dabei völlig authentisch und unvoreingenommen behandelt und bilden die zentralen Leitmotive des Filmes. Und obwohl der Film die traurigen Schicksale zweier sehr ähnlicher Menschen, aus sehr verschiedenen Welten behandelt macht „Lost in Translation“ vor allem eines: Hoffnung.
Ein Film über das Gefühl, in einer fremden Großstadt wie Tokio allein zu sein. Sowohl Bill Murray als alternder Schauspieler wie auch Scarlett Johansson als junge Ehefrau eines vielbeschäftigten Fotografen erleben dieses Gefühl mit großer Intensität und hinterfragen daraufhin den Sinn ihres Lebens und ihrer Entscheidungen. Als sich die beiden über den Weg laufen, beginnt etwas, das man näherungsweise als Freundschaft beschreiben kann, zum Teil könnte man aber auch von einer Romanze sprechen oder die beiden als Komplizen im Kampf mit der ihnen so fremden Kultur Japans bezeichnen. Der Film ist arm an Handlung und auch sparsam mit Dialogen, sowohl lustig als auch romantisch aber zugleich doch weder wirklich Komödie noch Liebesfilm. Die beiden Hauptdarsteller spielen super, sie erwecken den Film zum Leben und verleihen ihm zusammen mit den wunderschönen Aufnahmen Tokios und der skurril dargestellten japanischen Lebensart eine besondere Magie. Lost in Translation fließt langsam dahin, lässt seine Figuren oft schweigend vor sich hingrübeln und hat keine typischen Gags oder Sexszenen zu bieten. Aber all das passt perfekt zu diesem Film, der auch ohne Worte viel zu sagen hat und gekonnt und glaubwürdig Melancholie mit feiner Situationskomik verknüpft. Er konzentriert sich dabei auf seine Figuren, was vor allem dank Bill Murray ein voller Erfolg ist, denn der schafft es durch seine Darstellung schon nach wenigen Augenblicken, den abgestumpften, orientierungslosen und doch lebenshungrigen Bob Harris zum Leben zu erwecken. Fast gleichwertig präsentiert sich Scarlett Johansson als nachdenkliche, aufgeweckte junge Frau, die vor der Frage steht, was sie mit ihrem Leben anfangen soll, und die erste schwierige Phase ihrer noch jungen Ehe erlebt. Einerseits kaum zu glauben, dass ein Film wie Lost in Translation viele Szenen enthält, die einfach spontan ins Drehbuch eingebaut wurden, andererseits ist wohl gerade das die Erklärung dafür, warum er so schlüssig und glaubwürdig daherkommt. Richtig toll und sehenswert!
Lost in Translation - Kritik
US 2003 Laufzeit 105 Minuten, FSK 6, Komödie, Drama, Kinostart 08.01.2004
Kritiken (10) — Film: Lost in Translation
Stefan_R.: Mann beisst Film
Kommentar löschenWeder ausschließlich Liebesfilm noch eine durch und durch lustige Komödie, ist „LOST IN TRANSLATION“ von allem etwas. Dem Zuschauer wird eine fremde Metropole in wunderbaren Bildern nähergebracht, man schmunzelt über die amüsanten Situationen, die sich während der nächtlichen Streifzüge ergeben, und - SPOILER - verdrückt eine Träne, wenn sich Bob und Charlotte am Ende ein letztes Mal umarmen, bevor jeder von ihnen seinen Weg geht.
Kritik im Original 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten
ralphiee 2011/08/12 16:38:17
Antwort löschenspoiler
DerMuri 2011/08/18 15:20:21
Antwort löschenSchöne Scheiße!
Jetzt werde ich mir diesen Film nicht mehr anschauen.
Kann man Spoiler nicht zumindest mal vorher ankündigen?!
Herzlichen Dank dafür!
Alle 4 Antworten zeigen
arillo 2011/09/05 21:45:23
Antwort löschenSolltest du aber trotzdem, wirklich. Der Film bietet viel zu viel um ihn nur deshalb zu ignorieren, weil man das Ende kennt.
Trotzdem ungeschickt vom Verfasser.
mew 2011/10/12 20:29:58
Antwort löschenohne witz! das hätte mein leben versaut, wenn ich den film noch nicht gesehen hätte :D
Fricki76: Asianfilmweb.de
Kommentar löschenJapan. Das Land des Lächelns. Auf heimischem Terrain bringt man damit kleine, wild fotografierende Menschein in Zusammenhang. Kampfsport und Samurai-Ehre. Doch Japan ist weit mehr als das. Und das bedeutet nicht zwangsläufig, dass man diese Menschen oder deren so völlig fremdartiges Verhalten dann in deren Land besser verstehen würde. Und diese Verlorenheit zweier Amerikaner im anonymen Großstadtdschugel Tokios ist dann auch, wie der Titel schon sagt, das Thema dieser etwas anderen Komödie, die dieser Tage von allen Filmkritikern über den Klee gelobt wird.
Bob Harris (Bill Murray), ein alternder US-TV-Star inmitten der besten Midlife-Crisis, hat das hochbezahlte Werbeangebot einer japanischen Whisky-Marke angenommen und reist für eben diese Werbeaufnahmen nach Tokio. Nach einem Tag Fotoshooting lernt er schlaflos vom Jetlag an der Hotelbar die frischverheiratete Charlotte (Scarlett Johansson) kennen. Diese begleitet ihren Mann, einen erfolgreichen Fotografen auf einer…
4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
Ziad 2010/11/11 19:57:06
Antwort löschenSehr schöne Kritik, aber wieso nur 7 Punkte?
dominik-narinder 2010/11/13 23:05:21
Antwort löschenzusammen mit "nirvana" der schlechteste und langweiligste film, den ich je gesehen habe...
sushi25: movie-fan.de
Kommentar löschenWunderbarer Film mit einer großartigen Scarlett Johansson und einem ebenso großem Bill Murray.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders
Kommentar löschen"Lost in Translation" ist einer der Filme die man gesehen haben muss. Eine tolle Geschichte, tolle Bilder und tolle Schauspieler machen den Film zu einem Genuss. Dieser Film hat den Oscar für das beste Drehbuch wahrlich verdient.
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...
Kommentar löschen[...]Sofia Coppola fängt diese Emotionen und Stimmungen ein und kleidet sie in feinsinnige Bilder, die stets den richtigen Ton treffen. Ihr Inszenierungsstil ist behutsam und zurückhaltend. Kein Wort zu viel kommt über die Lippen der Akteure, es sind viel mehr die Bilder die hier sprechen. Der Plot, die zu Grund liegende Story-Line ist simpel, es geschieht Wenig und doch aber so Viel. Das lakonische Spiel Bill Murrays, das nuancierte und bezaubernde Spiel von Johansson tragen diesen Film, lassen ihn ruhig daher gleiten. Jeder Ton des wundervollen Scores, der sich in perfekter Weise an seine jeweilige Umgebung anpasst, ist an der richtigen Stelle. Nichts wirkt aufgesetzt, nichts übertrieben,[...]
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Birgit Heidsiek: dpa Birgit Heidsiek: dpa
Kommentar löschen"Lost in Translation" ist eine zauberhafte Großstadt-Odyssee, die durch das subtile Spiel der beiden Hauptdarsteller überzeugt, was ihnen jeweils eine Golden-Globe-Nominierung einbrachte. Während Murray sein komödiantisches Talent voll entfalten kann, brilliert die 19-jährige Johansson durch ihre vielfältige Ausdruckskraft, wofür sie bereits bei den 60. Filmfestspielen von Venedig mit dem "Premio Controcorrente" ausgezeichnet wurde.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschenIm Grunde sind es vertraute Witze über das Land der aufgehenden Sonne, aber Coppola reißt sie nicht zur Charakterisierung des Einheimischen, sondern des Fremden. Sie beschreiben nicht die Ulkigkeit der Söhne Nippons, sondern die Verlorenheit des Besuchers. [...] "Lost in Translation" ist so frisch und verspielt, wie man es von einer 32-jährigen Filmemacherin erwarten darf. Und zeugt zugleich von so viel Reife und Weisheit, wie sie die meisten 64-Jährigen noch nicht haben.
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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschenLOST IN TRANSLATION ist zart und versponnen, reserviert und scheu, ohne jede Hybris. Komödie und Tragödie treffen sich. Alles ist möglich in der zärtlichen Geschichte dieser beiden Gestrandeten, bis zum Ende. Aber es bleibt unspektakulär.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten
Kommentar löschen[Die Regisseurin] blickt nicht hinter die Stereotypen, sondern belässt es dabei, sie als Teil eines unlösbaren Rätsels vorzuführen. Was ihren Film gerettet hat, ist ihr Mut zum Innehalten: Beharrliche Einstellungen in stillen Hotelzimmern geben ihren Darstellern die Möglichkeit, ihre Figuren zum Funkeln zu bringen.
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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenAufgeblasene Allgemeinplätze mit wichtiger Mine serviert. Arthaus für Lehrerehepaare die schon American Beauty für gewagt hielten.
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pellekraut007 2009/10/08 16:33:10
Antwort löschenWas ist ein Allgemeinplatz?
jardem 2010/02/24 20:58:13
Antwort löschenIch bekomme diese Kritik einfach nicht mehr aus dem Kopf. Auch wenn ich American Beauty mag. Zu dem Film "Lost in Translation" fällt mir nur ein "Arthaus für Lehrerehepaare, die schon American Beauty für gewagt hielten." Danke dafür! :-)
Silentist 2010/08/01 18:27:34
Antwort löschenWenn man ein klein wenig nachdenkt während dem Film würde man erkennen dass er sogar um 2 Stufen höher auf der Niveautreppe liegt als American Beauty.
Also bitte nicht solche subtil erscheinend abfällige Kritiken mehr, danke.
Ziad 2010/08/15 23:36:56
Antwort löschenAmerican Beauty war in jedem fall gewagter als Lost in Translation. (und schlechter , und außerdem überhaupt nicht mit LiT zu vergleichen)
Du hast den Film wohl etwas missverstanden oder garnicht verstanden, was dir eigendlich nicht übel zu nehmen ist denn jeder hat ein anderes Auffassungsvermögen. Aber ich musste dir jetzt einfach mal kontern weil du alle meine Lieblingsfilme verspottest :D
Alle 6 Antworten zeigen
Ziad 2010/08/15 23:37:40
Antwort löschenDu Arsch xD
Le Samourai 2011/02/02 12:16:02
Antwort löschen@ Silentist: Aber echt. Lange nicht mehr SO einen Blödsinn gelesen.
Kommentare (162) — Film: Lost in Translation
Kommentar schreibenM4x1k1ng 2012/01/22 20:45:34
Kommentar löschen"Lost In Translation" ist wahrhaftig -wie auch andere Mitglieder bemerkt haben- keineswegs in ein bestimmtes Genre zuzuordnen. Er hat von allem etwas und das macht ihn zu einem besonderem Film.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
DerDude_ 2012/01/18 20:36:32
Kommentar löschenÜber "Lost in Translation" wurde schon viel geschrieben und daher mach ich es kurz :
Ein wirklich schöner Film der von einer wirklich melancholisch ,verträumten Art geprägt ist ,aber dennoch einen wirklich erheiternde Stimmung rüberbringt .
Mithilfe von einem authentischen Drehbuch und nicht weniger authentischen Darstellern ,liegt seine größte Stärke darin liegt , die Emotionen der beiden Prontagonisten wunderbar auf den Zuschauer zu übertragen.
Vielleicht etwas zu kurz aber dennoch ein wirklich netter und wahrmherziger Film zum immer wieder schauen.
12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Glücksritter 2012/01/09 02:18:32
Kommentar löschenStill und doch gigantisch. Kein Film der vielen Wörter. Es zählt einzig und allein das Zwischenmenschliche, so wunderbar dargestellt wie nirgendwo anders. Ein Kunstwerk. Unantastbar.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Rukus 2012/01/08 03:23:25
Kommentar löschenEigentlich eine tolle Geschichte und ein guter Film, aber hier und da verliert er mich. Am Ende stellt sich für mich irgendwie die Frage, ob Männer schizophrene Spinner sein sollen!? Der verquere Suff-ONS und dann das Fax? Ersteres war für mich ein Bruch im Film, der sich einfach falsch anfühlte - und ich meine hier nicht nur moralisch oder "romantisch". Es geht mir um die Geschichte. Schade.
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freshtrader 2012/01/06 16:31:45
Kommentar löschenFor relaxing time.... make it a Santory time...
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freakualizer 2012/01/05 20:17:15
Kommentar löschenGestern noch einmal in der richtigen Stimmung geguckt und schon seit einigen Tagen darauf gefreut. Gibt direkt einen Punkt mehr und nun ist er mein Lieblingsfilm! :)
7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
sachsenkrieger 2012/01/06 01:43:09
Antwort löschenJa, das ist ne gute Idee. Den gebe ich mir die Tage auch mal wieder.
freakualizer 2012/01/06 17:35:15
Antwort löschenDann viel Spaß! Passt stimmungsmäßig hervorragend zu unserem derzeitigen Wetter. ^^
Gerry1974 2012/01/02 19:33:55
Kommentar löschen"Lost in Translation" zeigt uns die wahre Liebe zweier Menschen,die zum Teil hielflos und verloren erscheinen und doch so nahe sind.Einer meiner ganz persönlichen Lieblingsfilme,weil er ehrlich und wunderschön zugleich erscheint.
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VisitorQ 2011/12/31 10:00:39
Kommentar löschen"Sup Dad, ich mache bessere Filme als Du!" Ein Traum von einem Film. Ich habe ihn einmal mit Leuten gesehen, die ihn nicht mochten. Ich habe den Kontakt daraufhin abgebrochen... So was kommt mir hier nicht in die Tüte.
7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Lichtspieler 2011/12/29 19:11:10
Kommentar löschenMit Bill Murray ist das ja so eine Sache. Er hat viele überragende Komödien gedreht. Dann aber viele Filme die echt Schrott sind. Im Alter fing er plötzlich an ernste Filme abzuliefern. Zum Glück. Hier präsentiert Murray mal wieder ganz große Schauspielkunst. Er ist melanchonisch und witzig, einfach glaubwürdig. Ebenso die noch junge Scarlett Johansson. Sie spielt Charlotte, eine noch mädchenhafte Ehefrau eines viel beschäftigten Fotografen. Da ihr Mann nur unterwegs ist, langweilt sich Charlotte. Der Film hätte in den Hauptrollen nicht besser besetzt werden können. Lost in Translation zeigt den Alltag von zwei Menschen die eingentlich glücklich sein müßten. Ihnen scheint es an nichts zu fehlen. Doch sind sie von ihrem Leben genervt und gelangweilt. Erst als sie sich begegnen bessert sich die Stimmung. Sie reden und lachen und haben Spaß zusammen. Dies alles ist sehr gefühlvoll und auch witzig in Szene gesetzt. Untermalt von einem überragenden Soundtrack. Ein Meisterwerk.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
eastergaard 2011/12/28 19:57:22
Kommentar löschenLost in Translation ist ein sehr Stiller Film über plötzliche Orientierungslosigkeit in unserem Leben. Ruhig und einfühlsam erzählt Sofia Copolla die Geschichte der beidenverlorenen Menschen. Veroren, sowohl in Raum und ihren Beziehungen. Bill Murray spielt den abgehalfterten Hollywoodstar so authentisch, dass man meinen könnte, er wäre selbst einer. Leider hat mich die Thematik nicht so angesprochen, da ich wohl noch zu jung dafür bin, es ist aber trotzdem ein empehlenswerter Film.
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wallone77 2011/12/28 13:22:52
Kommentar löschenMeisterwerk oder einschläferndes Befindlichkeitskino? Der Film polarisiert, dass wird nicht nur in diversen Filmforen deutlich. Mich ließ der Film trotzdem irgendwie ratlos und unentschieden zurück. Aber der Reihe nach. Was spricht für den Film? Zweifellos die beiden grandiosen Hauptdarsteller und eine Kameraführung und Bildregie, die beeindruckende und suggestive Bilder Tokyos mit einer ebenso suggestiven Filmmusik verbindet. Es ist Sofia Coppolas Verdienst, für die Darstellung von Einsamkeit, äußerlicher Fremdheit und innerlicher Entfremdung eine beeindruckende Bildsprache gefunden zu haben. Aber es ist natürlich auch ein Film über die sehr privilegierte Langeweile der Reichen und Prominenten (ein wiederkehrendes Motiv ihrer Filme). Ist das für sich genommen kritikwürdig? Nein, aber die Gefahr besteht, dass ein solcher Film wirkliche Relevanz nur für eine Minderheit erlangt und von vielen – dem Sujet gemäß – schlicht als langweilig empfunden wird. Was nicht heißen muss, dass man reich oder berühmt sein muss, um von diesem Film berührt zu sein. Aber man muss eben auch nicht primitiv oder gefühlskalt sein, wenn sich die Identifikation mit den Hauptdarstellern auf Dauer als nicht tragfähig erweist. Ein weiteres Problem sehe ich in dem gnadenlos westlich geprägten Blickwinkel des Films. Auch dies ist für sich genommen noch nicht kritikwürdig, es ist sogar die Grundvoraussetzung des Films. Sofia Coppola, die lange in Japan gelebt hat, lag wahrscheinlich nichts ferner, als die japanische Kultur zu diskreditieren, aber leider erscheint eben diese Kultur hier nur als Kontrastmittel, also als Mittel zum Zweck, um die Entfremdung, Einsamkeit und schließlich die erlösende Seelenverwandtschaft der Protagonisten exemplarisch zu verdeutlichen. Man könnte sagen, der Film wurde notwendigerweise auf Kosten Japans inszeniert. Japan erscheint so als skurrile Freakshow eines surrealen Zukunftsromans, in dem seine Bewohner vor allem als Staffage und als Gelegenheit für die Platzierung von Aussprache- bzw. Akzentwitzen dienen. Unterm Strich bleibt es aber bei dem Urteil: Ein sehenswerter Film; und sei es auch nur um festzustellen, ob man der bedingungslosen Gemeinschaft der ‚Lost in Translation-Jünger‘ angehört.
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Jack_Torrance 2011/12/28 11:13:04
Kommentar löschenMich stürzte der Film in tiefste Melancholie. Frisch vermählte, glückliche Paare wird der Film wohl frohlocken lassen; ältere Paare, die vielleicht 20 Jahre verheiratet sind, werden sich wohl nach dem Film tief in die Augen sehen und sich gegenseitig ihre Liebe gestehen. Mich aber stürzte der Film in tiefste Melancholie.
Viele von euch hatten bestimmt schon eine ernsthafte Liebesbeziehung, manche sind vielleicht schon verheiratet, haben Kinder, manche erlebten vielleicht eine Sommerromanze - ich allerdings fange schon an zu frohlocken, wenn ich von der Klassenschönen freundschaftlich umarmt werde, wenn ich ihr zum Geburtstag gratuliere.
Ich schäme mich, es zu gestehen, aber ja - ich bin einsam, wie unsere beiden Individuen in Lost in Translation.
Wenn ich den Film auf rein inszenatorischer Ebene betrachte, frage ich mich: Wie präzise kann man als Regisseur (hier Regisseurin) eigentlich sein ?
Sofia Coppola beobachtet: Sie beobachtet die neue Generation und die alte Generation als Außenstehende - sie will niemandem angehören. Es ist allzu stereotypisch !
Sofia Coppola entführt uns auf eine Reise: Städte können manchmal mehr als nur Örtlichkeiten sein, durch die wir wie Geister hinundherschweben. Sie können Reisen in unser Innerstes sein, eine Ära, eine kleine Epoche in unserem kleinen, dummen Leben (bei mir war es beispielsweise Paris - hier Tokio)... Man erinnert sich an die kleine Epoche zurück und am Ende verlässt man, beendet man sie und erlebt sie vielleicht nie wieder - nicht in dieser Form.
Lost in Translation hat Tausende Facetten: Es ist ein Hoffnungsschimmer, ein Wachrüttler, ein kleiner Glücklichmacher - es ist irgendwie alles.
Ich liebe diesen Film (noch) nicht, aber ich bewundere ihn jetzt schon !
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ElMagico 2011/12/28 12:08:01
Antwort löschenaus ähnlichen Gründen mag ich den Film viel weniger als du...aber das ist wohl immer ein Balance-Akt bei solchen Themen. Aber für diesen Kommentar wirst du mal fest gedrückt! (Und ehrlich: Irgendwas musste ich jetzt schreiben...nur "gefällt mir" drücken wäre bei so einem kommentar einfach doof)
Sprich...toller Kommentar!
Jack_Torrance 2011/12/28 12:15:18
Antwort löschenDanke schön :)
Broda 2011/12/28 12:45:00
Antwort löschenGanz, ganz starker Kommentar! :)
Jack_Torrance 2011/12/28 12:47:17
Antwort löschenVielen Dank !
Andy Dufresne 2011/12/28 14:13:40
Antwort löschenStimmt,nur "Gefällt mir" reicht nicht.
Hab es bis heute nicht geschafft den Film zu schauen,wenn ich das aber mal tue ,werde ich auf jeden Fall an dich und deinen Kommentar denken.
Benjamin Barker 2011/12/28 15:16:29
Antwort löschenAuch mir fehlen die Worte. Ich erkenne mich im Text öfters selbst wieder und dafür muss ich dir einfach Tribut zollen! Und glaub mir, beim Review folgt die 10 - war bei mir zumindest so.
Jack_Torrance 2011/12/29 09:49:39
Antwort löschenDanke allerseits :) Bei dem Lob fehlen auch mir die Worte !
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seven 2011/12/30 12:15:33
Antwort löschenWas für ein Kommentar...Sprachlos!
Jack_Torrance 2011/12/30 20:38:49
Antwort löschenWow, danke :)
dgk 2011/12/27 23:11:41
Kommentar löschenDer Vorspann auf Spielfilmlänge. Bill Murray zum Abturnen. Scarlett Johanssen nur als glühender Fan zu ertragen. Weniger Handlung geht kaum.
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dada20 2011/12/27 22:18:38
Kommentar löschenSehr schön erzählter Film, der einem aus der Seele sprechen kann.
Gute Besetzung und toller Soundtrack. werd ich mir definitiv auch nochn zweites Mal ansehen.
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mel1202 2011/12/27 21:52:03
Kommentar löschenOhne viele Worte...ein wirklich großartiger Film!
Ich finde Bill Murray hier einfach klasse! Sehr schöne Bilder von Tokio haben den Film noch viel schöner gemacht. Ganz toll.
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Sisko1982 2011/12/27 21:25:34
Kommentar löschenSuper Anfangsszene. Zum Rest: man spürt die sanfte Melancholie während des ganzen Films. Super Darsteller, ein super Film für jedem mit dem nötigen Feingefühl
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herrbenson 2011/11/09 23:56:20
Kommentar löschenWow, selbst nach dem wohl fünften Anschauen beeindruckt mich "Lost in Translation" noch. Die ruhige, statische Grundstimmung des Films, in Kontrast zu den schnellen City-/Party-Passagen - und das alles bei einer wirklich hammermäßigen Bildästhetik - trägt dazu bei.
Die super schauspielerische Leistung der damals erst 19-jährigen (!) Scarlett Johansson sowie die von Bill Murray, der seinen Charakterwandel ausgezeichnet darstellt, sind auch positiv hervorzuheben.
Kann man gern auch noch ein sechstes Mal anschauen.
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RoosterCogburn 2011/11/09 13:42:53
Kommentar löschenEin modernes Märchen über zwei Menschen, die auszogen, um das Leben zu erfahren. Die Hauptfiguren könnten unterschiedlicher nicht sein. Es ist nicht die Liebe, die die Protagonisten in diesem Film leitet. Es ist der Wunsch, das Leben zu genießen, es gemeinsam mit jemandem, dem man vertraut – und sei es „nur“ ein Freund oder Seelenverwandter – zu erfahren. Das Leben zu leben! Weder ausschließlich Liebesfilm noch eine durch und durch lustige Komödie, ist "Lost in Translation" von allem etwas. Für solche Filme liebe ich Kino!
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_Garfield 2011/11/02 18:23:38
Kommentar löschen[...] „Lost in Translation“ ist ein ruhiger Film über dessen Daseinsberechtigung man womöglich diskutieren könnte, wenn da nicht die zwei herausragenden Hauptdarsteller wären, vor allem Scarlett Johansson beweist in diesem Film eindrucksvoll, dass ihr Talent über ihre äußerlichen Vorzüge hinausgeht und sie mehr sein kann als nur „schmuckes Beiwerk“. „Lost in Translation“ hat die Möglichkeit dem Zuschauer aufgrund seiner begnadeten Hauptdarsteller ein Filmerlebnis zu bieten, welches sich in puncto Authentizität und Intensität auf einer neuen Ebene bewegt und nicht aufgrund seiner Geschichte als solches überzeugt, sondern als Charakterstudie, als Lebensabschnittsbericht zweier Menschen, die das selbe Schicksal teilen. Und selbst jene, die etwaige Begegnungen noch nicht selber erleben durften, werden dank des feinfühlig sensiblen Spiels zweier grandioser Darsteller zumindest nachvollziehen können was es bedeutet echte Zuneigung , fernab von familiären Zwangsbindungen und gesellschaftlichem Arschgekrieche, erfahren zu dürfen. Coppola zeichnet den Mythos der Seelenverwandtschaft als Privileg, das es zu schätzen gilt und macht nicht den Fehler sich den romantisierten Mainstream-Pfaden hinzugeben. Sex gibt es nicht zu sehen und auch inwiefern die beiden ein Paar darstellen sollen, wird im Dunkeln gelassen, ist – sobald der Abspann abgelaufen ist – aber auch nicht weiter wichtig. Vielmehr konzentriert sich Copolla auf die Kraft der Dialoge, zelebriert den Seelenstriptease ihrer Charaktere angenehm zurückgenommen und beweist Mut zur Stille, setzt darüber hinaus sicher humoristische Akzente und verewigt gleichzeitig die Stadt Tokio in einer zwei Stunden andauernden Hommage. „Lost in Translation“ aufgrund seiner wenigen skurrilen Momente als Komödie oder aufgrund seiner melancholischen Thematik als Drama zu bezeichnen wäre jedoch zu einfach, er erweitert vielmehr Genre-Grenzen, verknüpft Tragik und Komik sowie Charakterstudie und Liebesfilm miteinander und erzählt eine Geschichte wie das Leben sie schreibt. Themen wie Freundschaft, Treue und Einsamkeit werden dabei völlig authentisch und unvoreingenommen behandelt und bilden die zentralen Leitmotive des Filmes. Und obwohl der Film die traurigen Schicksale zweier sehr ähnlicher Menschen, aus sehr verschiedenen Welten behandelt macht „Lost in Translation“ vor allem eines: Hoffnung.
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Stefan_R. 2011/11/02 19:57:56
Antwort löschenToll zusammengefasst. Freut mich, dass auch du den Film so verstanden hast, wie er - womöglich - verstanden werden will :)
MOVIE...FAN 2011/11/02 22:00:21
Antwort löschenKann mich nur anschliessen.
_Garfield 2011/11/02 22:49:45
Antwort löschenStefan R.: Das hoffe ich. Und vielen Dank.
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kinokumpel 2011/11/05 15:48:40
Antwort löschenFinde auch, dass Du die Essenz des Films getroffen hast. Danke.
_Garfield 2011/11/05 16:04:49
Antwort löschenVielen Dank.
Emzed 2011/10/12 11:11:54
Kommentar löschenEin Film über das Gefühl, in einer fremden Großstadt wie Tokio allein zu sein. Sowohl Bill Murray als alternder Schauspieler wie auch Scarlett Johansson als junge Ehefrau eines vielbeschäftigten Fotografen erleben dieses Gefühl mit großer Intensität und hinterfragen daraufhin den Sinn ihres Lebens und ihrer Entscheidungen. Als sich die beiden über den Weg laufen, beginnt etwas, das man näherungsweise als Freundschaft beschreiben kann, zum Teil könnte man aber auch von einer Romanze sprechen oder die beiden als Komplizen im Kampf mit der ihnen so fremden Kultur Japans bezeichnen. Der Film ist arm an Handlung und auch sparsam mit Dialogen, sowohl lustig als auch romantisch aber zugleich doch weder wirklich Komödie noch Liebesfilm. Die beiden Hauptdarsteller spielen super, sie erwecken den Film zum Leben und verleihen ihm zusammen mit den wunderschönen Aufnahmen Tokios und der skurril dargestellten japanischen Lebensart eine besondere Magie. Lost in Translation fließt langsam dahin, lässt seine Figuren oft schweigend vor sich hingrübeln und hat keine typischen Gags oder Sexszenen zu bieten. Aber all das passt perfekt zu diesem Film, der auch ohne Worte viel zu sagen hat und gekonnt und glaubwürdig Melancholie mit feiner Situationskomik verknüpft. Er konzentriert sich dabei auf seine Figuren, was vor allem dank Bill Murray ein voller Erfolg ist, denn der schafft es durch seine Darstellung schon nach wenigen Augenblicken, den abgestumpften, orientierungslosen und doch lebenshungrigen Bob Harris zum Leben zu erwecken. Fast gleichwertig präsentiert sich Scarlett Johansson als nachdenkliche, aufgeweckte junge Frau, die vor der Frage steht, was sie mit ihrem Leben anfangen soll, und die erste schwierige Phase ihrer noch jungen Ehe erlebt. Einerseits kaum zu glauben, dass ein Film wie Lost in Translation viele Szenen enthält, die einfach spontan ins Drehbuch eingebaut wurden, andererseits ist wohl gerade das die Erklärung dafür, warum er so schlüssig und glaubwürdig daherkommt. Richtig toll und sehenswert!
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