Filmplakat von Louise Hires a Contract Killer Louise Hires a Contract Killer

Louise Michel, FR 2008 — Kritik

Kritiker — Ganz gut 6.7

Der Film Louise Hires a Contract Killer wurde von 7 Kritikern bewertet.

Ines Walk: Filmpublizistin seit 1998

6.0Ganz gut

Einiges war zwar wirklich schwarz an dem Humor, anderes aber einfach zu beliebig, so dass das Vergnügen nicht ganz so groß wie erwartet war. Die Schauspieler waren gut, die Geschichte hatte einige Hänger.

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Der Redaktör: kino-zeit.de

7.5Sehenswert

Eines ist sicher: Louise Hires a Contract Killer wird nicht jedem Kinozuschauer gefallen und manchen Besucher sogar eher abschrecken. Dazu ist der Stil zu eigenwillig, das Budget dieser Independent-Produktion zu klein und die Lust an der Übertreibung zu deutlich. Wer allerdings Grotesken im Stile eines Aki Kaurismäki und treffsicher geschriebenen Trash mit einer gehörigen Portion an Bösartigkeit zu schätzen weiß, der dürfte an diesem Film unendlich viel Spaß haben.

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Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter

7.5Sehenswert

Die Lösung zur Abschaffung des Kapitalismus ist natürlich keine, und der Humor von "Louise Hires a Contract Killer" überhaupt nicht kreativ, sondern rein destruktiv. Aber genau so, als aberwitzige Groteske mit scharfen Spitzen gegen die ökonomischen Realitäten, funktioniert der Film wunderbar.

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Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr...

7.5Sehenswert

Kervern und Delépine beweisen, dass man sich einer sozialen Frage, die nicht zuletzt in Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise hochaktuell ist, nicht mit didaktischer Strenge oder reflexhaften Betroffenheitsgesten nähern muss. Manchmal tun es auch zwei Höllenhunde und ein absurder Plan voller Chaos und Anarchie.

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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

7.0Sehenswert

Zuerst gab’s vom Chef zum Feierabend noch neue, mit dem Namen der jeweiligen Mitarbeiterin bestickte Arbeitskittel, zwölf Stunden später ist die Fabrik bereits ausgeräumt, der Boss verschwunden und die Frauen arbeitslos. Zwar bekommen sie eine Abfindung, doch die ist zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel. Womit wir auch schon beim Thema wären: Die Frauen beschließen, ihre Abfindungen zusammenzulegen und Louise (Yolande Moreau) steuert die richtige Idee bei, was mit dem Geld anzufangen sei: Einen Profikiller anheuern, der den Boss umlegt. Dass dessen Rekrutierung ausgerechnet Louise übernimmt, die nicht richtig lesen und schreiben kann, hätte ihre ehemaligen Kolleginnen stutzig machen sollen. Und so findet das resolute Mannsweib auch nur den Wachmann Michel (Bouli Lanners), der noch nicht einmal einem Hund etwas zuleide tun kann, aber dringend die 20.000 Euro Tötungshonorar benötigt. Doch der schüchterne Michel hat schon eine Idee, wie er die Aufgabe erfüllen kann, ohne selbst den Abzug zu drücken. Mit einer grandiosen Beiläufigkeit werden einem hier die aberwitzigsten Situationen und Figuren vorgeführt, als wären es die normalsten Typen der Welt. Wer’s gerne etwas abwegig mag und wem der Humor nicht schwarz genug sein darf, der wird an dieser abgefahrenen französischen Komödie zur Krise mehr als nur seinen Spaß haben.

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Kazushi: FILMSTARTS.de, TakashiMiike.de

8.0Ausgezeichnet

„Louise Michel“ ist eine herrlich schwarzhumorige, bitterböse, politisch bis zum Erbrechen unkorrekte Komödie mit hoher Lachgarantie, die ganz sicher nicht für jeden Zuschauer geeignet ist. Einem Teil des Publikums dürfte bei todkranken „Killerwerkzeugen“, explodierenden Köpfen und der Nachstellung der Anschläge des 11. September auf einer Wiese nicht zum Lachen zumute sein. Wer sich aber schon bei „Aaltra“ amüsiert hat oder einer düsteren Humorfärbung nicht abgeneigt ist, wird bei dieser Anarcho-Komödie bestimmt auf seine Kosten kommen - und das auch noch bis nach dem Abspann, den man sich unbedingt bis zum bitteren Ende ansehen sollte.

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Kommentare — Ganz gut 6.6

Der Film Louise Hires a Contract Killer wurde von 96 Mitgliedern bewertet.

GrafKoks

Bewertung8.5Herausragend

Ungewöhnlich "nordisch" in seiner Inszenierung ist diese pechschwarze Transgender-Auftragskiller-Posse so bekloppt wie sich die Beschreibung anhört.

Wunderbar grotesk!

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xenada

Bewertung4.0Uninteressant

Die Schauspieler waren das Beste am Film. Der Film an sich war mir zu abgedreht und der Handlung teilweise schwer zu folgen bzw war sie kaum nachzuvollziehen.

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eierfeile

Bewertung7.5Sehenswert

Ein kleiner böser Film, der sich nicht um Tabus schert und das Thema "Turbokapitalismus" wunderbar auf die Schippe nimmt. Aber am Ende sind die "Kleinen" eben wieder die Angeschmierten, so wie im richtigen Leben, siehe Deutschland und seine tolle neue Regierung.

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dae-su

Bewertung7.0Sehenswert

Grotesk, schwarzhumorig, skurril, heftig. Und in der OV sicherlich nochmal um Lääängen besser.

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Stern 25

Bewertung9.5Herausragend

Hab den Film in einem kleinen Kino gesehen, hat Spaß gemacht. Zugleich habe ich mich gewundert, wie man Boshaftigkeiten des Lebens so normal, absurd und lustig darstellen kann. Habe viel gelacht und mich bei der krebskranken Schwester selber geschämt, dass ich mich nicht halten konnte vor Lachen, als sie in Ihrem Kleidchen losmarschierte.
Manche Szenen waren Humor des Humor wegen und einfach bescheuert.
Da sind einige aus dem Kino gegangen. Ich bin geblieben, bis das Licht anging und wollte ihn gleich nochmal sehen.

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christofs

Bewertung9.0Herausragend

Ein kleines Goldstück der französischen B-Movie-Szene. Wahrscheinlich nicht unabsichtlich erinnert der Titel an einen der File Kaurismäkis - denn vieles an diesem Fall erinnert an den eigemnsinnigen Finnen, ohne ein Abklatsch zu sein. Aber: Was für die Filme des finnischen Großmeisters des dunklen Humors, so gilt auch hier: Viele werden den Film nicht mögen, werden über den Humor nicht lachen können - und manche werden das Kino entnervt und angewidert verlassen. Die Skurilität bewegt sich zu Weilen nah an der Grenze des Manieristischen und Aufgesetzten (das mitgebrachte Schlüsselloch), manche Metaphorik zum Teil mit dem Holzhammer eingeflochten (das Spiel mit der sexuellen Idendität der Protagonisten) und mancher Witz driftet ins Slapstickhafte ab - aber alles in allem ein gelungener Film zwischen Kaurismäki und Allen mit einem kleinen Schuß von Trier und einer kleinen Prise Tati.

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RaZer

Bewertung5.5Geht so

Sehr schwarzer Humor, der so seine Eigenarten hat. Diese muss man schon mögen, um dem Film etwas abgewinnen zu können. Ein Brüller war es für mich nicht, auch wenn einige sehr gute Szenen dabei waren. Seine Story verliert der Film nie aus den Augen, nur sein Stil ist doch etwas gewöhnungsbedürftig. Manchmal ist es anstengend am Ball zu bleiben, weil einfach nichts passiert. Ich denke aber, dass das wohl auch so gewollt war.
Sozialkrititk pur, seviert per Vorschlaghammer.

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Thekla

Bewertung6.5Ganz gut

Ein unglaublich derber Humor. Wenn ich es nicht besser gewusst hätte, hätte ich es den Dänen zu geschrieben. Bitterböse mit viel Sozialkritik!

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Kris

Bewertung7.5Sehenswert

Bitterböser Humor und eigentlichtümlich grotesker Erzählstil. Trotzdem gehen auch die sozialkritischen Inhalte nicht unter. Auf jeden Fall kein Film für die breite Masse.

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MartinDoeringer

Bewertung10.0Lieblingsfilm

ganz krasser Humor. Finde die Hauptdarstellerin seit "Seraphine" sowieso grandios! Ganz, ganz KRASS GUT!

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RichterSkala

Bewertung2.0Ärgerlich

Auch wenn ich mich jetzt der Gefahr aussetze, dass behauptet wird, ich hätte den Film nicht verstanden, keinen Humor, zu viele Grenzen im Kopf und zu wenig Verständnis: Louise Hires a Contract Killer ist ein schlechter Film und der erste, bei dem ich mehr als ein mal darüber nachgedacht habe, das Kino frühzeitig zu verlassen.
Die Witze sind zu offensichtlich, oft einfach vorhersehbar zu einfach. Auch wenn sie Tabus brechen - dadurch wird ein Pointe nicht unbedingt lustig. Dazu kommt die offensichtliche Lust der Regisseure ihr Publikum zu quälen. Da wird die Szene bis ins unerträgliche gestreckt und offensichtliche Bildfehler gebastelt. Was bei den Klassikern der Anarchocomedy den Charme ausgemacht hat, wirkt hier nur nervend und ermüdend.
Vor dem völligen Absturz rettet diesen Film mit gefühlter Überlänge nur wenige Szenen: Das Intro mit der Internationalen - deren Sinn für den Plot ist mir aber nicht mehr klar geworden, hin und wieder ein Lacher, als ein Witz im Kopf mal wieder schneller durchgelaufen ist, als auf der Leinwand und der Verschwörungstheoretiker.

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Sheeeeep

Bewertung3.5Schwach

Ich wurde mit dem Film nicht so richtig warm. Steh normalerweise auf schwarze Komödien und der Film ist da stellenweise bitterböse, doch die ganze Atmosphäre hat auf mich nicht gewirkt.

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feininger75

vorgemerkt

Dem Regieduo Benoît Delépine und Gustave de Kervern verdanken wir den großartigen Geheimtipp "Aaltra".

Da kommt der neue Film mit dem schönen Tiel "Louise hires a contract killer" doch auch auf die Watchlist.

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