Ludwig II. - Kritik

AT/DE 2012 Laufzeit 143 Minuten, FSK 6, Drama, Kinostart 26.12.2012

Kommentare zu Ludwig II.

  • 1 .5
    abendrot 18.09.2014, 22:53

    Ich habe Kasperle-Theater gesehen, die mehr Anspruch hatten als dieser Film. Besonders daneben finde ich die Darstellung von Ludwig. Dieser König hat nichts von der melancholischen Verträumtheit seines sowohl Männern wie Frauen zugetanen Originals. Stattdessen wird dem Zuschauer eine dezent infantile und hysterische Klemmschwester präsentiert - fehlt eigentlich nur noch, dass sie ihm ein Kleid angezogen hätten. Weiblicher ist da nichtmal die Sissi, die völlig monoton ihren Regietext runterleiert. Aus AA kann man aber leider keine Schokoplätzchen backen. Tipp: Lieber bei der Visconti-Verfilmung bleiben.

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    • 5
      LivingDead 06.08.2014, 19:03

      Optisch ansprechender Historienfilm, den ich mir vor allem wegen der Landschaft (bin jedes Jahr in der Gegend unterwegs zwecks Verwandtschaften) angesehen habe, welcher hier durchaus einen großen Stellenwert eingeräumt wird. Nebenbei wird auch das Leben von Ludwig II. einigermaßen korrekt bebildert, sodass die ambivalente Persönlichkeit dieses exzentrischen Menschen ganz gut zur Geltung kommt. Was dem Film dabei jedoch komplett fehlt, ist eine emotionale Bindung zu den Charakteren, welche nie wirklich aufgebaut wird. Viel zu theatralisch und kühl wirkt das Ganze bisweilen, sodass das Geschehen mitunter doch recht schleppend vor sich hindümpelt. Falls man nicht wirklich ein gewisses Interesse am Leben dieses schwierigen Menschen mitbringt, so ist der Film doch kaum empfehlenswert.
      Optisch und akustisch sehr ansprechend, mit solider historischer Akkuratesse.

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      • 6
        angelmoonsoul 02.04.2014, 10:53

        Ludwig II. hat einen wirklich guten Cast.
        Auch die Ausstattung des Films und die vielen Kulissen sind wirklich sehr schön. Jedoch ist der Film teilweise uniteressant & langatmig. Paar Minuten weniger hätten dem Film sicherlich gut getan.

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        • 5
          Sabrina Schütz 09.10.2013, 22:51

          Die Schauspieler machen ihre Sache schon gut, es war auch interessant etwas über den Märchenkönig zu erfahren. Aber über weite Teile war der Film doch langatmig und uninteressant, ich hab mich oft dabei erwischt, nicht aufzupassen sondern in Wikipedia den Artikel zu Lugwig II zu lesen...
          Ein kleiner Pluspunkt waren für mich die schönen Landschaftsaufnahmen uund zum Ende hin die schönen Schlösser ;-)
          Aber es reicht dann doch nicht für mehr als 5 Punkte.

          • 4
            Hartmut Wastian 19.06.2013, 11:28

            Für mich eine äußerst langatmige Frakshow, in der die Hauptperson auf einen lächerlichen Psycho reduziert wird - etwa so, wie es in Milos Forman's "Amadeus" Tim Hulce vorgemacht hat. Eher historisierend als wirklich historisch und dazu dramaturgisch unambitioniert, mit einem den Freak gut spielenden Hauptdarsteller.

            • 8 .5
              AgentGuhl86 07.04.2013, 12:13

              Man kann "Ludwig II." viel vorwerfen: er sei zu lang, viele Szenen könnten kürzer sein, die Rahmenhandlung evtl. zu wenig ausgereift. Das mag alles sein, aber es gibt Filme, deren Wert bemisst sich (fast) ausschließlich an den darstellerischen Leistungen und insbesondere der Hauptdarsteller (hier die jüngere Version) hat sich großartig präsentiert und macht viele Szenen sehr sehenswert. Dazu kommen teils recht opulente Bilder, die das ganze abrunden. Ich nehme mit, dass Ludwig II. eine sehr interessante Persönlichkeit war, mit der es sich auseinanderzusetzen lohnt. Der Film mag dafür ein passabler Einstieg sein.

              • 6
                Indigomiau 02.04.2013, 09:32

                Es hat mir Spaß gemacht, Sabin Tambrea beim Spielen zuzuschauen, aber irgendwann wurde der Film einfach zu langatmig und letztlich dann einfach nur noch langweilig...leider. Weniger ist eben manchmal doch mehr.

                • Ichundso 01.02.2013, 16:36

                  Würd ja gern rein, aber ich hab den ersten Teil nicht gesehen.

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                  • 8
                    A.-C. Simon 03.01.2013, 12:11

                    Sabin Tambrea ist so tief in die Ludwig-Figur eingetaucht, dass er sogar das lächerlich unhistorische, weil so unhöfisch heutige Gehabe und Gerede seines Umfelds – einschließlich Hannah Herzsprungs Sisi und Edgar Selges Wagner – vergessen lässt. [...] So aber kann Ludwig – zum wievielten Mal? – rühren, ja erschüttern.

                    • 6 .5
                      José Garcia: Textezumfilm 27.12.2012, 20:04

                      Mit schwelgerischer Ausstattung, einer bemerkenswerten Kameraführung und an Originalschauplätzen gedreht, liefert der Spielfilm „Ludwig II.“ von Marie Noëlle und Peter Sehr ein sehr persönliches Porträt des wohl bekanntesten bayerischen Königs. Für ihren Film konnten sich Noëlle und Sehr, die auch gemeinsam das Drehbuch verfassten, auf neueste Erkenntnisse und bislang öffentlich nicht zugängliche Dokumente stützten. Von den früheren Filmen über Ludwig II. unterscheidet sich Noëlles und Sehrs Spielfilm insbesondere in drei Aspekten: in der Darstellung von Ludwigs homosexuellen Neigungen und seines daraus entstandenen Gewissenskonflikts, in Ludwigs Zerbrechen an den Zwängen seines Amtes und in der Beschäftigung mit den noch immer umstrittenen Umständen von Ludwigs Tod.

                      • 4
                        Tim Slagman: spiegel online, fluter 27.12.2012, 14:11

                        Wann immer Ludwig II. isoliert am Rande des Prunksaals ins Bild gesetzt ist, ist die nächste schwelgerische Kamerafahrt über ach so überwältigende Alpengipfel nicht weit.

                        • 4
                          V. Robrahn: Filmszene.de 27.12.2012, 13:41

                          Ludwig II. ist zumindest in der ersten Hälfte durchaus noch kurzweilig und unterhaltsam, verliert aber mit fortschreitender Laufzeit zunehmend den Faden, ufert dabei dann immer mehr in eher uninteressante und teils sehr zähflüssige Gefilde aus.

                          • 6
                            Alexandra Wach: film-dienst.de 27.12.2012, 13:06

                            Neben der prächtigen Ausstattung und manch fulminant besetzter Nebenrolle [...] überzeugt einzig die Bildgestaltung von Christian Berger, der pralle Tableaus zaubert und Zitate von Caspar David Friedrich einschleust.

                            • 7
                              Birgit Roschy: echo online, epd Film 27.12.2012, 12:50

                              Die oft erstaunlich leichtfüßige Inszenierung von Ludiwg II. verzichtet auf das Psychologisieren oder eine sozialkritische Kontrastierung. Stattdessen werden Ludwigs Eskapaden durch eine feine Ironie gebrochen.

                              • 5
                                Stefan Benz: Echo - Online 27.12.2012, 12:36

                                Als gravitätische Schauspielerparade rollt die Historie in Ludwig II. dabei routiniert und glanzlos ab. Nicht nur körperlich herausragend ist in diesem Ensemble vor allem die Hauptfigur.

                                • 1

                                  Kongenial ist Ludwig II. höchstens insofern, als dass er die hehren Ambitionen des Titelcharakters teilt – und dessen künstlerische Selbstüberschätzung.

                                  • 6 .5
                                    Rupert Sommer: Radio Köln 20.12.2012, 11:06

                                    Herauskommt ein opulenter Augenschmaus, der seelenvoll sein möchte, es aber nicht über die volle Filmstrecke ist. Der Rest wirkt dann oft nur pompös wichtigtuerisch.

                                    • 5 .5
                                      Dimitrios Athanassiou: moviemaze.de 20.12.2012, 10:34

                                      Leider ist der Film vielmehr eine Hommage geworden, in dem die Stationen im Leben Ludwigs zwar gewissenhaft, aber schnell abgehandelt werden - phasenweise entsteht dabei sogar der Eindruck, dass den Machern mehr eine Form von Bildungsbeitrag vorschwebte.

                                      • Sonja Hamann 07.12.2012, 13:06

                                        dem trailer nach zu urteilen ist das ein fürchterlicher schmarrn, wenn ich schon die verunglückten masken sehe! und dialogauszüge so wie der kleine moritz sich das vorstellt. oh je! da lob ich mir den wunderbaren ludwig-film von visconti. wozu brauchts überhaupt einen neuen ludwig film? hats nicht genug geludwigt? es gibt doch auch noch den ludwig film von käutner!

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