Madame Curie

Madame Curie (1943), US
Laufzeit 120 Minuten, Drama, Kinostart 22.10.1947

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von Mervyn LeRoy, mit Greer Garson und Henry Travers

Ausgezehrt und überarbeitet bricht die polnische Physikstudentin Marie Sklodowska in der Vorlesung von Professor Perot zusammen. Perot ist beeindruckt vom Talent und der Willenskraft seiner eifrigen Studentin und lädt die aufgrund finanzieller Nöte ausgehungerte Frau zum Essen ein. Darüber hinaus vermittelt er der fähigen jungen Wissenschaftlerin einen bezahlten Forschungsauftrag. Da die Räumlichkeiten in seinem Institut beschränkt sind, überredet Perot seinen Freund Dr. Pierre Curie dazu, ihr in seinem Labor eine kleine Ecke zur Verfügung zu stellen. Curie ist ein zerstreuter Gelehrter, der Frauen im Wissenschaftsbetrieb normalerweise mit kühler Ablehnung begegnet. Doch von Maries Scharfsinn und ihrer außerordentlichen wissenschaftlichen Begabung ist selbst er alsbald begeistert. Und nicht nur davon: Nachdem Marie ihr Studium beendet hat und nach Polen zurückkehren will, unterbreitet er ihr einen Heiratsantrag, den sie nach einigem Zögern annimmt. In der Zusammenarbeit mit ihrem Mann Pierre blüht Marie Curie als Wissenschaftlerin auf und entfaltet ihr ganzes Talent. Als der Labornachbar Dr. Becquerel eines Tages von einer rätselhaften Strahlung berichtet, die sogar eine Fotoplatte im Dunkeln belichtet, hat Marie eine Eingebung.


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Ripley1

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Bewertung6.0Ganz gut

Melodramatisches Biopic über die Physikerin und Chemikerin Marie Curie im Stil des klassischen Hollywoodkinos, also Erzählkonventionen verhaftet, die auch 1943 bereits alles andere als modern waren.
Die Biografie als solche wird geglättet (Vielleicht orientierte sich das Drehbuch an den Aufzeichnungen von Curies Tochter Eve, die ihre Mutter sehr überhöhte), d.h. man sieht eine Erfolgsgeschichte, deren Schwierigkeiten und Rückschläge sich auf vorhersehbare Weise zum Guten wenden. So fehlt beispielsweise Curies skandalträchtige Affäre mit dem Schüler Paul Langevin oder die Tatsache, dass sie in den zehner Jahren als Jüdin diffamiert wurde. Auch dass die Erkrankungen von Pierre und Marie Curie nicht auf Erschöpfung durch unermüdlichen Einsatz für die Ideale der Wissenschaft beruhen, sondern auf dem Umgang mit stark radioaktiven Stoffen, übergeht der Film geflissentlich.
Geboten wird also altmodische und sentimentale Unterhaltung, behäbig im Duktus, aber auch liebevoll in der Charakterzeichnung. So schrammt Walter Pidgeon mit seiner Interpretation von Pierre Curie manchmal hart an der Parodie vorbei, wenn er den weltfremden, schüchternen und verliebten Wissenschaftler gibt. Ein Highlight ist sicherlich Greer Garson in der Hauptrolle, die heute ziemlich in Vergessenheit geraten ist, vielleicht weil ihre Karriere völlig skandalfrei verlief. Ihr verhaltenes, nuanciertes Spiel wird zuweilen ausgebremst durch die einfallslose Regie, bleibt aber der nachhaltigste Eindruck des Films.
Für den, der etwas übrig hat für die klassischen amerikanischen Studiofilme, gibt es auch in den Nebenrollen Entdeckungen: Robert Walker und Van Johnson, noch ganz jung, der stets sympathische Henry Travers sowie Albert Bassermann, dessen Biografie einen eigenen Film wert wäre.

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Turi Giuliano

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Bewertung6.5Ganz gut

seh ich ähnlich, aber wofür ausführen, wenn es A ndere dafür gibt und es B niemanden interessiert..

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