Der Titel "Eine Stadt sucht einen Mörder" spricht Bände und führt an prominenter Stelle eine Figur ein, die in keiner Cast-Liste auftaucht: die moderne Großstadt, in diesem Fall: Berlin.
(Auch der ursprüngliche Titel "Mörder unter uns" wäre freilich aussagekräftig gewesen, wurde aber von der Produktionsfirma abgeändert - man befürchtete, die Schlägerbanden Hitlers würden ihn auf sich beziehen und gegen die Vorführung des Films mobilisieren.)
"M", kann in diesem Sinne als Platzhalter für ganz unterschiedliche Kategorien verstanden werden, bezeichnet es doch nicht nur das Stigma, mit dem Beckert im Film als Mörder markiert wird, sondern steht möglicherweise auch für die Metropole, den Moloch.
Im freiesten Sinne ist M also auch als Film über Architektur lesbar: über die räumliche Organisation der Großstadt zwischen Treppenhäusern, Industriebrachen, Kellern und Speichern, über die Architektur der verschiedenen Mächte und Institutionen (und die labyrinthischen Gänge, die sie miteinander verbinden) und schließlich über die Architektur eines Rechtssystems, dessen Statik unter dem Druck des (halb)öffentlichen Mobs an seine Grenzen geführt wird.
dann wird das gelöscht, denn den hab ich noch nicht gesehen. finde hier aber immer wieder so dinger...keine ahnung, ob ich im schnelldurchlauf unaufmerksam war...?
Ganz ohne Frage einer der besten Filme, die ich je gesehen habe. Er ist beklemmend, man fühlt sich als würde man mittendrin stecken. Und die Handlung gefällt mir wirklich sehr. Besonders die Gangster, die dem Mörder auf die Schliche kommen wollen, um die Polizei wieder aus ihrem Kiez zu wissen – etwas erschütternd zwar, aber durchaus realistisch. Ganz großes Kino!
Der beste deutsche Film. Insbesondere die gechickt miteinander verschnittenen Lagebesprechungen der Polizei und der Berliner Unterwelt, die absurde Gerichtsverhandlung sowie die darstellerische Leistung Peter Lorres sind schlichtweg genial.
Fritz Lang's Tonfilm Triumph oder um es anders zu sagen der Triumph des Deutschen Films. Mit "M-Eine Stadt sucht einen Mörder" schuf der Herr Lang den Archetyp des Modernen Thrillers und das vor genau 78 Jahren! Und selbst heute gibt es leider nicht sehr viele die die Qualität dieses Klassikers haben. Deutsches Kino war selten so Gut.
Die angespannte Atmosphäre und Peter Lorre, der unglaubliche Leistung abgeliefert machen diesen Film einzigartig. Lang schaffte es interessante Regieeinfälle und Details mit einer Geschichte zu verbinden, die das schwierige Thema kritisch verarbeitet. Dabei hätte die Position zum Thema Selbstjustiz und die Darstellung des Mörders für Diskussionen sorgen können. Durch die Darstellung der Richter, die hier in Form von Verbrechern auftreten und dem offenen Ende konnte man diese Diskussionen umgehen. Der Film ist einer der besten deutschen Filme überhaupt und ein Beispiel für einen tiefgründigen und spannenden Kriminalfilm.
Ein Thriller über einen Kindermörder, der auch ohne blutige Effekte sehr spannend erzählt wird. Gleichzeitig wird ein Thema behandelt das heute noch genauso diskutiert wird wie damals.
Alle Leistungen der Darsteller sind herausragend. Und wieder eine Kameraarbeit, die genauso gut wie in Langs Metropolis ist.
Alles in allem ein zeitloser Film, den jeder mal gesehen haben sollte.
Dieser Film war nicht nur seiner Zeit voraus, sondern lässt auch heute noch alle (mir bekannten) deutschen Werke hinter sich.
"M" ist ein genialer Mix aus Drama und Thriller, der sich einerseits mit gesellschaftlichen Strukturen beschäftigt, andererseits auch einfach unglaublich spannend ist. Peter Lorre's Ausbruch besitzt vollkommen zurecht Kultstatus, grandiose Darstellung.
"M" ist mit Sicherheit einer der großen und goldenen Filme des deutschen Kinos, was aber nicht heißt, dass er automatisch perfekt ist. Ich fand es ziemlich irritierend, dass eine Geschichte, die von einem Kindermörder handelt, teils Figuren und Szenen beinhaltet, die nahe an der Parodie sind. Allerdings sind es gerade solche Szenen, die den Film sehr sehenswert machen. Schade fand ich, dass in Sachen Spannung wenig passiert, andererseits war das womöglich auch nicht das oberste Ziel. Eher zu zeigen, dass eine solche Tat auch nicht vom organisierten Verbrechen toleriert wird und diese auch auf Mörderjagd gehen (sei es auch nur, um die Polizeiaktivität zu senken). Und es wirft die magische Frage auf: darf man einen Menschen von Schuld befreien, der sich seiner Tat zwar bewusst ist, sich aber seiner Psyche nicht erwehren konnte, um das Geschehene zu verhindern? Das regt zum Nachdenken an. Kann man auch während des Filmes schon praktizieren, denn obwohl es sich um einen Tonfilm handelt, ist es teils stiller, als jeder Stummfilm seiner Zeit....keine Musik...nur das Pfeifen des Mörders...unverwechselbar!
Bester Deutscher Film aller Zeiten. Wer ihn nicht gesehen hat, der hat kein Recht jemals wieder eine DVD auszuleihen oder ins Kino zu gehen bis er diesen Film gesehen hat :)
Hier bekommt man einen Eindruck davon wie das deutsche Kino heute aussehen würde wenn die Deutschen nicht so blöd gewesen wären 1933 zuzulassen.
Gilles Deleuze trifft es ganz hervorragend, wenn er schreibt: "Selbstverständlich gibt es eine Situation, Aktionen und Reaktionen; aber es tritt eine weitere irreduzible Dimension hinzu. Man bemerkt, an diesem Beispiel von Lang wie an vielen anderen, daß das Geschriebene (das Fahndungsplakat, die Zeitung) der stimmlichen Verlautbarung dient, von bestimmten Sprechakten übernommen wird, welche die Szenen verbinden. Was zur Folge hat, daß in der Tat ein einziger unbestimmter Sprechakt (das Gerücht) zirkuliert und sich verbreitet, während lebendige Interaktionen zwischen unabhängigen Figuren und entfernt liegenden Plätzen sichtbar werden. Je autonomer der Sprechakt wird, indem er über bestimmte Personen hinausgreift, desto problematischer erweist sich das von ihm eröffnete Feld der visuellen Wahrnehmung, insofern es auf einen problematischen Punkt an der Grenze der miteinander verknoteten Interaktionslinien weist: so etwa den Mörder, den man kaum sieht, allenfalls sitzend von hinten (oder die Doppelgänger in Fords Film oder die Verzweigungen bei Mankiewicz). Die Struktur und die Situation bedingen die Interaktionen nicht anders als die Aktionen und Reaktionen, doch es sind regulative und nicht mehr konstitutive Bedingungen. 'Die Interaktion bleibt durch derartige Bedingungen strukturiert, doch bleibt sie im Verlauf der Handlung problematisch.'"
Mit 'M' testet Lang keineswegs die Grenzen des Tonfilms. Viel mehr steckt er sie ab und versucht aus dem Nachfolger des geschwätzigen Stummfilms, dem schweigenden Tonfilm, einen sprechenden, lebendigen Film zu konstruieren. Das Wort, das im Stummfilm lediglich von der Zweitfunktion des Auges wahrgenommen wurde und alles in eine indirekte Rede setzte, versteht Lang im gesprochenen Sinne nicht als rein an die Akustik gebundenes Element. Er verknüpft gesehenes und gelesenes Bild mit dem gehörten und gelesenem Wort was zu einer Synästhesie führt, die im Stummfilm in ähnlicher Weise von Regisseuren wie Vertov, Eisenstein oder Ruttman auf die Spitze getrieben wurde (wobei es sich hier meistens um eine rhythmisierende Optik handelt, natürlich mit Ausnahmen wie zum Beispiel der Suggestion von Wind, Höhe usw.).
'M' ist sicherlich einer der großartigsten deutschen Filme, die die Silhouette des nationalen Films zeichnen. Abgesehen von seiner filmischen Rafinesse sind es dann die äußeren Umstände, die Aura, die ihn zu dem machen, was er ist oder besser noch: die ihn so wirken lassen, wie er wirkt. Ob nun die Tatsache, dass Kafkas Jahrhundertroman 'Der Proceß' nur sechs Jahre zuvor geschrieben worden war oder die Machtergreifung Hitlers. All das setzt Fritz Langs Opus in einen historischen Kontext, der den Zuschauer, vielleicht heute noch mehr als damals den zeitgenössischen Zuschauern, Angst lehrt.
Diesen Film mit Begriffen wie Oldie oder Klassiker umschreiben zu wollen, grenzt an Hohn. Aber auch, wenn ich selbst immer wieder darüber enttäuscht bin, dass etliche andere Werke, vor allem Spione und Frau im Mond, über 'M' vergessen werden, bleibt es nicht aus, seine Größe und Bedeutung zu unterstreichen und der Versuch, die von ihm ausgehende Faszination in Worte zu fasen, soll, darf und muss von jedem gemacht werden. Nicht nur in Deutschland hat 'M' den Einzug in einen Bildungskanon völlig zu Recht erhalten. Gerade deswegen möchte ich nochmal erwähnen, dass dieser Film kostenlos im Netz zu haben ist.
Genialer Hybrid aus Thriller und Drama.
Peter Lorre spielt hier so ziemlich alles an die Wand, was im damaligen Deutschland Rang und Namen hatte.
Regie: Fritz Lang.
Mehr muss man wohl nicht sagen.
Das mit dem besten Deutschen Film überhaupt ist absolut richtig, heute kaum vorstellbar, einen Thriller ohne Special-Effects zu machen, aber es klappt...Filmemacher seht und lernt!Explosionen haben keine Chance gegen echte Spannung und gut gespielte menschliche Abgründigkeit.
Fritz Lang und Peter Lorre bringen es in diesem Klassiker fertig, dem Unmenschlichen und Unerträglichen, ein dennoch menschliches Antlitz zu verleihen.
Wie kann ein Land, in dem solche Filme zu Tage treten, nur ganze zwei Jahre
später dem Wahnsinn verfallen...
Fritz Lang schafft Jahre vor dem Dritten Reich eine beklemmende Gesellschaftsanalye, in der Verbrecher das Gesetz übernehmen und den Staat unterwandern. Gustaf Gründgens als Schränker spielt so gut wie Peter Lorre. Ein toller Film.
„Immer muß ich durch Straßen gehen und immer spür ich, es ist einer hinter mir her. Das bin ich selber! (...) Manchmal ist mir, als ob ich selbst hinter mir herliefe! Ich will davon, vor mir selber davonlaufen, aber ich kann nicht! Kann mir nicht entkommen! (...) Wenn ich's tue, dann weiss ich von nichts mehr... Dann stehe ich vor einem Plakat und lese, was ich getan habe, und lese. Das habe ich getan?“
Kritiker — Ausgezeichnet 8.6
Der Film M - Eine Stadt sucht einen Mörder wurde von 42 Kritikern bewertet.
Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Zurecht ein Klassiker mit einer im wahrsten Sinne des WortesKiller-Performance von Lorre!
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
MartinSchwarz: zitty
Die restaurierte Fassung auf der Berlinale gesehen: Beklemmung pur, der beste deutsche Film aller Zeiten.
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Kommentare — Sehenswert 7.9
Der Film M - Eine Stadt sucht einen Mörder wurde von 1556 Mitgliedern bewertet.
Trash-Gordon 2010/01/20 21:44:32
Sehr beeindruckend in vielerlei Hinsicht.
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LeGrip 2010/01/19 16:57:28
Absolut brilliant! Unglaublich wie aktuell der Film – besonderst in seine technischen Machart – erscheint.
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pfeffer 2010/01/08 13:58:17
Der Titel "Eine Stadt sucht einen Mörder" spricht Bände und führt an prominenter Stelle eine Figur ein, die in keiner Cast-Liste auftaucht: die moderne Großstadt, in diesem Fall: Berlin.
(Auch der ursprüngliche Titel "Mörder unter uns" wäre freilich aussagekräftig gewesen, wurde aber von der Produktionsfirma abgeändert - man befürchtete, die Schlägerbanden Hitlers würden ihn auf sich beziehen und gegen die Vorführung des Films mobilisieren.)
"M", kann in diesem Sinne als Platzhalter für ganz unterschiedliche Kategorien verstanden werden, bezeichnet es doch nicht nur das Stigma, mit dem Beckert im Film als Mörder markiert wird, sondern steht möglicherweise auch für die Metropole, den Moloch.
Im freiesten Sinne ist M also auch als Film über Architektur lesbar: über die räumliche Organisation der Großstadt zwischen Treppenhäusern, Industriebrachen, Kellern und Speichern, über die Architektur der verschiedenen Mächte und Institutionen (und die labyrinthischen Gänge, die sie miteinander verbinden) und schließlich über die Architektur eines Rechtssystems, dessen Statik unter dem Druck des (halb)öffentlichen Mobs an seine Grenzen geführt wird.
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir 3 Antworten
suzee 2010/01/08 14:28:39
komm, lass uns mehr murnau und lang schaun? kenne spione z.b. noch nicht! =)
Alle 3 Antworten zeigen
spanky 2010/01/08 15:09:52
Wieso hab ich da nur 8 vergeben? Ich grade up auf 9!
@suzee: Du vergibst aber 9.5 für Spione. Tjaja...
suzee 2010/01/08 15:27:19
dann wird das gelöscht, denn den hab ich noch nicht gesehen. finde hier aber immer wieder so dinger...keine ahnung, ob ich im schnelldurchlauf unaufmerksam war...?
Vasafay 2009/12/02 12:35:33
Ganz ohne Frage einer der besten Filme, die ich je gesehen habe. Er ist beklemmend, man fühlt sich als würde man mittendrin stecken. Und die Handlung gefällt mir wirklich sehr. Besonders die Gangster, die dem Mörder auf die Schliche kommen wollen, um die Polizei wieder aus ihrem Kiez zu wissen – etwas erschütternd zwar, aber durchaus realistisch. Ganz großes Kino!
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Xebeche 2009/11/07 14:33:56
Der beste deutsche Film. Insbesondere die gechickt miteinander verschnittenen Lagebesprechungen der Polizei und der Berliner Unterwelt, die absurde Gerichtsverhandlung sowie die darstellerische Leistung Peter Lorres sind schlichtweg genial.
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
schorry 2009/10/21 11:45:51
sehr geiler film
kann ich nur empfehlen
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Tyler__Durden 2009/08/04 19:56:38
Fritz Lang's Tonfilm Triumph oder um es anders zu sagen der Triumph des Deutschen Films. Mit "M-Eine Stadt sucht einen Mörder" schuf der Herr Lang den Archetyp des Modernen Thrillers und das vor genau 78 Jahren! Und selbst heute gibt es leider nicht sehr viele die die Qualität dieses Klassikers haben. Deutsches Kino war selten so Gut.
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
magX 2009/04/22 15:27:58
Die angespannte Atmosphäre und Peter Lorre, der unglaubliche Leistung abgeliefert machen diesen Film einzigartig. Lang schaffte es interessante Regieeinfälle und Details mit einer Geschichte zu verbinden, die das schwierige Thema kritisch verarbeitet. Dabei hätte die Position zum Thema Selbstjustiz und die Darstellung des Mörders für Diskussionen sorgen können. Durch die Darstellung der Richter, die hier in Form von Verbrechern auftreten und dem offenen Ende konnte man diese Diskussionen umgehen. Der Film ist einer der besten deutschen Filme überhaupt und ein Beispiel für einen tiefgründigen und spannenden Kriminalfilm.
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Blonder 2009/02/12 18:35:13
Ein Thriller über einen Kindermörder, der auch ohne blutige Effekte sehr spannend erzählt wird. Gleichzeitig wird ein Thema behandelt das heute noch genauso diskutiert wird wie damals.
Alle Leistungen der Darsteller sind herausragend. Und wieder eine Kameraarbeit, die genauso gut wie in Langs Metropolis ist.
Alles in allem ein zeitloser Film, den jeder mal gesehen haben sollte.
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cannibal83 2009/01/24 10:54:34
Dieser Film war nicht nur seiner Zeit voraus, sondern lässt auch heute noch alle (mir bekannten) deutschen Werke hinter sich.
"M" ist ein genialer Mix aus Drama und Thriller, der sich einerseits mit gesellschaftlichen Strukturen beschäftigt, andererseits auch einfach unglaublich spannend ist. Peter Lorre's Ausbruch besitzt vollkommen zurecht Kultstatus, grandiose Darstellung.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Nevenka 2009/01/21 20:11:13
Ich finde vor allem das Drehbuch sehr bemerkenswert.
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AgentGuhl86 2008/11/11 23:07:55
"M" ist mit Sicherheit einer der großen und goldenen Filme des deutschen Kinos, was aber nicht heißt, dass er automatisch perfekt ist. Ich fand es ziemlich irritierend, dass eine Geschichte, die von einem Kindermörder handelt, teils Figuren und Szenen beinhaltet, die nahe an der Parodie sind. Allerdings sind es gerade solche Szenen, die den Film sehr sehenswert machen. Schade fand ich, dass in Sachen Spannung wenig passiert, andererseits war das womöglich auch nicht das oberste Ziel. Eher zu zeigen, dass eine solche Tat auch nicht vom organisierten Verbrechen toleriert wird und diese auch auf Mörderjagd gehen (sei es auch nur, um die Polizeiaktivität zu senken). Und es wirft die magische Frage auf: darf man einen Menschen von Schuld befreien, der sich seiner Tat zwar bewusst ist, sich aber seiner Psyche nicht erwehren konnte, um das Geschehene zu verhindern? Das regt zum Nachdenken an. Kann man auch während des Filmes schon praktizieren, denn obwohl es sich um einen Tonfilm handelt, ist es teils stiller, als jeder Stummfilm seiner Zeit....keine Musik...nur das Pfeifen des Mörders...unverwechselbar!
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Ortega Lorre 2008/10/23 13:34:20
Bester Deutscher Film aller Zeiten. Wer ihn nicht gesehen hat, der hat kein Recht jemals wieder eine DVD auszuleihen oder ins Kino zu gehen bis er diesen Film gesehen hat :)
Hier bekommt man einen Eindruck davon wie das deutsche Kino heute aussehen würde wenn die Deutschen nicht so blöd gewesen wären 1933 zuzulassen.
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boxcarsboxcars 2008/06/28 09:24:25
Gilles Deleuze trifft es ganz hervorragend, wenn er schreibt: "Selbstverständlich gibt es eine Situation, Aktionen und Reaktionen; aber es tritt eine weitere irreduzible Dimension hinzu. Man bemerkt, an diesem Beispiel von Lang wie an vielen anderen, daß das Geschriebene (das Fahndungsplakat, die Zeitung) der stimmlichen Verlautbarung dient, von bestimmten Sprechakten übernommen wird, welche die Szenen verbinden. Was zur Folge hat, daß in der Tat ein einziger unbestimmter Sprechakt (das Gerücht) zirkuliert und sich verbreitet, während lebendige Interaktionen zwischen unabhängigen Figuren und entfernt liegenden Plätzen sichtbar werden. Je autonomer der Sprechakt wird, indem er über bestimmte Personen hinausgreift, desto problematischer erweist sich das von ihm eröffnete Feld der visuellen Wahrnehmung, insofern es auf einen problematischen Punkt an der Grenze der miteinander verknoteten Interaktionslinien weist: so etwa den Mörder, den man kaum sieht, allenfalls sitzend von hinten (oder die Doppelgänger in Fords Film oder die Verzweigungen bei Mankiewicz). Die Struktur und die Situation bedingen die Interaktionen nicht anders als die Aktionen und Reaktionen, doch es sind regulative und nicht mehr konstitutive Bedingungen. 'Die Interaktion bleibt durch derartige Bedingungen strukturiert, doch bleibt sie im Verlauf der Handlung problematisch.'"
Mit 'M' testet Lang keineswegs die Grenzen des Tonfilms. Viel mehr steckt er sie ab und versucht aus dem Nachfolger des geschwätzigen Stummfilms, dem schweigenden Tonfilm, einen sprechenden, lebendigen Film zu konstruieren. Das Wort, das im Stummfilm lediglich von der Zweitfunktion des Auges wahrgenommen wurde und alles in eine indirekte Rede setzte, versteht Lang im gesprochenen Sinne nicht als rein an die Akustik gebundenes Element. Er verknüpft gesehenes und gelesenes Bild mit dem gehörten und gelesenem Wort was zu einer Synästhesie führt, die im Stummfilm in ähnlicher Weise von Regisseuren wie Vertov, Eisenstein oder Ruttman auf die Spitze getrieben wurde (wobei es sich hier meistens um eine rhythmisierende Optik handelt, natürlich mit Ausnahmen wie zum Beispiel der Suggestion von Wind, Höhe usw.).
'M' ist sicherlich einer der großartigsten deutschen Filme, die die Silhouette des nationalen Films zeichnen. Abgesehen von seiner filmischen Rafinesse sind es dann die äußeren Umstände, die Aura, die ihn zu dem machen, was er ist oder besser noch: die ihn so wirken lassen, wie er wirkt. Ob nun die Tatsache, dass Kafkas Jahrhundertroman 'Der Proceß' nur sechs Jahre zuvor geschrieben worden war oder die Machtergreifung Hitlers. All das setzt Fritz Langs Opus in einen historischen Kontext, der den Zuschauer, vielleicht heute noch mehr als damals den zeitgenössischen Zuschauern, Angst lehrt.
Diesen Film mit Begriffen wie Oldie oder Klassiker umschreiben zu wollen, grenzt an Hohn. Aber auch, wenn ich selbst immer wieder darüber enttäuscht bin, dass etliche andere Werke, vor allem Spione und Frau im Mond, über 'M' vergessen werden, bleibt es nicht aus, seine Größe und Bedeutung zu unterstreichen und der Versuch, die von ihm ausgehende Faszination in Worte zu fasen, soll, darf und muss von jedem gemacht werden. Nicht nur in Deutschland hat 'M' den Einzug in einen Bildungskanon völlig zu Recht erhalten. Gerade deswegen möchte ich nochmal erwähnen, dass dieser Film kostenlos im Netz zu haben ist.
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Iwan Goratschin 2008/06/05 15:51:34
Kult-Oldie
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Kubrick_obscura 2008/06/04 15:07:22
DER deutsche Mega-Klassiker!
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holgerd 2008/05/14 14:05:35
Der Film ist als "Public Domain" zum ansehen und downloaden verfügbar unter:
http://www.archive.org/details/M_
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AlainDelon87 2008/02/18 12:36:33
Genialer Hybrid aus Thriller und Drama.
Peter Lorre spielt hier so ziemlich alles an die Wand, was im damaligen Deutschland Rang und Namen hatte.
Regie: Fritz Lang.
Mehr muss man wohl nicht sagen.
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eboleyn 2008/01/27 13:19:41
zeitlos und sollte in keinem haushalt fehlen. für mich einer der besten filme aller zeiten. packend und ergreifend.
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doctorgonzo 2008/01/22 13:28:39
Das mit dem besten Deutschen Film überhaupt ist absolut richtig, heute kaum vorstellbar, einen Thriller ohne Special-Effects zu machen, aber es klappt...Filmemacher seht und lernt!Explosionen haben keine Chance gegen echte Spannung und gut gespielte menschliche Abgründigkeit.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
MotherIke 2008/01/17 17:01:54
Fritz Lang und Peter Lorre bringen es in diesem Klassiker fertig, dem Unmenschlichen und Unerträglichen, ein dennoch menschliches Antlitz zu verleihen.
Wie kann ein Land, in dem solche Filme zu Tage treten, nur ganze zwei Jahre
später dem Wahnsinn verfallen...
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König Leonidas 2008/01/06 18:06:47
Ein Meisterwerk das den Zuschauer vollkommen in seinen Bann zieht und einen auch nach dem Film nicht mehr los lässt.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
osh 2007/10/23 18:30:44
Wohl das erste filmische Kammerspiel, das tief in die Psyche des Betrachters eindringt. Ein Meisterwerk von Fritz Lang.
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Alecprime 2007/05/07 09:44:45
Fritz Lang schafft Jahre vor dem Dritten Reich eine beklemmende Gesellschaftsanalye, in der Verbrecher das Gesetz übernehmen und den Staat unterwandern. Gustaf Gründgens als Schränker spielt so gut wie Peter Lorre. Ein toller Film.
„Immer muß ich durch Straßen gehen und immer spür ich, es ist einer hinter mir her. Das bin ich selber! (...) Manchmal ist mir, als ob ich selbst hinter mir herliefe! Ich will davon, vor mir selber davonlaufen, aber ich kann nicht! Kann mir nicht entkommen! (...) Wenn ich's tue, dann weiss ich von nichts mehr... Dann stehe ich vor einem Plakat und lese, was ich getan habe, und lese. Das habe ich getan?“
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