Madeinusa

Madeinusa (2006), PE/ES
Laufzeit 105 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 09.11.2006

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von Claudia Llosa, mit Magaly Solier und Yiliana Chong

“Madeinusa” ist der Name eines jungen India-Mädchens, das in einem abgelegenen Dorf in der wilden Bergwelt der peruanischen Anden lebt. Höhepunkt des Jahres ist hier immer die “Heilige Woche”, ein bizarres religiöses Fest, in dessen Verlauf sich die gesamte Dorfbevölkerung in einen hemmungslosen Feierrausch hineinsteigert. Für dieses Jahr ist Madeinusa zur “Heiligen Jungfrau” ausgewählt worden, die in einem farbenprächtigen Kostüm die Prozession anführen wird. Trotz dieser Auszeichnung leidet Madinusa unter der Enge des Dorfes und den erstickenden familiären Verhältnissen. Ihre jüngere Schwester Chale ist eifersüchtig auf sie, und ihr Vater, der großspurige Bürgermeister, bedrängt sie zudringlich. Ihre Mutter ist schon vor Jahren in die Hauptstadt Lima geflohen, und Madeinusa träumt immer mehr davon, es ihr nachzutun. Durch Zufall verschlägt es einen Fremden, einen jungen Fotografen namens Salvador, zur Zeit der Heiligen Woche ins Dorf. Salvador verliebt sich auf den ersten Blick in Madeinusa, und diese sieht in ihm eine Möglichkeit, aus dem Dorf zu entkommen. Doch dann läßt ihr mißtrauischer Vater den “Gringo” Salvador einsperren, und während das Dorf im Festtagstaumel versinkt, überschlagen sich die Ereignisse.

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Cast & Crew


Kritiken (2) — Film: Madeinusa

fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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8.0Ausgezeichnet

Einfühlsam und präzise beobachtet Llosa ihre Protagonisten in diesem entrückten Universum. Behutsam nähert sie sich ihren Figuren. Besonders Magaly Solier in der Hauptrolle strahlt eine geheimnisvolle Kraft aus.

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Leni Höllerer: Die Welt, Berliner Zeitung,... Leni Höllerer: Die Welt, Berliner Zeitung,...

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7.0Sehenswert

Claudia Llosas Debütfilm gleicht über weite Strecken einem Dokumentarfilm, so präzise und geduldig fängt die Kamera die bizarren Riten und glanzvollen Prozessionen des Dorfes ein. Wie beiläufig schweift sie gelegentlich über die malerisch-raue Andenlandschaft oder auf die beredten, ausgemergelten Indio-Gesichter. Alles scheint hier echt zu sein.

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Kommentare (2) — Film: Madeinusa

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Scipio

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Bewertung5.5Geht so

Dieser Film hat starke Momente - aber der Schluß - einem tief Schlafenden (Alkohol) vergiftete Suppe einzuflössen, halte für unglaubwürdig.

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8martin

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Abgesehen vom Titel, hinter dem ein lustiges Wortspiel steckt, gibt es in diesem Film nichts zu lachen. Und der Umstand, dass Gott während der Grabesruhe echt tot sei und die dann begangenen Sünden nicht sehen kann, verdeutlicht die religiöse Schlichtheit eines Andendorfes. Oder hat man die Missionare nur beim Wort genommen? Hinter all den Liedern und folkloristischen Bildern von Tänzen und Feuerwerk erlebt man das Drama eines Mädchens. Obwohl die Darstellung des unvorstellbaren Leides oft nur angedeutet wird, manchmal nur akustisch bemerkbar, beeindrucken die dunklen, bunten Bilder durchaus. Außerdem wird der Gegensatz von Stadt und Land, Einheimischen und Fremden betont. Freiheit von archaischen Bräuchen gibt es nur in der Hauptstadt Lima. Und da muss die Titelheldin unbedingt hin. Man fühlt sich in eine andere Welt versetzt und reibt sich verwundert die Augen, ohne zum Voyeur zu werden.

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